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2: 1887
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funden habe, ist urkundlich nicht festgestellt. Die Verehrung der heiligenvierzehn Nothhelfer entstand um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts imBisthum Bamberg. Hierüber lese: Legende von den 14 Nothhelfern vonDr. Friedrich Pöhl, Regensburg bei Jos. Manz 1850, 14—19 paZ. und33—314 pnA.

„Anmerkung. Ohne den Vorwurf der Leichtgläubigkeit und einertendcntiösen Wundersucht mir zuziehen zu wollen, konstatire ich eine That-sache, die von vielen Zeugen bestätigt werden könnte und deren Ohrenzeugeich selbst war.

„Am 20. Juli 1864, da das Hauptfest zum ersten Male wieder ge-halten wurde und wir mit einer großen Prozession von der Pfarrkirche zumWallfahrtsorte gezogen waren, hatte die Predigt eben begonnen, die ein-leitenden Worte waren gesprochen und der erste Theil in Angriff genommen— da drang ein kräftiger, wunderlieblicher Gesang aus dem Thal an unsereOhren — ich richtete meine Blicke zu der Richtung, woher der Gesang kamund vermeinte, eine Prozession komme über's Gebirg' durch's Thal herbei-gezogen und äußerte meine unangenehme Empfindung einem mir nahestehenden Manne: „Ach, jetzt kommt noch eine Prozession und bringtStörung in die Predigt!" —

„Ich bemerkte auch unter vielen Zuhörern eine überraschende Bewe-gung, die ich nur den ähnlichen Eindrücken zuschrieb, die mich erfüllten.Der Gesang verlor sich allmählig in immer weiterer Ferne, bis er endlichganz verstummte.

„Verwundert fragte Einer den Andern: Woher dieser liebliche Gesang?(Religiös war er unzweifelhaft.) Auch ich wurde gefragt und man fügtedie Bemerkung hinzu: Sie müssen ihn gehört haben; denn gerade in demMomente, wo derselbe vernehmbar wurde, richteten Sie sich nach der Stellehin, woher der Gesang kam.

„Ausfallend ist

1. daß keine Prozession wirklich anlangte;

2. daß viele fromme Seelen, besonders Kinder, fest behaupten, den„schönen" Gesang wirklich vernommen zu haben;

3. daß nach beendetem Gottesdienste, wo die Pilger nach allen Rich-tungen sich zerstreuten und von dieser Erscheinung redeten, Niemandeine natürliche Erklärung dieser wunderbaren Thatsache vorzu-bringen vermochte.

„Sollte die Deutung auf Wahrheit süßen, welche das Volk gibt: dievierzehn Nothhelfer freuten sich, wie wir auch, daß die längst unterbrochenenAndachten in der Kapelle wieder resuscitirt worden sind?

E. Berwig.

„Im Jahre 1871 am 20. Juli wurden die Stationen des Kreuz-weges durch R. ?. N. Antonius Maria Grasselli, Generalsekretär des