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1435.
Abt Diethelm von Petershusen und Haintz Witzigen von Mennwang mit Cüny Hünen von Mennwang nachlängerer rechtlicher Verhandlung heute „vff dem letzten tage" mit Hilfe Virich Griners, Bürgermeisters zu"Überlingen, und Hainrich Gunterswilers von Costencz, der Fürsprechen der Parteien, gütlich also: DieParteien sollen fortan „ain ander gut fründ haissen vnd sin glicher wiß, alz ob der sach nie gedauchtwere". Cüny H6n lässt den Abt von Petershusen und seine Hintersassen und Bauleute an dem Hofe zuMennwang, der dem Gotteshause Petershusen gehört, und den er einige Zeit gebaut hat, fortan ungeirrt,doch darf er „die wintersämen vnd blümen, so er vff dem selben hoff vff diss jaur erbuwen haut, vnd dienoch in gottes gewalt sind vnd vff dem felde stand", schneiden und zu seinen Händen ziehen, muss aberdavon dem Abte so, wie er es vor dem Streite gethan hat, die Landgarbe geben. Für Kosten und Schaden,die ausständigen Landgarben und Güten und „für den abzug, so der obgenant Cüny Hün ab dem hoff nitnach landsrecht vnd als billich ist, getan, als vnser herr von Petershusen gemaint haut" , giebt er dem-selben auf Martini 20 fl. Bh. und vertröstet ihn bis dahin mit Gewähren. Haincz Witzig , den Cüny Hünwegen Schulden, die angeblich von dem betreffenden Hofe herrühren, belangt hat, ist ihm nichts schuldig.Geben an sambstag vor dem Sonnentag, alz man in der hl. kirchen singet Judica 1435.
pDie Siegel Hansen Besserers, Hansen Schöwenburgs und Virich Griners beschädigt; das Hainrich
Schilters fehlt.
Perg. Or. Donaueschingen.
1) 1397 zinstag vor st. Agnesen tag [Jan. 16.] verkauft mit Willen des Grafen Albrecht vonWerdenberg Michel Büd von Bürren dem Kloster Salem 2 Güter zu Mennwang<fl, von denen eines genBamsberg 1 Scheffel Veesen zu Vogtrecht giebt, um 84 $ h. Perg. Or. mit dem Siegel des gen. Grafen(32 mm D, IV B 1, im Felde Topfhelm mit Brackenkopf; f S • ALBEBTI. COITIS . DE. WERDEBERGIViÖRIS) Karlsruhe; Cod. Salem. III, 67.
a) 1397 mentag vor st. Angnesen tag [Jan. 15.] eignen eines derselben dem Kloster Walfcher von Hohen-vels zu Uttendorf und sein Sohn Rümelli, beide Ritter. Perg. Or. mit den Siegeln des Ausstellers (das des Sohnesnennt ihn auch Waltherus). a. a. 0.
2) 1452 fritag nach st. Endrass tag [Des. 1.] leiht Hanns Betz, Bürgermeister zu Überlingen undLehensherr über die an das Schloss Vttendorf gehörenden Lehen, Cüni Hün dem Müller von Mennwangendie von diesem Schlosse lehenbare Mühle zu Mennwangen, „die man zu baiden henden lychen sölt, nämlichder frowen alz dem mann vnd der töchter alz dem knaben", und genehmigt den Verkauf von 8 Mut KernenGilt aus denselben durch Hün an den Dekan zu Hasenwiler, doch darf die Mühle nicht weiter beschwertwerden. Perg. Or. mit dem zerbröckelten Siegel des Ausstellers, a. a. 0.
3) 1453 st. Martins aubent [Nov. 10.] verkaufen Peter Schurpfing von Hagnow und seine ehe-liche Gemahlin Elßbeth Kolerin den Klausnerinen und Schwestern der Klause zu Santgallen bei Vberlingenihr Gut zu Mennwangen, gen. des Hünen Gut, das die Verkäuferin von Haintz Hün geerbt hat, und ausdem V» Viertel Kern und 2 Viertel Veesen, 1 Viertel Haber, wenn es solchen giebt, den von Vberlingenzu Zins geht, um 62 ff 4 Vberlinger Währung»). Perg. Or. mit dem Siegel Johanns Schenken vonStofenberg, Ritterbruders und Komthurs des Hauses st. Johanns zu Vberlingen. Karlsruhe.
a) Obwohl die Urkunde das nicht sagt, so bildete dieses Gut doch nur 1 Viertel des ganzen Hunengutes ;ein anderes Viertel verkaufte demselben Kloster Hans GSben von Siggingen 1459 zinstag nach st. Connratz tag[Nov. 27.]. Perg. Or. mit dem Siegel Hansen von Ramsperg, Vogts zum Hailigenberg, eingenäht, a. a. 0. Nachdieser Urkunde gehörte damals die zweite Hälfte dieses Gutes der Kirche Rockenbüren.