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2: 1887
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anderen werthvollen Gegenständen in das Kloster zu Eibingen, wo sie biszu dessen Aufhebung im Jahre 1814 blieben. Die Schriften der Heiligenwurden der Landesbibliothek in Wiesbaden überwiesen. Die hauptsächlichstenKirchengeräthc kamen in die Rochuskapelle bei Bingcn. Die Gebeine derh. Hildegard wurden in die Pfarrkirche zu Eibingcn übertragen, und alsdie Klosterkirche Pfarrkirche wurde, fanden sie in dieser wieder ihren Platz.

Im Jahre 1857 wurde zu Ehren der Heiligen ein großes Kirchenfestbegangen, zu welchem eine Menge Wallfahrtsprozessiouen erschienen. DasHaupt, die Zunge, das Herz und die übrigen Gebeine der großen Seherinwurden in Prozession herum getragen und sodann in einem neuen Altarbeigesetzt.

Möge das Andenken an diese gottbegabte Jungfrau noch viele Jahr-hunderte in den gläubigen Gemüthern fortleben!

Der Bleidenberg bei Alkhn an der Mosel.

Jahre 1198 baute der Pfalzgraf bei Rhein, Heinrich, SohnHeinrichs des Löwen, Herzogs von Sachsen und Baiern, wel-cher auf Seiten seines Bruders, des Königs Otto, gegen Philipp stand, aufeinem Berge an der Mosel nahe dem Städtchen Alken das feste SchloßThuron oder Thurant. Es liegt schon lange in Trümmern, aber dieseTrümmer ziehen noch immer die Augen der Wanderer auf sich.

Im Jahre 1248 war von mehreren Fürsten Wilhelm von Hollandals Gegenkönig des Kaisers Friedrich II. gewählt worden. Diesem hingendie Kurfürsten und Erzbischöfe von Trier und Köln an, wogegen der Pfalz-graf Otto auf Seiten Friedrich's stand. Um dem Erzbischof Arnold vonTrier mehr schaden zu können, hatte Otto die Burg Thuron stark befestigtund den Befehl in derselben einem Hauptmanne Namens Zorno übertragen,welcher von den Zeitgenossen als ein wilder und grausamer Mann ge-schildert wird. Er verwüstete die ganze Umgegend, zerstörte Dörfer undKlöster, nahm Geistliche und Laien gefangen und tödtete sie auf grausameWeise. Es wird berichtet, daß er schwangere Weiber ins Gefängniß ge-worfen und auf elende Weise zu Tode gebracht habe. Der Erzbischof Arnoldvon Trier, hierdurch erzürnt, sammelte von allen Seiten Truppen und be-lagerte die Feste; da er sie aber nicht mit Gewalt einnehmen konnte, sodauerte die Belagerung zwei Jahre, worauf die Besatzung, durch Hungergezwungen, sich ergab.

Die Sage berichtet uns nun aus dieser Belagerung eine merkwürdigeGeschichte, welche Veranlassung zu dem Baue der Gnadenkapelle auf demBleidenberge wurde.