188 43. Qui spiritu dei aguntur, hij filij dei sunt.
verurteilen in deheiner wise oder werk die si tun mügent; und wer es ochze mole bös, so kertent si doch zehant mit dem uf ir eigen krankheit, und domit vallent si von aller menschen urteil.
Das vierde, das der mensche stände alwegen in einer demütiger übunge5 und in engsten für die verborgenen urteil Götz, und das nüt als die zwiveler,sunder als ein liep frünt, der alwegen in sorgen ist das sin liep frünt sich nütuf in enzürne.
Dise vier stücke schribt der minnende Bernhardus, und wissent: wer indisem gründe in der worheit [M v ] nüt enstot, und tete als vil guter werke als
10 alle die weit mit einander tut: si werdent alle wurmstichig.
Kinder, wissent wie disem ist. In disem garten der heiligen kilchen dostot manig wunneklich böm mit vollen fruchten: das ist manig gut demütigmensche an dem allein die wäre fnicht hanget, und anders an nieman. linderden stont böme, die tragent alles wurmessig obs, und das obs oder die öphel
15 die stont und schinent als recht geil und als schön, etwenne vil geiler und vilschönei- wan die guten. Und als lange als stille und süs wetter ist, so stontsi vaste. Aber als ungewitter wirt und wint und stürm, so vallent si ab, undfint man das si ze mole vol wurme sint und niergent zu gut ensint, und darzu ir würme verderbent und entreinent das gut krut.
20 Dise böme, die dis böse obs alles tragent, das sint eigene ungelossene
mutwillige menschen, die uf iren grossen guten werken stont, unde tünt der vilnie und schinent verre nie denne die gerechten, und stont uf ir usgenomenAvisen, die die heilige kilche nüt gesetzt enhat, und verlossent sich uf irübunge und ir gut verston und ir werk und grossen schin.
25 Kinder, alle die wile so es stille wetter ist und si in irem friden sint
und die sunne in schint in iren wisen und ir wolievelliggeit, so schint ir tunschön und besser wan ander guter gerechter lüte. Das schint in selber undoch anderen lüten. Aber als der wint und das stürm wetter kumet uf si, dassint die grü/i<?5 r /welichen bekorungen und anvechtungen dis geloben, als man
30 noch wol geleben mag, oder ander gros gestürme. denne vallent si ze mole abund sint in dem gründe ze mole wurmessig, das ir deheins nüt ensol, und diewürme die in in sint, die slihent usser in und entreinent das gut krut. Dassint arme ungelerte einvaltige lüte, die verderbent si mit ir valscher friheitund mit iren leren.
1. in deheiner E, vmb einige F. mügent; t nachtr. guyesetzt E, mugent F.
2. kerent.- mit Rasur in kertet Jcorr. E, kerent F, kertent S. 8. Bn' E, B' F.
14. stat F. 15. alao gel S. geler S. 16. süs] gut S. 20. böme f. F. 23. die
(nach wisen)] der S. 25. so] daz F. ir wol geuellig get (das erste g und das t auf
Rasur v. j. H.) E, ir wol bevellekeit F, in wol gat S. 27. lüte /'. F. 27 /'. Das —lüten
/'. S. 29. und v. j. II. übergeschr. E, f. F, sieht S. 31. das ensol] de d' ein [?]
nüt endöwet: dieser Satz rad., doch lesbar F.