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kam ihr des Nachts im Traume vor, unten am Kapellenhügel oder „Höhlein"befinde sich ein Wasser in einem durch Ochsentritte veranlaßten Grübchen,mit diesem solle sie ihre Augen waschen, so würde sie von ihrer Augenkrank-heit befreit werden. Die arme leidende Frau ließ sich an die bezeichneteStelle bringen; fand wirklich Wasser, wusch sich damit die Augen und wardgeheilt." Der Ort, wo dieses Wasser zum Vorschein kam, liegt an der Land-straße, ungefähr 90 Schritte von der Wallfahrtskirche. Man hat hierauf demWasser in einem Umkreise von 16—20 Schuh nachgegraben, aber keine Quelle,sondern gegen die Kirche zu nur feuchten Sand entdeckt. Dieses wunderbareEreignis wurde ruchbar und bald kam eine Menge Blinder, Lahmer und mitallerlei Gebrechen Behafteter herbei und der Ort, wo das Wasser ein wenighervorquoll, war mit Kranken und Leidenden umlagert wie der Schwemm-teich zu Jerusalem.

Bei dem stets wachsenden Zudrange der Gläubigen zu dem Gnadenorttrat die Wallfahrt bald in ihre Glanzperiode. Wegen großer Vermehrungder gottesdienstlichen Verrichtungen in der Wallfahrtskirche wurde Limbach zureigenen Pfarrei erhoben. Fürstbischof Friedrich Karl von Würzburg war einvorzüglicher Wohlthäter der Kirche zu Limbach und vermachte auch für denBau der Pfarr- und Wallfahrtskirche 12,000 Gulden. Im Jahre 1751wurde zum Bau der neuen Kirche geschritten und am 7. September 1755 wurdesie von dem Fürstbischof zu Würzburg, Adam Friedrich Grafen von Seins-heim, mit größter Feierlichkeit eingeweiht. Die Kirche erfreut sich fortwährendeines zahlreichen Besuches von Wallfahrern. Das Hauptfest wird am Sonn-tage nach Ostern gefeiert.

Die Wallfahrtskirche zu Dettetöach iu Mnterfranken.

ußerhalb des Städtchens Dettelbach in Unterfranken, auf einerdie ganze Umgegend beherrschenden Anhöhe, steht ein Klosterder Franziskaner mit der vielbesuchten und weitberühmten Wallfahrtskirche„Maria-Dettelbach." An derselben Stelle, wo sich jetzt das schöne Gottes-haus erhebt, befand sich in frühesten Zeiten in der Mitte von Weinbergenauf einer einfachen Säule das Bild der heiligen Jungfrau und GottesmutterMaria, auf ihrem Schooße den vom Kreuze abgenommenen göttlichen Sohnhaltend. Hier pflegten die Winzer, ehe sie an ihre Arbeit gingen, sich derseligsten Jungfrau zu empfehlen und wohl Niemand von den Wanderern,welche der Weg dort vorüber führte, unterließ es, Maria mit einem kurzenG.ebete zu begrüßen, während auch Viele, besonders aus dem Städtchen, inmüßigen Stunden eigens dorthinkamen, um vor dem Bilde der schmerzhaften