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2: 1887
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den preußischen Landen, des römischen Reiches Graf, Starost von Christ-burg, Schlochau, Bülow, Erbherr der Güter Wildschütz, Rutzau ic. Alser im Jahre 1633, vom Könige Wladislaus IV. von Polen aufgefordert,an einem Kriege gegen die Russen theilgenommen und den Sieg bei Smolenskerfochten hatte, wurde er bei der Belagerung der Festung Biala 1634 voneiner Mine verschüttet. Unter den Trümmern lebend erhalten, machte erin dieser Noth und Gefahr zur Rettung seines Lebens das Gelübde, daß,falls er erhalten würde, er zu Ehren der hh. Dreifaltigkeit und des heiligenFranziskus, seines Schutzpatrons, eine Kirche bauen wolle.

Er wurde bei der Aufräumung des Schuttes lebendig und unversehrtaufgefunden. Er setzte dann wohlbehalten seinen Marsch fort und kehrteglücklich in seine Residenz Schlochau zurück. Jm Jahre1636 vermählte sich Weihermit der einzigen Tochter des Johann Ulrich Schaffgotsch, des römischenReichs Semperfrei, der Anna Elisabeth, Herrin von Greisenstein, Kynastund Trachenburg. Wiewohl er schon früher eine Stelle bei seinem DorfeSchmechau zum Bau der gelobten Kirche ausgewählt und bereits die Funda-mente gelegt hatte, so verschob er noch die Ausführung des Baues, wahr-scheinlich, weil die Stelle nicht geeignet erschien. Im Jahre 1637 wurdeeine andere Stelle zwischen dem Flusse, Roda (Rehda) und den Bächen Bialaund Sribrna (jetzt Cedron und Struschke) gewählt, wobei Weiher den Aus-ruf gethan haben soll: „bei Biala habe ich mein Versprechen gegeben, beiBiala will ich es auch erfüllen."

Es wurde die gelobte Kirche zu Ehren der allerh. Dreifaltigkeit unterdem Titel des heiligen Franziskus 1643 erbaut und am Feste des heiligenFranziskus 1644 vom Abt Alexander Kesewski von Bauzendorf zu Olivaeingeweiht. Bei dieser Gelegenheit deponirte die Anna Weiher 660 sl. poln,zur Verpflegung derjenigen, welche in das von Weiher beabsichtigte Hospitalals Arme aufgenommen werden sollten.

Am 6. August 1645 consekrirte der Bischof von Kujavim und Pome-rellen, Petrus Mieczkowski zu Wloclawek diese Trinitatiskirche. Der neunteSonntag nach Ostern (also der erste Sonntag nach Pfingsten, Fest derhh. Dreifaltigkeit) wurde als Kirchweihfest bestimmt. Damit aber diese

Krakau. — Johann war Wojewode von Marienburg 1618, zuletzt Wojewode vonCulm, Starost von Putzig und Schlochau, starb 1626. — Demetrius, Kastellan vonDanzig, Starost von Berent, Oekenom von Marienburg 1618. — Melchior, Kastellanvon Elbing, Wojewode von Culm, Starost von Schlochau, wo er 1643 starb. — Lud-wig, zuerst Starost von Schlochau, Unter-Kämmerer von Culm, Oekonom von Marien-burg, s- als königl. Oberst 1617. — Martin Wladislaw, ck 1610 den Heldentod.

Johann Weiher hatte 2 Töchter und 4 Söhne. Ernst starb als Schüler inBraunsberg. — Nikolaus, -s 1643 als Wojewode von Marienburg und Culm. — Ludwig,Kastellan von Elbing 1648, dann Wojewode von Pommern, Starost von Schöneck undDeutsch - Crone. — Jakob, Wojewode von Marienburg und Gründer von Neu-stadt, -s 1657.