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weiter, daß im darauffolgenden Jahre 1337 ein Propsteigebäude erbaut undmit einem Propste und Kaplan besetzt wurde. Diese Propstei wurde 1525von den aufrührerischen Bauern niedergebrannt. Von da an blieb sie inAsche liegen. Merkwürdig ist in der Kirche ein Votivbild aus dem Jahre1565, darstellend Jesus mit der Samariterin am Jakobsbrunnen. Auf deinBilde springt sogleich in die Augen ein weißer Pudel mit menschenähnlichemGesicht, sowie ein Mann in der Tracht jenes Jahrhunderts mit einer ge-öffneten Rolle in der Hand, worauf der Entwurf des Bildes abgezeichnet ist.Es ist der Stifter: Joh. Val. Gottfr. Heimb, Humanist«. Ferner befindetsich da noch ein Muttergottesbild m Holz, ein Werk Riemenschneiders. DasAngesicht der h. Jungfrau zeigt eine unvergleichliche Hoheit, die Gewandungist ausgezeichnet. Dasselbe befindet sich am letzten Pfeiler des linken Seiten-schiffes. Das Gnadenbilo hingegen ist unter Glas über dem Tabernakel desHochaltars aufgestellt.
Zur größeren Vermehrung der Verehrung Mariens, die hier unter denverschiedenen Wechselfällen der Zeiten auch im 17. Jahrhundert fortdauerte,wurde im Jahre 1630 daselbst die Rosenkrauzbruderschafl eingeführt, welcheheute noch besteht. Auch wurde dieser Ort von vielen Prozessionen besucht.Am Rosenkranzseste z. B. kamen folgende Bittprozessionen: Kloster-Schwarzachmit Gerlachshausen, Stadl-Schwarzach, Stedclschwarzach, Nordheim, Svm-merach, Laub und Reupelsdorf. Alle Feste der allerseligsten Jungfrau Mariawurden mit der größten Feierlichkeit begangen, besonders Maria Heimsuchung,an welchem Tage nicht blos die obigen, sondern noch andere Prozessionenkamen. Jeden Monat wurde eine Versammlung der Bruderschaft abgehalten.Die Mönche des Klosters Schwarzach thaten Alles, um die Ehre Gottes undseiner heiligsten Mutter an diesem Orte nach Kräften zu fördern.
Dimbach gehörte nach der Säkularisation als Filiale zu Stadtschwarzach.Durch Stiftung einer Lokalkaplanei bekam die einst berühmte Wallfahrts-kirche im Jahre 1866 wieder einen ständigen Geistlichen und durch An-sammlung der Zinsen eines außerdem noch vorhandenen Curatie- resp. Psarrei-fonds wird mit der Zeit eine Pfarrei daselbst errichtet werden.
Die Kapelle Maria SteinihaL bei Kammel'burg.
der Nähe des Städtchens Hammelburg, einem der reizendstenPunkte im Saalgrunde, erhebt sich zwischen zwei Bergen, äußerstromantisch gelegen, eine Kapelle zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria,„Maria Steinthal" genannt, jedenfalls nach dem zunächst gelegenen BergeSteinthal. Im Volk Munde nennt man diese Kapelle weit und breit nur