HHIk 5 ~ — _______l ---------- I . I • Nicht; aus!alhbar ÜB Düsseldorf +9081 358 01 / ! ' \ Die Historischen Handschriften der Königlichen öffentlichen Bibliothek zu Stuttgart. Beschrieben Oberstudienrat Dr. W. von Heyd, Oberbibliothekar. Erster Band: Die Handschriften in Folio. Stuttgart. Verlag von W. Kohlhammer. 1891. l Q"ft" . ('e) LS ät ;. >! M. SS Die H a n d s c h i i f t e n der Königlichen öffentlichen Bibliothek zu Stuttgart. Erste Abteilung: Die historischen Handschriften. Erster Band. Stuttgart. Verlag von W. Kohlhammer. 1889—1890. Die Historischen Handschriften der Königlichen öffentlichen Bibliothek zu Stuttgart. Beschriebi i 211 von 01> erstudienrat Dr. W. von Heyd, Oberbibliothekar. Erster Band: Die Handschriften in Folio. Stuttgart. Verlag v o n W. K o li 1 h a m m c r. 188 ( J—1890. ^739- ^BÜ i..... SEINER MAJESTÄT DEM KÖNIGE •• S&ftl ¥01 WUR*$ SMBSRS ERHABENEN FÖRDERER ALLER WISSENSCHAFTEN WIDMEN DIESES WERK ZUR FEIER XXVJÄHRIGER REGIERUNG DES HULDVOLLST GEWÄHRTEN NEUBAUES DANKBAR GEDENKEND IN TIEFSTER EHRFURCHT DIE BIBLIOTHEKARE W. von HEYD. A. WINTTERLIN. TH. SCHOTT. K. STEHT. Inhalt. Einleitung ..................S. I—XV Historische Handschriften in Folio....... . . S. 1—326 (Einleitung. 1. Ursprung und Geschichte der Handschriftensammlung. Das Land Württemberg entbehrte lange einer in grösserem Stil angelegten Bibliothek.. Wenn der edle Herrn;/ Eberhard im Bari eine massige Zahl von, Büchern und Handschriften um sich her vereinigte, so lag ihm planmässiges Sammeln noch fern; ihn trieb bloss das Interesse für einzelne Erscheinungen im Gebiet, der Litteratur und das Wohlwollen gegen Gelehrte und Dichter. Grösseres hatten Herzog Christoph und seine Nachfolger im Auge, indem sie in ihren- Schlössern förmliche Bibliotheken unterhielten, deren Inhalt laut den noch vorhandenen Katalogen umfassend und mannigfaltig genug war, um eine Zerlegung in verschiedene Disziplinen nötig zu macheu. Wir haben es hier gleich mit zwei Sammlungen dieser Art zu thun. Denn Christoph begnügte sich nicht damit, an seinem Uaupt- aufenthaltsort Stuttgart eine solche zu Indien, er stiftete dazu eine „fürstliche Liberei" auf dem Tübinger Schlosse, ■welches er manchmal mehrere Monate hindurch bewohnte. Aus diesen Sammlungen hätte leicht mit der Zeit eine grosse Bibliothek erwachsen können, wenn der dreissig- jährige Krieg nicht eine furchtbare Katastrophe herbeigeführt hätte. Wie die Tübinger Eibereg in Feindeshand fiel und zu ihrem grösseren Teile nach München entführt wurde, hat uns jüngst R. Roth in einem lehrreichen Programm*) geschildert. Dem Stuttgarter Schwesterinstitut ging es nicht viel besser. Denn auf einem Vorsetzblatt des im Jahr 1024 angelegten und später fortgesetzten Inventars desselben (im Besitz der Bibliothek) lässt sich ein kundiger Mann also vernehmen: „Bisse hierinnen verzaiehnete Bücher seiudt mehrerthegls im laydigen Einfall entführt und dass wenige *) Die fürstliche IJbercy auf llohentübingen und ihre Entführung im Jahr 163C). Tübingen 1888. Handschr. d. k. öfl'. Bibl. Stnttg. I, 1. * II Einleitung-. so noch übrig und von den geringsten Sachen, schult zerrissen und sonsten übel von den Soldaten und Ädversariis zugerichtet worden, dass also nichts rechts mehr vorhanden ist."' In ihrer Wiederaufrichtimg aus diesem Ruin machte die herzogliche Bibliothek zu Stuttgart nur sehr laugsame Schritte, da während des ganzen Jahrhunderts, /reiches auf jene Katastrophe folgte, in der Hauptlinie des württembergischen Fürstenhauses wenig Rinneigimg zur Gelehrsamkeit zu finden war. Erst Herzog Karl Eugen, der Gründer der Karlsschule, fühlte das Bedürfnis, eine grosse Bibliothek zu schaffen, was vermöge Stiftungsbriefes vom 11. Kehr. 1765 ins Werk gesetzt wurde. Den Grundstock dazu, bildete, was sich von Büchern im Besitz des herzoglichen Hauses vorfand; es soll sich auf 4—6000 Bände belaufen haben, Angesichts der Verheerungen, welche der drei ssigjälir ige. Krieg in den herzoglichen Büchersammlungen angerichtet hat, wird mau annehmen müssen, es sei unter diesem Grundstock nur weniges gewesen, was in württembergischem Hausbesitz beständig verblieben war und sich in diesem aus früheren Jahrhunderten bis zur Neuzeit herübergerettet hatte; namentlich mögen Handschriften oder Inkunabeln, denen schon der Laie die Seltenheit un.d Kostbarkeit anmerken konnte, den Plünderern nur ausnahmsweise entgangen sein. Mau könnte hiegegeu geltend machen, dass doch noch jetzt in der /,-. öjfentliehen Bibliothek dieses und, jenes unverkennbare fürstliche Familienstück aus früher Zeit, wie das bekannte Gebetbuch des Herzogs Eberhard im Bart (Brev. Q. nr. 1), ferner manche auf Anregung Württemberg i sei w,r Fürsten entstandene und vom Urheber ihnen gewidmete Handschrift, endlich mancher durch eingemalte oder aufgedruckte Wappen als altwürttembergischer Besitz sich kennzeichnende Kodex sich vorfinde. Diese Thatsache muss zugegeben werden, aber es stellt sich heraus, dass von solchen Handschriften, welche einst mit Sicherheit älteren württembergischen Herzogen angehörten, nicht wenige aus der Bücher Sammlung des herzoglichen Schlosses sich verloren hatten und erst wieder hereinkamen, als Herzog Kart Eugen auf Grund der alten eine neue geschaffen halle, Nur zwei Belege einer solchen längeren Entfremdung fürstlichen Guts will ich hier anführen. Eberhard im Bart veranlasste eine Übersetzung von Columellas Büchern von der Landwirtschaft.*) Die Pergamenthandschrift, in welcher diese Übersetzung niedergelegt ist,**) trägt Eberhards Wappen (mit dem Wahlspruch Attempto) und war zweifellos ursprünglich, sein Eigentum, Aber de blieb so wenig im Besitz des Herzogshauses, dass vielmehr Karl Eugen im Jahr 1785 ans dem Besitz des Geh.liats Frommann mit dessen ') Ch. 1<\ Stalin, wirt. Gesch. 3, 700. *) Sie trägt jetzt in der k. öffentl. Bibliothek die Signatur: Camer. Fol. nr. 1. s sk * ** Einleitung. III übrigen Büchern und Handschriften zurückerkaufen musste. Ebenso Hess Herzog Ludwig das Jagdbuch von Fouilloux ins Deutsche übertragen und verleibte die ihm gewidmete Handschrift der Übersetzung seiner Bibliothek ein, aber dieses mit dem württembergischen Herzogswappen ausgestattete. Exemplar*) ging gleichfalls in Privatbesitz über und Herzog Karl Eugen erhielt es wieder nur als Geschenk von Geh.Bat v. Moser. Von anderen Handschriften, die als altwürttembergischer Besitz ursprünglich im Stuttgarter Schlosse standen, ist es sogar bekannt, class sie in Bibliotheken des Auslands sich verirrten. **) Hatte sich so der alte Bestand an Handschriften in der herzoglichen Bibliothek durch Entfremdungen aller Art sehr vermindert, so waren auch seit dem dreissigj ährigen Krieg nur wenige neu hinzugekommen. Wenn nun also Herzog Karl Engen seinen gesamten Bücherschatz rückhaltlos der neuen öffentlichen Bibliothek einverleibte, so war damit doch nur ein bescheidener Anfang gemacht, zumal im Gebiet der Manuskripte. Aber der Herzog sprach gleich im Stiftungsbrief die Erwartung aus, dass die in der Residenzstadt befindlichen verschiedeneu „Corpora und Gollegia", welche mit Bibliotheken versehen seien, „so bissher als einzel von keinem sonderlichen Nutzen gewesen, sich eine wahre Ehre und Vergnügen machen werden, selbige ebenfalls dahin abzugeben". Als nun die neue Anstalt von ihrem ursprünglichen Sitze Ludwigsburg im Jahr 1775 nach Stuttgart übergesiedelt war und in einem ihr angewiesenen eigenen Gebäude Raum zur Vermehrung bekommen hatte, lieferten im Frühjahr 1770 die verschiedenen Hofämter und Kollegien aus ihren Spezialbibliotheken, Registraturen und, Kanzleien alles Gedruckte und Geschriebene ab, was nicht für den Handgebrauch der Beamten unbedingt nötig befunden wurde: so das Hofmarschallamt, die beiden höchsten Regierungskollegieu Geheimer Rat und Oberrat (auch Regierungsrat genannt), die Rentkammer, das Konsistorium, der Kirchenrat, der Kriegsrat und andere. Selbst das Naturalienkabinett und die Hofapotheke wurden zur Abgabe ihrer Bücher -veranlasst. Als dann der Regierungspräsident Geh.Rat v. Gemmingen im Jahr 1788 in der sogen. Obern Regierungsregistratur noch verschiedenes entdeckte, was nicht an die grosse Bibliothek, abgeliefert worden war, hatte dies eine erneute Nachforschung nach solchen Büchern bei den Behörden zur Folge und die Nachlese war nicht unbedeutend. Weitaus den grössten Zuwachs erhielt die öffentliche Bibliothek durch die Einverleibung der Bücher sammhing des Oberrats, über deren Umfang und Hilfsquellen nur einem in dieser Einleitung auch sonst vielfach, benützten *) Camer. Fol. nr. 3 nach jetziger Signatur. **) Oh. F. Stalin a. a. 0. 3, 760, Anm. 4. 5. 761, Anm. 1. IV Einleitung. Büchlein Ch. F. Stalins*) die beste Auskunft verdanken. Die Geheimer ats- Registratur und das Konsistorium scheinen das nächstgrösste Kontingent, geliefert zu haben. % Aber freilich nicht jede Behörde konnte den gedruckten Büchern auch Manuskripte beigesellen. Auf diesem Gebiet verdankte die herzogliche Bibliothek eine besonders ansehnliche Bereicherung dem Geheimer a'tskollegium, wie dies der Oberbibliothekar Lebret in einem bei den Bibliothekakten liegenden Bericht vom 19. Mai 1776 ausdrücklich bezeugt. Auch das Konsistorium sandte unter 28 Kisten eine mit Handschriften gefüllte und zwar stammten diese zum Teil aus aufgehobenen oder evangelisicr/eu Klöstern und Stiftern. Es waren freilich kleine llaud- schriftenbestände,**) welche das Konsistorium dort noch vorgefunden hatte und jetzt an die Bibliothek ablieferte, aber sie wurden auf diesem Wege doch dem Untergang entrissen. In Hirsau und Blaubeuren hatte man die alten Klosterhandschriften zu Gunsten der neu eingerichteten evangelischen Kloster schulen teilweise belassen, aber die nach der Nördliuger Schlacht wieder hereingekommenen Katholiken nahmen bei ihrer Flucht dieselben mit ins Ausland, wo Zerstreuung oder Vernichtung ihr Los war. Wenn wir auf diejenige Abteilung der Handschriften unser Augenmerk richten, welche der spezielle Gegenstand vorliegender Veröffentlichung ist, so haben wir zu konstatieren, dass der Ob er rat sich als besonders ergiebige Quelle für histo rische IIandsch r ifte u erwies. Nicht bloss Werke über das württembergische Fürstenhaus und Land, über benachbarte Reichsstädte, wie Hall, Augsburg, Nürnberg, hatte er besessen, sondern auch Entlegeneres, wie die Werke des Sulpicius Severus, die Gesta Trevirorum, die Chronik des Robert von Auxerre, Bocchis Geschichte von Bologna, Aufzeichnungen von fremden Diplomaten u. s. f. Diese Vielseitigkeit erklärt stcii bloss dadurch, dass dem Oberrat Sammlungen grosser Bücherliebhaber, namentlich die der württembergiscium Herzoge von der Neuenstädter Nebenlinie***) und die des Geh. Regimentsrats Müller (Mgler) von Ehrenbach zugefallen waren, f) *) Zur Geschichte und Beschreibung alter und neuer Büchersammlungen im Königreich Württemberg (Sonderabdruck aus den Württ. Jahrbb.) 1838. **) Nach der Aufzählung Stalins a. a. 0. S. 78 — 84 kommen auf jede dieser Anstalten 1, 2, 3, höchstens 4 Stücke, meist theologischen Inhalts. Ich füge noch ein Stück hinzu, welches allem Anschein nach aus Maidbronn stammt: Cod. hist. Q. nr. 11, Aeneic Sylvii opuscula. ***) Ihr Katalog liegt in Cod. hist. Fol. nr. 210, a. b. vor; über Neucnstadt gelangten an den Oberrat wahrscheinlich manche Stücke aus dem Besitz früherer ivürttembergischer Grafen und Herzoge, z. B. die ursprünglich dem Grafen Heinrich (gest. 1519) gehörige lateinische Übersetzung des Marco Polo Cod. hist. Q. nr. 10. f) Vergl. Cod. hist. Fol. nr. 15. Q. nr. 5. Einleitung. v Je mehr nun die neue Bibliothek an Bändezahl zunahm und in allen Disziplinen sich vervollständigte, desto mehr überzeugte sieh der Herzog, dass sich aus derselben etwas Bedeutendes machen lasse. Er wurde leidenschaftlicher Bücher Sammler. Man weiss, dass einige von seinen vielen Meisen, zu denen er Männer wie Lebret und Schnurrer als Begleiter beizog, fast ausschliesslich der Erwerbung von Bibliotheken galten; man erfährt ans den Akten, welch starke Aufträge er für wichtige Bücher- auktionen gab, wie er endlich die Dienste seiner Ministerresidenten an fremden Höfen und anderer im Ausland lebender Württemberger-") zur Beschaffung von Katalogen verkäuflicher Bücher und zu Kaufsverhandlungen ausgiebig benutzte. Besonders eifrig bedienten ihn die Residenten v. Bühler in Wien und Luigi Gaeterno Marini in Born, letzterer selbst ein bedeutender Gelehrter und Kenner des römischen Altertums, welcher in vieljähriger Geschäftskorrespondenz wegen BücherUeferungen mit dem Herzog stand. Mehr die Stellung eines Beraters über neu erschienene Littcratur nahm der bekannte Bibliothekar der Laurcnziana in Florenz, der Kanonikus Angela Maria Bandini ein, welcher gleichfalls zahlreiche Briefe mit dem Herzog wechselte und ihm von Zeit zu Zeit Broschüren zur Illustrierung der italienischen Zeitgeschichte gesandt zu haben seheint. Die Bücherliebhaberei des Herzogs wurde bald im In- und Ausland bekannt und wenn dadurch einzelne Büchergeschenke von herzoglichen Beamten und Unterthanen hervorgerufen wurden, so kamen noch häufiger Angebote, nicht bloss von eigentlichen Buchhändlern, sondern auch von Privaten, welchen irgend ein seltenes Stück feil war. Bestelltes, Geschenktes und zur Ansicht Gesandtes sammelte sich nun bei dem Herzog an, der alles selbst sehen wollte, so dass sein Kabinett nach dem Bericht seines Sekretärs Pfaf (Cod. hist. Q. nr. 305 S. 84 f) dem Bureau einer allgemeinen Buchhandlung glich. Selbst nur ein oberflächlicher Kenner, forderte der Herzog seine Bibliothekare, unter welchen Lebret durch Gelehrsamkeit hervorragte, zur Begutachtung der eingelaufenen Offerte und zur Auswahl geeigneter Bücher aus den Mess- und Antiquurskatalogen auf Er folgte in der Regel ihrem Bat, vorzugsweise trachtete er nach Bibeln und Inkunabeln (damals Quattroceulisteu genannt). Im Fache der Bibeln suchte er möglichste Vollständigkeit zu erzielen; nachdem er die umfassenden Sammlungen von Lorck in Kopenhagen (1781) und Panzer in Nürnberg (1780) gekauft hatte, war ihm vollends alles willkommen, was zu weiterer Ergänzung beitragen konnte. Aber auch alte Manuskripte, zumal Bibel- V Sehr thätig war unter den letzteren der in Holland als Hofmeister angestellte Kandidat Joh. Heim: Eberh. Scholl, welcher als Dekan in Heidenheim im Jahr 1813 gestorben ist. VI Einleitung. &• manuskripte, waren Gegenstand seiner Liebhaberei. Er Hess solche öfters mit gedruckten Büchern zusammen in grösseren Auktionen ersteigern — so aus der Bibliothek des Fürsten Soubise ein lateinisches Evangeliarium mit Miniaturen (Cod. bibl. Fol. nr. 28) und den zweisprachigen Homer ((Jod. poet. et philol. Fol. nr. 5). Andere kaufte er einzelnen Händlern ab, wie dem Baron Hüpsch in Köln, welcher aus niederrheinischen Kirchen und Klöstern Seltenheiten ersten Hangs hervorzulocken wusste,*) und dem Geh.llat G. W. Zapf in Augsburg, welcher Wichtiges aus Konrad Peu- tingers Nachlass oder aus Fuggerisehem Besitz bieten konnte. Weniger hatte es der Herzog beim Ankauf von Büchern und Handschriften auf solche abgesehen, welche die Geschichte oder Landeskunde von Württemberg zum Gegenstand haben. Man war auch zu der Erwartung berechtigt, dass Werke dieser Kategorie durch die verschiedenen Begierungsbehörden von selbst eingehen werden. Auch die Ablieferungen aus dem herzogliehen Archiv, welche erstmals im Jahr 1788 erfolgten, brachten hauptsächlich in der genannten Litter aturgattung Zuwachs. Besonders ergiebig war jedoch in dieser Beziehung die ungewöhnlich reiche Privatbibliothek des Geh.Beets Friedrich Wilhelm Frommann, welche im Jahr 1785 angekauft wurde. Dem Eifer, mit welchem dieser Manu Württem- bergica im weitesten Umfang des Worts sammelte, und der Geschicklichkeit, mit welcher er seine Autorität als Vorstand der Oberkirchenbehörde für diese Zwecke benützte, verdanken nur Früchte, wie wir sie sonst bloss durch das Zusammenwirken vieler in Kunst- und Altertumsvereinen erwachsen sehen. Er war der erste, welcher den Anstoss gab zur Nachbildung der Kunstdenkmale, zur Kopierung der Inschriften, zur Bettung der geschichtlichen Aufzeichnungen in den altwürttembergischen Klöstern, und wenn er sich auch zunächst mit dilettantischen Wiedergaben begnügte, so schuf er doch Grundlagen, auf welche die Forschung noch jetzt zurückgreift. Dass diese Sammlumjen nicht zerstreut wurden, war jedenfalls ein Verdienst des Herzogs. Koch in den letzten Jahren seiner Begier ung trat nun aber eine solche Ebbe im Staatsschatz ein, dass Karl Eugen die Unmöglichkeit einsah, in dem grossen Stile, in welchem er begonnen, weiter zu machen. Er beschränkte die jährlichen Aufwendungen für die Bibliothek auf eine kleine Summe, und .seine Nachfolger, welche das Land unter den Kriegen der Revolutionszeit leiden sahen, konnten für diese Allstedt so wenig thun, dass die Bücheranschaffungen zeitweise in völligen Stillstand gerieten. Aber die Napoleon ische Zeit brachte trotz des fortdauernden Kriegselends *) Von ihm stammt das dreibündige l'salterium aus dem 7. oder S. Jahrhundert (Cod. bibl. Vol. nr. 12). Einleitung. VII wieder eine ungeahnte, keinerlei Kosten verursachende Bereicherung der Bibliothek, namentlich in ihrem Handschriftenbestand. Dem neuen Kurfürstentum und Königreich wurden Klöster und. ritterschaftliche Gebiete zugeteilt, bei deren Auflösung neben den gedruckten Büchern auch handschriftliche Schätze von grossem Wert zum Teil der öffentlichen, zum Teil aber auch der neu gegründeten h\ Handbibliothek anheimfeien. Unter den com Staat Württemberg inkorporierten geistlichen Anstalten war das Bitter Stift Komburg die erste, welche ihren Vorrat an Büchern und Handschriften abgab. Im September 1805 übernahm der Stuttgarter Bibliothekar Petersen unter Zuziehung des Rektors Fr. Dar. Gräter von Hall zunächst, sämtliche Handschriften und die merkwürdigeren Inkunabeln des Stifts und Hess sie in die öffentliche Bibliothek der Residenz verbringen, während die andern Inkunabeln und die sonstigen Bücher erst nach mehrjährigem Verweilen in dem neuwürttembergischen Zentraldepot Ellwangen dort eintrafen.'*) Die Handschriften fand mau ohne Lücke vor. Das Stift war eine verhältnismässig junge Gründung; Erzeugnisse eigener litterarischer Thätigkeit der Stiftsherren fehlten, wohl aber hatten ein paar gelehrte Dechanten aus fremden Bibliotheken schätzbare Bücher und Manuskripte erworben, welche jetzt der Stuttgarter Bibliothek zu gute kamen. Hierunter war z. B. der par cxcellence als Komburger Handschrift bekannte Cod. po'ef. et philol. Fol. nr. 22 (Sammlung altniederländischer Gedichte), dann einzelnes aus dem Heidelberger Humanistenkreis (Rudolf Agrikolas Werke, gesammelt von Dietrich c. Plieningen, Cod. poet. et philol. Q. nr. 30 und. verschiedene Codices von Klassikern), Aventins bayerische Annalen und Chronik, sowie anderes in die bayerische Geschichte Einschlagende aus dem Nachlass Oswalds o. Eck. Was die Bücherschätze der übrigen Klöster und Stifter der neu- württembergischen Gebiete betrifft, so wurden die Erwartungen der Stuttgarter Bibliothek eine Zeit lang durch die Absicht des Kurfürsten Friedrich, durchkreuzt, aus den Bücher schätzen des Stifts Ellwangen und der übrigen säkularisierten Klöster des neuangefallenen. Gebiets eine Zentralbibliothek für Neuwürttemberg in Ellwangen, zu bilden. Friedrich, kam aber von diesem Plan gelbst ab, indem er nach seiner Erhebung zum König im Jahr 1800 aus seinem gesamten, Herrschaftsgebiet einen einheitlichen Staat bildete. So löste sich jenes neuwürttembergische Zentralbücherdcpot nach kurzem, Bestand, auf und die dort aufgestapelten oder doch dorthin bestimmten Bücher flössen nun ohne weitere Zögerung in die königliche Residenz. Zunächst trafen Klosterhandschriften aus Gmünd (1807) und Wi Illingen (1808), dann (jedenfalls nicht vor dem Sommer des Jahrs 1810) solche *) Vergl. hierüber Stalin a. a. 0. S. 6'5. VIII Einleitung. aus Schönthal und Weingarten., endlieh in einer nicht näher zu bestimmenden Zeit solche aus Ellwangen, Heilbronn, Rottweil, Ulm und, Z wie falten ein. Aber während es bisher geschienen hatte, als würde der k. öffentlichen' Bibliothek aus jedem, der genannten Klöster und Stifter je der ganze Bestand an Handschriften wie an Büchern zugewiesen werden, erhob König Friedrich vielmehr Anspruch auf einen Teil derselben für seine Handbibliothek, tvelche eben damals, als die meisten der Klosterschätze einliefen, von ihm gegründet wurde (1810) und nach dem Willen ihres Stifters des Handschriftenschmuckes nicht entbehren sollte. So kam es denn, dass die k. Handbibliothek (jetzt offiziell k. Hofbibliothek genannt) nicht bloss die Erbin des Deutschmeisterordens in Mergentheim, sondern auch (mit wenigen Ausnahmen) die des Klosters Weingarten wurde und überdies kleinere Partien der Klosterbücher aus Ulm (Wengenkloster), Schönthal, Wibliugen und Zwiejdlten zugeteilt erhielt, während die k. öffentliche Bibliothek den -weitaus grössten Teil der Zwiefalter und Ellwanger Schätze, die Mehrheit der Schönthaler und Wiblinger Codices, eine Anzahl solcher aus dem Wengenkloster und andern kleineren Klöstern, sowie die Bücherbestände der schwäbischen Bitterkantone an sich nehmen konnte. Der Zuwachs aus den Klöstern konnte für die öffentliche Bibliothek nur erwünscht sein, da hiedurch eine ausserordentliche Vermehrung des bis dahin schwachen Bestands an mittelalterlichen Handschriften herbeigeführt wurde. Jetzt erst konnte sie ihren Benutzern Schriftproben aus allen Jahrhunderten des Mittelalters vorlegen. Der da und dort angebrachte künstlerische Schmuck, der sich von einfachen verzierten Initialen bis auf blatt- grosse figurenreiche Bilder erstreckt, bot reichliche Proben der Miniaturmalerei, wie sie sich unter dem Vorgang Hirsaus in Zwiefdlten und sodann in andern schwäbischen Klöstern entwickelte. Sah man auf den Inhalt dieser Handschriften, so konnte man sich ein Bild davon machen, welche Wissenschaften und welche Autoreu beim, Lesen und Abschreiben bevorzugt worden; in letzterer Hinsicht sind für die Richtung der Studien in Zwiefdlten die Abschriften von Josephus und Hegesippus, Hieronymus und Ambrosius, Eusebius, Orosius und Isidor bezeichnend, während Werke alter Klassiker und deutsehe Gedichte, wie Ulrichs von Eschenbach Alex-ander d. Gr. (aus Schönthal stammend), überhaupt selten in diesen Klöstern vorkommen. Geschichtliche Aufzeichnungen fehlten dagegen nicht leicht und sie bildeten den, wertvollsten Bestandteil des klösterlichen Nachlasses. Indem die öffentliche Bibliothek die grössere und die kleinere Chronik von Zwiejdlten, Ortliebs und Bertholds Bücher über die älteste Geschichte dieses Klosters, ferner die Nekrologien von Zwiefalten und Güterstein (auch dieses über Zwiefulten), die Annalen von Ellwangen, den Traditionenkodex von Kloster Einleitung. IX Beichenbach (über Wiblingen) empfing, erwarb sie nicht bloss die ältesten Quellen für die Geschichte der genannten Klöster, sundern auch reiche Fundgruben für die Kenntnis des schwäbischen Mittelalters im ganzen. Endlich gehörten ein aus Zwiefalten stammender werteoller Kodex der Weltchronik des Ekkehard und eine herrliche von Attavautes Hand gemalte Handschrift (Augustins Kommentar zu den Psalmen), welche sich ans der Bibliothek des Königs Matthias Korvinus in die cles Stifts Ellwangen verirrt hatte (Cod. theol. et philos. Fol. nr. 152), zu der Ausbeute aus den säkularisierten Klöstern. Ausserordentliche Erntezeiten, wie die soeben geschilderte, kamen für die Bibliothek nicht wieder. Die auf die Befreiungskriege folgende friedliche Zeit und die steigende Staatswohlfahrt erlaubten zwar, die ordentlichen Anschaffungsmittel der Bibliothek allmählich zu erhöhen, aber die immerwährende starke Nachfrage nach Büchern nötigte die Verwaltung, bei dem Ankauf von Handschriften in der Kegel nur noch das auf württembergische Geschichte und Landeskunde oder auf das Leben und die Schriften von Württembergern Bezügliche ins Auge zufassen. Audi, die Geschenke, die von Behörden und Privaten einliefen, bewegten sich meistens innerhalb des bezeichneten liahmens; wenn eine Gabe diese Grenze überschritt, wie dies z.B. mit der vor kurzem gespendeten Sammlung römischer Inschriften (Cod. hist. Q. nr. 318) der Fall ist, so war das eine seltene, aber keineswegs unerwünschte Ausnahme. 'Die Vermehrung der Sammlung vollzog sich etwas laugsamer, doch trat nicht leicht eine Stagnation ein, am wenigsten bei der historischen Abteilung, da dem bekannten Wunsche der Verwaltung, die Bibliothek auch nach dieser Seite hin zu bereichern, sowohl verwandte Anstalten und Vereine als Buchhändler und Privatpersonen aller Stände gerne Rechnung trugen. Die nicht selten vorkommenden Austausche zwischen dem k. Archiv und der k. Bibliothek gaben dieser willkommene Gelegenheit zur Erwerbung von historischen oder statistischen Aufzeichnungen, wogegen rein Aktenmässiges an das erstem ausgefolgt wurde. Das topographisch-statistische Bureau, jetzt statistisches Landesamt, überliess uns manches aus seinen älteren Beständen, zumal solches, uns in die Geschichte schwäbischer Städte einschlug. Als im Jahr 1872 der w ü rtte m berg i sehe Altert u m s vere i n sich seiner Sammlungen entledigte, bekam, die Bibliothek ausser den Bücher Vorräten auch eine ziemliche Anzahl geschichtlicher Manuskripte. Vieles erwarb die Anstalt, wie schon gesagt, auch von Privaten, sei es durch Schenkung oder durch Kauf Wer in das württembergische Beamtentum früherer Zeiten einen Einblick gewonnen hat, der kennt die Namen Weckherlin und Spittler und wird sofort begreifen, wie der der Bibliothek einverleibte Nachlass aus X Einleitung. diesen Kreisen Wichtiges bergen muss zur Aufhellung der Regierung, Verwaltung und, Rechtspflege jener Zeit. Die altwürttembergische Verfassung dagegen erhält ihre spezielle Beleuchtung durch die Sammlungen des Land- schaftsmitgliedes Theuss. Dass ferner auch höhere Kirchenbeamte, wie die Prälaten Grüneisen und IIa über, in unserer Sammlung vertreten sind, das deutet auf eine Erweiterung nach der kirchenpolitischen Seite hin. Ihnen mag sich der gelehrte Kanzler Schnurr er mit seinen interessanten Sammlungen zur Kirchen- und Gelehrtengeschichte Schwabens, sowie der Bibliothekar Petersen anreihen, welcher die Früchte ausgebreiteter Belesenheit in Kollektaneen zur allgemeinen Kulturgeschichte des deutschen Volks niederlegte. Natürlich musste der Nachlass solcher Historiker, welche das Gebiet der württembergischen Geschichte zu ihrem eigentlichen Arbeitsfeld erkoren hatten, das Interesse der Bibliothekare immer am meisten in Anspruch nehmen. Hieher gehört von den älteren L. T. Spittler; so sehr auch sein universaler Blick die europäische Staatengeschichte im ganzen utnfasste, so war er doch nirgends besser zu Haus, als in der Geschichte seines engeren Heimatlandes, und legte diese Kenntnis zum Teil in Aufzeichnungen nieder, welche nie gedruckt worden sind. Karl Pf äff, der Sohn eines Archivars, sammelte in Abschriften und Regesten eine Fülle von Urkunden zur Geschichte Württembergs, seiner Regenten, seines Adels, seiner Städte u. s. w., und wenn er auch von eigenen Ausarbeitungen vieles dem Druck übergab, so birgt sein Nachlass doch manches noch Unbekannte und, Unbenutzte. Die Perpiere diese)' beiden Geschichtschreiber sind jetzt bei uns niedergelegt. Das historische Material für einzelne Landschaften^ Städte und Dörfer, welches die Bibliothek in diesen neueren Zeiten erworben hat, kann hier selbstverständlich, nicht einzeln namhaft gemacht werden. Doch ist zu bemerken, dass das altwürttembergische Gebiet, von welchem die früheren württembergischen Chroniken und Landbücher handelten, jetzt nicht mehr allein in Betracht kam, vielmehr die neuerworbenen Landesteile die gleiche. Berücksiehtigung finden mussten. Für den nördlichen Teil derselben wurde durch die Erwerbung der Papiere von ./. Alb recht und, H. Bauer einigermassen gesorgt, für den südlichen durch den Ankauf von Werken wie Gärts Geschichte der Graf'schaff Hohenierg und Pflammet-ns Annalen von Biberach. Chroniken von alten Reichsstädten, welche jetzt zu württembergischen Landstädten geworden waren, kamen in ziemlicher Anzahl in den Besitz der Bibliothek. Auch das Wenige, was Württemberg an Gebiet verloren hatte, ist durch die treffliche y ungedruckt gebliebene Geschichte der Grafschaft Mömpelgard von Archivar Scheffer vertreten. Um aber schliesslich vom Land Württemberg auf seine Bewohner zu, kommen, so darf die erfreuliche Thatsache konstatiert werden, dass in Einleitung:. XI ■- keiner Periode der Besitz der öffentlichen Bibliothek au Reliquien schwäbischer Dichter, Künstler und Gelehrten eine reichlichere Vermehrung durch Schenkung oder Kauf erfahren hat, als im laufenden Jahrhundert. Schon der reichhaltige Briefwechsel des Tübinger Professors Wilhelm Schickard ist hier zu nennen, besonders aber der durch Vermächtnis des Professors Christoph Schwab uns zugekommene Nachlass Friedr. Hölderlins (Cod. poet. et philol, Fol. nr. 63), auf welchen jede kritische Ausgabe seiner Werke wird zurückgelten müssen, die Korrespondenzen der Dichter Schubart (aus Dar. Fr. Strauss' Nachlass geschenkt) und W"ai billiger (Cod. misc. Fol. nr. 33), des Bildhauers Dannecker. 2. Katalogisierung der Handschriftensammlung. Nach der allgemeinen Ablieferung von Büchern und Handschriften seitens der Hof- und Regierungsbehörden, welche im Jahr 1776 erfolgt war, fand, wie oben erzählt, der Regierungspräsident Geh.Rat v. Gemmingen im Jahr 1788 noch manches für die grosse Bibliothek sich wohl Eignende in der Oberen Regierungsrats-Registratur, darunter Manuskripte von Jakob Irischlin. Bei dieser Gelegenheit verinisste er ein genügendes Verzeichnis des Handschriftenbestandes jener Bibliothek, da derjenige, welcher an sie etwas abliefern wolle, doch wissen sollte, was ihr noch fehle. Er entwickelte dies dein Herzog Karl Eugen in einer Eingabe (15. Juni 1788). Der Herzog erklärte in seiner Antwort (21. Juni 1788), dass er einen Handschriftenkatalog gleichfalls für notwendig halte und auch bereits mit den Oberbibliothekaren (Vischer und Schott) darüber gesprochen habe, dass aber das Geschäft der Verfertigung desselben von langer Hand sei, weil die Uiiterbibliothekare auf seine (des Herzogs) Verordnung hin den Schlüssel zu der Manuskriptensammlung nicht haben dürfen, mithin nicht daran mitarbeiten können. Wir sehen hieraus, dass im Jahr 1788 ein Handschriften- katdlog noch nicht existierte. Audi wurde jene Verordnung, welche die Anfertigung desselben verzögerte, von Karl Eugen nie aufgehoben; sie galt vielmehr, wie aus den Akten erhellt, noch im Jahr 1795. So war denn der Hofrat Johann Gottlieb Schott, welcher seit dem Tode seines Kollegen Georg Friedrich Vischer im Jahr 1789 alleiniger Oberbibliothekar war und dies bis an sein Lebensende (1813) blieb, auf seine eigene Arbeit angewiesen, wenn jener Katalog zu stände kommen sollte. Seine Handschrift ist denn auch weithin durch den Katalog und zwar durch alle Abteilungen desselben zu verfolgen. Wann er die ersten Blätter schrieb, lässt sich nicht mehr ermitteln; aufgehört hat er erst mit seinem Tod. Hieraus ergiebt sich, dass tinter Schotts Einträgen auch die aus den säkularisierten Klöstern gekommenen Bücher begriffen sind, Er disponierte seinen Stoff folgender- XII Einleitung b 1 »lassen: 1. Biblia. 2. Breviaria (samt Passionalen). 3. Manuscripta theologica et philosophica. 4. Mss. juridica. 5. Mss. niathematica. 6. Mss. medica et physica. 7. Mss. poetica et philologica. 8. Mss. orientalia. 0. Mss. cameralia et ceconomica. 10. Mss. musica. 11. Mss. historica. 12. Mss. militaria. 13. Mss. miseellauea. Sachliche Unterabteilungen innerhalb dieser Fächer bildete er nicht, vielmehr gaben die drei Formate Folio, Quart und Oktav die weitere Einteilung bei einem Jeden Fache ab; in jedem Format begann die Numerierung der Stücke mit Eins. So ergab sich für das einzelne Stück beispielsweise folgende Signatur: Bist. Fol. nr. (!; Poet, et philol. Q. (Quart) nr. 31; Milit. 0. (Oktav) nr. 18. Für die Nummernfolge war im ganzen und grossen die Zeit der Accession massgebend, d. h. das später eingekommene Stück schloss sich mit einer höheren Nummer dem unmittelbar vorher eingekommenen desselben Fachs und Formats an. Verstösse gegen diese 'Reihenfolge mussten sich schon bei den ersten Anfängen ergeben, da die Katalogisierung jedenfalls erst spät begonnen wurde, als die Bibliothek längst gegründet war und die von den verschiedenen Behörden abgelieferten Handschriften nicht mehr unverrückt in den Reihen standen, welche sie bei der ersten Aufstellung eingenommen hatten- Dies hatte namentlich die Folge, dass die Ablieferungen der Jahre 1776 und 1788 im Katalog vielfach durcheinander laufen. Als dann die Klosterbücher kamen (1805ff-), war der Katedogschreiber auf dem Laufenden und hielt die Zeitfolge ziemlich ein. Im übrigen gab Schott den Inhalt der Handschriften häufig vag, unrichtig und unvollständig au; er hatte zu wenig pedäographische Vorbildung, um die Entstehungszeit der älteren unter denselben sicher zu bestimmen; seine Handschrift endlich war weder schön noch deutlich. Die Einträge der nächsten Fortsetzer waren bestimmter gefasst und richtiger, aber doch immer recht summarisch, gleich als hätte man frühe .schon die Anschauung gehabt, diesem Katalog sei nur durch gründliche Umarbeitung zu helfen, und was man bis dahin an ihm thue, sei bloss provisorischer Natur. Aber diese Umarbeitung verzögerte sich lauge. Erst Franz Pfeiffer, welcher in den Jahren 1846—57 als Bibliothekar hier weilte und schon durch eigene Studien auf handschriftliches Material vielfach angewiesen war, bearbeitete im Jahr 1847 eine Abteilung, die poetisch-philologische, ganz von neuem, hauptsächlich in der Richtung, dass er den Inhalt der einzelnen Bände genau und vollständig aufzunehmen und über Verfasser und Werke literarhistorisches Licht zu verbreiten strebte. In ähnlicher Weise nahm er die theologisch-philosophische Abteilung in Angriff, führte aber hier die Arbeit nicht zu Ende. Nach einer grösseren Pause unternahm es der Verfasser dieses Buches, den Katcdog der historischen Abteilung den neueren Anforderungen entsprechend Einleitung'. XIII umzugestalten. Es geschah dies zunächst handschriftlich für die Benützung an Ort und Stelle. Um aber nicht gar zu lange hinter andern Bibliotheken zurückzubleiben, von welchen sich gedruckte Handschriftenkataloge in den Händen der gelehrten Welt befinden, fasste das Kollegium der Bibliothekare den Eutselduss, dieV eröffentlichung eines solchen auch für die hiesige öffentliche Bibliothek zu unternehmen, da der freilich mit grosser Sachkunde von dem früheren Oberbibliothekar Stalin gegebene Überblick über das Bemerkenswerteste in unserer Handschriftensammlung*) nur ein Auszug und mehr als 50 Jahre alt war. Den äusseren Anstoss zur Ausführung jenes Entschlusses gab das Jubelfest der fünfundzwanzigjährigen Regierung Seiner Majestät des Königs Karl, indem zu einer Festgabe der k. öffentlichen Bibliothek mit hoher Genehmigung des k. Ministeriums des Kircheu- und Schulwesens eben eine erste Probe dieses Katalogs ausersehen wurde. Man könnte fragen, warum zugleich beschlossen wurde, gerade die historische Abteilung zuerst in Druck zu geben, welche doch in dem oben gegebenen Einteilungsschema eine der letzten Stellen einnimmt. Der Grund liegt darin, dass diese Abteilung am ehesten geeignet war, das Interesse weiterer Gelehrteukreise an sieh zu ziehen und dass von ihr ein erst vor kurzer Zeit ver- fasster, also verhältnismässig wenig Nacharbeit erheischender Katalog vorlag. Bei der Umarbeitung des alten Katalogs überhaupt konnte mau sich versucht fühlen, sehr radikal vorzugehen. Das ihm zu Grunde liegende Eiuteilungsschema leidet an vielen Mängeln. Es nötigte z. B. zu einer Uberfülluug der historischen Abteilung, indem in das Fach der Geschichte nicht bloss die gewöhnlich sogenannten Hilfswissenschaften derselben: Genealogie, Numismatik, Heraldik, sondern auch Geographie, Litterärgeschichte, Episteln, Altertümer eingezwängt sind. Für die Unterabteilungen ist der sehr äusserliche und unsichere Massstab der Formate gewählt; an die Stelle davon sachliche Gesichtspunkte treten zu lassen, würden wohl manche vorgezogen haben. Auch dass die Nummernfolge sich durch die Zeit der Erwerbung eines Stücks bestimmt, ist mehr bequem als wissenschaftlich. Gleichwohl hat schon Franz Pfeiffer und nunmehr auch der Bearbeiter dieser Abteilung von einer Aufhebung der hergebrachten Einteilung absehen zu müssen geglaubt. Viele unserer Handschriften sind in dem genannten Abrisse Stalins erwähnt und beschrieben, ferner haben sie zur Grundlage, für Ausgaben gedient, sind in einer Beute von Büchern citiert oder besprochen. Ihre alten Signaturen sind somit längst in Kurs gebracht, die Einführung von neuen hätte eine schlimme Verwirrung zur Folge. Auch würden künftige Benutzer unserer Handschriften beim Citieren derselben zu einer höchst unbequemen Doppelbezeichnung greifen müssen, etiva tele folgt: Bibl. publ. *) Statin, zur Gesch. und Bcschr. u. .1. w. S. 16—38. XIV Einleitung. Stuttg. cod. numism. nr.16 (o/im h/st. Fol. nr. 204). Man wird sich füglich scheuen, Missslände dieser Art herbeizuführen einer besseren logischen Gliederung zu liebe, zumal da ein solcher Schematismus überhaupt bei der atomistischen Natur der Handschriften nur einen sehr untergeordneten Wert hat. Aus diesem Grunde wurde die ursprüngliche Einteilung und Anordnung, des Katalogs, wie sie Sehott beliebt und seine Nachfolger beibehalten haften, auch für den Druck zu (1 runde gelegt. Wenn hie und da in dem gedruckten Katalog einzelne Nummern oder kleinere Seihen von Nummern ausgefallen und dadurch gegenüber dem alten geschriebenen Lücken entstanden sind, so rührt dies daher, dass auffallende Verstösse gegen die richtige Fache inte Hang beseitigt werden mussten, oder daher, dass einzelnes Urkundliche, wie Adels- und Wappenbriefe, neuere Akten der Zwiefalter Kloster regist ratur und dergleichen, in der Folgezeit, dem Archiv überlassen wurde. Änderungen in der Numerierung fanden bloss dann statt, wenn es galt, gewaltsam auseinandergerissene Teile wieder in eine zusammenhängende Folge zu bringen. Alles das geschah aber bloss in seltenen Ausnahmsfällen und in solchen, wo nicht zu denken war, dass die betreffenden Stücke früher je in Büchern citiert worden seien. Abgesehen von diesen wenigen Ausnahmen decken sich in der vorliegenden historischen Abteilung der alte geschriebene und der neue gedruckte Katalog, was die Reihenfolge der Stücke betrifft. Die Beschreibung der einzelnen Nummern selbst aber ist schon in dem für das Katalogzimmer der Bibliothek neu ausgearbeiteten handschriftlichen Katalog dieser Abteilung durchaus nach den Originalien genwicht und vom Verfasser desselben für den Druck vielfach berichtigt, teilweise umgeschaffen. Über die formelle Behandlung des Stoffs möge nur einiges wenige gesagt werden. Bei jeder Nummer bilden den Anfang folgende in Cicero-Kursiv gedruckte, nur durch Kommata von einander (jetrennte Rubriken: 1. der Stoff, auf den gesehrieben ist; 2. das Jahrhundert (beziv. die Jahrhunderte) oder das bestimmte Jahr, in welchem die Handschrift entstanden ist; 3. die Gesamtzahl der Blätter — dies die Regel — oder der Seiten, wo eine Pa- ginalur von älterer Hand belassen war, oder der Stücke, wenn es angezeigt war, nach solchen zu zählen; 4. die Angabe darüber, ob und wie die Handschrift gebunden oder ob sie bloss in ungebundenem Zustand in einer Kapsel aufbewahrt ist. Hierauf folgt, in Petit-Kursiv gedruckt, die Notiz über die Herkunft") der Nummer, wenn eine solche zu ermitteln war, über *) Wenn bei Personen oder Anstalten, aus deren Besitz eine Handschrift stammt, der Ort nicht genannt ist, so ist Stuttgart als Domizil gemeint, also „Archie" = Stuttgarter Haus- und Staatsarchiv. Einleitung. XV Schenkung oder Kauf, frühere Besitzer u. s. w. Dann kommen der Name des Verfassers und der Titel, Leide hervorgehoben durch Blockschrift, letzteres auch in dem Fall, wenn der Verfasser in der Handschrift nicht genannt, sondern bloss durch anderweitige Ermittlung festgestellt und in Klammern beigefügt ist oder wenn der Titel in der Handschrift fehlt und durch den Bearbeiter eingesetzt wurde. Umfasst ein Kodex mehrere für sich bestellende Schriften, so sind die Titel derselben alle in Blockschrift gegeben und mit römischen Zahlen aneinander gereiht. Titeln, welche Unterabteilungen bedeuten, gehen arabische Zahlen (mitunter auch Buchstaben) voran; für solche Titel, auch die selbstgebildeten, ist als Schrift Antiqua gewählt, ebenso für alle wörtlichen Anführungen aus dem Text der Handschrift. Die an den Titel sich anschliessende Beschreibung — in Kursir gedruckt — giebt in möglichst kurzer Fassung Notizen über den Autor, bespricht den Inhalt, die Bedeutung, den Umfang des Werls, das Verhältnis dieser Handschrift zu andern Handschriften oder zu Drucken u. s. u>. Nachweisungen darüber, wo ein Kodex schon angeführt oder benützt worden ist, bilden, in Fetit-Kursir gedruckt, den Sclduss. Für die Orthographie war überall, wo der Bearbeiter selbst spricht, das Buch: Kegeln und Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung zum Gebrauch in den württ. Schulen, 3. Auf. Stuttg. 1SSS, massgebend. Die Originaltitel und sonstige dem Text entnommene Stellen sind dagegen in ihrem Urworilaut wiedergegeben. l An der letzten Revision cor dem Druck beteiligte sich eingeltend Prof. Dr. )]'intterlin. Die Drucklegung selbst sahen sämtliche Bibliothekare als eine gemeinsam zu lösende Aufgabe an; durch dieses Zusammenwirken der Professoren DDr. IVinfferlin, Schott und Steif mit dem Oberbibliothekar wurde noch manche materielle und formelle Verbesserung bewirkt, die Konsequenz in der Behandlung erhöht und grössere Korrektheit des Drucks erzielt. ■ Dem umfangreichen Register endlich widmete Prof. Dr. Scholl die Arbeit mehrerer Monate. HISTORISCHE HANDSCHRIFTEN IN FOLIO. Handschr. d. k. flff. Bibl. Stuttg. I, 1. L Pap., XV. Jahrh., 191 131. JLolzhd mit gepresstem I jeder. Früher im Besitz des Oberrats. Roberti Autissiodorensis chronicon. Vorangehen wie überall in den Kodices dieses Buchs die Geschichtstafeln des Hugo v. S. Victor. Erst mit Hl. 24 beginnt Roberts Chronik; an sie schliesst sich Bl. 185' die Kontinuatio 11. Mit dieser geht die Chronik bis zum d. 1220. Der Kodex ist nach den Schlussw orten geschrieben im d. 1494. Für die Monumenta Germania (SS. 26, 219 ff.) benutzte IIolder-Fgger denselben und erkannte in ihm die Abschrift eines Trierer Kodex aus demselben Jahrhundert. t Pap., XVII. Jahrh., 1152 S. Pergbd. Lorentius (sie) Hoffstetter, vieljähriger Präceptor in Reutlingen, Reuttlinger Chronic von Ursprung der Statt u. wass sich Merckwürdiges zugetragen biss 1691. Der Verfasser war nach Prof. Gayler (hist. Denkw. der Stadt Reutlingen vom dritten Viertel des IG. bis gegen die Mitte des 18. Jahrh. S. 121) wenigstens seit 1054 deutscher Schulmeister in Reutlingen. Nur der kleinere Teil dieser Chronik geht über die Lebenszeit Hoffstetters zurück und ist aus fremden Quellen, teils aus Lokalaufzeichnungen (von Beger, Helbling, Kurrer, Fizion etc.), teils aus Chroniken edigemeinerer Art, wie Schwelm, Seb. Franck etc. geschöpft; in dem grösseren Teil des Buchs erzählt 11., was er Wichtiges und Unwichtiges erlebt; dabei sind Zeitungs- excerpte, Ratsdekrete, städtische Ordnungen, Stadtrechnungen, Privaturkunden eingestreut. Gayler hat diese Chronik in dem oben citierten Werk öfters benützt; von seiner Hand sind die Fehler in der Paginatur des Kodex auf einem vorne eingeklebten Blatt notiert. 4 Histor. Handschriften in Folio Nr. 3. 4. 5. 8. Pergamentblatt auf Pappdeckel aufgezogen, X. Jahrh., Siegel festgeklebt. Von dem herz, Archiv, ohne Zweifel weil keine württembergische Oertlichheü berührend, d. 8. Juni 1788 an die Bibliothek abgegeben. Diplom Kaiser Ottos I. für die Abtei S. Remigius zu Reims betr. die Schenkung des Klosters zu Cusel d. d. Botfeld 9. Sept. 952. Original, verzeichnet bei Böhmer, Begg. Ott. I. nr. 194. Stumpf, Meichs- kanzler nr. 317. 4. a. b. c. Pap., XVI. Jahrh,, a. 536 Bl., b. c. (mit einer durch beide Bände fortlaufenden Paginatur) 932 Bl. Pappbd. Acta Augustana. a. Relation dessen, was zwischen dem Bat von Augsburg und den Führern des evangelischen Teils der Bürgerschaft in Sachen des neuen Kalenders und der Pfarrerswahl vorgegangen, mit eingestreuten Aktenstücken, Briefschaften, Protokollen der beiden in diesen Sachen nach Augsburg abgesandten kaiserlichen Kommissionen u. s. w. verfasst im Namen der Evangelischen, beginnend mit dem 24. Mai 1584 und gehend bis 2. Mai 159.3. Von derselben Hand und durchaus verwandten Inhalts ist Fol. nr. 31. b. c. Bericht über die Thätigkeit, welche die aus Augsburg vertriebenen Evangelischen hauptsächlich von Ulm aus durch Absendung von Briefen und Agenten an Fürsten und Städte ihres Bekenntnisses sowie durch Verfassung von Manifesten und Kontroversschriften entwickelten (1585 — 1593), nebst Abschrift der bei ihnen eingelaufenen Korrespondenzen. Diese beiden Bände sind aussen als III u. IV bezeichnet; ihr Inhalt wiederholt sich (mit Zusätzen) in der folg. Nummer. d. a. 1). c. Pap., XVI. Jahrh,, die Blätter der drei Bünde sind fortlaufend numeriert von 1 — 1294; c hat aber noch einen besonders foliierten Anhang von 41 Bl. Pappbd, Acta Ulmensia. DieseS Bände enthalten dasselbe, was die zwei: b und c der vorigen Nummer, aber geschrieben von derselben Hand, die auch a der vorigen Histor. Handschriften in Folio Nr. ü. 7. 5 Kummer und Fol. nr. 31 geschrieben hat. liier geht eine Inhaltsanzeige voraus; am Schluss (Bl. 1288 — 1291) stehen noch, ein Paar Schreiben vom J. 1595, worin die Augsburgischen Exilierten der Stadt Ulm und dreien evangelischen Fürsten Nachricht von der Beilegung ihres Konflikts geben und ihre Dankbarkeit für geleistete Unterstützung ausdrücken. Der besonders foliierte Anhang enthält ein „GelimmprotohoW; die Aktenstücke, welche es befasst, sind sämtlich aus dem J. 1590. 6. Pap., XVI. Jahrh., 36 Bl. Pappbd. Les ducs de Gueldres de la maison d'Egmont. Es sind hier in kurzen Biographien nach Art der „Art de verifier les dates" behandelt: 1. Arnold, Herzog von Geldern, geb. 1410, gest. 1473. 2. Adolf, sein Sohn, gest. 1477. 3. Karl, sein Enkel, der letzte Herzog dieses Hauses, gest. 1538, und zwar je mit ihren Kindern. Hierauf folgen genealogische Tafeln über ihre Vorfahren und Seitenverwandte. Ueberall sind gemalte Wappen beigegeben. 7. Pap., XV. Jahrh., 13 ö Bl. Holzbd. Früher im Besitz des Konsistoriums. I. Bl. 1—103'. Justinus, Trogi Pompei historiarum Philippicarum epitoma. Am Schluss: per Michaelem Oristan de Constantia Cappellanum in Bernrain*) et in sumnio i'elici fine terminatus est hie über atque scriptae Anno Domini MCCCCLXVI 0 die mensis Octobris XXVI a. *) über Bernrain, Wallfahrtskirche auf einem Berg im Kanton Tliurgau, V« St. von Konstanz, rergl. Nüschelcr, Gotteshäuser der Schweiz H. 2 S. GS). 11. Bl. 103'—105'. Situs Sicilie. Anfang: Forma Sicilie triangu/i etc. Schluss: Romanos in Siciliam superduxere. III. Bl. 109 — 111 (von anderer Hand geschrieben). Elegia Aldffi. 6 Histor. Handschriften in Folio Nr. 8. 9. IV. Bl. 115135. Fragmentum tractatus rhetorici. Anfang: In genere deliberativo quoad utile Et consistit in dicendo quoniam aliquid faciendum est vel non est. Am Schluss: 1454. Johannes Frowenlob. Der Name Frowenlob soll wohl den Schreiber von Stück IV bezeichnen. 8. Pap., XV IL Jahrk, 294 Bl Pergbd. Aus der Bibliothek des Oberrats. [Georg Widmanns] Chronica der löblichen Reichsstatt S. Hall. 1617. Während in Fol, nr. 1-17 die Geschichte von Ball in eine Chronik umfassenderen Inhalts verwoben ist und dort erst auf Bl. 57 beginnt, eröffnet sie hier den Band; dann folgt Bl. 8G [Abt. 6]: „A 7 on Stifftung etlicher Bisthumb, Olöster u. Wahlfhardten (sie) umb Hall;" Bl. 152 [Abt. lj: „Von Leben und Geschieht der römischen Kaiser und König"; Bl. 188 [Abt. lj: „Von allen Kriegen inn- und ausländiger Völcker umb Hall"; Bl. 274 [Abt. 7]: „Von Stifflnng etlicher Hohenschucl und Thurnier"; Bl. 276' [Abt. 8]: „Von seltzamen Geschichten auss andern Büecher gezogen." Die Chronik ist gegenüber von Fol. nr. 147 stark erweitert, mit gemalten Wappen, Prospekten von Städten und Burgen geziert. 9. Perg., XIV. Jahrh,, 47 El. (es waren früher mehr; einige sind vorne herausgerissen). Holzbd mit Lederüberzug. T. Livii ab urbe condita librorum fragmenta. 1. Bl. 1—8. Anfang: Buch XXIV, Kap. 8 Mitte: „meos merita sunt" (ed. Weissenborn Bd. 5. 1856'. p. 20 lin. 3). Ende: Buch XXIV, Schluss. 2. Bl. 8—8' unten, letzte Linie. Anfang: Buch XXV, Kap. 1. Ende: die Worte „ut concilio dieiu eximeret" gegen das Ende des dritten Kapitels (ed. Weissenb. Bd. 5 p. 109 lin. 2). Histor. Handschriften in Folio Nr. 9. 7 3. Bl. 9 — 16' unten letzte Linie. Anfang: die Worte „ullam urbem" gegen den Schluss des ersten Kapitels von Buch XXVI (ed. Weissenb. Bd. 5 p, 196 lin. 16). Ende: die Worte „obligavit fortuna" bald nach dem Anfang des Kap. 14 vom selben Buch (ed. Weissenb. Bd. 5 p. 290 lin. 10). 4. Bl. 17—20'. Anfang: Buch XXV 11, Kap. 13 Mitte: [osten-J „disset, totam in suaiu licentiam verterat" (ed. Weissenb. Bd. 6 p. 77 lin. 7). Ende: Buch XXVII, Schluss. 5. Bl. 20'-27' oben. Buch XXV11I, Kap. 1 — 23, und zwar bis zu den Worten in der Mitte des letztem „ad Scipionem reduxit" (ed. Weissenb. Bd. (i p. 172 lin. 17), von welchen auf Bl. 25 Col. 1 lin. 15 unmittelbar übergesprungen tvird zu den Worten „inde conscriptis missisque Car- thaginem" (ed. Weissenb. /. c. p. 204 lin. 6) gegen das Ende von Kap. 37. Von da folgt der Text bis zum Ende des Buchs. Aber auch das Ausgelassene wird im nächsten Abschnitt nachgeholt. 6. Bl, 27'—37'. Der Abschnitt beginnt mit dem Anfang des XXIX. Buchs, aber nach den Worten gegen den Schluss des ersten Kapitels: „ut ab omni imperio" (ed. Weissenb. I. c. p. 230 lin. 14), welche in der lldschr. auf Bl. 27' Col. 2 lin. 17 zu lesen sind, wird das in Buch XXV11I Ausgelassene (Kap. 23 — 37, s. das Genauere im vorigen Abschnitt) nachgebracht. Diese Einschaltung geht fort bis Bl. 30' Col. 1 lin. 24 „duobus milibus auxiliarium". Dann nimmt der Text den Faden des XXIX. Buchs da, wo er abgebrochen worden, wieder auf und erreicht das Ende des Buchs. 7. Bl. 37—45. Das Buch XXX ist ganz vorhanden mit Ausnahme der Stelle in Kap. 41 und 42, welche von p. 402 lin. 4 bis p. 404 lin, 19 des Weissetiborn'sehen Textes läuft. Verschiedene spätere Hände haben Varianten, Glosseme, Argumenta beigeschrieben. Auf die leeren Blätter am Schluss sind mehrere medizinische und kulinarische Rezepte, dann die Resultate der Abrechnung eines Italieners mit seinem Diener aus den JJ. 1444 und 1445, endlich ein Epitaph auf Leonardo Aretino (gest. 1443) eingetragen. Die Handschrift stammt allem Anschein nach aus Italien. 8 Histor. Handschriften in Folio Nr. 10. 10. Vap., XVI, Jahrh., 172 Bl. Pappbd mit Lederrücken. Früher im Besitz des Geheimerats und Regierungsratspräsidenten Eberhard Friedrich von Gemmingen und von diesem an die Bibliothek geschenkt. Sebastian Schertlins von Burtenbach Selbstbiographie. Am Fasse des Porträts von Sebastian (Bl. 18) *) bezeugt ein Nachkomme desselben Georg Friedrich (gest. 12. Febr. 1703), dass „dieses Buch", ■welches sonach sich in der Familie lauge fortgeerbt hatte, von Sebastian „mitt aigner Hundt beschrieben" worden sei. Dass wir ein Autograph vor uns haben, geht auch aus der Vergleichuug mit dem von Herberger, Seb. Schertlin etc. gegebenen Brief-Facsimile hervor. Der Anfang der Biographie fehlt. Schöuhuth schätzt den Verlust auf (>*'*) Blätter. Gemmingen spricht von 3 Blättern, die in dem Exemplar herausgerissen seien, vermutlich um die geringe Herkunft Schert/ins zu vertuschen (S. 1). So entgehen uns in diesem Original die ersten 38 Lebensjahre Schertlins; es beginnt nämlich (Bl. 1!)) erst mit den Worten (S. 13 der Schöuhuth'sehen Ausg.): „Eodem anno (1534) auf Freitag vor dem Palmtag etc.". Ausserdem sind zwischen Bl. 151 und 152 drei Blätter ausgerissen, auf welchen genealogische Notizen gestanden zu haben scheinen. Von fremdartigen Einschaltungen sind zu bemerken: 1) Bl. 25 eine Art Zeittafel von deutschen, besonders wirtembergischen Geschichten nebst Notizen über die ■württemb. Grafen Ulrich den Vielgeliebten und Eberhard den Greiner, von Schertlins Hand geschrieben (bei Schönhuth als Beigabe S. 177 f.); 2) Bl. 85'—87 tabellarisch angeordnete Daten aus der eidgenössischen Geschichte von 1315 an, von einer gleichzeitigen Hand geschrieben, durch Schertlin mit einer Notiz vermehrt (nicht in Schönhuths Ausgabe). Bis Bl. 168' hat Sebastian mit allmählich sichtlich alternder Hand fortgeschrieben. Sein Sohn Hans Sebastian, welcher auf Befehl des Vaters die Lebensbeschreibung weiter führte, weiss bloss noch von dessen letzter Krankheit und Tod zu erzählen, sowie von seiner eigenen Hochzeit und Nachkommenschaft zu berichten (Bl. 168'—170). Die Blätter 171 und 172 sind von Georg Friedr. Schertet von Burtenbach zu Mauren, Oberhofmeister des fürstlichen Kollegii, Hof- *) Ein weiteres Bild (Bl. 17) stellt in Federzeichnung die Schlacht bei Schwarzach gegen die Türken (1532) vor. **) Volz will in der Handschrift (sie war damals noch nicht in dem modernen Einband) die Spur von sieben vorne ausgerissenen Blättern bemerkt haben; ob aber deren nicht mehrere gewesen, lasse sich nicht bestimmen; s. Fol. nr. 2S6. Vorbemerkungen („Zur Nachricht"). Hinter. Handschriften in Folio Nr. 11. 12. 