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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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111.

1490.

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1) Correspondenz und Urkunden, betreffend den Streit über „etliche herlichkaiten vnd wilbenn" in,dieser Herrschaft zwischen Grafen Heinrich dem altern von Fürstenberg, Gangolf von Hohengeroldseck undMelchior von Schauenburg datiren von 1474—1489. Graf Heinrich behauptete, dass die hohen Gerichte,Wildbänne und Zehnten im Langenbach „vnd dennocht noch gar vil wytter für vß biß in denSultzbach" sein„innhabend gut" und von ihm bisher ohne alle Irrung der Herren von Gerolzegk ruhig besessen seien.(Schreiben desselben an Melchior von Schowenburg, seinen lieben Gevattern von 1488, Dez. 1. [mendag nachAndre]. — 1482, Dez. 19. (dunrstag vor st. Thomans tag) hatten Mölichior von Schowenburg, Hanns von Emerß-houen, Cünradt von Velsenberg und Hans von Reckenbaeh mit Wissen und Willen und in Gegenwart desGrafen Heinrich und des Herrn Gangolf abgeredet, dass dieselben ihres Spans rechtlich gekommen sind aufLudwig von Emerßhouen und wen dieser ungefährlich zu ihm nimmt. 21 Pap. Originale, Concepte und No-tizen. Donaueschingen.

2) Auf die an Romberg angränzende Rippoldsauer Jagd bezieht sich ein unter Briefen an den GrafenHeinrich von Fürstenberg vom Jahre 1490 aufbewahrtes, wohl um diese Zeit abgefasstes Schreiben des Priorszu Ryppeltzow an seinen gnädigen Herrn (Grafen Heinrich von Fürstenberg): dass bei ihnen „zu Ryppeltzowin der Wolfach ob dem badhuß 5 schwül, 1 grosser höwer, 1 lien") vnd 3 frischling by an ander sind; dar-umb, gnädiger herr, ist es üwer gnaden zu gefallen, so schickend die iager vnd die hund heruff, so wollenwir all zu löffen vnd darzü helfen, daz sy nider ligen, wann sy mügen vff die berg schnews halb nit kummen,vnd ligend hie in dem tal by den brunnen." Pap. Or. Donaueschingen.

a) Mutterschwein.

1490, Febr. 19.

Gangolf Herr zu Hohengeroltzeck und Schenckenzell und seine Gemahlin Kün-gund, geborene Gräfin von Montfort, verkaufen den Gebrüdern Grafen Hainrich undWolfgang zu Fürstenberg etc., die für sie Geweren und Mitschuldner geworden gegenden ehrsamen Jacob Mügen, Burger zu Straßburg, um 1500 Gulden rhein. Hauptgutsund 75 Gulden jährlichen Zins aus der Herrschaft Romberg, diese Herrschaft mit demSchloss etc., auch die Güten im Oberlangenbach, zu St. Roman, im Holtzerspach, vorVbelbach, in der Wolfach und in der zu Romberg gehörigen Gegend, auch alle Obrig-keit, Wildbann, Kirchensätze u. s. w., nichts ausgenommen als die Erze, um die ge-nannten 1500 Gulden auf Wiederlösung durch die Verkäufer und ihren Bruder undSchwager, Diepolt Herrn zu Hohengeroltzeck; die Käufer sollen ohne Einwilligung derVerkäufer am Romberg nicht über 50 Gulden verbauen dürfen; die Verkäufer sollenin dem Wildbann zu Romberg diesseits Wolfach zwischen Wittichen und Schenken-zell noch allenthalben jagen dürfen.

Geben vff fritag vor st. Mathis tag apostoli') 1490.

Das Siegel der beiden Aussteller.Perg. Or. Donaueschingen ! — 6 ).

1) Obschon die ürk. v. 21. Febr. 1490 (Anm. 2.) eher daraufweist, Mathis hier als Matthäus zu verstehenund die obige ürk. demnach v. 17. Sept. zu datiren, so zeigt doch ein schon am Lorenztag (10. Aug.) 1490

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