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Brühiger.
nach Rom und bis Mainz*) manche selber gesammelt haben.Von daher stund er vermutlich auch später noch mit einzelnenBewohnern der damals besuchten Städte in brieflichem Ver-kehr, und wohl auf diesem Weg erhielt er namentlich ausRom die Abschriften solcher Aktenstücke wie z. B. der Briefe 5Heinrichs VIII. an Leo X. oder des Ordensmeisters von Rhodosan einen Kardinal. Andrerseits aber kann er z. B. den BriefErzherzog Ferdinands an die Regierung zu Ensisheim wohlnur aus dem Elsass erhalten haben, während wieder andreBriefe, die aus Mailand an Zürich gerichtet sind, ihm vermut- 10lieh aus letzterer Stadt mitgeteilt wurden.
Würdigung Fragen wir nun, welchen Wert der vielgestaltige Inhalt
Ausgabe, von Brilingers Handschrift für uns haben kann, so mögen sichunter den gesammelten Inschriften und Distichen wohl nochsolche finden, welche einzig hier uns erhalten sind, und das- isselbe gilt auch von den deutschen Reimsprüchen. Doch fehltes andrerseits auch weder an Inschriften noch lateinischenVersen, welche aus andern Quellen schon längst bekannt sind.Und ebenso können wir sowohl für die wenigen Zusätze zurChronik Blauensteins als auch für die Grössern Basier Annalen 20auf die Basler Chroniken verweisen 2 ). Doch selbst jener Teilder Handschrift, welcher die Zeitereignisse umfasst, enthältneben Brilingers selbständigen Aufzeichnungen noch verschie-dene auswärtige Aktenstücke, welche schon in andern Publi-kationen sich finden, und die wir deshalb in der vorliegenden 25Ausgabe übergehen können. Zu diesen gehört zunächst HuttensSchrift gegen Joh. Pfefferkorn 3 ), sodann Vitalis Beschreibungdes ungarischen Bauernkriegs 1 ), ferner das Reliquienverzeichnisvon Trier 5 ), die ausweichende Antwort Maximilians auf dieMahnung zum Kriege gegen die Türken, sowie auch Leos X. » uneue diesbezügliche Vorschläge 0 ), endlich noch das WormserEdikt gegen Luther 7 ). Auch von den amtlichen Schreiben,welche die Beziehungen auswärtiger Mächte zu den Eidgenossenbetreffen, sind mehrere schon längst gedruckt in der Sammlungeidgenössischer Abschiede. Die übrigen hingegen, welche bis- :iS
1) S. oben S. 194.
2) S. oben S. 136 ff. und 15. Chron. V 20 ff., «auch VI 251 ff.
3) S. oben S. 200, A. 1.
4) S. ebend. A. 2.
5) S. ebend. A. 6.
ti) S. oben S. 201, A. 1 u. 2.") S. ebend. A. 4.