41. Ascendit Jhesus in naviculam que erat Symonis. 171
Nu demie unser materie: 'duc in altum, füre das schif uf in dieliöliin.' Dis ist der erste weg, der von not sin müs vor allen dingen, das disgemüte sol und raus uf gefürt sin in die höhin, das si minne oder meinungeund gunst von allem dem das Got nüt enist und creatur ist/ So wer in disemgrüweliclien mere nüt enwil verderben noch ertrinken, des gemüte müs von 5not uf erhaben sin von allen creaturen, si sin oder heissen wie man welle.
Nu sprach S. Peter: 'herre gebieter, wir han alle dise nacht gearbeitund enhan nüt gevangen.' In der worheit, das was wol gesprochen. Alle diemit disen uswendigen dingen umbe gont, die arbeiten! wol in der nacht undenvohent nütznüt. 10
Do sprach unser herre: 'nu werfent aber us dis garn, und ir süllentvollen.' Und si viengen als vil fische das dis netz zerreis. Dis was vor unsersherren uferstandunge. Aber dar nach do si aber vischeten, do zerreis das netznüt, sprach das ewangelium.
Kinder, was ist dis netz das unser herre hies us werfen, do si als vil 15mit viengen? Dis netz das man us sol werfen, das ist der gedank: dis gehüg-nisse des menschen das sol der mensche zem ersten us werfen in heiligerbetrachtunge und sol mit ganzem fiisse für sich nemen alle die materien diein ze heiliger andacht reissen oder neigen mügen: das hochwirdig leben undliden und die heilige min/~3,2'ynekliclie wandelunge und werk unsers lieben 20herren, und sol sich dar in als tief erbilden daz im die minne und die liebedurch ge alle sine krefte und sine sinne mit also grosser minne und fröidendas er die fröide mit verbergen emnüge, si breche us mit einem jubilieren. Nu'duc in altum, füre uf das schif in die höhi', wan dis was noch der niderstegrat. Dis müs uf hoher gefürt Averden. Sol der mensche werden uswendig 25und inwendig ein gelassen mensche und gelütert, und inwendig ein verklertmensche, den S. Dyonisius nemmet ein verklert, gotformig mensche, so müs sinschif verre nie in der höhi gefürt werden, das ist: der mensche kumet dar zudas im alles das enphellet das die nidersten krefte begriffen mügen: alle dieheiligen gedenke und die minneklichen bilde und die fröide und jubel und was 30im von Gotte ie geschenket wart, das dunket in nu alles ein grob ding, undwirt dannan us alzemale getriben, also das ime das nüt ensmakt noch enmagda bi nüt bliben, und dis enmag er nüt, und des in lust, des enhat er nüt, undalso ist er enzwischen zwein enden und ist in grossem we und getrenge.
Dis schiffelin ist in die höhin gefürt, und dar zu das der mensche in 35diser not stat von verlossenheit, so stot in im uf alles das getrenge und alle
4. So vor wer radiert E. 13. zerbrach S. 16 f. g. und d. g. (korr.: gedehtnisse) 88.18. sich mit Verweisimgszeichen von j. H. am Bande E. die vor mal f. S. 21. tieffe
verbilden 8. daz im mit Verweisungszeichen von j. II. am Bande E. nach liebe gestr. dasim die E. 23. Nu rot unterstrichen E. 28. der (vor höhi) IS, die S. 29. begr. ra.j
kegriffent 8. 32. daunan aus dan E. 30. nach stot gestr.: dar zu E.