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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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703
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A. Historische Dichtung 703

Wortstellung durchaus natürlich gehalten ist. Unreine Reime 1 begegnen,wie auch Hiat, 2 höchst selten.

Zeugnisse. Nur der von Herold (Basel 1549) nach einem cod. Dolensis gegebeneText bietet Angaben über Verfasser und Titel Monachi Florentini Acconensis episcopide recuperatione Ptolemaidae 3 über. Zur persönlichen Anwesenheit des Verfassers beider Belagerung vgl. Vs. 77. 79. 149—188. 325. 397. 537 u. a. Zu Monachus aus Florenzvgl. Transl. brach, s. Philippi 2 (Acta SS. Mai 1,16A) Eo tempore . . . quidam clericusnomine Monachus de civitate Florentia oriundus . . . sepulcrum domini visitavit. . . Hienempe a primo iuventutis flore fuit liberalibus artibus eruditus et postmodum in s. scrip-turae mysterio, iure canonico et physicali scientia praepollebat, Quare patriarchaßierosolymitanus illum in suum elegit cancellarium . . . Procedente vero tempore Caesa-riensis ecclesia . . . vacabat. Tunc universi suffraganei et capitulum . . . predictum can-cellarium in archiepiscopum elegerunt. Weiter wird berichtet, daß Monachus nach Sala-dins Angriff auf Syrien nach seiner Heimat Florenz geflüchtet sei, dort zwei Jahre ge-lebt habe und erst nach der Einnahme Akkons ins heilige Land zurückgekehrt sei, woman ihn zum Patriarchen von Jerusalem erhob. Das stimmt aber keinesfalls zu demVerfasser unsres Gedichts, der ja ohne jeden Zweifel bei der Belagerung der Stadt an-wesend war. 4 Zur Benutzung von andern Berichten vgl. 51 Vallatos aeeepimus sese vixtutanies und 580 Sicut gesta referunt Antiochenorum, sowie 325 Nam ut verum fatear quodmihi dixere, Qui secum tunc temporis ibidem fuere. Zur Hungersnot und Teuerung 159Licet portes manibus aurum vel argentum, Hordeum non invenis, carnem aut frumentum.Zum griechischen Feuer vgl. 210 f. 445 (Ignis ille foetidus, ignis execratus) und 493.Zum Wortschatz vgl. 179 famebat = famescebat.

Ueberlieferung. Vollständig war nur der von Herold benutzte, jetzt verlorene Do-lensis, während Bamberg. B. IV. 29 nur bis Vs. 848 reicht und Oxon. Oriel 853 nur Vs.729—882 umfaßt. Ausgaben von J. B. Herold, De bello sacro continuatae historiaelibriVI (Basil. 1549), App. p. 233; von P. B. D. Riant, De Haymaro Monacho etc.(Paris 1865) p. 69 und Haymari Monachi de expugnata a. d. 1191 Accone über tetrasti-chus, Lyon 1866 (nicht im Handel); von W. Stubbs, Chronica mag. Rogeri de Hove-dene 3, CVI—CXXXVI. Vgl. R. Röhricht, Biblioth. geograph. Palaestinae (Berlin1890) 43—45. Michaud, Bibüotheque des croisades 3, 319.

24. PETRUS DE EBULO

Petrus stammte aus Eboli und ist dort um 1160 geboren. Er genoß einegelehrte Erziehung, wurde Geistlicher und trat zu Kaiser Heinrich VI. inein engeres Verhältnis. Und da er sich selbst als Magister bezeichnet, sohat er wohl zu Salerno ein Lehramt ausgeübt. Denn an diese Stadt scheinter gebunden gewesen zu sein, da er später jedenfalls die hier lange blühendeWissenschaft, die Medizin, ausgeübt hat, zu der er auch schon in der Zeit,als er das Gedicht an Kaiser Heinrich schrieb, Beziehungen hatte. Im Jahre1195 wollte Petrus etwa zu Ostern dem Kaiser ein Gedicht überreichen, indem dessen Bezwingung des Königreichs Neapel und Sizilien dargestelltund als letztes Ereignis die Geburt seines Sohnes, des nachmaligen Fried-rich IL, besungen war. Doch zur Überreichung kam es noch nicht, da Hein-rich damals schnell das südliche Reich verließ. So wurde das Gedicht nochfortgesetzt und Petrus scheint später den dafür erhofften Lohn eines Bene-fiziums erhalten zu haben, denn wir finden ihn im Besitze eines Mühlen-grundstücks. Vielleicht trat er später aus dem geistlichen Stande aus, denndie Lebensgemeinschaft eines „Petrus de Ebulo mit Marocta", der fünf Söhneentsprangen, wurde zur Ehe legitimiert, und es ist möglich, daß Petrus zumärztlichen Stande übertrat, zu dem er in dem von ihm verfaßten Gedicht

>Vs. 436. 811. Accon.

, V s -596, vgl. 716. * Außerdem soll er ja nur Bischof von

Im Gedicht heißt die Stadt aber stets Akkon gewesen sein.