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2: 1887
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Einige wollen daraus den Schluß ziehen, es sei die Ueberbringnngdurch einen kaiserlichen Offizier geschehen, aber solcher Schluß ist nicht ge-rechtfertigt, vielmehr durste das Wort 8np>r. eher supwros d, i. „himmlischeGeister" zu deuten sein.

Dieses Bild war in Heiligenstadt zuerst in der St. Annenkapelle auf-gestellt, wurde dann von den Stiftsgcistlichen in eine ans der linken Seiteder Stiftskirche zunächst dem Hauptportale befindliche kleine Kapelle, undals die Stiftskirche den Protestanten übergeben wurde, in die Liebsr en-kirche gebracht, wo es noch jetzt hoch verehrt wird.

Die Wallfahrt zum h. Kreuz in Krhuzeker.

?Im Kreise Heiligenstadt, nicht weit von Dingelstadt entfernt, am

M Ursprünge der Geislede, liegt das Dorf Krenzeber mit einerPfarrkirche, welche zugleich Wallfahrtskirche ist.

Die Patrone dieser Kirche sind die beiden Märtyrer Sergins undBacchus. Beide waren edle Römer und standen bei dem Kaiser Marimi-nian in sehr hohen Ehren. Da aber der Kaiser erfahren halte, daß sieheimliche Christen seien, so ließ er sie in den Tempel kommen und fordertesie auf, sogleich in seiner Gegenwart den alten Göttern nach Gewohnheit zuopfern. Da sie sich ungeachtet aller Bitten und Drohungen standhaftweigerten, wurde der Kaiser zornig und befahl, seine ehemaligen Lieblingesofort zu Tode zu martern.

Alsbald wurden beide ergriffen und Bacchus so lange mit Ochsen-sehnen geschlagen, bis er, am ganzen Leibe zerfleischt, den Geist aufgab;dem Sergius wurden Schuhe, durch welche lange Nägel geschlagen waren,angezogen; er mußte nenn Meilen in denselben gehen und da er dessenungeachtet im Glauben standhaft blieb, wurde er endlich enthauptet.

Die Verehrung dieser beiden Märtyrer verbreitete sich ans dem Orientnach Frankreich und Italien, ans welchem letzteren Lande der ErzlnshofOtgar von Mainz um das Jahr 83 t mehrere Nelignien von ihnen nachDeutschland brachte. Einige derselben kamen auch nach Heiligenstndt unddieser Umstand mag die Veranlassung gegeben haben, daß die Kirche zuKreuzeber diese beiden Heiligen zu ihren Patronen erwählte. Am 7. Oktoberjeden Jahres wird ihr Fest in der Kirche feierlich begangen.

Diese Kirche bewahrt auch noch eine Partikel des heiligen Kreuzes undvon derselben hat das Dorf auch die Benennung „Krenzeber" erhallen.Diesen Namen muß der Ort zwischen IBM uns l3ll erhalten haben, dennvorher wird er fortwährend Eoera genannt.