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2: 1887
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mcnten verabreichen, sondern auch den Kirchendiener belohnen solle undwolle. Wohin mittelst Jhro hochfürstlichen Durchlaucht an erforder-lichen Paramenten ein schwarzes, ein rothes und ein weißes Meßgewandsammt Zubehör, wie auch den benöthigten Kelch und Paten, ohne dassein solches mit der Zeit zur oonsohrions gezogen werden solle, beiAnfang dieser Fundation angeschaffet und an die Hülfensberger Kircheabgeben lassen. Alles getreulich souder Arglist und Gefährde." —Landgraf Christian, der Stifter der oben erwähnten Messen, war einsolcher Verehrer des Hilfensberges, daß er Befehl gab, ihn nach seinemTode auf der Höhe zu beerdigen. Als er daher am 21. Oktober 1755 aufseinem Schlosse zu Eschwege am Schlagfluße starb, wurde die Leiche am29. Oktober von einer Compagnie hessischer Soldaten bis an die Eichs-seldische Grenze bei Döringsdorf begleitet, daselbst von einer Compagnie desEichsfeldschen Landregimcnts in Empfang genommen, bis auf den Hilfensberggeführt und in einer gewölbten Gruft der Kirche beigesetzt.

Friedrich Clemens, Freiherr von Ledebur, Bischof von Paderborn,machte in der Pfingstwoche 1827, sowie Anton Holtgreven, Weihbischof vonPaderborn, am 7. Oktober 1843 eine Wallfahrt nach dem Hilfensberge.

Im Jahre 1848 wurde auf dem Hilfensberge das 1100 jährige Jubi-läum der Einführung des Christenthums durch den h. Bonifazius 14 Tagehindurch feierlich begangen. Am 4. Juni wurde das Fest durch den Bischofvon Hildesheim, Jacob Wand, eröffnet; in der Mitte der Festtage hielt derBischof von Fulda Hochamt und Predigt und die Schlußfeier hielt am 19.Juni Franz Drepper, Bischof von Paderborn. Gegen 40,000 Communi-canten wurden gezählt.

Die Hauptfesttage auf dem Hilfensberge sind der Hilfenstag, die Tagedes h. Bonifacius (5. Juni), des h. Johannes des Täufers (24. Juni) unddes h. Michael (29. Sept.) An diesen Tagen kommen oft bei 20,000 Pilgerzur Wallfahrt.

Die Liebfrauenkirche zu Heiligenstadt.

Liebfrauenkirche zu Heiligeuftadt, auch Altstädter Kirche ge-nanut, weil sie in der Altstadt liegt, ist eines der vorzüglichstenBauwerke dieser Stadt. Ihre beiden hohen, schönen, in gothischem Stileaus Quadern aufgeführten Thürme ziehen schon in der Ferne den Blick desWanderers auf sich und auch in der Nähe betrachtet mau den Bau, welchervor dem Ende des zwölften Jahrhunderts begonnen sein mag, mit Vergnügen.1230 erscheint sie bereits als Pfarrkirche, doch hat sie im Lauf- der Zeit