Danck=Predigt.Die verlesenen Textes-Worte bestätigen das gesagte in allen Thei-len, absonderlich, wenn sie in ihrem Zusammenhange angesehen werden.Es waren drey jährliche Feste, worauf alle Israelitischen Männer zuJerusalem erscheinen, und daselbst diese Feste feyern musten: das PaschFest nemlich, das Pfingst=Fest, und endlich das Lauber=Hütten=Fest.Das Lauber=Hütten=Fest nahm seinen Anfang den 15. Tag des MonathsTisri, und währete acht Tage. Unter welchen Tagen der achte, sodas Fest beschloß, mit Enthaltung von aller Arbeit, und vorzüglichmit sonderbaren Freuden=Bezeigungen gefeyert wurde. Dieses Fest hattedieß Eigenes, daß an allen Tagen desselben mit einem güldenen KrugeWasser aus dem Brunnen Siloah geschöpffet, und dieses Wasser in demVorhofe feyerlich bey dem Altar ausgegossen wurde. Als dieses Festauf die Mitte war gekommen, kam auch der Heyland hinauf in denTempel, um das da gegenwärtige Volck zu lehren; welches nebst denendadurch veranlasseten verschiedenen Reden und Sinnes=Entdeckungen er-zehlet wird, V. 14-37.Am achten Tage, welcher, wie wir gehöret haben, und auch vondem Evangelisten bemercket wird, der letzte und auch zugleich der herr-lichste Tag dieses Festes war, erschien der Heyland abermalen in demTempel: trat auf, und rief zu dem da häufig versammeleten Volcke diemerckwürdigen Worte, die wir euerer Andacht verlesen, und zum Grundeunserer vorhabenden Rede geleget haben.In welchen Worten der Heyland JEsus uns sich als eine Heyls-und Lebens=Quelle Rechoboth darstellet, woraus alle Heyls=begierigenSünder zu schöpffen und zu trincken werden eingeladen, mit der angehängten mildreichesten Verheissung, daß die, so dieses thun, mithindie angebotene Gnade annehmen und sich zueignen würden, selbst zuQuellen Rechoboth, zu Quellen stets fliessender und überfliessender Wasser,würden werden.Die Füglichkeit des verlesenen Textes auf die gegenwärtige Zeit-Gelegen= und Angelegenheit, als welche auf die fortdaurende Wohlfahrthiesiger Königlichen Universität vorab mit zielen soll, wird die Abhan-delung näher aufklären.Wir werden in Erklärung der Worte unseres Textes auf zweyHaupt=Theile unsere Andacht zu richten haben:Erst-
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Acta Sacrorvm Secvlarivm Academiae Dvisbvrgensis : In Ordinem Digesta Et Brevi Historia Festae Solennitatis Aliisqve Nonnvllis Monvmentis Illvstrata
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49
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