9 gerichtsassessor und Obervogt zu Tübingen (geb. 1642, gest. 1703), mit einer bis zum J. 1699 fortgesetzten Selbstbiographie beschrieben. Auf den vorgebundenen Blättern 1—15 giebt der frühere Besitzer v. Gemmingen teils eine Beschreibung der Handschrift, teils (8) Urkunden zur Geschichte Schertlins, seiner Familie und seiner Besitzungen in Württemberg, welche er in der herzoglichen „obern Registratur" zusammen gesucht habe. Aus diesem Manuskript lieferte Hans Sebastian Schertlin im J. 1581 dem Erzherzog Ferdinand von Österreich für seine Ambraser Sammlungen einen Auszug, welcher hernach 1637 in Augsburg gedruckt tvurde. Der Präsident v. Gemmingen gestattete daraus Varianten zu entnehmen für die Holz- schuher'sche Ausgabe der Schertlin'schen Lebensbeschreibung (s. deren Bd. 3 S. 11 — 22). Schönhuth endlich legte dieses Mehr, seiner Ausgabe zu Grunde. Kopien s, unter Fol. nr. 286. 337. 11. Pap., XVIII. Jahrk, 99 Bl. Pappbd. Abrege curieux concernant les ordres de chevalerie qui ont este et qui sont encore en France; ensemble les finances, la marine, la gueiTc, la reeeption des ambassadeurs des testes couronnees; de la France, des princes du sang et de la uoblesse. Geschrieben nach der Begierungszeit Ludwigs XIV. 12. Pap., XVI. Jahrh., 56 Bl. Pappbd mit Lederrücken. Früher im Besitz des Oberrats. Andre Duchesne, Histoire genealogique de la maison de Bar-Ie-Ouc (Paris 1631). Abschrift des Drucks von diesem J., wobei übrigens der die Herren von Pierrepont und Pierrefort (p. 69 — 78) behandelnde Anhang und die Preuves weggelassen sind. 10 Histor. Handschriften in Folio Nr. 13. 14. 15. 13. Pap., XV. Jahrb., 184 Bl, Gemalte Initialen je am Anfang ' der beiden Werke. Ilolzbd, I. Bl. 1 — 158. Johannes Bocacius de casibus virorum et mulierum illustrium. Am Schluss: In vigilia laurenti quo erat IX Kai. Augusti anno [MCCCC] LX1X 0 . Die liier und -wieder auf dem letzten Blatt beigesetzten Chiffern B. G. sollen wohl den Namen des Schreibers andeuten. IL Bl. IUI—184. Homeri de Troyano Hylion (sie). Es sind die Argumenta der einzelnen Bücher der Ilias in lateinische Hexameter gefasst. Zu beachten die sehr alte Pergamenthdschr,, Bibelfragment, welche zum Einband verwendet ist! 14. Perg., XVI Jahrk, 72 Bl. Pergbd, Früher in der Bibliothek des Oberrats. Achillis Boccliii cogn. Philerotis de Boiionieiisium rebus ab urbe condita üb. I. et 2. Bocchi war gel). 1488 und starb 1562. Seine ungedruckte Geschichte Bolognas") umfasst 17 Bücher. Die in dieser Handschrift enthaltenen zwei ersten reichen bloss bis in die letzten Zeiten der römischen Republik. Die Handschrift ist ein kalligraphisches Meisterstück mit gemalten Initialen auf feinstem Pergament. *) Fr vollendete sie im J. 1532. 15. Pap., XVI Jahrk, 823 Bl, Pergbd. "Frühere Besitzer: Heinrich Pfitz, Gerichtsverwandter, Jos. Kuli, Vogt, von 1062 bis zu seinem Tode 1677, Nils. Müller von Ehrenbach, Geh. Regimentsrat und Kanzleidirektor, endlich durch dessen Vermächtnis (s. F. württ. Dienerbuch S. 43) der Oberrat. Beschreibung aller Schafften, so im jüngst verschinen und gehaltnem Reichstag zu Augspurg im 1582. Jar sein einkommen. Histor. Handschriften in Folio Nr. IG. 17. 11 16. Pap., Ende des XVI. oder Anfany des XVII. Jahrh., 72 beschriebene 131., denen viele leere folgen. Perybd. Georg Gadners, herzoglichen Rats, Lebensbeschreibungen der württembergischen Herzoge von Eberhard im Bart bis Ludwig. Ohne Titel, aber mit Forrede d. d. ii. Apr. 1598 und mit einem Anhang von Schreiben, welche s/eh auf den Tod Herzog Ludwigs und den Regierungsantritt FriedricJis beziehen. Den Anstoss zur Abfassung dieser kurzen Biographien gab der Wunsch, welchen Erzherzog Ferdinand co n Oest er re iCh dein Herzog Ludwig zu erkennen gegeben (18. Jan. 1581), die, Historien der Herzoge Ulrich und Christoph „sampt ihren Contrafac- turen und Armaturen'' (für seine Sammlung auf Schloss Ambras) zu besitzen. Letztere beide sind in der Ambraser Sammlung noch zu sehen, die Historien aber fehlen (s. K. r. Hackens Besehe. 1, 44f. 168ff. 2, 17. 35). Diese verfasste dem Auftrug des Herzogs Ludwig zufolge Georg (Sudnee, welcher seit 1555 zuerst als Kammerrat, hierauf als Oberrat in w/irttem- bergischen Diensten stand. Er fugte später vorne die Biographien der beiden Eberharde, hinten die Ludwigs an. Ueber den Wert seiner Arbeit s. Moser, württ. Bild. S. 10ff. Pfister, H. Christoph 2, 118ff. Pfiff, Quellen der alt. wirt. Gesell. S. 29. Gh. 1. Stalin, ivirt. Gesch. 4, 1. 17. Pap., XVIII. Jahrh., V u. 1300 S. Pappbd. Wahrscheinlich aus der Registratur des Geh. Rats im J. 177G an die Bibliothek übergeben. Historia Wurtenbergica auf Befehl H. Herzog Ludwigs etc. zusammen- colligirt und beschritten von weil. H. Osswald Gabelkofern, auf Anbefehlen aber E. E. Landtschaft engern Ausschnss Collegii in ein Compendium gebracht von Phil. Friedr. Weissen, löbl. Landtschaft engern Ausschussverwandten und Bürgermeistern zu Vayhingen an der Entz. 1710. Das Buch geht so weit, als Gabelkover selbst (cgi. Fol. nr. 586—590), nämlich bis zum J. 1534. In der Zuschrift an die Auftraggeber d. d. Vaihingen 15. Mai 1710 sind die bei dem Excerpieren befolgten Prinzipien entwickelt. Der grössere Teil des Manuskripts scheint von Weiss selbst geschrieben zu sein. Ein ausführliches Register ist beigegeben. 12 Histor. Handschriften in Folio Nr. 18. 19. 20. 21. 22. 18. (fällt aux). 19. Pap., XVIII. Jahrh., 20 Bl. Pappbd. Annales Imperatorum Romanorum a. C. Julio Csesare usque ad Leopoldum I. In tabellarischer Form. 20. (fällt aus). 21. Pap., XVII. Jahrh,, 260 Bl. Pappbd. Johann Jacob Gabelkofer (gest. 1635), Chronica der fürstlichen württembergischen Haubtstatt Stuttgart. Im Kontext diesen Exemplars ist das ,/. 1624 als Zeit der Redaktion angenommen; doch findet man auch einmal das J. 1626. Andere Exemplare dieser Chronik s. unter Fol. nr. 72 u. 103. 22. Pap., XVI. — XVII Jahrh. Aach einigen Vorsetzbl. folgen 1 mit römischen Ziffern, 926 mit arabischen Ziffern numerierte Bl. Von letzteren sind jedoch die folgenden ausgeschnitten: 201.383. 419. 5~>9. 589. 134—151. 883. Pergbd. Oswald Gabelkofer, Collectaneen. Diese Sammlung war bestimmt, eine Unterlage zu bilden für die von (1. geplante spezielle Beschreibung des Landes Württemberg (vergl. die Bemerkungen zu Fol, nr. 586 — 590). Eine Nomenklatur der einzelnen Ortschaften des Landes, alphabetisch geordnet, doch so, dass sich die kleineren Orte um die Mittelpunkte des Bezirks gruppieren, bildet das Schema des Ganzen. Unter jeder Ortschaft ist dasjenige subsumiert, /ras G. aus chro- Histor. Handschriften in Folio Nr. 23. 24. 25. 13 niltalischen Aufzeichnungen, aus Dotationsbüchern, Kauf- und Stiftungsbriefen u. dergl., über Lokalereignisse, geistliche und weltliehe. Beamte, stu- dierende Bürgersöhne, Lebensmittelpreise, Besitzveränderungen u. s. w. erkundet hat. Die Topographie ist neben diesen historischen Notizen nur schwach vertreten. Vergl. hiesu Okt. nr. IG. Pergamentblatt auf Pappdeckel aufgezogen, XII. Jahrh., Siegel anhängend. Herkunft wie bei Fol. nr. 3 und 24. Placitum K. Konrads III. auf Ansuchen und Klage des Klosters S. Remigius zu Reims über die Vogteirechte d. d. Francof. 21. Aug. II49. Nach einer Abschrift Böhmers von diesem Orig. gedr. in Monum. Germ. L e 99- ~i öG4 f., registriert bei Stumpf, Reichskanzler unter nr. 3565. Ein Fac- simile davon wird in dem Werk: „Kaiserurkunden in Abbildungen herausg. v. Sybel und Sieltet" gegeben werden. Zur Erklärung vergl. Phillips in den Münchn. gel. Am. 1838 S. 29 f. 24. Pergamentblatt auf Pappdeckel aufgezogen, XII. Jahrh., Siegel anhängend. Herkunft wie bei Fol. nr. 3 und 23. Originaldiplom K. Konrads III. für das Kloster S. Remigius zu Reims d. d. Köln II. Apr. 1138. Verseichnet bei Böhmer, Regg. Conr. III. nr. 2180. Stumpf, Reichskanzler nr. 3373. Pap., XVII. Jahrh., 244 BL Pergbd, Aktenstücke zur Geschichte des württembergischen Herzogshauses. Der Besitzer dieses Bandes ist wahrscheinlich Herzog Ludwig Friedrich von Württemberg, der Stifter der Mömpelgardischen Linie (gest. 1031), gewesen. Von ihm stammt das die drei ersten Blätter füllende Memorial; auch die darauf folgenden „Beschwer ungspuneten" und „Con- 14 Histor. Handschriften in Folio Nr. 26. 27. siderationes" sind mompelgardischen Ursprungs. Sonst zerfällt der Inhalt in folgende drei Gruppen: 1. Bl. 11—68. (Zweites) Testament Herzog Christophs d. d. 18. Okt. 1568 (soweit gedruckt bei Regscher, Samml., Staatsgrundges. 2, 1-17 ff.) mit den Beilagen A. B. C. und einer Nebendisposition. 2. Bl. 63—196. Der fürstbrüderliche Vergleich vom 28. Mai11617, zwischen den Herzogen Johann Friedrieh, Julius Friedrich, Ludwig Friedrieh, Friedrieh Achilles und Magnus abgeschlossen (gedruckt bei liegscher a. a. 0. S. 313), mit einigen Vorakten; Separatvergleich zwischen Johann Friedrich und Ludwig Friedrieh. d. d. 8. Okt. 1617 (gedr. bei Spittler, Samml. einiger Urkk. 1, 228-232); einige an letzteren sich unmittelbar anschliessende weitere Erörterungen zwischen beiden mit Rechnungsbelegen; abermaliger Vergleich zwischen denselben d. d. 11. Dez. 1618 (gedr. ebenda S. 232 — 237) mit einer nachträglichen Erklärung v. 1. Okt.' 1021. 3. Bl. 208--244. Neue Auseinandersetzungen zwischen Herzog Johann Friedrich und Ludwig Friedrieh aus den Jahren 1627 und 1628, Vertragsinstrument r. 20. März 1028 uud .Attestat des Geh. Rats, warum es nicht unterzeichnet worden (die zwei letzteren gedr. I>. Spittler ebenda S. 237 ff.). 26. Pap., XVII. Jahrh,., 2 Hollen in einander. Zwei fürstliche Stammbäume. 1. der von der Deseendenz des Herzog'S Friedrich von Württemberg- Neuenstadt, geb. 1615, gest. 1082. 2. der von Sophie, Witwe des Grafen Orato v. Hohenlohe-Neuenstein, einer geb. Pfalzgräfin v. Zweibrücken, geb. 1593, gest. 1070. Dieser letztere Stammbaum ist zusammengetragen d. 20. Nor. 1003. 27. Pap., XVIII. Jahrh,, 98 S. Pappbd. J. J. Mosers gründtlicher Bericht von dem hochfürstlichen würtembergischen Titul. Im Jahr 1720 eerjässf, dem Herzog Eberhard Ludwig gewidmet, 'angedruckt; vergl. Moser, wirf, Bibl. 4. Aufl. S. 200 f. Histor. Handschriften in Folio Nr. 28. 29. 15 28. Pap., XVIII. Jahrh., G95 Bl. Pappbd. Historia Wurtembergica. Der fehlende genauere Titel kann suppliert werden aus Fol. nr. 17. Es ist der Auszug aus Gabellcover, gefertigt von Phil. Friedr. Weiss 1710. Die Zuschrift (in den engem Ausschluss (cf. Fol. nr. 17) fehlt hier. 29. Pap., XVI.—XVIJI. Jahrh., II u. 170 Bl. Pappbd. Akten zur Geschichte Württembergs, vornämlich staatsrechtlicher Natur. 1. Herzog Christophs Bestätigung und Erläuterung des Tübinger Vertrags d. d. 13. Apr. 1551 (gedr. in Beyschers Sammlung, Staatsgrundgesetze 2, 85 ff.). 2. Revers wie und wölchergestallt obgemeüter Vertrag samt dem LanndtagsabschUd hinder beede Reichsstätt Esslingen u. Reutlingen hinderlegt, auch desswegen für Legbrieff gegeben worden. 3. Landtagsabschiede vom 15. Apr. 1551 (gedr. bei Beyscher a. a. 0. S. 91 ff.), vom 8. Jan. 1554 (ebenda S. 112ff.), vom 19. Juni 1565 (ebenda S. 121 ff.), vom 19. Jan. 1566 (ebenda S. 137 ff.), vom 17. März 1583 (ebenda S. 171 ff.), vom 17. Mai 1595 (ebenda S. 251 ff.). 4. Vertrag zwischen Carl V. u. Herzog Ulrich, von letzterem d. 3. (hier falsch 13.) Jan. 1547 zu Hohenfiriel unterzeichnet (gedr. b. F. C. v. Moser, Beytr. zum Staats- u. Völkerrecht 1, 303ff.). 5. Erection des Herzogthums W. durch Kaiser Maximilian d. d. 21. Jul. 1495 (bei liegscher a. a. 0. S. Iff.). (>. Cadauer Vertrag d. d. 29. Juni 1534 (ebenda S. 75ff.). 7. Passauer Vertrag d. d. 6. Aug. 1552 (ebenda S. 99 ff.). 8. Abschied des Landtags zu Böblingen d. d. 13. Jan. 1552 (in der „Landesgrundverfassung" gedr. i. J. 1765 S. 104ff.). 9. Abschied des Grossen-Ausschuss-Tags in Stuttgart d. d. 19. Juni 1591 (ebenda S. 203 ff.). 10. Die Landtagsabschiede vom (i. März 1599 (bei Regscher a. a. 0. 8. 264 ff.), vom 25. Jan. 1605 (Land.Gr.Verf. S. 317ff.), vom 17. März u. 13. Apr. 1607 (bei Hegscher S. 272ff. 285ff.), vom 25. Apr. 1608 (ebenda S. 291 ff.), vom 9. Dez. 1610 (Land.Gr. Verf. S. 370 ff., wo das Datum 19. Dez.), vom 22. Juli u. 29. Nov. 1620 (ebenda S. 397ff. 4()8ff.), vom 19. Mai 1621 (ebenda S. 412ff.). 16 Histor. Handschriften in Folio Nr. 30. 31. 11. Memorabilia ans Dr. Brollen Collcctaneis extrabirt. 12. Carl Alexanders, Herzogs zu Württemberg, Erklärung auff dem Crayss-Convent wegen der Religion. Dec. 1733. 13. Zwei Erklärungen des Herzogs Carl Rudolf bei Uebernabme der Administration des Herzogthnms d. d. 18. März 1737. 14. (Zwischen den 2 Stücken unter Nummer 13.) Ein Passus aus einer nach Kart Alexanders Tod gehaltenen Predigt des Prälat Occhslin. 80. Pap., XVII. Jahrh., nicht fortlaufend foliiert, iveil fragmentarisch. Ungebunden. Aus der Geh.-Rats-JRegistratur. Zur Geschichte der Herren von Rechberg. 1. Job. Georg Waltz, Pfarrers in Rudersberg, Rechbergische Chronik, auf Veranlassung des Hans Ernst von Rechberg (gest. 1670) abgefasst und dem Propst Johann Rudolf von Ellwangen aus demselben Geschlecht (gest. 1660) vergl. über beide die Oberamtsbeschreibung von Gmünd S. 150 f. — gewidmet (2. Aug. 1657), aber unvollständig. 2. Desselben (?) Recbbergischcs Stammbuch nebst Stammbaum und Beilagen. 3. Rechbergisches Stammregister von der Linien Cunradi von Rechberg uffgefurth, anfänglich zusainengetragen durch Wilhelm Wernern Gräften und Herren zu Zimbern im J. Chr. 1541. 81. Pap., XVI. Jahrh., 361 und 29 Bl. Pappbd. Acta Augustana. 1. Bl. 1—361. Repertorium der Augspurgischen Acta den newen Calender anlangend (1583—84) nebst fremden Sendschreiben und Gutachten in derselben Sache. 2. Bl. 1—29. Acta in weil. Abr. Aichingers seel. Gemainer Glaubigen Edictsachen vor ainem E. Statgericht in Augspurg verhandelt (1589—90). Nr. 1 steht im engsten Zusammenhang zu Fol. nr. 4, a, welches von derselben Hand geschrieben ist. Hifltor. Handschriften in Folio Nr. 32. 33. 34. 35. 17 82. (fällt ans). 88. Pap., XVI. Jahrh., 5 Bl. Ungebunden. Aus dem Kachlass des Reg.-Rats Karl Sigm. Tux (gest. 1708). Vorstellung an den Herzog Wilhelm v. Jülich gerichtet von Abgesandten des Pfalzgrafen Friedrich bei Rhein, des Herzogs Julius von Braunschweig und des Landgrafen Wilhelm von Hessen d. d. 4. Mai 1575. 84. Pap., XVIIJ. Jahrh., 511 S. Lederbd. Joh. Ulr. Pregizers des Aelteren historische und politische Erläuterung von der inneren und äusseren Macht und Stärke des Herzogthums Württemberg. Der Verfasser, geb. 2. Febr. 1047, gest. 2. Febr. 1708, war zuerst in Tübingen Professor am Collegium illustre (seit 1075 für Geschichte, Politik und Eloquenz, seit 16,88 für Staatsrecht), auch von 1681 an fürstlicher Hat mal Hofgerichtsassessor, zuletzt in Stuttgart „Ober- und Jusfiz- raf" und Archivar (1694 -1708). Noch in seiner Tübinger Zeit zwischen 1088 und 1094 sehrieb er obige Abhandlung auf herzoglichen Befehl aus Auiass eines im d. 1085 zu Versailles zwischen König Ludwig XIV von Frankreich und dem iciirtf. ausserordentlichen Gesandten (ich.Hat und Oberhof mar schall / Ileinr. Friede.] Baron e. Forstner (/drechselten Gesprächs. lieber das Werk rergl. Moser, wirt. Bibl. S. 244 f. Andere Kopien dess. s. Fol. ui: 55. 83. 128. 188. 258. 85. Pap., XVI]. Jahrh., 4 Bl. Ungebunden. Statuten eines von der Herzogin Sophie Charlotte von Sachsen-Eisenach gestifteten Ordens mit den eigenhändigen Unterschriften der Stifterin und ihres mit der Austeilung des Ordens betrauten Bruders, des Herzogs Johann Friedrich v. Württemberg d. cl. Nürtingen 11. Okt. Iü90. Handschr. d. k. üff. Bibl. Stuttg. I, 1. 2 18 Histor. Handschriften in Fol. Nr. 36. 37. 38. 39. 86. Pap., XVI. Jahrh., 3 Bl. Ungebunden. La descente des seigneurs, vieux comtes et comtesses de Nlontbeliart com- posee et escripte l'an 1460. (Kopie.) Von derselben Hand liegt ein Stammbaum bei, von Hanzon (um 1060) bis Herzog Ludieig von Württemberg gehend. 87. (fällt aus). 88. Perg., XVIII. Jahrh., 4 Bl. Ungebunden. Lehensrevers Herzog Karl Alexanders für die Grafschaft Mömpelgard 1735. / Nie/tt unterzeichnetes Formular.] 89. Pap., XVIII. Jahrh., 4G Nummern. Ungebunden. Korrespondenz wiirttembergischer Herzoge aus den JJ. 1732—36. 1. Briefe des Herzogs Karl Alexander (gest. 1737) an den Herzog- Karl Rudolf von Württemberg-Neuenstadt (gest. 1742): a- ee, und einer vom letzteren an den erstercn: ff. 2. Briefe des Herzogs Heinrich Friedrich von der Winnenthaler Linie (gest. 1734) an den Herzog Karl Rudolf von der Neuenstädter: 99- W- 3. Ein Brief der Herzogin Auguste von Württemberg (gest. 1756) an Karl Rudolf: qq. 1. Vier Briefe gewechselt zwischen Karl Rudolf und dem Prinzen Friedrich Ludwig v. W. (gest. 1734): rr—uu. 5. Drei Briefe gewechselt zwischen Karl Rudolf und dem Prinzen Friedrich zu Winnenthal: vv—xx. Histor. Handschriften in Folio Nr. 40. 4t. 42. 4:1 10 40. Pap., XVIII Jahrh., 112 S. Decke von buntem Papier. Joh. Ulrich Pregizer d. J., Pfarrer in Untertürkheim (gest. 1730), Historischund genealogische Ephemerides des hochfürstlichen Hauses Würtenberg. Mensis Februarius. Dem Herzog Eberhard Ludwig mit einem Schreiben d. d. '■>. Juni 1728 gewidmet. Ben Titel fies Gnnccii {Stttttg. 1729) gieht Moser, wirt. Biblioth, S. 37. 41. Pap., XVIII. Jahrh., S Bl. Ungebunden. Früherer Besitzer der württ. Begicrungsrat Tu.r. Tragcedia verberationis inter Dominum Joannem Pethew et Melchiorem Robles Hispanum agitata in comitiis et coronatione S* Caesarea Majestatis in regem Hungariae. Posonii I563. Unter diesetn Titel findet sich hier die Kopie eines Briefes d. d. Medial. '.><). Jan. 1564, durch welchen der Spanier Melch. Hohles Pereira den Joh. Pethew zmn Duell herausfordert. Über diesen Ehrenhandel vergl. Isthuauf- jius, regni Hungarici historia 1721 p. 203. 42. Pap., XVI LI. Jahrh., 2 Bl. Ungebunden. Ein Brief König Karls XII. von Schweden an den Generalmajor Henning Rudolf Hörn in Narva d. d. 6. März 1701 mit eigenhändiger Unterschrift 43. Pap., XVI Jahrh., 2,56' Bl. Pergbd. I. Bl. 1—29. [Georg Gadners] Histori vierer Fürsten: Eberharts im Bart, Eberharts des Jüngeren, Ulrichs und Christoffs, Hertzogen zue Württemberg und Teckh, Graven zue Mümppelgart. Vorrede, Biographie Ludwigs, Anhang von Schreiben fehlen, irus alles in Fol. ur. Vi vorhanden. 20 Histor. Handschriften in Folio Nr. 43. //. Bl. 30—77. Anfang der Graven und Herrn v. Württemberg Historia. Eine Geschichte des Stammhauses Württemberg von den Ursprüngen bis auf den als Prinz 1457 verstorbenen Ludwig (Gh. F. Stalin, iv. G. 3, 713), identisch mit dem betr. Stack von Fol. nr. 185. III. Bl. 79—199. [Sebastian Küngs] Württembergische Chronik. Den näheren Titel s. unter Fol. nr. 78. Vorliegende Handschrift zeigt nicht die ursprüngliche Fassung, giebt vielmehr den Text in anderer Ordnung in der Absicht, die Glieder des Hauses Württemberg fortlaufend auf einander folgen zu lassen; das im Original Zwischeneingeschobene wird' an den Schluss verwiesen. IV. Bl. 200 211'. Kurze Notizen in lateinischer Sprache über die Geschichte der Klöster Anliausen, Herbrechtingen, Blaubeuren, Kaiss- heim, Isny, Marchthal, S. Georg in Augsburg, Wengen in Ulm, Söflingen, Mehrerau, Ncresheim, Wiblingen, Gutenzell, Lustnau, Heiligkreuzthal, Reiclienau, wobei vielfach Bruschius als Quelle angeführt ist. V. Bl. 211'—215. Vom Ursprung der Hertzogen zu Teckh. (Stark mit Unhistorischem versetzt.) VI. Bl. 216-227. [Ohne Titel, aber identisch mit:] Triumph und Victoria wie der durchl. Herr Ferdinandus Printz und Infant in Hispanien etc. auff 25. May [I5]22 zu Stutgarten eingeritten und loblich empfangen ist. Entsprechend dem Originaldruck Stuttgart. 1522 und dem Abdruck in I . C. v. Mosers Beiträgen zum Staats- und, Völkerrecht Bd. 1 S. 199 ff., doch ohne die einleitenden Worte und am Schluss mit dem Beisatz: Der Dichter diss ist nnbekhant: Gottlob es ist, jetz in dem Laudt ■ .Nun widerumb der rechte Herr, Den Gott behüet, erhalt und mehr. VIT. Bl. 232—234. Schreiben des römischen Königs Ferdinand an Dietrich von Spät d. d. Innspruck 17. Nov. 1532. Vergl. Hei/d, Ulrich 2, 339. Ch. 1<\ Stalin, tvirt. Gesch. 4, 344. VIII. Bl. 238^ 230. Die Weyhung unser I. Frauwen Cappell S. Meinrats (943). Wundergeschichte in deutscher Spraciie mit Berufung auf die Bisehöfe Konrad (gest. 97(1) von Konstanz und Ulrich (gest. 973) von Augsburg als Augenzeugen. Der Text giebt ziemlich genau den Histor. Handschriften in Folio Nr. 44. 45. 21 Schluss der Meinradslegende /rieder; vergl. die Ausgabe derselben von Gatt Morel. 1861. S. 58—62. IX. Bl. 242. Verzaichnus, was nach Hertzog Ulrichs Einkommen in anno 1549 noch für spannische und Kayserliche Soldaten inn dem Landt gelegen. Vergl. Heyd, Ulrich 3, 488 f. Anm. X. Bl. 244-255. Beschreybung, was für Ordnung bey der Begraebnus oder Begaengnus weyl. Grave Ulrichs zue Württemberg etc. anno 1480 gehallten worden. Fast ganz abgedruckt bei Stcinhofer, württ. Chronik 3, 304 — 315 und F. K. v. Moser, kleine Schriften 11, 323—340. Vergl. Gh. F. Stalin, wirtemb. Gesch. 3, 597. 44. Pap., XVII u. XVIII. Jahrh., ii Nummern. Ungebunden. Briefe an württ. Herzoge und Herzoginnen. 1- An Herzog Ludwig Friedrich (Mömpelgard) von K. Heinrieh IV. von Frankreich d. d, Paris 21. Dez. 1009 (franz.). 2. An die Herzogin Sibylle (Tochter Herzogs Johann Friedrich) von einem Grafen de Candel d, d. Nagold 20. Apr. 1040 (Hai.). 3. An den Prinzen Karl Alexander von einem Kapitän Graf Guller (?) d. d, vor Kdheim 13. Juni 1704 (franz.). Diesen Brief trug der Prinz nach dem Zeugnis eines gewissen Knebel in der Tasche, als er am Schellenberg verwundet wurde; er musste aus der Wunde gezogen werden. 45. "ap., XVI. u. XVII. Jahrh., 5 Nummern. Ungebunden. Autographa württ. Herzoge und Herzoginnen. 1. Die Weibertreugeschichte lat. und deutsch von dem damals zwölfjährigen Herzog Ludwig als Stil Übung geschrieben 1500. *• Erlass desselben Herzogs an Ober- und Untervogt in Sulz. Stuttg. ■ Mai 1581 (wohl von Schreibershand). 3- 4- Zwei Briefe des Herzogs Julius Friedrich (damals Vormund Herzog Eberhards III.) an den Kanzler Löffle r d. d. Lsdingen 21. Aug. "'"' Bl fubeurcn 27. Dez. 1032, die Kriegsläufte betr. o. Aufzeichnung der Prinzessin Antonia, Tochter Johann Friedrichs. 22 Histor. Handschriften in Folio Nr. 46. 47. 48. 46. Pap., XVIII. Jahrh., 2 Bl. Ungebunden. Zwei Schutzbriefe für Schloss und Dorf Stetten als der Herzogin-Witwe von Württemberg gehörig, ausgestellt von dem Herzog v. Villars im Lager von Walddorf d. d. 18. Juli 1707. 47. Pap., XVI. Jahrh., 12 Bl. Pappbd. Lateinische Briefe von Zeitgenossen an Desiderius Erasmus und zwar (i. von dem Bischof von Augsburg Christoph v. Stadion: 1) Bl. L. 2. d. d. Dillingen 8. Okt. 1528 gedruckt bei Horawits, Eras- miana. I. Sitzungsberichte der phüos.-histor. Kl. der Wiener Akad. Bd. 90. 1878. S. 440—443. 2) Bl. .'). d. (I. ibid. 10. Apr. 1531 gedr. ebenda S. 445 f. 3) Bl. 5. zum Sommer 1619 vorzugehen. Der Tod des genannten "^/ ** nur noch summarisch erwähnt. Die Personalien über seine trau seine Kinder sind bis zum J. 1707 durchgeführt. Vergl. auch Fol. nr. 504, a. h. 54. Pap., XVIL-XVIII. Jahrh, 332 BL, wovon 233 beschrieben. Pappbd. Bück und EcJc in Pergament. Memorabilia Comitatum Mömpelgardensem und die Abfertigung der Post- genitorum Principum anno 1617 etc. betreffendt. Dieser Kode, „erhält sieh zu Fol, nr. 303 wie die &"*&££ Konzept. Als Verfasser giebt sieh in letzteren, der Geb.luit J Quellen der alt. wirt. Gesch. S. 31 f. Ein anderes Exemplar desselben Werks s. unter Fol. nr. 137. 58. Pap., XVI. Jahrk, 2 Bl. Ungebunden. Absagbrieff von den Reichstagen an Grave Eittelfritzen von Zollern. 1425. Von derselben Kopistenhand ist angefügt die Anweisung zum Bau einer Wagenburg-. 59. Pap., XVII. Jahrk, 4 Bl. Ungebunden. Ans den Papieren des Mcg.-R- Tax. Relation de tout ce qui se passoit au sujet du mariage du prince de Pologne (Jacques Sobiesky aoec la prM Elisabeth de Neubonrg). 60. Pap., XVIII. Jahrk, 38 Bl. Pappbd. Copia testamenti S™ Ducis Wirtembergis Eberhard! Ludovici U Ä * seqq. Febr. 1732 una cum actu publicationis et dec aratione S» succes soris Caroli Alexandri de a« 1734. Das Testament Eberhard Ludwigs findet man 9****** *£' Patriot. Archivs, 52 f. und bei Hey scher, Samml. ^'^^^. % das Kodizill dazu bei Moser nur unvollständig a. a. U \ ..." L hnr nachträgliche Verordnung, die Vormundschuß über ^^f^^Z *■., an beiden Orten £ 3, 130 ff. » W * «^ <%£ der Gräfin von Saun- Wittgenstein bei M. ö, !-■>,]■ * J Zettel zu Gunsten des Oberstallmeisters , Bäder stet bloss » « m Sdschr., ebenso die Erklärung Karl Alexanders, laut deren er du «*** Erbschaft bloss „vermittelst Errichtung eines legalen Inrentam am bereit ist. 28 Histor. Handschriften in Folio Nr. 61. 62. 63. G4. 61. Pap., XVI. Jahrh., 8 Bl. Pappbd. Früher im Besitz des Beg.-B. Tu.v. Brief Papst Gregors XIII. an seinen Nuntius in den Rheinlanden Casp. Gropper I. Juli 1573 und Erklärung des letztern vom 28. Nov. dess. J. Kopien. 62. Pap., XVJJ. Jahrh., 4 Bl. Ungebunden. Früher im Besitz des Beg.-B. Tux. Copiae literarum Regia Majestatis Bohemise (Friderici comitis palatini Rheni) de bellico regni läohemia; statu ad legatos in Porta (Job. a Coeln etc.) iL iL WratislavicB 20. Nor. 1620, ad regiam majestatem Hungarise (BetMen Gabor) iL iL in arce Glacensi 15. Nor. 1020, ad cancellarium regis Hun- gariae ibid. rix/., ad ordincs unitarum Belgii provinciarum s. I. e. a. 68. Pap., XIII Jahrh., 498 S. Lederband mit dem eingepressten herzogl. württ. Wappen. Herrn Philipsen von Commines, Edlen, Rittern und Freiherrn von Argenton, Histori, abgeteilt in acht Bücher etc. aus d. Franz. durch Phil. Pareum. Strassburg 1641. 64. Pap., XVIII. Jahrh., 293 Bl. Pappbd, Ruch und Eck in Pergament. Johann Oettinger. Des Herzogthumbs Württemberg Landtbuch, darinnen alle desselben Aempter und Vörst sampt den Statten, Cioestern, Schlössern, Flecken, Dörffern, Weilern, alten Burgstfflln, lloeven, Keltern, Mülilinen, Flüssen, Bsechen, Vi seh wassern, Seen, Bergwercken, auch Einsassen und Bürgern.....verzaichnet sind. 1624. Dieses alphabetisch angelegte statistische Werk wurde für den Handgebrauch Herzog Johann Friedrichs verfasst und demselben gewidmet Histor. Handschriften in Folio Nr. 65. 66—70. 71. 29 von Joh. Oettinger, geb. zu Nürnberg 19. Juli 1577, gest. zu Stuttgart 15. März 1633, fürstl. Rentkammersekretär, auch Renovator und Geographtis. P f"f> Quellen der alt. wirt. (loch. S. 33, legt diesem Landbuch mehr Wert bei als den gedruckten Werken Oettingers, weil es „die Resultate einer kurz vorher (1623) gehaltenen allgemeinen Landesvisitation enthalte und daher über die damaligen statistischen Verhältnisse Wirtembergs die sichersten Nachrichten gebe." 65. Perg., XVIII. Jahrh., 5 Bl. Ungebunden. Urkunde der Aufnahme des Prinzen Friedrich Wilhelm v. Preussen in den württ. Jagdorden durch den Herzog Eberhard Ludwig d. d. Ludwigsburg 4. Nov. 1719. 66—70. (fallen aus). 71. Pap., XVI Jahrh., 111 Bl. Faszikel. Aus der Geh.-Bats-Begistratur. Histori und keüserliche Beschreibung der Freiherrn von Hohenstaufen und Herzogen zu Schwaben. Der Verfasser wahrscheinlich Dar. Wolleber - hatte eine ausführlichere Geschichte der Hohenstaufen dem Pfalzgrafen Ludwig ( \ 1.) bei Rhein gewidmet; diese kürzere »rollte er dem Kaiser dedizieren mal drucken lassen, ohne dass es übrigens dazu bim. Auch diese kürzer um- fasst ausser dem Hauptthema eine Geschichte und Beschreibung des Klosters Lorch, und i/iebt im Anhang 1) eine Geschichte des Schlosses und Hauses Rechberg, 2) eine Geschichte der Freiherrn zu Fbersperg und des Klosters 6 3) die Chronik der Stadt Schw. Gmünd in voller Ausdehnung, wie sie „ueh in Fol. ur. ll-i und Fol. ur. Uli vorliegt-. 30 Histor. Handschriften in Folio Nr. 72. 73. 72. Pap., XVII. Jahrh.,.218 Bl. Pappbd mit Lederüberzug. Früher im Besitz des Eegierungs- [später Geheime-] Rat* [Joh. Gottlieb] Brcyer (gest. 1790). Johann Jacob Gabelkhovcr. Chronica der fürstlichen wirttembergischen Hauptstatt Stutgartten. Auf dem Titel Steht unten die Jahreszahl 1021 und dies ist auch als die ursprüngliche Abfassungszeit anzusehen; doch sind teils vom Verfasser selbst, teils ran einem Späteren Zusätze gemacht, welche mit unter über 30 Jahre weiter herabgehen. Andere Exemplare dieser Chronik s. unter Feil. nr. 21 und 193, 73. Pap., XVII. Jahrh,, 344 Bl. Pergbd. Frühere Besitzer: Jerem. Friedr. Spittlcr, geistlicher Verwalter zu Cannstalt 1725, Clin. Ilagmaier, Stadtschreiber in Waiblingen 1771. Schöne lustige Antiquitäten und denckhwürdige Historien von Ursprung, alt Herkommen und Erbawung dess fürstlichen Hauses Württemberg in Cantstatter Vogtey, dann aller Gräften, Fürsten, Herrn von Württemberg Nahmen, löbliche Thaten, beneben aller Aembter, Statt, Klöster und Fleckhen, wer selbige erbawen, von wem selbige gestifft und an Württemberg khommen: kurze Beschreibung von Anno 623 biss Anno 1618. Die Überschrift auf der Aussenseite des Bandes nennt als Verfasser König, womit wohl Seb. Kürig gemeint ist. Dies ist jedenfalls falsch. Alles weist, vielmehr auf Jak. Frisch/in hin. Das Buch zerfallt in zwei Teile. Der erste (Bl. 2—146) beginnt mit einer Erklärung des württ. Wappens und einem Enkomion des Stammschlosses Württemberg, beides in Versen, und behandelt dann, 44 Mitglieder des württ. Regentenhauses, deren erster der mythische Embricus, deren letzter der zu Zeiten des Verf. regierende Herzog Johann Friedrich (gest. 1628). Jedem giebt der Verfasser eine Devise bei und widmet ihm einige Verse; hierauf folgen geschichtliche Data in Prosa zur Biographie desselben. Der zweite Teil (Bl. 147-344) führt den Titel: „Beschreibung und Erzehlungen dess Landts Württemberg, Antiquitas der fürnehmsten Stsett, Schlösser, Klöster und Anitsileckhcn." Auch in diesem Teil ist einiges versifiziert, so unter Stuttgart der Einzug h. Ferdinands u. s. f. Histor. Handschriften in Folio Nr. 74. 75. 76. 31 sowie eine Beschreibung des Schlosses und Lusthauses, dann die Schilderung der Städte Möchmühl und Winnenden. Den Schluss bilden die sprichwortartigen Tria Wü rttemb ergica. Den gleichen Text wie dieser Kodex bietet Fol. nr. SS, ebenso Fol nr. 323, nur dass letzterem Titel und Anfang fehlt. 74. Pap., XVIII. Jahrh., 13 Bl. Ungebunden. Controle der Confiscations- u. Gratialgelder 1736—37. Von einer herzoglich wilrttembergischen Rechnungsbehörde. 75. Pap., XVI Jahrh., 201 Bl (Bl 108—HO fehlen, ebenso 184). Pappbd. Nürnberger Chronik. Die Chronik fängt mit dem J. 1B49 an und geht immer con derselben Hand geschrieben fort bis Herbst 1546. Eine zweite Hand Juni die Erzählung weiter bis 3. Mai 1553, eine dritte bis 1571; der am Schluss angereihte Bericht über die Schlacht bei Lepanto ist unvollständig. 70. a. b. Pap., XVII Jahrh., beide Bünde durchfoliiert bis Bl 1133. Jlohbd. Kompetenzbuch der Stellen im Kirchenrat, in der geiBfliehen Verwaltung, im Kirchen- und Schuldienst des Herzogtums Württemberg nebst den Namen der jeweiligen Inhaber. Angelegt um d. J. !(>(>■>■ 32 Histor. Handschriften in Folio Nr. 77. 78. 77. Pap., XVII. Jahrh., 189 Bl. Pappbd. Früher dem Oberrat gehörig. Antonii Bruni, Hispaniarum regis plenipotentiarii, Relatio de tractatu generalis pacis Monasteriensis divisa in partes quinque. Verfasser Auf. Brun, geb. zu Dole KUH), gest. im Haag 11. Jan. 1654. Vorliegender Bericht erstreckt sich nicht über sämtliche Verhandlungen, an denen Brun als spanischer Gesandter Anteil nahm, sondern schliesst mit Sept. 1(147 ab. Gedruckt in J. J. Moser, miscellanea juridico-historica. Teil 1 S. 45G bis 760 und zwar nach dieser JIdschr. 78. Pap., A VI. Jahrh., IG4 Bl. llolzbd mit Lederüberzug. Eigenhändigem Eintrag zufolge der damals herzoglichen Bibliothek gewidmet von dem Rehtor des Stuttgarter Gymnasiums Joh. Clin. Volz 1770. Der Freyhern zu Bütelspach Graven unnd Hertzogen zu Wirtemberg An- kunfft, Lebenn, Wesen, Handlungen unnd Abschidt, aigentliche unnd summarische Beschreibung durch S. K. von Stutgarten jetzt nuilich ververtigt anno 1554 den 25 Julij. Autograph des Verfassers, des Bürgers und Ratsherrn von Stuttgart Sebastian Küng (gest. 1561). Audi die teils gezeichneten, teils gemalten Wappen, Münzen, Grabdenkmäler sind von seiner Hand. Eine andere Hand hat da und dort Zusätze gemacht, deren Inhalt meist Turnierbüchern entnommen ist. Ehe die Geschichtsdarstellung auf den Grafen Georg von Mömpelgard und die ersten Regierungsjahr 6 seines Bruders, des Herzogs Ulrich, übergeht, findet sieh im Text Bl. 125 die Bemerkung: Hie endet Sebastians aigen Handt; doch ist nachvolgendts durch in zusamen colli- giert und verfasst worden. So geht die Geschichtserzählung auch über das auf dem Titel (s. oben) angegebene Entstehungsjahr hinaus und findet erst mit dein J. 1561 ein Ende. Über den Wert dieser Chronik, welche von Späteren vielfach ausgeschrieben wurde, vergl. Pfaff, die Quellen der älteren wirtemb. Geschichte S. 27 und Ch. J<\ Stalin, wirt. Gesch. 4, S. 1. In abweichender Fassung und Ordnung findet sie sich auch in Fol nr. 43, Bl. 79—199. Histor. Handschriften in Folio Nr. 79. 80. 81. 79. a. b. Pap., XVIII. Jahrh, beide Bände fortlaufend foliiert: 1508 Bl. Philipp! Montani Badensis Würtembergische Geschichte. Der Verfasser schrieb das Werk unter der Regierung ^Herzogs Eberhard Ludwig und zwar ohne allen Zweifel im J. lfdl.»er band (a) enthält eine vollständige Geschichte Württembergs< b,*z mm* genannten Jahr, ausgestattet mit Darstellungen ans der deutsch enl Irze , mit Prospekten einzelner Orte, mit Porträts Württemberg*^^T^ Herzogef endlich mit einer Karte: „Maxim® parüs ^M—* S Ducatus Wurtenbergici vera adumbratio antiqmtah "f*^^, vicinis olim loci* populisque auctore P[hilippo] M[ontano] B[adensx]. Bd. (b) enthält Urkunden, Privilegien, Statuten, Stautsschnften u. s. w. 80. Pap., XVIII Jahrh, 26 Bl. Ungebunden. Summarischer Extract aus denen im Oct. 1760 e'^»^^ im Herzogthum Würtemberg befindlichen Menschen, Rind- u. Schadens. 81. Pap., XVIII Jahrh,, 118 Bl. Papphd, Ruck und Eck in Pergament. » brtg4 einer würfe* r„i S c„e„ «*; *, -*Ä jCÄ girt Anno 1751. t * int Moser in seinem patriotischen Archiv Aus diesen Vorlesungsheft M '^J Äkxander . 3> uf . Eberhard zwei Abschnitte drucken lassen (1, 10/ff. ^ oJme Ludwig). Ein vollständigeres Exemplar s. unter Q. «r. 4M, die Zusätze s. unter Q. nr. 274 und Fol. nr. o59. 3 Handschr. d. k. ö£f. Bibl. Stuttg. I, 1. 34 Histor. Handschriften in Folio Nr. 82. 83. 84. 82. Pap., XVIII. Jahrk, 82 Bl. Pappbd, Reis-Beschreibung deren durchl. Printzen Louis und Frideric H. v. W. Tom. II. [einz.?] in sich haltend La France meridionale. Die Prinzen, von denen hier die Hede ist, sind die nachherigen Herzoge Ludwig Eugen (1793- 95) und Friedrich Eugen (1795—97'). Sie machten die Reite als 15 16jährige Prinzen rem Paris eins (Abgang 31. Äug. 1747) und kehrten wieder dahin zurück (3. Apr. 1748). Die Beschreibung rührt von einem litterarisch gebildeten Mann in ihrer Umgebung her, jedoch nicht von dem Chef des Gefolges, dem Oberhofmeister Geh. R. e. Montolieu. 83. Pap., XVIII. Jahrk, 606 S. Pergbd. Früher im Besitz des Oberrats. J. U. P. [d. h. Joh. Ulrich Pregizers d. Aelt] Historische und politische Erläutterung von der Macht und Stärcke des Herzogthums Württemberg. Andere Kopien s. Fol. nr. 34. 5, r >. 128. 188. 2SS. Näheres bei der erst- erwähnten Nummer. 84. Pap., XVII. Jahrk, lf)l Bl. Pergamentdecke. Aus der KonsistoriaWbliothek. Jacob Frischlins Wahrhaflfte Erzehlung und Beschreibung in 6 Bücher auss- getheilet des Einritts u. Ankunfft zu der fürstlichen wirtembergischen Kinds- tauff, Process in die HoffCapellen, Balett... Thurnieren..... Jagen etc. 1616. Voraus gehen verschiedene Widmungsgedichte, deren letztes das Datum: Stuttgart, Montag nach dem Palmtag 1616 trügt. Frischlin hatte sich h/eher als Pensionär zurückgezogen, nachdem er eine Reihe von Prä- zeptoraten in württ. Landstädten bekleidet hatte (vergl. die Biographie seines Bruders Nikodemus von Strauss S. 352). Diese ganze Beschreibung der Taufe Prinz Friedrichs, Stifters der Linie Württemberg-Neuenstadt, ist in Verseil abgefasst. Ein anderes Exemplar s. Fol. nr. 325. Histor. Handschriften in Folio Nr. 85. 86. 87. 35 85. Pap., XVIII. Jahrh., 48 S. Ungebunden. Ordo parochiarum ducatus Würtembergici. Aufzählung der Pfarreien nach General- und Spezial-Superintendenzen. Pap., XVII. Jahrh., 221 Bl. Pergbd. Früher im Besitz des Oberrats. Berichte über die Güter, Zehnten und Gefälle, welche die Klöster •£*** Herbrechtingen, Anhausen, Königsbronn und Blaubeuren sow e d.e ae.8tl.chen Verwaltungen zu Urach, Göppingen (Oberhofen) und He.denheim -■ in ver schiedenen Orten Ulmischen Gebiets besassen. Biese Berichte wurden eingefordert von der ^f'/^ZrlTuf Herzen, Friedrieh im J. W<>7, erstattet von den Betreffenden* er ualU <»J Grund von Saal- und Lagerbüchem, manchmal unter MnscMtung Lehensbriefen, Vertragsurkunden n. s. w. älteren Votums. ' Vergl. lde,u Sattler, Gesch. äes Herzogtums W. Tl. r> 8. 27S. 87. i-n. Pap., XVIII. Jahrh. I öl Bl. IL 86 Bl. LLL 12 Bl (es fehlen jedoch 6-9. 16. 59). LT. 06 Bl V 6lBl.(es fehl, aber 16). VI 55 Bl. (3 u. 18 fehlen). Sechs Lederhände. Darstellungen aus der Menschenwelt nach den verschiedenen ständen und Nationen in ihren Beschäftigungen und Spielen, .m Leben und m Tod. ■■ 7.vj, „„< dem österreichischen Leben (je- Biete Barstellungen, cornumUch aus d ^ schöpft, haben ihren Hauptwert ah 1 rächte nbiltle, , farUg, die Kleider (Uniformen, Volkstrachten, M ^^^^ZtTs und nderen Zeugen, aus Gold- und Silberborten ^ a ^^%Z übrige gemalt. Die Erklärungen sind ^/* * ^£££ von einer ungelehrten Band (*%»«*> >>?" % [ J ^ Pokal), zum Teil im Dialekt C^'» ^ ^T entanzbildern, de, ersten Teils findet £ -^^ ^ breUer amge f«hrt, •welche zum Teil dem 36 Histor. Handschriften in Folio Nr. 87. modernisiert und mit trivialen allegorischen Darstellungen bereichert sind. Die französischen Verse, welche einer Partie dieser Bilder beigeschrieben sind, stammen ans Imhoffs d&utsch-franz. Ausgabe des Basler Totentanzes (1744). Aus Anlass dieser Totentanzbilder haben Grün eisen im Kunstblatt (Beil. des Morgenblatts) 1830 S. 101 f. und Massmann im Serapeum 1841 S. 179 Anm. 2 unsere Handschrift berührt. Nicht auf Grund des edlen Katalogs, welcher vielmehr die Herkunft derselben als unbekannt bezeichnet, aber vielleicht auf Grund mündlicher Mitteilung berichtet Grüneisen, dass Herzog Carl diese Handschrift „aus einem Frauenkloster in Osterreich gewonnen habe", als dessen Namen er wohl aus Missverstand „Block" angiebt. Wenn die auf jedem einzelnen Band beigeschriebenen Geldsummen den Kaufpreis bedeuten, so hat der Herzog dafür über 200 Gulden bezahlt. In welchem Lande das Buch gemacht wurde, das verrät sich teils aus dem österreichischen Dialekt (s. oben) des Schreibers, teils ans der sehr reichhaltigen Sammlung österreichisch-ungarischer Soldaten- uniformen etc. Aber auch die Stadt, in welcher es entstand, enthüllt sich, wenn es Bd. 2 Bl. 76 heisst: „hier in Wien", wenn Wiener Lokalnamen, tvie Landstrasse, Schotten, Herrnais uns begegnen, wenn endlich der Einzug eines türkischen Botschafters „Tschani Bei Alli Bassa" in diese Stadt dargestellt wird (5, 36). Was die Zeit der Hervorbringung betrifft, so steht bei der Darstellung einer Leichenfeierlichkeit auf Bl. 83 des zweiten Bandes an den Draperien wiederholt die Jahreszahl. 1748. Das Kaiserpaar, mit welchem sich das ganze Werk eröffnet, ist offenbar Franz I. und Maria Theresia, der unter beiden stehende Knabe, als „le prince royal archiduc Joseph" bezeichnet, der nachherige Kaiser Joseph II. Letzterer erscheint auf dem zweiten Blatt wieder umgeben von 6 Geschwistern. Dies war im J 1748 genau der Stand der kaiserlichen Familie; im Tragkissen liegt noch der spätere Kaiser Leopold IL Grüneisen sagt zwar mit Recht, manche der Trachten gehören eher der Zeit des Kaisers Leopold I. an, der auch einen Sohn Joseph (I.) hatte. Aber das Werk will nicht lauter Trachten der Gegenwart geben; es kommt z. B. ein „Leiblaquai unter Carola VI." (gest. 1740) vor. Die ursprüngliche Numerierung der Bände lässt vermuten, dass die Sammlung anfangs 7 Bände befasste und gerade der erste abhanden gekommen ist; denn der erste Band trug ursprünglich die Nummer II, der zweite die Nummer III u. s. f. Histor. Handschriften in Folio Nr. 88. 89. 90. 37 88. Pap., XVII. Jahrk, 344 Bl. Pappbd, [Jacob Frischlin], Schöne lustige Antiquitäten und denckhwürdige Historien. Das Buch ist ohne Titel; derselbe lässt sich ergänzen aus Fol. nr. 73. Gegenwärtiger Kodex ist nur eine andere Abschrift als der eben genannte, bei welchem die nähere Beschreibung zu suchen. 80. Pap., XVI Jahrk, 13 Bl. Pappbd. Früher im Besitz des Oberrats. Botwarer Zins- und Gültregister. In dieser Handschrift befindet sich ein Verzeichnis der Zinse, Gülten und anderen Gefälle, welche die zwei Pfründen zu S. Johann- und zum heil. Kreuz in G ross-Bottwa r (vergl. O.A.Beschr. v. Marbach S. 204) aus Häusern und Grundstücken in Bottwar selbst und in einigen anderen Orten bezogen. Das Verzeichnis ist auf Befehl Herzog Ulrichs im J. 1540 aufgenommen durch den Untervogt zu Bottwar Friedrich Scheid und den Stadtschreiber Berchtold Harten unter Assistenz von zwei geschworenen Richtern; Änderungen und Nachträge von späteren Bänden. Zwischen beiden Registern steht auf Bl. 36 und 37 ein Verzeichnis der Hellerzinse „in S. Johanns Bahtistenn Pfrennd oder Alttar*) gehn Stüttgarttenn uff Martini gevallend", neu aufgenommen am Montag vor Allerheiligen 1557 durch Joh. Moll, Stadtschreiber von Gügliwjen, im Beisein des Vogts zu Bottwar Friedr. Schad. *) Altäre dem Täufer Johannes geweiht waren soivohl in der Stifts- als in der Leonhardskirche; s. Pf äff, Gesch. v. Stuttgart 1, 323 f. 90. Pap., Ende des XVI und Anfang des XVII Jahrk, 402 und 42 Bl. Pergbd. Dr. Martin Aichmanns, Kanzlers, Gutachten über Reformen bei der Universität Tübingen, erstattet an den Herzog Ludwig 27. Apr. 1593. Der besonders foliierte Anhang enthält von anderer Hand geschrieben: Bl. 1 — 4. Confirmatio Caesarea (ltudolphi IL) generalis privilegiorum 38 Histor. Handschriften in Folio Nr. 91. 92—94. 95. ducatus Württembergici et Universitatis Tubingensis d. d. 5. Sept. 1(500 (erstere gedr. in der Landesgrundverfassung S. 303 ff., letztere in Reyschers Gesetzsamml. XI, 3 S. 194 ff.). Bl. 5—42. Drei Verordnungen H.erzogs Friedrich von Württemberg für die Universität Tübingen (sämtlich bei Reyscher a. a. 0. S. 197-271), alle d, d. 18. Febr. Idol, mal zwar: 1) Confirmatio pri- vilegiorum. 2) Declaratio privilegiorum. 3) Nova ordinatio. Der Verfasser des Gutachtens, Dr. jur. Marl. Aichmann, geb. in Schorndorf 13. Sept. 1550, gest. in Dresden 16. Jan. 1616, wurde von Herzog Ludwig aus ansbachischen Diensten in die württembergisehe Regierung berufen 1582, stieg darin bis zum Vizekanzler und Kanzler (158!). 1591), ging aber schliesslich Herbst 1001 in kursächsische Dienste über. Als Kanzler der Herzoge Ludwig und Friedrich von Württemberg befasste er sieh wiederholt, mit der Reorganisation der Universität Tübingen. Weiteres dahin Hinschlagende von ihm faulet man in Mist. Vol. nr. 145. 330. Jurid. Fol. nr. IOC. Dasselbe Bedenken wie oben sieht unvollständig in Bist. Fol. nr. 310. Ol. Pap., XVIII. Jahrh., 101 Bl. Pergbd. Monumenta des Frauen-Closters zu Lichtenstern, aus bewährten Historicis und alten bei der Amtsregistratur noch vorhandenen Fragmentis, auch in Stein eingehauenen Denckmahlen bei müssigen Stunden zusammengetragen von Ferd. Wilh. Pistorius, Oberamtmann allda. 1768. Zu beachten sind die abgebildeten Inschriftsteine und die für die Zeit des 30jähr. Krieges besonders reichlich fliessenden Aktenstücke und Briefe. 92—04. (fallen aus). 05. Pap., XVIII. Jahr., 22 Bl. Pappbd, Huck und Eck in Leder. Job. Phil. Hoenigers, Specials in Neuffen (—1740), Tabula? progonologiese wurtembergiese oder Württembergisehe Stamm- und Ahnentafeln, worinnen des durchl. Herzogs Eberhard Ludwig hohe Eltern u. Voreltern in gerader auft'steigender Linie .....angeführt werden. 10 Tabellen mit 3 Registern. Vorausgeht eine Dedikatiou an den genannten Herzog d. d. 18. Sept. 1720. ffistor. Handschriften in Folio Nr. 96. 97. 98. 39 96. Pap., XVIII. Jahrh., 6 Bl. Ungebunden. Joh. Phil. Hoenigers, Specials in Neuffen, Progonologicum alterum oder ___ Beweiss, dass der durchl. Herr Eberhard Ludwig, Herzog zu Wiirtemberg, von drey hohen Ludovicis, nämlich von Ludovico V [IV] Bavaro, Ludovico I Germanico, Ludovico I Pio ..... herstamme. 1727. 07. Pap., XVIII. Jahrh., 81 Bl. Lederbd. Beschreibung der Belagerung und Eroberung der Vöstung Hohen-Asperg in den Jahren 1634 u. 1635, welche aus alten Handschriften in des Diac. M. Bardili zu Marggröningen Bibliothec durch den dermaligen Garnisonsprediger zu Hohen-Asperg M. Faber zusammengelesen und, soviel möglich war, in Ordnung gebracht, zu gegenwärtiger mit der Urkunde vollkommen übereinstimmenden Abschrift!; aber besorgt und unterthänigst übergeben worden von Chn Friedr. Koesler, Keller zu Hobenasperg. Den 10. Junii 177G. Vorstehendes ist eine fast wörtliche Abschrift der Beschreibung besagter Belageruni) durch Wendel Bilfinger, deren Original als Cod. hist. Q. nr. 66 bezeichnet ist. Sie teilt mit diesem Original wie mit der andern Kopie, welche wir als Cod. hist. Q. nr. 104 besitzen, eine Lücke zwischen 28. März und 4. Mai 1635, welche aber aus dem Druck in Schmidlins Beiträgen zur Gesch. des Jlerzogthums Württemberg Tl. 1 S. 197 ff. ergänzt werden kann. 08. Pap., XVII. Jahrh., öl Bl. Pappbd mit Pergamentrücken. Kurzer Bericht u. Relation, was sich bey, vor und nach dem am 12. Sept. 1602 angestalten churfürstlichen Beylager zu Dressden zugetragen u. begeben. Gemeint ist die Vermählung Kurfürst Christians II. aus der alber- tinischen Linie des sächsischen Hauses mit. Hedwig, König Friedrichs IL von Dänemark Tochter. 40 Histor. Handschriften in Folio Nr. 99. 100. 101. 99. [Pap., XVIII. Jahrk, 10 Bl. Ungehunden. Die zwey leztere Müntz-Monat-Rechnung als Febr. et Mart. 1734 derer bissher gewesten Müntzlifferanten Casparn u. Haldern von Augspurg, gerechnet von Wolfg. Adam Helder, fürstl. Müntzcontrolleur. Vergl. dazu Fol. nr. 111. 100. Pap., XVII Jahrk, ,54 Nummern. Ungebunden. Kollektaneen von Joh. Geo. Walz, Pfarrer in Rudersberg, später Spezial in Schorndorf, gest. 1658 oder 1659. 1 — 3. Briefe von ihm und an ihn. 4 — 9. Kleine Stücke zur deutschen Geschichte, worunter 2 betr. die Wald des Kaisers Matthias. 10—12. Zur Geschickte von Waiblingen. 13. 14. Vermischte Personalien, meist württ. Beamte und Adelige betr. 15—48. Genealogien und Fragmente von solchen betr. folgende Geschlechter: Adelmann v. Adelmannsfelden (mit Urkundenabschriften), Eyb, Freyberg, Gaisberg, Gemmingen, Griesheim, Holz, Harnstein, Neipperg, Pappenheim, Rechberg (samt Hürnheim und Weiden), Sattler, Schenk, Stockheim (samt Nippenburg), Thumb, Weiler, Wöllwarth, Württemberg (Eberhard 1IL). 49 — 54. Verschiedenes Genealogische. 101. Pap., Ausgang des XV. oder Anfang des XVI Jahrh., 131 Bl. Pappbd. Chronica Ottonis episcopi Freisingensis. Zuletzt herausgegeben von M'ilmans in Pertz Man. SS. XX p. 83 ff'. Unser Kodex gehört zu derjenigen Gruppe von Handschriften dieser Chronik, in welchen der Text Veränderungen im Interesse des Wittelsbachischeu Hauses Histor. Handschriften in Folio Nr. 102. 41 erlitten hat, und wird unter diesem Gesichtspunkt besprochen von Wilmans im Archiv der Ges. für alt. deutsche Geschichtskunde Bd. 11 (1858) S. 57 und in der Einleitung zu der Ausgabe selbst p. 112. Gleich andern Handschriften derselben Gruppe hat er folgende Zuthaten: 1) Bl. 126. 127. Ex Honorii Augustodunensis Imagine mundi üb. 3 (Biblioth. max. patr. Lugd. T. XX p. 993 1) bis 905 E). 2) Bl. 128. Papstkatalog Ms Engen III. herab. 3) Bl. 129. Unechter Epilog zu dem Werk Ottos von Freisingen, beginnend mit den Worten: llogo autem te, lector, gedruckt am Schlüsse der Ausgabe der Ottonischen Chronik durch Urstisius, German. histor. illustr. T. 1 (1585) p. 194, darauf 12 Verse über Otto, beginnend: Hac ex scriptura, abgedruckt in Pertz SS. XX p. 103. 4) Bl. 129'. 130. De prosapia Ottonis Episcopi. Aus dem Chro- nicon Claustro-Neoburgense (bei Pertz, Mm. SS. IX, 610 — 012), aber abgekürzt und korrumpiert. 5) Bl. 130. 130'. 131. Liste der Freisinger Bischöfe mit je zwei Versen über den einzelnen Mann aus Conradiis Sacrista, gesta episcoporum Frisingensium, jedoch darüber hinaus fortgeführt bis Friedrich von Mon- talban (gest. 1282), bei welchem die Verse aufhören, weiter mit den nackten Bischofsnamen und zwar sehr lückenhaft bis Johannes IV. (resigniert 1473). Ausser den schon genannten Orten ist diese Handschrift namhaft gemacht durch Mone und Dümge in dem oben citierten Archiv Bd. 3 S. 224; bezüglich der Verse (s. oben) benutzt von W. Meyer für Mon. Gem. SS. XXIV, 314 ff. 102. Pap., um 1700, 1003 S. Perybä. Auf dem Vorsetzblatt steht: Dieses Buch ist den 22. Dec. 1723 von dem Kirchenraths- Vicesccretario Klotzen zu fürstl. Visitations-Bibliothec offerirt und übergeben worden. Exzerptbuch eines Ungenannten. Der Schreiber sammelt Stellen ans heidnischen (Plutarch, Scneca) und christliehen (Augustin, Tertullian, Erasmus, Casp. Barth) Autoren über Gegenstände der philosophischen und theologischen Moral, sowie Züge des menschlichen Lebens aus Chroniken (Stumpf, Orusius) und Reisebeschreibungen (Tarernier, Benzoni). 42 Histor. Handschriften in Folio Nr. 103. 104. 105. 106. 107. 108. 103. Pap., XVII. Jahrh.,. 436 Bl. Lederbd mit Goldschnitt. Aus der Bibliothek des Oberrats. Ein früherer Besitzer schnei auf das Vorsetzblatt: „Bisses Buch hat mihr mein Schwager Anthoni Ulrich verjähret 1660." Ambassade de Monsieur [Ant. Lefevre] de la Boderie en Angleterre es annees 1606, 1607, 1608 et 1609. Tome I part. I. cont. les depesches et lettres du dict Sieur de la Boderie depuis le XX May 1606 jusques a la fin de l'annee 1607. Vergl. den Druck: Ambassades de M. de la Boderie en Angleterre sous le regne de Henri IV et la minor ite de Louis XIII. 1750. 5 Voll. 104. Pap., XVIII. Jahrh., 6,92 Bl. Pergb'd. Aus der Bibliothek des Geh. Iiats, für dessen Gebrauch dieses Exemplar nach einer Zuschrift des damaligen herzogt, tvi'trtt. bevollmächtigten Ministers l'rhrn. v. Wallbrunn in Frankfurt (d. d. 24. Juli 1745) bestimmt ivurde. Wahl-Convents-Protocoll Augustiss. Caroli VII de annis 1741 et 1742. 105. 106. 107. 108. Pap., XVII. — XVIII. Jahrh., von verschiedenen Händen geschrieben. In nr. 105 beginnen die von alter Hand eingetragenen Seitenzahlen auf dem vierten Blatt mit der Zahl 46, xvas auf eine lücke im Anfang hindeutet, und gehen bis cur Zahl 717. In nr. 106 beginnt die alte Paginierung (anschliessend an was?) mit der Zahl 241 und läuft fort bis 1156 (Medikation, Vorwort und. Register sind unpaginiert). Nr. 107 hat 517 neu foliierte Blätter. In nr. 108 zählt die alte Paginatur, welche die Einleitung und das Register am Schluss nicht mitbegreift, 1011 S.; Einl. neu paginiert XXXII S. Vier gleiche Pergamentbände. Aus der Bibliothek des Zach. Konr. v. Uffenbach mit dessen Wappen. David Wolleber (auch Wolleb) von Weiler bei Schorndorf, gest. um 1598 (?), Württembergische Chronik und Landbuch. Nr. 105 enthält Tl. I = Geschichte der Grafen und Herzoge bis Ludwig, näher bis 1587 und kennzeichnet .sich auf dein Titel als Abschrift Histor. Handschriften in Folio Nr. 109. 43 des „durch Unglück von Anfang und zu Ende mangelhaft gewordenen erden Originalexemplars. 1 ' Vollständigere Exemplare mit Bedikation, Vorwort, Einleitung etc. s. unter Fol. nr. 699 und 707. Nr. 106 begreift den andern Teil: Chorographia. Diesen Teil, das eigentliche Landbuch, machte W. rar dem.geschichtlichenfertig und widmete ihn (10.112. Okt. 1591) dem Erzherzog Ferdinand von Österreich. Besseres Exemplar: Fol. nr. 317. Die Wappen sind dort eingemalt, während hier bloss eine Beschreibung derselben gegeben ist. Nr. 107. Württembergisches Landbuch nach dem Alphabet*). Diesen Band bekam üffenbach 1717 im Tauseh von dem Esslinger Dr.jur. Burgermeister von Deizisau mit der Notiz, dass gegenwärtiges „authentische wurt- tembergische Landbuch sonst nur von dem engeren Äusschuss als arcanum Status' verwahrt werde, doch habe er es ex bibliotheca prineipis Ludomci erlangt." Die Urkunden im Anhang, welche zum Teil dem 17. Jahrh. angehören, verweisen dieses Landbuch in eine spätere Zeit, als die Wollebers ist. *) Es sind vielmehr zwei Alphabete: 1) Städte, Dörfer u. s. w. 2) Klöster. Nr. 108. Historia und Zeittbuech, des weitberiembten christlichen und hochlöblichen Fürstenthumbs Württemberg Anfang, Ursprung und Herkomen weilund aller bewissten Herren Graven und Hertzogen zue Württemberg u. s. w. Wolleber hat hier Landbuch und Chronik in magerer Bearbeitung und noch ungetrennt gegeben. Er widmete diese Arbeit mittels Zuschrift vom 8. Aug.' 1585 dem Landgrafen Ludwig von Hessen und seiner Frau Hedwig, einer Tochter Herzog Christophs von Württemberg. Der Zuschrift zufolge ist sie eine Erweiterung einer kürzeren „ Wirtembergi sehen Historie", welche W. dem Herzog Ludwig von Württemberg übergeben wird aber selbst wieder durch spätere Ausarbeitungen überholt, üffenbach Hess vorliegenden Band durch einen Amamiensis abschreiben „ex ipsms authoris autographo elegantissimo et ab honoratissimo amico quodam bene- vole concesso." 109. Pap., XVII. Jahrh,, SOG S. Pappbd. Wolfgantj Zacher's Chronicon Weiblingense d. i. der uralten weyl. königlichen Statt Weiblingen Herkommen. Der Verfasser dieser Chronik war in den JJ. 1638-43 Untervogt in W. (zugleich Stadtschrtiber bis 1641) und förderte als solcher kräftig 44 Histor. Handschriften in Folio Nr. 110. den Wiederaufbau der im J. 1634 von den Kaiserlichen in Asche gelegten Stadt. Die Chronik schrieb er im 60. Lebensjahr 1666. Um Erlaubnis, sie drucken lassen zu dürfen, bat er den Herzog Eberhard III. am letzten Febr. 1667 (s. den hinten eingeklebten Brief); ob er sie auch wirklich in Druck brachte, wie es nach S. 300 scheinen könnte, ist sehr zweifelhaft. In Ermangelung älterer Lokalnachrichten lässt er 8. 