Druckschrift 
2: 1887
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ist; seine Breite beträgt ^ der Länge. Dieser Schrein befindet sich in einemsteinernen Monumente, welches die Inschrift trägt: In Uno turada von-servntur voraus s. Nnttülns npostoli eunr lnsäistutö oorporls s. Ullilippi.

Die Kirche ward 1148 vollendet und am 13. Januar vom PapsteEugenius III. feierlich consecrirt. 1390 bestimmte der Abt Joffridus,daß die Reliquien alljährlich zur öffentlichen Verehrung aufgestellt werden.

Wie bereits bemerkt worden, geschehen aus allen Theilen der Rhein-provinz alljährlich zahlreiche Wallfahrten nach dieser Kirche in Trier und essind ebenfalls an vielen Orten Bruderschaften des h. Mathias errichtetworden, durch welche diese Wallfahrten geregelt werden.

Der h- Rock in der Domkirche zu Trier.

as Kleidungsstück unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus,welches im Dome zu Trier aufbewahrt und zur Verehrung derGläubigen ausgestellt wird, ist das Unterkleid des Herrn, wie dieses sowohlaus der Form desselben als auch aus dem Umstände hervorgeht, daß das-selbe in allen älteren Dokumenten mit dem Worte trinioa (d. h. Unterkleid)benannt wird. Dasselbe ist oben mit den Aermeln 5 Fuß 5 Zoll, unten3 Fuß 6 Zoll breit; hinten 5 Fuß und vorne 4 Fuß 9 Zoll lang. EineSpur von Naht ist nirgends zu finden; das ganze Kleid ist ein Gewebedurch und durch. Die weiten Aermel haben keine Falten. Kaum gelingtes dem Auge, die Farbe genau zu erkennen; bald scheint sie pnrpurroth,bald braun, bald wie das Gelbe der Lilie. Ueber die Art des Gewebessagt Brower: Einschlag und Werft sind bei der Feinheit des Fadens sokünstlich und so verschieden in einander verschlungen, daß das Auge bei dergrößten Anstrengung nicht erkennen kann, ob das Kleid gewebt oder mit derNadel gestickt sei. Am Saume unten sind eine Art gelblicher Streifen wieZüge von Buchstaben zu sehen, die aber von Alter so verschossen sind, daßman nicht erkennen kann, was es gewesen sein möge. Die Farbe, sagt er,ist röthlich und im Sonnenlichte wie unbereiteter Zinnober.

Da nun nach der steten Ueberlieferung das Unterkleid des Herrn vonrother Farbe und nach der h. Schrift ohne Naht war, so deuten diese Um-stände darauf hin, daß es dasjenige Kleid ist, welches unser Herr beimGange nach Golgatha getragen und über welches die Soldaten das Loosgeworfen haben. Ferner glaubt man hier und dort an dem Kleide Fleckenwie von Blut zu gewahren.

Es kann nun wohl nicht bezweifelt werden, daß dieses h. Kleid vonder h. Helena der Domkirche zu Trier zum Geschenke gemacht worden ist.