Gregor L, der Große.
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Maximian von Syrakus 1, 7 (p. 181C), 3, 36 (p. 304B) und 4, 32 (p. 372 BC)als lebend erwähnt wird, und daß Gregor den Tod seines einstigen Kloster-bruders erst im November 594 erfuhr (s. Ep. 5, 20, tom. 1, 302,15f.). Außer-dem verweist Gregor 4, 7 auf Buch 2 und 4, 35 auf Buch 3, so daßalso die Bücher der Reihenfolge nach geschrieben wurden (s. Pfeilschiftera. a. 0. S. 70). Also ist das ganze Werk im Spätsommer 593 *) entstandenund Gregor konnte hier mehrfach auf die schon früher entstandenen Evan-gelienhomilien verweisen (Pfeilschifter S. 71 ff.). Daß das Werk wirklichvon Gregor stammt, 2 ) läßt sich aus vielen Stellen erweisen, an denen derVerfasser von sich spricht, vgl. Lau a.a.O. S.317. Es hat denselben er-baulichen Charakter, wie die anderen Schriften Gregors, und bezweckt dieHebung der Moral bei den Lesenden und Hörenden. Das Ganze ist trotzder Einkleidung in den (übrigens ziemlich nebensächlichen) Dialog mitdem Diakon Petrus, einem Jugendfreunde Gregors, eintönig, obwohl dieDisposition einige Variierung des Stoffes mit sich brachte. Denn die Bücher 1und 3, welche sich mit Wundererzählungen einer großen Zahl von italienischenHeiligen, Schwärmern und Verzückten beschäftigen, sind unterbrochen durchdas Buch 2, welches ganz aus Wundern besteht, die man sich vom heiligenBenedikt von Nursia erzählte. Das vierte Buch setzt sich aus dem Berichtüber allerhand wunderbare Erscheinungen zusammen, die das Leben derSeele nach dem Tode gegenüber den Zweiflern erweisen sollen (3, 38p. 317 A Quia multos intra s. ecclesiae gremium constitutos de vita animaepost mortem camis perpendo dubitare, quaeso ut debeas . . . dicere ut . . .discant cum carne animam non finiri). Gregor beruft sich im Anfang(p. 153 B) auf Marcus und Lucas quia . . . evangelium quod scripserunt nonvisu sed auditu didicerunt. Sed ut dubitationis occasionem legentibns subtraham,per singida quae describo, quibus haec auctoribus mihi comperta sint mani-festo. Die nächsten Worte bezeugen aber, daß Gregor seinen Bericht einerVielheit von Quellen verdankt und daß er den Stil in der Erzählung oftgeändert habe (quia . . . haec rusticano usu prolata stilus scribentis non aptesusciperet. Seniorum vero valde venerabilium didici relatione quod narro. 3 )Das Werk hat auf die wundergläubige Mit- und Nachwelt einen mächtigen Einflußausgeübt und fehlte, wie überhaupt Gregors Schriften, bald in keiner größeren Bibliothek.So werden die Dialoge genannt s. IX in Reichenau, St. Riquier, Konstanz, St. Gallen undLorsch (B. 6, 104 ff. 11, 63. 15, 139 ff. 22, 86 f. (= Sangall. 213. 214) 88. 37, 237 f.) Gregor über-sandte sein "Werk der Langobardenkönigin Theudelinde nach Paul. diac. hist. Lang. 4, 5 (ed.Waitz p. 117, 20) His diebus . . . Gregorius papa . . . etiam libros quattuor de vita sanctorumcomposuit, quem codice.m dialogum id est duorwn locutionem quia cum conloqucns cum suodiacono Petro ediderat appellavit. Hos igitur libros praefatus papa Theudelindae reginaedirexit. Paulus diaconus dichtete nach Lib. 2, 1—38 sein berühmtes Gedicht Poet. lat.aevi Carol. 1,36 N. IL Größere Stücke aus dem Werke schrieb z. B. Julianus von Toledoim Prognosticon fut. s. II 24. 25 (Migne 96, 486 O bis 487 D) ab, wo II 32 die Moralia undII 31 auch die Homil. in evang. benutzt werden. Papst Zacharias übersetzte die Dialoge im8. Jahrh. ins Griechische, worüber sich eine Notiz bei Joh. Diac. 4, 75 (Migne 75, 225 A)
a ) Ueber die Zeit der Abfassung s. auchDuchesne, Liber pontiflcalis 1, 309.
2 ) Ihm legt es auch Ildefons vir. 111.1(Dzialowski S. 131) bei: De vitis patrumper Italiam commorantium edidit etiam librosquatuor, quos volumine uno compegit, quemquidem codicem dialogorum maluit appellari.
Vgl. Paul. diac. hist. Langob. 4, 5 (ed. Waitzp. 117, 20 ff.), und dessen Vita Greg. c. 12 p. 382(nach Beda 2,1 p. 76 PL).
3 ) Eine ausführliche Würdigung des Wer-kes mit breiter Inhaltsangabe s. bei Dudden1, 321-356.