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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
513
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1499.

gohn vnd stachen in die landtskhnecht. Do khan der rayssig zeig Binder sy zum thaill. Alß die vnseren dieSchweitzer sahendt auß dem waldt lauffen, do kham die flucht vnder sy vnd fluhen in dien sehe vnd er-tranckhten sich ihren ohne zall vill Selbsten. Do hatt der margraff von Baden bey 600 man, do ertranckhtesich der fenderich selbst, die anderen fluhen büß gehn Gostantz in die greben, dan man domall die statt be-schlossen hatt; da würfen die von Costantz sye in dem graben zue thodt vnd khament die syben thaussendtman von ein anderen, der ain dahinauß, der ander dorth hynnauß. Es warendt etlich auff vnser seyten, diewarendt gehrn bestandten vnd sprachen den anderen zue, aber es half nichts, die flucht war da. Vnd wärendtsy nun in der Ordnung gestanden also styll, sy hetten nit dörfen fechten, so wer der rayssige zeug hynndersy khomen vnd hetten die Schweützer all erstochen, vnd wer schon auff vnser seytten gehrn daß beeste ge-thonn hätt, die wurden all erschlagen. Domall kham vmb herr Burckhart vnd herr Hainreich von Eandeckh,baüde rütter, vnd ainer von Nyneekh e ), die warendt in dem forderen hauffen vnd glidern. Sy mayndten, mansolte ihnen dapfer nach getruckht haben; aber es waß nichts, dan die vnseren fluhent vnd luossent die büschen(sie) dahünden, die sy ahm morgen den Schwitzern abgewunen hatten, vnd das ihrige geschütz auch darzue.Waß das nit ein grosse schandt auff vnser seytten! Vnd fluhen ihren etlich mit ihren harnisten in see vndschwumen gar hinvber. Do redten die rayssigen den fuoßkhnechten ybell vnd wolten ihnen darnach gar nitmehr thrawen. Do füeng mann manchen, der geflohen war, vnd schluog ihnen all die haupter ab; aber manwüste nicht, welcher die flucht am ersten genohmen hatt. Do war auff vnser seytten gar ein grosser schreckhenvnd sprach jederman: so der khönnig im landt wärre, so guong es nicht also schandtlich zue, da er wurde mitden Schweitzern garr hofflich vnd rechtgeschaffen vmbgangen seyn.

Ittem ahm vierten donstag nach Osteren 16 ) do datten sich die Schweitzer abermall zuesamendt vndzugendt herauß für Thenga, das ist deren graffen von Sultz. In diem lag herr Dietterich von Bluomeckh vndhatt bey im 1500 mann von der landtschafft, so hernach beschriben würdt, als nämlich ausser dem Breysgawvnd Sungaw. Do zogendt die Schweitzer für die statt, do zug ihnen herr Dietterich endtgegen, vnd do er hin-auß kham für das stettlein, do waren der Schweützer zue veill, do befahle gemelter herr Dietterich den haupt-leithen, sy solten wüder in die statt zihen, er wolte vmb hülf vnd beystandt außreytten. Do wandten sich dievnseren wüderumb gegen der statt vnd geschah ihnen also noth, das sy ein anderen vnder dem thor erthruckh-ten. Do die Schweützer daß sahen, do ruoffen sy ain früden auß; der war gemacht. Aber die Schweitzerfeyrendt nicht vnd gruoben die büschen (sie) im früden, wohin sy wolten, dan es wehret ihnen solches nie-mandts. Da aber die in der statt solches gwarr wurden, das sy ir geschütz nach ihrem vorthaüll legten, dawar ihnen garr angst. Do forderet die Schweitzer die statt auff vnd verhuossendt ihnen, sye wolten sy mitihr hab vnd guott abzihen lassen. Sy gaben ihnen darumb auch brieff vnd sigell, doch solten die in der stattihnen ihre obere hauptleyth geben. Daß thatten sy vnd verkhaufften sy ihre hauptleith auff den flaischbanckhvnd Hessen die Schweützer in die statt vnd gabendt ihnen junckher Hansen von Baldteckh, Boleyen von Key-schach vnd sonsten veill andere ehrliche menner. Do machten die Schweitzer in der statt ein gassen vndmuosten die vnseren alle hindurch zihen. Domall zogen sy ihnen ihre harnist ab vnd nammendt ihnen all ihregwerr vnd khlaider, büß auff die vnder hembder, darmit huolten sy den vnseren ihr gegeben brüeff vnd sygellnit, vnd schückhten sy hinweckh mit weyssen steckblein, vnd darnach blinderete sy die statt vnd gewunenderen von Freyburg feynlein, auch deren von Breysach, vnd sonsten veill fenlein darzue, namen auch, waßda waß, gewunnen groß guott vnd verbranten die statt. Das war aber ein grosse schandt auff vnser seytten.

An dem selbigen tag 17 ) kham der römische khönnig Maximillian gehn Freyburg, do war aller zugfreylich.

Die Schweitzer zugen von Thenga gehn Stiellingen, legten sich für daß schloß vnd stettlein, die warentfast woll besetzt mit leith vnd guott, das forderet sy auch auff; man wolte sy mit ihr haab vnd guott ab-zihen lassen vnd gabendt ihnen desse auch brüeff vnd sygell von den acht orthen. Do sy aber hinein kham-IV. 65