1—145 eine Geschichte der deutschen Kaiser vorausgehen; dann folgt erst eine magere Aufzählung der Lokalereignisse, der bekannter gewordenen Bürger und der Kirchen- uud Gemeindediener (welch letztere von anderer Hand, bis -weit in das 18. Jahrh. hinein fortgesetzt ist) von W. Die Einäscherung und der Wiederaufbau der Stadt (1634—56) sind besonders behandelt S. 227 — 288. Den Schluss bildet eine WaibUngische Weinrechnung von den JJ. 1470 — 1670. Fragmente aus dieser Chronik s. Fol. nr. 29G. 110. Pap., XVI. Jahrh., 2 Vorsetzblätter aus einer Perg.-Hdschr. theologischen Inhalts, Titel und Vorwort je 1 Bl., Register 2 Bl., dann der Text mit 116 Bl. (Bl. 6 und 7 fehlen). Pappbd. Chronica Zeit unnd Jarbuch von der Statt Hall Ursprung unnd was sich darinnen verloffen und wass für Schlösser umb Hall gestanden, durch M. Johan Herolt zusamengetragenn. Der Verfasser dieser Chronik war wie sein Vater (seit 1514) Pfarrer in Beinsberg, damals noch Beinoltzberg genannt, jetzt zum Oberamt Hall gehörig, wo er auch im J. 1490 geboren wurde und um 14. Nov. 1562 starb. Er erklärte sich schon vor 1525 für die Reformation und wurde in den Bauernkrieg stark verwickelt. Die Vorrede seiner Chronik datiert er vom Bartholomäustag 1541, es sind aber sichere Anzeichen vorhanden, dass er früher daran zu schreiben anfing und mindestens bis 1550 daran fortschrieb. Die Hand, welche diesen Kodex von Anfang bis zu Ende schrieb, ist nicht diejenige Herolts selbst -- das Autographon scheint nicht mehr zu existieren —, der Kodex entstand aber bald nach der Mitte des 16. Jahrh., wie aus den Schriftzügen zu schliesseu; der späte Eintrag von der Hand eines Besitzers (116'): „Anno domini 1635" darf hierüber nicht täuschen. Jedenfalls ist diese Abschrift unter den bekannten die älteste und noch verhältnismässig frei von fremden Zusätzen, doch finden sich schon hier solche aus Widmann (vergl. Fol. nr. 8) und andern. Schönhuth beschrieb diesen Kodex in der Zeitschr. des bist. Vereins für wirt. Franken H. G. 1853. S, 103 und legte ihn seiner Ausgabe (Hall 1855) Histor. Handschriften in Folio Nr. 111. 112. 113. 45 zu Grund. Andere Abschriften finden sich unter Fol. nr. 569. 673, auch in München und Wien. Aus einer Wiener hat Mone die Fpisode über den Bauernkrieg im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit 1839. S. lff. ediert. Eine in seinem Besitz befindliche vergleicht Stechele in dem Fisenacher Gymnasialprogramm v. J. 1884 mit dem Druck. Über den Verfasser und sein Werk vergl, dieses Programm und den Aufsatz G. Bosserts in den Württ. Vierteljahrsheften 1881. S. 289—295. 111. Pap., XVIII. Jahrk, 7 Bl. Ungebunden. Abschrift einer Urkunde, vermöge deren Herzog Karl Alexander von Württemberg einen von seinem Vorgänger Eberhard Ludwig mit den Augsburger Banquiers Caspar und Halder wegen Lieferung von Edelmetall auf die Stuttgarter Münze abgeschlossenen Vertrag bestätigt XI. Jan. 1734. Vergl. dazu Fol. nr. 99. 112. Pap., XVII. Jahrh,, 284 Bl. Perabd, Fürstlicher württenbergischer Geschlecht-Calender. Dieser Kalender wurde zur Zeit der Regierung Herzog Johann Friedrieh, abgefasst and zwar ist das jüngste darin vorkommende Da- tum: (>. Aug. 1626. 113. Pap., XVI Jahrh,, 6 Bl Geheftet. Aus der Geh.-Bats-Begistratur. Triumph und Victoria, wie der durclil. christenlich hochgeboren Fürst und Herr Herr Ferdinande, Printe und Infant in Hispamen, Erteherteog zu Oesterreich, Hertzog zu Burgant uff den 25. Tag dess Mayen Anno 1^ zu Stutgarten eingeriten und löblich entpfaugen Anno 1522. (xedruclct zu Stutgarten durch Hanns von Erfort. Abschrift eines durch polizeiliches Verbot frühe selten gewordenen Drucks. 46 Ilistor. Handschriften in Folio Nr. 114. 115. 114. Pap., XVI.-Jahrh,, 60 Bl. Papphd. i Chronik der Stadt Gmünd. 1. Bl. 1—14. Von Anfang, Namen und ITerkomen dess heil. Reichs Statt Schwebischen Gemünd aus den Cronicen zusamengezogenn [samt der älteren Geschichte den Klosters LorchJ. 2. Bl. 15—26. Die Namen der Burgermaister [und Stettmaister] (1284—1546, auf Bl. 60 fortgesetzt bis 1552). 3. Bl. 27 — 5!). Beschreibung und Anzaigung dess Überzugs, Be- legerung, Beschiessung, Eroberung, Plünderung der Bürger der Statt Schwe- bischen Gmünd von Herzog Hans Friderich zu Sachsen dem Churfürsten und Philips Landtgrauen zu Hessen Irem Kriegsvolckh inn Anno 46 den 26. Nov. geschechen. Die Abt. 3, aus welcher auch Crusius, annal. suev. pars 3 ■]>. 659 /'. geschöpft zu haben scheint, citiert Cli. F. Stalin, wirf. Gesch. 4, 451 als Quelle. Als Verfasser derselben nennt Dekan Dehler in seiner Chronik (Hdschr. im Besitz der Stadt Gmünd) glaubhaft den Hans Bauehbein, welcher wiederholt von 1537 an und speziell im J. 1546 Bürgermeister rou Gmünd war. Herr Pfarrer Wagner von Mägerhingen (jetzt Nechar- thailfingen), welchem wir die eben mitgeteilte Notiz über die Autorschaft von Abt. 3 rerdanken, erkennt als Schreiber (Abschreiber) des Ganzen mit Wahrscheinlichkeit den Hans Müller, Stadtschreiber von Gmünd 1574. Eine Beschreibung vorliegender Hdschr. von Ff. Wagner s. in den Württ. Vierteljahrsheften 188G 11. 1 S. 2. Ebenda S. 3 ff. ist die Bauchbeinsche „Beschreibung 11 (s. oben 3) — im wesentlichen nach einer älteren Handschrift — herausgegeben. In etivas anderer Gestalt erscheint diese mannigfach vervielfältigte, umgearbeitete und erweiterte Chronik unter Eol. nr. Oll. Vcrgl. auch Eol. nr. 71. Pap., XVI. Jahrk, 386 Bl. Pergbd. Früher im Besitz des Oberrats. Lorenz Fries (gest. 1550) Chronik der Bischöfe von Wiirzburg. Diese Chronik reicht bis Lorenz v. Bibra (reg. 1495 — 1519). Neben der Geschichte des Bistums Wiirzburg geht die der Abtei Schwarzach her. Gedruckt ist die Chronik zuletzt in zuiei Oktavbänden Würzburg 1848 — 49. Zu unserer Hdschr. vergl. noch Fol. nr. 123. 315. 423. Histor. Handschriften in Folio Nr. 116. 117. 47 116. Pap., XVII. Jahrh., G3 Bl. Pergbd. Aus der Bibliothek des Oberrats. Warhaffte Beschreibung ettlicher Raysen, wie dieselbige Mr Andreas Josua Ultzheimer von Haydenheim auss dem löblichen Hertzogthumb Württemberg etc. gebürtig, in aigner Person nit ohne sondere grosse Gefahr in Europa, Africa, Ostindien und America tarn meridionali quam septentrionali, auch bey den Wilden, naketen Menschenfressern zu Land und auff dem ungeheuren Meer innerhalb ungefähr XV Jahren mit Gottes Hülff vollbracht hat. Nach einer andern Randschrift, welche der höheren Bürgerschule in Schwelm gehört, ist diese. Reisebeschreibung herausgegeben von W. Crecelius in Birlingers Alemannia Bd. 6 (1878) 8. 90—126, Bd. 7 (1879) S. 97 bis 120. Wenn der Verf. sieh in der Schweinischen Hdschr. als gebürtig von Gerstellen, in der Stuttgarter als gebürtig von Heidenheim bezeichnet, so ist beides ungenau. Sein Vater Jakob U. bekleidete Pfarrdienste in der Gegend von Heidenheim, und zwar um die Zeit, wo Andr. Josua geboren sein muss, zu Bolheim (1571—78) und Heubach (1578—86), als der Sohn ausser Landes ging, zu Heldenfingen (1586—99?), zuletzt in Gerstellen (15999—1607). Andreas Josua war ausser Landes rem 1596 bis 1609. Nachdem er zurückgekommen war, setzte er sieh 1610 als Chi- rurgus in Tübingen und sehrieb dort im J. 1616 dieses Buch. Unser Exemplar ist dem Herzog Johann Friedrieh dediziert. Auf Bl. 2. r >—2S finden sich Federzeichnungen des Verf. 117. Pap., XVII Jahrh., 162 Bl. lederbJ. Traduction des trois premiers livres de Davila. Es ist die Übersetzung des Anfangs der Ristoria delle guerre civüi di Francia von lleur. Cat. Davila. 48 Histor. Handschriften in Folio Nr. 118. 119. Kl Pap., XV FL Jahrk, 120 Bl. Pergbd. Aus der Bibliothek des Oberrats. Was des allerdurchl. etc. Herrn Leopold [I.] erwöhlten römischen Kaysser etc. Hoffstatt und wass bey derselben sowohl Ministri als Officier von den höchsten bis niedern Bedienten ein jeder Besoldung hat, auch jährliche bey denen hungarischen Gräntzen und andern für Einkommen und Aussgaben sich befinden und gegeben werden. Am Schluss: Actum den letzten Juuii Ao 1677 Jahres. Es sind in dieser Schrift ausser den Gehalten auch die Namen der Angestellten in Zivil und Militär angegeben and von manchen die Porträts eingeklebt. Überhaupt enthält die Schrift mehr als der Titel besagt. Der Verfasser geht darauf ans, alles zu entwickeln, was einem angehenden kaiserl. Hofkammerrat zu wissen nötig, und so erhält man eine Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Reichs, lernt den Organismus der Finanzverwaltung und die Normen derselben, das Militärverpflegungswesen (Hahn, de Montecuculi's Name kehrt öfters wieder) u. s. w. kennen; auch hält der Verfasser nicht zurück mit seiner Überzeugung, dass viele Übelstände bei dieser Verwaltung zu beklagen seien, und macht Vorschläge zur Verbesserung. Manche Indizien scheinen auf die Autorschaft des damaligen Vizepräsidenten der Hofkammer, Graf Joh. Quintin Jörger (gest. 1705), hinzudeuten. Vergl. Krones, Gesch. Österreichs Bd. 3 S. 570. Wurzbach, biogr. Lex. v. Österr. Bd. 10 S. 231. Dasselbe Buch in älterer Gestalt s. J<'ol. nr. 21G und in italienischer Sprache Fol. nr. 322; vergl. ferner Fol. nr. 520, 119. Pap., XVI. Jahrh, (jedenfalls vor 1543, wie ein eingelegter Zettel beweist), 48 Bl. Papierdeche. [Jakob Unrest], Cronica über pede Fürstenthumb Kärnten [und] Crain sambt etlichen der alten Tatten Urgeschichten. Die Chronik beginnt mit der Erhebung des Virgilius auf den Bischofssitz von Salzburg 764 und mit Samo als Herzog von Kärnthen, behandelt aber die Geschichte der in liede stellenden Provinzen in einiger Ausführ- Histor. Handschriften in Folio Nr. 120. 49 lichkeit bloss bis zu deren Vereinigung mit Österreich und verweist Bl. 37 auf des Verfassers österreichische Chronik für die Zeit der Herrschaft der Habsburger, die nun bis 1-190 dauere. Hierauf folgt eine Liste der hohen Adelsgeschlechter und der Klöster in den genannten Landschaften. Den Schluss bilden chronistische Notizen zu den JJ. 725, 1292, 1315, 1413, 1317, 1400 und 1497, welche sieh mit Ausnahme der zu 725 alle auf die Stadt S. Veit beziehen. Jakob Unrest, Pfarrer von S. Martin am Techeisberg in Kämthen (gest. 1500), sehrieb diese Chronik im J. 1490. Sie wurde mit der österreichischen Chronik desselben Verfassers gedruckt bei Hahn, collectio monum. ined. T. I p. 479 ff. und zwar nach einer in der k. Bibliothek zu Hannover befindlichen Handschrift (besehrieben von Krones im Arch. f. österr. Gesch. Bd. 48 S. 491 ff.), welche für die österreichische Chronik der einzige bis jetzt ermittelte Kodex ist, während es von der Kärnthner Chronik mehrere Handschriften giebt (s. Krones a. a. 0. S. 500). Die von Hahn p. 507 augezeigte Lücke in der Hannoveraner Hdschr. kann aus unserer (Bl. 23—25) ergänzt werden. Dagegen ist der Anhang über den Adel und die Klöster Kärutheus in jener Hdschr. vollständiger als in der unsrigen. Dieser Anhang ist ausser bei Hahn auch in Megisers Annales Carinthiw (Leipz. 1012) und im Appendix der Böelersehen Ausgabe von Aeneas Sylvius historia Friderici III. (1085) gedruckt. Was die chronistischen Zusätze betrifft, so finden sieh solche auch in den andern Handschriften (s. Krones a. a. 0. S. 500), gleichlautende, wie es seheint, bloss in der des Stifts Slrahov in Prag (Beitr. zur Kunde steierm. Geschichtsquellen Jahrg. 19 S. 70). Über den Verf. der Chronik vergl. Krones a. a. O. S. 429f.; Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen. 3. Aufl. 1, 385 f. Die Abschrift rührt von Einem Schreiber her. 120. Pergamentblatt auf Pappdeckel aufgezogen, XV11. Jahrh. Ungebunden. Papst Alexander VII. spendet einem ungenannten Adeligen seinen Segen d. d. Rom 13. Jan. 1663. Ilandschr. d. k. öff. Bibl. Stuttg. I, 1. 50 Histor. Handschriften in Folio Nr. 121. 122. 121. Pap., XVI Jahrk, 424 gezählte Bl. (das letzte beschriebene ist übrigens Bl. 325). Holzbd mit Leder überzogen. Auf dem Biickdeekel liest man: 1531. Von meinem lieben Vater Anthoni Pynel Anna J. Sulzerin. Später gehörte der Kodex dem Oberrat. Hector Mülich, Chronik von Augsburg. Auf dem Vorsetzblatt dieser Augsburger Chronik (aber auch einer anderen, welche gleichfalls dem Oberrat gehörte, Fol. ur. 161) stellt die litterarische Notiz: „Huldricus monachus S. Afrce scnpsit chrouicon ad, Fetrum Cardinalem tit. S. Vitalis de rebits gestis Augustanorwm. Sigis- mundus Gossenbrotus collcgit annales patriae suai." Diese Worte haben toohl dazu Anlass gegeben, dass vorliegende Chronik im alten Katalog dem Sigm. Gossenbrot zugeschrieben -wurde. Allein Gossenbrot schrieb überhaupt keine Chronik, sondern provozierte nur durch seine Anregung die Meister- linsche (s. Chrou. d. deutsch. Städte Bd. 4 S. XXXVIII). Den Verf. unserer Chronik erkennt man aus den Worten: „Ich Hector Mülich" bei den JJ. 1452 (Bl. 83') und 1454 (Bl. 86'). Mit Bl. 248 beginnt die Fortsetzung des (Unterkäufers) Georg Diener beim J. 1499 und geht (nach Chron. d. deutsch. Städte Bd. 4 S. XLI) bis zum J. 1512. Nach diesem Jahr finden sich nur noch zerstreute Einträge von anderer Hand aus den JJ. 1514. 1518. 1520. 1521. 1523. 1529 (bis 1534). 122. Pap., XVII. Jahrk, 481 Bl. Pergbd. [Lorenz Fries], Wirtzburgische Cronica, abgeschrieben durch Johann Georg Schilling, der Zeitt jungen Gesellen und Scribenteu zu Münncrstatt Anno lf>22. Angeb. die von derselben Hand kopierte: Beschreibung tless unversehenen und erschröckhlichen Grumbachischen Einfalls, wasmassen die Stadt Wirtzburg erobert und eingenommen worden im Jar des Herrn Jesu Christi 1563. Die Würzburgische Chronik vollendete Fries im J. 1546; mit den Fortsetzungen reicht sie in dieser Hdschr. bis zum Bischof Julius Echter von Mespelbrunn (gest. 1617). Veryl. hiezu Fol. nr. 115. 315. 423. Histor. Handschriften in Folio Nr. 123. 124. 125. 51 123. Pap., XVIII. Jahrh., 141 Bl. Pappbd. Relatione et esame della Serma Republica di Venetia fatta dal conte Francesco della Torre, ambasciatore appresso la medesima per la Maestä Cesarea di Leopoldo I. Diese Relation von der Verfassung und Verwaltung der Bepublik Venedig entdeckte Joh. Fried r. Lehr et in der nunmehr längst zerstreuten Bibliothek des deutschen Konsuls zu Venedig, Amad. Schweyer; er nahm gegenwärtige Abschrift davon, welche er der herzoglichen Bibliothek schenkte, und publizierte sie deutsch mit Anmerkungen in seinem Magazin für Staaten- und Kirchengesch, Bd. 1 S. 3 ff. Bd. 2 8. Uff. Bd. 3 S. 565 ff. Bd. 4 S. 338ff. (1771— 74). In ihrer ursprünglichen Fassung scheint die Relation noch nicht gedruckt zu sein. Ihr Verfasser ist nach seinem vollen Namen Franz Ulrich Graf von Thurn-Valsassina (gest. 1695); vergl. Wurzbach, biograph. Lexikon des Kaiser/h. Osterreich Bd. 45 S. 102 f. 124. Pergamentblatt aus dem XV. Jahrh. Ungebunden. Endstück des Originaltestaments der Pfalzgräfin Margaretha (gest. 25. Febr. 1501), der Tochter des Herzogs Ludwigs des Reichen von Bayern, der Gemahlin Kurfürst Philipps des Aufrichtigen von der Pfalz (gest. 1508). Datum urspr. 1488, aber korrigiert in 1499. Pap., XVII Jahrh., 532 beziv. 632 Bl. Pergbd. Als Sammler oder wenigstens Besitzer ist auf dem ersten Blatt G. C. Frisch genannt [d. h. Georg Christoph Krisch, Kammerrat]. Aktenstücke zur Geschichte Württembergs.*) 1. Bl. 1 — 23. Annsuchung Herzog Christoffs von Württemberg bey denn Stännden des Ponds im Lannd zu Schwaben, darin er das Fürsten- tliumb W. wider fordert und begehrt d. d. 31. Juli 1533. (Dasselbe besitzt die Bibliothek in drei verschiedenen Drucken o. 0. u. J.) *) In dieses Inhaltsverzeichnis sind nicht aufgenommen eine Beihe interner und persönlicher Akten des landtagsausschusses, Papiere von rein lokaler Bedeutung, Konzepte untergeordneten Werts. 52 Histor. Handschriften in Folio Nr. 125. 2. Bl. 26—20. H. Ludwig- zeigt dem Kaiser Maximilian IT. den Tod 11. Christophs an ; der Kaiser bezeugt sein Beileid; Ludwig dankt (7. 20. Jan., 5. Febr. 1569).* .'?. Bl. 30. 31. Anordnungen für die Beisetzung der Herzogin Dorothea Ursula d. d. 2(5. Mai 1583 (vergl. dazu Bl. 164). 4, Bl. 32—90. IT. Ludwigs Testament d. d. 6. März 1587 (b. Beyscher, Samml. württ. Ges. 2, 190 ff.). 5. Bl. 92—1)5. Anerkennung desselben durch IT. Friedrich in Mompel- gard d. d. 5. Apr. 1587. (i. Bl. 96—102. II. Ludwigs Kodizill vom 21. Okt. 1589. 7. Bl. 108—106. Hierauf bezügliches Notariatsinstrument. 8. Bl. 108-131. H. Ludwigs Kodizill vom 11. Juli 1592. '.). Bl. 134—158. II. Friedrich verspricht als dereinstiger Nachfolger H. Ludwigs, dessen Testament nebst Kodizillen zu respektieren d. d. 12 und 14. März 1593 (= Sattler, Herzoge Bd. 5 Beil. nr. 26 und Landesgrundverf. 8. 229 ff., wo auch ein Bericht über den Hergang der Verliandlungen). 10. Bl. 160—163. Gedruckte Ankündigung des Todes H. Ludwigs (in den Kirchen zu verlesen). 11. Bl. 165 — 182. Akten und Korrespondenzen betr. den Tod II. Ludwigs und den Übergang der Regierung an TT. Friedrich (Aug. 1593). 12. Bl. 183—192. Konzept-Protokolle über die Thätigkeit des Geheimen Rats in dieser Übergangszeit. 13. Bl. 195—208. Erklärung der Exekutoren des Testaments H. Ludwigs d. d. 24. Nov. 1593. 1-1. Bl. 211—213. Kondolenz- und Gratulations-Schreiben des grossen und kleinen Ausschusses an II. Friedrich. 15. Bl. 213-223. Erklärungen der Landschaft gegen die Aftcr- lehenschaft des Herzogtums (1594). 16. Bl. 224—229. Rede des Kanzlers Aichmann im Neuen Kollegium zu Tübingen. 17. Bl. 229—250. Weitere Schritte zu Gunsten der Befreiung Württembergs von der Afterlehenschaft. 18. Bl. 253—254. H .Sigmund von Österreich belehnt den Grafen Eberhard v. W. mit Blaubeuren 31. Okt. 1460 (cü. r. dir. F. Stalin, wirt. G. 3, 547 An in. 3). 19. Bl. 255—277. Aufzeichnungen und Denkschrift eines Juristen über die Afterlehenschaft. 20. Bl. 284—291. Schreiben K. Rudolfs IL an II. Friedrich v. W. um Hilfe gegen die Türken d. d. 21. Febr. 1602. 21. Bl. 293 — 314. Anlagen in Württemberg von Ao. 1498 hero (—H)()8) (benutzt bei Ueyd, Ulrich 3, 561). Histor. Handschriften in Folio Nr. 12(5. 53 22. Bl. 320—340. Des kl. u. gr. Ausschusses Staat d. d. 18. März 1599. 23. Bl. 848—858. Kadaucr Vertrag v. 29. Juni 1584 (llei/scher 2, 75.ff.). 24. Bl. 859-880. Der Räte Bedenken betr. Nachsteuer und Alt- kaufung der Leibeigenschaft 4. und 28. Dez. 1598. 25. Bl. 888—888. Protokoll einer Verhandlung im gr. u. kl. Aus- schuss (1600). 26. Bl. 889-395. Erhebung W.s zum Herzogtum durch K. Maximilian 21. Juli 1495 (Bei/scher, 2, 1 ff.). 27. Bl. 89(5—400. II. Eberhards Begleiter nach Worms (Oh. JA Stalin, wirt. 67. 5, 640 Anm. 2). 28. Bl. 407—418. Vertrag gegen der Jüdischait (sie) uffgericht. Stllttg. 11. Aug. 1551 (= nr. 41 der Hdschr. Fol. nr. 177). 29. Bl. 415—429. Klage von Vogt, Bürgermeister und Gericht zu Stuttgart gegen die Kanzlei- und Hofverwandten wegen Verweigerung der Steuer von den Gülten; Dekret des Herzogs (22. Okt. 1583); Supplik der Beklagten. 30. Bl. 437—439. Des Kammermeisters J. Rösslin Bericht über Freizügigkeit 8. Jan. 1599. (Von hier ab springt die Foliierung um 100 zurück.) 31. Bl. 351—355. Ordnung und Staat, wie sich gemeiner Landschaft des Herzogtums W. verordnete Einnehmer halten sollen 5. Mai 1598. H2. Bl. 358—363. Verzeichnuss derjenigen Puncten, welche gemeiner Landtschafft Usschuss zu verrichten. 18. Apr. 1607. 33. Bl. 8(15—372. Bedenken, wie die Usslcndischen, so im Landt begütert, zu besteuren, von Canzler Sebast. Faber. vergl. Bl. 377'—381. 34. Bl. 384'—397. Proposition des gr. u. kl. Ausschusses wegen der Anerkennung des II. Lud\vigschcii Testaments durch 11. Friedrich 23. Febr. 1598. 35. Bl. 410'—414. Erwerb von Besighcim und Mundeisheim. 1595. «ergl. Bl. 415 f. 432 f. 36. Bl. 414'—415. H. Friedrichs Landtagsausschrcibcn. 4. Apr. 1595. 120. Pap., XVII. Jahrk, 46 + 204 Bl. Pergbd. I. Bl. 1—14. 19--37. Balthasar Mütschelins, Kammerrats und Vogts zu Nürtingen (gest. 4. Apr. 1608), Württembergische Chronik, soweit sie den armen Konrad und die Huttensche Geschichte befasst, unter Vorausschickung des Patents vom 21. Juli 1495, vermöge dessen K. Maximilian Württemberg zum Herzogtum erhöht, und des Tübinger Vertrags vom J. 1514 (in der Hdschr. steht fälschlich 1504). 54 Histor. Handschriften in Folio Nr. 127. IL Bl. 1—236. Desselben Landbuch, worin Mütschelins Name öfters wiederkehrt., s. Bl. 41. 80'. 131. 148, nicht ohne fremde Zusätze, wie z. B. die Verse und Wappen, welche ein Ungenannter 1625 von den inneren Wänden des Klosters horch abschrieb und abzeichnete, Bf. 104. III. JH. 261—269. Der Krieg zwischen Graf Ulrichen und der Statt Esslingen (1449—50). Eine andere Handschrift davon s. Q. nr. 79. Abgedruckt bei Mortons, Gesch. der innerhalb Württembergs vorgefallenen krieger. Ereignisse. Stuttg. 1817 8. 780—802; vergl. Gh. F. Stalin, wirt. Gesch. S, 476 Anm. 3. IV. Bl. 275-277. 283—285. Epitaphien von den Herzogen Ulrich und Christoph sowie von verschiedenen Gliedern ihrer Familie. V. Bl. 278. 279. Verzeichniss der Personen, die bei Herzog Ulrichs Heirathsabred gewesen. VI. BL 285—28'.). Schreiben aus Anlass des Todes von Prinz Eberhard, Christophs Sohn, 1568. VII. BL 291—294. Inschriften vom Chor der Stiftskirche zu Stuttgart. 127. Pap., XVII. Jahrb., 413 Bl. Pappbd, Ruck und Eck in Pergament. [Joh. Bernhard Unfrieds, Professors in Tübingen] Beiträge zu einer historischtopographischen Beschreibung von Württemberg. Verf. ist ein Tübinger (vergl. Bl. 154' „nostri Tubingenses", Bl. 170' die rotgeschriebene lat. Bandnote) und wir können seine Namenschiffre J. B. U., wie sie BL 118 stellt, um so unbedenklicher so, wie oben geschehen ist, ergänzen, als 1) in dem Mskr. Stellen mitgeteilt sind aus Papieren des Stadtschreibers von Bietigheim Joh. Unfried und dieser als „Avus* des Autors bezeichnet ist; vergl. Bl. 156. 212'. 231. 2) Joh. Val. Andrea in einer Bl. 124' eigenhändig auf den Band gesetzten Replik den Autor direkt mit ,,mi Unfride" anredet. J. B. Unfried war Professor „philo- sophice et linguarum" in Tübingen in den JJ. 1629ff. (s. Binder, Wirt. Kirchen- und Lehrämter 1, 355). J. J. Moser, geneal. Nachr. S. 284 nennt ihn „ Universitätsverwandter"; er hielt im J. 1630 am Jahrestag der Juristenfakultät eine Bede de imperkdi constitutione super publica utriusque religionis pace promulgata (gedr. Tub. 1(133) und verfasste geneal. Tafeln Histor. Handschriften in Folio Nr. 128. 55 über die lamilie der Moser v. Filseck (1629. 1633. 1634). J. V. Andrea (s. dessen Selbstbiographie ed. Bheinwald p. 19. 81. 115 f. 158) rühmt die (/rosse Geschichtskenntnis dieses seines Jugendfreundes. Ein auf die Geschichte Württembergs bezügliches Manuskript von ihm sah Datt bei dem Registratur Frisch und schätzte dessen Wert sehr hoch (s. Pregizer, Suev. et Wirt. Sacra p. 565). Es ist vielleicht identisch mit dem gegenwärtigen. Unfried knüpft seine von ausgebreiteter Belesenheit und scharfer Kritik zeugenden Bemerkungen über württ. Landes- und Lokalgeschichte als Glossen an das Werk eines andern, welches ihm zur Beurteilung vorgelegt war. Dieses Werk aber kann von niemand anderem sein als von Joh. Vol. Andrea. Denn Unfried rückt dem Verfasser Bl. 288' vor, er habe eine gewisse Inschrift an der Vaihinger Stadtkirche hier minder genau wiedergegeben als „in posterioris incendii recitatione". Bekanntlich hat Andrea die beiden Vaihinger Brände von 1617 und 1618 beschrieben und die fragliche Inschrift, welche durch den zweiten Brand unleserlich gemacht worden war, bei dieser Gelegenheit wörtlich fixiert (Vita ed. Rheinwald p. 68). Ferner sind von Andreas unverkennbarer Hand an den Rand der Unfriedischen Glossen einige Gegenbemerkungen oder Zusätze beigeschrieben (z. B. Bl. 121'. 156'), woraus hervorgeht, dass Andrea die Glossen seines Kritikers wieder gelesen. Von dem Andreäschen Buch Hesse sich aus unserem Mahr, der Inhalt im ganzen und einzelnes vom Wortlaut 'wiederherstellen. An den Glossen dazu arbeitete Unfried nachweislieh schon vor 1619 und bis gegen die Mitte der dreissiger Jahre, also fast bis an seinen um diese Zeit erfolgten Tod. 128. Pap., XVIII. Jahrh., 653 S. Lederbd. Früher im Besitz des Kriegsrats. Joh. Ulr. Pregizer's d. Aelt. Württembergische Staatshistorie oder historische und politische Erläuterung von der innern und äussern Macht und Stärcke des Herzogthumbs Wirttemberg. Andere Kopien s. unter Fol. nr. 34. 55. 83. 188. 358. Näheres bei der Beschreibung der erstgenannten Nummer. 5G Histor. Handschriften in Folio Nr. 129. 130. 120. Pap., XVII. -Jahrh, 34 Bl. Leder bei. Friedr. Pfaff's d. Aeli, Pfarrers in Steinheim an der Murr, Staatslibell oder teutsche Polizey. Der 74jährige Pfaff widmet diese Diatribe am 1. Advent KHK) dem Erbprinzen Eberhard Ludwig von Württemberg. Er starb zu Steinheim 8. Juli 1703. 180. Pap., XVI. Jahrh., 4L Bl. Gepresste Pergamentdecke, welcher die Worte aufgedruckt sind: Memoriae posteritatique inelytae domus Wirtembergieae sacrum. Darunter das württ. Wappen und die Jahreszahl 1583. Aus der Gch.-Rats-Begistratur. Ein eigentlicher Titel fehlt. Statt desselben finden sich zwei getuschte Blätter mit allegorischen und emble med isehen Darstellungen von der Hand eines Künstlers J. Z. (wohl = Jak. Züberlein, ein beim Lusthaus beschäftigter Maler). Denselben folgen auf 36 Blättern und einem Düppelblatt Nachbildungen alter Grabsteine des württ. Fürstenhauses. Die Veranlassung zur Aufnahme derselben, welche einer beabsichtigten , aber nicht ausgeführten Restauration der .Denkmäler vorarbeiten sollte, scheint der Archivar Andr. Büttel [d. J.J gegeben zu haben, welcher nicht bloss auf dem Vorsetzblatt als früherer Besitzer dieses Bandes erscheint, sondern auch auf die Rückseite der Abbildungen Nennen und, Todestag der betreffenden fürstlichen Personen geschrieben hat. Die Abbildungen sind um so wertvoller, als die Originale, einfache Steinplatten mit Wappen und Umschriften, nicht mehr an ihrem alten Standort über der Gruft Inder Stiftskirche anzutreffen sind, vielmehr den von Herzog Ludwig errichteten Ahnenstatuen weichen mussten. Nur auf dem Doppelblatt 17 ist ein noch jetzt in der Stiftskirche erhaltenes Grabdenkmal, das des Grafen Ulrich mit dem Daumen und seiner zweiten Gemahlin Agnes, wiedergegeben (besser, aber ergänzt von Ileideloff in dem Werke: die Kunst des Mittelalters in Sehwaben Taf V ). Man vergleiche weiter das eben cü. Werk S. 24 Ann. 1 und Max Bach in den Württ. Vierteljahrsh. 1884 S. 164 ff., tco vorliegende Rdschr. eingehend beschrieben ist. Histor. Handschriften in Folio Nr. 131. 132. 133. 57 lol. a (bis), b. c. 1 Pap., XVII. Jahrh. (Vol. 1 auch in Abschrift vom XVIII. Jahrh.), Vol. 1 (Orig.) 461, Vol. 1 (Kop.) 432, Vol. 2 366, Vol. 3 331 Bl. 4 Leäerbünde mit Goldschnitt, dem württ. Wappen und der Namenschiffre des Herzogs Karl Eugen. Traictes d'Allemagne. Vol. 1. 1294—1611. - Vol. 1. in späterer Abschrift. — Vol. 2. 1611—1630. - Vol. 3. 1630—1644. Die Urkunden sind teils lateinisch, teils französisch. Die Sammlung seheint kurz vor dein westfälischen Frieden gemacht zu sein. Sie setzt sieh fort durch die Nummern 132—136, die Originale durchweg von derselben älteren Hand, die Abschriften von derselben jüngeren Hand geschrieben. s a. b. c. Pap., XVII. Jahrh., Vol. 1 226, Vol. 2 245, Vol. 3 345 Bl. Gleiche Ausstattung wie hei nr. 131. Traictes des Suisses. Vol. 1. T. d. S. entre cux pour former leur republique. 1315—1528. Vol. 2. Traictes et alliances que les Suisses ont avec le Pape, l'Em- percur, le Roy d'Espagne, la Republique de Venise, le Duo de Savoye, le Marquis de Dourlach et avec la ville de Geneve. 1565—Hi03. Vol. 3. Traictes et alliances, que les Suisses ont avec la couronnc de France. 1453—1622. Am Schluss des Bandes: Escript präsente au Roy Henry IV pour contenir les Suisses au service de sa couronne au desavantage de ses en- nemis. (1606.) 10«. a. b. Pap., XVII. Jahrh., Vol. 1 272, Vol. 2 204 Bl. Gleiche Ausstattung wie bei nr. 131. 132. Traictes concernant les Grisons. Vol. 1. 1497-1622. - Vol. 2. 1622-1629. 58 Histor. Handschriften in Folio Nr. 134. 135. 136. 134. a (bis), b (bis), c (bis). (1 (bis). Pap., XVII. (resp. XVIII.) Jahrh., Blatter zahl s. imt. Gleiche Ausstattung wie bei nr. 131. 132. 133. Traictes concernant les Provinces Unies des Pays-Bas depuis leur sous- levement contre le Roy d'Espagne. Vol. 1. 1555-1585. Orig. 251, Kopie 235 Bl. Vol. 2. 1596—1613. Orig. 220, Kopie 211 Bl. Vol. 3. 1014-1029. Orig. 301, Kopie 310 Bl. . Vol. 4. 1030-1044. Orig. 280, Kopie 205 Bl. In dieser Abteilung sind ausser den Vertrügen besonders viele nicht streng dahin gehörige Dokumente aufgenommen: Beschwerdeschriften, Manifeste, Heden von Gesandten, Edikte etc. löd» a. b. c. d (bis). Pap., XVII. (resp. XVIII.) Jahrh., Blätter zahl s. unt. Gleiche Ausstattung ivie bei nr. 131 ff. Traictes concernant l'ltalie. Vol. 1. 1208-1571. 224 Bl. Vol. 2. 1000 — 1610. 209 Bl. Vol. 3. 1611-1032. 229 Bl. Vol. 4. 1035-1044. Orig. 177, Kopie 204 Bl. a. b. Pap., XVII. Jahrh., Blätterzahl s. unt. Gleiche Ausstattung wie bei nr. 131 ff. Traictes concernant l'Angleterre. Vol. 1. 1200-1552. 207 Bl. Vol. 2. 1559-1032. 201 Bl. Histor. Handschriften in Folio Nr. 137. 138. 59 Pap., Ende des XVI. Jahrh., 224 PI. Pergamentdecke. Ratio nominis et originis antiquissimae atque illustrissimse domus Wirten- bergicae fideliter inquisita anno nostrae salutis 1597 authore Simone Stu- dione Uracaao apud Marpachenses praeceptore. Identisch mit Fol. nr. 57, bei welcher Nummer die nähere Beschreibung gegeben ist. Die dort den Eingang bildende Prafatiuncula fehlt hier. Dagegen erscheint die Widmungszuschrift hier mit einem anderen Datum (21. Dez. 1507) und in viel umfänglicherer Fassung, durchsetzt mit chi- liastischen Zukunftsberechnungen. Die Unterschiede im Text zwischen beiden Widmungszuschriften sind in unserem Exemplar auf dem Rand von anderer Hand notiert. Endlich ist die Aufzählung der Familienglieder des wiirtt. Fürstenhauses in dem späteren Exemplar weniger weit herabgeführt als in dem älteren. Auf dem Titel unseres Exemplars stehen unten die Worte: Jubeute Serenissimo Principe Frederico cum D. Oswaldo Gabelkhofero revidi, sed supprimendum cluxi. Ita Principe jubeute Über apud nie mansit et alter mgsteriosus apud Principem. B.fcnj.J Bouwinchhausen a Walmerode. Das hier genannte weitere mysteriöse Buch ist ohne Zweifel Studions Nao- metria (vergl. Cod. theol. Fol. nr. 34 und Q. nr. 23). 188. Pap., XVII. Jahrh., 1183 S. (die unter den Seitenzahlen stehenden Nummern bedeuten die Blattzahlen des der Abschrift zu Grunde liegenden Originalmanuskripts. Perybd. Der berühmte Zach. Konr. v. Uffenbach, aus dessen Bibliothek dieses Mskr. stammt, Hess im J. 1715 vorliegende Beschreibung und Chronik Württembergs aus einem ihm durch C. lr. v. Klettenberg und Bhoda geliehenen Original abschreiben. Erwähnt in Mosers wiirtt. Bibliothek S. 520 f. Eine kurtze allgemeine Beschreibung des Landes Württemberg fürnemesten Staett, Schlösser, Clöster und Marcktflecken, ihres Ursprunges u. alt Herkommens gedenckwürdige Historien. Am Schluss S. 1753: „Allso ist durch göttlichen Beystandt diso württembergische Chronickh uff Dato d. 28. Jan. anno 1622 durch mich Hanns Georg Annssen, kay. offenbahren Notarien, zugleich auch Purgern und Advocaten zu Winniden, absolvirt worden." 60 Histor. Handschriften in Folio Nr. 188. Dieses Manuskript vereinigt Landbuch und Chronik. Nach einer kurzen Einleitung über das Land Württemberg im allgemeinen, seine Städte, Klöster und Ämter beginnt die-Spezialbeschreibung S. 14 mit Stuttgart, wo Lokal- und Hofgeschichte vereinigt und z. B. Herzog Ulrichs Hochzeit weitläufig eingeschaltet ist (während die Beschreibung des Lusthauses erst unter dem Artikel Marbach S. 320—336 im Zusammenhang mit dem dortigen Präzeptor und Antiquitätensammler Stadion nachfolgt). Von der Reichsstadt Weil aus (S. 984f.) geht der Verfasser bei Gelegenheit der Schlacht von Döffingen unvermerkt über auf die allgemeine Geschichte des Landes und fuhrt dieselbe fort bis zur Hochzeit des Herzogs Johann Friedrich (1609). Hierauf werden zum Schluss noch einzelne Landschaften, welche bloss zeitweilig zu Württemberg gehörten, sowie die Besitzungen in Mömpelgard und, im Elsass besehrieben. Eine Eigentümlichkeit des Buches ist, dass mehrere Partien in Versen gegeben sind, so: 1) 8. 164 ff. Die Belagerung Aspergs durch Herzog Ulrich und Landgraf Philipp. 2) S. 251 ff. Ursprung und Reformation des Klosters Murriiarät. 3) S. 338ff. Von der Stadt Winniden. 4) S. 535ff. Encomion Rcutlingense. 5) S. 630ff. Von der Grafschaft Hoheuzo lle ru. 6) S. 667ff. Über den Tiergarten von Hechingen. 7) S. 114. „Folgen etliche Herren uss dem Catalogo dess edlen Stammes Württemberg." Mit diesen Worten heginnen Notizen aus der württembergischen Geschichte, anfangs ganz kurz und. fragmentarisch, aber von der Zeit Herzog Ulrichs an in weitläufigere Erzählungen übergehend nnd bis zum J. Kill sich erstreckend. Das Alter und der Wert derselben lassen sielt daraus entnehmen, dass der Bericht über die Ermordung e/es Hans von Hütten und anderes wörtlich mit dem von J. J. Bauer vom J. 1674 bei Steinhof er., württ. Ilistor. Handschriften iu Folio Nr. 147. 65 Chronik 4, 201 ff. und in unserem Cod. hist. Q. nr. 272 (s. Hegd, Ulrich 1, 394) stimmt. Auf der anderen Seite zeigt sich starke Verwandtschaft mit der Darstellung der Geschichte Hersag Ulrichs in Fol. nr. 698 (Dappische Handschrift), woraus unsere Handschrift vielfach nur einen Auszug giebt. III. Bl. 122-209. Wiirtembergische Stamm- und Namens-Quell, darinnen dess hochlöblichen fürstlichen Hausses Würtemberg uralter Stamm und Nahmens Ursprung grundtlich eröffnet und beschrieben durch Hr. Johann Georgium Waltzen Stuetgardianum, Pfarrer zue Rudelsberg. 1655. [Tl. I. Buch 1. 2.] Der Druck Stuttg. 1657 ist vollständiger als diese Handschrift. Letztere enthält das zweite Buch bloss bis zum dreizehnten Kapitel, ersterer fügt noch ein vierzehntes Kapitel bei und überdies ein drittes Buch in 9 Kapiteln. Vergl. dazu Foh nr. 595. IV. Bl. 212—224. J. G. Waltz, Waiblinga ex flammis Caesarianis redi- viva. Waiblingen Statt- und Amts-Chronicon. Auch in Fol. nr. 169. V. Bl. 226—234. Religions-Fridt in Anno 1555 uffgericht. 147. Pap., geschrieben 24. Okt. bis 21. Nov. [16]86, 188 Bl. Text und 2ü Bl. Register. Pergbd. Früher im Besitz des Oberrats. Georg Wiedemann, Syndikus des Stifts Comburg, Chronica undt Histori etlicher Rom. Kaysser, auch anderer ..... König, Fürstenthumb, Herrschafften, Landen, Stätten, Burgen, Adels und insonderheit Schwäbisch-Hall Ursprung... item Stiefftung etlicher Bisthumb, Clöster, als des uhralten Clusters Murr- hardt....., Kirchen, hohen Schuhlen und Thurnierhaltung..... Die au den Abt Thomas von Murrhardt, den Stettmeister Phil. Büstler von Hall und den Bat Leonh. Honchcr daselbst gerichtete Vorrede (I. d. 23. Apr. 1550 giebt über die Entstehungsgeschichte des Buchs und seiner Vorgänger Auskunft. Das Werk zerfällt in 8 Abteilungen. Über Hall wird erst in der fünften (Bl. 57'— 93', 95'—96') und sechsten (Bl. B>0 ff.) gehandelt. In letzterer- nehmen unter den Klöstern und Stiftern Murrhardt (Bl. 105—121) und Komburg (Bl. 126—146) den meisten Baum ein. Vergl. hiezu Fol. nr. S. HamlBcUr. d. k. Off. Bibl. Stuttg. I, 1. 5 ßß Histor. Handschriften In Folio Nr. 148. 149. 150. 148. Pap., XVI: Jahrk, S.9 Bl. Pappbd. Gehörte früher dem Herzog Friedrich v. Württemberg-Neuenstadt. Des Ritters Götz von Berlichingen Selbstbiographie. Ohne Titel, aber mit einem Register, das die anderen Handschriften nicht haben; schön geschrieben, aber weder korrekt noch vollständig; vergl. Graf Friedr. Wolfg. Götz von Berlichingen-Rossach, Geschichte des Ritters Götz von Berlichingen S. 5 f. . Biese Handschrift legte Schönhuth seiner Ausgabe Mergenth. 1858 zu Grunde, korrigierte aber ihre Fehler nach anderen Handschriften in der zweiten Aufl. Ueilbr. 1859. 149. Perg., XV. Jahrk, HS Bl. Pappbd. Guido de Columnis, historia Trojana. Am Schluss: quod opus scriptum est anno dominiere incarnationis 1287, I. ind. Amen. Pap.,' XVII. Jahrk, 107 Bl. Pergbd. Aus der Bibliothek des Oberrats. Nürnbergisch Cronickha. Diese mit einer Vorrede vom Neujahr 1573 und einem grossen Register versehene anonyme Chronik geht von den ältesten Zeiten bis 1503. Angehängt sind zwei Urkunden: 1) Verpfandung der Frankfurter Juden durch Kaiser Karl IV. 25. Juni 1349 (= Böhmer Reg. Caroli IV nr. 1035). 2) Vergleich /wischen Rat und Bürgerschaft von Frankfurt. 8. Jan. 1G13 (24. Dez. 1012 alten Stils). Histor. Handschriften in Folio Nr. 151. 152. 67 Pap., XVI Jahrh,, 79 Bl. Pergamentdecke. Clement de Sanghin (var. Samghin, Saintghin), Histoire genealogique de fa maison de Luxembourg. Auf Bl, 76 liest man: Explicit Van 1471, 8 May. Die folgenden wenigen Seifen aber, welche von demselben Verf. herrühren und den Gegenstand weiter spinnen, erwähnen Ereignisse, die bis zum J. 1550 herabreichen. Diese Geschichte behandelt nicht die alten Grafen von Luxemburg, von welchen die Kaiser Heinrich VII. u, s. w. abstammen, sondern eine Nebenlinie, welche durch Heirat in den Besitz der Herrschaften Enghien, Gonversano und Brienne gekommen war. Der Verfasser hatte persönliche Beziehungen zu der Witwe des zweiten Herrn von dieser Linie, Peters 1. von Luxemburg, einer geborenen Dame de Baux, Namens Marguerite (gest. 15. Nov. 1469). Vergl. über diese Linie des Hauses Luxemburg E. Mattheit, bist, de la rille d'Enghien in den Memoires et publications de la so- ciHe des seiendes etc. de Haimut. Serie IV Tit. 1 (1875) p. 150 ff. Die Blätter 1 — 27 sind ausgefüllt mit gemalten Wappen, welche teils Muster zur Erlernung der Anfangsgründe der Heraldik vorstellen, teils wirklich von verschiedeneu Fürsten und Herrn (namentlich niederländischen Adeligen) geführte Abzeichen sind. Die Beischriften sind von derselben Hand, wie das Folgende, die Zeit wird durch den auf Bl. 7' vorkommenden Namen K. Karls V. bestimmt, Pap., XVI. Jahrh., 33 Bl. Lederbd mit dem württ. Wappen, oben der Namenszug des Grafen Friedrich zu Mömpelgard, unten die Jahreszahl 1513. Auf der Rückseite das brandenburgische Wappen. Ain schönner wolgemachter Spruch von denn zwayen fürstlichen Schiessen, so gehalten sendt worden zu Stuttgarter! in der fürstlichenn Statt in dem Thiergarten d. 16. u. 25. Julij Anno 71. Mehr ist gehalten worden ain Schiessen von dem edlen und vesten iunckherr Jacob vonn Hauneckh zu Filseckh, fürstlicher wirtembergischer Landhoffmaister, den 29. Julij Anno 71. Weytter noch ain Spruch vonn dem Landt Wirtemberg u. s. w. Unter der an Graf Friedrich von Württemberg-Mömpel- gard gerichteten Widmung sowie gegen den Schluss des Gedichts giebt sich G8 Histor. Handschriften in Folio Nr. 153. 154. 155. als Verfasser dieser gereimten Festbeschreibung zu erkennen: Hans So», des Spitals zu Esslingen Hoffmaister, (jetzt) zu Canntstat (sesshaft). Den Anfang bilden drei gemalte fürstliehe Wappen, welchen später das des Landhofmeisters Jak. v. Hoheneck folgt. Figuren aus den Schiessen selbst begleiten den Text, eine Ansicht des Stammschlosses Württemberg eröffnet den dem Land W. gewidmeten Teil des Gedichts. Eine andere Handschrift dieses Gedichts s. unter Fol. nr. 297. Eine Beschreibung beider findet sich in Uhlands Schriften 5, 316 ff. vergl. 2, 577. Eine kurze Erwähnung hei Ch. F. Stalin, wirt. Gesch. 4, 7SO Anm. 3. 153. Pap., XVIII. Jahrh., 1061 S. lederbcl. Das bey der Wahl und Crönung Ihro Kays. Majestät Francisci (I.) in dem hohen churfürstlichen Collegio zu Frankfurt geführte Protocoll in XXVII Sessionen 20. Aug. bis 12. Oct. 1745 cum schemate sessionum et indice. Vergl. nächste Nummer. 154. Pap., XVIII. Jahrh,, 1146 S. lederbd. Die bey der Wahl und Crönung Ihro Kays. Majestät Francisci (I.) in dem hohen churfürstlichen Collegio vorgekommenen Promemoria, Schreiben, Anfragen, Actus electionis et coronationis samt anderen dahin gehörigen Urkunden (nr. 1—109). Beilage zur vorhergehenden Nummer. KK Pap., XVII. Jahrh., 397 IM. Pappbd. Ursprünglich dem Herzog Friedrich von Württemberg-Neuenstadt gehörig, welcher vorn seinen Namen mit der Jahreszahl 1653 eingeschrieben und die Chronik mit Marginalien versehen hat; spater in die Bibliothek des Oberrats gekommen, 1. El 1—154. Balthasar Mütschelins, Kammerrats und Vogts von Nürtingen (gest. 1608), Württembergische Chronik von Anfang bis zum Aufstand des armen Konrad. Der lluttensche Handel ist bloss durch die am Sehluss beigefügte Vertragsurkunde vom 22. Okt. 1516, gedr. bei Steinhof er IV, 367 ff., repräsentiert. Histor. Handschriften in Folio Nr. 156. 157. 158. 69 //. Bl. 158-396. Desselben Landbuch. Der Name des Verfassers kommt mehrfach im Text vor, so Bl. 189'. 227'. 156. Pap., XV TL Jahrh., 387 Bl. Pappbd. Als früherer Besitzer ist eingeschrieben Lt. (d. i. Landschaftskonsulcnt) Brenner; vergl. Fol. nr. 141. Joh. Ulr. Pregizer d. Aelt, Wirtembergische Historie. Es -wird hier die schwäbische Geschichte von ihren Anfängen an behandelt. Deshalb fällt auf, dass die Überschrift die Bezeichnung „Anderer Theü" trägt. Ein Eintrag will dies so erklären, dass damit auf einen vorausgehenden natwrgeschichtlichen Teil hingewiesen werde. Der Band schliesst mit Herzog Ulrichs Tod. Ein vollständigeres bis zum J. 1619 herabreichendes Exemplar s. Fol. nr. 42G, a. b. 157. Pap., XVIII. Jahrh., 89 Bl. Lederbd mit dem württ. Wappen. Historia ecclesiastica von dem ersten Sseculo oder Jahrhundert der christ- catholischen Kirche bis zu denen jetzigen Zeiten. In der That geht dieses Manuskript, welches nach dem alten Katalog einen Leitfaden für den Unterricht des jungen Herzogs Karl Eugen gebildet haben soll, bloss bis zum sechsten Jahrh. und bricht beim Concilium Gerundense 517 ab. IO Pap., XVII. Jahrh., 187 BL Pergamentdecke. ■Als frühere Besitzer sind auf dem vordem Deckel innen Herzog Friedrich von Würt- lemberg-Neuenstadt mit der Jahreszahl 1060, aussen der Oberrat genannt. [Jacob Frischlins] Liber panegyricorum. Von württembergischen Histori «schichten. Vom Ursprung und Herkhommen der edlen und hochgebornnen Freyherrn erstlich zu Beuttelspach, darnach zue Württemberg Graven von Zeitten an Oaroli M. 801 biss auff den ersten Hertzogen Eberhardum Bar- 70 Histor. Handschriften in Folio Nr. 159. batum. Auss Nauclero, Scb. Francken, Trithemio dem Hirschoischen Chro- nico, Ottone Frisingensi, Urspergensi, Munstero und andern Chroniken zusammengelesen. Chronik in deutschen Versen, nach dem Schlüsse zur Begierungszeit Herzog Friedrichs von Württemberg verfasst, mit Randbemerkungen von der Hand des späteren gleichnamigen Herzogs von der Neuenstädter Nebenlinie (s. oben). Unser Manuskript hatte vor sich J, J. Moser, xvirt. Bibl. 4. Aufl. S. 49; andere Abschriften, von welchen die erste den Namen des Verfassers trägt, s. l<'ol. nr. 107 und 703. Pap., XV 11. Jahrh., 82 Bl. Pappbd. Urkunden zur württembergischen Geschichte (1656—1676). 1. Bl. 1—31. Herzog Eberhards III. Testament d. d. 14. März 1664 (in llegschers Sammlung 2, 401—421). 2. Bl. 33—36. Notarielle Beglaubigung' biezu d. d. IS). März 1664. 3. Bl. 40—42. Konfirmation des Testaments durch Kaiser Leopold d. d. 29. Apr. 1664. 4. Bl. 45—59. Eberhards III. Kodizill d. d. 1. Juli 1674 (Regscher 2, 421-434). 5. Bl. 62—66. Notarielles Instrument über die Eröffnung desselben d. d. 30. Juli 1674. (i. Bl. 67—68. Herzog Eberhard III. schenkt seiner (zweiten) Gemahlin Marie Dorothec Sophie geb. Gräfin v. Oettingcn das Schloss und Amt Sachsenheim d. d. 25. Sept. 1657 (vergl. Beschreibung des O.A. Vaihingen S. lad). 7. Bl. 69. Fragen des Herzogs AVilhelm Ludwig an seine Ober- rätc über das Mass dessen, was man der Herzogin-Witwe zu leisten schuldig sei d. d. 26. Juli 1676. 8. Bl. 70—82. Heuraths-Notul zwischen Herzog Eberhard 111. und Maria Dorothea Sophia, Gräfin v. Octtingen d. d. Onolzbaeh 19. Juli 1656. Ilistor. Handschriften in Folio Nr. 160. 71 160. Pap., XVII. Jahrb., 306 BL Pergbd. Ursprünglich der Rentkammer gehörig. Aktenstücke zur Geschichte Württembergs im XVII. Jahrhundert. 1. Bl. 1—12. Landtags-Abschied d. d. 15. Juni 1622. 2. Bl. 13—20. Landtags-Abschied d. d. 23. März 1623. 3. Bl. 21—29. Landtags-Abschied d. d. 7. März 1624. 4. Bl. 30-33. Neben-Abschied d. d. 5. März 1624. 5. Bl. 34—37. 46'—63. 68'—76. Landtags-Abschied d. d. 23 ' Bec 1629. 6. Bl. 44—46. Herzog Ludwig Friedrichs Confirmation der Landschafft Freyhciten d. d. 25. Aug. 1628. (nr. 1—6 gedr. in der Landesgrundverfassung S. 415—472, nr. 5 auch bei Beyscher 2, 328 ff.) 7. Bl. 64—68. Landtags-Abschied d. d. 28. Jan. 1669 (gedr. in der Landesgrundoerfassung S. 724 ff.). 8. Bl. 77—81. Recess des Herzog-Administrators Friedrich Carl d. d. 30. Jan. 1678. 9. Bl. 82—84. Ehcrhard III. schenkt seiner Gemahlin Schloss und Amt Sachsenheim d. d. 25. Sept. 1657 (= St. . Bl. 274—276. Nebenabschied zwischen den Herzogen Johann Friedrich und Ludwig Friedrich d. d. 2. Aug. 1617. 72 Histor. Handschriften in Folio Nr. 161. 17. Bl. 27(') / —278. Dessgl. zwischen den Herzogen Johann Friedrich und Julius Friedrich d. d. 28. Mai 1617 nebst Quittung des letztern v. 10. Juni. 18. Bl. 279 f. Nebenreeess der Haydenhaimischcn Jagen halber d. d. 31. Juli 1617. 19. Bl. 281 f. Obligation Herzog Magni von Württemberg s. d. 20. Bl. 283—287. Verglich zwischen H. Johann Friedrich und Ludwig Friedrich d. d. 11. Dec 1618 (gedr. b. Paulus, Haupturkunden 3, 8. 89 ff.). 21. Bl. 288—297. Vertragsabschied zwischen den Herzogen Friedrich und Eberhard d. d. 27. Sept. 1649 (eb. S. 103 ff. Reyscher 2, 357 ff.). 22. Bl. 298—306. Dessgl. zwischen den Herzogen Eberhard u. Ulrich d. d. 7. Apr. 1651 (Reyscher 2, 370 ff.) nebst Nebenreeess vom 27. Sept. 1651. 161. Pap., XVI. Jahrh., 318 Bl. Holzbd mit J.eder überzogen. Früher in der Bibliothek des Oberrats. Chronik der Stadt Augsburg. Ohne Titel. Es sind bei dieser Handschrift zwei Hände zu unterscheiden: eine ältere, welche vom, Anfang bis zum J. 1511, dann wieder Bl. 253 eine Nachrieht aus dem J. 1520, endlich Bl. 262—289 die Berichte aus den J.I. 1528 — 1541 schrieb, und eine jüngere, welche Randnoten und Zusätze zum Vorigen machte und eigene Notizen gegen den Schluss hin einschaltete, deren letzte vom J. 1547. Diese jüngere Hand setzte über den Anfang des Textes: „Hcctor Mielich halt die Geschieht zamen zogen uudt in, diese Ordnung wie lue zur, sehen, gebracht." Nach Frensdorffs Einleitung zu den, Chroniken von Augsburg (Chroniken der deutschen Städte Bd. I. 18(15. S. XLI) geht Mülichs Chronik bloss von 1348—1487. „Mit der Vorzeit findet er sich durch einen Eingangssatz ab, der das Augsburger Stadtwappen mit Drusus in Verbindung bringt." Letzteres Merkmal trifft allerdings in unserem Exemplar S. 1 zu, aber zwischen diesem „Eingaugssatz" und dem behaupteten Anfangsjahr 1348 liegen hier eine Reihe historischer Daten, beginnend mit dem J. 85(> und fortgehend bis zum J. 1346. Was dann Frensdorff über die späteren Bearbeiter und Fortsetzer Mülichs sagt, passt gleichfalls nicht recht zu unserer Chronik. Im übrigen geht aus einer Vergleichung der letzteren mit Fol. nr. 121 hervor, dass Mülich von unserem Chronisten stark ausgeschrieben ist. Das Gedicht über Ulrich Schwarz S. 183'—188' hat Liliencron, hist. Volkslieder 2, 132 ff. publiziert, ohne dieser Ildschr. zu gedenken. Histor. Handschriften in Folio Nr. 162. 163. 73 162. Pap., XVI. Jahrh., 360 S. Lederbd. Cronic der Freiherrn zue Hohenstauffen u. Hertzogen zu Schwaben etc. 930-1267. Mit gemalten Porträtfiguren und Wappen. Die Figuren sind ohne allen Ziveifel den Wandbildern im Kloster horch nachgebildet und repräsentieren dieselben in einer älteren Gestalt, als unser Fol. nr. 614 und Baumeisters Kupferwerk (vergl. auch die Beschreibung in M. Crusius' Schwab. Chronik, deutsche Ausg. 2, 376). Den Text könnte Jak. Spindler geschrieben haben, dessen Liebhaberei für die Hohenstaufengeschichte bekannt ist (Ch. F. Stalin, wirt. Gesch. Bd. 4S.2f); er erlebte als Mönch in horch die Verwüstung seines Klosters durch die Bauern (1525), starb aber erst 1565. Er flicht in seinen Prosatext Stücke eines deutschen Gedichts ein, welches wiederholt die Verdienste der Hohenstaufen um das Kloster Adelberg rühmt (S. 262. 342). Sollte dieses Gedicht identisch sein mit den deutschen Reimen des Subpriors Rudolph Ehrmann von Adelberg, welchem Crusius a. a. 0. 1, 646 die Gründungsgeschichte A.'s nacherzählt? Eine spätere Abschrift dieser Chronik s. Fol. nr. 399. 163. Pap., XVIII. Jahrh., 885 S. Pergbd. Historia Württenbergica bipartita, deren erster Tlieil handelt von Ursprung und Namen, von Leben, Thaten und Fatis der Gräften und Herzogen zu Württenberg, der andere Theil aber von des Lands Württenberg Abtheilung, von Cioestern, Aembtern, Stsedten und Dörffern, von ihrer Beschaffenheit, Situation, Fruchtbarkeit und wie sie zum Landt kommen, auss unterschid- lichen Historicis zusammen colligirt und beschriben von Philipp Friedrich Weissen, E. E. Landtschafft Engern Ausschuss Verwandten und Bürgermeistern zu Vaihingen. Angefangen im Jahr Christi 1718 d. 1. Nov. und d. 13. Nov. 1719 vollendet. Verschieden von dem Auszug aus Gabelkover (Fol. nr. 17. 28. 178), welchen Weiss schon im J. 1710 fertig dem engeren Landschaftsausschuss vorlegte, und auch in der Geschichtserzählung über Gabelkover hinausgehend bis zum J. 1588. Der zweite Teil, dessen Inhalt oben skizziert ist, fehlt. 74 Histor. Handschriften in Fol. Nr. 164. 1G5. 164. Pap., XVIII. Jahrh,, Bd. 1 748 S. Bd. 2 1325 S. Pappbd. Oswald Gabelkovers Württembergische Geschichte von vorne herein in dem Wehsischen Auszug (vergl. Fol. nr. 17), die späteren Partien in ausführlicherer, doch immerhin abgekürzter Fassung. Pap., XVI. Jahrh., 141 Bl. lederbd mit Goldschnitt. (Als Buchbinder ist Steph. Maier in Augsburg bezeichnet.) Die ordeliche Beschreibung des fürstlichem! Herren Schiessen, dess gehaltenn hatt .... Herr Hörtzog Christoff zue Württenberg, wass für Chur- unnd Fürsten, Graven und Herren, Ritterschafft u. Adel, Stett u. Flecken auff dem fiirstliclienn Stachelschiessen denn 23. Septembris im 1560. Jar zue Stuttgartten im Lanndt Württenberg gehalten erschinen seint u. s. w. Alles verfast inn ainen Lobspruch, zue Ehr u. Lob gedieht u. gemacht meinem allergncdigistenn Fürsten u. Herren u. dem hochlöblichen Fürstn- dumb Württenberg durch Liennhartt Flexel vonn Augspurg, [der] verorntter u. bestölter üienner u. Pritzenmaister auff sollichem fürstlichem Ritterspill gewessenn ist. Diesem Titel geht eine Widmung Flexels an Herzog Christoph d. d. 21. März 1562 voraus. Ein gemaltes iviirtt. Wappen ist unter dem Titel zu sehen. Nun folgt der gereimte Text, als dessen Schreiber sich Am- brosius Neumaier in Passau kundgiebtj die Zahl der Verse wird am Schluss mit 1640 angegeben. Daran schliesst sich der figürliche Teil, in welchem abgebildet sind: 1) die 6 Fahnen der Viertel, in welche die Schützen eingeteilt waren; 2) die beim Schiessen dienstthuenden Zieler, die vom Herzog bestellten und die erwählten Neuner, die Träger der Gewinstfahnen, die Pritschenmeister, die Trompeter, Pfeifer und Trommler u. s. w.; 3) die Wappen der beim Schiessen erschienenen Fürsten, Grafen und Herren, der Reichs- und Landstädte, die dabei vertreten waren. Ganz ähnlich sind im Anhang die beim Nachschiessen Beteiligten dargestellt entsprechend der Rubrik 2) des Vorhergehenden. Der Verfasser, welcher eine Reihe solcher Schiessen als Pritschenmeister mitmachte und in Versen beschrieb, heisst sich anderswo „Lien- hart Lucz den man nennt den Flaxl" (Chmel, die Handschriften der ffistor. Handschriften in Folio Nr. 166. 167. 75 k. k. Hofbiblioth. in Wien Bd. 1 S. 720). Sein Buch über das Stuttgarter Schiessen ist zuerst näher besprochen worden im Journal von und für Deutschland 1786 S. 331 ff. und hiernach in Vulpius' Kuriositäten Bd. 9 S. 231 ff., viel eingehender aber eben nach unserer Handschrift von L. Uhland, in der Einleitung zur llafliugschen Ausgabe von Fischarts glückhaftem Schiff S. XXXI ff (Uhlands Schriften 5, 301 ff. vergl. 2, 577). Es giebt noch andere Handschriften dieses Buches, zwei in Heidelberg (nr. 325. 836 in Wilkeus Gesch. der Ileidelb. Büchers.), je eine im germanischen Museum zu Nürnberg, in der Hofbibliothek zu Wien (nr. 7633 = hist. prof. 101 s. Chmel a. a. 0. S. 715f., eingesehen von Bfister, Herzog Christoph 2, 158 ff.) und in der Hof-und Staatsbibliothek zu München (Cgm. nr. 906 s. den gedr. Katalog Bd. 5 S. 151 und Augsb. Allg. Zeit. 17. Juli 1881 nr. 108 S. 2806). Über dieses Schiessen und die Beschreibungen, die es erfuhr, vergl. Ch. F. Stalin, wirt. Gesch. 4, 700. Ein anderes Stuttgarter Schiessen, das vom J. 1571, ist beschrieben in Fol. nr, 152 und 207. Eine Beschreibung des Schiessens von Ulm 153G , durch Flexel in Versen abgefasst, mit Abbildungen von Fahnen und Wappen, findet sich unter den neuen Erwerbungen des British Museum als nr. 20000. s. N. Arch. d. Ges. f. alt. deutsche Geschichts- kunde Bd. 10 (1884) S. 106. 166. Pap., XVIII. Jahrh., (V Bl. Ungebunden. [Carl Ernst Gottfried Kuhn, Modist in Urach], Memorabilia in der Kirche zu Urach. 167. Pap., Ende des XVI. Jahrh, 211 Bl. Papierdecke. Früher der fürstlichen Bibliothek in Mömpclgard gehörig. [David Wolleber], Beschreibung dess weitberümten hochlöblichen christlichen Fürstenthumbs Württemberg gefertigt den 20. Julii A. 1598. Biese Handschrift stimmt fast durchaus im Text überein mit Fol. nr. los, nur ist die Ordnung öfters geändert. Die Geschichte der Grafen und Herzoge von Württemberg, welche dort den Schluss bildet, fehlt hier. 76 Histor. Handschriften in Folio Nr. 168. 169. 168. Pap., XVII. Jahrh., 485 S. Pergbä. 1. S. 1-240. Ernesti Pflaumeri (Joh. Em. de Pflummern) Metamor- phosis arcium et castrorum Sueviae. Diese Metamorphosis ist eine historisch-topographische Beschreibung von 123 meist oberschwäbischen Burgen und Schlössern, in deutscher Sprache geschrieben und zwar gegen die Mitte des XVII. Jahrh. (vergl. p. 165. 