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gelobt hatte, während er den Wunsch hegte, sie einem mächtigen und ange-sehenen Ritter zur Ehe zu geben. Diese Tochter, Rosa genannt, blieb aufihrem Versprechen bestehen und um allen derartigen Zumulhungen zu ent-gehen, verließ sie die väterliche Burg und ließ sich mit einigen gleichgesinntenJungfrauen an dem Platze nieder, wo das Kirchlein am Rothenberg standund gab so die Veranlassung zur späteren Benennung Maria Rosenberg.
Geschichtlich steht fest, daß vor dem Neformationszeitalter auf demRodcnberg eine Kaplaneipfründe bestand, die zur Pfarrei Burgalben ge-hörte. Das Besetzungsrecht dieser Pfarrei und der Kaplanei auf demRodenberg hatte der Abt von Wadgassen. Auch hatte das Kloster Wad-gassen bei Burgalben einen Hof, den ihm der Graf Eberhard von Zwei-brücken im Jahre 1347 geschenkt hatte. Allem Anschein nach lag dieserHof aus dem Rodenberg in unmittelbarer Nähe der jetzigen Kapelle MariaRosenberg, wo noch bis auf den heutigen Tag Banfundamente gefundenwerden, die ans das frühere Vorhandensein von größeren Gebäulichkeitenschließen lassen, welche wohl zu den Zeiten des dreißigjährigen Krieges, indenen die ganze hiesige Umgegend verödete, in Verfall gerathen sind.
So mag wohl der allererste Ursprung der Kapelle dem Kloster Wad-gassen zu verdanken sein, das bei dem hier gelegenen Klosterhofe eine Kapelleunterhielt, in welcher ein Kaplan fungirte. Diese ursprüngliche Kapellebildet den mittleren Theil der jetzigen Kapelle Maria Rosenberg. ImJahre 1430 wurde von dem Pfarrer und der Gemeinde Burgalben dasgegenwärtige Chor mit einem schönen Kreuzgewölbe gebaut und im Anfangdieses Jahrhunderts die etwas in Verfall gerathene Kapelle mit neuemDecken- und Dachgebälke versehen mnd durch einen weiteren Anbau ver-längert.
Die Wallfahrt zum Rosenberg scheint erst nach der Reformation inSchwung gekommen zu sein. In den Stürmen derselben ging die Kaplanei-pfründe unter, die Kapelle daselbst blieb aber eine Zufluchtsstätte für dieBewohner des ehemals markgräflich badischen Striches, bestehend ans denOrten Leimen, Merzalben, Clansen, Münchweiler und dem Amisort Nod-alben mit Petersberg, welches Amt auch katholisch blieb, während den land-gräslich Pirmasenser und herzoglich Zweibrücker Gebieten die Religions-neuerung, Reformation genannt, aufgenöthigt wurde. Um so lieber ver-sammelten sich am Rosenberg die der Religion ihrer Väter treu gebliebenenwenigen Katholiken, so wie nicht minder die Bewohner der Sickinger Höfe.Der protestantische Prediger in der benachbarten Pfarrei Merzalben führtebei dem markgräflich-badischen Amte in Rodalben Klage darüber, daß „diePfarrkind nach dem Rodenberg auskaufen, um dorten die Meß zu hören."
Die Lothringer Raubzüge in der Pfalz, sodann die am Ende desvorigen Jahrhunderts in Frankreich ausgebrochene Revolution und endlichder Mangel an Priestern drohten unseren lieben Rosenberg in Verfall zu