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2: 1887
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manche Aenderung erfahren, wie eine außen am Thore befindliche In-schrift sagt:

Dso opt. runx. in bonvisru intern eratas virAinis Der ClsustrieisIruius lüsslssias patroni elrorurn irnno a rnnioribus ineiroatuin supsrirn-posito rnuro s Inpicis sssto ?ornies s toplro st tsoto novo 8snatuspopuluspus IikiliAenstacliensis absolvit anno rnillssinro fispting-sutssirnoässirno c^niuto.

c^ni slrorus ab proavis sosptus nuus perflsit illurn urbs nnitalibsns auxilrants polo.

Nach außen an den Chorpfcilern befindet sich ein in Stein gehauenesMuttergottesbild mit drei anderen Figuren, welche man für die heiligen dreiKönige hielt; da jedoch noch eine fünfte Figur, vou welcher noch Consoleund Baldachin vorhanden sind, hier stand, die ohne Zweifel zertrümmertwurde, so schließen Andere, sie hätten die vier Evangelisten vorgestellt.

Im Innern der Kirche befinden sich fünf Altäre. Der Hochaltar ist1420 am Sonntag Judika eingeweiht. Von den übrigen vier Altären istder Pfarraltar auf Kosten des >b-. Joachim Hirschberger 1610 errichtetworden, zu dem gegenüber stehenden Kreuzaltar hat der Amtmann JohannKämmerer zu Stadtworbis hundert Thaler legirt und der am Chöre stehendeMuttergottesaltar ist ebenso wie der gegenüber befindliche Todesaltar vongesammelten Almosen erbaut und 1738 von Frau Maria Katharina vonSteinmetzen ausgestattet worden.

Auf dem links am Chor befindlichen Altare steht ein Bildniß derallerseligsten Jungfrau Maria, welches unsere vorzüglichste Aufmerksamkeitin Anspruch nimmt, da es das Gnadenbild ist, zu welchem aus der weitenUmgegend gewallfahrt wird. Von diesem Bilde erzählt die VolkssageFolgendes:

Nicht weit von dem in der Grasschaft Hohenstein gelegenen Berge, aufwelchem das alte Schloß Lohra liegt, zog einst in stürmischer, unheimlicherMitternacht ein Fuhrmann mit einer schweren Ladung Wein des Weges.Nur spärliches Mondlicht erhellte die Gegend, dunkle Wolken jagten amHimmel dahin, die dürren Zweige und Aeste der Bäume knarrten vom Windebewegt, die Luft wehte schneidend und in dem tiefen Schnee war es denPferden endlich nicht mehr möglich, den Wagen auch nur einen Schritt weitervon der Stelle zu bringen.

Der Fuhrmann befand sich in der größten Verlegenheit, denn wie er

5) Dem höchsten Gotte, zu Ehren der unbefleckten Jungfrau, der Gottesge-bärerin, der Patronin dieser Kirche haben diesen von den Vorfahren angefangenenChor in Hansteinen mit einem Gesimse und einem Dache versehen der Senat und dasVolk von Heiligenstadt im Jahre iris.

Diesen von den Vorfahren begonnenen Chor vollendet nun freudig die gesammteStadt mit Hülfe des Himmels.