187. 218. 225); einen Anhang dazu bildet ein grösserer Auszug aus einer Ulmischen Chronik. VÄn zweites Exemplar s. unter Fol. nr. 681. Weiteres über den Verfasser s. bei seinen Annales Biberacenses Fol. nr. 683. II. S. 420—480. Georg Gadners Geschichte der württembergischen Herzoge von Eberhard im Bart bis Ludwig. Mit Vorrede und Urkundenanhang, also ebenso homplet wie Fol. nr. l(i und Q. nr. 87, wo der Titel in derselben Fassung wie hier. III S. 481—485. Danckhsagung und Erinnerung Herrn Johann Ludwigen von Ulm, Vicecantzlers, uff den im von der Stadt Regenspurg verehrten Wein. 1613. 10J. a. 1). c. Pap., XVII. Jahrh., a. 18, b. 18, c. 67 131. Pappbä, b. war früher in der Geh.-Eats-Begistratiir. Drei Schriften von Johann Georg Waltz, Pfarrer in Rudersberg: a. Waiblinga ex flammis Caisarianis rediviva. Waiblingcr Stadt u. Amhts Chronieon. 1653. 1). Achal[m]er Schloss und Stamm Chronic. 1653. c. Hohentwiels Beschreibung. Tl. 1. 2. Im Anhang Hohentwielische Missiven und Sendschreiben. 1654. a. Auch in Fol. nr. 146 Bl. 212—224. Basselbe kennt auch Moser, wirt. Bibl. S. 355 f. und zwar in derselben Ausdehnung. Der angeb. Brief mit der Inschrift von llohenstaufen deutet auf das {vielleicht gar nicht ausgeführte?) Vorhaben von Waltz, eine Chronik von Göppingen zu schreiben; s. Moser, a. a. 0. S. 334 f. c. Dieses Waltzische Werk ist nach einer Handschrift im k. Staatsarchiv citiert von Martens, Gesch. v. Hohentwicl (1857) S. 240f., auch genannt bei Sattler, Beschr. Württ. 2, 20S. Histor. Handschriften in Folio Nr. 170. 171. 172. 173. 77 170. Perg., XVI Jahrh., 6 Bl. Ungebunden. Patent Kaiser Rudolphs II. d. d. 8. März 1593, vermöge dessen er den herzogl. württ. Vicekanzler Hieronymus Gerhardt zum Hof- u. Pfalzgrafen ernennt. 171. Pap., XVIII. Jahrh., U Bl. Papphd. Histoire diplomatique de Forbach servant ä demontrer que ce comte est purement hereditaire et patrimunial. 1751. Prinzessinnen von Württemberg besassen die Hälfte dieser bei Saarbrücken gelegenen Grafschaft und »erkauften sie unter Garantie des Herzogs Karl Engen (d. d. Ludwigsburg HO. Juni 1750) an einen Herrn von Spon. Ihre Berechtigung zur freien Verfügung darüber sucht gegenwärtige Deduktion zu erweisen; sie stützt sieh dabei auf wörtlich eingerückte Urkunden. 172. Pap., XVII. Jahrh., 51 + 83 S. Ungebunden. Aus der Registratur des Geh. Rats. Genealogische Tabellen betitelt: I) Kaysser- und königliches, 2) Cur- und fürstliches, 3) Gräften u. Freiherren Stammbuch. Anonym, aber der Handschrift nach sicher von Joh. Georg Waltz, Pfarrer in Rudersberg; vergl. Fol. ur. 30. 100. 140. 109 u. s. f. 173. Pap., XVII Jahrh., 14 Bl. Papier decke. La genealogie et descente de la tres-illustre maison de Rubempre, dont les comtes de Vertain, barons d'Euerberg etc. Die Einleitung setzt die Häuser Croy und llubcmpre in ein nahes Verwandtschaftsverhältnis. Sollte nicht diese Genealogie ein Teil sein von: Jean Scohier, la genealogie et descente de la maison de Croy (Douay 1589 Fol.) oder doch denselben Verfasser haben? Hier wie dort werden als 78 Histor. Handschriften in Folio Nr. 174. 175. 176. Stammväter die alten Könige von Ungarn angesehen; cf. Paquot, mem. p. s. ä l'hist. litter. des Pays-bas. Art. Scohier. Die Handschrift hat 'gemalte Wappen. 174. Pap., XVIII. Jahrh., 182 + 15 S. Halbfranzbd. Früherer Besitzer (1724) Melch. Dan. de Katzenpoekh. Geschichtsvorträge David Stölzlin's, Konrektors am Ulmer Gymnasium (gest. 1743). 1. Historischer Bericht von der Stadt Ulm u. was sich darin Merkwürdiges zugetragen von ihrem Ursprung an bis auf den Religionsfrieden 1555. Abgeschrieben 1723. 2. Historia Germania; ad ductum nuelei historise Germania; Casp. Sagittarii (1682). Unvollständig und mitten im Satz aufhörend. Vergl. Weyermann, Nachr. v. Ulmer Gelehrten S. 491 f. 175. Pap., XVII. Jahrh., 613 S. Pappbd. Achillis Pirminii Gassari [Gasser] Annales de vetustate originis, amoenitate situs, splendore sedificiorum ac rebus gestis civium reipublicffi Augsburgensis collecti et accuratissimo ordine digesti. Gedruckt bei J. B. Mencken, Scriptores verum (iermanicarum 1, 1315—1954. Beigegeben ist des Verfassers Porträt, ein Dcdikations- schreiben an Joh. Bapt. Haiutzel d. d. 20. Mart. 1571 und eine Antwort von letzterem d. d. III. Kai. Febr. 1572. Das Dedikationsschreiben seiteint ungedruckt, die Antwort s. bei Mencken l. c. 1054. 176. Pap., XVII. Jahrh., 301 Bl. Pappbd mit Pergamentrück&ii. Aus der Bibliothek des Oberrats. Joh. Jac. Hainlini s. Heiniini, Abbatis Bebenhusani (def. 1660), Opuscuia autographa. 1. Bl. 1—37. Historise universalis chronologica epitome usque ad praesens tempus deducta [vielmehr in der jüdischen Königszeit stecken bleibend]. Histor. Handschriften in Folio Nr. 177. 79 2. Bl. 46—128. Sol temporum s. chronologia mystica. Unter diesem Titel gedr. Tub. 1646 fol, hier ohne Titel als defektes Konzept. 3. Bl. 130—216. Clavis sacrorum temporum. In geringerer Ausdehnung gedr. Tub. 1642. 4. 4. Bl. 217—220. Axiomata rhetoriese ecclesiastica). 5. Bl. 221—222. Generalis Akxtu7vüwji« systematis theologici. (>. Bl. 223—235. Propositionum opticarum farrago. Vere/L dazu die optische Abt. in den Verf. Synopsis mathema- tica universalis. Tub. 1653 und später. 7. Bl. 237—240. Ein deutsches Gedicht religiösen Inhalts ohne Überschrift. 8. Bl. 250—270. Dialogus 1. technologicus: de artium ac discipli- narum origine, varietate, distinetione, ordine tum diguitatis tum doctrinae. Dialogus 2. catecheticus, in quo summa salvificte doctrinse ex saerse scriptum fontibus brevissimis explicatur. 0. Bl. 276—277. De controversiis quibusdam inter Lutheranos et Calvinianos agitatis. 10. Bl. 280—289. De controversia co3inie dominiese, qua conflietantur hodie ecclesiffi, dialogus. 11. Bl. 290 f. Hypothesis et rationcs hypotheseos eorum, qui na- turam humanam Christi ubique locorum esse dieuut et scribunt. 12. Bl. 292—307. Kurzes und einfältiges Gesprech von dreyen Nachbauren als einem Pabisten, Lutheraner u. Calvinisten. 1615. Vergl. Fol. nr. 318. Über d. Verf. s. Stalin, Gesch. d. St. Calw S. 113. 177. Pap., XVI. Jahrh., 218 Bl. Lederbd. Württembergische Ordnungen und Verleihungsbriefe aus dem 15., besonders aber aus dem 16. Jahrhundert. 1. Bl. 14—15. König Ferdinand, Erzherzog von Oesterreich, inkorporiert die Kirche in Tachenhausen dem Spital zu Nürtingen d. d. Speyer 22. Mai 1526 (gedr. bei Günzler, Entstehung des Nürtinger Spitals S. 55—57). 2. Bl. 16—18. Ders. überweist die Einkünfte des Klosters Engen- tlial (Engelthal), Dornstetter Amts, an den Tübinger Spital d. d. Wien 24. Juli 1527 ( ver gi Beschr. des Oberamts Freudenstadt S. 244, s. auch mit. nr. i)). 80 Histor. Handschriften in Folio Nr. 177. 3. Bl. 19. 20. Desselben Weisung an Ober- und Untervogt, auch Gericht und Rat zu Tübingen der Weinordnung wegen d. d. Stuttgart 21. Nov. 1528. 4. Bl. 21. 22. Dess. Ordnung für die „von Canstatt, wie es hinfür in Auflhemung irer Burger mit deren Guetern, so hinaus ziehend oder so frembd einig Gueter bey inen überkomen, solle gehalten werden" d. d. Stuttg. 18. Nov. 1528. 5. Bl. 23. Ders. bewilligt der Stadt Stuttgart 4000 Gulden zu ihrer Befestigung d. d. Stuttg. 30. Juli 1Ö28 (vergl. I'faff, Gesch. v. Stuttg. 1, 20). (>. Bl. 24. 25. Ders. überträgt der Kaplanei S. Leonhard in Stuttgart die Unterhaltung eines Schulmeisters u. Messners d. d. eod. 7. Bl. 26. 27. Ders. verbessert das Einkommen der Geistlichen an der Stiftskirche zu Stuttgart d. d. eod. 8. Bl. 28. Ders. erlässt dem Stift zu Stuttgart Zahlungen d. d. eod. .9. Bl. 28'—30. Ders. inkorporiert für immer das Kloster Engenthal dem Spital zu Tübingen d. d. Linz 25. Mai 152!) (s. ob. nr. 2 u. die dort dt. O.A.Beschr.). 10. Bl. 30'. Freibrief dess. für Konr. Heller, alt Vogt in Cannstadt d. d. Stuttg. 16. Mai 1529. 11. Bl. 31. K. Karl V. stellt dem Abt von Maulbronn die Vogtei- gerechtigkeit frei zu d. d. Worms 2. Febr. 1521 (gedr. b. Besohl, doc. rediv. 1, S80). 12. Bl. 32—35. Kön. Ferdinand gestattet dem Abt von Maulbronn den Wildfang d. d. Stuttg. 10. März 1526 (Orig. im Staatsarchiv dt. v.Klun- zinger, Gesch. der Abtei Maulbronn S. 65). 13. Bl. 35'—38. Ders. verleiht dem Dr. Beatus Widmann die Kriminalgerichtsbarkeit in Kirchentellinsfurt d. d. Stuttg. 20. Aug. 1529. 14. Bl. 38'. Wegzoll in Cannstatt erhöht 16. Apr. bis 6. Juli 1530. 15. Bl. 39. Nachdem K. Ferdinand dem Bürgermeister und Rat der Stadt Weil die Verfolgung zweier flüchtiger Verbrecher auf württ. Boden erlaubt, versprechen die von Weil Reziprozität d. d. 25. Mai 1530. 16. Bl. 39'—42. Vidimus des Propsts Ulrich von Denkendorf d. d. 18. Nov. 1530 über ein auf K. Ferdinands Vorstellungen hin von Karl V. d. d. Augsp. 7. Nov. 1530 erlassenes Edikt, „dass die Axtones (Actiones?), so von des Hus Oesterreich Obergerichten geschehen, am Canunergericht nicht sollen angenomen noch daruff procedirt werden" (gedr. b. Burckhard, ivürtt. Kleeblatt S. 170 ff.). 17. Bl. 43—60. Ordnung für das Bergwerk in Alt-Bulach gegeben von K. Ferdinand d. d. Nürtingen 18. Dec. 1530 (nach einer sehr unvollständigen Abschrift gedr. in Bey scher, Samml. altwilrtt. Statutarrechte S. 574 ff.). 18. Bl. 61. Wegzoll in Bietigheim erhöht 18. Sept. 1531. Histor. Handschriften in Folio Nr. 177. 81 19. Bl. 61'. Gnadenbrief K. Ferdinands für Mattb. Müller d. d. Stuttg. 11. Sept. 1531. 20. Bl. 62. Dessgl. für Wilb. Gilg, Keller zu Tübingen d. d. Innspr. 4. Dez. 1531. 21. Bl. 62'. 63. Ders. bestätigt den Untervogt Hans Breuning von Tübingen im Besitz von Schwärzlocb d. d. Stuttg. 9. Nov. 1531. 22. Bl. 64. 65. Ders. verfügt über eine erledigte Frühmesspfründe in Nürtingen d. d. Stuttg. 9. Nov. 1531. 23. Bl. 66. Gnadenbrief desselben für Beruh. Treutwin d. d. Stuttgart (?) Mai 1532. 24. Bl. 66'—67'. Ders. verleiht dem Jörg von Bernhausen den Schaftrieb zu Buchenbach d. d. Stuttg. 10. Jun. 1532. 25. Bl. 68—69. Ders. begnadet die von Kirchheim wegen des Salzkaufs Stuttgart s. d. 2(>. Bl. 69'. Derselbe vergiebt das Seldoss Wielandstein an die Brüder und Söhne des verstorbenen Ritters Seb. Schilling' d. d. Stuttg. 20. Aug. 1532. 27. Bl. 70—72. Ders. verleiht Jagdgerechtigkeit denen von Reutlingen d. d. Stuttg. 1(5. Sept. 1532. 28. Bl. 72'—74. Ders. verfügt über eine Pfründe zu Kirchheim d. d. Stuttg. 31. Oct. 1532. 29. Bl. 75'—76. Ders. verfügt über die Jagdgerechtigkeit der Reut- linger d. d. Stuttg. 10. Sept. 1532, wie oben nr. 27. SO. Bl. 76'—81. Freiheitsbrief des Grafen Eberhard i. B. für die Universität Tübingen d. d. Tübingen 9. Oct. 1477 (= Urhh. zur Gesch. d. Univ. Tüb. nr. 7). 31. Bl. 81'. Verordnung wegen Unterhaltung des Organisten und Schulmeisters in Bietigheim 27. Jan. 1534. 32. Bl. 82. Herzog Ulrich schirmt den Johanniter Komtur Jörg Schilling v. Cannstatt zu Hall d. d. Stuttg. 27. Dez. 1534. 33. Bl. 83. Gnadenbrief dess. für seinen Mundkoch Jos. Weimar d. d. Stuttg. eod. 34. Bl. 84—98. Dess. zweite Ordnung für Tübingen d. d. Stuttg. 3. Nov. 1536 (= Urkk. zur Gesch. d, Univ. Tüb. nr. 39). So. Bl. 99—108. Graf Eberhards zweite Ordnung für Tübingen d. d. Urach 20. Dez. 1491 (ebenda nr. 15). 36. Bl. 109—122. H. Ulrichs Ordnung der Artistenfakultät zu Tübingen d. d. Urach 20. Juli 1544 nebst Begleitschreiben dazu d. d. Stuttg. 23. Sept. 1544 (ebenda nr. 42. 43. nach diesem Kodex). 37. Bl. 122'—123. Herzog Christoph verleiht der Stadt Ehingen einen Jahrmarkt d. d. Stuttg. 6. Jun. 1551. Handsclir. d. k. üff, BIM. Stuttg. I, 1. 6 82 Histor. Handschriften in Folio Nr. 177. 38. Bl. 123'—127. IL Christophs Ordnung für die Nonnenmacher, „so Pferd u. Vieh im Fürstenthumb Württemberg schneiden" d. d. Stuttg. 6. Jul. 1551. 39. Bl. 128. Götz von Berlichingen verzichtet auf Entschädigungsansprüche an II. Christoph. Stuttg. 23. Jul. 1551. 40. Bl. 129. 130. Gangolf von Heuchelheim verzichtet auf seine Ansprüche auf den Sauerbrunnen in Göppingen 24. Jul. 1551. 41. Bl. 131—13G. Vertrag gegen der Jüdischayt uffgericht. Stuttg. 11. Aug. 1551 (— nr. 28 in Fol. nr. 125). 42. Bl. 136'—144. H. Christoph bestätigt d. 3. Aug. 1551 den Freiheitsbrief, welchen die Gräfin Anna v. Helfenstein 1381 den Bürgern von Blauheuren verliehen (Heyscher, Statut. Rechte 8. 308 ff.). 43. Bl. 144'—149. Ders. verleiht den Städten Herrenberg, Böblingen, Bietigheim Marktgerechtigkeit, bestätigt den Städten Ehingen und Kirchheim ihre Freiheiten (31. Dez. 1551, 22. Jan., 15. Jul., 20. Aug., 27. Jul. 1552). 44. Bl. 149'—151. Erbhuldigung des Hans v. Sperberseck 17. Jun. 1552. 45. Bl. 152. Marktfreiheit für Rosenfeld 2G. Aug. 1552. 46. Bl. 152—153. Vcrschreihung des Franz v. Bernhusen s. d. 47. Bl. 153'—-154. Vertrag zwischen den Amptleuten zu Tübingen u. Jörgen von Ehingen wegen Deyhung der Weingart etc. d. d. Tüh. 2. Aug. 1552. 48. Bl. 154'—156'. K. Karl V. bringt einen Vergleich zwischen dem Aht v. Maulbronn u. dem II. Christoph zu Stande d. d. Augsb. 22. Jan. 1551. 49. Bl. 157—158. II. Christoph bestätigt die Freiheiten der Stadt Urach d. d. 26. Sept. 1552. 50. Bl. 158—159. Ders. vereinigt sich mit dem Aht von Maulbronn über die Besoldung, welche das Kloster dem Ohervogt von Vaihingen gehen soll d. d. Tüh. 27. Jan. 1553. 51. Bl. 159. Ders. verleiht denen von Dornstetten einen Markt. Tüb. 1. Nov. 1552. 52. Bl. 159'—161. Vertrag zwischen Hans Truchsess v. Höfingen zu Crespach u. der Gemeinde Dusslingen 23. Jul. 1552. 53. Bl. 161. II. Christoph schirmt den Spital zu Wimpfen d. d. Tüb. 27. Febr. 1553. 54. Bl. 162—169. II. Christoph begnadigt die Stadt Weinsberg d. d. Stuttg. 15. Mai 1553. 55. Bl. 169'—171. Vertrag zwischen II. Christoph u. den Nagoldern wegen des Schlossbergs d. d. 6. Sept. 1553. Histor. Handschriften in Folio Nr. 177. 83 56. Bl. 172- 174. H. Christoph nimmt Reutlingen auf 20 Jahre in seinen Schirm d. d. Stuttg. 26. Febr. 1554 (vergl Sattler, Herzoge 4, Gif). 57. Bl. 175—176. Ders. gesteht den Beutlingern das kleine Waidwerk zu d. d. 6. März 1554. 58. Bl. 176'—182'. Sühnvertrag zwischen Ulrich (III.) v. Bcchberg- Hohenrechberg und H. Christoph vermittelt durch Bischof Otto v. Augsburg 5. u. 9. Apr. 1554. 59. Bl. 182'—184. II. Christoph giebt eine Zunftordnung den Kalt- schiniden und Kesslern d. d. Stuttg. 28. Mai 1554 (Beyscher, Ges. 12, 273ff.). 60. Bl. 184'—185. Ders. erhöht das Weggeld in Bietigheim. Stuttg. 15. Aug. 1555. 61. Bl. 185 — 187. Ders. bestätigt die Zunftordnung der Spengler 11. März 1555. 02. Bl. 187 —191. Ders. bestätigt die Zunftordnung der Hafner Stuttg. [21. März 1555] (über die Drucke s. Beyscher a. a. 0. 12, 2S8 Anm. 107). 63. Bl. 191—1<)4. Summarischer Bericht über das Herkommen in Sachen des Waldgedings d. d. Stuttg. 31. Dez. 1554 und ein daran sich schliessender Befehl an den Vogt zu Dornstetten Stuttg. 29. Dez. 1554. 64. Bl. 195—197. II. Christoph gibt dem Jordan v. Braitenbach Jagdrecht im Zavelsteiner Forst. Stuttg. 2. Dez. 1555. Kevers des letzteren eod. 65. Bl. 198. Ders. verleiht Marktgerechtigkeit an Hornberg. Stuttg. 10. März 1556. 66. Bl. 198'—199. Ders. verleiht Marktgerechtigkeit an Sindelfingcn. Stuttg. 28. Mai 1556. 67. Bl. 200—201. Ders. verleiht Jagdrecht einigen Amtleuten 11- Juli 1556. 68. Bl. 201'—207. Ders. bestätigt die Zunftordnung der Schneider d. d. Stuttg. 10. Aug. 1556. _ °9' Bl. 207—210. Vertrag zwischen Moriz v. Liebenstein u. H. Christoph wegen Cleebronns vom 9. Jan. 1560 und darauf bezüglicher ßefehKan die Vögte zu Brackenheim d. d. Stuttg. 12. Jul. 1560. '0. Bl. 211 — 218. Die Verkündung des Waldgerichts (in Dornstetten). Gedr. in Grimms Weistümern 1, 380ff., unvollständig auch schon in W. G. v. Mosers Vorstarchiv 11, 47ff., hier S. 67 mutmasslich dem J. 1456 zugeteilt; ob die in einer Note unserer Hdschr. gegebene Jahreszahl 1423 rich- tit/er, fragt sich sehr. 84 Histor. Handschriften in Folio Nr. 178. 179. 178. Pap., XVIII. Jahrh.,' zwei Exemplare von verschiedener Hand mit 'je 7 Bl. Ungebunden. Beschreibung der den 15. Oct. 1746 geschehenen solennen und feierlichen Legung des Grundsteins zu Wiedererbauung der d. 7. Juli 1742 abgebrannten evangelischen herrschaftlichen Kirche im Wildbad. 179. Pap., XVI. Jahrh. (nach 1513), 113 Bl. Pergamentdecke. Bezeichnet mit: Hihi. Montisp{elligardcnsis\. Oesterreichische Cronic Diese Handschrift beginnt mit dem erden Teil der bis jetzt gewöhnlich dem, Gregorius Mayen zugeschriebenen Chronik. Es wird in demselben auf Grund reiner Erfindung dargestellt, welche Wandlungen Österreich unter 60 heidnischen und 16 christlichen Regenten (deren Wappen, zum Teil in Farben, beigefügt sind) von der Urzeit bis zum Anfang des eilften Jahrhunderts durchgemacht habe (Bl. 1—43). Hierauf wird nach einer Bemerkung auf Bl. 43' „Spacium" gelassen für die aus Chroniken zu schöpfende Geschichte der nächsten 272 Jahre. Statt nun aber nach dieser grossen Zeitlücke mit dem Texte Ilagens weiter fortzufahren, giebt der Kodex (Bl. 44—53) eine anders woher rührende, auch von späterer Hand geschriebene Genealogie der Habsburger von Rudolf 1. bis Maximilian T. mit grösseren Parallelstellen aus Trithemius. Auf den weiteren Blättern, soweit sie nicht ganz leer bleiben, sind, folgende Stücke angehäugt: 1. Bl. 68—71. Liste der in der Schlacht bei Sempach Gefallenen. 2. Bl. 72—75. Liste der Grafen, llitter und Knechte vom Breisgau. 3. Bl. 76 — 81. Dessgl. von Aargau, Thurgau u. Bürgenthal. 4. Bl. 81 — 88. Dessgl. von Oesterreich, Steiermark, Kärntlien, Krain und Mähren. 5. Bl. 88. Dessgl. vom Etsch- und Innthal. 6. Bl. 95-104. Verzeichnis der Personen, die auf dem lleichstag zu Nürnberg 1487 erschienen, furnierten und tafelten. Vergl. Müller, Beichs- tagstheatrum unter Friedrich III. 3, 80ff. 7. Bl. 104'—109. Mannschaftsrollen süddeutscher und tirolischer Histor. Handschriften in Folio Nr. 180. 181. 85 Heerhaufen, welche Erzherzog Sigmund von Oesterreich 1487 gegen Venedig aufbot. 8. Bl. 110—113. Verzeichnis der Teilnehmer an einem Turnier zu Worms 1487. Über Hagen und seine Chronik vergleiche man die Untersuchungen von Mayer im Archiv für österr. Geschichte Bd. 60 (1880) S. 296 ff. und Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen 3. Aufl. 1, 263 ff. Die Liste der bei Sempach Gefallenen veröffentlichte nach dieser Handschrift Th. v. Liebenau in seiner Schrift: Die Schlacht bei Sempach (Luzem 1886) S. 203ff. 180. Pap., XVII. Jahrh., 28 Bl. Pappbd. Aus der Bibliothek des Oberrats. Diarium über den Aufenthalt Herzog Eberhards III. auf dem Reichstag zu Regensburg 16. Febr. bis 28. März 1664. Angeführt in J. J. Mosers wirt. Bibliothek S. 110 mit der richtigen Charakterisierung: „Es betrifft meistens nur Ceremonialia." 181. Pap., XVII. Jahrh., 211 Bl. Pergamentdecke. Lottere italiane copiate. 1. Bl. i—55. [Aforismi politici senza titolo e nome d'autore.] 2. Bl. 56—74. Letterc dclla segretaria di stato di Papa Paolo V. scritte al vescovo di Venafro, nuntio alli Svizzeri (8. Agosto -- 5. Dec. 160!)). 3. Bl. 75—101. Lettere del Sign. Card. Borgliese scritte al vescovo di Adria, nuntio apostolico agli Suizzeri (18. Genn. — 13. Giugno 1614). ■i. Bl. 102—133. Lettere dello stesso al vescovo di Montepulciano, nuntio in Francia (4. Genn. — 27. Marzo 1614; 20. Dec. 1609 — 6. Ag. 1611). 5. Bl. 134—176. Lettere della segretaria di stato di P. Paolo V. al vescovo di Pavia, nuntio in Napoli (4. Genn. — 30. Lugl. 1608). 6. Bl. 177—195. Lettere della stessa al vescovo di Cittä di Castello, nuntio in Napoli (21. Genn. - 4. Apr. 1609). 86 Histor. Handschriften in Folio Nr. 182. 183 7. Bl. 196—202. Lettere della stessa al vescovo di Melfi, nufltio apostolico all' Imperadore (23. Ag. — 30. Nov. 1008). 8. Bl. 203—208. Bcttcre della stessa al padre Milensio, destinato alla dieta di Ratisbona (26. Genn. — 31. Magg. 1608). .9. Bl. 209-217. Avvertimenti dati al Card. Millino, legato alla Maesta dell' imperadore Ridolfo d'ordinc di P. Paolo V. (12. Magg. 1608). 182. Pap., XVII. Jahrh., 44 Bl. Pappbd. Des uralten und hochlöblichen durchleuchtigen fürstlichen Hauses Anhalt ordenliche Genealogia ausser alten Historien und Monumentis gezogen. Die Schrift sowohl als die gezeichneten oder genullten Wappen sind von sehr roher Ausführung. Die Genealogie ist bis in die ersten Jahre des 17. Jahrh. fortgeführt. 183. Pap., XVI. Jahrh., 251 Bl. (die unbeschriebenen am Schluss nicht gerechnet). Pergamentdecke. Kopien von Urkunden die Grafschaft Mömpelgard betreffend vom 13. bis 16. Jahrh. 1. Bl. 4—10. Renaud von Burgund, Graf von Montbeliard, und seine Frau Guillaumctte geben den Bürgern von Montbeliard einen Freiheitsbrief d. d. Mai 1283. Deutsch; das franz. Orig. gedr. in Actes, pieces, titres et documents des franchises etc. ohtenues par les hourgeois de Montbeliard. Baste 1775 p. 1 — 16. 2. Bl. 11. 12. Stephan Graf von Montbeliard bestätigt den vorigen Freiheitsbrief und lässt sich darauf hin huldigen d. d. 5. Dez. 1367. Deutsch; das franz. Orig. ib. p. 20 f. 3. Bl. 13—16. Graf Benaud von Montbeliard vindiziert sich das Recht, einen Mairc für M. zu ernennen d. d. 16. Sept. 1314. Deutsch; das franz. Orig. gedr. in den Memoires et doc. ined. sur l'hist. de la Franche-Comti 3, 475 ff. 4. Bl. 17—26. Akt der Wiederunterwerfung der aufständischen Stadt- gemeinde M. unter den Grafen Henri de Montfaucon d. d. 25. März 1340. Vergl. Tnefferd, Just, des comtes de Montbeliard p. 138 f. Histor. Handschriften in Folio Nr. 183. 87 5. Bl. 27. 28. Graf Henri überantwortet die Schlüssel den Bürgervorstehern v. M. unter der Bedingung der Treue d. d. 26. März 1340. Detitsch; das franz. Orig. in Mim. et doc. etc. 3, 483 f. 6. Bl. 28. Abmachung zwischen Graf Renaud v. M. und den Bürgern v. M. wegen Unterhaltung der Brücken d. d. [Dez.] 1298. Deutsch; das franz. Orig. in Actes, pieces etc. p. 17. 7. Bl. 29. 30. Graf Ludwig (d. J.) von Württemberg erleichtert die Bürger von M. in Hinsicht auf Zinsen und Gülten d. d. Urach 9. Febr. 1456. 8. Bl. 31—34. Graf Eberhard im Bart von Württemberg söhnt sich mit der Gemeinde M. aus und räumt ihr den Genuss des „bösen Pfennings" ein d. d. Mömpelgard 15. Febr. 1470 (cf. Duvemoy, iphemerides de Mont- beliard p. 57). 9. Bl. 35—46. Bestätigung der Statuten der Kollegiatkirche S. Main' beuf zu M. durch das Konzil zu Basel d. d. 18. Dez. 1438 (cf. Duvemoy V- 477 f.). 10. Bl. 46'—48. Dekan u. Kapitel v. S. Mainbeuf in M. versprechen ihrem neuen Statut nachzuleben d. d. 20. Oct. 1438. 11. Bl. 48'—51. Herzog Ulrich von Württemberg vergleicht sich mit den Mömpelgardern über mehrere Punkte ihrer Freiheiten d. d. Mömpelgard Dernstag (1. Dornstag = Donnerstag) nach Peter u. Paul (= 3. Juli 1510) (= Duvemoy p. 344 s. d. 30. Juni). 12. Bl. 120. Graf Georg von Württemberg übernimmt die ihm von seinem Bruder Herzog Ulrich cedierte Grafschaft Mömpelgard 16. Sept. 1526 (cf. Duvemoy p. 355 s. d. 14. Sept.). 13. Bl. 128. Herzog Ulrich von Württemberg bestätigt die Freiheiten der Stadt Mömpelgard d. d. Stuttg. 2. März 1535 (dasa. franz. in Actes etc. p. 37 f.). 14. Bl. 144—148. Streitpunkte zwischen Graf Georg v. Württemberg u. den Bürgern von Mömpelgard d. d. 4. Jan. 1537. 1~>. Bl. 243—245. Hugues de Falletan, Mich. v. Bolsenheim, Jacq. Duvernoy und Rieh. Perrenon als Kommissäre Herz. Ulrichs reorganisieren das Kapitel der Kollegiatkirche v. M. u. verpflichten es zur Beobachtung des Interim d. d. Mömp. 27. Jim. 1549 (cf. Tuefferd l. c. p. 363). 16. Bl. 248—251. Abschaffung des katholischen und Wiedereinführung des evangelischen Gottesdienstes in M. unter H. Christoph. Aktenstücke v. 16. Juli U. 2. Aug. 1552 {cf. Tuefferd p. 369 ff. Duvernoy p. 244. •äSG. 372). 88 Histor. Handschriften in Folio Nr. 184. 185. 184. Pap., XVII Jahrh., 164 Bl. Pappbd. Balthasar Mütschelins, Kammerrats und Vogts in Nürtingen (gest. 1608), Württembergische Chronik. Vorne defekt, mitten in der Erzählung des Reichskriegs gegen Graf Eberhard den Erlauchten 1310ff. beginnend, am Schluss bis zum Tode Herzog Ludwigs sieh erstreckend, wie Fol. nr. 283, mit welchem Kodex dieses Fragment gewisse Lücken im Texte gemein hat. Vergl. ausserdem Lol. nr. 301. 186. 185. Pap., XVII Jahrh., 314 Bl. Papierdecke mit Pergamentrücken. Württembergische Chronik (ohne Titel). Die Glieder der württembergischen Dynastie (samt Frauen und Kindern) werden hier in längerer oder kürzerer geschichtlicher Darstellung, nicht durchaus in chronologischer Ordnung vorgeführt, und. zwar von den ältesten Zeiten bis gegen die Epoche des westfälischen Friedens hin (1644 scheint die späteste Jahreszahl zu sein, welche vorkommt). Das Ganze rührt nicht von einem Verfasser her. Die älteren Partien, deren Text oft wörtlich mit Balth. Mütschelins Chronik übereinstimmt, haben einen Atitor, welcher nach Bl. 231 im J. 1588 schreibt und Bl. 86 von sich sagt, er habe in Zweibrücken bei Pfalzgraf Johann eine das Konstanzer Konzil betreffende Handschrift gesehen, welche diesem Fürsten am 25. Aug. 1586 zugeschickt worden sei. Da Bl. WO berichtet ist, Herzog Friedrich von Mömpelgard sei eben im August 1586 nach Zweibrücken gekommen, so ist anzunehmen, unser Autor habe sich damals im Gefolge dieses Herzogs befunden. Er zeigt auch nähere Kenntnis der Mömpelgard ischen Begebenheiten, wenn er — wie nach der Einleitung zu schliessen — Verfasser der gleich nachher eingerückten „Historie! des Verhergens der Graff- und Landtschafft Mümppelgardt"*) ist. Wo er zu schreiben auf gehört hat, ist nicht genau abzugrenzen möglich. Bl. 241 ff. sind unter dem Titel „ Württembergische Histori" einleitende Bemerkungen und ein kurzer Abriss des Regentenhauses eingefügt, *) Nach einer Oehringer Handschrift herausg. v. Pfarrer Bosscrt in Buchungen. Württ. Vicrteljahrsh. f. Landesgesch."'Jahrg. 3 (18S0) S. 9 ff. Iliemit stimmt zum Teil tcörtlich die in Quartformat gedruckte „Kurtzc Beschreibung des lottringi- schen und guisischen feindlichen liinfals in die Graveschafft Mümpelgart" 15SS. Ilistor. Handschriften in Folio Nr. 186. 187. 89 welche vielmehr an den Anfang gehören. Hierauf folgen geschichtliche Notizen ans dem 12. und 13. Jahrh. Dann geht die Geschichtserzählung wieder weiter mit dem Administrator Ludwig Friedrich (gest. 1631) und dem Herzog Johann Friedrich (gest. 1628), greift aber in der Folge wieder zurück auf Herzog Ulrich, dessen Handel mit Hütten ganz so erzählt wird, wie es Steinhof er 4, 201 — 204 dem J. J. Bauer in den Mund legt, wendet sich hierauf zu Herzog Christophs Nachkommen sowie zu dem Administrator Julius Friedrich (gest. 1035) und seinen Kindern und schliesst mit der Descendenz Herzog Friedrichs (gest. 1608). Hiemit im wesentlichen identisch ist Q. nr. 78, wo aber die Geschichtserzählung bloss bis in die Zeiten Herzog Christophs hineinreicht. 186. Pap., XV IL Jahrh., 495 Bl (Stück 1. 2. 3 je besonders fo- liiert). Ilolzbd. Nach wechselndem Privatbesitz in die Bibliothek des Oberrats, von da in die k. öffentliche Bibliothek übergegangen. Balthasar Mütschelins, Kammerrats und Vogts von Nürtingen, Wlirtt. Chronik und Landbuch. 1. Bl. 1—183. Württembergische Chronik von der ältesten Zeit bis z "m J. 1610; die Notizen der zwei letzten Jahre rühren jedenfalls nicht mehr von Mütschelin selbst her. 2. Bl. 1 — 68. Register über das folgende Landbuch. 3. Bl. 1 — 244. Landbuch von Mütschelin verfasst (vergl. Bl. 76'), von einem Unbekannten auf dem Band durch wertvolle Listen von Ober- und Untervögten, Forstmeistern, Oberamtmännern, Schultheissen, Kastkellern, Verwaltern, Äbten und Äbtissinnen, Pröpsten u. s. w. (mit der Zeit ihrer Amtsführung) bereichert. 187. Pap., XVIII. Jahrh., 192 Bl. Ungebunden. Oswald Gabelkofers württembergische Geschichte. Fragment einer Abschrift, denjenigen Teil des Textes enthaltend, welcher in Fol. nr. 588 auf Bl. 1-379 steht (JJ. 1419-1468). 90 Histor. Handschriften in Folio Nr. 188. 189. 190. 191. IG Pap., XVI 11. Jahrh., 571 S. ■ Lederld, Früher der fürstlichen Renthammer gehörig. Joh. Ulr. Pregizers d. Aelt. Wirtembergische Staatshistorie oder historische und politische Erläuterung von der innern und äussern Macht und Stärke des Herzogthums Wirtemberg. Andere Abschriften s. Fol. nr. 34. 55. 83. 128. 358. Näheres bei der ersterwähnten Nummer. 189. Pap., XVIII. Jahrh., 219 Bl. (einschliesslich der eingereihten Drucke). Lederhd mit dem Wappen des Herzogs Karl Eugen. Veit Philipp Herpffers, Geh. Legationsraths und herzogl. Gesandten bei dem Schwäbischen Kreis, Bericht von denen 10 Reichs-Creyssen, besonders aber von dem hochlöbl. Schwäbischen Creyss etc. zusammengetragen Stuttgart Anno 1740. Diese Arbeit wurde im Auftrag des Herzogs Juni Alexander gefertigt und nach dessen Tode dem Herzog Karl Eugen den 16. Nov. 1740 übergeben. 190. Pap., XVII Jahrh., 106' S. Pappbd. Aus der Geh.-Eats-Iiegistratur. Joh. Georg Waltz', Pfarrers in Rudersberg, Dorfchronik. Chronicon Württemberg, historicum de pagis et villis. Fragment. Diese sogen. Chronik enthält geschichtliche Notizen über eine Reihe ■württembergischer Dörfer, welche nur zum Teil nach Bezirken zusammengeordnet sind. 191. Pap., XVI Jahrh,, 6' Bl. Pergamentdecke. Aus der Mömpelgardcr Bibliothek. Wie Mümpelgart an die Herrschafft Wirtemberg khommen ist. Diese anonyme Schrift, welche wesentlich genealogisch-heraldischen Charakter hat (Stammbäume und gemalte Wappen), wurde nach der auf Histor. Handschriften in Folio Nr. 192. 193. 194. 91 dem Rüchen des Titels angebrachten Jahreszahl 1474 und dem darunter stehenden „Attempto" zur Zeit Eberhards im Bart verfasst. Die Abschrift scheint aus etwas späterer Zeit zu sein. Vergl. Stalin, Besclw. alter u. neuer Büchersamml. S. 34. 192. Pap., XVII. Jahrh., 136 Bl. Pappbd. Wahrscheinlich aus der Geli.-Rats-Begistratur. Archivalische Aufzeichnungen über wiirttembergische Klöster und Stifter, namentlich im Hinblick auf ihre Verwaltung und ihr Verhältnis zur herzoglichen Regierung. Es werden hier nacheinander folgende Klöster und Stifter behandelt: Maulbronn, Adelberg, Denkendorf, Blanbeuren, Herrenalb, Bebenhausen, Königsbronn, Güterstein. Kniebis, Kirchheim u. T., Beuthi(n), Lichtendem, Laufen, Steinheim a. d. Murr, Ofenhausen, (Gnadenzell), Frauenzimmern, Kirchbach, Weiler bei Esslingen, Backnang, Tübingen, Stuttgart, Sirsau, S. Georgen, Murrhardt, Alpirsbach, Lorch, 198. Pap., XVIII. Jahrh., 306 Bl. Pappbd. mit Ruck und Eck in Pergament. Johann Jacob Gabelkhofer, Chronica der fürstl. würtembergischen Hauptstatt Stuttgardten. Als Zeit der Vollendung ergiebt sich das J. 1624. Andere lixemplare dieser Chronik s. unter Vol. nr. 21 u. 72. 194. Pap., XVII. Jahrh,, 225 Bl. lederdecke. [Balthasar Mütschelins] Württembergische Chronik. Diese Chronik umfasst das ganze Mittelalter und die Begierimgszeit der 6 ersten Herzoge. Die Haupthand führt die Erzählung bis zum ersten Landtag unter Herzog Friedrich 1594, giebt jedoch bei Aufzählung der 92 Histor. Handschriften in Folio Nr. 195. Descendenz des letzteren noch Notizen aus den folgenden Jahren bis zum J. 1604. Eine spätere Hand aber, welche da und dort Zusätze einschaltet und in den JJ. 1628—29 schreibt, führt die genealogischen Notizen über das Fürstenhaus noch bis dahin fort. Mehr als in anderen Kodices derselben Chronik sind- hier Verträge und Staatsschriften in den Text eingeschaltet, besonders aus der Zeit Herzog Ulrichs, aus dieser auch ein historisches Lied (= Liliencron, histor. Volkslieder Bd. 3 nr. 318). Bei Herzog Christoph pausiert die Geschichtserzählung sogar ganz und seine Begierungszeit ist bloss durch einige Dokumente repräsentiert. Die Biographie Ludwigs ist in anderer Fassung gegeben als sonst bei Mütscheliu. Die letzten Seiten sind beschrieben mit zwei Erklärungen, die Herzog Karl Alexander den 28. Febr. und den 7. Dez. 1733 ausgestellt hat. Vergl. Fol. nr. 155. 186. 283. 301. 319. Q. nr. 275. 105. Per ff., XV. Jahrh., 10 Bl. Ungebunden. Ursprünglich im Besitz der gleich zu nennenden Brüderschaft. Registrum confraternitatis. 1466. Eine spätere Hand schrieb unter diesen Titel: Depost alia forma nova pa..... Anno dni MCCCCLXXXVII......... Nach einer Einleitung, in welcher die Gründung einer Brüderschaft „per quosdam capellanos ibidem beneficiatos et alios sacerdotes", geschehen im J. 1419 „in opido Stutgardiensi Constanc. dioc.", erzählt ist, wird weiter gesagt, class diese Brüderschaft im J. 1405 beschlossen habe, neue Ordnungen und Statuten abzufassen. Es folgen dann diese Ordinaciones selbst (Bl. 1. 2). Daran reihen sich (Bl. 3) spätere Festsetzungen unter der Aufschrift: Anno domini 1487 in festo Si Bartholomei apostoli innovata est fraternitas cleri Stnttgartiensis prout infra. Endlich Namenlisten lebender und verstorbener Mitglieder. Wenn von den ersteren im Verlauf der Zeit jemand mit Tod abging, so ist dies durch Ausstreichen der Namen oder durch „obiit" hie und da mit Beisetzung der Jahreszahlen (bis 1523 herab) angedeutet. Die Bückseite des letzten Blattes enthält Gebete. Histor. Handschriften in Folio Nr. 196. 197. 198. 93 196. Pap., XVII. Jahrh., 363 El. Pappbd. Gehörte früher (1661) dem Herzog Friedrich von Württemberg-Neuenstadt, später dem Oberrat. David Wollebers Beschreibung des Fiirstenthums Württemberg. Der Text dieser Handschrift stimmt wörtlich überein mit dem von lol. nr. 167, aber die einzelnen Abschnitte erscheinen in ganz verschiedener Aufeinanderfolge. Die Rubriken Grafschaft Mömpelgard und Ele- cordt (Hincourt) finden sich bloss hier, nicht auch in Fol. nr. 107. F 197. Pap., XVI. Jahrh., 324 S. Lederdecke. Jakob Frischlins Grunndtliche u. warhafftige Geschichten von Uhrsprung, Anfang u. allt Herkhommen der .. . Graven zue Württemberg vom J. Chr. 775 der Zeit Caroli M. biss auf unsser gegenwertig Zeit in 3 unnder- schidlichen Büechern, erstlich mit lateinischen heroischen Versen u. mit teutschen Reymen beschriben. Es ist in diesem Band bloss die deutsche Reimchronik und von dieser auch nur das erste bis zum Tod Graf Ulrichs des Vielgeliebten reichende Buch enthalfen. Voraus geht eine Widmung an den Prinzen (nachherigen Herzog) Johann Friedr ich von Württemberg, der damals noch in Tübingen studierte (1594'") bis 1600), eigenhändig unterschrieben vom Verfasser. Fürstliche Porträts und Wappen sind da und dort eingeflochten. Ohne diese Zuthaten und mit anderem Titel findet sich dieses Buch auch unter Fol. nr. 158 und 703. *) Der anderswoher entlehnte Kupfertitel mit dem Jahr 1591 darf nicht beirren. 198. Pap., XVIII. Jahrh., 131 BL + 426 S. Pappbd., Huck und Eck in Pergament. I. Bl. 1—131. Das sich selbst erkennende Sachsen. Geschrieben in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts unter August dem Starken; politischen und nationalen 1 ;onomischen Inhalts; offenbar Gegenstück zu dem in der Dresdner k. öffentl. Bibliothek befindlichen „sich selbst 94 Histor. Handschriften in Folio Nr. 199. nicht kennenden Sachsen" (s, Falkensteins Beschr. dieser Bibliothek S. 343 unten), und identisch mit dem ebenda S. 340 erwähnten „sich selbst kennenden Sachsen". IL S. 1—390. Bericht von der Landschaft des Herzogthums Würtem- berg und deroselben Ständen, Ursprung, Fortlaitung und Zustand samt deroselben Rechten und Freyheiten von der ersten Zeit an bis auff die Vertreibung Herzog Ulrichs aus diesem Land von dem Schwäbischen Bund und so weiter Ins auff die Zeiten Herzog Johann Friederichs, zusammengeschrieben von [Matth.] Enslin [hingerichtet d. 22 Nor. 1613]. Wieweit Enzlin diesen Bericht fortgeführt hat, ist fraglich; das letzte Kapitel rührt keinesfalls von ihm her ; cf. Fol. nr. 256. III. S. 391—401. Joh. Ulr. Pregizers kurzer Entwurf von einigen Satis- factionsmitteln des fürstlichen Hauses Würtemberg bey den Risswick. Friedenstractaten. IV. S. 411—419. Marginalia von einer wider E. E. Landschafft in Würtemberg bey dem bischöffl. Würzburg. Hoff auffgesetzten Deduction, worauss zu ersehen, welch gefährliche Machinationes ganz neuerlich bey der Regirung Serenissimi Ducis Caroli Alexandri von einigen Übelgesinnten im Schild geführet worden. Anno 1736. V. S. 420—426. Promemoria, so von dem ehmals reducirten Special von Bietigheim u. hernach wiederum ex gratia zum Professore u. Bibliothecario zu Stuttgard angenommenen M. [Joh. Friedr.] Hobbhan im Sept. 1737 ausgebrütet, nachgehend« aber a. 1739 bey der fürstl. Administration entdeckt, mithin ihme darauf.........das consiliuin abeundi e patria gegeben worden. 199. Pap., XVI. Jahrh., 102 Bl. Pergamentdecke. Dem Meg.-Mat Frommann von dem Pfarrer Engelhardt in Eberdingen übersandt 17. März 1753. Sammlung gemalter Wappen. Diese Wappen gehören meist adligen oder fürstlichen Geschlechtern, auch Ländern oder Städten Deutschlands und Österreichs an und sind im allgemeinen alphabetisch geordnet. Histor. Handschriften in Folio Nr. 200. 201. 202. 203. 95 200. Pap., XVII. Jahrh., 2 BL Ungebunden. Duces de Aremberg, Arschot et Croy. (Stammbaum.) 201. Pap., XVIII Jahrh., 1 Bl. Ungebunden. Kopie eines Schreibens von Papst Klemens XII. an Herzog Karl Alexander von Württemberg d. d. 30. Jan. 1734. 202. Pap., XVII. Jahrh., 7 gezählte Bl. (die übrigen Bl. meist leer, einige wenige mit unerheblichem Inhalt). Pergbd. Bestimmungen für die Bibliothek des Oberrats. 1. Stiftung derselben durch den Herzog-Administrator Friedrich Karl d. d. Georgii 1680. 2. Staat eines Bibliothecarii (zunächst für den Oberrats-Secret-arim J - U. L. Joh. Friedr. Zweifel als ersten Bibliothekar). 3. Leges communes bibliothecariro. 203. Pap., XVIII. Jahrh,, 80 Bl, Goldpapier de clce. Reise von Stuttgart nach Berlin im Jahr 1776 und 1777 [genauer: vom 21. Nor. 1770 bis zum 13. Jan. 1777]. Die Reisenden sind nicht genannt, waren aber der Staatsminister Eberhard von Eniestädt, welcher als Gesandter Herzog Karl Eugens an den Berliner Hof ging, und der Verfasser der Reisebeschreibung Christian Ferdinand Spittler, damals Sekretär, später Hof- und Domänenrat. 96 Histor. Handschriften in Folio Nr. 204. 205. 204. Pap., XVII: Jahrk, 203 Bl. Pappbd. Kataloge verschiedener Münzkabinette, verfasst und eigenhändig geschrieben von Charles Patin (geb. 1Q33, gest. 1693)'. 1. Bl. 1—101. Thesaurus nummorum antiquornm ex auro, argento et ajre Aug. Rom. Imperatoris Leopoldi, quem in unum coegerat Smus Archidux Austria} Peopoldus. Acc. numismata ab Aug. Imperatoribus Carolo V., Rudolpho IL, Ferdinando III. „Scribcbam Vindoboiue mense Julio 1669." 2. Bl. 104 — 164- Numismata Lomeniana Imperatorum Romanorum ex a3re media} et minima} forma}, quse exstant in scriniis Henrici Lomenii Brienna} comitis*)....., qua} omnia mihi comparavi pretio 6000 librarum die 19. Dec. 1063.....luec deinde sibi Rex Christianissimus comparavit 8000 libellarum pretio 1669 a me Carolo Patin D. Med. Paris. 3. Bl. H!(> —181. Thesaurus nummorum antiquornm S«ii Principis Eberhardi [IIP] Ducis Virtcmbergia} etc. Stutgardia} Kalendis Juniis 1669. Vergl. Stalin, zur Gesch. u. Beschr. alter und neuer Büchersamml. S. 49. 4. Bl. 184 — 203. Thesaurus nummorum antiquornm Jona} Schrimpffii, comitis Palatini, Saxonia} electoris, Virtcmbergia} ducis aliorumque prineipum in aula ca}sarea Residentis. Vindobona} Kai. Aug. 1669. *) Louis Henri de Lomenie comte de Brienne (gest. 1G9S). 205. Pap., XVII. Jahrh., P. 1 60 Bl., P. 2 114 Bl. Pappbd. Früher im Besitz des Bibliothekars Jos. Uriot. Anonymi Vita? Imperatorum Romanorum. P. 1 geht von Cäsar bis Nerva, P. 2 von Trojan bin Maxentius. Jeder dieser Biographien geht ein Blatt voraus, welches dazu bestimmt ist, Zeichnungen der unter dem jeweiligen Kainer geprägten Münzen und Beschreibungen derselben aufzunehmen. Dieses beides ist aber bloss durchgeführt bis Nero. Von Getlba bis Aurelius Antoninus finden sich dann bloss Münzbilder ohne Beschreibungen. Von L. Verus an sind die Vorsetzblätter ganz leer. Die Münzbeschreibungen sind von einer anderen Hand . Jahresb. d. h/st. Kreisvereins von Schwaben und Neuburg S. 7. 83 f. Simon starb um 1526. *) S. über ihn J. G. Kohl, die beiden ältesten Generalkarten von Amerika S. 22ff. **) Karl V. hielt sieh in Vittoria auf zwischen 4. Jan. und 7. März 1524; ve rgl. Stalin in den Forschungen zur deutsch. Gesch. 5, 5GS. 100 Histor. Handschriften in Folio Nr. 214. 215. 216. 214. Pap., XVI Jahrh., 394 Bl. Pergbd. Selecta Joannis Barvity, S. C. M. Rudolphi a consiliis et secretis, aulica caesarea, tarn legatorum instructionum credentialium quam dietarum gesta notatu dignissima. Dienen von verschiedenen Hunden geschriebene Kopialbuch enthält fast durchaus Schreiben des Kaisers Rudolph II. an seine ins Ausland zu sendenden oder im Ausland, weilenden Vertreter soioie an auswärtige Machthaber aus der Zeit vom 6. März 1589 bis zum 25. Apr. 1595. Die Beziehungen zur Pforte, zur vom. Kurie, zu Polen treten dabei besonders hervor. 215. Pap., XVIII. Jahrh., a. 324, b. 281, c. 132, d, 92 Bl. Papp>bä, Iiuck und Eck in Pergament. Briefkonzeptbuch aus der Kanzlei des Herzogs Heinrich Friedrich von Württemberg von der Winnender Linie (geb. 16. Oct. 1687, gest. 26. Sept. 1734). a. Vom 14. Nov. 1715 bis 2. Aug. 1721. b. Vom 3. Aug. 1721 bis 5. -Dez. 1725. c. Vom 5. Dez. 1725 bis 1. Dez. 1727. d. Aus den JJ. 1728 und 1729. Diese Briefe, meist von Wien datiert, betreffen entweder Angelegenheiten der Regimenter, deren Inhaber der Herzog war, oder den Verkehr mit seinen fürstlichen Verwandten oder endlieh die Verwaltung seines Vermögens. 216. Pap., XVII. Jahrh., 99 Bl. Pappbd. Geheime Instruction vor einen Keysserl. Ministrum, bevorab einem (sie) Reichs-Hof- oder KammerRath. Am Sclduss (Bl. 69): Actum Wien den lotsten Octobris 1670. Eine nähere Angabe über den Inhalt dieser anonymen Schrift findet man in den Bemerkungen zu der Handschrift Fol. nr. 118, wo diese Instruktion in einer späteren, dein Stand vom J. 1677 angepassten Gestalt und eingeleitet durch eine Art von Zivil- und Militärbeamten-Schematismus wieder vorkommt. Vergl ferner Fol. nr. 322. 520. Histor. Handschriften in Folio Nr. 217. 218. 101 217. Pap., XVII. Jahrh.; die Paginierung'beginnt (anschliessend an was?) mit ß. 241 und endigt mit S. 1153. Gemalte Wappen und Stammbäume. LLolzbd mit Lederüberzug. -Als frühere Besitzerin ist vorne Benigna Christina Commerellin eingeschrieben. David Wolleber, Der ander Theil Chorographia. Württemberg des hochlöblichen Fürstenthumbs in Schwaben Herrschafften, Herzogthumb, Grave- schafften, Statt, Märckt. .. Ursprung, Anfang, Stifftung und Herkommen u. s. w. Den ersten Teil zu diesem Exemplar bildet der von derselben Hand geschriebene Kodex Fol nr. 609. Eine geringere Handschrift vom andern Teil s. unter Fol. nr. 106. 218. Pap., XVI. Jahrh., 356 Bl. Holzbd mit Leder bezogen und gepresst. Cronica und kurtze Verzaichnus allerley Sachen, so sich in der Welt hin und wieder, fürnemblich zue Augspurg von Zeitt an derselben Erbauung verloffen und zuegetragen haben. Nach der Schlussschrift hat der Presbyter und Cetterarius des Klosters s - Ulrich und Afra in Augsburg Frater Johannes Mer ekle diese Chronik auf Befehl seines Abts Jak. Köplin zwischen dem 13. Aug. und dem 25. Nov. 1573 abgeschrieben. In demselben Kloster ist die Chronik nach verschiedenen Anzeichen auch verfasst worden. Sie hat mit der von p lac. Braun, Notit. de codd. monast. S. Udalr. et Afr. T. 4 p. 42ff. beschriebenen die Anfangsworte, mit der von P. v. Stetten, Gesch. v. Aiajsb. Vorbei: I nr. 32 genannten das Endjahr 1548 gemein, scheint aber mit keiner von beiden identisch zu sein. In den älteren Partien ist Sigmund Meisterlin zu Grund gelegt. Vergleicht man den von Ramminger veranstalteten Druck der Meisterlinschen Chronik (1522), so findet man, dass unser Manuskript mit den Eingangsworten des zweiten Buchs von Meisterlin beginnt. Von da lässt sich ein fast wörtliches Ausschreiben des M.schen Textes bis Buch IV Kap. 15 Anfang verfolgen, jedoch so, dass einzelne Kapitel (H } IQ. III, 8. 9. IV, 1. 9) ganz ausgelassen, andere sehr abgekürzt sind. Grössere Einschaltungen machen sich erst vom elften Jahrhundert an bemerklich, sie werden immer bedeutender, bis endlieh mit dem 102 liistor. Handschriften in Folio Nr. 219. 220. Schluss der Staufenzeit die Geschichttierzählung selbständig wird.. Zwei Drittel des Ganzen sind dei\ Zeit von Kaiser Maximilians Regierung bis zum schmalkaldi scheu Krieg gewidmet. 219. Pap., XVII. Jahrh., 11 Hl. Ungebunden. Oesterreichische Denkschriften. 1. Discursus von dem jetzigen Kriegs- u. Rebellionswesen in Ungarn durch Herrn Zachariasen Gcitzkhofler, Ritter .... verfast u. der Kay. Mt. d. 5. Jun. 1605 präsentirt. 2. Ausschuss von den Catholischen (wie sie sich nennen) in Oester- rcich etc. zu derselben Reformation d. d. Jun. 1606. (Denkschrift einer Vereinigung von Katholiken in Niederösterreich.) Die erste dieser Denkschriften ist gedruckt in: Drey politische Discurs des .... Herrn Zach. Geitzkofflcrs s. I. 1619. 4". u. wieder s. I, 1620. 4°. Das Datum ist im Druck nicht 5., sondern 25. Juni. 220. Pap., XVI. Jahrh., 322 131. Pappbd, Ruck und Eck in Pergament. Aichmanniana. Unter diesem Titel sind 2 Arbeiten des Kanzlers Dr. Mart. Aich- mnnn (vergl. zu Fol. nr. 90) zusam menge fasst: 1. Sein erstes Gutachten in Sachen der Universität Tübingen an Herzog Ludwig erstattet d. 27. Apr. 1593, gleichlautend mit Cod. hist. Fol. nr. 90 und Cod. jurid. Fol. nr. 196, aber während sonst dieses Gutachten ganz fortlaufend geschrieben ist, sind hier der historische und der räsonuierende Teil, in welche es zerfällt, als zwei unter demselben Datum eingegebene Berichte behandelt und durch ein Indexblatt, von einander (jetrennt. Der historische Teil hat die Seitennummern 1 — 267, der räsonuierende die Blattnummern 220—304 (wo ist 1 — 219?); Bl. 301' bis 304 bilden einen Anhang, enthaltend Schriftstücke, welche die Durchberatung des Aichmannschen Gutachtens bei der höchsten Begierungsbehörde betreffen. Histor. Handschriften in Folio Nr. 221. 222. 223. 224. 225. 226. 227. 103 2. Seine „andere Relation" in derselben Sache an Herzog Friedrich gerichtet den 6. Aug. 1599, mit den Blattzahlen 1—103. Ein Konzept hievon findet sich in Fol. nr. 145 Bl. $6—243. 221. 222. 223. 224. 225. 1 ap., XVIII. Jahrh., in 5 Bänden, wovon der erste 310, der -weite 313, der dritte 290, der vierte 374, der fünfte 232 Bl. hat. Pappbände, Ruck und Eck in Pergament. Instruktionen und Relationen des Reg.-Rats, später Geh.-Rats Wilh. Eberh. Faber (geb. 1701, gest. 1781) als württ. Gesandten am kaiserlichen Hof in 2 Missionen 1738—41 und 1746—54. Nr. 221 enth. Instruktionen für ihn 30. Apr. 1738 bis 10. Juni 1741. Nr. 222 enth. Berichte rem ihm 11. Juni 1738 bis 17. Juni 1741. Nr. 223 enth. Instruktionen für ihn 23. Sept. 1746 bis 7. März 1754. Nr. 224 enth. Berichte von ihm 7. Jan. 1747 bis 30. Dez. 1750. Nr. 225 enth. Berichte von ihm 2. Jan. 1751 bis 3. Apr. 1754. 226. Pery., XVI. Jahrh,, 20 Bl. Gepresster Lederbd. Bestallungsbrief für Marco Arimondo als Capitano der Riviera di Brescia roit dem Sitz in Salö am Garda-See, in italienischer Sprache ausgestellt durch den Dogen Leonardo Loredano 21. Jan. 1503 unter Einschärfung von Verordnungen älteren Datums. I>as erste Blatt ist mit gemalten Randleisten und Initialen verziert. 227. Pap., XVII Jahrh,, 80 Bl. Pappbd. Johannes Friedr. Halbmayrs Discordise fatalia Bavaricae. Historische Relation, was für grosse Verenderungen, Uneinigkeitten, Widerwillen, Krieg und Blutvergiessungen von 700 Jarn hero zwischen dem chur- Wd fürstlichen Haus, Pfalz und Bayrn, auch under und zwischen den 104 Histor. Handschriften in Folio Nr. 228. 229. bayerischen Herzogen, iren Voreltern u. Antccessoribus den Welphen, Pfaltz- und Landtgraffen von Wittelspach u. Scheyern etc. zu viel unterschiedlich Zeitten sich zugetragen, eräignet und begehen haben. Der Verfasser schrieb dienen Traktat, während er in Nürnberg gefangen sass, aus Anlass den zu neiner Zeit in Blüte stehenden Konflikt* zwischen Kurpfalz und Bayern und widmete nein Werk am 26. Juli 1621 dem Nürnberger Senat. Auf dem Titel übrigen* steht die Jahreszahl 1623. Eine andere Handschrift erwähnt Will, bibliotheca norica 1'. 1 nr. 746. 228. Pap., XV 11. u. XVIII. Jahrk, 329 Bl. Pappbd. Originalschreiben gerichtet an Gottfr. Gleitsmann, Rektor der Stiftsschule in Zeitz, von sächsischen Gelehrten (Ghph. Cellarius, Thom. Ittig, Joh. Burckh. Menckc, Adain Rechenberg u. And.), Pastoren, Studenten, Vätern von Schülern u. s. w. gegen Ende des 17. und im Anfang des 18. Jahrh. Müller (Chn. Gottfr.) in: Geschichte und Merkwürdigkeiten der Stiftsbibliothek, in Zeitz S. 24 giebt an, Gl. sei Verwalter dieser Bibliothek gewesen von 1692 — 1724, was nicht ganz richtig, da das in uuserm Kodex Bl. 196 eingefügte Ernennungsdekret vom 2. Mai 1691 datiert ist. Die Besiedlung zum Rektor ging dieser Ernennung (wohl nicht lange) voraus. Von Gleitsmann selbst finden sich nur 2 Briefe in dieser Sammlung, ausserdem konzipierte Antworten auf den fremden Anschreiben selbst. Vom eingeklebt ist ein Ausschreiben des Patriarchen Kall inikos von Konstantinopel zu Gunsten eines bedürftigen Klosters (Taphion auf Kreta?). Derselbe starb nach Lequien, Oriens christ. im J 1702. 229. Halb Pergament-, halb Papier-Handschrift. XV. Jahrh., 326 Bl. Holzbd. Ursprünglich der Memminger Stadtbibliothek gehörig und mit deren Stempel versehen, dann als Geschenk von dort hicher gekommen. Valerius Maximus, facta et dieta memorabilia cum commentario. Der Text giebt sämtliche neun Bücher des Valerius Maximus und von der Epitome des Julius Paris noch die zwei .ersten Kapitel bis zu dem Histor. Handschriften in Folio Nr. 230. 105 Wort Ebu[UumJ. Ed. Halm, (1865) p. 485 lin. 17. Der den Text umrahmende (anonyme) Kommentar gehört nicht zu denen, welche in die gedruckten Ausgaben des Vol. Max. übergegangen sind. Am Schluss finden sich folgende Worte: Hunc Valerium ego frater Petrus Miete de Caprariis, prseeeptor domus saneti Anthonii in Memmingen Augustensis. dioecesis, scribi feci Parisius, nie ibidem in studio commorante anno dni MCCCCXLVIII. De Caprariis. Petrus Mitte (so wird sonst geschrieben) de Caprariis war Vorstand (prmeeptor) der Comthurei des Ordens vom hl. Antonius in Memmingen (1454-1479). Als er unsern Kodex abschreiben Hess (1448), studierte er noch auf der Hochschule zu Paris. Im J. 1467 schenkte er seine Bibliothek dem Autonierhause und der Martinslärche und legte dadurch den Grund zu der späteren Stadtbibliothek von Memmingen. Vergl. Schelhorn, M-götzlichkeiten 1, 36 f. Schclhom jun., Anleitung f. Bibliothekare 1, 148. Dobel, Memmingen im Beform. Zeitalter 1, 9—14. Pets- holdt, Adressbuch der Bibliotheken Deutschlands (1875) S. 281. Das Stammkloster des Antoniusordens in Vienne hatte im 14: und 15. Jahrh. mehrere Abte aus der Familie Mitte, worunter einer, dessen Vater Herr von Chevrieres (de Caprariis) war; vergl. Gallia christiana 16, 197 ff. Beim Einband der Handschrift ist eine leider zerschnittene päpstliche Bulle verwendet d. d. ap. Sanctum Petrum VII Kai. Maß pontificatus nostri deeimo septimo. Des Papstes Name ist nicht erhalten, der Name des Adressaten nur soweit, class mau erkennt: er war Abt „monasterii Saneti Eugendi Jurensis Lugdunensis dicec." (vergl. 'über diesen Heiligen Acta SS. Boll. Jan. 1. p. 49 f., über das Kloster Gallia christiana 4, 241 ff-). In der zweiten Zeile findet sich der Name „Raphael de Lauppa (?) prior prioratus S. Antonn curie Romane ordinis S. Augustini". 280. Perg., XV. Jahrh., 22 Bl. Holzbd mit Lederüberzug. Die gesetzte der Schwestern prediger ordens. In 31 Kapiteln, Nach den Schlussworten „abgeschriben durch mich Johannsen Mynner aller Offembaren schryber den allerminsten" und beendigt am 5. Nov. 1429. Zum Einband ist eine Esslinger Verkaufsurkunde vom J. 1424 verwendet. Sollte der Kodex dem in Weiler (Weil, Esslinger Gebiets) oder dem früher in Siruau, dann in Esslingen bestehenden Frauenkloster Dominikanerordens gehört haben? vergl Ch. F. Stalin, wirt. Gesch. 2, 737f. 106 Histor. Handschriften in Folio Nr. 231. 232. 233. 234. 231. Pap., XVII: Jahrh., 4 Bl. Ungebunden. Resolution so dem kurfürstl. brandenb. Herrn Abgesandten von den fürstl. Braunschw. Lüneburg. Herrn Abgesandten am 17. Nov. 1658 zu Hildesheim ertheilet u. gleichsam ad calamum dictiret. über diese Hildesheimer Konferenz (15. Nov. u. ff. 1658) erstattet der brandenburgische Gesandte Dr. Tornow seinen Bericht an den Kurfürsten Friedrieh Wilhelm 19.129. Nov.; s. Urkunden und Aktenstücke zur Geschichte des Kur f. Friedrieh Wilhelm 8, 563 ff. 232. Pap., XVII. Jahrh., 2 BL Ungebunden. Lateinische Distichen, je ein Paar, auf Eberhard den Greiner, Ulrich dessen Sohn, Eberhard den Milden und Eberhard den Erlauchten. 233. Pap., XVII. Jahrh., 11 Bl. Pappbd. Gerawischer Vertrag anno 1598 uffgerichtet, welchen hernach anno 1603 den 11. Jim. nach Absterben des Herrn Marg- graff Georg Friederichs . . . zu Brandenburg .... von dem Herrn Ohur- fürsten Joachim Friedrichen, Herrn Marggraff Christian und Herrn Marg- graff Joachim Ernsten, Hanns Sigmunden, Hanns Georgen, allen Marggraffcn zu Brandenburg und Herzogen zu Onolzbach wiederholet worden. Über diesen öfters gedruckten Geraischen Vertrag vergl. Schuhe, preuss. Staatsr. 1, 40 f. ü34. a. Pap., XVI und XVII Jahrh., lose Stücke numeriert und durch Umschläge in 2 Abteilungen geschieden, welche in einer Mappe vereinigt sind. Eine von Joh. Georg Schelhorn Vater und Sohn in Memmingen angelegte Sammlung. Briefe aus dem 16. u. 17. Jahrh. 1. Aus dem Reformationszeitalter: 1. Ambr. Blaurer an Bürgermeister und Rat in Memmingen d. d. Tübingen Freitag nach Maria Magdalena 1535. Gedr. bei Presset, Ambr. Blaurer 1861 S. 357. Histor. Handschriften in Folio Nr. 234. 107 2. Ders. an dieselben d. d. Gärtringen 23. Jan. 1537 (ebenda S. 399f.). 3. Mart. Bucer an dieselben d. d. Bibra 26. Jul. 1537. 4. Job. Eck an dieselben d. d. Ingolstadt Donnerstag nach Aschermittwoch 1529. 6 Blätter. Gedr. bei Schelhorn, amcenitates 6, 410—430. 5. Phil. Melanchthon an Friedr. Staphylus d. d. 7. Oct. [1546]. Von Prof. ÄlbrecM Frick in Ulm an Schelhorn geschenkt, von diesem publiziert in den Ergötzlichkeiten 1, 630f., auch gedr. im Corp. Beform. 