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2: 1887
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sitz nahm. Als jedoch der Pfarrer im Jahre 1849 in Folge eines nächt-lichen lleberfalles nach Bieder zog und auch schon einige Jahre vorher dieSchule dorthin verlegt war, wurde zu Bieder eine neue Pfarrkirche gebautund 1854 eingeweiht und damit die Burgbergkapelle ihres Charakters alsPfarrkirche wieder entkleidet. Auch der die Kapelle umgebende Todtenhoswurde 1876 geschlossen und in Bieder ein neuer angelegt.

Die Festtage, welche zur Zeit noch am Wurgberg durch vollen Gottes-dienst gefeiert werden, sind folgende; 1. Fest des h. Markus; 2. Pfingst-montag; 3. Sonntag vor Maria Heimsuchung; 4. Fest des h. Blutes;5. Maria Himmelfahrt (Hauptsest); 6. Fest der sieben Schmerzen Maria(Z.Sonntag im September); 7. Rosenkranzfest; 8. Fest des h. Wendelinus.

Prozessionen von Bieber auf den Burgberg finden statt: 1. am Festedes h. Markus; 2. am Dinstag in der Bittwoche und 3. am Feste ChristiHimmelfahrt die große Flurprozesston. Von auswärts kommen Prozessionenauf Mariä Heimsuchung, Mariä Himmelfahrt und Rosenkranzfest.

DLv Fraueliberg bei Fulda.

ördlich von der Stadt Fulda erhebt sich ein kleiner Basaltkegel,der Frauenberg genannt, dessen Spitze mit einer schönen Kircheund einem Kloster geschmückt ist. Hier an dieser Stelle war es, wo dergroße Apostel der Deutschen, der hl.' Bonifazius seine erste Wohnung auf-geschlagen hatte. Von diesem Berge aus leitete und überwachte er den Baudes ersten Klosters zu Fulda, welches dorthin gebaut wurde, wo jetzt derDom nebst bischöflichem Seminar steht. Neben seiner Zelle hatte der hl.Bonifazius auch eine kleine Kapelle sich erbaut, wo er die hl. Messe feierteund seine Tagzeiten betete. Anfangs wurde dieser Berg, weil er dem hl.Bonifazius so lieb war, Bischofsberg genannt. Als Ratgar, der dritte Abtdes Klosters Fulda, an der Stelle, wo die erste Kapelle des hl. Bonifaziusgestanden, eine neue und größere Kirche gebaut hatte, ließ er dieselbe imJahr 809 durch den Erzbischof Reichholf von Mainz zu Ehren der aller-seligsten Jungfrau Maria feierlich einweihen. Von dieser Zeit an wurdeder Berg „Frauenberg" genannt.

Der Gottesdienst wurde in dieser Kirche bis zum Jahre 1048 vonweltlichen Kanonikern versehen, von wo an die Benediktiner die Seelsorgeübernahmen. Beinahe 500 Jahre, nämlich bis zum Alles verwüstendenBauernkriege, waren diese im ruhigen Besitze.

Am dritten Ostertage des Jahres 1525 theilte auch der Frauenbergdas Loos so vieler Klöster; unter Mord, Raub und Brand waren die

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