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Friedrich III. aufgestellte Verzeichniss der Reichsständein unserem Stück ausdrücklich genannt wird.
Nr. 5961 ist mit W. Malsburg statt Moisburg (Orig. Molsburch)zu verstehen.
„ 6546 gehört bestimmt zu 1491, nicht wie W. glaubt, zu 1391;das Stück gibt nur die mindere Jahrzahl (91), das Jahr-hundert ist aber nach der Schrift des Briefes selbst undderDorsualnotiz des Frankfurter Stadtschreibers zweifellosdas 15. Wilhelm v. Bommersheim sagt in seinem Schreiben,Schloss B. sei »in vergangen jaren dorch verwandten desrichs erstort« worden; die vermissten Dokumente hättenseinen Eltern gehört. Das »in vergangen jaren« verführteKriegk zu dem Zusatz 1490.
„ 6761 ist Kreucker richtig, nicht, wie W. will, Krencker; letztereLesung ist in Nr. 5709 zu verbessern.
,. 7055 verbessert W. richtig Lützellinden statt Lützenlindau;im Orig. steht Lutzellindauwe.
„ 7100 ist mit Loyjust Nover genau die Schreibung des VenedigerBriefes gegeben; gemeint ist, wie W. richtig angibt, undder Herausgeber, als selbstverständlich zu erklären ab-sichtlich unterliess, der öfter vorkommende FrankfurterGrosskaufmann Loy Jostenhofer.
W.'s Berichtigungen sind hier so ausführlich besprochen worden,weil die stattliche Reihe derselben leicht ein schiefes Licht auf dieZuverlässigkeit unseres Inventars werfen könnte. Wie aus obigerZusammenstellung hervorgeht, sind sie nur zur Hälfte begründet;viele dieser wirklichen Fehler sind nur Druckfehler oder leichte Ver-schen, die der kundige Benutzer sofort selbst verbessern kann. KriegksArbeit im Einzelnen ist, wie W. selbst anerkennt, eine recht tüchtigeund zuverlässige, wenn auch sein gerade bei diesen Reichssachenbefolgtes, die verschiedenartigsten Archivbestandtheile zusammen-schweissendes Ordnungsprinzip keinen Beifall verdient.
Der Herausgeber des ersten Bandes, Herr Archivrath Dr. Grote-fend in Schwerin i. M., hat mir für die Drucklegung dieses zweitenBandes in liebenswürdigster Bereitwilligkeit seinen Beistand durchRath und That geliehen. Mit meinem herzlichsten Danke für seineBemühungen verbinde ich den des hiesigen Vereins für Geschichteund Alterthumskunde, welcher diese Inventare aus dem FrankfurterStadtarchiv der Oeftentlichkeit übergibt.
Frankfurt a. M., im Juni 1889.
Dr. R. Jung,
Stadtarchivar.