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2: 1887
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Gckartshaufen.

dem Schweinfurter Gau, Pfarrei Schleerieth, liegt das Dörf-chen Eckartshausen mit einer vielbesuchten Wallfahrt zur schmerz-haften Mutter Gottes. Ueber die Entstehung dieser Wallfahrt besitzen wirnur eine Sage. An der Stelle, wo jetzt die Wallfahrtskirche steht, standein Baum, aus dessen Zweigen die Vorübergehenden einen wunderbaren Ge-sang vernahmen. Als man demselben näher nachforschte, fand man in demBaume ein aus Holz geschnitztes Bild, die schmerzhafte Mutter Gottes dar-stellend. Man trug dasselbe in die Kirche zu Schleerieth, aber des folgen-genden Morgens war es aus derselben verschwunden und man fand es aufdem Baume wieder. Hieraus erkannte man einen Fingerzeig Gottes; manbaute nun an dieser Stelle eine Kapelle und stellte das Bild hinein, woraufdenn auch bald aus der ganzen Umgegend die Gläubigen zu demselben wall-fahrteten.

In Eckartshausen war früher ein Benefiziat (Primissarius) angestellt.Im Jahre 1583 wurden die Güter des Benefiziums, welche während derKriegsunruhen von Laien in Besitz genommen waren, vom Fürstbischof Juliusmit päpstlicher Erlaubniß dem neugegründeten Juliushospitale einverleibt.Um ähnlichen Uebergrisfen vorzubeugen, kaufte Julius von dem Edlen Theo-bald Julius von Thüngen das Pratronatsrecht des Primissariates für 500Gulden. Die Funktionen an der Wallfahrtskirche wurden nun dem Pfarrervon Schleerieth übertragen, welcher daselbst allwöchentlich an Freitagen diesogenannte Kreuzmesse zu halten hat. Im Jahre 1748 wurde in Schlee-rieth ein Kaplan angestellt, welcher die Wallfahrt zu besorgen hat. An denFeiertagen findet sich regelmäßig eine Anzahl Andächtiger aus der Umgegendzum Empfang der heiligen Sakramente ein. Besonders werden die FesteMariä Schmerz (Freitag vor Palmsonntag), Mariä Heimsuchung (2. Juli)und Kreuz Erhöhung (14. September) feierlich begangen. An diesen Tagenkommen sehr Viele aus der Umgegend zum Empfange der h. Sakramenteund leisten die geistlichen Herren der Nachbarschaft Aushülse im Beichtstuhle.Am Feste Mariä Geburt wallfahrten die Gemeinden Bergrheinfeld undSchnackenwerth ex voto nach Eckartshausen.

Der Gnadenaltar mit dem Gnadenbilde, an welchem auch die Kreuz-messe vor ausgesetzter Kreuzpartikel gehalten wird, befindet sich im Schiffeder Kirche rechts vom Eingange. Die Wände find mit zahlreichen Votiv-