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2: 1887
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Erzbischof von Mainz, im Jahre 1629 dem Minister-General des Kapuziner-ordens ?. Johann Maria die Erlaubniß ertheilte, neben der Kirche einKloster zu erbauen. Sodann schenkte er ihnen die alte Kirche mit dem Hausedes Kirchendieners und sowie allen zum Bau des Klosters erforderlichenGrundbesitz. Die Kapuziner errichteten auf dem Engelsberge zum Zeichender Besitznahme ein Kreuz und legten gleichzeitig den Grundstein zum Kloster-baue, wohnten aber bis zur Vollendung desselben in dem Meßncrhause. Dieersten dort ansässigen Patres waren Rudolph von Dorsten und ?. Urban,jedoch mußten sie schon bald, Nov. 1631 in das Kloster nach Spepcr flüch-ten, weil die Schweden in Untersranken eingefallen waren. Jedoch konntensie schon bald zurückkehren und den Bau des Klosters fortsetzen, welches dennauch im Jahre 1637 vollendet wurde.

Der kaiserl. österreich. Proviant-Oberstlieutenant Johann Adam vonNeutwig ließ 1697 im Innern der Kirche die St. Antonius-Kapelle und einUnbekannter 1699 die Mutter-Gottes-Kapelle errichten, in welche 1700 dasgnadenreiche Marienbild von einem Ncbenaltare feierlich übertragen wurde.

Der kurpfälzische Kavallerieoberst Anton Otto von Cloß hatte sich nebendem Kloster ein schönes Haus bauen lassen, um in demselben zu wohnen,wenn er zur Befriedigung feiner Andacht nach dem Engelsbcrg kam. Beifeinem Tode zu Niederingelheim im Jahre 1740 schenkte er dasselbe denKapuzinern, welche es mit ihrem Kloster vereinigten.

Als besondere Wohlthäter des Klosters werden die Fürsten von Löwen-stein-Wertheim genannt, welche 1721 durch Kauf in den Besitz des benach-barten Kleinheubach kamen.

Als im Jahre 1803 der Mainzer Kurstaat säkularisirt wurde, kamEngelsberg unter die Landeshoheit des Großherzogs von Frankfurt und1814 zu Bayern. Bis zum Jahre 1824 blieb das Kloster von Kapuzinernbewohnt, dann wurde es dem Franziskanerorden übergeben und als Hospi-tium dem Franziskanerkloster in Miltenberg zugetheilt. Westlich am Fußedes Engclsberges liegt das Pfarrdorf Großheubach. Von hier führt eineTreppe von 670 Stufen auf die Höhe des Berges, an welcher sich 7 Sta-tionen befinden, über welche zum Theil Kapellen errichtet sind. Diese stellenScenen aus der Leidensgeschichte Jesu dar.

An der linken Wand der Vorhalle, welche zum Eingange in dasKloster führt, befindet sich, in Holz geschnitzt, eine interessante Darstellungdes jüngsten Gerichtes.

Ans dem Hochaltare steht das Bild des gekreuzigten Heilandes mit derh. Jungfrau, dem h. Johannes und dem h. Franziskus von Assist und Franzvon Paula. Rechts neben dem Hochaltare ist der Valentinusaltar, linksjener des h. Sebastianus mit dem Bildnisse der schmerzhaften Gottesmutter.Zur rechten Seite des Kircheneinganges befindet sich die Antoniuskapelle, zurlinken die Muttergotteskapelle mit dem seit der Entstehung Engelbergs dort