Druckschrift 
2: 1887
Seite
249
Einzelbild herunterladen
 

— 249 —

Dill Marienwallfahrt zu Springborn.

sind die Nachrichten, welche wir über diesen Wallfahrtsortbesitzen. Springborn, seit unvordenklicher, vielleicht schon vor-christlicher Zeit vom Volke hochverehrt, erhielt eine eigene größere Kirche erstin Folge des Friedensschlusses, der den ersten schwedischen Krieg beendete.Der Bischof Nikolaus Szyszkowski erbaute sie in Folge eines Gelübdes undübergab sie den Franziskanern der polnischen Provinz. In einem anonymenund sehr defekten Druckwerke zum Lobe Szyszkowski's, welches sich auf derGymnasialbibliothek zu Rössel ^befindet und dem Stile nach von ThomasClagius herrührt, heißt es: Doous est, a vivo ZprivAlloru, us «guiäomwiils pussus clissitus, pioruru veueratioiis populigus kregusutig, ^aurolim aelollris. Lum udi kriuLeps piissiurus, usoäurri lirinata ant von-stitua osrta puoo Luooisc^uö Vurrvinrn uirlligus oinAoutidus, pro sunpistuts rsvisit, ooustituit upuä so votoguo achssoto auirvi proposituvaürvauvit, si?s.x, ouius tuva ciudiao spss oraut, oorta oonstitissot, posi-turura so oo looo NaAuao Ooi Natri aocioru aotornuni iwpotrataociivinitus puvis lllonurnontuili. Illioo pux äosiäörtlssiiua oonstitit, uoguo1ovA0 post aciuitouto oruni oura Illustrissirno Gptirvoc^uo kriuolps, otiaruVervplurn Ooiparao stotit. Vel ipso opsris spleuäor Z^s^IroviuuaiumaAviliooutiarll aotoruura locpiotur. Z

Szyszkowski erbaute die ursprüngliche Kirche d. i. die nach Westengelegene Rotunde zwischen 1639 und 1641. Beide Jahreszahlen befindensich in der Kirche. Hoch oben in der Rotunde steht: Xieoluus Ls/ssilrorvslciLpisoopus Varurionsis Xuuo Oornini NOGXXXIX. Die Gedenktafelüber dem Nordportal (dieselbe befindet sich in deutscher Sprache auch überdem Südportal) heißt:

Ooo Gpt. Nox.llll NuAuao Natri Vir^iin Laaruln.

1)1» ?russiaur soouncki llolli Luetioi ruotu, Vlaäislavo IV. Vri-

H Etwa 1000 Schritte vom Dorfe Springborn entfernt liegt ein Ort, der schonvor Alters durch die Verehrung der Gläubigen und den Zulauf des Volkes berühmtwar. Da nun der Friede noch nicht abgeschlossen war und die Schweden Ermlaudallenthalben umzingelten, kam der sehr fromme Fürst dorthin und faßte den Entschluß,den er durch ein Gelübde bekräftigte, wenn der Friede, der damals noch zweifelhaftwar, sich verwirklichen sollte, so werde er an diesem Orte der erhabenen Mutter Gotteseinen Tempel als Andenken an den von Gott erhaltenen Frieden bauen. Bald wurdeder sehnlichst erwünschte Friede geschlossen und nicht lange darauf war auch durch diegroße Sorgfalt des erlauchtesten und erhabenen Fürsten der Tempel der Gottesgebärerinerrichtet. Dieses herrliche Werk verkündigt die Großmuth Szyszkowki's in ewigeZeiten.