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7 (1915)
Seite
205
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Einleitung. 205

her teils nur in deutschem Auszug, teils auch gar nicht be-kannt waren, sind aus Brilingers Handschrift schon im Anzeigerfür Schweizergeschichte veröffentlicht worden'). Den BriefHeinrichs VIII. an Leo X. jedoch, über seinen Friedensschluss6 mit Frankreich, glauben wir schon deshalb übergehen zu dürfen,weil sein Original zweifellos im vatikanischen Archiv noch vor-handen ist und wohl in absehbarer Zelt in irgendwelchemSammelwerk zur Veröffentlichung gelangen wird. Anders ver-hält es sich hingegen mit den Briefen über die portugiesische

10 Gesandtschaft an Leo X., über die türkische Eroberung Egip-tens und über die Schlacht bei Pavia, da es sehr ungewisserscheint, ob und wo jedes dieser drei Aktenstücke sonst nochvorhanden sein mag. Es hiesse daher dieselben der Vergessen-heit preisgeben, wenn sie in der vorliegenden Ausgabe aus-

16 geschlossen würden.

Den Aufzeichnungen der Zeitereignisse welche auf Bl. 109■—142 und 151 — 1G9 die Jahre 1474—1525 umfassen, lassenwir Brilingers auf Bl. 95 eingetragene Familiennachrichten vor-ausgehen. Die aus dem XIV. Jahrhundert stammenden Angaben

20 über verschiedene Stiftungen im Münster hingegen folgen alserste Beilage, und ebenso als zweite der aufBl. 139 v verzeich-nete Bericht über die 1376 erfolgte Verbannung des DomherrnRudolf Fröwler. Zur ersten Beilage ist noch zu bemerken,dass ihr Inhalt teilweise schon 1695 in Stehlins Baugeschichte

5 des Basler Münsters verwertet wurde 2 ]. Ferner ist im All-gemeinen hinsichtlich der Rechtschreibung beizufügen, dasswir Brilingers Schwankungen zwischen ae und e auch hier sowenig berücksichtigen wie in seinen Zusätzen zu BlauensteinsChronik 3 ), sondern hiefür durchweg ae setzen.

1) S. Anzeiger 1912, S. 311 ff.

2) S. Stehlin S. 99, A. 2, S. 101, A. 1, und S. 270.

3) S. oben S. 130.