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2: 1887
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Die Wallfahrtskirche zum h. Mathias in Trier.

us vielen Ortschaften der Diözesen Trier, Köln, Metz, Luxem-burg und Münster ziehen jährlich zahlreiche Prozessionen zurVerehrung des h. Apostels Mathias nach Trier. Wie die Ueberlieferungberichtet, hat die h. Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin, die Reli-quien dieses Apostels zugleich mit dem h. Rocke und mehreren anderen Reli-quien nach Trier gebracht und die ersteren der Kirche des h. Euchariusgeschenkt.

Indessen finden wir nicht, daß dieselben dort eine besondere Verehrunggefunden, ja es war sogar die Anwesenheit dieser Reliquien in gänzlicheVergessenheit gekommen, bis im Jahre 1127 der Abt des Eucharius-Klosters,Eberhard, den Neubau eines Klosters beschloß und in Angriff nahm. Eingleichzeitiger Schriftsteller, Lambert, Mönch dieses Klosters, erzählt die Auf-findung der Reliquien wie folgt: Als man mit dem Baue des Klosters be-gonnen, sah ein junger frommer Priester im Traume über demselben einenStern von wunderbarem Lichte, der die ganze Umgegend erleuchtete. Zu-gleich sah er am Fuße des Muttergottesaltares eine Quelle hervorsprudeln,zu welcher aus allen Gegenden die Menschen hinzuströmten, um sich an derselbenzu laben und in dem klaren Wasser zu waschen. Wer aber mit Krankheit be-haftet war, wurde durch das Wasser gesund. Ueber der Quelle in dem Altareerblickte er den h. Apostel Mathias in einem golddurchwirkten Mantel. Alser nun nach der Quelle hineilte, erhob sich der Apostel und fragte ihn:Wohin willst du? Was suchst du? Er antwortete: Ich sah, wie Alle andieser Quelle geheilt wurden und es verlangt mich um so mehr, zu ihr zukommen, da ich dich, o Herr, bei derselben liegen sah. Da sagte der Apostelzu ihm: Siehe, mein Sohn, alle die, welche mit reumüthigem Herzen undfestem Glauben hierhin kommen, werden durch meine und der hier ruhendenHeiligen Fürbitte Erhörung finden. Dann verschwand das Gesicht.

Als nun, es war am 1. September, die Arbeiter den Muttergottes-altar abbrachen, fand man in demselben einen bleiernen Schrein, in dessenDeckel eine marmorne Platte mit den Worten eingelassen war: L. Nattllias^.xostolus. In dem Schreine befanden sich die Reliquien dieses Heiligen.Kaum war dieses ruchbar geworden, so strömten aus dem weiten Umkreisedie Gläubigen hinzu, um dem h. Apostel ihre Verehrung zu bezeugen undseine Hülfe anzuflehen. Viele Wunder werden von den zeitgenössischenSchriftstellern erzählt, welche sich bei der Erhebung der Reliquien er-eignet haben.

Die Reliquien wurden in einen metallenen Schrein mit silbernen Ein-fassungen gelegt, welcher mit Bildern und Statuetten geziert war. Jedochist dieser Schrein, wahrscheinlich in Kriegszeiten, abhanden gekommen. Jetztumschließt die Gebeine ein Schrein aus Cedernholz, welcher l^/s Ellen lang