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an mehreren Stellen, 1 und er gibt mehrfach eine so genaue Beschreibungder Örtlichkeiten 2 und führt auch so ins einzelne der Bäderkuren ein, daßman schon daraus auf Autopsie schließen muß. 3 Zuweilen spricht er sogarvon den Bedingungen, unter denen sie zu brauchen sind. In Abschnitt 21(Tritulus) bemerkt Petrus das wunderbare Verschwinden des Wassers undvergleicht dies mit dem Wasser vonBethsaida, und in 25 (Arculus) wägt erdie Heilkraft dreier Bäder gegenseitig ab; in 14 (Balneum de Prato) scheintdie Erwähnung Ciceros auf Plin. nat. hist. 31, 7 zurückzugehen. Interessantist die Benennung von 28 De balneo quod Petroleum 4 dicitur, einem Bade,wo Öl aus dem Felsen quillt. Da in dem Gedicht die einzelnen Bäder be-schrieben und deren medizinischeWirkungen für die Krankheiten angegeben,außerdem die Bedingungen angeführt werden, unter denen man sich ihnennahen muß, 5 so begegnen natürlich viele Ausdrücke aus der geltenden medi-zinischen Terminologie der Zeit von meist griechischer Herkunft. Und auchhier liest man nicht wenig ähnliche neue Wortbildungen wie im erstenGedichte.
Zeugnisse. Zu den Worten 7, 11 triteus, amphimerinus (30, 7. 31, 7). 11, 9 since-rare. 17, 9 defastidire. 22, 8 febrescere. 31, 9 planeticus. 33, 11 hecticus. 34, 7 migraneus.35, 5 chimen. 19, 5 hemicraneus. Auf stilistische Ähnlichkeiten wies B. Block, Petrus deEb'ulo etc. S. 13 und n. 3 hin.
Ueberlieferung. Der heutige Aufenthaltsort der von den alten Editoren gebrauch-ten Hs. ist unbekannt. Ausgaben: De Balneis omnia quod extant, Venet. 1533. Ca-paccio, Balnea quae Neapoli Puteoli extant, 1604 (Ausgabe bei Graevius, Thes. antiq.et hist. Ital. 9,4,5). Paciaudi, De sacris christianis balneis, Rom 1758. Uebrigens könnteals Erfolg der Widmung an Heinrich VI. angesehen werden, daß Friedrich II. vor seinemaufgeschobenen Kreuzzuge die Bäder von Puteoli benutzte.
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DIDAKTIK
I UMDICHTUNG UND WEITERBILDUNG DER ANTIKE
1. POETISCHE BEARBEITUNGEN ANTIKER WERKE
a) Martianus Capella. Der Berol. Meerm. 471 enthält ein längeresGedicht, das den Martianus Capella in Verse bringt. Voraus geht ein Prologvon acht leoninischen Hexametern, in welchem die Bedeutung der Bered-samkeit für den Gebildeten hervorgehoben wird. Das Gedicht beginnt mitder Fabel von der Hochzeit Merkurs mit der Philologie und scheint dasganze Werk nur sehr oberflächlich in Verse zu setzen; es endet mit derGrabschrift von Orpheus und Eurydice. Wahrscheinlich ist es in Lothringenentstanden, da die Überlieferung dorthin weist.
Zeugnisse. Das Werk beginnt Inc. prologus de nuptiis Mercurii et Philologie. VimHnmentijacundiadatsapienti,Cumresonat plene prolatio vocis amene, und das eigentliche
1 15 > 9 —12. 17, 9. 21, 5. 22, 9 f. 33, 10. alter bei Ducange nur aus dem Chronicon
J' *■ Tegernseense bezeugt (s. XIV und XV), so
, °° 1- 2 - 12, 5ff. 21. 22, 3f. 26, 3. daß es bei Petrus viel früher steht.
Vgl. 16,10. 18,7. 27,10f. Erfolge der 5 In 27 (Culma) wird Vs. lOf. ausdrück-
J-sader werden gegeben 15,11 f. 23,11 f. 36, lieh auf den Nutzen des Bades für Kranke
Y~f~- und seinen Schaden für Gesunde hingewie-
fas Wort petroleum ist für das Mittel- sen.