6, 245). 6. Laz. Spengler an Bürgermeister und Bat von Memmingen d. d. Nürnberg 3. Jan. 1529. 4 Blätter. Die zweite Hälfte gedr. in Schelhorns Beform. Hist. v. Memmingen S. 126 ff. 7. Job. Sturm an die Schulvorsteher von Memmingen d. d. 16. Apr. s. 1. et a. Gekannt von Charles Schmidt, vie et travaux de J. Sturmp. 310 Änm. 6. 8. Ulr. Zwingli an Bürgermeister und Rat von Memmingen d. d. 10. Oct. 1530. Gedr. bei Schelhorn, ameenitates 6, 445—451. II. Aus der zweiten Hälfte des 16. und aus dem 17. Jahrhundert von folgenden Gelehrten: 1. Jac. Andrea. 2. Bosifa. 3. 4. Joh. Ca- selius. 5. 6. Joh. Mich. Dilherr. 7. Elias Ehinger. 8. Joh, Frisch- muth. 0. Melch. Haiminsfeld, gen, GoldaXit. 10. U- Joh. Harpprecht, 12. 13. J 0 h. Ludw. Ilartmann. 14. Jac. Heerbrand. 15. Jac. Heilbrunner. IG. Geo. Henisch. 17. 18. Geo. Herrenschmid. 19. Hessus. 20. Sebast. Hornmolt, 21. Stanül. Hosius (gedr. b. Schelhorn, Ergötzlichkeiten 1, 123 ff.). 22. Joh, Musäus. 23. Dan, Frosch. 24. Ludov. Halms. 25. Joh. Schmidt, 26.27. Joh, Andr. Schmidt, 28. Seb. Schmidt, 29. Josua Stegmann. 30. Andr. Tscherning. 31. Fünf Pastoren ans Soest (1583). 234. b. Pap., XVI. u, XVII. Jahrh., lose Stücke numeriert und durch Umschläge in 2 Abteilungen geschieden, welche in einer Mappe vereinigt sind, -Aus dem Nacldass des Prof. med. Joh. Bacmeistcr in Tübingen, später im Besitz J. G. Schelhorns. Bacmeisterischer Briefwechsel. 1. Briefwechsel des Professors der Theologie und Superintendenten zu Rostock 1). Luc. Baemeister d. Alt., geb. 1530, gest. 1608. 89 Stücke. 108 Histor. Handschriften in Folio Nr. 235. 236. 2. Briefwechsel Luc. Bacmeisters d, J., Superintendenten von Rostock und Güstrow, geb. 1570, gest. 1638, und anderer Glieder der Bacmeisterschen Familie. 39 Stücke; am Schluss ungezählte Fragmente und Konzepte. Vergl. hierüber J. G. Schelhom, apologia pro P. P. Vergerio. 1754. 4°. S. 71. de), a. b. Pap., XVI. Jahrk, 362 u. 456 Bl, Pappbände. Früher im Bestie Joh. Geo. Schelhorns. Acta Austriaca d. i. eine ausführliche und wahrhafftige Nachricht von der Reformation und Visitation aller Kirchen des Erzherzogthums Niederösterreich unter der Enns, wie dieselbe anno 1580.....glücklich verrichtet worden von Lucas Bacmeistern d. Ä., Professore und Pastore in Rotzstock. Alles aus des sei. Mannes hinterlassenon Schriften zusammengetragen von Joh. Baumeister, Prof. med. in Tübingen. Eine Sammlung von Akten, welche Joh. Bacmeister vom Untergang rettete, in sieben Abteilungen ordnete und selbst herausgeben wollte, aber nachher dem Beruh. Raupach zur Verfügung stellte, der sie bei Abfassung seines Erläuterten evangelischen Österreich, besonders der zweiten Fortsetzung, benutzte und zum Teil in extenso publizierte. Vergl. hierüber Joh. Geo. Schelhom, apologia pro P. P. Vergerio. 1754. 4°. S. 70 f. 286. Pap., XVI. Jahrk, 265 Bl, Pappbd. Pappenheimisches Kopialbuch. Fast durchaus von Einer Hand gesehrieben, enthält dieses Kopialbuch sowohl Familienverträge der Reichserbmarsv.halle von Pappenheim unter sich, als polizeiliche Ordnungen für Stadt und Herrschaft Pappenheim, Kaufbriefe, Lehensbriefe u, s. w. Mit Ausnahme des ersten Stücks, eines Teilungsvertrags vom J. 1441, ist alles aus dem 1(1. Jahrh. ffistor. Handschriften in Folio Nr. 237. 238. 239. 109 237. Pap., XVII. Jahrk, 92 Bl. Pergbd. Regestenartiger Index über ein Diplomatarium des Fiirstbistums Breslau, welches in 8 Büchern Akten der JJ. 1506—1608 zur schlesischen Kirchen- und Klostergeschichte enthält. Das Diplomatarium selbst ist nicht im Besitz der Bibliothek, da jedoch die Urkundenauszüge nicht selten weitläufig sind, zum Teil sogar den Wortlaut wiedergeben, so dürften sie teilweise das Diplomatarium ersetzen. 238. Pap., XVII. Jahrk, 40 Bl. Pappbd. Stammbaum derer uralten des hl. R. R.s Herren von Werthern, Köm. Kays. Mayt und des hl. R, R.s ErbCammerthürhüterer, daselbst und auf denen Graff- und HerrschafTten Beichlingen, Frohndorff, Wielie und Brücken, auch Kleinbolnhausen etc. kürzlich und gründlich beschrieben durch S. Reinhardt, d. R. D. Anno IG 15. •9 Stammtafeln mit Erläuterungen. 239. Pap., XVI, zum Teil XVII Jahrb., 29G Bl. Pappbd. •4us der Bibliothek des Geh. Rats Georg Wilhelm Zapf in Augsburg, gest. 1810. Augsburger Briefe und Aktenstücke, teils im Original, teils in Kopien, fast durchaus den drei letzten Jahrzehuten des 16., einige dem Anfang des 17. Jahrhunderts angehörend. Der grösste Teil dieser Stücke stammt aus dem Archiv des Hauses l'xgger, und zwar erscheinen (ein häufigsten als Adressaten der Briefe die Gebrüder Marx und Hans Fugger, ausserdem liest man den Namen Anton Fuggers ziemlich oft. Der Inhalt ist sehr bunt: Kommissionen von Fürsten und andern au die Fugger zu Besorgung von Zahlungen und Briefen ins Ausland, Berichte herrschaftlicher Beamten an sie, Korrespondenz verwandter Adeliger, Bettelbriefe, Schuldurkunden, Testaments- und Erbsachen, Prozessschriften, Verträge u. dergl. Eine andere Gruppe von Korrespondenzen dreht sich um die Person des Propstes Anton an der 110 Histor. Handschriften in Folio Nr. 240. 241. Heiligkreuzkirche in Augsburg, eine dritte hat ihren Mittelpunkt in dem Bischof Marquard IL daselbst. Daneben fehlen nicht Akten von allgemeinerem Literesse, wie Denkschriften (von Seraphim de Tassis u. et.) zur Hebung des Reichspostwesens und Verhandlungen in Sachen des Augsburger Kirchenstreits. Das älteste Stück der Sammlung ist eine trotzige Schuldforderung Jak. Fuggers d. Alt. an Kaiser Karl V. vom J. 1523 (in Kopie), welche Greif im 34. Jahresbericht des hist. Kreisvereins von Schwaben und Neuburg für das J. 1868 S. 49 f. aus unserm Kodex — das Original ■ist verloren — zum Druck gebracht hat. (Ein Separatabdruck hievon mit der Bezeichnung 23!), a liegt der Handschrift bei.) Pap., 1622 — 24 von Einer Hand ohne Zweifel in Venedig geschrieben, mit gemalten Wappen auf dem Rand, 77 Bl. Lederbd. Aus der Zapfisclien Bibliothek. La nobiltä di Venezia. 1. Alphabetisch geordnete Liste der bedeutendsten Familien von Venedig mit beigesetzten Wappen und kurzen historischen Notizen über sie in italienischer Sprache. Das denselben vorausgehende Register enthält bloss die „famiglie che cd presente sono in Venetia 1(122". 2. Die Heilte der Dogen Venedigs von Anfang an, fortgeführt nicht bloss, wie im Eingang gesagt ist, bis 3. Aug. 1539, sondern bis 1623—24. Den Namen derselben sind kurze historische Daten und II tippen beigegeben. Doch fehlen erstere von Lunardo Donttdo an. Der letzte Doge Francesco Contarini ist bloss noch durch sein Wappen repräsentiert, der Name fehlt. Angebunden ist das gedruckte Werk von Jean Le Ferou: Catalogue des noms, surnoms, faicts et vies des connestables .... de France. Paris 1599. Fol. 241. Pap., vom J. IG 11 (vergl, Bl. 21'), 22 Bl, Pappbd, Aus der Zapfisclien Bibliothek. I, Bl. 1—16'. Hohenzollerische Erbeinigung d. d. 24. Jan. 1575 zwischen Karl 1. Graf von Zollern und seinen Söhnen: Eitel Friedrich IV. — Hechingen, Karl, IL Sigmaringen, Christoph — Haigerloch geschlossen. Histor. Handschriften in Folio Nr. 242. 243. 111 LI. Bl. iß' Schluss. Andere Notata vom Hause Hohenzollern betr. die zeitweilige Überlassung der Festung Hohenzollern an den Kaiser durch den Fürsten Philipp Christoph Friedrich von Hohcnzollern-Hechingen (17. Juni 1667) und den dadurch im fürstlich liohenzollernschen Gesamthaus hervorgerufenen Zwiespalt. Über die Erbeinigimg vergl. Baur, Gesch. der liohenzollernschen Staaten Hejt IV p. 02 ff. Gedruckt ist sie unter anderem bei Schulze, Hausgesetze der deutschen Fürstenhäuser 3, 691 ff. 242. Pup-, Ende des XV. oder Anfang des XVI. Jahrh. 66 BL Pappbd. Aus der Zapfischen Bibliothek. Cronica de dueibus Austriae, Bavariae et Sueviae. , In diesem von der gleichen Hand, wie Fol. nr. 249, vielleicht von der Konrad Peutingers (s. Zapf Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bild, 1, 7. 13) geschriebenen Kodex finden sich ohne Scheidung fortlaufend beisammen : 1. Bl. 1—39. Hermanni abbatis Altahse inferioris Annales (1152 bis 1273). -■ Bl. 39—66. Eberhafdi ärchidiaconi Eatisponensis Amiales (1273 bis 1305). Beides, jedoch ohne Berücksichtigung vorliegender (später) Handschrift, von Joffe herausg. in Monum. Germ. SS. 17, wo die entsprechenden Stücke sich finden a) p. 383—407, b) p. 593—605. Vergl. über diese Chroniken Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen 3. Aufl. 1, 179 ff'., 183 f. Näheres über gegenwärtige Handschrift vermisst er 1, 363 Anm. 3. 243. Pap., XVI. Jahrh,, 136 Bl. Pappbd. s ■Peutingers Verlassenschaft wahrscheinlich in die Jesuitenbibliothek zu Augsburg gegangen; von da aus in den Besitz Zapfs gelangt, übrigens in den (unvollendet 9 e ' ^ebenen) „Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek" nicht beschrieben; aus Zapfs Nachlass für die öffentliche Bibliothek erkauft. iscellan-Sammlung von Briefen, Diplomen und Inschriften angelegt durch Konr. Peutinger. I Bl. l. 2. Venantii Fortunati epistola ad Gregorium papam. Gedr. an der Spitze von dessen Opp. polt. rec. Txo (Mon. Germ, hist.). Berol. J881. 112 Histor. Handschriften in Folio Nr. 243. 2. Bl. 5—9. Caroli M. divisio imperii a. 806. Gedr. in den Mon. Germ. hist. Legg. T. 1 p. 140 ff. 3. Bl. 10. 11. Ej. epistola ad Alcuinum. = Nr. 97 der Epistola Älcuini ed. Jaffe (bibl. rer. germ. 6 p. 403 ff.). Einige Worte am Schluss fehlen in dieser Abschrift. 4. Bl. 11. Henrici IV. diploma monasterii Hirsaugicnsis rcstaura- tioncni confirmans d. d. 9. Oct. 1075. Gedr. im Wirt. Urk.-Buch Bd. 1 S. 276 ff.; hier bloss Anfang und Schluss. 5. Bl. 17—21. Episcopomm de exauctoratione Lndovici imperatoris relatio in conventu Compendiensi Oct. 833 edita. Gedr. in den Mon. Germ. hist. Legg. T. 1 p. 366—369 oben. 6. Bl. 24—26. Constantini imperatoris edictum. Gedr. in der Merlinschen Konziliensammlung T. 1 Par. 1524 Fol. 65 f. und augenscheinlich aus dieser für Peutinger abgeschrieben. 7. Bl. 27—31. Hieron. Donati epistola ad Petr. Contarenum de tcrnemotu Candi;e d. d. 8. Jd. Jim. 1507. Erwähnt von Agostini, scrittori Venes. 2, 216 f. 234 und von Cicogna, inscrie. venez. 1, 90. 8. Bl. 87—42. Vier Briefe betr. den Sieg des Osmanensultans Selim I. über Ismail Soft erfochten den 23. Aug. 1514: a) vom Sultan selbst an den Senat von Ragusa. Gedr. in Sanuto, diarii 19, 216 f. mit dem richtigen Datum 27. Aug. (hier falsch 23.). b) von P. Bembo an Kaiser Maximilian I. = Bcmbi epistola; ed. Colon. 1584 p. 229 ff. c) vom Grossmeister der Johanniter an Papst Leo X. d) von Giov. Sadolcto an Lorenzo Campeggi. 9. Bl. 47 — 49. Inscriptiones vetusta3 Tergesti. Voraus geht ein Brief des Triester Bischofs Peter Bonomo (1501 bis 1546) an Kaker Maximilian I. d. d. Innsbruck 10. Jan. [Jahr?] einen Altertümerfund betreffend, gedr. in den Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek S. 296 — 1)8. Dieser Brief sowohl als die Inschriften selbst finden sieh auch in andern Peutingerschen Sammlungen (cf. Corp. inscr. lat. V, 1 p. 54, aas welcher Stelle zugleich hervorgeht, dass dem Herausgeber Mommsen die Existenz des gegenwärtigen Kodex bekannt war). 10. Bl. 50. Eine kleine Salzburger Inschrift. 11. Bl. 51 — 59. Die deutschen Kaiser von Ludwig d. Fr. bis Karl IV. nach den Eingangs- und Datieruugsformeln, den Monogrammen, Siegeln, Histor. Handschriften in Folio Nr. 243. 113 Kanzlerunterschriften in ihren Diplomen unter Zugrundelegung Eichstätti- scher Urkunden (ex literis cpiscopi et ecclesie Eistetehsis). 12. Bf. 61 — 64. Mitteilungen diplomatischer Natur aus Kaiserinnen, einem Passauer Kopialbuch entnommen und an Peutinger gesandt durch den dortigen Bischof Wiguleus [Fröschl]. 13. Bl. 65. Aehnliche Urkundenexzerpte „ex monasterio Aursper- gensi" von Peutingers Hand. 14. Bl. 68—72. Ex registris quibusdam antiquioribus literarum erectionis et privilegiorum ecclesie Magdeburgensis sumpta et extracta per manum mei Gasparis Stembert secretarii antiqui. k-Ctiserurkunden bloss nach ihrem Anfang und Schluss. 15. Bl. 75—82. Diplomatar des Nonnenklosters Kühbach, Diöc. Augsburg. Vcrgl. Monumenta boica 11, 510—550. 16. Bl. 86. 87. Zwei Diplome zu Gunsten der Gemeinde Sermione am ,^ arclasee ausgestellt von K. Friedrich I. (s. d.) und von Konradin (1267); in ,j as zwe it e } s t e i n T on Friedrich II. (s. d.) ausgestelltes eingerückt. Das Diplom Friedrichs I. ist aus unserer Handschrift abgedruckt bei Böhmer, acta imperii sclecta Abt. 1 nr. 103 (unter dem J. 1158), das Friedrichs II. gleichfalls aus dieser Handschrift bei Huillard-Brehollcs, hist. Frid. II. T - 1, 3 p. 831—833 (unter dem J. 1330); das Diplom Konradins erwähnt nach unserer Handschrift Ch. F. Stalin, wiri. Gesch. 3, 337; Winhelmann publiziert e* nach einer ital. Quelle Acta imp. ined. Bd. 1 S. 434. 17. Bl. 88. Verschiedene Kaiserurkunden bloss nach ihrem Anfang «nd Schluss. 18. Bl. Ol. Urkunde Konrads III. zu Gunsten des Wallfahrtsorts Ursperg vom J. 1143. Gedr. in Liinigs Bcichsarchiv 18, 675, auch in Mon. boica 39 a, 379. 10 - Bl. 02. Urkunde Friedrichs I. vom 13. Jul. 1180, worin er dem schof von Freising Vertagen restituiert. Gedr. in Mon. boica 39 a, 438 und sonst. 20. Bl. 03. 04. Urkundenauszüge verschiedenen Inhalts. 2l - Bl. 97 — 103. Freiheitsbriefe (in deutscher Sprache) für das Herzogtum Oesterreich: 1) von Friedrich II. d. d. Juni 1245 (Böhmer, *egg. i mp , y w 3483> umc ] lt ) ; 2) von Rudolf v. Habsburg d. d. 11. Juni 1283 (Böhmer, Regg. Imp. a. 124(1 — 1313 nr. 755, unecht); 3) von dem böhmischen König Wenzel d. d. Dienstag nach Cantate 1366; 4) von K. Karl IV. (1. d. 10. Mai 1306 (Böhmer, Regg. Caroli IV. nr. 4310). HandsoUr. d. k. üft'. Bibl. Stuttg. 1, l. 3 114 Histor. Handschriften in Folio Nr. 244. 245. 22. Bl, 105— 116. Urkunden und Kegesten des späteren Mittelalters, meist Eerrengeschlechter und deren Besitztümer in Schwaben und Bayern, zum Teil auch die Stadt Augsburg betreffend, manches ungedruckt, von Oh. F. Stalin für die württ. Geschichte benützt, 23. Bl. 119-124. Urkunde Friedrichs I. vom 17. Sept. 1156, den Streit zwischen Heinrich Jasomirgott und Heinrich dem Löwen schlichtend (■=. Stumpf, Reichskanzler nr. 3753); hierauf verschiedene Augsburger Urkunden aus den letzten Jahrzehnten des 13. Jahrh. 24. Bl. 129—133. Verzeichnis mehrerer in Rom auf dem Zollamt mit Beschlag belegter angeblich ketzerischer Bücher (1513), welchem noch weitere Büchertitel und historische Gedichte aus jener Zeit beigegeben sind. Was jetzt in diesem Band vereinigt ist, war ursprünglich mit anderem zusammen in einem grösseren Bernd, den Peutinger überschrieb: Inscriptiones et Aunotatioues Com: Peutingeri pleraque. Vergl. Lotter-Veith, hist. Conr. Peutingeri p. 103 f. 244. Pap., XVI Jahrh., 69 Bl, Pappbd. Aus der Zapfischen Bibliothek. Die historia von der wähle und Chronung keisers Caroli des fünften. Eine wörtliche Übersetzung von: Klcctio et coronatio Caroli V. per G&org. Sabinum (öfters gedruckt). m. Perg., Anfang des XV. Jahrh., 122 Bl. In zwei Kolumnen geschrieben, mit gemalten Initialen und Randleisten am, Anfang jedes Buchs. Pappbd, Ruck und Eck in Leder. Aus der Zapfischen Bibliothek. Petri de Vinea epistols. Diese Handschrift gehört zu derjenigen Klasse von Kodices, in welchen, die Sammlung in (> Bücher eingeteilt ist, und zwar enthält Buch 1 34, II 58*), III 87, IV IG, V 137, VI 32 Briefe. Am Schluss stehen einige, lateinische Sentenzen von späterer Hand, *) Die Ausgaben liahen 59 Briefe, so auch der Index unserer Handschrift, im Text selbst aber ist der sechste Brief ausgefallen und so bleibt von da an die Numerierung um eine Zahl zurück. Histor. Handschriften in Folio Nr. 246. llö Bmtlard-Breholles (vie et correspondance de Pierre de la Vigne p. 2S4 f.) beschreibt den Kodex, Zapf bespricht ihn unter den „Merkwürdigkeiten" seiner Bibliothek Bd. 1 S. 18—37, Gh. J<\ Stalin, zur Gesch. u. Beschr. tvürtt. Büeher- sammlxmycn S. 2i erwähnt ihn als Bestandteil der unsrigen. 246. p ap., Ende des XV. Jahrk, 221 Bl. Pappbd, Bück und Eck in Leder. Aus der Zapfischen Bibliothek. Petri de Vinea epistolae. Auch hier wie im vorigen Kodex ist die Sammlung in sechs Bücher geordnet, Das erste Buch, welches ursprünglich das einzige war, ist nicht ois solches bezeichnet. Die Briefe sind ursprünglich nicht numeriert; nur die des zweiten und des fünften Buchs hat eine ganz moderne Hand mit Zahlen versehen. Buch I enthält 33 Briefe (ursprüngliche Zahl), Buch II 5 9, Buch III 66 - statt 87, Buch IV 16, Buch V 124 - statt 137, Biich VI 33, Sandbemerkungen von der Hand Konrad Peutingers, für welchen wohl diese Abschrift eines älteren Kodex (verschieden von nr. 245) gefer- r 'fJt wurde, liest man auf den ersten Blättern. Im Anhang finden sich: 1) ein bisehöfliches Briefformular 5 2 ) der (öfters gedruckte) Brief Gregors X. an Rudolf von Rabsburg iL >>■ 26. Sept. 1274 (= Böhmer, llegg. Imp. a. 1246-1313 p. 331); ; 0 ein Schreiben Rudolfs von Habsburg an Philipp III. von Frankreich wegen der Kirche von Villiers an der Rhone ohne Datum, aber wahrscheinlich vom J. 1284 oder 1285, erstmals aus einem Klagenfurter Kodex berausg. von Heller, Deutschland und Frankreich etc. Gott, 1874 S. 155 f.; I) ein Wahlausschreiben eines Kardinals nach dem. Tode Papst Mar- Uns IV. (1285); o) ein einem gemissen Alexander gegebener ärztlicher Rat; <>) der Brief des Presbyter Johannes an Kaiser Manuel, unvollständig, bloss bis § 52, Absatz 1 des von Zarncke besorgten Druckes (s. ■'«nicke, de epistola, qua- sab nomine presbgteri Johannis fertur. Ups. 1874). Vergl. üher diese Ildschr.: Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek Bd- 1 S. 27—29. Huillard-Breholles, vic et correspondance de Pierre de la Vi 9ne p. 285. Der Brief des Presbyter Johannes findet sich besser und vollständiger Fol. nr. 411. HG Histor. Handschriften in Folio Nr. 247. 247. Pap. Um 1500 geschrieben. 220 Bl. Pappbd, Ruck und Eck in Leder. Ans der Zapfischen Bibliothek. Konrad Peutingers Kopialbuch, enthaltend Diplome, Briefe und Chronikfragmente zur deutschen Geschichte. Auf der ursprünglichem Vorderdecke, welche jetzt dem Vorsetzblatt angeklebt ist, steht von Peutingers Hand: Libcr Conradi Peutinger Au- gustensis utriusque juris Doct. non sine impensa niodica conlectus Anno Dn. M. D. VI. prid. idus jut. (lies Jul.?) Jugum lioc suave. Peutinger hat hierin manches mit eigener Hand abgeschrieben, anderes abschreiben lassen oder die Kopie von Freunden erhalten (vergl. p. 123: hoc exemplum misit Zasius). Die Urkunden, teils ganz, teils im Auszug mitgeteilt, betreffen zum grossen Teil die Geschichte verschiedener Klöster und Kirchen Süddeutschlands von Lothringen bis Österreich; sie sind ohne bestimmte Ordnung aneinandergereiht, doch macht sich ein grösserer Komplex, welcher auf Nicderaltaicli Bezug hat und durch eine Geschichte der Stiftung dieses Klosters eingeleitet ist, bemerklich (Bl. 9—61). Wenn schon hierunter viele Kaiserdiplome (echte und unechte) sieh befinden, so begreift die Sammlung ausserdem Briefe deutscher Kaiser an andere Fürsten und staatsrechtliche Bestimmungen derselben, wie denn Karls IV. goldene Bulle (1356) den Schluss des Ganzen bildet. Auch Briefe fremder Fürsten und päpstliche Bullen (darunter die unterschobene Leos IX. -wegen der Trans- latio Dionysii Areopagitm) sind hier vertreten, sofern sie eben auf Deutsehland Bezug haben. Ferner sind einzelne Auszüge aus Chroniken eingestreut: ex chronico monasterii S. Altonis ( Altomünster ) Bl. 108f., ex Othone Frisingensi Bl. 128—142 etc. Endlich finden sieh, jedoch ganz selten, Kircheninschriften und lateinische Verse historischen Inhalts. Die Bandbemerkungen Peutingers und andere Umstände verraten, dass der Sammler sein Hauptaugenmerk auf Namen von Orten und Personen richtete; was die ersteren betrifft, so ist Bl. 7f. eine Liste lateinischer Ortsnamen mit Verdeutschungen nach Ladisl. Suntheim zu. bemerken; andererseits fällt auf, dass bei Regesten eher der Inhalt zu kurz kommt als die Reihe der Zeugen. Die Handschrift wird, obgleich sie mit den Briefen des Peter von Vinea und den daran sich anschliessenden Formelbüchern nichts zu schaffen hat, doch von Huillard-Brcholles, P. de la Vigne p. 285 näher erwähnt. Zapf bespricht sie als Diplomatarium miscellum in den Merkw. seiner Bibl. 1, 29 — 32. Veith sah sie noch in Augsburg; s, seine Hist. vitte Com: Peutingeri p. 55. Winkel- Histor. Handschriften in Folio Nr. 248. 117 mann benutzt sie in den Acta imperii inedita Bd. 2 zu den ürkundennummern 30. 32. 36. 43. 44. 46. 50. 62. 82. 100. 106. 473. 47S. 4SI. 489. 1038. 1051. 1099. 1121. 1131. 248. Pap., XVI. Jahrk, 65 Bl. Pappbd. Aus der Zapfischen Bibliothek. Sammelband K. Peutingers, worin vier von ihm verfasste Schriften, -welche er mit Korrekturen, Randbemerkungen und Zusätzen eigenhändig versehen hat; von seiner Hand ist auch der Brief nr. VI geschrieben. I. Bl. 3—8. Epistola Conr. Peutingeri ad Bernardinum Carvajalum cardinalem d. d. XV. Kai. Jan. 1507. Gedruckt in Antwerpen 1521; vergl. Lotter-Veith, hist. Peutingeri p. 76/., wo auch ein paar Worte über den Inhalt des Briefes. II Bl. 11-23. Ejusdem epistola de nomine Augustus ad Tlicodcricum Reysach s. Reysacher d. d. XVIII. Kai. Dec. 1510. Dass dieser Traktat in Briefform zum Druck bestimmt ivar, zeigen die vorausgehenden Verse „ad librum", wie der Vers des Joh. [Rhagius] Aesticam- pianus am Schluss. Die zwei eingeklebten Briefe des Reysacher an Peutinger hat Veith l. c. p. 104 f. publiziert. HL Bl. 2(1—32. Ejnsdem Super numismatis cujusdara inscriptionc. Vergl. Lotter-Veith l. c. p. 106. IV. Bl. 34-47. Valentini Moravi epistola ad C. Peutingerum de ma- joribus regum Portugallensium. Vergl. Lotter-Veith l. c. p. 99. 106. Heyd über Valentin Fernande« Aleman in den Sitzungsberichten der Münchner Akad. Philos.-phüol.-hist. K. Bd. ä Jahrg. 1872 S. 479 ff. V Bl. 54—55. Navigatio Portugallensium ultra sequinoctialem circulum. Dieser Berieht von der Entdeckung Brasiliens durch Cabral (1500) und von der sogen, zweiten Reise Vespuccis (1502) ist publiziert durch Kunstmann in den Abhandl. der Münchn. Akad. Hist. Kl, Bd. 8 S. 788 f. VI Bl. 56—58. Valentini Moravi epistola, ad Peutingerum d. d. IG. Aug. 1505. Dieser einen Altertumsfund an der Rocca de Sintra und die Expedition des Ahneida nach Indien betreffende Brief ist publiziert von Kunstmann a. a. 0. s - 787 f. und sowcit er mn dem angeblichen Altertum, einer gefälschten sibyl- linischen Weissagung handelt, reproduziert von Hübner im Anhang zu den Inscriptioncs Hispanice latinte p. 7* (vergl. im Werk selbst p. VI und p. 23). VI I Bl. 62. 63. Conr. Peutingeri ad Jac. Villinger de Sehonenberg epistola de Morinis. 118 Histor. Handschriften in Folio Nr. 249. Der Kodex ist beschrieben von Zapf in den Merkwürdigkeiten seiner Bibliothek 1, 261—263. Früher war sein Inhalt mit dem von Fol. nr. 243 in Kinen Band rereinigt unter dem Titel: Inscriptiones et Annotationcs Cour, l'eii- tingeri pleraque. So hatte ihn noch Vcith vor sich l. c. p. 103—107. Vergl. auch Zapf, Äugsb. Bibl. 2, 810. 240. Pap., XVI. Jahrk, 190 Bl. Pappbd. ursprünglich im Besitz Konr. Beutingers, welcher das Buch mit Marginalien eigener Hand versah, kam es aus dessen Nachlas« zuerst an das Jesuitenkollegium in Augsburg, von welchem Öfele (s. unten) es geliehen erhielt, später in den Besitz des Geh. Bat Zapf daselbst, endlich durch Kauf in die öffentliche Bibliothek. Ladislaus Suntheim, collectanea historico-genealogica. Ofele (ficht diesem Band, aus welchem er in seinen Berum Boicarum Scriptores T. 2 p. 557—644 einige auf Bayern und die Nachbarländer bezügliche Abschnitte publiziert hat, den Titel: Familim Germania' princi- pum illustrata>. Doch wird damit nicht der volle Inhalt erschöpft, wie man sieh leicht überzeugen kann, wenn man den Iudex in der Handschrift selbst oder den die Hauptabschnitte aushebenden bei Zapf, Merkw. 1, 8 11 vergleicht. Schon die Genealogien selbst enthalten ausser der Geschlechtsfolge noch manche historische Notizen, Denkverse, Epitaphien u. s. f.; neben denselben sind aber auch ganze Abschnitte der Beschreibung der Länder gewidmet, welche jenen fürstlichen Geschlechtern unterstanden: so werden die Besitzungen der Markgrafen von Baden, der Herzoge von Württemberg, der Markgrafen von Brandenburg (hauptsächlich die fränkischen, doch (euch die norddeutschen) unter besonderer Hervorhebung der Städte und Klöster näher geschildert. Eine Stelle auf Bl. 95', wo von Markgraf Christoph I. von Baden gesagt wird, er regiere „auf hewfigeu Tag vide- licet MOVCXI", führt auf das J. 1511 als Abfassungszeit des Ganzen. Der Name des Verfassers ist an der Spitze des Buchs von Peutiugers Hand eingeschrieben und steht dadurch fest. Beides, Autorschaft und Abfassungszeit, wird übrigens auch durch eine Stelle im Kontext um Schlüsse der Weifengenealogie Bl. 53' bestätigt, Suntheim war aus Ravensburg gebürtig, wurde später Hof kaplau und Historiograph Kaiser Maximilians, endlich Kanonikus bei S. Stephan in Wien und starb dort 1513 (s. Äschbach, Gesch. der Wiener Univ. 2, 377ff.; Ant. Mager, Gesch. der geist. Cultur in Niederösterreich 1, 225). Die Genealogien lad er meist lateinisch, doch nicht ohne deutsche Einschiebsel, die Chorographien aber deutsch abgefasst. ffistor. Handschriften in Folio Nr. 250. 119 Leibniz hatte für die Welfengewalogie l welche er aus diesem Werk in den Scriptores rerumBrunsvicensiuml,801—806 filierte, einen andern Kodex mit abweichender Textesgestalt zur Verfügung. Vergl. über diese Handschrift: Zapf, litterarische Reisen, Brief 1 S. 26. Merkwürdigkeiten der Zapfschen Bibliothek 1, 6—13. Stalin,, alte und neue Büchersammlungen S. 25. Proben daraus, Cannstatt und Tübingen betreffend, giebt Moser, wi'rt. Bibl. S. 62—84; die auf Cannstatt bezügliche Stelle hat auch Memmingcr, Cannstatt. 1812 S. 140 f. 250. Pap., XVI. Jahrh., 70 Bl. Pappbd, Durch Bandnoten und Zusätze macht sich als früherer Besitzer der Handschrift Konr. Peutinger kenntlich, aus dessen Nachlass sie in die Augsburger Jesuitenbibliothek, dann in die des Geh. Bat Zapf und endlich in die unsrige gelangte. Ladislaus Suntheim, Chronik. Diese „Chronik" - so wird sie in der Aufschrift genannt - ist vielmehr eine „topographische Beschreibung Schwabens, d. h. eles grösseren Teils des jetzigen Königreichs Württemberg, sowie Vorarlbergs und des Oberrheinthals, eines Teils des Grossherzogtums Baden und des Elsasses, ferner des Donuuthales von dessen Beginn bis über Fest hinab." Franz P f'iffer, welcher den Inhalt des Buches so charakterisiert, hat einen Abschnitt desselben (Bl. 39'— 46') unter dem Titel „das Donauthal von L. Suntheim" im Jahrbuch für vaterländische Geschichte Jahrg. 1 Wien 1861 S. 275ff. veröffentlicht.' Dass zwischen der vorigen Nummer und dieser ein innerer Zusammenhang besteht und beide eigentlich nur zwei verschiedene Abteilungen eines und desselben, übrigens unfertig gebliebenen Werkes und, zeigt der Brief Suutheims an Matthäus Lang vom 30. Nov. 1503 (Jahrbuch der kunsthistor. Samml. des Kaiserhauses V, 2 p. CXXIf). Die Abfassungszeit setzt Pfeiffer stoischen 1495 und 1505, Hartmann an dem gleich zu erwähnenden Ort richtiger zwischen 1498 und 1503. Vergleiche über die Handschrift: Zapf, litterar. Reisen, Brief 1 S. 27 (Hiebt eine Probe betr. das Schmutterthal). Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek 1, 41—46. Stalin, alte und neue Büchersammlungen S. 25. Ein grösserer Abschnitt, der das jetzige Königreich Württemberg betreffende Text, ist, nur mit Weglassimg des ganz Unwichtigen, mitgeteilt von Prof. J. Hartmann in den Wiirtt. Vierteljahrsheften Jahrg. VII 1S84 S. 125 ff. Die Cannstatt betreffende Stelle liest man auch bei Memmingcr, Cannstatt. XU2 S. 150 f. in der Anm., die Ravensburg betreffende Stelle im Schwäbischen Taschenluch Jahrg. 1 1820 S. 218 ff. 120 Histor. Handschriften in Folio Nr. 251. 252. Pap., XVII. Jahrh., 08 Bl. Pappbd. Aus der Zapfischen Bibliothek im J. 1789 erkauft; s. Zapf, Angsb. Bibl. 1, 171 f. I. Bl. 1—11. Cronica dess gantzen Fuggerischen Geschlechts, darinn fieissig bescliriben und nach lengs zu sehen und zu finden, wie die Herren Fugger in die Statt Augspurg eingetretten: was für Hand- tierung und Gewerh Sic getriben: wann, wie und wo Sie Ire ligende Güetthcr inn und ausserhalb der Statt, item Iren Adel und andere kayserliche Freyheiten an sich gebracht und biss uff dise Zeit inn allen hochen Ehren in der Statt Augspurg auff- und zugenommen haben. Biese Chronik hat zum. Verfasser den Augsburger Ratsdiener Clemens Jäger, welcher um die Mitte des 16. Jahrhunderts lebte; rergl. Braun, not it. hist. dt. de eodd. mscr. monast. S. Udalr. et Afr. V, 78 ff. Veith, biblioth. august. 12, 145 f. (Zusatz zu B, 89 ff., ico von diesem Autor mehreres). Es ist übrigens bloss ein erster Teil und behandelt nur die ältere Linie der Fugger, welche ein lieh im Wappen hatte. IL Bl. 12—50. Genealogia dess gantzen Fuggerischen Geschlechts von Anno 1370 biss Anno 1611. III. Bl. 54—79. Genealogia unnd geschlechts Beschreibung der Hernn Fugger von Ao. 1370 bis Ao. 1592 unnd noch ettwas waiter. IV. Bl. 80—98. Diplom Kaiser Karls V. zu Gunsten Raimund, Anton und Hieronymus Fuggers d. d. Augsp. 14. Nov. 1530 (hier steht 1531). Gedr. in Lünigs Beichsarchiv 11, 447 ff. 252. Pap., XV. Jahrh., 101 Bl. Gemalte Initiale und Randverzierung auf dem ersten Bl. Pappbd, Ruch und Eck in leder. Aus der Zapfischcn Bibliothek. Poggii Bracciolini epistolae et orationes. /. Bf. 1-22'. Poggii et Guarini epistohe altercatorhe. 2. Bl. 22'-82'. Poggii epistohe reliqua». 3. Bl. 83—100. Poggii orationes divers«. Histor. Handschriften in Folio Nr. 253. 254. 121 Auf das letzte Blatt ist von derselben Hand geschrieben: Bernhardi [CarnoUnsis, ejusdem qui ab aliis Sylvester dicitur] epistola ad Raymun- dum dominum castri Ambrosii (seu potius Ambasii) de cura et modo rci familiaris utilius gubernandse. Vergl. über Bernhard und den Brief Hist. litt, de la France 12, 261—274 und die weiter von Chevalier, repert. des sources hist. du moyen age col. 277 f. Suppl. col. 2459 citierten Quellen. 253. Pap., XVII. Jahrk, 111 Bl. Pappbd. Aus der Zapfischen Bibliothek. Thummische Chronik. v °n dem uhraltten hochadeligen Geschlecht der Thummen von Newburg, colligirt und beschriben durch Osswaldt Gabelkhovern, der Artzney Doc- torn und fr. wirttenbergischen Hof- und Leib-Medicum. Die erweiternden Zusätze sind von Gabelkover selbst geschrieben, die Chronik, wie es scheint, unter seinen Äugen, jedenfalls gleichzeitig; sie ist unvollendet. Hint en eingefügt ist eine Leichenrede auf Johann Friedrich Thumm von Newburg, von Joh. Casp. Friderich gehalten zu Kongen 21. Apr. 1647, gedr. zu Stuttgart, Der Stammbaum der Thummischen Familie fehlt. Diese Chronik ist als Hauptquelle benutzt von Boger, Gesch. d. freiherrl. Familie Thumb von Neuburg. Stuttg. 1885. Pap., XVII Jahrk, a. 214, b. 201, c. 390 Bl, Pappbd, Aus rfer Bibliothek des Geh. R. Zapf, welcher die beiden ersten Bände von Pf. Strobel, den dritten von Prof. Stoy in Nürnberg erhalten hatte. Briefwechsel des Georg Rem aus Augsburg, nürnbergischen Konsulenten un d zuletzt Prorektors in Altdorf (geb. 1501, gest. 15. Aug. 1625). (Originalpapiere.) _ Die zwei ersten Bände und der Anfang des dritten enthalten den fiefWechsel zwischen Bern und dem Altdorf er Professor Konr. Bitters- l usius in chronologischer Ordnung (1606-1013). Im dritten sind einige 122 Histor. Handschriften in Folio Nr. 255. 256. Briefe Beins an andere, noch mehr aber von andern an ihn nebst Gelegen- Iwitsgedichten von und an Bern. Als weitere Sehreiher, bzw. Empfänger von Briefen erscheinen hier: A. Dinner, Joh. Gerh. Frauenberger, Joh. Thom. Freigitts, Scipio Gentilis, Christoph G Hutzel, Georg König, Christoph Höflich, Georg Hössler, Casp. Hof mann, Gottfr. Jungermann, Lamb. de Maiehe, Georg Mauritius, Casp. Odontius, Mich. Piccart, Joh. Pistorius, Georg Queccius, Georg, Matthias und Nie. Bittershusius, Joh. Matt. Sama- räus, Dan. Sehwenter, Mich. Vir dang, Wolfg. Waldung. Eine nähere Beschreibung dieser Handschrift findet sich in: Merkwürdigkeiten der Zapfischen Bibliothek 1, 279 — 282. Strobel hat von den Briefen des dritten Bandes einige wenige veröffentlicht in dem Buche: Conradi, Georgii et Nicolai BiUcrshusiorum ejnstola;. Norimb. 1760. 255. Pap., XVIII. Jahrk, 98 S. Pappbd. Joh. Jac. Mosers Heraldischer Bericht von dem hochfürstlichen württ. Wappen, in welchem dessen wahre heraldische Beschaffenheit gezeiget und die von denen Heraldicis und anderen dawider begangenen Fehler ange- merket werden. Ein Auszug aus einem grösseren Werk, welcher als Probe diesem im Druck vorangehen sollte; es blieben aber beide ungedruckt nach J J. Moser, wirt. Bibl. S. 261 f. 256. Pap., XVII. Jahrk, 257 EL Steif broschiert. Bericht von der Landschafft dess Hertzogthums Württemberg und derselben Ständen Ursprung, Fortleithung und Zustand, samt derselben Rechten und Freiheiten von der ersten Zeit an hiss auf die Vertreibung Hertzog Ulrichs auss diesem Land von dem Schwäbischen Bund, zusaniengeschrieben von einem seelig Verstorbenen geheimen Rath [Matthäus] Ensslin, der zu Urach decollirt worden [23. Nor. 1613] wegen heimlicher Collusion an dem Kaysscrlichen Hof wieder seinen Herrn. Geht vielmehr bis 1610, wie die andere Kopie dieses Berichts in Fol. nr. LOS. Wenn Euzlin der Verf. ist, so hat er keinenfa/ls den Bericht so weit fortgesetzt. Histor. Handschriften in Folio Nr. 257. 258. 259. 123 257. Pap., XVII. Jahrh., 160 Bl. Pappbd, Ruck und Eck in Pergament. Des Oberraths Burkhard Bardili wahrhafftige u. gründliche Erzehlung, wass s 'ch mit denen gesambten württ. Geissien in Franckreich von Aug. 1693 bis Nov. 1696 zugetragen, aus denen gesambten Geiselischen Actis fideliter extrahirt u. aus dem Gedächtniss per moduni diarii zusammengetragen. 20. May 1697. Die Erzählung geht- bloss Ms Bl. 31; alles übrige .sind Beilagen, «•»runter einzelne* Gedruckte. T>icsc Handschrift ist benützt von Prof. Dr. Theod. Schott zu seinem Aufsatz : Die württembergischen Geiseln in Strassburg und Metz 1693—1696 in der (Cottaschen) Zeitschrift für Allgemeine Geschichte 3, 583—603. Vergl. ausserdem Sattler, Herzoge Bd. 12 S. 19 ff. Württ. Dienerbuch S. 03. 258. Pap., XVII. Jahrh,, S. I—IV, 1—218. Pappbd. loh. Ulr. Pregizers d. Aelt. Historische Erläuterung von der Macht des Hauses Wirtemberg. Andere Kopien dess. s. Fol nr. 34. 55.83. 128; Näheres über das Buch *• bei der erstgenannten Nummer. 259. Pap., XVII. Jahrh,, 005 S. Pappbd, Ruch und Eck in Pergament. Hochgräflich Oettingischen Lands u. dero Herrn Grafen uralter Herkunft, Stammens und löblicher Geschichte, auch hoher Anverwandnus und Gesip- schaft kurtzgefasste Vorstellung von Joh. Melch. Wildeisen dem Jüngeren. Der in Dinkelsbühl lebende Verfasser widmete diese Arbeit dem Grafen Ferdinand Maximilian von Oettingen-W all er stein, m,t sichern im J. 1687 die Baldernsche Linie ausstarb. Der Graf war damals bereits volljährig geworden (geb. 1640), hatte geheiratet^ (1666), /"'• (len Herzog Karl von Lothringen Truppen geworben (1672 f.); vergl. b ' ß 90/ ; 737 ff. Somit ist die Abfassungszeit des Buchs um das J. 1680 124 Histor. Handschriften in Folio Nr. 260. 260. a. 261. anzusetzen. Obgleich auf dem Titel die Worte stehen: „zum Druck befördert", ist das Werk doch. Manuskript geblieben. Strebet hatte es vor sich, nur mit anderem Titel als „Oettingischen Palm- und Lorbeer-Grans", und hielt es für druckwürdig (Franconia illustrata 1, 02); vergl. auch [J. P. Längs] Materialien zur Oettingischen Geschichte Bd. 2 und 4, je in der Vorrede, Der Kodex ist mit gemalten Wappen und genealogischen Tafeln ausgestattet. 260. Pap., XVIII. Jahrk, 41 Bl. Pappbd, Ruch und Eck in Pergament. Extract über die von dem Königreich Boheimb nach denen angetragenen kays. u. königl. Postiüatis gethanen jährlichen Verwilligungen und darüber erfolgten Reparation sowohl respectu der Obrigkeit als Unterthan, was jeder darai bat'beytragen müssen n. zu zahlen ausgefallen ist, ab Anno 1700 bis inclusive ad Annum [I7]39. 260. a. Pap., XVIII. Jahrk, 90 Bl. Pappbd. Akten über die Aushebung im Herzogthum Württemberg unter Herzog Eberhard Ludwig 1730—35 in Verbindung mit Akten über denselben Gegenstand aus den JJ. 1553, 1608, 1(><>4, 1668, 1689, 1690, 1702. 261. Perg., XVII. Jahrk, 24 Tafeln. Halbfranzbd, Aus dem Archiv. Jakob Ramminger (agnomento Scriba). Seehbuch, darinnen alle Seeh und Weyher in dem löplichen Hertzogthumb Würtemberg (ausserhalb was die darin ligende Cluster anbelangt) gantz aigcndtlieh nach rechter Proportion und Symmetria in Grund gelegt. Jakob Ramminger, geb. 15. Jid, 1535 (wohl zu unterscheiden von dein durch ein Lehrbuch der Registraturwissenschaft bekannten Jakob von Rammingen, welcher bald nach 1577 gestorben sein muss), vermass und zeichnete im Auftrag des Herzogs Friedrich von Württemberg Histor. Handschriften in Folio Nr. 262. a—q. 263. 125 die Seen den Herzogtum* während des Jahres 1596. Das Ergebnis dieser Arbeit, bestehend in 23 (mit dem Titel 24) eigenhändig gemalten Ansichten dieser Seen mit ihrer nächsten Umgebung, legte er im Anfang des Jahres 1600 dem Herzog vor. Wo den einzelnen Tafeln die Zeit der Verfertigung beigeschrieben ist, da ist fast durchaus das Jahr 1596 angegeben; nur bei Weilheim und Bissingen steht 1598, bei Altensteig 1613. Letztere Tafel bildet den Schluss und muss erst später beigefügt sein. Die Wappen der Amtsorte, in deren Bezirk die dargestellten Seen hegen, umrahmen den Titel und finden sich wieder einzeln auf den betreffenden Tafeln. Vergl. Q. nr. 103. 262. a- Py., XVIII. Jahrh., a. 112, b. 844, c. 1138, d. 1178, e. 552, /• 686, g . 500, h. 558, i. 424, L 458, l. 434, m. 508, n. 414, o. 486, p. 352, q. 452 Bl. Pappbd. Christian Friedrich Sattlers, Archivars und Reg.-Rats [gest. 1785] Geschichte Württembergs unter den Grafen und Herzogen [im Originalmanuskript]. Der letzte (13.) Teil der Herzoge fehlt. Die Beilagen haben inso- /«■» Wert, als Sattler da und dort die Originaldrucke einschaltete, ohne * lc h mit Abschriften zu bemühen. 263. Pap., XVII. Jahrh., 358 Bl. Pappbd. I. Bl. 1—76. [Sebast. Küng], Der Freyhern zu Beuttelspach Graven und Hertzogen zu Württemberg Ankhunfft, Leben, Wehren [im Orig. Wesen], Handlungen u. Abschiedt aigentliche und summarische Beschreibung. Vergleicht man diese Abschrift mit dem Küngschen Orig.-Mskr. (Fol. nr. 78), so stellt sich heraus, 264. Pap., XVIII. Jahrh., 205 S. Lederbd mit der Namenschiffre A. F. Kollars. Abschriften auf Ungarn bezüglicher Urkunden aus dem vatikanischen Archiv. Den Hauptinhalt des Bandes bilden päpstliche Briefe, welche der damalige Kanonikus, spätere Kardinal Gins. Garampi in den JJ. 1763 und 1764 für den damaligen Kustos, späteren Direktor der Hofbibliothek in Wien, Adam Franz Kollar, durch verschiedene Amanuenses abschreibe». Hess. Sie sind jetzt nicht mehr ungedruckt, wie man sich durch Verglct- chung der Regesta Pontificum von Potthast leicht überzeugen kann. Die Abschriften sind nicht chronologisch geordnet, vielmehr in folgender Weise: 1) Briefe von Innocenz III., entsprechende Potthastische Nummern: 1142. 1755. 1755 a, 2015. 2016. 2017. 1863. 1864. 1839. 1845. 1844. 1896. 1899. 2086. 2290. 2143. 2144. 2184. 2195. 2196. 2197. 2328. 2280. 2281. 2567. 2553. 2550. 2591. 2484. 2547. 2473—77. 2479. 2478. 2792. 2791. 2793. 2) von Gregor IX. 86(5.9. 3) von Nikolaus IV. 23510. 23543. 23544. 23547. 23542. 23545. 23546. 23548. 23285. 4) von Ho- norius III. 7177. 7193. 5) von Innocenz IV. 12828. 6) von Gregor IX. 8668. 7) von Innocenz IV. 15034. 8) von Innocenz III. 2484. 9) von Klemens IV. 19889. 10) von Gregor IX. 8899. 11) von Innocenz IV. 15251. In dieser ganzen Serie von Urkunden findet sich (zwischen 7 und 8) nur eine nicht-päpstliche, nämlich ein Brief des damaligen Reichsverwesers Andreas (später K. Andreas IL) von Ungarn an Papst Innocenz III, geschrieben im Herbst 1204, aber undatiert. Jos. Koller, welcher in seiner Historia episc. Quiuqueeccl.es. T. 1 p. 314 ff. die dieselbe Angelegenheit betreffenden Aktenstücke «in vollständigsten zusammengestellt hat, kennt seine Existenz bloss aus einer Erwähnung durch Innocenz III. (cf. p. 274); auch Fejer im Cod. dipl. Hung. hat ihn, wie es scheint, nicht publiziert. Zwischen Innocenz IV. 12828 und. Gregor IX. 8668 sind zwei Dekrete des Königs Andreas IL von Ungarn eingeschaltet, deren Abschriften Kollar dem Kardinal Alessaudro Alb an i verdankte laut Begleitbrief vom 29. Jim. 1762. Das erste vom J. 1231 gedr. bei Fejer l. c. III, 2 Histor. Handschriften in Folio Nr. 265. 266. 267. 127 p. 255 ff. mit dem p. 261 in der Änm. citierten Zusatz vom J. 1282, das zweite vom J. 2222 gedr. ib. IIA, 1 p. 379 ff. und zwar nach dieser Absehriß vergl. Katona hist. crit. reg. Arpad. T. 5 p. 397 ff. 265. Pap., XVIII. Jahrh., 24 Bl. Pappbd. Vorlage Maria Theresias an die Stände des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens d. d. 18. Sept. 1748. 266. Pap., XVII. Jahrh., 50 BL Pergbd. Fürstliche Stammsbeschreibung von dem ersten Herzog von Württemberg Eberhard im Bart bis Eberhard Ludwig. Nicht lange nach dem Regierungsantritt des letzteren geschrieben. 267. Pap., XVIII. Jahrh., 20 Bl. Pappbd. W°lfgangi comitis de Bethlen, pvioribus seculi XVII annis cancellavii aulici ^•ansylvanise, Historiarum Pannonico-Dacicarum libri X a clade Mohazensi MDXXVI usque ad finem seculi. In arce Kreusch Transylvani;e typis et sumptitms autoris. Die Eistorice pannonico-dacicee des Grafen Wolfg. Bethlen wurden e >stmals 1687 ; n ( .; mv eigens da f ür m ,f dem Bethlensehen Schlosse Keresd (>>'>( deutsehem Namen Kreusch) errichteten Offizin gedruckt, der Druck abe >- nicht zu Ende geführt, so dass der Text auf 8. 832 mitten im Satze ""f'ort, Titel, Widmung und Vorrede fehlen. Von diesem Drucke sind '"'<• wenig,., Exemplare erhalten. Unsere Handschrift entladt nur einen (für Drud 1. berechneten) Titel, dann Widmung und Vorrede, wie sie später Dil " zweiten Druck (Cibin. 1782ff.) veröffentlicht wurden. Verschiedene elehrte interessierten sich vor Erscheinen des zweiten Drucks für diese t&rarische Rarität und ihre Neuherausgabe. Was nach jenen Proben (Bl. ~~0) noch weiter in unserer Handschrift sich findet, sind hierauf bezüg- C ™ Mitteilungen und zwar: 128 Histor. Handschriften in Folio Nr. 268. 269. 1) ein Brief des Leopold Roth von Eothenfels d. d. Kremnitz (>. Jan, 1733 an den Bresslauer Rektor Gottlob Kranz. 2) eine Notiz von Gottlob Kranz d. d. Bressl. 5. Mai 1733 über zwei ihm zugekommene Exemplare des alten Drucks. (1 und 2 gedr. in Qundlings fortges. Historie der Gelahrheit S. 287 ff-> s. auch J. D. Köhler, hist. Münzbelustigungen Bd. 9 S. HG f.). 3) ein Brief 'Sam. Szilagyis an Schwandtner d. d. Oibin. 15. Apr. 1749. 4) die Beschreibung eines im Besitz des Wiener Buchhändlers kraus befindlichen Exemplars des Bethlenschen Werks mit Fortsetzungen. 5) Notizen über das Bethlensche Werk von Bruckeuthal an den Nuntius Garampi abgegeben. 6) Exzerpt aus Hauer, de Script, rer. Hung. über dasselbe. 7) Notiz, welche Garampi in das von ihm erworbene Exemplar des Bethlenschen Werks eintrug. Wer der auf Bl. 14 in den Worten „a Garampio meeum communicattB angedeutete ursprüngliche Besitzer dieses Manuskripts war, fragt sieh; etwa Kollar? vergl. Fol. nr. 264. ■ 268. Pap., XVI. Jahrh,, 449 Bl. Pappbd. Anm. im alten Katalog: „Geschenk des Herrn Regierungspräsidenten und Geheimen Rats von Gemmingen, icelches um so wichtiger ist, als die sämtlichen Acta, aus welchen dieser Auszug gemacht worden ist, verloren gegangen sind. Aus dem Archiv. 1 Dr. Hieron. Gerhardts d. J., Vicekanzlers [1587—1596], Auszüge aus Urkunden, Verträgen, Gutachten u. s. w. betr. die Lehensbeziehungen des Hauses Württemberg zum Hause Oesterreich. Gerhardt studierte diesen Gegenstand im Auftrag des Dr. Matth. Enzlin aus Anlass der Verhandlungen, welche zu Herzog Friedrichs Zeit mit dem österreichischen Hofe gepflogen wurden, um die Afterlehenschaft abzuschütteln. 269. Pap)., XV Jahrh,, 49 Bl. Pappbd. Aus dem Archiv. Flores temporum auetore fratre Ord. Min. (vulgo Martino dicto) cum con- tinuatione Hermanni. Ein Verfassername ist nirgends im Texte selbst genannt. Eine spätere Hand hat über das Ganze „HERMANNUS MINORITA" geschrieben. Histor. Handschriften in Folio Nr. 270. 129 Sonst schreibt die Tradition das Hauptwerk (— 1292) einem gewissen Martinus, die Fortsetzung (— 1346) einem Hermann zu. Ein Absatz zwischen beiden Teilen wird in der Handschrift nicht gemacht, welche durchaus von Einer Hand herrührt. Am Schlüsse steht die Jahreszahl 1468. Wurde in diesem Jahre die Abschrift gefertigt oder ivar die Jahreszahl nur der Anfang von weiteren Zusätzen aus ganz später Zeit, welche wspranglich auf den folgenden Blättern standen? Über einige unserer Handschrift eigentümlichen Zusätze s. Stalin in den Württ. Jahrbb. Jahrg. ^49 H. 2 S. 4 f. Eine Kollation der ganzen Handschrift sandten um das J. 1770 Sattler, L ebret und Volz an das Institut der historischen Wissenschaften zu Göt- t'nyen ( s . Gatterer, allg. hist. Bibliothek Bd. IG S. 3 ff.). Sie gehört, Wnn wir die Klassifikation Holder-Eggers in der Einleitung seiner Edition Werk« Man. Germ. SS. 24, 228ff. zu Grunde legen, zu derjenigen Hc < n dschriftengruppe, welche die Becens. A. bietet und die Listen der Päpste 1 die der Kaiser unter einander mengt. Her Kodex ist beschrieben von Dümge und Mone im Archiv der Ges. f. alt. deutsche Gesch. 1, 403. 270. Pap., XV. Jahrh., 81 Bl. Pappbd. Aus dem Archiv. I. Bl. 1—09. Martini et Hermanni minoritarum Flores temporum. Als Verfasser des Ganzen giebt sich hier in der ersten Linie, vne in vielen anderen Handschriften, der Miuorit Hermann zu erkennen, dessen Name auch von späterer Hand an die Spitze des Manuskripts gesetzt wurde. Dieser Kodex hat im Ganzen denselben Inhalt wie der vorige. Nur ist der Text mannigfach abweichend. Die Eingangsworte stimmen mit dem Manuskript von uns, hist. 7 (vergl. Archiv der Ges. f. M. deutsch. Gesch. 8, 611). Der Seh/uss der Originalchronik ist ««/ Bl. 65' durch die Bandbemerkung „Finis coronice" bezeichnet. Bei derselben Stelle hört auch das citierte. Manuskript von Cus auf, während unser Kod. 269 noch um Hh Blätter weiter geht. Dagegen folgt unmittelbar auf die Schlussworte „audeo dijudicare", eingeleitet durch das Wort „Nota", eine ohne Zweifel im Stift zum hl. Kreuz '»Stuttgart von mehreren verfasste Fortsetzung (1265-1452), welche H *"' 1 —■ d. „. „. Bibl . stnttg _ L • ü 130 Histor. Handschriften in Folio Nr. 271. Stalin unter dem Titel: Annales Stuttgartienses nach dieser und drei, anderen Handschriften herausgegeben hat in den Württ- Jahrbb. Jahn/. 1849 11. 2 S. 1—30. Auf Bl. 69 und 75 Einträge einer späteren Hand, vorwiegend in deutscher Sprache, Begebenheiten der JJ. 1339, 1357, 1225, 1158 verzeichnend. TL Bl. 72—74. Vita Udonis archiepiscopi Magdeburgensis. Diese in zahlreichen Handschriften verbreitete Legende wurde gedruckt vor 1500 s. I. et a. (Hain 15909). Auch von diesem Kodex (Abt. I.) wie von dem vorigen gaben um das J. 1770 Sattler, Lebret und Volz eine Kollation an das hist. Institut in Göttingen; s. vor. Nummer. Dümge und Motte besprachen sie im Archiv d. Ges. f. ältere deutsche Geschichte 1, 403. 271. Pap., XVI. Jahrh., 314 Bl. Roter Lederbd mit Goldpressung und Goldschnitt. Dieser Kodex stammt zunächst aus dem herzoglichen Archiv, weiterhin aber aus einer noch zu ermittelnden Bibliothek, in welcher er zum Fach „Pictura" gehörte und als nr. HO neben, einer nr. 19 stand, die 250 Bilder zum Weisshunig ohne Text enthielt; vergl. die Hintrage auf dem Vorsetzblatt, soivie auf Bl. 43' und 102'. Um welche Zeit die Handschrift in fürstlich württembergischen Besitz ham, lässt vielleicht der vorne eingeklebte liemboldische Stich vom ,T. 1655 mit dem Porträt Herzog Kber- tiards III. (reg. 1G28—1G74) erraten. Der Weisskunig. Der Text des Buchs ist vollständig. 171 Holzschnitte sind je den betreffenden Kapiteln gegenüber auf leergelassene Seiten aufgeklebt. Ha im Ganzen 236 Holzstöcke noch jetzt vorhanden und von 13 verlorenen wenigstens Abzüge erhalten sind, fehlen zur Vollständigkeit 78 Holzschnitte, für welche in der Hegel Platz gelassen ist. Auf einer solchen leeren Seite stehen Bl. 108' die Worte: Dis Gemahl ist gemacht, aber nit geschickt worden. Die Abdrücke sind kräftig und schön; es befinden sieh darunter auch einige von denen, zu welchen jetzt die Holzstöcke nicht mehr existieren. Ihre Ordnung stimmt häufig nicht mit derjenigen, welche man in den Ausgaben, des Weisshunig von Hoff stätter (Wien 1775) und Alwin Schultz (ebenda 1888, im sechsten Band des Jahrbuchs der kunsthistorischen Sammlungen des allerhöchsten Kaiserhauses) findet. Histor. Handschriften in Folio Nr. 272. 273. 274. 131 272. Pap., XVII. Jahrh., 1414 S. Pappbd mit Pergamentrückm. Aus dem Archiv, weiterhin aus der fiirstl. Bibl. in Neuenstadt. Stephan Gerlachs des Eltern Konstantinopolische Raisbeschreibung, dabin er mit David von Ungnaden Frhrn zu Sonnek etc. als dessen Hofprediger geschikt worden, ans seinen zerstreueten Handschriften zusammen getragen von dessen Enkeln M. Samuel Gerlachen, Specialsuperintendenten inn Wildbad [auf dem Bande: im zu Markgrüningen] des Herzogtuhms Wiir- temberg, der sie, ausgenommen des ersten Jahrgangs, Selbsten geschriben '»id ihrer hochfürstl. Durchl. Herzog Friderichen zu Wurtemberg [von der Aeuenstädter Linie] in dero hochberühmte fürstliche Bibliotek untertöhnichst überreichet hat den 24. Jan. Anno 1G71. Am Schlüsse steht zu lesen, dass die Handschrift am 10. Nov. 1664 vollendet wurde; gedruckt wurde diese Reisebeschreibung in Frankfurt 1674 fol. Pap., XVI. Jahrh., 368 Bl. Pergbd. tyriacus Spangenberg, Genealogia und Historia der alten und loblichen Graven und Fürsten von Henneberg. Gedruckt als „Hennebergische Cronica" Strassburg 15.0!) fol. Von der Einleitung fehlt in der Handschrift etwa ein Blatt am Schluss. 274. Pap., XVII. Jahrh., 319 Bl Pappbd. Aus dem Archiv. Cose di Roma. 1. Bl. 1—124. Conclave fatto nella mortc di Urbano VIII. (1044), quäle f u assunto Pont, il Cardinal Gio. Batt. Pamfilio Komano do In- n °centio X. 2 - Bl. 126—232. Conclave fatto nella creazione al Pontificato del ai-dmale Fabio Chigi Senese detto Alessandro VII. (1655). g . 3 - Bl. 234-307. Relatione di Koma cioe delle famiglie piü con- liof UC * antiche ' come anche delle moderne da 300 anni in qua et altre 0 ltle Piü degne come di palazzi, giardini, fontane et altre antichita. 132 ffistor. Handschriften in Folio Nr. 275. 276. 277. 4. Bl. 308—319. Copia della lcttera scvitta dal Cardinal Sacchctti al Papa [Alessandro VII.] avanti Li sua morte (d. d. 12. [17 ?] Giugno 1G(53). 275. Pap., XVIII. Jahrh, 116 Bl. Pappbd. Diese Nummer und die folgenden bis 299, mit Ausnahme von 2SG, sind aus der Bibliothek des Begierungspräsidenten Eberh. Friedr. v. Gemmingen (gest. 1791) gehäuft. Anklageakte gegen die Gräfin von Würben. Diese Kopie ist um ScJiluss unvollständig wie das Original selbst, welches ihr zur Vorlage diente. Dies erklärt sieh aus dem Umstand, dass der Kriminalprozess gegen die Gräfin eingestellt wurde (s. Gemmingens Bemerkung Bl. 68 f.). Als Anlagen sind zu betrachten die Articuli pro- batoriales (Hl. 75—103) und die Denominatio testium (Bl. 104—116). 270. Pap., XVIII. Jahrh,, 45 Bl. Pappbd Anonyme Abhandlung über die württembergische Landschaft. Zu Anfang steht auf dem Bande: „Dieses Project der Verfassung der Landschaft ist aus Gelegenheit der über das Mosersche Jus publ, Wirt, niedergesetzten Deputation entworfen, aus rieten Bationibus politieis aber zurückbehalten mal nur ein veränderter Auszug davon ermeltem Compendio imprimendo einverleibet worden. Membra Deputat, erant GB. Benz, BB. Fromau, — Stokmaier, LandschaftsCons. Die ad marginem geschriebenen Noten sind von Bl!. Gemmingen." Vergl. hiezu Moser, wirt. Bibliothek 8. 2-if>. 277. Pap., XVIII. Jahrh,, 233 Bl, Lederbd. [Christoph Ludwig Kerners] Beschreibung des herzogl. würtembergischen Marktfleckens Kornwestheim im Jahr 1787. Die Vorrede ist datiert Ludwigsburg .?. Okt. 1788. Der Verfasser, Vater des Dichters Justinus K., war Oberamtmann in B. mit dem Titel Histor. Handschriften in Folio Nr. 278. 133 Regierungsrat (1766—95). Er starb als Klosteroberamtmann in Maulbronn im J. 1799. Hieraus schöpfte llümelm seine „Statistik eines altwiirttembergischen Dorfes vor 70 Jahren' 1 in den Württ. Jahrbb. 1860 II. 2 S. 05 ff. fjlö. a—f. Pap., XVIII. Jahrh., in 6 Pappbänden gebunden; die Seitenoder Blattzählung nimmt aber auf den Einband keine Rücksicht, vielmehr fasst die Paginatur Buch 1 und 2 zusammen, von S. 1—1703 zählend; bei Buch 3 beginnt eine neue Zählung und Wht bis zum Ende des Werks fort, wo die Zahl 2109 erreicht Wird; dabei sind zuerst (1—288) Seiten gemeint, dann (289 bis 2 109) Blätter; überdies springt in diesem Teil die Zählung von 304 auf 405 über. Gottlieb Frietlr. Hess, Herrenberger Chronik. [Mt. I. Die Stadt./ Buch 1. Ihre Geschichte [= Bd. 1J. Buch 2. Ihre Verfassung in politicis et ecclesiasticis (nebst Listen ""-- Schickard; vergl. Fol. nr. 295. 134 Histor. Handschriften in Folio Nr. 279. 280. 281. 279. Pap., XVIII. Jahrh., 3 Bl. Ungebunden. Propositum efficax proximal confessioni sacramentali necessario praemit- tendum, quoad puncta mox recensenda, in ordine ad obtinendam validam absolutionem sacramentalem. Eine anonyme (/ehe/nie beichtväterliche Vorstellung an den Fürsten von Hohenzollem-Hechingen, dass er aufhören möge, lutherische Beamte und Pächter anzustellen. Links oben ist von anderer Hand bei- geschrieben: lleehingensia de anno 173'h. 280. Pap., X VIII. Jahrh., 26 Bl., zwischen zwei Pappdeckel eingelegt. Geschichts- und Kunstdenkmäler der Kirchen zu Owen und Weilheim teils nachgebildet teils beschrieben von M. Michael Christoph Burk, Stadtpfarrer in Owen. 1767. I. Aus Owen: 1 — 3. Teckisehe Stammtafel nebst farbigen Wappen. 