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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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145
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37. Quae mulier habens dragmas decem. 145

verstünt oder im gegeben wart. In diser um/20*ybekerunge do wirt dermensche so unsprechelichen verre gefürt, ob er sich her in gelossen könde,denne in allen den werken und wisen und ufsetzen die ie oder ie erdocht oderie iunden wurden. Ja die her in recht gerotent, das werdent die aller minnek-lichesten menschen, und wirt in also licht, wenne si wellent in einem ieklichen 5ögenblicke, so kerent si in und fliegent alle über die nature; die ist als kleb-recht in vil menschen und Avil ie etwas haben dar an si hange und ir enthaltsi. Und etliche menschen sint als ungelossen und klebrecht: in ist recht alsdien die ein tenne machen süllent und slahent; das ist denne also schor-nechtig und als hogrecht, und die das sint, do müs man nemen einen starken ioherten besemen und fürwen vil scharpf und hert und über gon, untz das ersiecht und gelich werde. Aber do ein glat tenne ist, do endarf man nüt dennedas man mit einem vederwüsche hie über var. Also sint etliche menschen alshogrecht und als ungelossen: die müs Got überstrichen mit einem hertenscharphen besemen manigvaltiger bekorunge und lidens, das er si lere das si 15sich lossen. Aber die minnekliche menschen die sieht sint und gelossen sint,der ding gat recht selber zu, und do wurden also minnekliche menschen usgeborn, und entsunken und enpflelen allem dem do sich die nature an ent-halten mochte oder wolte, und trunge echt für sich in in den grünt das allesist ane alles anhangen oder enthalten iclites, und hielte sich in dem annüte 20und blosheit in worer gelossenheit.

[10"J Kint, wie blos, wie blint, wie gelossen das der herre wolte, undin aller der wise als er wolte, das du dich alsus lossest suchen und din husambekeren, do würde der phenning funden, verre über das das ein ieklichmensche erdenken oder bekennen mag. 25

Och kinder, die sich in diser wise Hessen umbekeren, das gienge verreüber alle die ufsetze und alle die werk und Avise die alle die weit gewürkenm ag uswendig in sinnelicher wise und werk. Dis bewerte unser herre, do ersprach: 'wer zu mir Avil komen, der verzihe sich sin selbs und kome zu mir.'Alsus müs der mensche sin selbes verzihen in allem enthalten, das in des 30woren fürganges hindert.

Denne koment die ungelossenen menschen in grosse bekorunge, undwerdent mit dem herten scharphen besmen überstrichen; so dunket si es sialles verlorn, und koment in grosse SAvinde bekorunge, zAvivel und giwelichevoi'chte. So sprechent si: 'nein herre, es ist als verlorn. Ich bin beröbet alles 35

3 f. die ie erd. oder f. w. S. 4. recht f. S. gerotent 8, getrotent E. G. s. sich1 - & alle f. S. 10 f. starcken slahen und hertecliche übergon 8, st. besemen und verbrennenVil scharpfe und herte und üb. 88. 91. 11. er] es 8. 12. siecht und f. S. 12 f. denne

m - e. v. hie über varen S. 14. hofereht S. Überfarn 8. 16. das zweite sint f. S.

17. werdent 8. 18. ensinkent u. enpfielent S. 19. trungent rechte S. alles f. S. 24. do]so S. das zweite das f. S. 28. u. lieber h. S.

Deutsche Texte des Mittelalters XI. 10