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2: 1887
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die Rosenberger Kirche beinahe in der Mitte des Berges liegt, aber nochzum Banne von Burgalben gehört. Da der Cantonsort Waldfischbach jetztauch zu einer Pfarrei erhoben ward, so wurde Burgalben, welches nurdurch den Schwarzbach von Fischbach getrennt ist, von Clausen, das beinaheeine Stunde davon getrennt liegt, abgetrennt und Fischbach zugetheilt. ImJahre 1822 erhielt der Pfarrer von Clausen die Weisung, fortan auf demNoseuberg keinen Gottesdienst mehr zu halten. Zu gleicher Zeit erging andas Bürgermeisteramt Waldfischbach der Auftrag, die Kirche am Noseubergamtlich zu schließen. Auch verlautete, daß die Kirche auf den Abbruch sollteversteigert, sowie Grund und Boden veräußert werden. Das beweglicheGut der Kirche, insbesondere die h. Gefäße, dürften der Kirche zu Clausenübermittelt werden. Das Bürgermeisteramt Waldsischbach hatte sich mit demPfarramt Clausen ins Benehmen gesetzt über Tag und Stunde, in welcheram Rosenberg eine Zusammenkunft zur Vornahme der Amtshandlung statt-finden sollte. Als Tag und Stunde erschienen war, nahm man ein Herbei-strömen von Menschen wahr von Clausen her mit Körben und leeren Wagen,um die Mobilien in Empfang zu nehmen; ebenso von der Donsiedcrer Höheund von Burgalben her strömten Männer und Frauen zusammen; aberes waren nicht Züge frommer Wallfahrer wie ehedem, man hörte Toben,Schreien, mitunter auch Fluchen. Die Frauen und Jungfrauen hatten sichan einer Thüre der Kirche zusammengedrängt. Durch eine Oeffnung in dieserThüre konnte man gerade aus das in einer Nische gegenüber stehende uralteGnadenbild sehen. Hier schallte ein herzzerreißendes Weinen, Bitten undRnfen in die Luft. Weithin vernahm man die Worte: „O Maria, verlaßuns doch nicht, unsere Mutter Maria, verlaß nicht deinen heiligen Ort,deinen heiligen Berg!" Statt der Kränze und Fahnen wurden Sensen,Heugabeln und Prügel hcrumgeschwungen, theils mit der Absicht, sich zurWehre zu setzen, theils auch weil Viele querfeldein gerade von ihrer Arbeitherbeieilten. Da trat aus dem Gewühl der Männer Einer hervor — derBürgermeister Schaf von Waldfischbach, gebot Ruhe und sprach: „IhrMänner! Ich habe von höherer Behörde den Befehl erhalten, die Kircheamtlich zu schließen d. h. anzuordnen, daß von heute an in derselben keinGottesdienst mehr abgehalten werden darf. Hat von euch dagegen Jemandetwas einzuwenden, so trete er hervor, damit ich es zu Protokoll nehme."Hierauf traten einige ältere Männer heran, die Kirchcupfleger, an ihrerSpitze der Kirchenrechncr Jakob Lickting, gewöhnlich der große Jakob ge-nannt und erwiderte: „Herr Bürgermeister! Wir erklären Ihnen hiermit,daß diese Kirche unser Eigenthum ist, d. h. sie gehört den Katholiken vonBurgalben und Donsieders mit sammt dem Kirchhof und unser Eigenthumlassen wir uns von Niemand nehmen und wenn's das Leben kostet." Aufdieses antwortete der Bürgermeister: „Da sich nur im höheren Auftrag ge-handelt habe, so will ich eure Ansprüche an die Kirche nach Speper berichten,