104 Histor. Handschriften in Folio Nr. 228. 229.
bayerischen Herzogen, iren Voreltern u. Antccessoribus den Welphen, Pfaltz-
und Landtgraffen von Wittelspach u. Scheyern etc. zu viel unterschiedlich
Zeitten sich zugetragen, eräignet und begehen haben.
Der Verfasser schrieb dienen Traktat, während er in Nürnberg ge-fangen sass, aus Anlass den zu neiner Zeit in Blüte stehenden Konflikt*zwischen Kurpfalz und Bayern und widmete nein Werk am 26. Juli 1621dem Nürnberger Senat. Auf dem Titel übrigen* steht die Jahreszahl 1623.Eine andere Handschrift erwähnt Will, bibliotheca norica 1'. 1 nr. 746.
228.
Pap., XV 11. u. XVIII. Jahrk, 329 Bl. Pappbd.
Originalschreiben gerichtet an Gottfr. Gleitsmann, Rektor der Stiftsschulein Zeitz, von sächsischen Gelehrten (Ghph. Cellarius, Thom. Ittig, Joh.Burckh. Menckc, Adain Rechenberg u. And.), Pastoren, Studenten, Väternvon Schülern u. s. w. gegen Ende des 17. und im Anfang des 18. Jahrh.
Müller (Chn. Gottfr.) in: Geschichte und Merkwürdigkeiten der Stifts-bibliothek, in Zeitz S. 24 giebt an, Gl. sei Verwalter dieser Bibliothek ge-wesen von 1692 — 1724, was nicht ganz richtig, da das in uuserm KodexBl. 196 eingefügte Ernennungsdekret vom 2. Mai 1691 datiert ist. DieBesiedlung zum Rektor ging dieser Ernennung (wohl nicht lange) voraus.
Von Gleitsmann selbst finden sich nur 2 Briefe in dieser Sammlung,ausserdem konzipierte Antworten auf den fremden Anschreiben selbst.
Vom eingeklebt ist ein Ausschreiben des Patriarchen Kall inikosvon Konstantinopel zu Gunsten eines bedürftigen Klosters (Taphion aufKreta?). Derselbe starb nach Lequien, Oriens christ. im J 1702.
229.
Halb Pergament-, halb Papier-Handschrift. XV. Jahrh., 326
Bl. Holzbd.
Ursprünglich der Memminger Stadtbibliothek gehörig und mit deren Stempel versehen,dann als Geschenk von dort hicher gekommen.
Valerius Maximus, facta et dieta memorabilia cum commentario.
Der Text giebt sämtliche neun Bücher des Valerius Maximus undvon der Epitome des Julius Paris noch die zwei .ersten Kapitel bis zu dem