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2: 1887
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Markus Stubenberger bezeugte, daß er lange Zeit an Gehörlosigkeitlitt und kein Mittel helfen wollte. Da wandte er sich zur Gottesmutter beiden Augustinern in Ingolstadt, versprach eine Wallfahrt und Opfer, und ererhielt augenblicklich sein Gehör wieder.

Das sind nur einige wunderbare Gnadenerweisungen, welche die ge-benedeite Gottesmutter hier ihren Verehrern erweist. Zwar hat seit demJahre 1804, wo die Augustiner ihr Kloster und die Kirche verlassen mußten,die Wallfahrt zu diesem Gnadenbilde von Pilgern aus der Ferne nachge-lassen, aber auch jetzt noch, da die Franziskaner Kirche und Kloster besitzen,wird das Gnadenbild von den Bewohnern der Stadt und der Umgegendsehr verehrt.

Die h. Walbnrga zu Eichstätt und Walberberg.

ie h. Walburga (oder Walburgis), im 8. Jahrhundert geboren,war die Tochter des frommen Königs Richard von Englandund der Wuna, einer Schwester des h. Bonisacius, des berühmten Apostelsder Deutschen; ihre beiden Brüder waren der h. Wunibald und der h.Willibald, welche beide mit dem h. Bonisacius an der Ausbreitung desChristenthums in Deutschland arbeiteten. Sie wurde in dem Kloster Win-burn, in der englischen Grafschaft Dorset, erzogen, und durch diese frommeErziehung wurde schou früh in ihrem Herzen ein gottesfürchtiger Sinn ge-weckt, der sich mit der Zeit immer mehr befestigte. Sie war schon als Kindein Muster der Unschuld und Herzensreinheit, der Demuth und Andacht.Auch als sie schon zur Jungfrau herangewachsen war, fand sie in den ge-fährlichen Freuden der Welt kein Vergnügen. Im väterlichen Palaste, über-häuft mit Reichthümern, lebte sie mit einigen frommen Jungfrauen in stillerEinsamkeit. Ihre Hauptbeschäftigungen waren das Gebet, fromme Betrach-tungen, das Lesen geistlicher Bücher und Handarbeiten. Mit der größtenSorgfalt vermied sie allen Umgang mit Personen anderen Geschlechts; dennschon früh hatte sie sich Jesu Christo, ihrem göttlichen Heilande, gänzlichgeweiht.

Als die Eltern der h. Walburgis gestorben waren, und sie nun inihrem Vaterlande ganz allein, ohne Anverwandte zurückblieb, baten ihre bei-den Brüder mit Zustimmung des h. Bonisacius sie dringend, ihr Vaterlandzu verlassen und zu ihnen nach Deutschland zu kommen. Zwar machte dieseEinladung der vater- und mutterlosen Waise große Freude, aber doch geriethdie züchtige Jungfrau in nicht geringe Verlegenheit, wenn sie die Gefahrenerwog, denen auf weiter Reise eine Person ihres Geschlechts unter rohenund nicht selten ausschweifenden und bösgesinnten Menschen ausgesetzt sein