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Mcrrratzicf zu Weratzhcrussn.
uf einem etwas steil ansteigenden Hügel, an dessen Fuß dieschwarze Laber durch ein anmuthiges Thal sich schlangelt, nureinige hundert Schritte vom Markte Beratzhausen, entfernt, liegt die schönegeräumige Wallfahrtskirche, von den Bewohnern des Marktes und der Um-gegend nur Maria-Hilssberg genannt. Vor 150 Jahren stand auf dem mitLaub- und Nadelholz bewachsenen Berge, da wo der Weg in die nächstenDörfer sich hinzieht, eine halbverfaulte sogenannte Martersäule, wo gewöhnlichbei der Feldprozession das erste h. Evangelium abgesungen wurde. Da essich nun öfters ereignete, daß schlechtes Wetter diese Feierlichkeit verhinderte,so beschlossen die Bürger, eine Kapelle zu bauen. Als diese vollendet war,ließ man von einem Maler in Stadtamhof das Bild „Mariahilf", wie esdamals schon in Passau, Amberg und an anderen Orten vorhanden war,malen und stellte es, nachdem es benedizirt worden, in der Kapelle zur Ver-ehrung auf. Nach und nach geschahen daselbst zahlreiche Gnadenerweisungenund die Kapelle wurde von den Gläubigen so häufig besucht, daß der Wunschlaut wurde, die Kapelle möge benedizirt und in derselben das h. Meßopferdargebracht werden. Solches geschah, aber nun wurde der Zulauf zu derKapelle so groß, daß man die Kapelle durch einen Anbau erweitern, dannaber auf den Bau einer großen Kirche Bedacht nehmen mußte. Im Jahre1734 war die Kirche vollendet und wurde am 22. Juli 1742 von dem da-maligen Weihbischof von Regensburg feierlich eingeweiht. Immer mehr wuchsder Andrang zu der Kirche und so viele wunderbare Gebetserhörungen fandenstatt, daß man, wie eine Chronik vom Jahre 1785 sagt, ein großes Buchmit Beschreibung derselben anfüllen könnte.
Eine Weibsperson wurde mit einem Messer tödtlich verwundet, als sieaber Zuflucht zu Maria nahm, glücklich geheilt. — Ein Bauer aus derPfarrei fuhr mit Holz auf der Donau nach Wien. Bei Linz gerieth er inaugenscheinliche Lebensgefahr, fand aber auf Anrufung von Mariahilf alsbaldRettung. — Eine Person aus der Pfarre Hohensels fand hier durch dieFürbitte Mariens ihr verlorenes Augenlicht wieder.
Die Liebe und Verehrung der Bewohner des Marktes und der Um-gebung zur Gnadenmutter Mariahilf ward von Jahr zu Jahr größer undinniger. Es kamen selbst von ferne Wallfahrer, besonders an den Lieb-frauenfesten, um Trost und Hülfe hier zu finden. Als im Jahre 1785 dasfünfzigjährige Jubiläum der Gnadenkirche gefeiert wurde, strömten unzähligeWallfahrer herbei, um den von Papst Pius VI. verliehenen Ablaß zu ge-winnen. Der Weihbischof von Regensburg verherrlichte durch seine Gegen-wart das Fest.
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