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3 (1878) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1400 - 1479
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1400—1401.

1400, Äug. 12.

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Haiurich von Immendingen, sesshaft zu Immendingen, vermacht mit Gunst desedlen wohlerbornen Herrn Grafen Hainrich von Fiirstenberg, Landgrafen in Bare, FrauVrsullen der Bokinen, seiner ehelichen Hausfrau, und allen Kindern, die sie bei einanderhaben oder noch bekommen, für den Fall seines Todes folgende Lehen von seinemvorgenannten Herrn: seine Rechte an der von Fridenwiler Hof zu Immendingen, denman neunt den Mdermayerhoff, und der ihm zu seinem Theile 30 ß. h., 1 MalterRoggen, 2 Scheffel Haber und 2 Hühner gilt; ferner seine Rechte am obern Maier-hof zu Immendingen, den man nennt St. Bläsis hoff, und der i Malter Roggen gilt;seine Rechte an des Bronners Hof zu Immendingen, genannt St. Blasis hoff, gilt 2Malter Roggen; seine Rechte am Hofe zu Bachzimbern, genannt der von FridenwilerHof, gilt 9 Viertel Roggen, 12 ß. h. und 2 Hühner, all dieses Korn- und Habergeldals ein Vogtrecht von den genannten Gütern, die Hainrichs von Immendingen, seinesVetters, und Annen, dessen Schwester, gewesen sind. Fällt das Vogtrecht nach seinemTode an seine Frau und Kinder, so hat diese dem genannten Grafen einen Mann alsTräger zu stellen.

Geben an dem nahsten dunrstag nauch st. Oschwaltz tag 1400.

Das Siegel des Grafen Hainrich zu Fürstenberg (wie ßd. II, Nr. 409); das des Ausstellers fehlt.

Per». Or. Donaueschingen.

1401.

ß, Graff Wallraff von Thierstein stiftet Jahrzeit im Kloster Klein -Lützel für seinen Vater und

seine Mutter selig, für Graf Bernhart und dessen Gemahlin Ita, Gräfin von Toggenburg, Graf Hanns,Graf Bernhards Bruder und Graf Bernhards Kinder, für seine Hausfrauen Gräfin Anna von Fürsten-berg l ) und Gräfin Gisela von Thierstein, seine Söhne Hanns und Wallraff und seine übrigen Kinder.

Aus Stettier, Genealog, historica VI, 12, Mspt. der Stadtbibliothek Bern, mitgetheilt von ArchivarDr. Th. v. Liebenau in Luzern.

1) Die vor 1401 verstorben sein muss, da Graf Walraf von Thierstein damals bereits eine zweiteGemahlin besitzt. Die Fürstenbergische Stammtafel kannte bisher diese Tochter des Hauses Fürstenberg nicht;die Richtigkeit der obigen Angabe ist jedoch nicht zu bezweifeln, da sie auch durch das Jahrzeitbuch vonMaria-Stein bestätigt wird (s. unten Nr. 10. von 1403, Febr. 12.) Was die Einreibung dieser Anna in dieStammtafel des Hauses betrifft, so ist in ihr keinesfalls eine Tochter Heinrichs III. zu suchen, da eine solcheNamens Anna als Priorin von Neidingen bekannt ist. Ebenso ist ihre Abstammung von dem 1386 bei Sem-pach gefallenen Grafen Johans von Fürstenberg-Haslach ausgeschlossen, da dieser laut Urk. Bd. II, Nr. 515

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