4. Abbildung der Burg Tech: 5—8. Teckisehe Wappenschilde. 9—22. Bilder und Inschriften von Grabsteinen nebst einem alten im Kanzeldeckel gefundenen Schriftstück. 11. Aus Weilheim: 23. Nachbildung von zwei in der dortigen Kirche angebrachten Wappen und. Inschriften. 24—-26. Beschreibung dieser und anderer ebendort befindlicher Denkmäler. 281. (füllt aus). Histor. Handschriften in Folio Nr. 282. 283. 284. 135 282. ■ Pap., XVIII. Jahrb., 85 Bl. Papphd. Nachrichten von der Calwer Zeughandlungs-Compagnie ausgefertiget im Dezember (787 [von dem Obertribunalpräsidenten Eberh. Fricdr: v. Georgii, gest. 1830]. Benutzt von P. Fr. Stalin, Gesch. der Stadt Calw (1888) S. 50 ff. 130. m. Pap., XVII Jahrb., 513 Bl. (Bl. 12 doppelt, Bl. 501 fehlt; 505 u. 506 bilden nur Ein Blatt). Papphd. Balthasar Mütschelins, Kammerrats und Vogts in Nürtingen, Landbuch (M. 1—287) und Chronik (Bl. 292—512) des Landes Württemberg, letzten; vom Anfang bis zu Herzog Ludwigs Tod gehend. Ver/ß. Fol. nr. 184. 180. 301. 284. P »P-, XVIII Jahrb., 272 Bl. Papphd, Ruck and Eck in Pergament. Johann Oettinger, Württembergisches Landbuch. l>ie Handschrift ist ohne Titel, stimmt aber mit Fol. nr. 64 und noch mehr mit Fol. nr. 583 überein, sowohl was den Text als was die Zahlen betrifft. Hie giebt also im wesentlichen das statistische Bild des Herzogtums, wie es 'im J. 1(124 war. Doch sind Bl. 11 die Frgebnisse der Stetlerrevision des ,/. 1718 nachgetragen. Andere dem Werk ursprüng- '"■■h fremde Stücke sind: Bl. 200 f. die Liste der der Kammerschreiberei- ^rwaltung zagehörigen Orte, Bl. 258 die Gegenüberstellung des allen und des neuet „landschaftlichen Fasses", Bl. 25!) f. der landschaftliche Fuss C0ln J- 1020. 136 Histor. Handschriften in Folio Nr. 285. 286. 287. Pap., XVIII. Jahrh., öl Originalstücke u. 45 Bl. Abschriften, zwischen zwei Pappdeckel eingelegt. 49 Originalbriefe Albrecht v. Hallers an den Regierungspräsidenten Eberhard Friedr. v. Gemmingen. Zwei weitere Stücke: ein Brief von Hallers Sohn, welcher den Tod des Vätern ankündigt, und ein Schreiben des Grafen Ulrich Scheffer, welcher die Ernennung Hallers zum Bitter den Nordsternordens meldet, schliessen sich an. Die Briefe Hallers an Gemmingen sind meist aus den Siebenziger Jahren und interessant als Dokumente seiner letzten Lebenszeit. Es liegt von ihnen auch eine Abschrift bei. L. Hirzel in der biograph. Einleitung zu seiner Ausgabe der Hallerischen Gedichte (18S2) hat diese Briefe benützt. Pap., XVIII. Jahrh., 301 S. (ohne das Vor- und Angebundene). Pappbd. Als früherer Besitzer ist vorne eingetragen doli. Clin. Volz [Prof. am Gymnasium und Vorstand des Münzkabinetts in Stuttgart], Sebastian Schertlins von Burtenbach Selbstbiographie. Abschrift des Originalmanuskripts Fol. nr. 10 mit Ergänzung (rückwärts bis zum J. 1521) durch die Frommanusche Kopie Fol. nr. 3.37. Volz bereitete offenbar eine Ausgabe rar; er kollationierte zu diesem Behuf auch die von Gemmingen in Fol. nr. 10 vorausgeschickten Urkunden noch einmal nach den Originalicu. & Pap., XVII. Jahrh., 31 Bl. Pappbd. Vom Ursprung und Herkommen des Adels ingemein und deren von Gemmingen Stammen oder Genealogia samt beigefügten Annalibus dieses Geschlechts vom J. Chr. 868 biss 1600. Also gestellt und begriffen Anno Histor. Handschriften in Folio Nr. 288. 289. 290. 137 1627 durch mich, Johann von Gemmingen zu Liebenfölss, selbiger Zeit lurstl. Augspurgischen Rath und Hoffmeistern, hcrnacher Statthalter zu Dillingen etc. Eine andere Geschichte derselben Adelsfamilie schrieb fast gleichzeitig 'Johanns Vetter Reinhard von G emm Ingen; s. die Abt. 111. von Fol. nr. 521, Beide tauschten gegenseitig genealogische Notizen aus; vergl. Bl. 48 des eben citierten Kodex und die Schlussworte des vorliegenden. Auf dem Vorsetzblatt liest man folgendes: Xenium pramobili ac Mrenuissimo Domino Joanni a Gemmingen l) n0 in Liebenfels oblatum a fi'atre Bened. Staub, conventua/i Salemitano, parocho Stechboreano. Vergl. Motte, Quellensammlung der baä. Gesch. I. liinl. S, 06. 288. Pap., XVIII. Jahrh., 3 Bl. Ungebunden. Ensliniana. , Eitle kurze Erzählung der Schicksale des Kanzlers Matthäus &nzlin von seiner Gefangensetzling bis zu seiner Hinrichtung ('.). Aug. 1608 _ 22. Nov. 1613). ' 289. Pap., XVIII. Jahrh,, 13 Bl. Ungebunden. Apologie et manifeste du Sr [Georges Frederic] Forstner de Breitenbourg et Dambenoy d. d. Paris 16. Nov. 1716. Dieses Manifest des wiirtt, Oberhof mar schall s a, 1). G. F. Forstner igest. 1717) ist auch gedruckt erschienen Londres 1716. 8. Vergl. Q. nr. 108. 200. Pap., XVII Jahrh., 6 Bl, Ungebunden. «Sprach zwayer guthen Freundt, da der eine ein Zeitlang in der Frembde öewessen und dem andern kürtzlich referiert, was er im Landt zu Württemberg gesehen. Erklärende Überschrift von anderer Hand: „1636. Satgra auf den ( ' s terreichischen Statthalter Grafen von Sulz und die Beraubung des Schlosses zu Stuttgardt." 138 Histor. Handschriften in Folio Nr. 291. 292. 291. Pap., XVIII. Jahrh., S Stucke. Ungebunden. Sieben Briefe an den jeweiligen Abt von Bebenhausen gerichtet r.on folgenden Personen: 1. Graf Eberhard d. Mild. d. d. Urach am Frittag vor S. Valentinstag 1413. 2. Gräfin Henriette, Witwe Graf Eberhards d. J., s. I. die.... crucis 1426, 3. Graf Ludwig d. d. Stuttg. Montag nach Conversio Pauli 1428. 4. Albrecht v. Späth, Landhofmeister und Vorstand des Vormundschaftsrats (vcrgl. Ch. F. Stalin, wirf. Gesch. 3, 4!)'J), d. d. Urach Montag nach Exaudi 1451. 5. Mechtild, Witwe Erzherzog Albrechts VI. von Österreich, . 1708) über vier Punkte, welche ihnen der Herzog in dieser Sache vorgelegt. <>■ S. 21. 22. Anfrage des Herzogs an ungenannte Räte über die Wfolge der Widerspenstigkeit seiner Frau zu ergreifenden Massregeln d. d. Grünwinckel 25. Sept. 1713. 7. S. 23—25. Antwort darauf in einem nicht unterschriebenen Konzept. Vcrgl. hiezu Göüing. hist. Magas. 7, 664 ff. 8, 700 ff. Pap., XVIII. Jahrh., 64 S. Ungebunden. De s Baumeisters Heinrich Schickard von Herrenberg Lebensbeschreibung entworfen von dem Reg.Präsidenten Eberh. Friedr. v. Gemmingen. Biese Lebensbeschreibung ist im J. 1821 von [Frh. v.J Üfxkull] ^''ausgegeben worden. Die Handschrift ist nach dem Vorbericht des uchs um 2788 geschrieben und hat folgende Beilagen: 140 Histor. Eahdschriften in Folio Nr. 296. 1) einen Brief den M. Schickard in Sindelßngen an den Verf. d. d. 16. Jini. 178!). 2) Abschrift eines Brief? des Prof. Willi. Schickard an seinen Binder Lucas d. d. Tub. (>. Mart. 1635 und Auszüge aus /reiferen Briefen desselben an denselben, beides mitgeteilt durch AI. Schickard. 3) Notizen über Schickardische Bauten auf 2 Blättern. 206. Pap., XVII. u. XVIII. Jahrk, 24 Bl. Päppln!, Aktenstücke betreffend den an Jakob von Gültlingen verübten Justizmord. 1. Ein trauriges Lied von dem laydigen Fall, so sich im Monath Octobri 1600 mit Jacob von Gültlingen, Obervogten zu Schomdorff, und Conraden von Dcgcnfeld, einem Sohn des damaligen AVürttembergischen Landhoffmoisters, begeben. 2. Extractus der gesehribenen Waiblingen Chronic: Altes Herkommen. :>'. Extract einer zu Waiblingen befindlichen geschriebenen Chronic. 4. Bericht des Regierungsrats-Secretarius und Registratur der oberen Registratur Clin. Gottfr. llcrtelin d. d. Stuttg. (>. Apr. 1774 (betr. das Ergebnis* seiner Nachsuchung nach Akten über den oben genannten Fall). . r >. Desselben am 2. Apr. 1774 gefertigtes Transsumpt: „Oopia fürstl. Ivogicrungsraths Gutachtens und fürstlicher Resolution den zil Waiblingen puncto homieidii verharrten und darauf justificirten Obervogten zu Schorndorf Jacob von Gültlingen betr. 1600." 6. Landhofmeister Eberhard' Schenk zu Limpurg, Kanzler Matth. Enzliu, Vicekanzler Clin. Tholde und Oberrat .1. J. Reinhardt berichten an den Herzog Friedrich d. 17. Apr. 1601, dass sich Christoph von Degen- fehl über ein unter dem Publikum verbreitetes Lied beschwere, als dessen Verfasserin sich die Schwester des hingerichteten Jede. v. Gültlingen herausstelle. Der Rcchtsfall tat in Mosern patriotischem Archiv Bd. 0 (1TSS) S. 287ff. behandelt und dabei im Anhang ans unserer Handschrift nr. 1. 3. 5. (1 abgedruckt. Nr. 1 und 3 finden sich auch in Fol. nr. 351. Die Nummern 2 und 3 sind aus Wolfgang Zachcrs Waiblinger Chronik genommen; vergl. Fol. nr. 109. Histor. Handschriften in Folio Nr. 297. 298. 141 207. Pap., XVI. Jahrk, 31 Bl. Lederbd mit dem württembergischen Wappen, oben der Namenszug des Herzogs Ludwig von Württemberg, unten die Jahreszahl 1511. Auf der Rückseite das brandenburgische Wappen. Ain schönner Spruch von den zwayen fürstlichen Schiessen, so gehalten sendt worden zu Stuttgarten.....d. 16. u. 25. Julij. Anno 71. Ben rollen Titel s. oben bei der Beschreibung von Fol. nr. 152. Letztere Rundschrift ist im wesenßichen identisch mit der vorliegenden, nur dass eine Widmung hier fehlt. Die Ferse zeigen einige Variationen, ebenso die Figuren verschiedene Auffassung und Ausführung; wir bekommen dadurch z. B. zwei verschiedene Ansichten des Stammschlosses Württemberg. Über (dies andere vergl. zu Fol. nr. 152. UÖ» Pop., XVII. Jahrk, Gl Bl. Lederbd mit Überdecke. Turnierbuch. Zusamen geordnete Turnier teutselicr Adeliclier Nation der 4 Landt als ßeinstrom, Francken, .Schwaben und Bayern, wann und von welchen sie angefangen und vollbracht worden, darin sich die woledlen ihrer Voreltern »ttennässigen edlen Stämmen mit ihren Jahrzahlen und Nahmen, sonderlich dess uralten edlen rittermässigen Stammen Gemmingen mit ihren Wappen und besuchten Orten der aussgeschribenen Turniren [befinden]. Im Jahr 1615. Mit gemalten Figuren von Forsten und Herren und vielen gemalten ]r, 'l'peu. Unter den Teilnehmern an den Turnieren sind die (i emmiugen u nd ihre nächsten Verwandten als lütter zu Pferd besonders hervorgehoben. A "f der Rückseite des ersten Blattes finden sieh die Wappen Friedrichs v °n Gemmingen zu Fürfeld, geb. 15. Okt. 1587, gest. 1634, und seiner Gemahlin Anno Sibylla, geb. Greck von Kochendorf, gest. 17. Jun. 1671 ('fnjl. Stocker, Chronik der Familie von Gemmingen I, 1 S. 83). S. 4—6: tüinmbäume derer von Gemmingen, Landschad u. Greck. 142 Histor. Handschriften in Folio Nr. 299. 300. 301. 209. Pap. XVI. Jahrh., 11 Bl. Lederbd, Verzeichnis sämtlicher Gerechtsame und Gefälle, welche dem Ludwig von Nippenburg in seinem hälftigen Anteil am Dorf Hemmingen zustanden, von ihm selbst im J. 1534 niedergeschrieben. 300. Pap., XVII. Jahrh., 311 Bl. Pergbd. Aus Dr. Omelins Bibliothek ging die Handschrift im J. 170G in den Besitz des Geh.Rats v. Buhle über. Württembergisches Landbuch. Übereinstimmend mit Fol. nr. 606. Ohne Verfasser. 801. Pap., XVII. Jahrh., 456 Bl. Pergbd. 1. Bl. 1—259. Balthasar Mütschelins, Kammerrats und Vogts von Nürtingen, württembergische Chronik, von den ältesten Zeiten bis zur Regierung Herzog Friec/richx, genauer bis zum J. 1504; einzelne angehängte Notizen und Aktenstücke reichen bin zum ersten Regierungs? jähr Johann Friedrichs (1608). Vergl. Fol. nr. 184. 186. 283. II. Bl. 260—297. Geschichte einzelner Landschaften, Klöster, Herrengeschlechter innerhalb Württembergs. a. Beschreibung des uhralten Herzogtliums Teckh und Schwaben. b. Des Klosters Hirsau Fundation. c. Bundtscliuech (nach Hedion). d. Fundatio monasterii Maulbronnensis. e. Ursprung der Freiherren von Hohenstauffen und Hertzogen zun (sie) Schwaben. /'. Beschreibung des Herzogtliums Urslingen u. Schiltach. ;/. Historien von dem Fürstentlium Schwaben und von Hohentwiel. Dieselben Stücke finden sich, nur in anderer Ordnung , auch in Q. nr 275, also auch dort mit der Mütschelinschen Chronik verbunden. III. Bl. 314'-.398. Die zwei lezten Abschnitte und der Index des Mütschelinschen Landbuchs. IV. Bl. 399-45(1. Teile von Sebast. Küngs und Thom. Lirers Chroniken. Vergl. für Küng Fol. nr. 78, für Lirer die InJiunabeldrticke von Dinchnut. Histor. Handschriften in Folio Nr. 302. 303. 304. 143 802. Pap., XV LI. Jahrk, 333 BL Pappbd. Abschrift der sogen. Dappischen Handschrift (Fol. nr. 698). Diese Abschrift scheint um 1070 gefertigt zu sein. Sie unterscheidet *«-h von der Dappischen Handschrift selbst in 3 Punkten: einmal führt m (Bl- 10) das Geschlecht der württ. Herzoge weiter (bis etwa 1008) herab; zweitens schaltet sie die Lieder über „Herzog Ulrichs Einkommen'' n » anderer Stelle ein; drittens bringt sie am Schluss noch den fürstbrüder- tchen Vergleich ram 28. Mai 1617. mit seinen Anhängen. 808. Pap., XVLL—XVLLL Jahrk, 138 Bl. Pappbd. Memorabilia comitatum Mömpelgardensem und die Abfertigung der Post- flenitorum Principum A<> 1617 betreffend. Collectore Jac. Friedr. v. Rühle COnsilii secretioris (1080—1708), angeb. zwei von derselben Hand und von einer neueren herrührende Abschriften: Copiffl von der d. 29. Aug. 1747 «wischen der Krone Frankreich u. dem hochfürstlichen Haue Wtirtemberg ^ e y Wiederauffhebung des seit anno 172:') fürgedauerten Sequestri über f* le respective in der Franche Comte und in dem Elsass gelegene 9 wür- tembergische Seigneurien abgeschlossenen Convention. Eine Reinschrift der Memorahilia liegt vor in Fol. nr. 54, wo aber der ■ftrtwic des Verfassers nicht genannt ist. 7 V> XVLIL. Jahrk, 185 Bl. Pappbd, Ruck und Eck in Pergament. J °h- Ulrich Pregizers d. Aelt. Lebensbeschreibung Herzog Friedrichs von Württemberg und seiner Frau Sibylle. Diese Lebensbeschreibung, über deren Verf. zu Fol. nr. 34 das Nötige gesagt ist, bildet einen Teil von dessen Wirtembergischer Historie und findet S ' CÄ in diesem Zusammenhang In Fol. nr. 53. 420, b. 705, b., aber auch Nieder einzeln in Fol. nr. 427. 144 Histor. Handschriften in Folio Nr. 305. 805. Pap., XVIII. 'Jahrk, 145 BL Pappbd. Aus der Bibliothek des Geh.Rats und Konsistorialdirektors Friedr. Wilh. Frommann {gest. 1787); so auch die Nummern 306—311 und 316. Monumenta Bebenhusana, gesammlet.....von Mr. Jacob David Essich, Präceptor und Prediger in Bebenhausen. Essich war Klostcrpräzeptor in B. von 1735 — 1748, in welchem Jahre er den 26. Dez. starb. Der damalige Begierungsrat Frontmann hatte ihn gebeten, die, Denkmäler des Klosters aufnehmen zu lassen. Essich bediente sich hiebe/' der Hilfe zweier Zöglinge der damaligen Promotion, Siegm. Heiur. Brauns für die Kopie der Inschriften, Wilh. Friedr. Vogels für das Abzeichnen der Bildwerke. Zum „Wilhelmstag" 17Vi konnte er die fertige Arbeit an den Besteller einsenden (mit Brief com 26. Mai d. >}.)■ Sie besteht aus folgenden Stücken: 1. Gründliche Beschreibung dcss fürstl. Clostevs B. von seiner Stiff- tung, Anfang und Ursprung biss auff diss angehende lG20te Jahr colligirt und in Reimen verfasst durch M. Joh. Friedr. Stahlen, LIII. Prfficeptorem bey dem Collegio daselbsten [1621—1027]. Nach Bl. 12? soll Stahl diese Beschreibung in Bruch gegeben haben. Vorne ist eingeklebt ein Holzschnitt vom J. 1622, darstellend das Kl. B. 2) Monumentum Coenobii Bebenhusani auf einer alten Tafel (mit einer Liste, der Abte und Präzeptoren, welche durch Frommanns Hand vervollständigt und bis 1761 fortgeführt ist). 3. Beschreibung des höhern Closters Bebenhaussen bei Anwesenheit einer hochfürstl. Closters Visitation in einem Versuch von teutschen Versen entworffen von Jeremias Hösslin, Alumno Bebenhusano, tl. 25. Sept. 1739. 4) Die Kopien der Inschriften und Bildwerke des Klosters auf Fs- siehs Anordnung hin gefertigt. Augehängt ist ein Quartheft: . r >) Bebenhusana 1727. (Geschichtlicher Traktat halb deutsch, halb lateinisch, meist auf Crusius fassend.) Benützt ist diese Handschrift von Klunzingcr in seiner Artist. Beschreibung von Bebenhausen (1S52), auch von Paiüus in seinem Werk: die Cister- zienser Abtei Bebenhausen (1887), wo die Beschreibung des Kodex dem Bibliothekkatalog (damals noch Manuskript) entnommen ist. Vergl. ferner Fol, nr. 316. 4T,8. Histor. Handschriften in Folio Nr. 300. 307. 145 306. Pap., XVIII. Jahrk, 16 EL Papierdecke. Closter Lorch. untze^ historische Beschreibung über dieses Closters ursprüngliche herr- lc ic Fundation und die vor und nach selbiger Zeit unterschiedlich erfolgte enckungswürdige Begebenheiten, so theils aus jenigem alten Manuscripto, c les ein gewieser Pater Prior zu Lorch verfasset und von den Mönchen aselbst vor ein wahrhaft hinterlegtes Guth gehalten, hernach in dem alten janngen Krieg bey beschehener Occupation dieses Closters durch Herrn eneral Georg Friedlich von Holzen seel. allda gefunden und in dessen gehabte Bibliothec gebracht, theils aber auch auss andern bewährten loribus genommen und summarisch zusammengetragen worden in dem Jahr 1724. Das Original dieser Kopie, Fol. nr. 614, ist von dem Klosteramts- nreiber Jak, Friedr. Brachh als Verfasser unterzeichnet. Der obige lange Tüel findet sich bloss in der Kopie. Up - XVHI. Jahrk, 41 Bl. (zum Teil in Quart). Papierdecke. Beschreibung des Klosters Denkendorf. j, " ™' 1- 2. Georg Friedr. Steinweegs, Klosterprofessors in 1>., iUrze >- Aufsatz über das Kloster für das Basier Lexikon. o, . " ni - S—7. Auszug ans Hans Ulrichs von Landschad von und zu ' mach handschriftlicher Beschreibung des Geschlechts derer von Land- • dieser Auszug ist auf Verlangen des Konsistorialrats Phil, lleinr. J/.'/T"'^ 6 3e f erti 9 t von Jon - Mich. Wild, Konrektor des Gymnasiums zu <■' >ronu (gest. 1750). Bas Exzerpt betriff den Stifter des Klosters B. 3 - Bl. 11 (eingeklebt, XVI. Jahrh.). Tituli pnepositorum üenkendorf. j , ' ^'- 13—19. Verzeiclmus derer hoch würdigen Herren Frühsten I d ; 1 ^. von Anfang desselbigen bis auf gegenwärtige Zeit einest! •"'" "^ *" p T°P st Ph - n - Weissensee 1740—1767], wie solche s leils von dem berühmten Mathematico Euttelio ex monumentis anti- ' ^ lu ^erutheils aus neuerer Historie gezogen worden. Jh'itt meS ^' tc ' n ' sc ^ f/eschriebene Verzeichnis, an dessen Abfassung ausser al de> Klmtey Prdzeptor Audi: Chph. Zeller An/eil hatte, ist stück- <*«<*p. ,1. k . B ff. BIM. Stuttg. I, 1. 10 14G Histor. Handschriften in Folio Nr. 308. 309. weise abgedruckt in den Noten von Schmidlins Gesch. den Klosters D. s. dessen Beitr. zur Gesch. des Herzogthums Wirtenberg Bd. 2 S. 17. 5. Bl, 27 — 41. Das im Vergleich mit der Kopie vollständigere und korrektere Original von nr. 1, und 11 durch einen Alumnus gefertigte Abbildungen von Grabsteinen des Klosters ])., mit einem Begleitschreiben d. d. 2. Nov. 17-12 von Steinweeg au Frommann gesandt. 308. Pap., XVII. Jahrh., 11 Bl. Papierdecke. Verzeichnis der Wappen, so im Closter zu Lauften in Zellen und Gemachen, auch Kirchen und uf den Grabsteinen diser Zeit befunden werden. Actum den 12. Tag Apprillis A° 1605. Ausser den (farbigen) Wappen und Grabinschriften findet sich auf dem Doppelblatt 6. 7 ein grösseres historisches Bild, darstellend die Verabschiedung von Nonnen, die aus einem brennenden Gebäude kommen, durch einen Abt Berchtold und einen Prior Tliom. Benner, d. h. wohl die Übersiedlung der Nonnen aus dem aufgehobenen Kloster Adelberg nach Lanffen am Neckar 147(i unter Anführung ihrer Äbtissin Gräfin Katharina von Württemberg (im Bilde kenntlich durch einen Wappenschild mit Hirschhörnern). Vergl. auch Q. nr. 59. 309. Pap., XVIII. Jahrh., 29 Bl. Papierdecke. Monumenta Herbrechtingensia. Nachbildung und Erklärung einiger Grabinschriften ans dem Kloster II. (Bl. 4—18), Liste der Pröpste (Bl. 19), Auszug aus Gerichtsakten (Bl. 20); im Anhang eine Abbildung des Denkmals Ulrichs von Bammingen aus der Dreifaltigkeitskapelle zu Giengen (S. 28) und eine Inschrift betr. die Renovation derselben (?) Kapelle. Alles dies (vielleicht mit Ausnahme des Anhangs) übersandte Phil. Dav. Burlc (gest. 1770), damals Pfarrer in Bolheim, dem Besteller Frommann mit einem (vorgehefteten) Begleitschreiben d. d. IV. Non. Nov. 1742. Histor. Handschriften in Folio Nr. 310. 311. 312. 147 810. Pap,, XVIII. Jahrh., 8 Bl. Papierdecke. Beschreibung des Klosters Lichtenstern. Dieselbe ist aus einer in L. liegenden Aufzeichnung für Frommann kupiert von der dortigen „Klostershofmeisterei" 5. Mai 1741. Vergl. Fol. tir, 711. eil. Pap., XVIII Jahrh., 141 Bl. Pappbd, Puck und Eck in Pergament. Monumenta Maulbronnensia. 1. Bl. 1-5. Der Abschnitt über Manlbronn aus Bruschius, chrono- lo 8'ia monasteriorum. 2. Bl. 6—10. Ergänzung der Abtliste des Bruschius aus andern Autoren. 3. Bl. 12. 13. Fundationstafel auf dem Herrenhaus. 4. Bl. 14—17. Vier farbige Bilder aus der Geschichte des Klosters. 5. Bl. 18—141. Grabmal« und Inschriften aus demselben. 812. Pap., XVII Jahrh., 521 Bl. Papphl. Status der Markgrafschaft Brandenburg-Culmbach zur Zeit der Regierung des Markgrafen Christian (1603—1655). Dieses Buch enthält einesteils eine Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben des Staats vom J. 1612 (zugleich eine Art von Dienerbuch, da die Namen der eine Besoldung Beziehenden genannt, sind), andernteih verschiedene von Markgraf Christian ausgegangene Landesordnungen und Instruktionen für Beamte. 148 Histor. Handschriften in Folio Nr. 313. 314. 315. BIS. Pap., XVII. Jahrk, G2 Bl. Pappbd. Aus dem Archiv. Joh. Georg Dürrs Beschreibung und Geschichte der Stadt Heilbronn. Teil 1 (Bl. 1—13). Beschreibung der Stadt (ohne Titel). Teil 2 (BL 13'—48). Hailpronnische Jargeschichten. Teil, 3 (Bl. 48—62). Allerley Geschichten, so sich in Schwaben und anderswo zugetragen. Die „Jargeschichten" (Tl. 2) erreichen ihr Ende mit dem J. 1000; der dritte Teil hört beim J. 1575 mitten im Text auf; es felden am Schluss mehrere Blätter. 314. Fa T ., XVII. Jahrk, 20 Bl. + 291 S. Pergamentdecke. Aus dem Archiv. Friedrich Oefelins, Pappenheimischen Archivregistrators, Historia Calatino- Bappenhemiana, d. i. Historische Beschreibung der Herren von Calatin, des hl. Rom. lleichs Ober- und Erbmarschalien und Herren zu Bappen- heim, deren Erbambt, auch Landt-, Graf- und Herrschafften sanibt ihren Zuständen. Nach der (defekten) Vorrede folgt ein genealogischer Aufsatz über das Pappenheimsche Geschlecht von anderer Hand, dann kommt erst Oefelins Werk, mit dem die (alte) Paginierung beginnt. J. P. Lang hat in den Materialien zur Oettingischen Geschichte desselben Oefelins Historologia Oettingana auszugsweise publiziert und erwähnt in der Vorrede dazu gegenwärtiges Werk als im J. 1628 verfertigt (Bd. 4, Vorr. S. 11). 315. Pap., XVI Jahrk, 429 Bl. Holzbd, Früherer Besitzer (vielleicht auch Schreiber) der kaiserl. Notar Joh. Ch. Wolfslcecl (Wappen vom J. 1591). Lorenz Fries, Chronik der Bischöfe von Würzburg in dem Auszug Johann Reinhards. Angehängt ist Bernhards Fortsetzung bis in die Regierungszeit Melchior Zobels (1544 ..... 1558) hineinreichend, über dessen Ermordung noch Histor. Handschriften in Folio Nr. 316. 317. 149 • Bericht eines Dritten angefügt ist (vergl. darüber Ludewig, Geschichtschreiber von dem Bischoffthum Wirteburg S. 931-935). Hiebet ist die an ihrem Ort eingeschaltete Partie über den Bauernkrieg ein Auszug Bein- wrds aus dem besonderen Werl; von Fries über diesen Krieg. Hinten ein- gmebt ist eine Übersicht der „Fürsten, Grafen, Herrn u. vom Adel, so y on dem hochl. Stint Würzburg und Herzogtum in Francken Lehen tragen". Vergl hiesu Fol. nr. 115. 123. 423. 816. Pap., XVIII. Jahrk, 40 Bl. Pappbd, Aus der Bibliothek den Geh. Rats und Konsistorialdircläors Frommann. Monumenta Bebenhusana per Jeremiam Höslin, alumnum Bebenhusanum, delineata 1741. Im Auftrag Frommanns gefertigte und ihm mit einer poetischen tyistel d. d, 21. Febr. 1741 übersandte Ansichten, Inschriftenkopien und Nachzeichnungen von Skulpturen. Vergl. hiezu Fol. nr. 305. 458. Biese Handschrift ist von Klunziuger, Tscherning und Paulus in ihren Schriften über Bebenhausen benutzt. 0 Pap., XVII Jahrk, 149 Bl. Pappbd. Aus dem Archiv. "lustrissimi prineipis ac domini Mauricii, ducis Saxoniae, sacri romani im- Peni septemviri, vita conscripta studio Georgii Arnoldi, J. U. D. et episco- patus Numburgensis olim cancellarii [gest. 30. Sept. 1588j. Gedruckt bei Menckeu SS. rer. Germ. 2, 1151-1256. Dem Manuskripte fehlt der Schluss (mehr als 1 Kolumnen des Druckes); dagegen plt ein Brief bei, in welchem der Neffe des Verfassers, Joh. Geo. Arnold, erwalter in Bochlitz, sein Manuskript von dem kurfürstlich sächsischen 'eh. Kirchen- und Hof rat Mari. Aiehmauu zurückfordert (d. d. 14. Aug. .' Aichmann gab es laut eigenhändiger Beischrift um 20. d. M. zurück. Hxttte er vorher Abschrift davon nehmen lassen und diese als geborener Schorndorfer und gewesener wiirtt. Kanzler dem Stuttgarter Archiv verehrt? 150 Histor. Handschriften in Folio Nr. 318. 310. . 318. Pap., XVII. Jahrh., 249 Bl. Pappbd mit Pergamentrücke?i. Aus dem Archiv. Joh. Jac. Hainlini I. Chronologia mystica. 2. (p. 83ff.) Synopsis historica germ. et lat. 3. (p. 112 ff.) Commentarii de tempore (Autogr.). Auf dem Titel ist eine Notiz aufgeklebt, der zufolge das Stuttgarter Konsistorium am 13. Febr. 1644 den Druck der Chronologia bewilligte, welcher auch Tub. 1646 erfolgte. Vorne eingeklebt sind mehrere auf das Werk bezügliche Briefe von Tob. Dorukrcil (nebst Erwiderung Hainlins), Joh. Val. Andrea, Joh. Jak. Ströliu, Tob. Wagner, Ecktor Mithob, Pet. Meuderlin. Vcrgl. hiezu Hist. Vol. nr. 176. Theol. Fol. nr. 51. m. Pap., XVII. Jahrh., 814 Bl. Pappbd. Balthasar Mütschelins, Kammerrats und Vogts zu Nürtingen, Landbuch und Chronik. 1. Bl. 1—249. Landbuch, wobei übrigens zu bemerken, dass einzelne Aufzeichnungen, z. B. bei den Klöstern Maidbronn und Adelberg, ein paar Jahrzehnte über Mütschelins Lebenszeit herabreichen. 2. Bl. 251 — 445. Chronik des Landes Württemberg von den ältesten Zeiten bis zum Tode Herzog Ludwigs. Anhang: 1. Bl. 440 — 651. Württembergische Staatsschriften, Vertrüge und Landtagsakten v. 148 2—1632. 2. Bl. 653—814. Amtliches Gutachten (des Kanzlers Aichniaun) über die Reorganisation der Universität Tübingen. Dieses ist übrigens hier bloss zur Hälfte vorhanden; es fehlen zur Vollständigkeit Bl. 187 — 402 des ganzen Aktenstücks Fol. nr. 90. Histor. Handschriften in Folio Nr. 320. 321. 151 m Pap., XVII. Jahrk, 054 S. Pergamentdecke. Württembergica, gesammelt von Joh. Geo. Waltz aus Stuttgart. 1656 u. 1657. T. S. 1—1U, Inscriptiones monumentorum, quse sunt Stutgardi» in Conditorio illnstri, in Templo cathedrali, S. Crucis, S. Catharinas, 8- Leonhardi et Noaocomiali, item in Cocmctcriis intra et extra urbem, eollectse per M. Joh. Schmid, Marppach., p. t. Sturgardise ad D. Leonhardum pastorem, in integrum restitutio a M. Joh. Geo. Waltzio Stutgardiano. Anno 1656. Veryl. hiezu Oct. nr. 18. n - S. 124—369. M. Geo. Henghers, Abts v. S. Georgen (1618—1624), württembergische Chronik, abwechselnd deutsch oder lateinisch geschrieben, fortgeführt bis zum J. 1020; die Notiz vom Tode Herzog Johann Friedrichs 1028 hat der Abschreiber hinzugefügt; der Verfasser selbst starb cor dem Herzog 1020 als Abt von Alpirsbaeh. Die eigentliche Geschichtserzählung schliefst mit S. B2i. Es folgt, von Waltz geschrieben, eine Übersicht über die in Württemberg bewilligte und umgelegte Türkenhilfe vom J. 1500, ferner von des vorigen Kopisten Hand ein summarisches Verzeichnis der in den JJ. 149o bis 1620 im Lande verwilligten und umgelegten Abgaben (S. 828 bis 3 6S) } endlich Notizen über die Klöster II irsau und Bebe nhausen (S. 364—369). IIJ - S. 524—531. Ursprung und Herkommen des Stammcns der Herzogen zu Württemberg. Die genealogischen Notizen gehen bis zum Ende des 10. Jahrb. ZT' S. 540- 554. Beschreibung der Stadt und Herrschaft Heidenheini von [dem dort 104!)-1050 als Stadtpfarrer angestellten/ M. Chpb. Linden- maiern angefangen. 0 in Pa P-, XVIII. Jahrk, 807 S. Pappbd, Buch und Eck Pergament. Aus dem Archiv. Historische und genealogische Beschreibung des durchl. Hausses Württemberg von EineM WohLgeMeynten Patrioten. 1734. Der Verfasser M. Wilh. Ludu: Mohl, Pfarrer in Beinstein j~ 43 J> widmet diese Arbeit dem Herzog Karl Alexander, bis zu eSsen Regierungsantritt sie fortgeführt ist. 152 Histpr. Handschriften in Folio Nr. 322. 323. 324. a. 822. Pap., XVII. Jahrk, 142 Bl. Pergbd. Aus dem Archiv. La Corte, entrate, spese, mantenimento della Soldatescha delli confini d'Ungheria e li salarij delli ministri, offitiali et altri servitori dell'..... Imperatore Leopoldo I. d. d. ultimo Gennaro Anno 1674. Dasselbe Buch, in deutscher Spruche geschrieben und nach dem Stand vom letzten Jim. 1677 geändert, ist auch als Fol. nr. 118 vorhanden, ausgestattet mit zum Teil identischen Porträts und in ähnlichem Einband. Die bei Fol. nr. 118 gegebene Charakteristik des Buchs passt auch auf diese Nummer. Vergl. auch Fol. nr. 216 (d. d. 31. Okt. 1670) und 520 (d. d. 31. Jan. 1674). Pap., XV IL. Jahrk, 77 Bl. Pappbd. Aus der Hegierungsrats-Megistratur. [Jakob Frischlins] Lebensbeschreibungen württembergischer Grafen und Herzoge von dem (mythischen) Eberthal bis auf den zur Zeit der Abfassung regierenden Herzog Johann Friedrich (1608—1628) in deutschen Versen. Ohne Titel; auch vom Text scheint der Anfang zu fehlen. Dass Frisch/in der Verfasser, ist unzweifelhaft; denn er hat mit eigener Hand in dein sonst von einem Abschreiber geschriebenen Manuskript Lücken ausgefüllt und Verse nachgetragen. Der auch in anderen gereimten ivilrtt- Geschichten Frischlins (vergl. Fol. nr. 158. 197. 703) wiederholt vorkommende Schlussvers: Glück, zu. dem Württemberger Haus! Das wachs' und mehr' sich überaus! findet sieh hier gleichfalls. Jedem der besungenen Fürsten ist ein Wahlspruch beigegeben, darunter Platz für ein Porträt. 324. a. Pap., XVIII Jahrk, 34 Bl. Text und 66 Abbildungen. Lederbd mit Goldschnitt. Denkmäler des Closters Loren von dem Kirchenrathsdirector Job. Amand. Andr. von Hochstetter im Auftrag des Herzogs Karl Fugen untersucht, beschrieben und teils mit teils ohne Farben nachgebildet. Dedikation datiert vom 20. März 1790. Hisstor. Handschriften in Folio Nr. 324.1). 325. 320. 153 324. b. Pap., XVIII. Jahrh., 7 Bl. Te.a u. 7 Abbildungen. Gleiche Ausstattung rvie heim Vorigen. Die Kapelle zu Schatburg bei Lorch. v ou demselben. Verf., Anhang zum Vorigen vom J. 1702. Gemeint ™t (de zum Kloster Lorch gehörige, jetzt abgegangene Wallfahrtskapelle ci dcin Weiler Schadberg, Filial von 'Kaisersbach O.A. Welzheim, 325. Pap., XVII Jahrh., 152 Bl. Ungebunden. Jacob Frischlins Wahrhaftige Erzehlung und Beschreibung in 6 Bücher jjussgetheilet des Einrütts und Ankunfft zu der fürstlichen wirttembergischen K| ndstauffe [Prinz Friedrichs, Stifters der Linie Württemberg-Neuenstadt] etc. 1616. Am Schlüsse fehlen etwa 6V2 Blätter Text, welche aus dem vollstän- ' l,Jai Exemplar Fol. nr. 84 ergänzt werden können. 826. Pap., XVI Jahrh,, 190 Bl. Pappbd, Aus der llcgicrungsrats-llcpislratur. 1 ß l- 1—11. Jacob Frischlins Warhaffte und bekhandtliche Historien von dem ..... weylland Herren Ludwigen Hertzogen zu Württemberg ■594 (corr. in 1596). Biographie in deutschen Versen, gewidmet der Witwe Ludwigs, der Herzogin Ursula. Das Leben des Herzogs wird übrigens bloss bis zu seiner ersten Hochzeit verfolgt, rücksichtlich welcher aber auch "><>■ <>uf das Gedicht des Nikodemus Friscldin (Tub. 1577) verwiesen wi >-d. Dann folgt: lL Bl. 12 .ig?, von der anderen Hochzeytt des durchl. Herrn Ludwigen Herzogen zu Württemberg u. Teck..... d. 12. May 1585, beschrieben erstlich mit heroischen Versen durch Nicod. Frischlinum, jezo aber in teutsche Reymen versetzet und transferirt durch Jac. Fr 'SChlinum. Hierin findet der Leser aucli den Stammen Wirttenberg 154 Histor. Handschriften in Folio Nr. H27. von 16 Anatten (sie) licro auss glaubwürdigen Chronikbüchern ge- nomen und in schöne Lieder gebracht, uff manoherley Art zu singen an Tag gegeben. Die Verse, welche die genealogischen Tafeln begleiten, sind von Jeik. Frischlin hinzugefügt. Das Übrige ist Übersetzung von Nie Frischlin, de seeundis nuptiis Ludovici ducis. Tub. 1585. Auf der Rückseite des Titels ein Porträt des Herzogs und seiner 2 Frauen mit 3 Wappen. III. Bl. 198—199. Carmen nuptiale de iisdem nuptiis scriptum a Jac. Frischlino, Balingens!, scholae Weyblingensis tum temporis rectore, exaratum. Findet sich auch (ein Schlüsse des so eben citierten Drucks. Pap., XVII. Jahrk, 217 Bl. Pappbd. J. J. I\foscr sah diesen Band laut seiner ivirt. Biblioth, S. 50 in der „oberen Registratur des fürstlich wirtembergischen liegiernngsraths u . Jacob Frischlins Panegyricus et historicus über tertius*) des fürstlichen Stambhauss Wirttenbergs. F. schrieb die hierin enthaltenen Lebensbeschreibungen der 5 ersten Herzoge Württembergs in seinem Pensionsstande (rudedonatus et enieritus pra'ceptor). Von 171' an bis zum. Schluss folgen Epicedia und Epitaphia auf Herzog Ludwig in deutscher und lateinischer Sprache. Eingeheftet und mit den Blattnummern 145 — Kit) bezeichnet ist: Von allerlcy schoenen fürstlichen, gar noch königlichen Gebewen, kurtz- weilligen Jagen, Yogellschiesscn, fridlichen und holdsecligen Regimentt u. enntlichem secligem unversehenlichem Ahschcydcn auss diser Weltt des durchl. Herrn Ludwigen Herzog zu Wirtemberg etc. durch Jac. Frisch- linum, Schullrectorcm der kaiscrl. Eeichsstatt Reuttlingen (dort war !'■ circa 1595-1599). *) ,,quartus :i ist ausgestrichen und „tertius" dar übergesetzt. Histor. Handschriften in Folio Nr. 328. 329. 155 328. Pap., XVI. Jahrh., 108 Bl. Ungebunden. Ursprünglich in der „obern Registratur des förstl. wirt. Regierungsraths" \ s. Moser, wirt. Biblioth. S. 50 f. Jas erste Theil der schwäbischen wirttembergischen Chronicken durch M. «cobum Frischlinum, lateinischen Schulmaistern zu Waiblingen, u. David «ollffibern, Burgern u. Historico (sie) zu Weyller bei Schorndorf! gelegen. Geschrieben im J. 1589 und den beiden Herzogen von Württemberg Ludwig ( zu Stuttgart) und Friedrich (zu Mömpdgard) gewidmet, aber 0Sii Konzept und ganz unvollständig. Nach der letzten Seite scheint die ^Zählung mit dem J. 784 ohne Abschluss aufzuhören, doch bewegt sich em Teil derselben (Bl. 12 ff.) in den Zeiten Friedrich Barbarossas. 329. Pap,, XVII. Jahrh., 17,9 Bl. Pappbd. Aus der „obem Registratur des fürstl. Regierungsrats"; s. Moser, wirt. Bibl. S. 100.111. Drei Schriften Jak. Frischlins, von ihm eigenhändig geschrieben. 1- Bl. 2-89. De nuptiis____ülrici tertii ducis Wirtembcrgici, cum 'luceret .... Sabinara ducissam Bavari»------uxorem, celebratis Stutt- Sardiaj anno 151 ^ Ubvi gcx yergu ] icroico CO nscripti. Voraus gehen Bl. 3—12 Dedikationen des Verfassers und Epigramme °*if denselben und sein Buch von Freunden. In einem dieser Gedichte ■ r wird als ältere Quelle ein Fratcr Janas von horch genannt. Vergl. *y d > ^rich 1, 140. Gh. F. Stalin, wirt. Gesch. 4, 81 Anm. -■ F. schrieb 1 •«« Gedicht als Präzeptor in Balingen. 0 2 - Bl- 92-132. Beschreibung des königlichen Kutters Santt Georgen t .' (llnis Charteriorum auss Engellandt, welchen in eigener Person präsen- c j!' 0t hat .....der Durchl. Fridricli Herzog in Wirttemberg d. 23. April. '605 Jahrs, mitt teutschen Kcymen erzeltt. Den vollen Titel dieser Schrift giebt aus unserer Handschrift J. J. Moser a - «• 0. S. m. - . :i - Bl. 133-178. Panegyrici libri quatuor de nuptiis Johannis Georgii UC1S Saxonise, cum duceret Sibyllam Elisabetham ducissam Wirtcmbcrgi- m ' ce lebratis Dresse (sie) in Misnia anno 1604. 16. die Septembris. D ie Stücke 2 und 3 schrieb F. um die Zeit, als er die Präzeptors- c eUe ^ Winnenden mit der in Möchnühl vertauschte. S. den Schlussvers n 2 «nd den Titel von 3. 156 Histor. Handschriften in Folio Nr. 330. 331. 332. 330. Pap., XVII. Jahrh., 28 Bl. Ungebunden. Ans der Regieriingsrals-liegistratur. Drei Schriften Jakob Frischlins. 1. Bl. 1—6. Discursus et brevis descriptio vitse-----Heinrici comitis Wirtcmbergici. Mit Widmung an den Prinzen Friedrich, geb. 1617 (vielmehr 1615)- 2. Bl. 7-20. D. et b. d. v. Georgii comitis Wivtcmbergici (et Barbara) ducissie). 3. Bl. 21—28. D. et b. d. v. Friderici sexti ducis Wirtcmbergici. Eingefügt BL 27: Das Ueydelbergiscli und rebellisch Vatter Unser. Auf den, Titeln bezeichnet sich F. als 60jährigen Pensionär. 00 Pap., XVII. Jahrh., 9 Bl. Ungebunden. Ans der llegierungsrats-Tiegistratur. Jacobi Frischlini Genethliacum Wirtembergicum. Titel halb abgerissen; Schluss scheint zu fehlen, Widmung an die Württembergischen Prinzen Eberhard (gel). 1614), Friedrich (geb. 1615), Ulrich (geb. 1.617), Roderich (geb. 1618), datiert vom J. 1620. Da« Werkchen ist in lateinischen Distichen abgefasst, F. schrieb es eds „sexd- genarius rudedonatus preeeeptor". Vergl. Moser, Wirt. Bi.bli.oth. 6'. 89, Ol Pap., XVII. Jahrh., 25 Bl. Ungebunden, Aus der Segierungsrats-Registratur. Jacobi Frischlini opuscula duo. 1. BL 1—W. Discursus et brevis descriptio .... vitse .... Eber- bardi Barbati primi ducis Wirtembcrgici (et Barbara ducissa)). Dem Prinzen gleichen Namens, nachherigen Herzog Eberhard IH'i 9eb. 1614, gewidmet. Histor. Handschriften in Fol. Nr. 333. 334. 157 2 - Bl, 20—25. D. et b. d. v. Eberhard! junioris ducis seeundi n-tembergensis (et Elisabeth« ducissse). Auf beiden Titeln bezeichnet sich F. als emeritiert und GOjährig. Die 'oyraphieu sind in Distichen abgefasst. 888. Pap., XVII. Jahrh., 47 Bl. Geheftet. Aus der Regierungsrats-Registratur. Jacobi Frischlini opuscula tria. 1. Bl. 1—25. Discursus et brevis descriptio . . . vitffi .... Ulrici Im tertli ducis Wirtembergici (et Sabime ducissie). 2. Bl. 26-45. D. et b. d. v. Christopbori quarti ducis Wirtembergici [Gt Annse Maris ducissaj). 3. Bl. 47. D. et b. d. v. Ludovici quinti ducis Wirtembergici. (Bloss der Titel und die unter Ludwigs Bild bestimmten Verse.) si •/ ÄU f " Ucn :} Titdn dieser in n i"tichen geschriebenen Biographien nennt Jh^F. pensioniert und GOjährig, auf dem ersten ist 1621 als Jahr der Vassung angegeben. Die Biographie Ulrichs ist einem Prinzen gleichen amens , Sohn Herzog Johann Friedrichs, damals noch Kind, gewidmet. 884. a-f. *V, XVIIJ. Jahrh., A. 341, B. 227, C. 315, D. 43G, E. 3 °G, F. 433 Bl, Fünf Lederbände mit Goldschnitt. °hann Christoph v. Bartensteins politische Anmerkungen und Betrachtungen über die deutsche Reichsgeschichte: A - von K ar i d, Gr. bis Heinrich V. B - *on Lothar dem Sachsen bis zu der Spaltung im Reich nach dem T °äe Heinrichs VI. [Hierauf eine Lücke,] unter Sigmund und Albrecht IL unter Friedrich III. Wer Maximilian I. und Karl V. unter Ferdinand I, Maximilian IL und Budolph IL C. 1). F. F. 158 Die Vorrede zum ersten Band d. d. Wien 1. Jim. 1754 besagt) dass diese Aufzeichnungen des Staatssekretärs von Bartenstein (gest. 1767) dazu bestimmt waren, als Grundlage für den Unterricht des nachmaligen Kaisers Joseph IL in der Reichsgeschichte zu dienen- Die beiden letzten Bände haben wieder eine besondere Vorrede um „bilden streng genommen eine eigene speziell auf Österreich Bezug nehmende Abteilung". Näheres giebt Ariieth, Archiv f. österr. Gesch. 46, 57 ff. und Maria Theresia 4, 171 ff. Eine Ergänzung bietet die folgende Nummer. Auszüge aus der vorliegenden liefert M. Koch, Denkschr. d. Wen. Akad., phil. hist. Kl. 1, 108 ff. ööD. A-F. Pap., XVIII, Jahrk, A. 191, B. 236, C. 139, I). 116, %■ 186, F. 91 Bl. Pappbände. Johann Christoph v. Bartensteins politische Anmerkungen und Betrachtungen über die deutsche Reichsgeschichte. Eine andere Abschrift, durch welche die Lücke der vorigen ansgefm" wird, indem in A. die Reichsgeschichte von Friedrich II. bis Rudolf *•> in Li. C. dieselbe von Adolf von Nassau bis Ludwig IV., in D. dieselbe nuter Karl IV, in E. F. dieselbe von Wenzel bis Jobst von Mähren behandelt wird. 386. Pap., XVII Jahrk, LI Bl. und 263 S. Pappbd. Aus dem Archiv. Matthäus Dresserus (gest. 1607), continuatio historiae Saxonis Georg' 1 Fabricii. Diese in höherem Auftrag unternommene Fortsetzung blieb utigedruch'> sie behandelt hauptsächlich die Fürsten Georg, Heinrich und Moriz (L>0' bis 1553). Histor. Handschriften in Folio Nr. 337. 338. 159 ei« Pap., XVIII. Jahrk, 251 S. Pappbd. Früher in der Bibliothek des Geh.Rats Frommann. Herrn Sebastian Schertlin von Burtenbach auf Hohenburg und Rissingen (Hess: Bissingen), Ritters und Rom. Kay. May. Raths Lebenslauff, durch lh ne selbst beschrieben: aus einer Copia, welche dessen Enkel Joli. Friedr. Schertlin seinem jüngsten Bruder Johann Sebastian a. 1605 communiciret und in a . 1653, alss diesses jetzt gemeldten Joh. Sebastians Sohn Heinrich Sebastian ohne Leibes-Erben zu Burtenbach verstorben, bey Antrettung der Erbschafft gefunden und durch mich Veit Ludwigen von Scckendorff als obengemeldten Herrn Sebastian Schertlins ex nepti et pronepti abnepotem »dt herabgebracht worden. Erstrecket sich die Verzeichnus derer Geschichten von 1521 biss 15(30, mangelt also Anfang und Ende. Soweit der Titel. Wir haben also eine Abschrift einer durch Erb- * eh "ß an V. L. v. Seckendorf gelangten Kopie vor uns. Am Anfang fehlen nur wenige Linien, anl Schluss dagegen allen, was nach S. 120 Lin - 1 r. mit. 'der Schönhuthischen, nach S. 276 letzte Linie der JIolz- sc huherschen Ausgabe kommt. Auch die Handschriften, welche Holzschuher ursprünglich zu Gebot standen, Hessen ihn hier im Stich, und er hätte mit demselben Wort, mit welchem unsere Handschrift schliesst, den Druck beendigen müssen, wäre ihm nicht das Weitere bis zum Schluss von Burten- ba °fi aus mitgeteilt worden. Vergl. ivas zu Fol. nr. 10 und nr. 286 bemerkt ist. 888. Pap., XVIII. Jahrk, 202 und 35 S. lederbd. Frühere Besitzerin Elisabeth] Friederike] S[opMe] Prinzessin] z[u] Brandenburg]- C[ulmbach]. J os. Uriot, Abrege de geographie et d'histoire ä l'usage de Son Altesse se renissime Wime | a princesse de Brandebourg-Coulmbac. Part. I. Abrege de la geographie ancienne et moderne. Joseph Uriot, geb. in Nana/ 1713, gest. in Stuttgart 1788, war c on 1744 bis 1759 in Diensten des Markgrafen Friedrich von Brandenburg- Kreuth, um zuerst dessen Tochter, die oben genannte Prinzessin, dann der- — - - ---- kssen Wehte zu unterrichten. Später wurde er Bibliothekar an der herzog- 1G0 Histor. Handschriften in Folio Nr. 339. 340. 341. 342. liehen Bibliothek in Ludwigsburg (1761—75), hierauf Professor an der hohen Karlsschule. Das vorliegende Unterrichtsheft hat eine Widmung d. d. Bayreuth 14. Äoüt 1747. Part. 2 fehlt; vergl. übrigens Fol. nr. 342. 889. Pap., XVI Jahrh, 51 Bl. Pappbd. Charakteristik der Jesuiten durch einen ungenannten, ihnen abgeneigten Katholiken. Um das J. 1585 in Deutschland geschrieben. Perg., XV. Jahrh,, 150 Bl, Pappbd mit Lederrücken. Justinus, Trogi Pompei historiarum Philippicarum epitoma. Schön und gleichmässig geschriebener Kodex mit breitem Band und zierlich gemalte}!, vergoldeten Initialen; erwähnt von CK. F. Stalin, Gesch. u. Besehr. alt. tt. neuer Biichersiemml, S. 20. 841. Pap., XVIII. Jahrh,, 4 Bl. lederbd, August IM., König von Polen, sanktionirt d. d. Varsaviae I. Febr. 1749 die Zunftverfassung der Kürschner in Myslinice, Castellanei Krakau, unter Einrückung ihres in polnischer Sprache abgefassten Zunftbriefs. Orig.-UrJc. mit Siegel. 842. Pap., XVIII. Jahrh., 48 Bl. Pappbd, Jos. Uriot, Idee de l'histoire des Empereurs d'Allemagne ä l'usage de S. A. S. Madame la Duchesse regnante de Wurtemberg. Uriot setzte die Unterrichtsvorträge, welche er bei der Prinzessin Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Culmbach in Bayreuth begonnen hatte (vergl, Fol. nr. H38), auch nach deren. Vermählung mit Herzog Karl Magen von Württemberg fort. Histor. Handschriften in Folio Nr. 343. 344. 345. 346. 161 0^0. Pap., XVII. Jahrh., 6 Bl. Ungebunden. Eigentliche Declaration und Erklärung, wie es mit der Wiederholdischen Stiftung und Stipendio von Jahr zu Jahr gehalten werden solle d. d. 28. Jan. 1667. Kopie des Stiftungsbriefs von Konr. Wiederhold. 344. Pap., XYIIJ. Jahrh., 11 Bl. Ruck und Eck in Leder. D 'e beiden von den dänischen Advokaten Bang und Uldal A° 1772 gewechselten Klag- und Verteidigungsschriften für und wider die Königin Karolina Mathilda. Nach der dänischen Urschrift übersetzt. Dieselben Schriften, wie hier dänisch und deutsch, von derselben Hand (Eman. Leop. Keller) übersetzt und geschrieben s. unter anderem Titel Fol. nr. 726, wo Näheres. 345. Pap., XVII. Jahrh., 4 Bl, Ungebunden. Lobspruch der Stadt Weyl. ^Klärende Überschrift von anderer Hand: Historie von dem an dem Hof ', berzogl. Ludwigischen Wittib befindl. Hanns Bach, der wegen seiner i'acht vor einen Geistlichen gehalten und von den Vorstehern der Reich- s adt Weil bei seiner Durchreise frei gehalten und tractirt worden. Antore M. Joli. Alb. Aubelin, Pastore zu Osteltsheiin. h>/e Jahreszahl 1614 ist. wohl von derselben Hand beigeschrieben. Aubelin war Pfarrer in 0. zwischen Kill und 1615. 346. Pap., XVII Jahrh,, SO Bl, Pappbd, Thummische Chronik von Oswald Gabelkhover. Neuere Abschrift derselben Chronik, welche als Fol. nr. 253 in einem cren Exemplar vorhanden ist, jedoch ohne die dort befindlichen encei- '' n,ll '-'i Zusätze com Verfasser. H»ad. 0 hr. a. k. iiff. Bibl. Stuttg. I, 1. 11 162 Histor. Handschriften in Folio Nr. 347. 348. 349. 350. 847. Pap., XVII. Jahrh., 32 Bl. Pappbd. Wilhelm Bydembach, Dr. u. Prof. jur. in Tübingen, Articulirte Klag wider -----Herrn Ludwig Friderichen zu Würtemberg___, sodann Rectorem et Senatum Academia Tubingensis, insonderheit aber wider Lucam Osiandrum, Theodorum Thummium, Davidem Magirum u. Andr. Beierum, resp. Theologi® et Juris utr. Doctores et Professores in Tübingen [s. 0 [wohl an Frommaun gerichtet]. 4. Bl. <>!). Kosten der Untersuchungshaft und der Urteilsvollstreckung- Vorliegende Akten sind gesammelt und teilweise eigenhändig geschriebe von (ich. Rat Frommann. Hinsichtlich der Quellen und der früheren B e ~ arbeitungen dieser Geschichte kann auf das Nachwort von Hermann » zu seinem Roman: Der Souneuwirth, Ausg. v. 188U Bd. 2 S> 314ff- wiesen werden. Histor. Handschriften in Folio Nr. 355. 356. 357. 358. 165 855. Pap., XVII. u. XVIII. Jahrk, 12 Bl. Ungebunden. Ans der Bibliothek des Geh, Rats Frommann. Kurtze Beschreibung der fürstl. Bergstart und Vestung Freudenstatt, auch de ro herrlich schönen Kirchen, erfreulicher Anfang, betrübter Abgang und wieder erwünschter Aufnahme. Ältere Handschrift, deren fehlende Partien Gek. Bat Frommann 1 Ur ch eigenhändige Abschrift am einer anderen ergänzt hat. 356. Pap., XVIII. Jahrh., 3 Bl. Ungebunden, Aus der Bibliothek des Geh Rats 'Frommann. Authentische Nachrichten von der Eysengreinischen Familie. Geschrieben von Frommanns Hand, Die , tufzeichnungen selbst seheine» "oii Mart. Eysengrein zu stammen, dem Vater den gleichnamigen katholi- Schen Theologen und Domherrn (gest. 1578); cf. Oratioues funebres qua- Ulor in obitum Mart, Eisengreinii. Ingoist. 1578, wo Bl. B 4 zu ver- Sleichen mit dem Schluss unseres Manuskripts. Pap., XVI 1. Jahrh,, 8 Bl, Ungebunden. °P'a der fürstlichen Elleverabredung der wiirtembergischen Prinzessin l0r| ana Ernesta, Weiltingischer Linie, und Herrn Friderich Crafften, Grafen von Hohenlohe, d. d. 18. May 1657. Floriaaa Ernesta starb 5. Dez. 1672, Friedrich Kraft 7. Apr. 1681. V. XVIII Jahrh., 323 Bl. Ruck und Eck in Leder. 1/ orr espondenzen aus den Jahren 1719—22, betr. die Gründung einer nach Madagaskar und „Angelpont" Handel treibenden Compagnie. i -^ GrüUilvr derselben erscheint ein französischer Abenteurer Comte e L inange, vorgeblicher König jener Inseln, Die Briefe sind teils von 166 Histov. Handschriften in Folio Nr. 359. ihm und «einen Agenten, (Ingenieur Esteoi zu Ansbach, Comte de Bonceval, Perez u. Co. in Dresden), teil* von deutschen Fürsten fje.se/iriehen, welche er für das schwindelhafte Unternehmen zu interessieren gewusst, wie Herzog Karl Alexander eon Württemberg, dessen Bruder Friedrich Ludwig, ihr Schwager Wilhelm Friedrich Markgraf rem Brandenburg-Ansbach, welch letzterer zufolge der den Schluss bildenden Briefe des Grafen Coulonge ein eon diesem zu befehligendes Schiff für die Zwecke der Compagnie ausrasten hat/'. Vergl. C. Weber, aus vier Jahrhunderten, N. F. Bd. 3 S. 164 ff. Marcus Landau in der Münchn. Allgem. Ztg. 1885, 33., 34. Mai, Beil. Linange sass lange auf der Festung Spielberg. S. Kaiser Karls VI. Patent des Comte de Linange Arestirung wegen seiner mit den Türken wider das röm. Reich gc- machten heimliehen Bi'mdnus betr. d. d. 14. Jul. 1710 bei Faber, europ. Staats- canzlei Bd. 37 S. 817 ff'. Fast gleichzeitig (ib. S. 814ff.) erging ein Haftbefehl gegen seinen Oheim, den Grafen Langallcric. J5 Pap., Anfang Jen XVI. Jahrh. (die am Schluss stehende Jahreszahl ist nicht 1403 zu lesen, wie noch Ch. F. Stalin Unit, sondern mit L. Weiland: 1503), 8 Bl. Pappbd. Ohne Zweifel ursprunglich dem Kloster Weingarten gehörig. Historia Welforum Weingartensis cum continuatione Staingademensi. Die Überschrift des Kodex: „Genealogia Welphouis ducis" bezeichnet den Inhalt der Schrift, nicht genügend. Der obige Titel ist ans Weilands Ausgabe (Monum. Germ. SS. 21, .154ff.) entlehnt. Vor dieser letzteren galt die Ausgabe von Hess, inou. Guelf. ]>. 1- -47 als die beste. Der Verfasser ist bekannt unter dem Sternen „Anonymus Weingartensis"; dass es der dortige Abt Werner (gest. 1188) sei, ist lediglich Vermutung eon Hess. Die Bemerkung einer neueren Hand am Schluss: ,,ha-c ut plurimuni ex Urspergensibus chronicis transumpta sunt" ist verkehrt; vielmehr hat die Urspergische Chronik vieles aus dem Anon. Wcing. entlehnt. Unserem Kodex liegt die Randschrift des XIII. Jahrh. zu Grunde, von welcher sich kleine Fragmente bei den Marchtluder Annalm (Q. nr. 261) rar finden; s. Waitz im Neuen Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde 4, 166 f. Vergl. über vorliegende Handschrift: Archiv der Ges. f. ältere deutsche Gesch. 1, 413 f. 3, 314 ff. 11, 38ff. Weiland hat sie für seine Ausgabe benützt, teährend Hess sie nicht sah. ffistor. Handschriften in Folio Nr. 360. 361. 167 860. Pap., XV HI. Jahrh., 176 Bl. Ruch und Eck in Leder. Topographisch-statistische Beschreibung des Oberamts Backnang. Nach dem alten Katalog „wahrscheinlich bey der geometrischen Ausmessung dieses Oberamts unter Herzog Karls Regierung von einem Guide des Ingenieurcorps gemacht". Die alte Paginatur geht bloss bis Bl. 135. I} ort hört die Beschreibung des Backnanger Oberamts auf. Weiterhin sind noch einige Orte des Weinsberger Oberamts behandelt. 3G1. Pap., XV. Jahrh, (um 1477), 77 Bl, Pappbd. Leo Marsicanus, chronicon monasterii Casinensis. Von der Fortsetzung des Petrus Diaconus ist bloss das erste Kapitel (Hl, 34) noch in diesem Kodex mit enthalten und zwar nicht einmal ganz, "idem der Schreiber, ehe es zu Ende geführt ist, auf I, 45 zurückkommt *n tnonasterio Blaivburgensi dyocesis Constantiensis non lange post annum sue professionis videlicet circa Annum domini Millesinium quadringentesimum Se Ptuagesimum septimum . plus vel minus . quam professionem feeit reuera- ''d> patri patri Udalrieo Kündig abbati hujus monasterii blairburgeus/s. Zwei Ereignisse des Jahrs 1503: die Begierungsübernahme Herzog Ulrichs von Württemberg am 19. Juli (s. Oh. F. Stalin, wirt. Gesch. 4, 51) und Wunderbare Kreuzeserscheinungen, sind von gleichzeitigen Händen auf dem Vorsetzblatt eingetragen. Bin aus dem früheren Einband in den jetzigen herübergenommenes l (dbes Pergamentblatt scheint durch einen aufgeklebten Papier streifen »Ludwig Ilasperger Maisterlin" als früheren Besitzer zu verraten; als In- l( dt des Bandes sind auf der Rückseite dieses Blattes zwei Chroniken au- yyeben; prima de saneto benedicto, rita ac regimine ipsius ac sueeessorum e Jns in monte cassino et aliis monasteriis, seeunda de friderieo magno im- Pfcatore et successione ipsius. In seiner früheren Gestalt enthielt also der Bc, nd mehr als er jetzt enthält. Die Handschrift ist von Wattenbach zu seiner Bearbeitung des Leo Marsicanus für die Monum. Germ. SS. 7, 551 ff. benutzt und ebenda S. 557 168 Histor. Handschriften in Folio Nr. 362. 363. 364 genau beschrieben. Mone und Dümge halten von ihr bereits Notiz genommen im Archiv der Ges. für ältere deutsche Geschichlsh. 3, 220 f. Pap., XVIII. Jahrb., 4L Bl. Papierdecke. Personalia des hochseligen Erbprintzens, wie solche nach gehaltener Traur- predigt sollen ab der Cantzel gelesen werden. Der pa■rentierte Erbprinz ist Friedrich Ludwig, geb. 14. Dez. 1698, gest. 23. Nov. 1731, ein Sohn des Herzogs Eberhard Ludwig, gest. 31. Okt. 1733. m. Pap., XVI. Jahrh., 10 Bl. Ungebunden. Aus dem Archiv. Ambrosius Kögels Reimchronik. 903—1536. Den Schluss bildet ein Anhang: „Tubingensia" (1411—1537) in Prosa. Da in beiden Stücken zum J. 1476 der Brand von „Staygers Hau* am Markt" in Tübingen erwähnt wird, scheint die Heimat des Verfassers in oder unweit letzterer Stadt gesucht werden zu müssen. Die Fragmente einer Tübinger Ortschronik, welche in Q. nr. 161 p. 82ff. und in verwandten Handschriften vorkommen, sind nicht identisch mit obigen Tubingensia. Pap., XVII. Jahrh,, 28 BL Pappbd. Aus dem Archiv. Abbildungen von in Württemberg gefundenen römischen Altertümern. Bl. 1—13. Inschriftsteine. Bl. 17—28. Skulpturarbeiten. Nur den 4 ersten Inschriftsteinen ist ein Text beigegeben, welche)' über den Fundort derselben, ihre Verbringung ins Lusthaus, die Lesung des Textes orientiert. Wenn der alte Katalog den Hofregistrator Andr- Rittet (Hütte/) als Verfasser bezeichnet, so ist übersehen, dass auf Bl. 1 dieser Beamte vielmehr zweimal in der dritten, Person genannt erscheint. Was die Zeit der Abfassung betrifft, so muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass Werke ans dem Anfang des 17. Jahrh. ((Im/er 1602, Oet- tinger 1610) citiert sind. Histor. Handschriften in Folio Nr. .'565. 366. 169 865. Pap., XVII. Jahrk, 12 Bl. Ungebunden. J ak. Frischlin, Fragment einer Lebensbeschreibung württembergischer Fürsten in deutschen Versen. 1. Bl. 1—9. Das Leben des Grafen Georg und seiner Frau Barbara; im Anhang eine lateinische Elegie auf den Tod der letzteren von Ambrosius Gerhardus Hussus 1597. 