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[1]: 1887
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nach Hause brachten. Man schrieb dieses dem Schutze Maria's zu, mitneuem Eifer wurde der Bau fortgesetzt und unter dem Fürstpropst PfaszgrafLudwig Anton (1689—1694) vollendet. Der Bruder und Nachfolger desselben,Fürst Franz Ludwig (1694 — 1732) stiftete eine schöne Kanzel und einenSeitenaltar.

Jedoch ein schweres Unglück stand, nach der Voraussagung des U. Philipp,welcher am 8. Februar 1794 starb, der Kirche bevor: sie sollte durch Flammenzerstört werden. Als nun während des französischen Erbfolgckricges franzinfische Schaaren im Jahre 1793 von der Donau her bis Karpfcnburg undWesthausen streiften, glaubte man allgemein, die Voraussagung werde nunin Erfüllung gehen; allein diese drangen nicht bis Ellwangcn vor, sondern,als man zwei Abgeordnete von Ellwangen aus zu ihnen geschickt, um dasverlangte Löscgeld zu bezahlen, hatte sich der Feind eiligst zurückgezogen. Undim Jahre 1797 ereignete sich derselbe Fall zu dritten Male.

Am 22. April 1799 gegen Abend zog sich ein furchtbares Gewitterzusammen; der Blitz fuhr in den Thurm der Kirche und zündete. Raschverbreitete sich das Feuer über das ganze Dach der Kirche, das in der Mittedesselben stehende Thürmchen durchschlug bei seinem Einsturz das Gewölbeund nun drang die Flamme in das Innere der Kirche und zerstörte Allesbis auf zwei Altargemälde, die noch gerettet wurden. Auch das kunstreicheGemälde des Hochaltars, ein Geschenk der Kaiserin Maria Eleonora Magda-lena Theresia ging zu Grunde. Die lauretanische Kapelle jedoch bliebwunderbarer Weise ganz unversehrt.

Der Fürst Franz Ludwig") ließ die Herstellung der Kirche sofort in An-griff nehmen. Da die vier Umfassungsmauern der Kirche unversehrt gebliebenwaren, so konnte noch in demselben Sommer dieselbe unter Dach gesetzt werden,allein der Jnnenbau nahm 29 Jahre in Anspruch. Am 15. Mai 1729 wurdedie Kirche nebst 19 Altären feierlich eingeweiht. Zu beiden Seiten desWeges, welcher den Berg hinaufführt, ließ dieser Fürst die 15 Kapellenbauen, in denen Gemälde die Geheimnisse des Rosenkranzes darstellen undwirkte vom apostolischen Stuhle die damit verbundenen Ablässe aus. Außer-dem erbaute er auf der rechten Seite die Kapelle des h. Joseph und linksdie kapcllenartigc Wassergrotte mit dem lausenden Brunnen und verschiedenenHeiligenbildern.

Der folgende Fürstpropst Georg (1732 —1756) aus dem reichsgriü-lichen Hause von Schönborn, zugleich Churfürst von Trier, war besondersbestrebt, damit der bundertjährige Bestand der Wallfahrt würdig gefeiertwerde. Das Fest begann am 16. August 1738 und dauerte acht Tage lang.Ucberans zahlreich war der Zulauf der Willfahrer während dieser Zeit.Wie

*) Dieser wurde 1719 zugleich Erzbischos von Trier uud 1729 Erzbischosvon Mainz.