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2: 1887
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Im Jahre 1835 wurde am 23. August das hundertjährige Jubiläumfeierlich eröffnet. Am 9. Juli 1845 wurde die Kirche vom Blitze zerstört,war aber bereits 1847 wieder ganz entsprechend hergestellt und am 22. Julidesselben Jahres wurde sie von Bischof Valentin von Riedel eingeweiht.

St. Salvator bei Wettbrunn.

sier Stunden von Jngolstadt entfernt, fast in der Mitte desKöschinger-Forstes, liegt der Pfarrort Bettbrunn oder Groß-Salvator. Die Entstehung der Wallfahrt daselbst ist uns in nachstehendemalten Gedichte aufbewahrt:

Als man gezählt Eylffhundert JarUnd fiinfunzwehntzig, das ist war,

Geschach ein Wunderzeychen baldMit einem Hirten in dem Walt,Der begeht zu Oesterlicher Zeit,

Wie ander fromme Christen Leut:Nam Christum under Brodts Gestalt,

Stach brauch der christlich Kirchen alt.Als er solchs in sein Muudt empfieng,Von stnndan er vom Priester gieng:Ein wenig nur von dannen kam.

Die Hosti aus dem Mundt er nam,

Legts in ein saubers Schächtelein:Diß Himmel Brodt sein Schatz solt seyn:Dasselb er täglich mit ihm nahm,

Weyl selten er gen Kirchen kam:

Grub auß alßbald ein Hirten Stab,Wie ichs zuvor beschrieben hab.

Wann dann kam der klar Sonnen Schein,Steckt er den Stab ins Erdreich nein,

Setzt drauff das heilig Sacrament,

Kniet nider, und hub aufs sein Händ,

Bett solches an mit Andacht fein,

Daß ihm Gott woll genädig seyn,Verzeyhen seine MissethatUnd Sllnd, die er begangen hat.

Einsmals er ohn gefährd erficht.

Daß sich sein Viech zum Schaden richt,Alßbaldt er aufsteht von der Erdt,

Vergißt also der Hosti werd,

Und wirfst sampt diser seinen StecknNach seinem Vieh nein in die Heckn.

Dahin fiel auch das Himmel BrodtLeib und Blut Christi, Mensch und Gott:

j Deßhalben er groß Schrecken nam,Und inn sehr grosses Trawreu kam:Griff gleichwol nach dem Sacrament,Anffhebcn wolts mit seiner Häudt,Möchts aber nicht zuwegen bringn:Darumb laufst er vor allen DingnZu seinem Pfarrher eylendts dar,Ihm das Geschicht macht offenbar.Der Pfarrher fichs nicht säumet lang,Von stnndan mit dem Hirten gang,Das Sacrament er heben wolt,

Villeicht solchs nicht geschehen solt.Dieweyl, so oft er griff darnach,Es weytter von ihm wich gemach,Dadurch er kundt erkennen klar,

Daß es von Gott geordnet war.

Sein Bischoff er berichtet das,

So eben da zu Regnspnrg was.Der Bischof und die Clerisey,

So diese Zeit ihm wohnten bey,Mit Wunder zogen in der EylDahin bis in die'sieben Meyl,

Bald kamen an das Ort und End,Da lag das heilig Sacrament:Ein herrlich Bittfart richten an,

Darzn kam Jung, Alt, Fraw und Manu,All fielen nider anff die Erdt,

Und betten an die Hosti werd,Und rufften Gott von Himmel an,Daß er ihm wolt sein Beystandt than,Verlobten Christo auch darnebn,

Wann solch der Bischof kiindt erhebn,Sie wollen an das Ort daherEin Kirchl in Sanct Salvators Ehr