2. Bl. 9'—12. Das Leben Herzog Friedrichs (am Schluss defekt). 366. Pap., XVI. Jahrk, 36 Bl. Pappbd. Aus dem Archiv. Ertliche fürneme Kriegsrüstungenn, Schlachtenn u. gewaltige Thattenn, so weylandt der durchleuchtigst hochgeborn Fürst u. Herr Herr Friederich der Ander diss Nahmens Pfaltzgraff bey Rhein .....gewaltiglich verpracht und gethann haben. Beschrieben durch den wohlgelehrten Herrn Mathiam Kemnat, Ihrer fürstl. Gn. Caplanum und Briester, in der geistlichen Rechtenn Baccalaureum. Eine Vergleichung mit dem Druck der Kemnatschen Chronik in den Quellen und Erörterungen zur bayrischen und deutschen Geschichte Bd. 2 *'• 1—141 ergiebt, dass in unserer Handschrift vieles fehlt, was die Ausgabe bietet, so abgesehen von kleineren Textesstellen die lateinische Vorrede, ( >ic Vorrede des zweiten Buchs, die Einleitung, die meisten der lateinischen Verse, ganze Paragraphen (nr. 3. 19. 35. 38—57. 59. 85-87. 90-92. u< >- 97. 99 bis ScJüuss des Werks), während andere versetzt sind (23 «wischen t; und 7; 30—33 zwischen 58 und 60, aber auch schon an ihrem richtigen Ort), dass hingegen unserer Handschrift eigentümlich ist die Erzählung, wie der Kaiser den Pfalzgrafen in die Acht thut (Bl. 28), wie ein Projekt zum Vergleich zirischen beiden den 23. Aug. 147i zu Augsburg vorgelegt wird (Bl. 29—33), endlich wie der Pfalzgraf (5. Okt. 1474) von Oppenheim aus Gegenvorschläge macht (Bl. 33'. 34), welche der Kaiser unbeantwortet lässt*). Die Abschrift ist inkorrekt. Oswald Gabelkofer hat sie durchkorri- H'ert und die Bl. 13 und 14 selbst geschrieben. *) Diese letztere Notiz stand auch in dem Exemplar von Kemnats Buch, welches Kremer vor sich hatte (s. seine Gesch. des Kurfürsten Friedrich 2, 503). 170 Histor. Handschriften in Folio Nr. .'567. 368. 36!). 370. Ml Pap., XVIII. Jahrh., 53 Bl. Papierdecke. Lebenslauf! und Personalien dess weyl. durchl. Fürsten und Herrn Herrn Eberhard Ludwigs, regierenden Herzogs zu Wirttemberg und Teck (gest. 31. Okt. 1733). Von den Kanzeln zu verlesen in Stuttgart, Tübingen und Ludmgsburg. 368. Pap., XVIII. Jahrh., 18 Bl. Ungebunden. Aus der liibliotheli des Geh. liats Frommann. Anecdote Nachrichten von dem zwischen der durchl. Prinzessin Christiana Sophia Wilhelmina von Brandenburg-Culmbach, einer Tochter des Marg- graffen Georgii Wilhelmi, und dem von Wobeser obgewalteten Commerce. Species facti und Deduktion der Juristenfakultät in 1Falle, deren Rechtsspruch durch einen Bl. 8 mitgeteilten Brief vom 22. Dez. 1727 angerufen wird. 369. Pap., XVIII Jahrh., 54 S. Pappbd. Beat Fidele Ant. Jean Dominique baron de Zurlauben, Essais historiques et critiques sur plusieurs monuments de l'antiquite et du moyen-äge. Den Inhalt bildet bloss die Eine'Dissertation „sur un titre original de 1 'an 913, donne par Hatton, arclievequc de, Mayen ce", gelesen am 2. May 1769 in der Aeademie des InscripUons zu Paris und gedruckt in deren Memoires T. 36 p. 166 ff. 370. Pap., XVII. Jahrh., 18 bloss teilweise beschriebene Bl. Ungebunden. Notabilia Wurtembergica. Notizen über die physische und politische Geographie des Landes Württemberg, über dessen Einteilung, Amtsbezirke, Ämter. Eingestreut sind historische Notizen und (S. 4 — 7) eine „Denckwürdige Historia und Histor. Handschriften in Folio Nr. 371. 372. 373. 171 Chronica uff dem Rathaus* zu Balingen an einer Taffel vollends continuirt hiss uff unser Zeit" [d. h. bis 1614; ohne Zweifel von Jacob FriscMin, damals Präzeptor in Balingen; gereimt]. 371. Pap., XVI. Jahrh., 3 Textblätter und ein Bild, rapierdecke. Das Leben des Truchsessen Georg von Waldburg nebst einem Bild desselben in ganzer Figur mit Wappen. Entnommen der Pappenheimschen Chronik der Truchsessen von Wald- h «>V; s. Bd. 1 S. 172—176 des Druckes (Memmingen 1777—78). OH Pap., XVII. Jahrh., 31 JH. Pappbd. Historisch-topographische Beschreibung der Stadt und Universität Tübingen sowie der dazu gehörigen Amtsorte und speziell des Klosters Bebenhausen in 6 Teilen. Diese Beschreibung ist nach 1630 von einem noch zu ermittelnden Tübinger verfasst. Vom ersten Teil ist bloss der Schluss erhalten, so fehlt denn auch der Titel. Die Marginalien sind von der Hand des Pfarrers doh. Geo. Waltz, ebenso die im Anhang*). Angehängt sind: 1. Tubingense Chronicon clariss. Hafenrefferorum (deutsch). 2. Observationes mscr. D. Matthias Haffenrefferi (tat.) / Verf. gest. 1619 J. Die letzleren sind am Schluss unvollständig. *) Das Kunstgeschichtliche darin ist verwertet eu dem Aufsatz von A. Winttcrlm »Zur Tübinger Bau- und Kunstgeschichte-' in den Württ. Viertcljahrsh. f. Landesgesch. Jahrg. V (1882) S. 311. m. Pap., XVIIJ. Jahrh., 21)1 S. Lederbd. Reysse-Tagbuch von Serenissimi Caroli Reysse durch Frankreich, Engelland u "d einen Theil der österreichischen Niederlande im J. 1776 aufgezeichnet v °n Joh. Friedr. Lebret, Prof. u. Bibliothekar [später Obm-bibliothekar, Kanzler u. s. w., gest. 1807J. 172 Histor. Handschriften in Folio Nr. 374. 375. 37G. 377—380. 874. Pap., XV11. Jahrh., 7 Bl. Ungebunden. Ministri Provinciae. Unter dieser Überschrift sind die Bezirksbeamten des Herzogtums Württemberg aus den der ersten Jahrzehnten des 17. Jahrh. nach der alphabetischen Reihe ihrer Amtssitze zusammengestellt. Am Schluss steht: absolvi 1658 d. 9. Dec. O Pap., XVIII. Jahrh., 18 S. Ungebunden. Nostra notamina critica et historica in Numismata antiqua Gazophilacü Christinae Suecorum reginse a Sigeberto Havercampo edita et commentata, 1743 mense Febr. conscripta a me G. Pfau. Der wilrtt. Geh. Bat Kaspar von Pfau, ein geborener Dessauer, war ein bedeutender Münzkenner. Seine Sammlung antiker Münzen, von welr eher nach seinem Tode im J. 1745 ein Katalog gedruckt wurde, ging 1770 in den Besitz des preussischen Htaales über und bildet einen ansehnlichen. Bestandteil des Berliner Münzkabinetts) vergl. Friedländer und Sollet, das königl. Münzkabinet. Berlin 1873. S. 14. ü Pap., XVI. Jahrh,, 10 Bl. Ungebunden. Aus dem NacJdass des lleij.-li. Tax. Particular Vertzaichnus des zuegetragnen Unfals, so sich im Monat September den 22. (I. 27.) Tag ao [I5]8I zur Freydeg[g] auf Herrn Reicharten Streinss Hochzeit Haimbfüerung zuegetragen. Als Beichart Strein, Herr zu Schwarzenau, die Tochter des Grafen Ernst zu Ortenburg nach seiner Burg Freydegg (Österreich u. E. bei Ybbs?) heimführte, stürzte dort der Saal ein, vielen Festgenossen zum Verderben- rn-rn. Pap., XVIII. Jahrh,, Zahl der Stücke s. unten., Pappbd. Neuigkeiten oder seltenere, geheimgehaltene Schriftstücke aller Art aus dem Gebiet von Staat und Kirche in Italien gesammelt grösstenteils von A. M. Histor. Handschriften in Folio Nr. 387. 388. 389. 173 Bandini als Agenten Herzog Karls. Überwiegend aus den Siebziger Jahren des XVIII. Jahrh. Diese kleinen Stücke sind von Alter* her in folgende Rubriken geteilt: Stücke «»•• 377. Römischer Hof............ ■ . . 24, nr. 378. Clemens XIV. u. Pins VI........... tl. nr. 379. Jesuiten, besonders die Unterdrückung derselben . . . 36. rar. 38o. Toscana u. Lombardei............ !*• »r. 381. Neapel ................. 2 ' K nr. 382. Parma u. Modena............. l0 - nr. 383. Venedig ................. 5 ; nr. 384. Spanien und Portugal............ ltj - nr. 385. Russland, besonders die Expedition gegen die Türken im Archipel (Orlow) ............. **' wr. 380. Übrige Länder Europas.......... . 16. 10 Pap., XVIII. Jahrh., 1.4 Bl Ungebunden. Breve metodica Descrizione del antica Roma dedicata all' Altezza Serenissima di Elisabetta Sofia di Brandemburgo Baraith Duchessa di Wirtemberg. Pap., XVIII. Jahrh., 190 S. Pappbd. £tat des Revenues du Roy de France et des Depenses connues. Geschrieben um 1750. (früher 384.) Pap., XV. Jahrh., 1 Bl. Ungebunden. Lateinischer Brief der Gesandten König Ludwigs XI. von Frankreich an die Bür 9er von Mömpelgard d. d. Bern 14. Sept. 1474, mit der Aufforderung 9 e 9en Karl den Kühnen fest zu stehen, der französischen Hilfe gewärtig. Die Namen der Gesandten stehen nicht im Brief; es sind aber folgende; Grauen Favre, Louis de Saint-Priest und Mohet; s. Archiv f. Schweiz. Gesch. 5, 43. 174 Histor, Handschriften in Folio Nr. 390. 391. 392. Auf die Rückseite ist ein deutsches Liebeslied geschrieben. Anfang: Der Liebsten zart, der ich beger. 390. Pap., XVIII. Jahrh., 4 Bl. Ungebunden. Idee generale des etudes des serenissimes princes de Wirtemuerg. 1742. Reglement für die Herrn v. Laupsky und Despars, die Erzieher der hinterlassenen Söhne des Herzogs Karl Alexander, der Prinzen Karl Eugen, Ludwig Eugen und Friedrich Eugen, vorgeschrieben von dem Vormund der letzteren, Herzog Karl Friedrich von Württemberg-Ok und der Herzogin- Witwe Marie Auguste. SM. Pap., XV. v. XVIII. Jahrh., 4 Bl. Ungebunden. Fabelhafte Notiz betr. die Orte Böblingen, Sindelfingen und Dagersheim in lat. Sprache, entnommen „ex libro quod in vulgari dicitur das Salbuch aller theutzscher Landen." Die Treue der Abschrift beglaubigt Joh. Stadler, Kleriker von Eich- stätt und kaiserlicher Notar. Eine neuere Kopie liegt bei. m. Pap., XVII. Jahrh., 141 Bl. Lederbd mit Goldschnitt. Recueil de tous les Marechaux de France, qui ont este successivement crees depnis leur Institution faicte par la troisiesme race des llois de France ä l'exclusion de l'office de Maire du Palais, qui fut aboly, jusques au regne de .... Louis I3me .... Roy de France a present regnant, A Paris lan 1635: Das gemalte Porträt des Königs Ludwig XIII. und sein gleichfalls gemaltes Wappen eröffnen die Reihe. Es folgen hierauf die Marschälle, nämlich deren Namen und kurze biographische Notizen in Carfoucheu, gegenüber je das betreffende Wappen, alles gemalt. Histor. Handschriften in Folio Nr. 393. 394. 395. 175 m. Pap., XVIII. Jahrh,, 1016 S. Gepresster Lederbd. Oswald Gabelkofei-, Chronik der Grafen von Helfenstein. Abschrift, nach dem im k. Staatsarchiv befindlichen Original gefertigt durch Regierungskanzlist Kinzelbach, 1798 der Bibliothek übergeben. Die fürstliche Hofbibliothek in Donaueschingen besitzt die Reinschrift, weiche ( >., versehen mit Zusätzen eigener Hand, dein Grafen Rudolf VI. von Helfenstein (gest. 1627) überreichte. Graf Rudolf V., von dem der An- Stoss zur Abfassung der Chronik ausging, hatte die Vollendung nicht mehr erlebt; er starb 1601. Vergl. Kerler, Geschichte der Grafen von Seifenstein. Ulm 1840. S. VIII. Barack, die Handschriften der fürstl. Ilafbibliothek in Donaueschingen S. 417 '/. 894. Pap., XVI. Jahrh., 219 S. lederbd. Von „Joh. Ulr. Cotta, Antiquarius in Tübingen, dem Ohurfürst Friedrich II. von Württemberg" im J. 1.803 als Geschenk übergeben. Wappenfahnen des hl. Rom. Reichs. Jedes Blatt zeigt auf beiden Seiten gemalte von Herolden getragene Bahnen mit den Farben und Wappen sämtlicher Reichsstände. Die Darstellungen erinnern an Jak. Kabels Wappen des heil. Rom. Reichs (Frankfurt 1545), sowohl was die Kostüme der Fahnenträger als was die abgebildeten Wappen betrifft. m. Perg., XV. Jahrh., 204 gezählte Bl., von denen aber die ersten 32 verloren gingen, ehe die Bibliothek in den Besitz der Handschrift kam; auch am Schlüsse ist dieselbe unvollständig. Die lacken in der Mitte sind (laut der Vorbemerkung) bloss scheinbar. lederbd. Geschenk des Königs Friedrich. Pfälzisches Kopialbuch. Die Urkunden, welche dieses durchaus von Einer Hand geschriebene "uch enthält, gehen nicht über 1399 herab und sind meist aus der zweiten tiSlfte des 14. Jahrh. , nur wenige früher. Geordnet sind sie nach den 17G Histor. Handschriften in Folio Nr. 396. 397; 398. Ortschaften, auf deren Besitz- oder Lehensverhältnis sie sich beziehen und die jetzt meistens zu Baden, Hessen, Pfalz und daran angrenzenden preussi- schen Landen gehören. 396. Pap., XVIII. Jahrk, IX u. 31 S., nebst Tabelle. lederbd. Historische genealogische Abhandlung von dem huchadelichen freyherrlichen Geschlechte Reichlin von Meldegg. Der ungenannte Verfasser widmet dieses mit Frontispiz und gemalten Wappen der R. v. M. und verwandter Geschlechter verzierte genealogische Werk der Maria Hildegard R, v. M., welche im J. 1707 zur Äbtissin von Urspring gewählt wurde. Pap., XVI. Jahrk, 237 Bl. lederbd. Aus dem Stift Koniburg (dort nr. 30). Aigentliche Beschreibung wider Jacoben Herbrot, weillend durch sich selbst eingedrungnen undüchtigen Burgermaister der Statt Augspurg (gest. 1564). Sammlung einer Reihe Herbrot betreffender Urkunden, biographischer Notizen (bis zu seinein Tod), Lieder u. s. w. Aus einem Wolfenbüttier Kodex gleichen Inhalts (Aug., 80, 4. fol.) hat v. Liliencron vier Lieder entnommen, welche in unserer Handschrift auf S. 29'—31', 31'—36, 45'—46', 66'—67' stehen; vergl. seine histor. Volkslieder der Deutschen Bd 4 S. 573-583. Diese Hdschr. Kerzeichnet Gräter, Merkte-, der Comb, Bibl. S. SO. Cber Heren Gegenstand vergl. llecker, der Augsburger Bürgermeister Herbrot in der Zeit sehr, des last. Vereins für Schwaben und Neuburg 1, 34 ff. m. Pap.. XVII. Jahrb., 316 Bl, lederbd. Aus dem Stift Komburg (dort nr. 29). Joh. Trithemius, chronicon Spanheimense. Die Chronik ist gedruckt in Trithemii Opp. ed. Freher. Frcf. 1601 Pars II p. 236 — 435. Den späteren Zusatz, das Jahr 1526 betreffend (im Druck p. 435), hat die Handschrift nicht. Der Kodex ist unter den Komburgischen registriert bei Gräter. Merkte, der Comb. Bibl. S. 20, als unser Eigentum erwähnt von Diimge und Motte im Archiv der Ges. f. alt. deutsche Geschichtsk. 3, 251. Histor. Handschriften in Folio Nr. 399. 400. 401. 177 399. Pap., XVII. Jahrh., 2G0 S. Ruch und Eck in Pergament. Geschenk des Königs Friedrich. Cronic der Freyherrn zue Hohenstauffen und Hertzogen zue Schwaben. SeitengleicJie Abschrift von Fol. nr. 162. 400. Perg., X.—Xl. Jahrh,, 32 Bl. Holzbd. Aus dem Stift Komburg (dort nr. 47). T. Bl. 1—15. Epistola Alexandri Macedonis ad Aristotelem magistrum suum de genere et de situ Indiae. [ I Bl. 15'—32. De ortu magni Alexandri Macedonis. Stück II — Julii Valerii res gestce Alexandri Macedonis com Anfang bis aber die Mitte, genauer von p. 1—92 Litt, IS der Ausgabe Kühlers (Lips. 1888); auf der letzten Seite ist der Text wegradiert. Stück I befindet sich als Anhang in derselben Ausgabe des Valerius. Kubier kannte vorliegenden Kodex nicht, Zwischen St. [ und 11 wird der Kaum einer Seite eingenommen 1. von mehreren Wetterregeln in lateinischer Sprache; 2. von zwei an der Aussen- und Innenseite der „porta Wormaciensis* angebrachten fast gleichlautenden römischen Inschriften (gedr. bei Schaunat, hist, episc. Wormut, T. I p. 4. Anfang: „C. Lucius Victor"). Alles ist von derselben Hand geschrieben. Die Handschrift ist erwähnt von Gräter, Merkw. der Comb. Bibl. S. 21. 401. Pap., XVI Jahrh,, 102 Bl. Pergamentdecke. Aus dem Stift Komburg (dort nr. 32). Urteilsspruch der Herzoge Wilhelm und Ludwig von Bayern in der Rechtssache ihres Bruders Ernst als Administrators des Stifts Passau gegen die Edeln von Notthafft betr. die Herrschaft Aholming (Niederbayern). Datum am Schluss: Landslmt 18. Jan. 1533. Biese Handschrift ist verzeichnet bei Gräter, Merkw. d. Comb. Bibl. S. 32. Üandschr. d. k. öff. Bibl. Stuttg. I, 1. 12 178 Histor. Handschriften in Folio Nr. 402. 403. 402. Perg., X. — XI. Jahrh., 211 Bl. In zwei Spalten geschrieben. Holzbd mit Lederüberzug. Aus dem Stift Komburg (dort nr. 27 §). Historia ecclesiastica / tripartita] ex Socrate, Sozomeno et Theodorito de grseco in latinum translata. Libri XII. Verzeichnet hei Grüter, Merkw. d. Comb. Bibl. S. 20. 403. Pap., XVI. Jahrh., 102 Bl, ■ Holzbd, Aus dem Stift Komburg (dort nr. 16). I. Bl. 1—33. C. Crispus Sallustius, de conjuratione Catilinse. Dem Text sind teils am Hantle, teils zwischen den Zeilen kurze erklärende Anmerkungen beigeschrieben. IL Bl. 34—102. Publ. Ovidius Naso, metamorphoses. Anmerkungen sind, in der gleichen Weise wie beim vorigen beigeschrieben, eiber nur bis Hb. IV fab. 'S. Der Text selbst reicht bloss bis zu Hb. V fab. 4; von fab. 5 und 6 sind nur noch die argumenta vorhanden. Die am Schluss weggeschnittenen Blätter mögen das Weitere enthalten haben. Der Kodex scheint von Schülerhand geschrieben zu sein, Darauf deutet die Spielerei hin, lateinische Worte zuweilen mit griechischen Buchstaben wiederzugeben. Da der Schreiber dem sallustischen Buch Namen und Wappen des „Leonardas de Egkh", den Metamorphosen, zwei Wappen mit „L. E." und „Halderin"*) bezeichnet vorsetzte, so könnte Oswald von Eck (gest. 1573), Sohn des Leonhard, der Schreiber sein; jedenfalls gelangte die Handschrift aus dessen Bibliothek in den Besitz des Stifts Komburg. Die Noten dürften von einem seiner Lehrer stammen, dessen \'orname in dem Vorwort zu Sallust mit dem Wort „Johs" angedeutet zu sein scheint, während für den Zunamen (Aventinus?) ein leerer Hemm gelassen ist, Zwar sehreibt der alte Katalog bei Gräler, Merkw. d. Comb. Bibl. S. 19 und die Überschrift auf dem Bücken des Buchs den Kommentar dem Baphad *) Leonhard von Ecks Mutter war eine geb. Haider; s. Freyberg, Samml. hist, Schriften 3, 350. Histor. Handschriften in Folio Nr. 404. 179 Regius zu, aber diene Autorschaft könnte unter allen Umständen Mos* für den Kommentar zu den Metamorphosen angenommen werden, da Regius einen soleheu zu Sallust gar nicht geschrieben hat. Vergleicht man aber den bekannten Kommentar des Regius zu den Metamorphosen mit dem vorliegenden, so sieht mau alsbald, dass nicht einmal dies zutrifft, also jene ältere Notiz über den Verfasser ganz irreführt. Es ist überhaupt hein fortlaufender Kommentier, sondern blosse abgerissene Noten. Gräter registriert den Kodex a. a. 0. S. li) und bespricht ihn &. SS. 404. Pap., XVI. Jahrh., 208 Bl. Papier decke. Aus dem Stift Kombierg (dort nr. 23). Aventiniana. /. Bl. 1—14. Verzeichnis der gedruckten und ungedruckten Quellen Aventins (mit Ausnahme der antiken Schriftsteller), ferner der Werke, die er herausgab oder fertig hinterliess oder zu schreiben vorhatte, endlich »ab Aventhio prsestita" mit dem Untertitel: „Index germanicus eorum, qu;e Aventinus mandato Ducum Bavaris3 conquaesivit." Der Verf. (Erasmus Neustetter? s. zu nr. 407) ist einerseits mit dem Arbeitsmaterial und dem. Nachlass Aventins genau vertraut, andcrer- N <''ts zeigt er Interesse für Komburg (s. die Notiz am Schluss) und Bekanntschaft mit dem Bestand der dortigen Bibliothek (s. p. 5. 11). 2. Bl. 17—32. Fragment aus dem ersten Buch von Aventins Annales ducum Bojarise von S. 30 hin. 5 bis S. 43 hin. 15 der Riezlerschen Ausgabe (Joh. Turinairs gen. Areutiuus sämtliche Werke Bd. 2). Kopie mit Korrekturen des Yerf. Bl. 29 gehört vor 25, Bl. 28 nach 32. 3. Bl. 33—138'. Bruchstücke des Originalkonzepts zu Aventins B -\Verischer Chronik. a. Bl. 33—54' — Lexersche Ausgabe Bd. 1 (in Turmairs Werken Bd. 4) S. 740 hin. 24 bis S. 818 hin. 26. b. Bl. 55-08' = dies. Ausg. Bd. 1 S. 1110 hin. 27 bis S. 1145 hin. 25. c. Bl. 69-76' = dies. Ausg. Bd. 2 (Werke Bd. 5) S. 213 Leu. 18 bis S. 231 hin. 30. d. Bl. 77-138' = dies. Ausg. Bd. 1 S. 195 hin. 30 bis S. 375 hin. 11. Von Aventin mit flüchtiger Hand geschrieben und durchkorrigiert, von liexer benutzt und in seinem Vorwort Bit. 2 (bezw. 5) p. III f. beschrieben. 180 Histor. Handschriften in Folio Nr. 405. 4. Bl. 139—194. Bruchstücke des Originalentwurfs von Aventins Annales ducum Bojariffl (aus dem zweiten, dritten und vierten Buch). a. Bl. 139—148 — Biezlersche Ausg. S. 169 hin. 11 bin S. 183 Liu. 20. h. Bl. 149-166 = dies. Ausg. S. 207 hin. 20 bis S. 238 hin. 33. c. Bl. 167—174 = dies. Ausg. S. 501 Liu. 14 bis S. 570 Bin. 25. d. Bl. 175-181 - dies. Alis;/. S. 408 Liu. IL bis S. 418 hin. 33. e. Bl. 183—194 — dies. Ausg. S. 284 hin. 15 bis S. 332 hin. 1. Diese Bruchstücke sowie andere dazu gehörige, aber nach M'olj'eu- bi'itlel gekommene hat Biezler rar sich gehabt, aber für die Gestaltung des Textes keinen Gebrauch daran gewacht; s. Nachwort zu Bd. 3 der Werke Turmairs S. 538 f. 5. Bl. 195-208 (in Quart) Abschrift der durch Aveiitin aufgefundenen Regensburger Handschrift von Cassiodors Chronik, für Aventin gefertigt, der Noten beigesetzt hat und in seinen Schriften diese Chronik öfters citiert (s. Wiedemann, Joh. Turmair B. 144 f.). Die Abschrift beginnt erst mit dem Jahr 385. Ihr Text entspricht den Seiten 050 — 050 -\- 571 f. des Mommsenschen (Abhandl. der sächs. Ges. d. Wiss. Bd. 8, Phil. bist. Kl. 3). Die letzten Blätter (200 — 208) sind mit verschiedenen historischen Notizen und Auszügen aus Heiligenleben angefüllt. Gräter, Merkw. der Comb. UM. S. 19 erwähnt diese Handschrift unter dem auf S. 1 stellenden Spezialtüel: Germanica promiscue qua ab Aventino eilantur. Lexer giebt ihr die Chiffre 0, Miezler die Ctiiffre I). Eingehend ist sie beschrieben von W. Meyer (Abh. der bayer. Akad. Kl. I Bd. X VII Abt. 3 S. 751 f.). 405. Pap., Ende dex XV. Jahrh., 118 BL Holzbdim.it Lederüberzug. Ursprünglich Eigentum Oswalds von Eck, dann für die StiftsbiJiliothek Komburtl erkauft (dort nr, 33 a), van da nach Aufhebung des Stifts hiehcr gelangt. I. Bl. 2—85. Ärteas Sylvius Piccolomineus, Europa (fälschlich rem anderer Hand mit dem Titel versehen: de Ins, qure sub Cesare Fn- derico tertio per Germaniam gesta sunt). Voraus geht, tele in der Ausgabe dieses Buchs bei Frehe.r, Genn. rer. scriptores 11, 37 ff., des Verfassers Epistola ad Antoniuni I Cerditnum ] Cardinalem Ilerdensem d. d. 4. Cid. April. 1458, welche in den Opera Anece Sylvii weggelassen ist. Das Vorsetzblatt enthüll eine genealogische Notiz von einer Hand des XV. Jahrh. über den aus Schwaben stammenden Bischof Wolf gang von Begensbnrg (gest. 994)- Histor. Handschriften in Folio Nr. 406. 407. 181 H. Bl. 90—118 (von anderer Hand als I ). Raymundi de Marigliano index locorum in commentarios (sie) Caesaris belli gallici descrip- torum et nominum, quae eis prisca nostraque aetas indidit. Dieser Iudex wurde öfters teils in älteren Ausgaben des Ccesar, teils besonders gedruckt. Über ihn und seinen Verfasser, welcher gewöhnlich als Haimund de Marliano vorkommt (gest. 1475), cergl, Paquot, mein, pour servir d l'hisf, litt, des Pays-bas 2, 210f. Angehängt ist eine auf den Index bezügliche Epistola Francisci [Todeschini-Piccolomini] Cardinalis Senonsis ad ü. Jo. Troster prse- positum Maticenscm (/. iL 0. Dez. 1170. Der Schreiber des Briefs hatte im J. 1503 auf wenige Wochen den päpstlichen Stuhl inne als PiusIIL; Joh. Troster, vielmehr Tröster korrespondierte auch mit Dins II. Der Kodex ist verzeichnet von Gräter, Mcrkiv. d. Comb. Bibl. S. 10. 406. Pap., XVI. Jahrh., 204 Bl. Lederbd. Ursprünglicher Besitzer der Handschrift ist Oswald von Eck, aus dessen Bibliothek *'« auf demselben Wege wie in: 407 und 408 an das Stift Komburg kam (dort nr. 18). Unndtschafft hanndlung die auf Sannt Anndreen Tag Ao XV«o zu Lanntshut gehallten ist wordenn. Die Verhandlungen dieses Landtags sind gedruckt in dem Buch: die Landtage im Herzogtum Baiern von den JJ. 1515 und 1516 o. 0. 1804. 8. Der Kodex ist verzeichnet in Gräter, Merkiv. d. Comb. Bibl. S. 10. 407. a-g. Pap., XVI. Jahrh,, a. 123, b. 270, c. 135, d. 356, e. 201, f. 94, ij. 389 Bl, Lederbd. Aus dem Stift Komburg (dort nr. 26. a—g). Johannes Aventinus, annales Bojorum libri VII. (Bücher und Bände decken sich.) Diese Handschrift ist nicht Autograph des ) elf assers, wie noch " ledeniann in seinem Buch: Johannes Turmair gen. Aventinus S. 270 bef iauptet, sondern eine Absehriff, die aber zu Lebzeiten Aoentins und unter seinen Augen gemacht wurde. Vereinzelte kleinere Korrekturen und Nachträge stammen von seiner Hand, Als ursprünglicher Besitzer giebt 8w A durch Eintrag seines Namens in mehrere Bände Oswald von Eck zu 182 Histor. Handschriften in Folio Nr. 408. erkennen, ein Zögling Aventins. Derselbe hat in ein Exemplar des ersten Drucks r>on Aventins Annalex •Bojorum folgende Notiz eigenhändig eingetragen (s. Dolpii spicilegium observationum de .Ja. Aventino in Schelhorns amoen. litt. 8,458): „Ego a morte Aventini (1534) parte») illorum [seil, annalium] semper domi mece habui, altera* tomos patris mei bibliotheca reservavit." Es ist wohl anzunehmen, dass Oswald von Eck nach dein Tode seines Vaters, des berühmten bayerischen Staatsmanns Leonliard von Eck (gest. 1550), alle diese Annalenbände in seinem Besitz vereinigte. Er versah sie mit ziemlich wertlosen Randnoten. Als er nun aber in Gant geriet (1564), kaufte der Würzburger Domherr Erasmus Neustcttcr, genannt Stürmer (gest. 1595), über dessen Lebenslauf Bidand im Archiv des last. Vereins von Enterfranken und Asciiaffenburg Bd. 12 II. 2. 3 S. 3—8 und Seiht im Anh. zu seiner Biographie des Franc. Modius (Studien zur Kunst- u. ünlturgeschichte II 1882) S. 56—60 Auskunft geben, mit anderen Teilen der Eckscheu Bibliothek auch diese sieben Bände Annales. Er Hell sie dem Nik. Üisncr, als dieser eine (zweite) Ausgabe derselben veranstaltete (gedr. 1580). Neustetter war Dechant des Bitterstifts Korn- bürg, zog sich in seinen späteren Jahren dahin zurück und gründete dort eine ausgezeichnete Bibliothek. Einen Bestandteil der letzteren bildete nunmehr dieser Kodex bis zur Aufhebung des Stifts. Zur Geschichte desselben vergl. Grälcr, Merino, d. Comb. Bibl. S. 12 ff. SO. Wiedemann, Joh. Turmair gen. Aveniinus S. 270. Sigm. Bieder benutzte dm zu seiner Ausgabe von Aventins Annales dueum Bojarice in Turmairs Werken Bd. 3 (unter der Chiffre B). Übrigens behauptet W. Meyer (philol. Bemerkungen zu Aventins Anndien in den Abh. der bayer. AJsad. Kl. I Bd. XVII Abt. 3), dass diese Benützung nur zum Nachteil, des Textes ausgesehlagen sei, indem die Abschrift unseres Kodex, obgleich wahrscheinlich identisch mit der durch den Mag. Steph. Gärtner auf Anordnung Aventins und aus seinem Auto- graph im J. 1525 gefertigten, doch ein nachlässiges Machwerk sei. Miezler (a. a. 0. Kl. III Bd. 17 Abt. 3 f, Serapeum 1859. Intell.-Bl. nr. 10 p. 76). 184 Histor. Handschriften in Folio Nr. 410. 410. Penj., XII Jahrh., 111 Bl. In zwei Spalten geschrieben. Mit Federzeichnungen und verzierten Initialen. Ilolzbd. Aus dem Kloster Zivicfdlten (dort nr. 170). Paulus Orosius, historiarum libri VII adversus paganos. Voran geht Bl. 1 dasselbe Testimonium de Orosio aus Gennadius, de viris illustribus, welches auch in der Havercampischen Ausgabe des Orosius nach den Vorreden eingeschaltet ist. Obgleich hierauf Bl. 1' zu lesen ist: Incipit cronica Orosii hystoriographi, folgt dennoch dieses Buch nicht unmittelbar, sondern zunächst, wie in Cod. Bern. nr. 128 und 169 (cf. Catal. Codd. Bern. ed. Hagen p. ISO f. 236), ein chronologischer Abr/ss der alten Geschichte, abgesehen von einigen Meineren Ahneichungen identisch mit dem in Cod. Bern. 128, wie er bei Pattmann, Geschichte der Völkerwanderung 2, 504—506 wiedergegeben ist. Die Anfangsworte sind: Bl. T. Adam cum esset annorum Bl. 2. ducentorum triginta, gemrit Setli. Der Schluss: BL 2'. Et a consulatu Mamertini et Neviftulc (d. 362 u. Chr.) usque in consnlatum lierculiani (J. 452 u. Chr.) anni XC1. Fiunt ergo ab Adam usqne in hunc eonsulem anni VDCCCCXLV1I1I. Im Berner Kodex 128 folgt nach dieser Jahreszahl noch das Weitere: in VIII Kl. April., hei aus aber: Darius annis VI, was in die vorige Spalte cor: „liic est quem Alexander vieit" hineingehört. Über diesen Chronographen (von Anfang der Welt bis 452) vergl. PaUmann a. a. 0. 2, 233f. Er ist in unserem Kodex p. 1' eingeleitet durch Darstellungen aus der biblischen Urgeschichte: Adam und Eni, die Arche, Noahs Euf- blössung. Ihm folgen die Inhaltsangaben zu Orosius, dann der Prolog, dessen Grenze gegen den eigentlichen Text ganz ebenso gezogen ist, wie in dem Druck Schüsslers in Augsburg vom d. 1471 (siehe die llarercampsche Anmerkung zu I, 1), endlich der Text der Chronik mit Marginal- und Interlinearnotcn. Letzterem fehlt der Schluss von VII, Hl nach der Zählung des Kodex oder von VII, 24 nach der Zählung der Havercampschen A usgabe an. Die Handschrift ist beschrieben von Gerchen, Reisen durch Schwaben u.s.W. 1, 71 f., eon Haas (ed. Merzdorf) im Serapcum 185!). InteU.-Bl. nr. 10 S. 74. Histor. Handschriften in Folio Nr. 411. 185 411. Per. Stephani epistola. Epistola Luciani presbyteri de inventione S. Stephani. Üe inventione et translatione dextrsB nianus S. Stephani ex Ni- ceph. 14, 9. De translatione gloriosissimse nianus dextrse S. Stephani e Grsecia in Russiam, c Russia in Poloniam, e Polonia in Sucviani et monasterium Zwifaltense ex Ortliebo monacho et historico Zwi- faltensi. Aus letzterem Stück borgt Sidger, annal. Zwicfalt. 1, 98—100. Vergl- auch Fol. nr. 513. 415. Peru., XII. bezw. XIII. Jahrh., 152 Bl. Holzbd. Aus dem Kloster Zwief alten (dort nr. 171). 1. Bl. 1 — 6. Chronicon Zwifaltense minus. Obiger Titel ist den kleineren Zwiefalter Annalen erst un 17. Jahrh. vorgesetzt und zugleich die Notiz beigeschrieben worden- scribi coeptum 1138, was nach verschiedenen Anzeichen als richtig erscheint. Die erste Hund schreibt bis zum J. 1162: eine andere setzt die Chronik fort bis zum J. 1221. Nur sechs Einzeleinträge sind zu bemerken, welche nicht von dem ersten Chronisten oder seinem Fortsetzer ,• sondern von drei verschiedenen anderweitigen Schreibern stammen (a. a. 1101. 1148. 1156. 1158. 1169. 1175). 0. Abel hat diese Chronik in Verbindung mit dem Chronicon Zwifaltense majus (Theol. Q. nr. 141) in den Mon. Germ. SS. X p. 53 ff. ediert, jedoch den Text erst vom J. 900 an vollständig aufgenommen. Beide Chroniken sind bei ihm auseinandergehalten, während Hess, monum. guelf. ]>. 216 — 233 sie zusammengeworfen und, was ihm darin unbedeutend schien, unterdrückt hat. ffistor. Handschriften in Folio Nr. 415. 189 //. Bl. 7—18. Kleine Traktate chronologischen, astronomischen und astrologischen Inhalts. Einige derselben finden sich, zum Teil mit Unrecht, unter Bedas Werken, wenigstens in den älteren Ausgaben. Die bedeutenderen der zu diesem Stück gehörigen in Schwärs und Rot ausgeführten Federzeichnungen, sowie die anderen, welche den Text des Usuardus (■«. unten) begleiten, beschreibt Waagen, Kunstwerke und Künstler in Deutschland 2, 188f.; auch Weltmann, Gesch. der Malerei 1, 284, Janilschek, Gesch. der Malerei S. 123 f. berühren dieselben. Hl. Bl. 19'—87. Usuardi monachi martyrologium. Dem Text gehen voraus zwei blattgrosse Federzeichnungen, 'Welche Waagen 9. InteU.-Bl. nr. 10 S. 73. 192 Histor. Handschriften in Folio Nr. 419. 419. Perg., zweite Hälfte den XII. Jahrh., 49 Bl. Von verschiedenen Hunden geschrieben. Leder decke. Aus dem Kloster Zwiefalten [dort nr. 189). I. Bl. 12. Vita S. Ernesti abbatis Zwifaltensis et martyris. Der heil. Ernestus, über welchen Ch. F. Stalin, wirt. Gesch. 2, 81, 700 zu vergleichen, war Abt in Zwiefalten zwischen 1441 und ILIO, resignierte dann und machte, den zweiten Kreuzzug '«"' (cf. Ännal. Zwifalt. a. a. 1147. 1148), bei welchem er in Gefangenschaft geriet und 1148 den Märtyrertod in Mekka (?.') erlitten haben soll. Seine Biographie, nach Angaben seiner Begleiter verfasst, enthält ein paar brauchbare Notizen über das Kreuzfahrerheer, welches im Gefolge Ottos von Freisingen im J. 1147 durch Kleinasien zog ('litigier, Studien zur Geschichte des zweiten Kreuzzugs S. 10. 14" bis 100). Tu unserer Handschrift fehlt der Sehluss dieser Vit« (Martyrium und Translation des Heiligen). Derselbe kann oiis Bochenthalers Abschrift eines rollständigen Kodex oder des vorliegenden Kodex, solange er noch vollständig war (s. Fol. nr. 430), auch aus Sulger, anual. monast. Zwifalt. 1, 110 — 119 ergänzt werden. Neuerdings haben von dieser Vita aus unserem Kodex Abschrift genommen 0. Abel und Joffe". Eine Ausgabe mit weitschweifigem Kommentar und Auctarium beabsichtigte Bocheutha/er; das Konzept dazu s. in Fol. nr. 412, die Reinschrift in Fol. nr. 471- IL Bl. 3—49. Collectionarius. Eine von verschiedenen Händen zusammengetragene, des Anfanges und des Schlusses entbehrende, auch in der Mitte defekte, ungeordnete Sammlung von Exzerpten aus Kirchenvätern und Theologen, aus päpstlichen Dekreten und Beschlüssen von KircheneersamW- hingen über Gegenstände der Dogmatüe, Ethik, Liturgik, des Kirchenrechts; zwischen hinein Erörterungen über lateinische Synonymen und kurze Erklärungen biblischer Fremdwörter und Eigennamen. Es sind dabei schon vorhandene Sammlungen benutzt, so: Bl. 4' Mitte bis Bl. 5 oben des Prosper Aquitauus Liber sententiarum ex August/uo; Bl. 11. 12 in dem Abschnitt, welcher mit den Worten beginnt: incipiuut proprietates verborum, die Differential sermonum, wie sie Hagen aus Berner Kodices in seinen Aueedota helrefica (Gramm, laf, Suppl.) p. 275 herausgegeben (wozu zu oergl. Auetores Intime linguic cum e Histor. Handschriften in Folio Nr. 420. 193 notis Gothofredi. S. Gervasii 1602. App. p. 79 ff. Isidori Opp. ed. Arevalus 7, 426 ff.). Dieser Kodex ist besehrieben von Haas (ed. Merzdorf) im Serapeum 1859. Intell.-Bl. nr. 11 8. 85 f. 420. Perg., XIII.—XVIII. Jahrk, 31 Bl. Holzbd. Aus dem Kloster Zw iefalten (dort nr, 17G). Necrologium Zwifaltense (B). Die erste Seite ist von zwei- stellenden männlichen Figuren ausgefüllt, Welche beide Federn in den Händen Indien. 'Au Uäupten der einen steht die Bezeichnung: Wernherus pictor, zu Uäupten der anderen: Reinhardus Mündlich, d. h. Reinhard ran Munderkingen. Der ersten- zeichnete da ar chitektonische Einrahmung für die (der) Kolumnen, der zweite schriet/ die ältesten Einträge, mit denen das Nekrologium begonnen wurde; er entnahm sie dem älteren Necrologium Zwifaltense (A), welches den ScUuss unseres Cod. theo!. Q. nr. 141 bildet, machte aber zu einigen derselben Zusätze, welche teils auf mündliehen Traditionen, teils auf schriftlichen Aufzeichnungen des Klosters zu beruhen, scheinen und mit den beiden Chroniken desselben im Einklang stehen. Reinhard legte das Nekrologium wahrscheinlich schon um den Anfang des XIIL Jahrhunderts an, zur Zeit (US er noch einfacher Mönch war (daher kein Amtstitel bei seinem Namen); später war er zweimal Abt in den JJ. 1232 — 34 und wieder 1251-53. Das Nekrologium B ist wie das Nekrologium A im Laufe der Zeiten durch neue Anzeichnungen vermehrt worden weniger im Mittelalter als in der Neuzeit und zwar bis in die ersten Jahrzehnte des XVIII. Jahrhunderts nerein. Lücken, welche sich in beiden Nekrologien (A und B), namentlich "<■ den Monaten Oktober und Dezember finden, lassen sich aus Bochen- 'ha/ers Zusammenstellungen Fol. nr. 470 ergänzen. Eine Beschreibung dieses Kodex giebt Biezler im Eürstenbergischen Ur- kundenbuch Bd. I S. 1; vergl. auch Haas (ed. Merzdorf) im Serapeum 185!). Intell.-Bl. nr. 11 p. 83; Ch. 1<\ Stalin, zur Gesch. u. Beschr. alter u. neuer Bücher,«. S. 35. 37. Bei seiner Veröffentlichung des Necrologium Zwifaltense hat Hess, monum. guelf. p. 334—353 diesen Kodex mit zu Grunde gelegt, aber bloss die älteren Partien und auch diese nicht ohne erhebliche Weglassungen ausgehoben. Eine vollständige Ausgabe hat nunmehr (1888) Baumann besorgt im ersten Band der Necrologia Germania: (Quartserie der Mon. Germ, hist.) p. 340—368. Über den historischen Wert dieses Nehrologiums vergl. Ch. F. Stalin, wirt. Gesch. 3, 33. Ein Urteil über die Federzeichnungen auf S. 1 geben Waagen, Kunstwerke und Künstler in Deutschland 3, 190 f. und Janitschek, Gesch. der Malerei S. 134; vergl. auch Woltmann, Gesch. der Malerei 1, 388. Handjchr. d. k. üff. Bibl. Stuttg. 1,1. 13 194 Histor. Handschriften in Folio Nr. 421. 422. 421. Perg., XV—XVI. Jahrk, 188 Bl. Rolzbd. Aus dem Kloster Zwiefalten (dort nr. 93). Nekrologium und Anniversarienbuch der Kartause Güterstein. Wie gewöhnlich als Kalender angelegt Die Einträge sind von verschiedenen Händen. Manchmal, fehlen die Jahreszahlen und muss das Todesjahr der betreffenden Personen auf anderem Wege ermittelt werden. Soweit die beigesetzten Jahreszahlen massgebend sein können, ist zu sagen, dass die Einträge sieh fast durchaus in der Zeit zwischen 1420 und 153a beiregen. Als ganz vereinzelt gehen diesem Zeitabschnitt voraus die Daten 1392, 1395, 1398, 1406, 1419. Die Aufhebung der Kartause erfolgte bald nach 1532. Am Schluss ein Personenregister. Erwähnt unter den Ziviefaltcr Handschriften von Haas (ed. Merzdorf) "" Serapeum 1S59. Intcll.-Bl. nr. G S. 41, ferner von Gh. F. Stalin, zur Gesell. aU- und neuer Büchers. S, 35 und Wirt. Gesch. Bd. 3 S. 11. 422. Pap., XVII. Jahrk, 1496 S. Holzbd mit Leder überzogen- Ans dem Kloster Schönthal. Chronicon imperialis et exempti monasterii B. M. Virginis de Schoenthal Sacri Ord. Cisterciensis a venerabili P. Bartholomseo Kremer Amorbacensi, dicti loci professo, successive bibliothecario, pistrinario, bursavio, priore, (|iii obiit Heilbronnae in nostris sedibus anno D. 1GÖ3 »tat. 72 comp'-. sepultus in ecclesia monialium S. Clane Virginis, conscriptnm ex varus raonnmentis et documentis tarn nostris quam alienis. Pars I. ab origii' c monasterii continet (i quinqnagenas nsqne ad annmn Cbristi 144G inclus. Der Band ist ran Kremers Hand geschrieben; nur der Titel rührt rmi einem jüngeren Klöstergenossen des Verfassers her, dessen Zahlen übrigens nicht verlässlich sind; denn Kremer starb den 12. März 1661 und die letzte Urkunde dieses Bandes ist com J. 14-19, so dass damit aller- diiigs auch die sechste „quinquagena" (Abschnitt rem 50 Jahren) roll wird. Hin zweiter Teil fehlt. Schönhuth (Chronik des Klosters Schönthal S. 16«) hatte ein ans zwei Händen bestehendes Exemplar cor sieh (ob damit aneh mehr Text, fragt sieh) und benutzte es als Hauptquelle. Unser Exemplar ist von Mone für die Erklärung der „Series abbaticw et memorabilia" desselben Kremer benützt worden; s. Mone, QueUensammlung der badischen Landesgeschichte TV, 1 S. I4äff. Histor. Handschriften in Folio Nr. 423. 424. 195 423. P «p-, XVI. Jahrk (nelst Anhang vom AVIL), 494 S. Pappbd. Aus dem Kloster Schönthal. LLorenz Fries], Kurze und wahre Beschreibung des hochgefreyten löblichen Stiffts Würtzburg Ursprung, wie der zu dem heiligen christlichen Glauben kommen u. von einem Bischove zu dem andern regiert worden. Die Geschickte der Bischöfe ist liier nur bis Lorenz von Bioret Iffest. 1519) ausführlich gegeben; den auf ihn folgenden 6 Bischöfen sind trzere Lebensbeschreibungen durch einen Zeitgenossen des Bischofs Joh. °ttfr. v. Aschhausen (1617—22) in einem Nachtrag gewidmet. Vcrgl. hiezu Fol. nr. 115. 122. 316. 4^4. a. lt. c. d. P <*P-, XVII. Jahrk, a. 259, b. 232, c. 250, d. 280 Bl. Pergbd. Früher im Besitz des Bitterkantons Neckar. Heinr. Bullinger (gest. 1575), Von den Thigurineren und der Stadt Zürich Sachen. Tl. 1 in 8 Büchern, mit Vorrede von 1578/4, kopiert von Hans K °nr. Bläuler (?) 13. Jul. bis 3. Nov. 1638. ■ Tl. 2 in 14 Büchern, rnit Vorr. v. OH. 1574, kopiert von demselben 14. Nov. 1638 bis 26. Sept. '• ■'■ — Tl. 3 mit undatierter Vorr., kopiert von demselben IV. Mai 1( ' 4( > bis 20. Febr. 1641. — Tl. 4 ohne Vorr., kopiert von einer an- deren älteren Hand. Tl. 3, 4 haben den besonderen Titel: „Historien °((-r Geschichten, so sich verlaufen in der Eydtgnoschafft, iusonders zu '«rieh i n Änderung der Religion und AnricJitnng einer christenUc.hen Jle- formation« und gehen von 1519 ...... 32. Als Vorsetzblätter finden sich in Bd. a. c. und d. Kunstblätter, Kelche in den JJ. 1673, 1680 und 1688 au die Züricher Jugend als Neu- J " f 'rs(/abe verteilt wurden. 196 Histor, Bandschriften in Folio Nr. 425. 42G. Pap., XVII. Jahrb., 776 S. Pergamentdecke. Früher Eigentum des Bäterkantons Neckar. Wiguleus Hund von Sulzenmos (gest. 1588), Bayerischen Stammenbuchs der dritte Theii. Kopiert zum kleineren Teil von Oswald, zum grösseren von Joh. Jak. Gabelkover, welch letzterer auch ein Register der Familien dazu ausgearbeitet hat. Am Anfang scheint dem Original, welches den Gabelkovern vorlag, ein Blatt gefehlt zu haben. Dieses dritte Buch, ist zum Druck befördert von Freyberg in dessen Sammlung historischer Schriften und Urkunden Bd. 3 S. 159—797. Die ersten zwei kamen heraus Ingoist. 1598. Am Schluss findet sich ein Diplom Kaiser Rudolfs IL betr. die Herrn von Fräncking d. d. Drau i. Nor. KHK), von Oswald Gabelkover geschrieben. 420. a. b. Pap., XVIII. Jahrh., a. 1396, b. 1644 S. Pergbd. Ursprünglich im Besitz des Bitterkantons Neckar. [Joh. Ulrich Pregizer d. Alt.] Wirtembergische Historie. Der Verfasser ist nicht genannt. Was aber Joh. U/r. Pregizers Sohn d zwei Originalpergamentblätter mit, türkischer Schrift aus Ungarn gebracht 2. Dez. 1685 ,,a, catholico niilite, Zwifaldce confesso". tu» Pap., XVII. Jahrk, 82 Bl. Pappbd. (scharte früher dem M. Heinr. Jak. 'Sprint/, Pfarrer in Metier zimmern (1729—38). 1. Bl. 1—30. Jakob Frischlin, Schöne lustige kurtzweilige Antiqui- tßten und denkwürdige Geschichten vom Ursprung' der Vestung Holien- Asperg, der Statt Marggröningen . . . der Statt Vayhingen . . . des Closters Maulbronn . . . der Statt Bietigkheim .... der Statt Besigkbeim . . . Bin- öigkheim ..... Brackenheim . . . Güglingen . . . dess gantzen Stromberger Vorsts u. Zabcrgews Beschreibung .... auss alten Monumentis, Briefen und Biiechern zusamengebracht. 2. Bl. 31 -82. Dessgleichen von der Statt Laupha am Neckher---- Hailbronn . . . Neckersulma .... Ncwenstadt .... Meckmühl .... Wid- dern .... Closter Schoenthal . . . Graafsckaft Lewenstein, .... Statl und «raafschafft Weinsperg .... Statt Beullstein .... Closter Liechtenstem .... Statt Botwar u. s. w. -*«/>•, X.VIII. Jahrh., 50 S. (das Gedruckte nicht mitgerechnet). Pappbd. Früherer Besitzer Clin. Fr. Sattler, Geh. Archivar. Monumenta lapidaria Romano-Heilbronnensia in agro Beckingensi inventa Perpetuis annotationibus, quoad singula, illustrata a Johanne Henrico Seu- ■erto, Spir., gymnasii Heilbronnensis rectore et bibliotheese publica admi- nistratore. 1713. Vorgeb. desselben gedrucktes Programm: de monumentis Bomano- l'etlbronnensibus Beckingce inventis, als Einleitung zu Abschiedsreden desselben Inhalts von drei Gymnasisten, 1714 in Heilbronn herausgegeben. Der Verf., geb. zu Speier 17. Nor. 1(>50, gest. 12. Apr. 1722, war Rektor am Gymnasium in Heilbronn von 1692—1718; vergl. Finckh, Ver- 200 Histor. Handschriften in Folio Nr. 434. 435. 436. zeiclmis der Lehrer an der Gelehrtenschule und der Realamtalt zu Heilbronn (ib. 1858) S. 16. Über den Gegenstand der Seufertschen Programme s. Beschr. des (JA. Keilbronn S. 156—159. 434. Pap., XVIll. Jahrk, 606 S. Pappbd. Historische Beschreibung, wie das Herzogthum Würtemberg durch Acqniei- tiones von Grav Ulrichs zu Würtemherg Zeiten an zu einer so beträchtlichen Grösse erwachsen, nebst genealogischer Beschreibung einiger fürstlicher, grävlicher, freyherrlicher und anderer Geschlechter beschrieben von Christian Friderich Sattler, Geb. Archivario. Anno 1746. Diese laut der Zuschrift an den Herzog Karl auf Anbefehlen des Geh. Reg.-Bats Zech gefertigte Arbeit bildet die Grundlage für Sattler* 1752 im Druck erschienene „Histor. Beschreibung den Herzogthums II nrt- temberg", mit welcher sie sowohl den Stoff als das Anordnungsprinzip im allgemeinen gemein hat. Im einzelnen ist im Buch vieles andern gefasst, reicher ausgeführt, verschieden geordnet. Pa V ., XVIII. Jahrh., 61) El. Pappbd. Beweis, dass dem herzogl. wiirtt. Hause ein Vorrecht zukäme, wenn die neunte Chur wieder besetzt würde. „Von D. [Joh. Friedr.] Schmidlin, lierzogl. wiirtt. Regierung^' Secretarius. 1791." So im alten Katalog. Die Schrift ixt ohne Titel- m. Pu r ., XV 111. Jahrb.. 12 PL Pappbd. Chn. Friedr. Sattlers, Geh. Archivars, Beschreibung des Wappenkleinods des Herzogthums Württemberg. 1740. Blieb ungedruckt trotz des in Mosers Bibliothek S. 262 ausgesprochenen Wunsches. Dass. auch unten Fol. nr. 61!). Histor. Handschriften in Folio Nr. 437. 438. 439. 201 Pap., XVIII. Jahrh,, 13 Bl. Papier decke. Memorabilia Aalensia 1350—1529. Unter diesem hinsichtlich der Zeit nicht ganz zutreffenden Titel sind Exzerpte ans Orusius' Annalen, Mosers reicJisstädtiscJiem Handbuch, Zeillers topographia Sueviw, Besolds monumenta inon. redir. u. s. w., vielleicht auch aus Rathausäkten von . la/en zusammengestellt. Pap., XVII. bezw. XVIII. Jahrk, 563 S. Pappbd. Balthasar Mütschelins, Kammerrats und Vogts von Nürtingen, Lantlbuch mit dem Titel: Beschreibungen aller Stadt, Schlösser, Marckt, Dörfler, Weyler, Hoff, Müllinen und Bargstall in Hertzogthumb Württemberg gelegen, Dieses Landbuch ist mit Nachträgen von mehreren Händen versehen, besonders aber von einem Archivbeamten des LS. Jahrh. ganz durchschrieben, welcher bei jedem Abschnitt Data aus anderen Landbüchern, namentlich dem vom J. 1628, aus Lagerbüchern und Archivalien aller Art beisetzte. T>ie S. 357 — 512 sind ebenso wie die Register am ScMuss ganz von diesem späteren Bearbeiter und bilden ein Einschiebsel in das sonst von alter Hand, geschriebene Landbuch. Vergl. Fol. nr. 186. löö. 186. ~>83. 301. 310. 439. Pap., XVII. Jahrh., 715 Bl. Lederbd. Diese und die folgenden Nummern bis 448 stammen aus der Sammlung des Staatsrats Jimin. in Petersburg.*) Russische Annalen (mit Zählung der Jahre nach Erschaffung der Welt, in russischer Sprache). Der Umfang ergiebt sich aus der folgenden Einteilung: Bl. 1—217. Drau Wassiljewitsch (der Schreckliche) 155:1 — 8-1. Bl. 218—509. Feodor Iwanowitsch 158-1 — 98. *) wohl desselben, dessen russische Geschichte in drei Oktavbänden von 1707 an herauskam; s. Schlägers Nestor 3, 273. 202 Histor. Handschriften in Folio Nr. 440. 441. 442. Bl. 510 699. Boris Feodorowitsch Godunow, gest. 1605, 13. Apr. JH. 700 -701. Cesarewitsch Feodor Borissowit-sch, gest. 1605, 10. Ji" L Bl. 7()2--7<)7. „Die Ausstossung aus dem geistlichen Amt" [des früheren MöncJis Otrepjew, der als Pseudo-Demetrkis auftrat/. 440. Pap., XV 11. Jahrh., 132 Bl. Pappbd. Genealogie der moskowitischen Zaren, Grossfürsten, Gebietsfürsten und Adelsgeschlechter (in rassischer Sprache). Das rassische Regentenhaus ist von Rürik bis zum „gegenwärtigen" 'Aaren and Grossfürsten Feodor Iwcmowitsch [1584—98] herabgeführt. 441. Pap., XVIII. (?) Jahrh., 301 Bl, Pappbd. Geschichte der skythischen Völker, — Mongolen, Tataren und Türken, geschrieben von Andreas Lyzloff 1692 (in rassischer Sprache). Gegenstand dieser Geschichte sind namentlich die Tataren der goldenen, der kasanischen und der krhnsciien Horde. Beigefügt ist eine von demselben Lyzloff ans dem Polnischen übersetzte Beschreibung des Lebens der Sultane in Konstantinopel. Öfters benützt von Staatsrat Gcrh. Friedr. Müder in seinen „Begebenheiten von Äzof" (Sammlung russischer Geschichte Bd. 2 l'clersb. 1730). 442. Pap., XVIII. Jahrh., ÖS Bl. Pappbd. Zur Geschichte des südlichen Russland (in russischer Sprache). 1. Dokumente. Peters II. Schreiben an das Kriegsheer der Saporoger Kosaken d. d. 13. Apr. 1720. Resolution des Geheimrats auf eine Bittschrift der Saporoger d. d. 22. Aug. 1728. Testament des Metropoliten Stephan von Rjäsan u. Murom d. d. 17. Nov. 1722. Histor. Handschriften in Folio Nr. -143. 444. 445. 446. 203 Schreiben Peters I. an den Oberst von Starodubsk. Sendschreiben der Saporoger an die Kaiserin Elisabeth Petrowna. Der Kaiserin E. P. Schreiben an die Saporoger mal anderes mehr. 2. Geschichte. Annalen der kleinrussischen Ukraine n. der benachbarten Gegenden mit den Namen und der Amtszeit der Kosakcnhetmanc (1506—34). Pap., XVI 11. Jahrk, 101 Bl. Pappbd. Annalen der Geschichte Kleinrusslands, teilweise auch des moskowitischen Reichs (bis 1734, in russischer Sprache). Beigefügt sind Schreiben Peters L, der Kaiserinnen Anna Iwanouma ">»l Elisabeth Petrowna. 444. 445. Pap., X I 111. Jahrk, 13 + 142 BL Pappbd, zusammengebunden. I Dokumentierte Nachricht darüber, wie der nomadische Stamm der Truchmenzen zwischen Khiwa und Astrachan zum ersten Male in Beziehungen zu dem russischen Reich trat (1748). II. Chronik von Pskow (Pleskau) und Nowgorod (1045—1547) mit dem Brief des Erzbischofs Wassian an den Zar Iwan III. (1480; s. Strahl, Gesch. Rtissl. 2, 360) und einer Stiftungsurkunde für eine Kirche zu Nowgorod, dessgleichen mit einer kurzen Geschichte der littamschen Fürsten. (Beides in russischer Sprache.) 44fi. Pap., XVIII. Jahr/,., CO Bl. Pappbd. Proces du malheureux Czarewitsch, fils de Pierre le Grand. Unter dieser französischen Überschrift ist folgendes in russischer Sprache Geschriebene zusammemjefasst: Das Manifest Peters I. wegen der Ausschliessung des Kronprinzen Alexci von der Nachfolge d. d. Moskau :> >- Febr. 1718; zwei Briefe Alexeis an seinen Vater und ein Dokument, kraft dessen er eidlich gelobt, nicht nach dem Throne zu trachten: von 20 4 Histor. Handschriften in Folio Nr. 447. 448. 44!). 450. der Kaiserin Eudoxia; neue Untersuchung- der That Alexeis infolge der Mitteilung über seine neuen Verbrechen gegen den Vater und das Gericht über ihn, das von Peter den höchsten Würdenträgern Kusslands übertragen wurde. 447. Pap., XVIII. Jahrk, 202 S. Kartoniert. Als älterer Besitzer ist ./. G. Apitz eingetragen. Nachricht vom Anfang und Zustande der Orenburgischen Kommission bis 1744, (1. h. bis zur völligen Einrichtung eines Gouvernements mit einigen historisch-geographischen Anmerkungen, Kissen und Tabellen von dem Kollegienrat Peter Rytschkow (in russischer Sprache). Eingefügt ist zu S. 233 ein Plan der Stadt Khiwa, zu S. 275 eine Kartenskizze der Reise durch die Kirgisensteppe zu, den schwarzen Kalmücken. 448. Pap., XVIII. Jahrh., 85 Bl. Lederbd. Dokumente betr. die politischen Beziehungen Russlands zu verschiedenen Mächten Europas in den JJ. 1745—56 mit einer historischen Einleitung. (Allen in russischer Sprache.) 449. Pap., XVIII. Jahrk, 2 Bl. Ungebunden. Ans den l'apicren des Begierungsrats Büttner (tjest. 1816). Specificatio Lehenmann u. Vasallen der Marggravschaft Baden-Durlach vom J. 1674. iru Pap., XVII. Jahrk, XXIII + 428 Bl. Puck and Eck in Pergament. Früher im Besitz des Geh. Staats- und Oberjustizrats Wcekherlin (gest. 1814). [Johann Oettinger], dess Herzogthumbs Württemberg Landbuch. 1623. Den Schluss bildet ton jüngerer Hand geschrieben ein „Projcct, weichergestalten die Statt und Ämbter, auch Closters Hintersassen nach 1 Iistor. Handschriften in Polin Nr. 451. 452. 453. 454. 205 dem landschaftlichen Catastro 1683 gegen den Fuess anno 1G29 aufgerichtet, disproportionirt seyn". Ändere Kopien s. in Fol. nr. 64. 483. 583: mit der letztgenannten Handschrift hat die gegenwärtige auch das „Projeet" gemein. 451. Pap., XVIII. Jahrh., 20 Bl. Pappbd. Ordnung unnd Verzaichnus aller Personen in der Canntzlei unnd zu Hove, auch wie es jedes Orts gehalten werden solle. 1556. Diese Ordnung rührt von Herzog Christoph von Württemberg her und ist gedruckt in Meiner« und Spittlers neuem götting. hüt. Magaz. 1, 673—696. Pap., XVIII. Jahrh., 4 Bl. Ungebunden. Von der Decoration des grossen Sahls in dem kön. Schlosse Rosenburg zu Copenhagen. Betrifft die Tapeten mit historischen Darstellungen. Pap., XVII. Jahrh,, 32 S. Pappbd. Ans ,1er Sammlung des Konsistorialdirektors Frommann, in welche es durch den Renthammersehretär u. Hofpoeten .Iah. -Iah. Fleisdunann gekommen. Testament des Prof. Martin Crusius (gest. 14. Febr. 1607) d. d. Tübingen 19. Sept. 1605. Geschrieben von Schreibershand, aber durch eigenhändige Unterschrift bestätigt und mit Marginalien ausgestattet von Cnmus. 454. Pap., XVIII. Jahrh,, 6 Bl. Ungebunden. Vorstellung der ungarischen Magnaten an den Kaiser I Joseph II. 1784], ins Deutsche übersetzt. 20(5 Histör. Handschriften in Folio Nr. 455. 456. 457. 458. 455. Pap., XVII. Jahrk, 10 BL Pappbd. „Ex archivo civitatis Montisbelgardensie." Les genealogies des comtes, comtesses, seigneurs et dames de Montbeliard depuis environ 400 ans en ca. Fragment, das zurückweist auf eine im Original vorausgehende Abhandhing über den Ursprung und das Alter der Stadt Montbeliard. Der bis jetzt unermittelte Verf. schrieb bald nachdem Duchesne Keine Histoire des rois, ducs et comtes de Bourgogne et d'Arles (Paris 1019—28) publiziert hatte. 456. Pap., XVIII. Jahrk, 3 Bl. Ungebunden. Tabellen über die Volkszahl in Württemberg. 1. 2. Seelenzahl des Herzogtums in den JJ. 1767 und 1797. 3. Seelenzahl von Stadt und' Amt Schorndorf 1769. 457. Pap., XVIII. Jahrh., 2 Bl. Ungebunden. Brief Kaiser Karls VI. an Herzog Karl Alexander von Württemberg d. d. 6. Febr. 1734. (Orig.) wo. Pap.. XVIII—XIX. Jahrb., 24 Bl. Pappbd. Aus der Sammlung den Konsistorialdirektors l'i-mnmann. Monumenta Bebenhusana. Grabsteine des Klosters Bebenhausen von verschiedenen Händen abgezeichnet. Nur bei dem ersten, der in Farben ausgeführt ist, steht ein Name: fec. M. le Pretrc M. C. Den Schluss bildet das Grabdenkmal Pfalzgraf Heinrichs von Tübingen (gest. 1336) in der Böblinger Kirche; vergl. Gh. F. Stalin, wirt. Gesell. :>, 707. Vergl. hiezu Fol. nr, 305. sie Histor. Handschriften in Folio Nr. 459. 460. 4C1— 4G8. 469. 207 459. Per»/., XIV. Jahrh., in Futteral. Mirabilia Roma; auf eine lange Pergamentrolle geschrieben. Nach dem Urteil von Dr. Ferd. Gregorovius eine wertlose Kompilation, verfasst wahrscheinlich in der ersten Hälfte des XIV. Jahrh. 460. Pap., XVIII. Jahrh., 5 JBl. Ungebunden. Solenner Leichenconduct des Erbprinzen Friedrich Ludwig von Württemberg. Dieser starb cor seinem Vater, dem Herzog Eberhard Ludwig, den *3. Nov. 1731. Das Aktenstück ist datiert Ludwigsburg den 21. Jan. 1732. 461—46S. (fallen aus). 469. Pap., XVII. Jahrh., 305 S. Pergbd. Aus dem Kloster Zwiefalten (dort nr. 205). Prothocollum über Ein u. Anders, wass sieh nach tödtlichen Hintritt weyl. des hochw. IT. H. Christophori Abbtens allhiesigen löbl. Gotteshausses Zwyfalten ......liiss zur u. nach der canonischen Eleetion n. Benediction eines andern u. new erwölten gnädigen Herren u. Vorstehers zugetragen u. verlofren hat. 1075 [bis 1685]. Die mit dieser Nummer beginnende Gruppe Zwiefaltischer Geschichtsquellen aus späterer Zeit, welche zunächst bis nr. 477 geht und dann sich in nr. 509 — 515 fortsetzt, hat (neben den älteren) neuerdings wieder bei Holeherr, Gesch. der Abtei Zwiefalten (1SS7) Beachtung gefunden. Auch Lindner er- wähnt fast alle diese Schriften in seiner Arbeit: „Die Schriftsteller und die um die Wissenschaft und Kunst verdienten Mitglieder des Benedictiner-Ordens im heutigen Königreich Württemberg vom .1. 