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Siegertsbrunn.
/^.twa °/4 Stunde von dem Pfarrdorse Höhenbrunn entfernt liegtdas Dörfchen Siegertsbrunn mit 45 Hausern und 25V Ein-wohnern nebst einem besonderen Wohngebäude für den Benefiziateu. DiesesDörfchen hat zwei Kirchen; die eine ist dem h. Petrus geweiht, die andereist die Wallfahrtskirche zum h. Leonhard und feiert am zweiten Sonntagim Jnlid as Kirchweihfest.
Der h. Leonhard stammt aus einem vornehmen heidnischen Hause inFrank reich. Kanin erwachsen, wurde er an den Hof des Königs Chlodwig I.gebracht und gelaugte dort zu glänzenden Ehrenstellen. Bald lernte er je-doch den h. Remigins, den Apostel der Franken, kennen, wurde von diesemin der christlichen Glaubenslehre unterrichtet und getauft und verließ sodanndas Hoflcben, um unter der Leitung des h. Remigius sich auf den Priester-stand vorzubereiten. Sodann erhielt er von demselben die heiligen Weihenund den Auftrag, den umliegenden Völkern, welche noch in der Nacht desHeiligthnms schmachteten, das Evangelium zu verkünden. Die Predigten desh. Leonhard waren von solchem Erfolge gekrönt, daß sich der Ruf davonbis an den Hof des Königs verbreitete. Dieser rief den Heiligen zu sichmid wollte ihm ein Bisthum übertragen, aber der h. Leonhard lehnte inseiner Demuth dieses ab und erbat sich nur die Gnade, die Gefangenen ausdem Gefängnisse zu befreien, welche er dessen für würdig hielt. Hieraufbegab er sich in das Kloster Micy, welchem der h. Mnrimin vorstand, umGott vollkommen dienen zu können; nach dem Tode des h. Mapimin aberverfügte er sich in eine Einsiedelei, welche vier Meilen von Limoges entferntwar. In dieser Gegend verbreitete er sodann das Christenthum und seineLehre wurde von Gott durch auffallende Wunder beglaubigt. Der KönigTheodobert und seine Gemahlin, welche letztere in einer gefährlichen Krank-heit durch das Gebet des h. Leonhard Heilung gefunden hatte, schenkten ihmeinen Theil des Waldes, in welchem die Einsiedelei lag, und nun gründeteder Heilige daselbst ein Kloster, welches später unter dem Namen SanktLeonhard berühmt wurde. Reich an Verdiensten starb der Heilige in hohemWer um das Jahr 559.
Der h. Leonhard wird besonders in Altbauern und der Oberpfalzw'e hrt. Häufig findet sich daselbst der Gebrauch, ihn als Patron desÄehes durch einen Ritt oder eine Fahrt zu verehren. Nach Beendigungdes Gottesdienstes geht der feierliche Zug fast immer in Gegenwart einerWßen Volksmenge theils auf geschmückten Pferden, theils aus Wagen dreimalum die Kirche, worauf alsdann von dem Priester den in Ordnung aufge-üellien Pferden der Segen gegeben wird.