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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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189
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43. Qui spiritu dei aguutur, hij filij dei sunt. 189

Och kinder, an der _zit des todes wel angst und jomer sol denne dobegangen werden wo Got weselich nüt in dem gründe funden enwirt, dennealso ein gerichtet ding? Wirt der delieiner behalten, so hant si gut gelücke.

Dise hant den witen breiten weg gewandelt verborgenlichen in dervolgung ires eigenen natürlichen tribens und neiglicheit. Aber in die engen 5phede der woren grundeloser gelossenheit den enhant si nüt gevolget, wan sienwolten sich nie ze gründe gelossen und der naturen nüt urlob geben. Underwilen höwent si wol an die smalen engen phede, und al zehant vallent siAvider in den breiten weg uf die nature.

Nu griffen wir wider an unser materie, der wir ze verre nicht engangen 10sin mit disen wurmessigen lüten. Die von dem geiste Götz gewürkt werdent,das sint die aller liebsten kinder Götz. Das sint die menschen die einstetes war nemen tüüt ze volgende dem aller liebsten willen Götz, und sineminsprechende und sinen manungen gnüg sint. Kinder, disen wirt underwilentein gar wüst ellent weg [45 V J für gehalten, do er sich in wogen müs. Getörsten 15si sich denne verwegenlichen dar in wogen in dem geiste, glöben und getrüwen,wie edel ein ding würt dannan us, und kerten echt in sich selber und nemensines Werkes in in war: do solten si in in vinden wunderliche ding die Got inin wurkte, und die werk die alle sinne und nature und verstentnisse über-treffent. Und entete der mensche in einem ganzen jore niemer nüt anders 20denne des werkes in im war nemen, so enwart nie enkein jor so wol von inangeleit, het er och nie enkein gut werk anders geton, si weren weler künnesi weren, und würt im danne an dem ende des jars ein einig buk endecket desverborgenen werks das Got da würket in dem gründe, ja und enwurt im jochnüt endecket, noch denne het der mensche das jor bas an geleit wan alle die 25die mit ir würklicheit die grosse werk geworcht haut. Wan mit Gotte enmagman nicht versumen, und dis werk ist Götz werk und niht des menschen.

Nu enist enkein zwivel, Got ensi verre edeler denne die creature. Alsist och sin werk über alle creaturen. Und disem menschen enpfallet ab alleWürklicheit uswendig, und er hat och iemer werkes genüg inwendig ze tünde. 30Er wirt fride und ganze Sicherheit vindent. Dis enwellent die lüte nüt gelobenund brechent mir min höbt.

1. Och] Och F. 3. als aus also rad. E, also F. delieiner] einig F. 5. volgügeF. neglicheit F. Aber] vü F. 6. den (vor enh.), rad. doch lesbar E, den F, f. S.

8. howent ES, hebet F. vielen F. 9. ir n. 8. 10. der] das 8. 15. d. sü s. in w.

«mssent S. Dorste F. 17. edel ein; nachtr. (vonj.H.?) Icorr. aus ein edel E, ein edel S.17 f. n. irre werke w. in inen S. 18. wtirkliche 88. 21. von] urnb 8. 22. nach angeleit:"•i in nachtr. gestr. E; in F 2 ähnl. Worte rad. 23. innig ougenblig 88. 26. zwischen

würkl. und die radiert, aber lesb.: der E; w. die die gr. F, w. die gr. 8. 29. enpfallet]

t auf Bas. E, entpfallent FS. 30. und] wan S. ze tünde f. S. 31. Er] Hie F.

funde F.