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2: 1887
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Spessart führende sogenannte Weinstraße, die im Spessart Birkenhain genanntwird, ganz nahe am Burgberg vorbeiführt.

Alte Urkunden über die Kapelle existiren nicht; wahrscheinlich sind die-selben im 16. Jahrhundert, in welchem der Landgraf von Hanau den vomKurfürsten von Mainz an ihn verpfändeten Biebergrund zur Annahme derlutherischen Lehre zwang, den katholischen Pfarrer in Bieber vertrieb unddafür einen protestantischen Prediger einsetzte, vernichtet worden oder ver-loren gegangen. In der Pfarr-Chronik der benachbarten, früher kurmain-zischen, jetzt bayrischen Pfarrei Wiesen wird die Kapelle Burgberg zum erstenMale im Jahre 1540 erwähnt, in welchem sich die wenigen treu gebliebenenKatholiken des Biebergrundes um die Burgbergkapelle herum einen eigenenTodtenhof anlegten; von welcher Zeit an auch die Katholiken von Biebernothdürftig von Wiesen aus pastorirt und ihnen ab und zu auf dem Burg-berge Gottesdienst gehalten wurde. Als aber auch in Wiesen durch denlutherisch gewordenen Grafen von Rieneck im Jahre 1597 ein lutherischerPfarrer eingesetzt wurde, blieb der Burgberg mit den dortigen Katholikenohne katholischen Priester bis zum Jahre 1605. In diesem Jahre starbnämlich der Graf zu Rieneck ohne Descendenten und die Grafschaft Rieneckfiel mit Wiesen als Lehen an Mainz zurück. Der damals regierende Kur-fürst und Erzbischof Johann Philipp von Schönborn übte nun das damalsgeltende Recht, ouius rsZio eins röli^io, auch aus, verwies den lutherischenPrediger aus Wiesen und setzte dort wieder einen katholischen Pfarrer einmit der Auflage, auch die Katholiken des Biebergrundes mit zu pastoriren.Von dieser Zeit an wurde nun der Gottesdienst abwechselnd zu Wiesen undin der Wallfahrtskapelle Burgberg abgehalten. Als dann im Jahre 1660durch den zwischen dem Kurfürsten von Mainz und dem Landgrafen vonHanau abgeschlossenen Receß der Biebergrund dem Grafen von Hanaurechtlich zufiel, wurde die Burgbergkapelle mit der Hälfte ihres Vermögens(damals 1334 Fl.) — die andere Hälfte fiel an die protestantische PfarreiBieber — für ewige Zeiten den Katholiken des Biebergrundes überwiesen.Die Jurisdiktion über die hiesigen Katholiken, sowie Condominalrecht überden Burgberg verblieb dem Erzbischof von Mainz. Daraufhin wurde imJahre 1684 neben der Kapelle ein Schulhaus errichtet und als 1685 derWeihbischof von Mainz am Burgberg Visitation abgehalten und die dreineuen Altäre consekrirt hatte, bestimmte er für den Burgberg einen Kaplanmit dem Wohnsitz in Wiesen. Von da an wurde nun der Gottesdienst amBurgberge von Wiesen aus bis zum Jahre 1830 regelrecht besorgt. Dasich nämlich im genannten Jahre das Genralvikariat zu Würzburg weigerte,noch länger für den schon seit 1814 der Jurisdiktion des Bischofs von Fuldaunterstellten Burgberg einen Kaplan zu bestellen, wurde von der FuldaerBehörde im Jahre 1830 die Pfarrei Burgberg errichtet und mit einemPfarrer besetzt, welcher in dem Schulhause auf dem Burgberg seinen Wohn-