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2: 1887
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als ein Zubehör des Klosters in Osterhofen betrachtet, so daß in Folgedessen die Kirche auch zu keinem eigenen Vermögen gelangte. In dem Hus-sitenkriege sowie im 30jährigen Kriege, durch welche die ganze Umgegend soviel gelitten, soll die Kirche auf dem Krenzberge unversehrt erhalten gebliebensein; eine Sage meldet sogar, daß die Schweden selbst unter GeneralWrangel 1646 in diesem Kirchlein Gottesdienst gehalten und junge Lindenum dasselbe gepflanzt hätten. Indessen hatte doch der Besuch der Wall-fahrtskirche sehr nachgelassen und erst, nachdem 1680 die Kirchen zu Har-dorf und Kreuzberg wieder mit eigenen Priestern versehen worden, hob sichdie Wallfahrt wieder. Bald aber trat der spanische Erbfolgekrieg ein,während dessen am 8. Januar 1706 die Schlacht bei dem nicht sehr ent-fernten Aidenbach geschlagen und viel Unheil in der Gegend angerichtetwurde. In diese Zeit, in das Jahr 1712, fällt das 450jährige Jubiläum,zu welchem Papst Clemens XI. einen doppelten Ablaß verlieh. In diesemJahre wurde das Christusbild an ein starkes Kreuz aus Eichenholz befestigtund vor einem neuen Altare im Chöre der Kirche aufgerichtet, wo es jetztnoch steht. Zur selben Zeit wurden auch die Statuen der Mutter Gottes,der Magdalena, des Johannes und der beiden Schächer unter und nebendem Kreuze Christi in der Kirche ausgestellt.

Von dieser Zeit an kamen aus der Diözese Regensburg an Wall-fahrtstagen oft 5—6 Priester, um hier die h. Messe zu lesen und Aushülfezu leisten. Die im Jahre 1777 gemachten Aufzeichnungen weisen aus dieserZeit 5000—6000 Kommunikanten nach, welche jährlich die Kirche aus demKreuzberge besuchten. Im Jahre 1725 erhielt die Kirche eine Kreuzpartikelmit Authentika von Rom und im Jahre 1736 einen Kreuzweg.

1762 wurde das 500jährige Jubiläum vom 1. bis 8. Mai gefeiert.Papst Clemens XIII. hatte für dasselbe einen Ablaß bewilligt, zu dessenGewinnung über 34,000 Kommunikanten hierhin wallfahrteten.

Bis zum Jahre 1783 wurde die Wallfahrt auf dem Kreuzberge so-wie die Pfarrei Hardorf von dem Kloster Osterhofen aus versehen. Alsaber in diesem Jahre das Mönchskloster daselbst in ein adeliges Damenstiftverwandelt wurde, mußte von da an der Pfarrvikar von Hardorf zugleichden Dienst in der Wallfahrtskirche versehen. Von 1823 an wurden inHardorf Weltgeistliche angestellt und erhielten den Namen Expositus. Unterdiesen nennen wir besonders Joseph Putz, welcher 1862 bei Gelegenheit des600jährigen Jubiläums der Wallfahrtskirche Kreuzberg ein treffliches Wall-fahrtsbüchlein verfaßte.