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bildern behängen. Auf der entgegengesetzten Seite befindet sich der Kreuz-altar. In Eckartshausen besteht auch seit etwa 130 Jahren die sogenannteKreuzbruderschast. An den Quartalsonntagen wird am Kreuzaltar vor aus-gesetztem Kreuzpartikel das Hochamt gehalten und nach demselben für dieVerstorbenen der Bruderschaft gebetet. Papst Clemens XIII. bewilligte 1764allen Mitgliedern dieser Bruderschaft einen vollkommenen Ablaß beim Ein-tritte in die Bruderschaft (Kreuz Erhöhung) nach würdigem Empfang derhh. Sakramente der Buße und des Altars in der Bruderschaftskirche unterden sonst gewöhnlichen Bedingungen, ferner einen Ablaß von 40 Tagen,wenn sie an den vier Quartalsonntagen dem Gottesdienst beiwohnen odersonst ein gutes Werk verrichten.
Außerdem können die Gläubigen am Feste Märiä Heimsuchung beimBesuche der Wallfahrtskirche unter den gewöhnlichen Bedingungen voll-kommenen Ablaß gewinnen.
Nach einer Inschrift an einem Pfeiler wurde der Bau der gothischenWallfahrtskirche im Jahre 1467 begonnen, sie muß aber später vergrößertworden sein, da sich das Wappen des Fürstbischofes Julius Echter an einemSeitenportale befindet.
Die Waöegunöiskapelle öei MüöesHeirn.
Regierungsbezirke Unterfranken, an der Linie Schweinfurt-Gemünden der bayerischen Staatseisenbahn, liegt das PfarrdorfMüdcsheim mit 524 Einwohnern. In dieser Pfarre, zwischen den DörfernReuchelheim und Müdesheim, am Saume eines Buchenwaldes, etwa ammittleren AbHange eines Berges auf dem linken Ufer des Flüßchens Wernbefindet sich die Wallsahrtskapelle zur h. Radegundis, von den Leuten jenerGegend gewöhnlich die „Holzkirche" genannt. Die Zeit ihrer Erbauung läßtsich nicht genau feststellen, so viel ist sicher, daß schon in früher Zeit eineKapelle an diesem Orte stand und daß die h. Radegundis schon mehrereJahrhunderte eine große Verehrung im mittleren Werngrunde genießt. Esgeht die Sage, eine Kapelle sei hier erbaut zum Andenken, daß die Heiligeauf ihrem Wege von Thüringen nach Frankreich hier an einer Quelle Rasthielt. Diese Quelle floß noch in späteren Jahrhunderten. Nach einem Saal-buche des Amte« Arnstein aus dem Jahre 1595 bildete diese Quelle nebender Kapelle ein Brünnlein, floß noch einige Schritte aus der Oberfläche fortund versank dann wieder in den Boden. Vor Alters, heißt es weiter, wareine große Wallfahrt dahin und noch werden kranke Kinder von weitenOrten her dahin getragen und aus dem Brünnlein gebadet. Zeigte sich nun