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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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192 44. Bene omnia fecit: surdos fecit audire et mutos loqui.

das er es ansieht und mit dem koset und si undersehent sich und stat also alsin eime wanke ab oder zu ze kerende, so ist er nach überwunden und ist diebekorunge in dem swersten. AI zehant so kere mit herzen verwegenli.ch dinore ze male dar ab: so hast du nach überwunden. Dis git dir das du dis

5 inwendig wort macht gehören, und benimet dir dise töbheit. Dise töbheit [47"]enhant mit alleine weltliche lüte, sunder och geistlich lüte, die mit minnen undmit meinunge sint gekert zu den creaturen und mit den sint besessen, und dashat der tüfel gebrufet und sprach in die bilde dannan ab und wan er si darzu geneiget vint. Etliche werdent verdobt mit iren eigenen ufsetzen und iren

10 annemheiten in sinlich würklicheit, und das mit eigenschaft und mit usserlichenwisen, die si mit den sinnen uswendig genomen hant von den creaturen. Disalles flüsset den menschen für die oren, das das ewige wort in dem menschennüt gehört enmag werden noch verstanden enkeine wis. Wol ist das wor, dermensche müs wol haben gute innige angenomenheit sunder eigenschaft, es si

15 gebet oder heilige betrachtunge und vil des gelich, do mit das die natureerwackert werde und der geist uf gezogen werde und der mensche do mit ingelocket werde. Sunder dis sol sin sunder alle eigenschaft, also das er nie eininwendig losen habe nach dem inwendigen worte und dem inwendigen gründe.Und ensol nüt der mensche tun als etliche verblibende menschen, die untz an

20 iren tot also uf iren uswendigen wisen stont, die nüt fürbas in süchent, und alsin Gnt wil insprechen, so ist iemer üt das inen in die oren zehant vert, dassin wort do nüt enmag gehört werden.

Kinder, diser mittel der ist so wunderlichen vil und stat der lüte sovil in diser wise das man jamer wirt sehende an dem ende, als alle ding

25 endecket werdent.

Nu dis wort wirt in niemans oren gesprochen, [48 r ] er enhabe götlicheminne. Wan als das ewangelium sprichet: 'minnent ir mich, so hörent irmine wort'.

Nu sprach S. Gregorius: 'wilt du wissen ob du Got minnest, so nim

SO war, als pin und liden uf dich velt swerlichen, es si von innan oder von ussen,wo,es her kome, inwendig mit etlichem getrenge, das du enweist noch enkanstweder hin noch har gekeren, und enweist nüt wo du dar an bist, und enkeinenunderscheit enkanst gehaben, und uswendig mit dem stürme des lideris inunversehen wisen und grossem getrenge: blibest du des in dinem gründe

1. dem f. S. vnd si vndersehent sich (wohl v. j. II.) gestr. E. lf. und

si —kerende /'. 8. 3. nach swersten raä., aber lesbar: abk' (=abker?) E. so kere auf

Jlasur E. 8. sprichet i. d. b. in wan 8. 11. angenomen S. 12. flüsset; üssj auf

Rasur E. dein] de E. 13. in deheiner w. S. 16. werde gewackert S. 17. w. und

das sol S. 18. haben sol n. 8. 20. in f. 8. 21. das: s ist nachtr. (v. j. H.?) oben

nachgetr. E. zehant f. S. 24. in: über n (wohl v. j. II.) ein Strich E; l: inn? 29. sp'chE; vgl. o. Z. 8. 29. S. Gg' E. 30. swerlichen f. S.