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bild länger zurückbehielte. Die Einwohner von Landau wurden benachrichtigtund sie zögerten nicht, das Bild alsbald in feierlicher Prozession nach Landauzurück zu holen.
Diese beiden Ereignisse, die wunderbare Entdeckung des Bildes unddie feierliche Uebertragung von Jrlbach, erhöhten noch mehr den frommen Eiferund beförderten die Vollendung des Capellenbaues (1699). Das kleine Bild-niß von Stein wurde in eine eigens dafür verfertigte Monstranz gebracht und ineine Nische des Tabernakels gestellt, das gemalte Bild, welches Christoph Christivon seinem Nachbar erhalten hatte, bekam seinen Platz oberhalb des Taber-nakels. Die feierliche Einweihung des Kirchleins sammt den drei darin an-gebrachten Altären fand erst am 24. October 1716 statt durch den Fürst-bischof von Passau, Joseph Dominikus, Graf von Bamberg. Seit 1850 istein einfaches Benefizium für diese Kirche gestiftet und so wird denn täglichdurch den Benefiziaten, dessen Wohnung sich neben der Kapelle befindet, andeni Altare der seligsten Jungfrau das heilige Meßopfer dargebracht.
St. Englmar.
t. Englmar im Landgerichtsbezirk Mitterfels, verdankt seine Ent-stehung folgender Begebenheit.
„Engelmarus, ein Baier von Geburt, stammte aus der Familie einesLandmannes und beschäftigte sich Anfangs mit dem Ackerbau. Jedoch baldfand er kein Gefallen mehr an dem Leben in der Welt, und nachdem er sichvon den zeitlichen Gütern losgesagt hatte, wählte er das Einsiedlerlebenunter der Anleitung des h. Gregor, ehemaligen Erzbischofs von Armenien,welcher, von Sehnsucht nach dem himmlischen Lohne erfüllt, freiwillige Armuthgelobte und in die Gegend von Passau zog.") Als dieser 1093 gestorbenwar, begab sich Engelmar in diese Gegend des bayerischen Waldes, bautesich dort eine Hütte und nährte sich mit einem Gefährten von der Arbeitseiner Hände; auch diente er Gott mit Gebet, Fasten und Nachtwachen.
*) „Unter der Regierung der Aebtissin Gisela von Niedernbnrg in Passau kamein armenischer Bischof, Gregorius genannt, aus dem fernen Asien in die Gegend vonPassau, wahrscheinlich von dem Rufe der frommen Königswitwe (Gisela war dieWitwe des Königs Stephan von Ungarn) angezogen, wo er von der Welt zurückge-zogen, in freiwilliger Armuth ein einsiedlerisches Leben führte, und nach seinem lt>9Zam 24. September Mittags während einer großen Sonnenfinsterniß erfolgten Todein der Klosterkirche von Niedernbnrg begraben wurde. Sein, vor dem Dreifaltigkeits-altare gewesenes Grabmal ist bei dem großen Brande von 1662, welcher so viele derältesten und merkwürdigsten Denkmäler in Passau vernichtete, zu Grunde gegangen,doch hieß noch im vorigen Jahrhunderte ein Brunnen im Kloster der Gregorius-brunnen." Verh. des hist. Ver. für Niederbayern. 1355. S. 108 u. 10S.