1750 bis zu ihrem Aussterben" (Studien und Mitteilungen aus dem Bencdictiner-Orden Jahrg. III— VI 18S3 — 85). 208 Histor. Handschriften in Folio Nr. 470. 471. 470. Pap., XVII. Jahrh., 151 Bl. Gepresster Lederbd. Aus dem Kloster Zwiefdlten (dort nr. 190). Stephani Bocho-Vallii [Bochenthaler], monachi Zwifaltensis, collectanea: 1. Bl. 1—55. Imperialis monasterii Zwifaltach necrologia vetera: Reinardi abbatis, capitulare, extravagantium et benefactorum, ernderata et posteritati servata. 1G47. 2. Bl. 56—149. Sacrorum diptychorum monasterii Zwifaltensis Volumen alterum: tabulse mortuorum parentales sive necrologium novum ex majorum monumentis restitutum, digestum, notis et indicibus illustratum. .?. Bl. 150—151. Index magnus s. universalis omniuin Christi fidelium in hoc necrologio contentorum [bloss bis Adelbertus geltend]. Diener Zusammenstellung dienten als Quellen unsere (früher Zwie- falter) Kodd. Theol. Q. nr. 141 und Eist. Fol. nr. 420. Sie ergänzt aber einige Lücken derselben. Andererseits lässt sich der Iudex dieser Handschrift ergänzen uns Fol. nr. 473. 471. Pap., XVII. Jahrh,, 198 Bl. Pappbd mit Pergamentrücken. Aus dem Kloster Zwiefalten (dort nr. ItM). Ernestus elucidatus sive Vita S Ernesti......illustravit Steph. Bochen- thaler. 1660. Den rollen Titel s. oben bei Fol. nr. 412, dem Konzept zu dieser Reinschrift, welche com Autor offenbar für den Druck hergerichtet icurde. Dort findet sich auch die nähere Beschreibung des Werks. Zu der den Schluss bildenden Series abbatutn Zwifaltensium ist hier von späterer Hemd ein Zusatz gemacht, indem das Lehen des 48sten Abts Chph. Bassler bis zu dessen Tod 1675 fortgeführt ist, den Bochenthaler selbst (gest. 1663) nicht mehr erlebte. Dagegen fehlt hier, was im Konzept augehängt ist, die synoptische Zusammenstellung der beiden Zwiefalter Chroniken. Line weitere Kopie s. Q. nr. 176. Histor. Handschriftei] in Fol. Nr. 472. 478. 474. 209 472. Pap., XVIII. Jahrk, 111 S. Kartoniert. Aus dem Kloster Zwiefalten (dort nr. 20!)). De personis illustribus, rebus earum gestis atque historia imperialis mo- nasterii beatae virginis Marias in Zwifalten Ord. S. P. Benedicti Pars altera. Oomplectitur posterioi-um annorum centurias ab A. Chr. 1474 usque ad nostra hsec posti'ema tempora. Der Verfasser dieser Geschichte, deren erster Teil fehlt, ist unbekannt; jedenfalls schrieb er nach Sulger, dessen Annalen er lebhaft kritisiert. Die Handschrift bricht beim ./. 1555 inmitten eines Satzes ab, ohne dass die Seite zu Ende ist. 473. Pap., XV JJ. Jahrk, 363 + 62 S. Pergbd. Aus dem Kloster Zwiefalten (dort nr. 304). I. S. 1—363. Index universalis, historicus omnium...... utriusque .sexus Christi fidelium, monasterio Zwifaltensi......unquam addic- torum, ex necrologiis et nliis mscr. libris collectus et notis adumbratus a Stephano Bocho-vallio [Bochenthaler]. 1G44. Vergl. Fol. nr. 470. IL s. 1—62. Amphitheatrum germanicae nobilitatis. Schauplatz des uralten deutschen Adels ..... aus einem alten Turnierbuch [Geo. liiixners, in Verlegung] liier. Rodlers .... gezogen und in diese [alphabetische j Ordnung gebracht durch Bathuel, Xachors Spethen F., cremieolam Montensem [d. i. Steph. Bochenthaler in Mariaberg]. 1643. 474. Pap., XVII. u. XVIII. Jahrk, 11 Bl. Pergbd. Aus dem Kloster Zwiefalten. Protocollum Capituli incoeptum anno 1659, postquam ego Christophorus in- diQnissimus omnium anno praecedenti in festo S. Thomae apostoli in abbatem hujus monasterii electus fui. Sitzungsprotokolle des Kapitel* im Kloster Zwiefalten, begonnen von dem Abt Chph. Hassler (1058- 75) und fortgesetzt von seinen Nachfolgern bis 1726. Handsühr. d, Ic Uff. Bibl, Stuttg. I, 1. 14 210 Histor. Handschriften in Folio Nr. 475. 476. 477. 475. Pap., XVIII. Jahr/>., 75 Bl. Pappbd. Aus dem Kloster Zwiefalten. Rechtliche und geschichtliche Ausführungen das Kloster Zwiefalten betreffend. /. Bl. 1—21. Fr. Chph. Schyz, unvorgreiffliche Gedankhen in Con- trarium, das den ö. Apr. lezthin über die württ. Forst- und andere Differenzier) herausgegebene Guthachten betrettend. 2. Bl. 22—34. P. Michael Knitrl, Traktat über die forstlieben Rechtsfragen zwischen Kl. Zwiefalten und Württemberg. 3. Bl. 36—40. Desselben Geschichte des Klosters und seiner Abte bis 1725. -/. Bl. 46—50. Zusammenstellung der kaiserlichen und päpstlichen Freibriefe zu Gunsten des Klosters. 5. Bl. 54-75. Index über Urkundenbände das Kloster betreffend. 470. Pap., XVII. Jahrk, US S. Pen/Öd. Aus dem Kloster Zwiefalten. Ephemerides externo-domesticae [Monasterii Ztoifaltensis 1675—89J. Eine Fortsetzung dazu s. in Q. in: 183, c. 477. Pap., XVII. Jahrh., 31 Bl. Pergamentdecke. Aus dem Kloster Zwiefalten (dort ur. 207). Ordnung für die Bediensteten und Handwerker des Klosters Zwiefalten, erlassen vom Abt Christoph Rassler (1658—75). Histor. Handschriften in Folio Nr. 478. 211 478. Pap., XVIII. Jahrk, 13 Stücke in einem Futteral. Akten des Collegium academicum der hohen Karlsschule aus den Jahren 1783—90. /. Vorlegung des Unterrichtsplans durch die Professoren der (5 Fakultäten an den Herzog d. d. 18. März 178:-» (von den Beilagen ist bloss die letzte mit 1) bezeichnete erhalten). 2. Anträge der philosophischen Fakultät vom 6. März 1784, bezeichnet ( 'l* Nr. XL 3. Gutachten derselben über die lateinische Chrestomathie von Haus- leutner d. d. 28. .Jan. 1785. 1. Anbringen des Collegii academici die Verbesserung des Unterrichts in der lateinischen, griechischen und französischen »Sprache betr. d. d. ;1 - März 1787. 5. Anzeige desselben über den Erfolg der philologischen Prüfungen l| ud die Einrichtung des philosophischen Unterrichts d. d. 24. März 1787. 6. Gutachten von dem Collegium medieum wegen einiger in dem "lediehiischen Fach zu treffenden Einrichtungen d. d. 21. Apr. 1787. 7. Vorschläge des Collegium academicum betr. die Einrichtung des CHnici und Wiederbesetzung des Lehrstuhls der Gehurtshülfe und der medizinischen Aufsicht über die Krankenzimmer d. d. 21. Apr. 1787. 8. Anzeige desselben, die Prüfungen der philologischen Abtheilungen M»d darauf folgenden Urlaub betr. d. d. 11. Sept. 1787. 9. Anzeige desselben, den künftig zu ertheilenden Unterricht in der Praxi clinica und dem Accouchement betr. d. d. 6. Oct. 1787 mit 1 Beil. 10. Anzeige desselben, das Resultat der mit den philologischen Abteilungen vorgenommenen Prüfungen und einige über den Unterricht und die Diseiplin dieser Abtheilungen gemachte Bemerkungen betr. d. d. 12. Oct. 1 ''87 (Beil. A. fehlt). U. Mittheilung einer herzoglichen Verfügung vom Collegium academicum an die Professoren der jüngeren Abtheilungen d. d. 21. Oct. 1787. 12. Signatur an die sämtlichen Lehrer der philologischen Abtheilungen d ' d. 27. Febr. 17110. 13. Neuer Plan der juridischen Vorlesungen auf 4 Jahre s. iL 212 Histor. Handschriften in Folio Nr. 470. 480. 481. 482. m. Pap., XVIII. Jahrb., 7 Bl. in Tabellenform. Stuttgart!. Conduite- und Unterrichts-Liste von der Herzoglichen Militär- Akademie von I. biss ult. May 1778. t 8' Pap., XIX. Jahr/)., lose Bl. in Faszikeln, alle in einem Futteral. Aus dem Postament der Gipsstatue Herzog Karls-, /reiche bei der ISrinnerungsfeier im J. 1828 als Dekoration verwendet war, hierauf der Bibliothek überlassen wurde, bis 1SS:J im Parterre des alten Gebäudes stand, aber vor Abbruch desselben an das Museum der bildenden Künste Überging, Akten und Rechnungen, die Säkularfeier der Geburt des Herzogs Karl Eugen von Württemberg am II. Febr. 1828 betreffend. 481. Pap., XVIII. Jahrh., 3 Bl. Ungebunden. Liste der katholischen und der evangelischen Aebte des Klosters Herrenalb, bis 1773, brieflich mitgetheilt von dem dortigen Pfarrer Ammermüller an Prälat NN. [Fahr], 482. Pap., XVIII. Jahrh., unfoliierte Akten. In Futteral. Statistisches über Stadt und Amt Lauffen. /. Berichte des Oberamtmanns Volz über den moralischen, physischen und ökonomischen Zustund von Stadt und Amt Lauffen uns den ,1.1. 1791. 1702. 1793. 170;"). 1707 mit Heilagen. 2. Historische Beschreibung der Revenuen von der Kellerei Lauffen. Es liegen ferner bei: Statistische Tabellen ran den Ämtern Stuttgart) Cannstatt und Vaihingen, sowie Übersichten über die jährlichen Einkünfte ihr herzoglichen lientkammer von den JJ. 17h:! — 92. Histor. Handschriften in Folio Nr. 483. 4S4. 485. 486. 487. 213 483. Pap., XVII. Jahrh., 252 Bl. Pappbd. Früher im Besitz des Geh. Staats- und Oberjustizrats Weckherlin Igest. ISN). Joh. Oettingers Landbuch des Herzogthums Württemberg. Ohne Titel. Die Zahlen der „ Unterthanen" sind durchgängig weggelassen. Vergl._ dazu Fol. nr. 64. 450. 583. 484. Pap., XVI. Jahrh., 156 Bl. Pappbd Vom Archiv au die Bibliothek abgetreten 1S83. Conradi Adelmanni de Adelmannsfelden Vita Friderici I. Imperatoris. V er f-> 9 e °. '"" 1466, gest. 1547, war Domherr in Augsburg von 1502 im. Heine Arbeit ist eine wörtliche Zusammenstellung uns Otto Fris., Rahewin u. a. Sie ist hier Dorne und hinten defekt. Über de» Verf. s. Veith, bibliotheca Augustana. Alphabetwn II p. 17ff., WO aber diese Schrift nicht erwähnt ist. 485. Pap., XVIII. Jahrh., 233 Bl. Pappbd. Aus dem Nachläse des Finanzministers r. Weckherlin (gest. 1828). Beschreibung der Stadt Stuttgart. Erneuerimg des alten Ehehaftinen-Buchs {hauptsächlich zur Feststellung der Lokalrechte) durch Bärgermeister Clin. Jak. Rheinwald, gest. 1746 (gemacht nach UHU; vergl. Hl. 229). Über das alte „rote Buch" s. l'faff. Gesch. der Stadt Stuttgart 1, 131 f. 480. Pap., XVIII. Jahr lt., 65 Bl. Papierdecke. Herkunft wie bei nr. 485. Herzog Karl Alexanders Testament d. d. 15. März 1737. 487. Pap., XVIII Jahrh., 18 Bl. Pappbd. Brief des Pfarrers Chn. Eccart in Giengen [früher Stadipfarrers in Heiden- heim] an die Herzogin / Johanna Elisabeth'/ von Württemberg zum Neujahr 1703. 214 Histor. Handschriften in Folio Nr. 4SS. 489. 490. 491. 492. 1-0 Pap., XVIII. Jahrh., 18 Bl. Ungebunden. Christian Friedr. Sattler, Geh. Archivarius, Betrachtungen über die in der herzogl. Sammlung der römischen Alterthümer befindliche theils seltene Stücke. Autograph mit Zeichminyen. Eine Abschrift s. Fol, rir. 739, Kapsel üit. ff. 489. Pap., XVIII. Jahrh., 31 S. Ungebunden. Aus der Bibliothek des Geh. Rats Frommann. Oratio de Providentia divina in servanda stirpe Wurtembergica habita [Stuttg.J 10. Febr. 1747 a Christiano Frid. Weihenmajero, Prof. Gymnasii. / . lutograph. j 41)0. Pap., XV 111. Jahrh., 2 Hl. Ungebunden. Series professorum linguae hebraicae Tubingensium ex Wilhelm! Schickhardi oratione parentali Mich. Beringero habita 3. Jul. 1626. Von Geh. Bat Frommanns Hand geschrieben. 491. Pap., XVIII. Jahrh., 4 Bl. Ungebunden. Consignation sämtlicher geistlicher Beamten de anno 1747. Liste der geistlichen Pfleger und Verwalter, welche zur genannten Zeit im Herzogtum Württemberg angestellt waren. 492. Pap., XVIII. Jahrh., 2 Bl. Ungebunden. Schirmsvogteyen über [württ.] Clöster. Extrahirt den 24. März 1752 von der Mannsclosterrechenbank. Histor. Handschriften in Folio Nr. 493—508. 509. 510. 511. 215 493—508 (fallen aus). m. Pap., XVII. Jahrh., 1615 S. Gepresster Lederbd. Aus dem Kloster Ziciefalten (dort nr. 178). Catalogus librorum bibliothecae Zwifaltensis anno d«> 1615 construetus a R. P. Georgio Haller (def. 15. Sept. 1635). Hier nind bloss die gedruckten Werke des Klosters und zwar in alphabetischer Ordnung verzeichnet. Ein Katalog der Handschriften, von demselben Klosterbibliothelear oerfasst, existiert nicht mehr. Vergl. Serapeum 1850 S. 5 und Intell.-Bl. dazu S. 138. 510. Pap., XVIII Jahrh., 39 PL Pappbd. Ans dem Kloster Zwiefalten. Epitoma vitae reverendissimorum DD. Abbatum Zwifaltensium Wolfgangi (1099-1715) et Bedae (1715-25). Zwischen beiden Biographien Andachtsübungen und Gebete. Arn Schlüsse: Relation von der Elcction des lioehw. Herrn Augustini, Prälaten des Reichsgottshaus Zwyfalten 27. Sept. 1725. 511. Pap., XV 111. Jahrh., 4 Faszikel in L Futteral: Fasz. a. mit 34 Stücken und 10 Stücken Appendix; Fasz. b. mit 24 Stücken; Fasz. c. mit 30 Stücken; Fasz. d. mit 26 Stücken. Aus dem Kloster Zwiefalten. Korrespondenz der Aebte von Zwiefalten mit Magnus (Magnoaldus) Ziegelbauer und andern aus Anlass von dessen Historia rei literarise Ord. S. Bened. P. Magnus (Magnoaldus) Ziegelbauer, geb. in Ellivangen 1689, ffest. in Olmiitz 13. Juni 1750, begann seine geistliche Laufbahn ids Kon- 216 ffistor. Handschriften in Folio Nr. 512. 513. 514. ventuale von Zwiefalten, schied aber nach zwanzigjährigem AufentJutlt m diesem Kloster um 1726 oder 1727 von dort ans, wandte sich zunächst noch Reichenaii, brachte aber seine späteren Jahre durchaus in Österreich zu. Sein im Titel erwähntes Hauptwerk erschien erst nach seinem Tode 1754. Die Stücke 24 und 25 des Faszikels d. enthalten in duplo eine, wie es scheint, nicht zum Druck gekommene Schrift des im .1. 1755 gestorbenen Konventualen von Zwiefalten Columbanus Habisreutinger, worin er sein Kloster gegen die Angriffe der oben genannten Historia verteidigt. Über Ziegelbauer und Habisreutinger vergl. Lindner in den Studien und Mitteilungen aus dem Benedictiner- und Cistercienser-Orden Jahrg. IV Bd. 1 (1883) S. 70—80. Pap., XVJ1. Jahrh., 2 Bogen. Ungebunden. Aus dem Kloster Zwiefalten. Berechnung der Kriegsschäden des Klosters Zwiefalten von den Jahren 1633—39. w, Pap., XVIII. Jahrh., 54 Bl. Papphd, Aus dem Kloster Zwiefalten (dort nr. 205). I. Bl. 1—34. Historia de ultima translatione s. manus beatissimi proto- martyris Stephani in monasterium Zwifaltense, facta a. 1141 I. Apr., a synchrono monacho ejusdem loci Ortliebo descripta, nunc autem notis quibusdam illustrata anno 1724 (mit zwei genealogischen Beilagen). II. Bl. 35—54. Thomae Mezleri historia gloriosi protomartyris Christi Stephani tarn coronati quam pluries translati. Zum letzteren vergl. Kot. nr. 414. 514. Pap., XVIII Jahrh., 18 Bl. Papphd. Aus dem Kloster Zwiefalten (dort nr. 206). Series belli Zwifaltensis sub Friderico III. anno 1462. Der alte Katalog (Serapeum 1859, Intell.-Bl. S. 142) setzt noch bei: „occasione prtrdii uostri Colberg dicti ," d. h. anlässlich unseres Histor. Handschriften in Folio Nr. öl 5. 516. 217 Hofes Kohlberg (OA. Nürtingen). Ein Hecht auf diesen hatte nämlich Kaiser Friedrich III. seinem Kanzler Ulrich Welzli eingeräumt und es harn darüber zu ernstlichen Feindseligkeiten ; vergl. (Jh. F. Statin , wirf. Gesch. 2,705. 3, 455 Anm. f. Van rechtlicher Seite beleuchtet dm Handel ein Traktat im Cod. jur. et polit. ur. 128 der /,-. Hofbibliothek. Pap., X\'JJ. Jahrh., 3 Stücke. Ungebunden. Aus dem Kloster Zwiefalten. Kirchenrechtliches und Kirchengeschichtliches aus Zwiefalten. 1. Abschritt des Diploms, durch welches der Kapitelvikar von Konstanz den Fr. Nik. Büchner als Abt des Klosters Z. bestätigt fd. d. 12. März 1538). 2. Undatierter Vergleich zwischen dein Bischof von Konstanz u. den Kapiteln von Weingarten und Ochsenhausen wegen der Abtswald. 3. Conventus nostri Ordinis in ducatu Wirtcmbergensi oecupati. Pap., XVII. Jahrh., 410 Bl. Pergbd. Index rerum memorabilium a D. Gerardo Wackero. 1675. Der Verfasser, ans Lippstadt in Westfalen gebürtig, mar l'farrhurat in Homburg ran 1663 au und schrieb dieses Buch in diu ,).). 1674 mal 1675 s. Bl. 79'. 240'. 292. Er stellt darin nach alphabetisch geordneten Rubriken (dies Wissenstoiirdige über das Stift Comburg mal seine Geschichte zusammen. Unter den Rubriken Abbates und PrWpositi finden sich chronologisch geordnete Reihen der Vorstände des Stifts, unter der Rubrik Chorus Ghorordnungen aus den J.l. 1600, 1623, 1639, 1.674, unter Monumenta die Kirchenschätze und die Epitaphien, unter Vagi und Sub- diti die Besitztümer und Hechte des Stifts auf dem Lande. Der Stadt Hall und dem Bistum Würzburg sind grössere geschichtliche Abschnitte gewidmet. S/tätere Hände haben dann die Listen der Pröpste und anderer Funktionäre des Stifts fortgesetzt mal die daselbst vorgekommenen Veränderungen sogar bis zur Sequestrierung (vergl. Bl. 248) nachgetragen. Aus diesem Band ist der Personalstand des Klosters Schönthal im J. 1674 mitgeteilt von W. lleyd in den Württ. Vierteljahrsheftcn Jahrg. 4 (1881) S. 152 f., wozu O. liossert Anmerkungen biographischen Inhalts fügte. 218 Histor. Handschriften in Folio Nr. öl 7. 518. Oh. a— c. Pap., XVII. Jahrh., a. 4*7, b. 1040, c. 1044 Bl. Jlohbände. Aus dem Archiv des liitterschaftshantons am Kocher. Inventarium aller.....Documente und Urkunden, welche nicht allein in löbl. freyer Reichsritterschaft u. Adels im Land zu Schwaben des Viertels am Kochen (sie) schwartzer Briefdruchen gefunden, sondern theils bey andern Vierteln zuwegen gebracht, im J. 1600 aufgenommen durch Conr. Schweickhern. ii. Verhandlungen und Abschiede auf Reichs-, Kreis-, Ritters-, Viertelsund andern gemeinen Tagen. 1529—1607 (eig. 1605). b. c. (die beiden Hände haben gleichen Inhalt) Urkunden und Briefe und zwar: Tl. 1. Von kayserl. und kön. Privilegien 1422—1603. TL 2. Von den Vereinigungen, Bündtnuss und Gesellschaften >S. Georgen Schilt und Bahners 1392—1566. Tl. 3. Von den kaiserlichen Dankschreiben, Schadlos- und Reversbriefen, auch Quittungen wirklich gelaister Rittersdienst und erlegter Türekenhilfen 1532—1604. Tl. I. Von den jederzeit übergebenen Beschwehrurigsschriften und Supplicationen, auch den darüber erfolgten k. u. k. Decrcten 1542—1605. Tl. 5. Von etlich sonderbaren kais. Mandaten und andern Schreiben 1503—1605 (resp. 1559). a—l. Pap., XVII. u. XVIII. Jahrh., 9 Bände, Seitenzahlen s. u. Rucl- und Eck in Pergament. Aus dem Archiv des Mitterschaftshantons am Kocher. Reichsritterschaftliche Recesse. Tom. I. 1512—-90. 984 S. - Tom. II. 1591—1613. 769 S. -- Tom, Hl. 1613—47. 886 S. — Tom. IV. 1648—74. 577 S. - Tom. I". 1675—99. «8,7 S. Tom. 17. 1701—20. 749 S. Tom, VII. 1721—28. 357 S. Tom. 17//. 1731—44. 725 S. - Tom. IX. 1745—51. 832 S. Histor. Handschriften in Folio Nr. 519. 520. 521. 219 f. a. b. Pap., XVIII. Jahrk, a. 1149, b. 804 8. Ruck und Eck in Pergament. Aus dem Archiv des RüterscJiaftskantons am Kocher. Reichsritterschaftliche Recesse. Zweite Reihe, a. 1751- 60. b. 1760—66. 520. Pap., XVII. Jahrh., 143 Bl. Pergbd. Aus dem Archiv des Ritterschaftshantons am Kocher. Ihro Rom. Kays. Maytt. und was ein Jeder Besoldung halt. Pap., XVII. Jahrh., 939 Bl. (mit (i verschiedenen Foliierungen). Pergbd. Aus dem Archiv des Bitterschaftskantons am Neckar. I. Bl. 1—37. Beschreibung dess Schwabenlandts u. wass sich darinnen begeben und zugetragen hat von Christi Geburtt biss auff unsere Zeit. Alles auss alten und newen glaubwürdigen Historien mit Fleiss zusammengezogen und auss eigener Erfahrung beschrieben und verfasst. Den Anfang bildet eine 7 Bl. starke statistische Beschreibung; die folgenden geschichtlichen Notizen bewegen sich im frühen -Mittelalter und enthalten viel Fabelhaftes, Exzerpte aas Thomas Lirer /rissen sich lange verfolgen, ausser ihm wird Michael Lutz, Bürger zu Memmingen, (als Quelle oder als Bearbeiter?) genannt. Die Jahreszahlen 1564 (S. 5') und 1590 (S. 8') ermöglichen einen Schlvss auf die Ahjdssunyszeit. 220 Histor. Handschriften in Folio Nr. f)22. //. Bl. 41—517 (Anhang besonders paginiert: 1—35). Württembergisches Landbuch. Identisch mit Fol. nr. 606, die Anhänge eingeschlossen. III. Bl. 1 -94. Reinhards von Gemmingen des Altern, Herren zu Horn- berg und Michelfeld (geb. 7. Okt. 1576, gest. 1635), Gemmingischer Stammbaum. Das Jahr der Abfassung des Buchs, welches auf dein Titel ausgelassen ist, wird durch eine Stelle im Text auf 1630 fixiert. Meme, Quellensammlung der badischen Landesgeschichte I. Ein/. S. 96 giebt übrigens (nach einer anderen Handschrift?) 1631 als Abfassungsjahr an, ebenso das Nene patriotische Archiv 2, 486, wo ein kleines Stück daraus abgedruckt ist; s. auch Fat. nr. 287. IV. Bl. 1—160. Oswald Gäbelkhover (gest. 1616), Newhausische Chronica. Von dem uhralten schwäbischen adelichen Geschlecht deren von Newhaussen. Widmung d. d. Stuttgart 28. Kor. 1608. Übrigens finden, sich im Buche selbst einige wenige Notizen aus den d.i. 16ü9, 1610 und 1612, welche somit als 'Sachträge zu betrachten sind. V. Bl. 1—81. [Chph. Besoldi] Prodromus vindiciarum ecclesiasticarum Württembergicarum. Abschrift einzelner Abschnitte des bekannten Buchs. VI. Bl. 1—12. Extract Holtzischen Manuscripti. Senfftii Collectanea. VII. IM. 13—46. Extract usser dem Holtzischen Manuskripte Stück VI und 17/ scheinen von einem Glied des Haller Geschlechts Seir/'t rau Salbu rg, dessen Name in diesen Auszügen öfters wiederkehrt, um 1620 gesammelt zu sein. Es sind alphabetisch mich den Orten zusammengestellte, meist auf Besitz-, Lehens-, Ziusburkeifs- verhältnisse bezügliche Notizen aus einer angedruckten iriiiit. Chronik, Crusius' Auua/eu u. s. iv. In Stück VII (Bl. 27') beruft sieh der Sammler auf Mitteilungen , welche ihm Schenk Albrecht (VII.) von Limpurg (Herr zu Gaildorf gest. UHU) im „Thierbad" zu Welzhcim gemacht. Pap., XVII. Jahrh., 2 Bl, Ungebunden. Mantuanae et Atestinae, Guelforum seeundae familiae per lineain reetam et continuam deduetio atque originis ipsius per synchronos saneti et proba- tissimi nominis scriptores demonstratio. Histor. Handschriften in Folio Nr. 523. 221 523. Perg., XV. Jahrb., 13 BL, je in 2 Kolumnen beschrieben, die zwei ersten BL mit sehr grosser, das dritte mit grosser, die übrigen mit mittelgrosser Mönchsschrift. Pappbd, ursprünglich einzelne Blätter. Aus dem Stift Ellwangen. Büchlein, in dem begriffen würt, von was Stifftern der loblich und hoch- wirdig Stifft Elwangen angefangen, auch vollendet ist worden, wievil auch Leiphafftige hailiger Martrer alda ruen etc. So lautet nach dem Schluss der Titel des Buchs. Der Inhalt setzt sich folgendermassen zusammen: 1. BL 1. Annales Elwangenses. Erster Absatz des von Abel in Mon. Germ. SS. 10, 17ff. und wieder ''im Giefel in den Elhoanger und Neresheimer GeschichtsqueUen (Württ. Geschichtsquellen, lierausgeg. von dem /:. statist. Landesamt II. 1888) S. 12ff. publizierten Textes bis — „in Augia". 2. BL 1—2'. Conspectus reliquiarum in altaribus monasterii Elwan- gensis reconditarum. Von Abel und Giefel bei Seite gelassen. Khamtn, hierarch. August, nuetar. pari. 1 />. 30 /'. giebt dieses Verzeichnis. Die Stüche 1 und 3 finden sich von weit älterer Hand geschrieben in (Jod. bibl. Fol. nr. 55 Hl. 1, ebenso St. -I. Diesem Original folgten in iliren Ausgaben Abel und Giefel. 3. BL ii. Tnstitutio anniversarii ibidem celebrandi facta a Georgio 'le Stahl de Diemenstain decano Ehvangensi d. d. ann. 1471, seemida feria post festum S. Nicolai episeopi. /. BL 4. 5. Vita domini nostri Hariolfi Episeopi Lingonice [civitatis] et fundatoris hujus loci [aut. Ermenrico ]. Ediert ran Abel in Mon. (renn. I. e. p. 11—15, von Giefel a. a. 0. S. 8-18. 5. BL 5'. Charta donationis Suonliarii d. d. 7G4. Fälschung des XII. Jahrh., gedruckt im W'irl. TJrhtndenbuch Bd. I S. 8 f. 6. BL 5' — T. Eine deutsche Übersetzung von 8t. 4 gefertigt im J. 1473, eingeleitet durch den ersten Passus von St. 1, gleichfalls deutsch. 7. BL 8—13. Die Passionsgeschichten folgender Heiligen, deren Gebeine sämtlich in Ellwangen liegen sollen, in deutscher Sprache: 1) Sul- 222 Histor. Handschriften in Folio Nr. 524. 525. picii, Sevviliani, Domitille, Euphrosyne. Theodore. 2) Bonifaeii. 3) Spe- sippi, Eleosippi, Meleosippi, Leonüle, Junille, Meonis, Turbonis. 4) Benigni. Zum Teil andere Namen, zum Teil andere Schreibweisen der vorstehenden giebt Giefel a. a. 0. S, 7 Anm. 4. m. Pap., XVIII. Jahrk, 7 Hl. Ruck und Eck in Pergament. Verzeichnis der Academie-Vorsteher, Verwandten und Officianten. Liste der bei der A cadern ie des arts zu Stuttgart von ihrer Gründung im J. 1761 an bis 1774 fungierenden herzoglichen Kommissäre, Rektoren, Professoren, Ehrenmitglieder, Sekretäre, Kastellane, Diener und „ Models". Pap., XV 11. Jahrk, 148 + 12 HL Pappbd. Aus der Bibliothek Phil. Kasp. Pfannenstiels. Antiales Bambergenses a primis urbis conditoribus usque ad annum repa- ratse salutis 1599 [aut. Martino Hofinanno]. Der Druck in Jo. l'et. Ludewigs Seriptores rerum episcopatus Bam- bergensis 1, 1—256 hat am Schluss 37 /eilen weiter. Im An ha inj findet sich von derselben Hand geschrieben: Relatio historico-parsenetica de sacro- sanctis 8. R. lmpcrii reliquiis et ornamentis, (juibus Romanorum Ossäres inaugurari, coronari solenniqne ritu investiri consueverunt aliisque .saeris lipsanis in imperiali thesauro colleetis ac Norimbergse olim in flore cattao- licse religionis reservatis. Von dieser Schrift existiert ein Ingolstadter Druck vom J. 1629 unter dem Pseudonym Chn. Erdtmann, hinter welchem der Jesuit Friedr. Forner verstecht sein soll; s. Will in seiner liibliotheca Norica 1, 215 und in Riederers Abhandlungen S. ill. 164 ff. Histor. Handschriften in Folio Nr. 526. 527. 22?, ). a. b. Pap., XIX. Jahrh., a. 675 + 36; b. 91 Bl. Pappbände. Heinr. Chph. Büttner, Statistische Tabellen u. Berichte über Bevölkerungsstand und Volkswohlfahrt im Königreich Württemberg, eingegeben an den Minister des Innern Grafen Reischach, betreffend die JJ. 1811—-15. Dieselben sind nicht mehr (/diu vollständig. Büttner, geb. zu Ansbach 27. März 1766, ging 1811 nun bayerischen in den württembergischen Staatsdienst über und starb als Oberregierungsrat in Stuttgart 21. Aug. 1810. 527. Pap., Originalschreiben aus dem XVI. Jahrh. in farbigen Umschlägen, 10 an der Zahl; Abschrift derselben in einem lieft von 8 Bl; endlich 3 lose Briefe, alles in eine Mappe eingelegt. Aus dem Kloster Weingarten. Briefe aus dem Zeitalter der Reformation. A. Phil. Melanchthonis epistola ad Jo. Brentium d. d. 18. Jim. [1555]. Aux diesem Orig. herausgcg. r. Presset in den Anecdota Brentiana p. 407 nr. ÜCXXI und von da abgedruckt in Melanchthonis epistola, judicia etc. ed. Bindseil (1874) p. 566 f. B. Ej. ad eundcin epistola d. d. !». Febr. 1559. Aus diesem Orig. herausgeg. r. Presset ib. p. 4M f. nr. CCLVIII und von da abgedruckt bei Bindseil l. c. p. 443 f. C. Ej. ad eundem epistola d. d. 21. Apr. [1557]. Gedruckt in ,T. V. Andrea, fama Andreana reflorescens Bog. V, 2 und im Corpus Reformatorum ed. Bretsehneider 0, 144. D. Ej. ad Erhardum Sclinepffium epistola d. d. 5. Jan. 1544. Dieser Brief wird von Jul. Hartmann in seinem Buch über K. Schnepff S. 160 not. 67 nach einer Mitteilung Presseis berührt. K. Ej. ad Jo. Brentium epistola d. d. 24. Sept. [1555]. Das Original fehlte schon bei der Übernahme durch die Bibliothek, eine Abschrift liegt vor (s. unten). Gedruckt im Corpus Beformatorum 8, 540 (nicht nach dem Orig.). F. Jo. Brentii epistola ad Guil. Bidembachium d. d. 6. Jul. 1567. Gedruckt bei Hartmann und Jäger, Joh. Brenz ~>, 548. (1. Petri Pauli Vergerii epistola ad Jo. Brentium d. d. 26. Febr. 1554. Gedruckt nach diesem Original bei Presset, anecdota Brentiana p. 374/. und (mit Anmerkungen) bei Kausler u. Schott, Briefwechsel zwischen Christoph Herzog von Württemberg und P. P. Vergerius (Bibl. des litter. Vereins CXXIV) p. 451—453. 224 Histor. Handschriften in Folio Nr. 528. H. Viti Dieterich epistola ad Casp. Crucigerum d. d. 21. Aug. 1545. 1. Joann. Calvini epistola [ad Jac. Andrea] d. d. 1. Aug. 155[7]. Gedruckt zuerst in Joh. Calvini epiMola ed. Beza Gener. 1575f. S, 184, zuletzt unter Zugrundelegung diesen Originals im Corpus Reform. Vol. 44 (Calvin. 16) p. 553f. nr. 2674. K. Martini Lutheri epistola ad Phil. Melanchthonem d. d. 1. Febr. 1546. Gedruckt in De Weites Sammlung von Briefen Luthers Bd. 5 S. 7S2 f. L. Phil. Melanchthonis epistola ad Jo. Brentium d. d. 4. Oct. [1555]- Das Original fehlte schon bei der Übernahme durch die Bibliothek; uur eine Abschrift liegt rar (s. unten). Gedruckt ist der Brief schon bei Biederer, ni'itzl. u. angen. Abhandl. S. 428 und daraus in das Corp. Ref. 8, 588 aufgenommen. M. Jo. Eckii epistola ad Gervicum monasterii VTeingartensis abbatem d. d. 1. Oct. 1535. Diesen Originalbriefen ist. eine (nicht oerlässliche) Abschrift, welche bei l'l. und L. keine Lücke zeigt, beigegeben. Ferner Hegt bei: 1) Mart. Luthers Brief an Bartholomäus von Starhemberg d. d. Egidi (1. Sept.) 1523, Abschrift aus dem im Kloster Gotteszeil in Niederbagern befindlichen Original mit Beglaubigung com 2-1. Aug. 1785. Gedruckt ist der Brief oft, s. B. in der De Wetteschen Sammlung 2, 397ff. 2) das Konzept eines Einladungsschreibens, welches ein Abt von Weingarten um 1714 oder 1715 au den damals in der Schireiz weilenden päpstlichen Legaten Inigo Garaccioli schickte oder doch schicken wallte. I ergl. Eggs, purpura doeta. Suppl. p. 654 ...... (>5H. ■'!) die Abschrift eines Briefs von Joh. Brenz, d. d. 7. Jan. 1555 (ohne Adressaten), dessen Original im Privatbesitz rou II. Bereial in Berlin ist. I Hier eingelegt im .1. 1888. / 528. Pap., XVIII. Jahrh., 185 Bl. Pappbd. Ans der Bibliothek des Bitterschaftskantons Ottenwald. Historia Heilbronnensis geschrieben von Friedrich Ludwig Kiinzel in Heilbronn anno 1729, 30, 31 u. folg. Jahren. Diese Historia ist ganz in deutscher Sprache geschrieben; sie zerfällt in Ortsbeschreibung und Ortschronik. Erstere besitzt die Bibliothek noch einmal und zwar lateinisch und deutsch in Q. nr. 134; letztere bloss hier und nicht ganz komplet; denn sie hört beim Janifir 17 i'J mitten im Text mit . TSine Mitteilung au? diesem Kodex (Bl. 40) s. in der Zeitschrift Germania Jahrg. SS (1S88) S. 319f. Histor. Handschriften in Folio Nr. 529. 530. 531. 532. 225 i .•F. Pap., XIX. Jahrb., 1 El. Ungebunden. [Heinr. Chph. Büttner], Notizblatt über Hohenzollern, Über den Verf. s. oben zu Fol. nr. 526. 580. Pap., XIX. Jahrh., 108 El. Pappbd, Heinr. Chph. Büttner, Hydrographise würtembergica; conspectus. Das Manuskript behandelt Seen, Flüsse, Bäche, Mineralquellen. Pap., XIX. Jahrh, 4 El. Ungebunden. Aus den Papieren des Oberregierungsrats Büttner. Quittung etlicher Bürger zu Nürnberg über den Ersatz des Schadens, welchen sie in dem Markgräflichen Geleit bei Mergentheim u. Ochsenfurth durch Gözen von Berlichingen erlitten haben d. d. 29. Dec. 1515. Abschrift uns einer Urkunde des Archivs der Plgssenburg. Graf Friedr. r. Berlichingen in seiner Geschichte des Ritters Götz teilt dasselbe Dokument mich einer Pergamenthandschrift des Münchener Reichsarchivs mit S. 163 nr. 37. 582. Pap., XVIII Jahrh., 13 El. Ungebunden. Listen der fürstlichen, gräflichen und adeligen Personen, welche in Neuenstadt an der Linde teils in der Fürstengruft, teils in der Stadtkirche oder in der Helmbundkirche begraben liegen. Bl. 4 enthält Familiennotizen, welche Herzog Friedrich von Württemberg-Neuenstadt und andere Glieder dieses Hauses in eine. Hausbibel eingetragen; Bl. 6 ist mit Exzerpten aus Wibeh hohenlohischer Kirchenhistorie beschrieben. Handscbr. il. k. Bit. Bibl. Stuttg. 1,1. 15 220 Histor. Handschriften in Folio Nr. 533. 534. Pap., XVI. und XVII. Jahrh, 171 Bl. + 36 S. Holzbd mit gepresstem lader. Ordenliche Beschreibung, welchergestalit die Augspurgisch Confession in der Stat Awlen sein Anfang und Ursprung genomen, wer dartzue gerathen, geholffen, und hei welchen Rathsfreunden daselbsten sollichs in das Werck gepracht worden, durch mich Johann Prewen, derzeit Statschreiber zue Awlen, beschriben. 1575. Folget: welchermassen die reine unverfälschte alleinseligmachende Lehr unndt Religion dess h. Evangelii unndt Worts Gottes hiesigen dess h. Reichs Statt Aalen hinwiderumb mit Gewalt entzogen unndt ein Zeit lang mit bapistischen lügnerischen Irrthumben unndt falschen verdamm- liehen Götzendienst verdunckhelt worden. Dieser Hand war ursprünglich Eigentum von .Juli. Prew. hie Beschreibung der Reformation (IM. /— 171) ist durchaus von seiner Wand, die nachfolgende der Gegenreformation (S. 1—36) dagegen von einer späteren iles AT//. Jahrh. und zwar ran derjenigen des damaligen Stadtpflegers. Alles, was in diesem Band enthalten ist, ist abgedruckt in G. W. Zapf, sämtliche Reformations- Urkunden der Reichsstadt Aalen Tl. 1. 2. Ulm 1770. 584. Pap., AI J. und XVII. Jahrh., 4 Stücke. Ungebunden. Kollektaneen des Tübinger Kanzlers Chn. Friedr. Schnurrer (gest. 1822) zur Kirchen- und Klostergeschichte. a. Auszüge aus Balth. Mütschelins württ. Chronik, beginnend mit einer Bulle P. Leos A. (eingelegt eine I '//ersieht über Dokumente betr. das Kloster Güterstein). I>. Interimsedikt Herzog Ulrichs von Württemberg d. d. 2t). Jtü. 1548. (Kopie.) Gedruckt hei Saltler, Herzoge 3. Heil. S. 291 f. c. / Unterschobener] Brief des röm. Königs Ferdinand an Mart. Luther d. d. 1. Febr. 1537. Vergl. Heckendorf, last. Lntheran. Lib. TU sect. 16 § LVII1 oddit. 1 p. 162. Nene Bei/träge von alten mal tauten theo/. Sachen auf das J. 1761 S. 273. tl. Lat. Brief des Abts Joh. Magirus von Maulbronn an die Superintendenten des Tübinger Stifts in Disziplinarsachen d.d. 11. Febr. 1574. Histor. Handschriften in Folio Nr. 535. 536, 537, 538. 539. 227 535. Pap., XVIII. Jahrh., 12 Bl. Ungebunden. •loh. Heinr. v. Schütz, gnädigst injungirtes Guthachten in causa successionis Montisbeligard. d. d. Wien 4. Nov. 1713. Joh. II. v. Schütz war württ. Gesandter in Wien und Regensburg, Konferenzminister und Geh. Hat. Er starb im J. 1732. 586. Pap., XV1JJ. Jahrh., 9 Bl Papierdecke. Jos. Uriot, professeur d'histoire et bibliothecaire, Discours prononce ä l'ou- verture de la Bibliotheque publique. 1765. Auch gedruckt im .selben Jahr. 587. Pap., XVIII. Jahrh., 4 Bl. Papierdecke. ioh. Chn. Volz, Professor und Antiquarius, Rede bei Eröffnung der öffentlichen Bibliothek 1765 gehalten. Auch gedruckt im selben Jahr. Pap., XVIII. Jahrh., 22 Bl. Pergamentderice. Synopsis chronographica RR. Pontificum a. 50—1700. /. seeundum Bollandianos. 2. seeundum Baronium. ■>. tabula syn- optica Pontificum cum Imperatoribus Oecidentis et Orientis. Pap., XVIII. Jahrh., 3 Bl. Ungebunden. Stuttgardt. Copia Stiffts-Music-Fundations-Brieffs d. d. 20. Jim. 1618. 228 Histor. Handschriften in Folio Nr. 540. 541. , 540. a-f. Pap., XIX. Jahrh, a. 338, b. 396, c. 228, d. 341, e. 281 f. 159 Bl. 1 Pappbände. Heinr. Chph. Büttner, genealogische Nachrichten von deutschen Adels- Familien A—Z. Diese genealogischen Nachrichten sind in der ersten Hälfte des Alphabets vollständiger, in der zweiten sehr lückenhaft. Hie enthalten teils geschichtliche Ausarbeitungen in Paragraphenform, leih Stammtafeln, teils Abschriften von Urkunden, die eine Familie betreffen. Bäußg sind Stammtafeln ans gedruckten Werken, seltener gedruckte Deduktionen, gemalte Wappen eingehlebt. 541. a-o. Pap., XJX. Jahrh., Platterzahl s. unten. 14 Pappbande. Heinr. Chph. Büttner, Historisch-topographisches Wörterbuch des Königreichs Württemberg nach den Landvogteien. a. Ankündigung des für den Druck bestimmten Buchs. Litteratur über württ. Landeskunde (nach Materien geordnet). Eine Jh-uckprobe liegt beim Art. „Urach". />. Landvogtei am obern Neckar, beavb. Nov. 1813. 152 Bl. c. L. am mittleren Neckar, beavb. Okt. 1813. 159 JH. iL L. am Schwarzwald, bearb. Nov. 1813. 166 Bl. e. L. am Rothenberg, bearb. Jan. 1814. 171 Bl. f. L. an der Enz, bearb. Febr. 1814. 180 Bl. g. L. am untern Neckar, bearb. Mai und Juni 1813. 176 JH. h. L. an der Jaxt. 310 Bl. i. L. am Kocher. 386 Bl. /:. F. an der Fils und Kerns, bearb. März und April 1814. 216 Bl- l. F auf der Alp. 140 Bl. m. L. an der Donau, bearb. Juni und Juli lslii. 266 Bl. n. L. am Bodensee. Abt. 1 bearb. Juli und Aug. 181.'). 241 Bl. a. F am Bodensee. Abt. 2 bearb. Sept. 1813. 225 JH. Vergl. hiezu Fol. nr. 530. ">44. 548. Histor. Handschriften in Folio Nr. 542. 543. 544. 545. 229 Pap., XVIII. Jahrh., 8 Bl. Ungebunden. Nachrichten von den ehemaligen Grafen von Ragze oderRöz [vielmehr Ratz]. Gesammelt von dem Archivar Phil. Ernst Spiess in Bayreuth (gest. 1794). Ein Brief an diesen oon Bibliothekar Denis in Wien IM vi den ScJüuss der Notizen. Pap., XVIII. Jahrh,, 8 Stäche. Ungebunden. Korrespondenzen und sonstige Quellen für Clin. Friedr. Schnurrers „Nachrichten von ehemaligen Lehrern der hebr. Litteratur in Tübingen", aus dessen Nachlass. /. Auskunft von Archivar Sattler an S. erteilt betr. das Leben Job. Heuchlins. 2. Verse für .lob. Reucblins Grab auf dem La/.aretkirclibof in Stuttgart, vertagst von Job. Alex. Brassicanus, hier in beglaubigter Abschrift aus dem Leonhards-Kirchen-Stuhlbuch. Gedr. bei Majas, vüa Beuchlinip. 531 f. and bei Mayerhoff, Beachlin 8.246. 3. .). C. Klemm, Progr. magist. de professoribus Linguae hebrsese Tu- bingensibus d. d. 1*. Apr. 1728 (gedr.). i. Memoria Prid. Jak. Reuchlin, theol. prof. Argentor 1788 (gedr.). 5. Auskunft über Jak. Jonas und seine Familie vom J. 1782. 6. 7. Epitaph desselben in Ingolstadt, in Faksimile und in Abschrift. 8. Spezimen von Rob. \Yakefields Syntagma de liebrajorum codicum incorruptione. 544. Pap., XIX. Jahrh., 100 Bl. Pappbd, Heinr. Chph. Büttner, Notizen über alte schwäbische Gaue. Pap., XIX. Jahrh., 33 Bl. Pappbd. Verzeichnis der im J. 1523 vom schwäbischen Bunde zerstörten Burgen. Von Oberregierungsrat Büttner hauptsächlich nach zwei nürnbergi- Khen und einer Haller Chronik, sämtlich im Ansbachischen Arche, und n uch 0)-usius bearbeitet. 230 Histor, Handschriften in Folio Nr. 546. 547. 548. 549. (fällt aus). 547. Pap., XVIII. Jahrk, 4 Bl. Ungebunden. Monumentum piis manibus Theophili Seegeri, Pastoris Rietenaviensis, sacrutn. Deutsche Votivinschrift zu Ehren Gottlieb Seegers, Welcher in den ,J.J. 1738—43 Pfarrer in Uietenau 0.1. Backnang war. Er starb dort 27. Febr. 1743. \ il— c. Pap., XIX. Jahrk, a. 144, b. 409, c. 276' Hl. Pappbände. Heinr. Chph. Büttner, Württembergische Topographie in alphabetischer Anordnung. (Fragment.) a. IUI. IL Baach-Bizlishausen [die Blätter, Welche dem Artikel Berlismühle vorausgehen, sind herausgerissen /. b. Bd. Hl. Bläsibad-Buzmann. c. Bd. VI. Lit. (i. [Gablenberg-Gwigg]. Der Verfasser arbeitete diese im J. 1812 verfasste, alle iriirttem- bergischen Orte in einem Alphabet vereinigende Beschreibung in den beide» folgenden Jahren so um, dass jede der 12 Landvogteien ihr besonderes Alphabet bekam; in dieser Gestalt findet sie sieh oben als Fol. nr. 541- Pap., XVI. Jahrb., 385 S. Pappbd. Akten des Augsburger Reichstags vom J. 1582. Diese Akten erst recken sich bis S. 287. Weiter findet sieh in diesem Band folgendes in Abschrift: 1. S. 287—294. Rom. Kay. May. Proposition und Fürtrag uff den Deputiertentag - zu Worinbs a° 1586, 24. Jan. stil. vct. 2. S. 294 ff. König Friedrichs II. von Dänemark Schreiben an Herzog Barnim von Pommern d. d. 4. Jul. 1585. 3. S. 298 ff. Briefe gewechselt zwischen dem Landgrafen Wilhelm zu Hessen und dem Bischof von Würzburg 1586, 24. Apr., 12. Mai, 4. Juli. I Iistor. Handschriften in Folio Nr. 540. 231 4. S. 304 ff. RudolpM II. Obligation als gewählten röm. Königs. 1575. 5. S. 310ff. Der Statt Zürich, Bern, Basel und Schaffhausen Anbringen bei den 5 alten Ortben von wegenJäteiffer Handhabung aydgnos- sischcr Bündtnuss. 1586. 6. 8. 318 ff. Oer churf. pfalzgrävischen Räth Proposition bey der evang. deputirten Stend Gesandten fürgebracht 23. Jan. 1586. 7. S. 324. Verzaichnus etlicher fürnembster Puncten, so nfl den, Wormbsisehen Tag proponirt und fürgetragen. 8 S 327 f. Briefe des Landgrafen Wilhelm zu Messen an M. Chemnitz, an die Churfürsten von der Pfalz und von Sachsen und an Herzog Wilhelm von Bayern (8. und 16. Dec 1582, 28. Jan 1583). 9. S. 330ff[ Copia, was auff 9. Jan. 1583 der Cölmschen Tractaüon halber von den 3 weltlichen Churfürsten an die Kay. May. gcseiiriben worden. ... , . ,, , 10. S. 334 ff. Copia litterarum Gebhardi Truchsessn Archiep. Colon. ad Gregorium XIII. s. d. , //. S. 339 ff. Copia epistohe Gregorii XIII. ad archiepiscopum Co- loniensem d. d. 17. Dec. 1582. 12. S. 341 ff. Genesis Gebhardi Archiep. Colon, d. d. Ilagenau Mart. 1583. Unterzeichnet: Helisauis Köslin medicus. 13. S. 355 ff. Privatio Electoris Coloniensis Gebhardi Truchsess. per Gregorium XIII. (1583). . „ . . 14. S. 358 ff. Henricus Navarrorum rex Gnlielmo duci Brunsviccnsi 30. Jul. 1583. ., . 15 S 360 ff. Ain kurtzer summarischer Hegriff, wie es mit dem neuen Calender beschaffen und ob er von den Evangelischen zu Augspurg anzunemen sev- „ 1CQ - 16. S. 369 f. Erzherzog Ernsts zu Österreich Mandat v. 22. Dec 158o. 17. S. 371 ff. Yergleichung der Müntzordnung von den Herrn Kanff- louten inn Augspurg 7. Jim. 1585. 18. S. 373f. Kayserlich Schreiben an die Stadt Strasburg 22. Sept. 1585. 19. S. 374. Schreiben vom Bascha uss Offen an Erzherzog Ernst 8. Oct. 1585. ■. _ . 20. S. 375f. Erzherzog Ferdinand von Oesterreich an die Gebr. Fugger betr. Kirchberg und Weissenborn 4. Jan. 1586. 21. S. 376 ff. Dcss. Mandat an die Stadt Weissenhorn eod. 22. S. 380 ff. Philipp König von Spanien an den König von Danemark (1586). ' 23. S. 382 ff. Erzherzog Ferdinands Mandat v. 4. Febr. löbo. 232 Histor. Handschriften in Folio Nr. 550. 551. 552. Pap., XVII, Jahrh., 78 Bl. Peryamentdecke. Aussfüerliche u. sowohl in facto als jure wohlgegründete Information betr. das Closter Adelberg. Eine oon dem Herzog-Administrator Ludwig Friedrich von Württemberg den 13. Juli 1629 an den Kaiser eingegebene, gegen die Prätensionen des Abts von Mönchsroth gerichtete Rechtsverwahrung. Pap., XVII Jahrh., 123 Bl. Pappbd. Aus dem Nachlass des Pfarrers J. J. Strölin von Münster in den Besitz des Pfarrers iiührcr von Beutelsbach, später in den des Kanzlers Schnurrer in Tübingen übergegangen. Pictura docens i. e. Encyclopaedise emblematicse a ___ dna Antonia Ducissa Württembergise dietatse et adumbratae simplicissima delineatio tentata a Celsitudinis suae humilimo servo P. S. M. J. L. S. [i. e. pastore Sindel- fingensi Mag. Jak. Law. Schmidlin]. Dar Verfasser war in den JJ. 1649— 63 zuerst Helfer, dann Stadtpfarrer in Sindelfingen. Er starb als Stiftsprediger in Stuttgart 1692. Auf seine in lateinische und deutsche Strophen gekleidete Betrachtimg über das bekannte Bild in der Kirche zu Teinach (s. Beschreibung des OA. Calw S. 343) folgen mehrere Gedichte und Briefe von ihm an die Prinzessin Antonia, Briefe von Joh. Jak. Strölin, Pfarrer in Münster (1661 bis KitiS), an Schmidlin und an andere, mystiscli-theosophische Lukubra- tionen Strölins und Schmidlins nebst Zeichnungen und Inschriften von dein erwähnten Gemälde. Biese Papiere benützte Friedr. Chph. Uetinger am Schlüsse seines Buches: „Denkmal der Lehrtafel Antonios" (von S. -105 an) und teilte daraus einiges mit. Pap., XVI—XVIII Jahrh., 14 Stücke. In Mappe. Autographa berühmter Theologen und auf solche bezügliche Dokumente, grösstenteils gesammelt von Chn. Friedr. Schnurrer, Kanzler in Tübingen. 1. Concio D. Jacobi Andrea' habita in autumno pro consolatione eorum, quibus inspectorum ineuria vel potius avaricia optima vini pars congelata frigore periit. (Deutsch.) I Iistor. Handschriften in Folio Nr. 552. 233 2. Jacobus Andrea; Joanni Schelhamero Norimbergensi d. d. Onolz- bachii 27. Dec. (?) 1578. 3. Epistola Augusti Ducis et Electoris Saxonise ad Ludovieum ducem Wirtembergise de dimissione Jacobi Andrew d. d. 2. Dec, 1581. Gedruckt bei Fecht, supplem. tust, eccl s Quartbände. Pappbände. Nachgelassene Manuskripte des Geh. Archivarius Reg.Rat Wilh. Ferd. Ludw. Scheffer (gest. 26. Jan. 1826). Zur Einleitung ein Band betitelt: Prolegomena, Antrag der Bibliothekare betr. die Acquisitum von einem Teil dieses Nachlasses; Privatakten Scheffers. Klasse I. Nr. 1. Ausführliche chronologische Darstellung- alles Merkwürdigen aus der Geschichte der Graten und Grafschaft Mömpelgart. 276 S. t°. Nr. 2. Ausführung einer doemnentirten Geschichte der Graffen von Mömpelgart. Concip. 1785—88, revid. 1823. 730 S. Nr. 3. Urkundenbeilagen zum Vorigen. ■> Bde. 308, 418, 330 Bl. (das Register hiezn findet sich in nr. 2). Nr. 4, ii. //. Sonstige Abschriften und Exzerpte zur Mömpelgarter Geschichte. Gedruckte Manifeste u. Deduktionen. 2 Mappen in Futteral. Klasse II. Nr. 2. Canzler Enzlin, seine Vergebungen und Bestrafung aus Archival- Akten 1594—1013. Concip. 1818. 47 S. Nr. 5. Extractus actorum, die zwischen dem Herzog und den Landständen von Würtemherg vorgewaltetc Irrungen und deren gütliche Beilegung betr. (1757—60). Concip. 1789, revid. 1790. 572 S. Klasse III. Nr. 2, a—e. Regesta diplomatica Ssec. VII — XVIII (ausgedruckten Urkundensammlungen geschöpft, chronologisch geordnet, nicht foliiert). 5 Bde. Nr. 3. Die in ihren Umtrieben merkwürdigsten Päpste nach v. Moser. Geschichte der päpstlichen Nuntien in Deutschland. 10 S. Histor. Handschriften in Polio Nr. 558. 237 Nr. 4. Directorium über die bisher bekannte gedruckte Urkunden- Sammlungen, Deduktionen und andere historische Schriften. 204 Bl. Nr. 5. Alphabetische Zusammenstellung der deutsehen Gaue (Konzept). .98 S. Klasse IV. Nr. 1. Versuch einer systematischen Ausführung der Lehre von den 'Siegeln als einer 1 Hilfswissenschaft der Diplomatie. 1779. 30 S. Nr. 2. Chn. Glo. Haltausii Calendarium medii awi, prseeipue ger- manicum (Lips. 1720) — wegen der Seltenheit des Buchs abgeschrieben von Scheffer, der es später (1797) in einer freien Übersetzung ioied«r herausgab. Es folgen andere Abschriften von alten Kaiendarien und kalendarischen Abhandlungen. Klasse V. Nr. 2. Extractus Actorum die von Brandenburg-Anspach prätendirte fraischüche hohe Obrigkeit von Weiltingen betr. (aus Willi. Dasers Bericht). 8 Bl. Nr. 3. J. J. Moser, kurze Ausführung der württ. Staats- u. Landesverfassung Stuttg, 1752 mit den Zusätzen u. Berichtigungen der zur Beurteilung dieses Entwurfs niedergesetzten Deputation. Vergl. hiezu Fol. nr. 276, nr. 636 Kapsel 8 und Cod. jur. Fol. nr. 239. Nr. 4. Collectanea zu einer Untersuchung über das OberstReichs- .iägermeisteraint etc. 4 °. Nr, 5. Varia Würtembergica. Alphabetisch geordnete Exzerpte. Anhang. I>. Das Testament Herzog Eberhards 111. von Württemberg d. d. Stuttgart 1. Jul. 1667. 122 S. 4". c. Kais. Commissionen. Privat-Acta in Sachen des Reichsgotteshauses Gengenbach betr. die Reichsstadt Zellischc Gemeinde Nordrach (1783). d. Akten u. Korrespondenzen (fast ausnahmslos) die Streitigkeiten zwischen Stadt u. Stift Kempten betr. / Mappe in Futteral. 558. Pap., XVII. Jahrh, 23 Bl. Pappbd. Instruction, wessen sich unser .... Johann Friderichen, Hertzogen zu Württemberg, zu der Rom. Kay. May., sodann des Hertzogen in Bayern Liebden Abgesandte Hof- und Kriegsrath Benjamin Buwingkhausen von Wall- merode im einen und dem andern zu verhalten d. d. Stuttg. 6. Dec. 1622. Konzept und Ausfertigung. Ztvei auf dieselbe Gesandtschaft bezügliche Schriftstücke sind hinten eingeklebt. 238 Histor. Handschriften in Folio Nr. 559. 560. 561. Pap., XVIII. Jahrh., 141 Hl. Kartoniert. Aus dem Nachlass des Kanzlern Schnurrer. Ordentlich und gründliche Beschreibung sämtlicher Grafen und Herzogen, deren Leben, Thaten und Handlungen, auch die immer mehrere Erweiterung des herzoglichen Hauses Württemberg beschrieben und erklärt in Anno 1740. Verfasser der damalige Regierungsrat) spätere Geheim* Rat Günther A l b r. R e n z. Andere Kopien finden .sich Fol. nr. 81, Q. nr. 274 und (um einige §§ vermehrt) Q. nr. 233. m. Pap., XVIII. Jahrh., 86 Bl. Pergbd. Aus dem Nactdass des Kanzlers Schnurrer. Moguntina Reuchlini historia anno MDXIII mense Septembri in Germania, Gallia ct. Italia celebris, illustrata anno seculari MDCCXIII mense Septembri in Academia Julia, recensita MDCCXV ab Hermanno von der Hardt. Schnurrer schreibt bei: „ex Biblioiheca Hardtiana Heimstatt, vid. Catalogum editum 1786 p. 35 nr. 182". Kinen Druck Heimst. 1715, < s ''. citiert er in seinen Nac'hrichten oon ehemaligen Lehrern der hebräischen Litlertitiir in Tübingen S-, 31 not. 2. Kin Seitenstück dazu s. Q. nr. 200. Pap., XVI. Jahrh., 10 Stärke. Ungebunden. Aus dem l\ r ac7ilass des Kanzlers Schnurrer. Originalakten betreffend die Reformation des Klosters S. Georgen. St. I. 2. i. 5. Briefe Herzog Ulrichs an den Abt Johann von S. Georgen d. d. Stuttg. 2., 29. Jan., 16. Sept.. 12. Oct. 1535. St. 3. Schreiben Job. Spreters an dens. d. d, Ulm 3. Apr. 1535. St. 6. 7. Briefe Ambr. Blaurers an dens. d. d. Tüb. 22. Febr. und 13. Oct. 15;!5, erstem- gedr. hei Presset, Ambr. Blaurer S. 350. St. 8. Allerlei Reden, so sieh Joss Münch hören lassen. Histor. Handschriften in Folio Nr. 562. 563. 239 St. 9. Vollmacht Herzog Ulrichs an Joss Münch 20. Deo. 153ö und Verhandlungen des letzteren mit dem Abt Johann 2.-4. Jan. 1536. St. 10. Bericht des Joss Manch an den Herzog 5. Jan. 1536. Kanzler Schnurrer, dem diese Akten von Villingen aus überlassen worden waren, benutzte sie in seinen Erläuterungen der wiirtl. Kirchen-, Beformations- und Gelehrten geschieht e S. 135—143. Pap., XVII. Jahrh., 241 Bl. Pergbd. Aus dem NacMass des Kanzlers Schnurrer. Inventarbuch des Baumeisters Heinrich Schickard. Hl 1-107 Inventarrum u. Verzachnus, was der barmhertzig Gott .... inier H. S. u. meiner liehen Hausfraw an liegenten Gietlein .... bescheret hatt. 1630(—32). (Hänser und Grundstücke in Stuttgart, Herrchen,, Bohrau, Afstatt, Eningen, Thailfingen.) ' IU. UO—141. Ycrzachnus mein II. S.s Bieeher. Anno 1631 (incl Kupferwerke und einzelne Kunstblätter). ' Bl. 147— 165. Mein H. S.s Silbergesehir (incl. Medaillen, Rinne und Becher von Gold). Bl. Iß!)—224. Ohngevare Vcrzaichnus was-----ich H. S. innerhalb 40 Jaren in- u. auserhalb Lands biss anno 1623 gebaut hab. Bl. 225-241. Inventarium, was der barmhertzig Gott .... mier H. S. bescherett haatt. K>32. _, . (Zusammenfassung der ganzen liegenden und fahrenden labe. Bemerkenswert sind die gemalten Abbildungen der Häuser und der Schmucksachen, die Pläne der Grundstücke u. s. u>. Das Buch Ist vielfach benutzt von Gemmmgen in seiner Lebensbeschreibung H. S.s. 568. Pap., XVII. Jahrh., in Futteral Aus dem NacMass des Kanzlers Schnurrer. Briefe an Wilhelm Schickard, von ihm und an seinen Bruder Lukas. Wüh. Schickard war Professor für hebräische Sprache und Astronomie an der Universität Tübingen. Er war geboren m Emmberg 240 TTistor. Handschriften in Folio Nr. 563. 22. April 1592 und starb in Tübingen 24. Oktober 1635. Die Briefsammlung zerfällt in drei Abteilungen. F. Briefe an ihn. Den Anfang bildet ein deutscher Brief des Landgrafen Philipp von Hessen an Herzog Johann Friedrieh von Württemberg d. d. 30. Aug. 11127 (gedr. bei Schnurrer, Nachr. v. Lehrern der hehr. Litt, in Till). S. 169 f.), enth. eine Empfehlung II '. Schickards für das Collegium artium. Es folgen lateinische Briefe an W. S. nun nachstellenden Männern in alphabetischer Ordnung: Alsteäius, .loh. Ilcnr. 2. — Andrea, .loh. Yal. 5. — Baurr (?) 1- Bainbridge, .loh. 1. — Bened. Bakai Cassovms 2. — Bardili, Carol. 4. — Bartseh, Jac. 2. ..... Baudoin I. — Beruegger, Matth. 23 (cf. Epistolce W. Schickardi et M. Berneggeri muttus. Argent. 1673). — Bisterfeld, Joh. flenr. 1. — Bodeck, Bouar. a 1. — Boullialdus, Ism. 1. — Buxtorf, Joh. Vi. - Gellius, Joh. Erh. 1. Christinemu, Wolfg. Joe. 1. — Clericus, Dar. 2. — Grinesius, Ohph. 1. — 1). (?) 1. — Deoilatus, Älius 13. — Dieterlin, Beruh. 1. — Dor- scheus, J. Geo. 2. — Ebert, Theod. 2. ■ Eckhard, Kelch. Sylv. 1. — Erhardt, Geo. 2. - Forstner, Ohph. I. - - Freinshemius, Joh. 2. — Gmelin, Jerem. 2. — Golius, Joe. 1. Gothofredus, Jac. 1. - Gros, Bened. 1. — Grotius, Hugo 5. Hab-recht, Isaac 8. Hainliu, J. J. 1. —- liebenstreit 2. — Hehl, Geo. 1. Heilbrunner, Aut. I. — Heibach, Frid. 1. Eerrenschmid, Andr. 2. Hohen- feld, Litdw. 1. — ilorteusius, Marl. 5. Jonston, Joh. 1. Katzenberg, Andr. I. Kepler, Joh. 10 (cf. Kepleri opp. ed. Frisch passim.). — Kirsten, Betr. 1. Klein, Joach. <>. — Lipstorp, Dien. 4. Lucius; Chph. 1. ----- Luillier, Franc. 1. Machtolph, M. I. — Maieler, Geo. Cour. 2. Meiderlin , Faul 3 (worunter ein deutscher). — Moriuus, Joh. Bapt. 1. - Feiresc, de —7 (hieran hat Oberstudienrat Hegel Abschrift mitgeteilt au Tamizeg de Larroquß für den oau ihm lieremszugebenden Briefwechsel dieses Gelehrten). — Peträus, Nie. 2. — Reihiug, Jac. 1. — Pemmelin, Joh. Lud. 4. —- Rivetus, Andr. 2. — Schaller, Jac. 2. - Schiller, Jul. 4. — Schmidt, Joh. 4. — Sionit.a, Gabr. 2. — Snoilhik, Joh. 1. — Swalbacus, M- B. G. I. - Tarnooiiis, Paula. - Waiss, Joh. Jac. 1. Wunderlich, Paul 2. — Weinmann, Erh. 4. Lud/ich 13 hebräische und 3 griechische Briefe. Wenn die Überschrift der Kopien dieser Originalbriefe, welche Kopien wir in Q. ur, 201, a. besitzen, recht berichtet, so verdanken wir die Sammlung der Originale dem Tübinger Professor Magnus llesentha/er, dessen Frau eine Schickard war. Später hesuss sie der Histor. Handschriften in Folio Nr. 564. 565. 241 Dekan Schickard in Camistatt und damals (1735) nahm der dortige Präzeptor Balth. Mebold Abschrift davon.. Die Originalien sowohl als der Abschriftband gingen in der Folge an J. G. Schelhorn über, welcher darüber im Commerc. epist. üffenbach. Pars 2 p. 409 — 420 berichtet; Schelhorn schenkte sie weiter an Schnurrer (s. des*, oben cit. Nachrichten S. 180 f.), ans dessen Nachlass sie in die Bibliothek kamen. 11. Briefe von W. Schickard: an Wendelin Bilfinger 6, an Schaupp 1, nebst einem einfältigen Bedenken desselben von rosenkreuzerischen Traktätlein 1619, alles von [Diak. Geo. Ernst?] Gbz in Stuttgart aus semer Autographensammlung an Kanzler Scheuerer geschenkt 1783. UI. Briefe an den Bentkammersekretär Luk. Schickard, alphabetisch geordnet, ran: Thom. Lansius 1; F. C. v. Teufenbach 1; D. Thevenot 1; B. Turrettini 1; Geo. Wagner 6; Tob. Wagner 6; J. Wild 1; Zeetschy (?) 1; Joh. Zwisler 5; anon. 1. Ferner herzogliche Passierscheine und Instruktionen für amtliche Reisen des L. S. Auch von diesem Teil der Sammlung spricht Schelhorn l. c. p. 420 (vergl. dazu Q. nr. 201. b); Kopien davon faulen sich am Schluss des Meboldschen Abschriftenbands Q. nr. 201. u. m. Pap., XVI 1. Jahrh., 11 Bl Ungebunden. Documenta concernentia ecciesiam collegiatam Stutgardiensem Diöc. Constant. Tut. 1636. Abschrift des so betitelten Buchs von Chph. Besold, 505. Pap., XVIII. Jahrh., 33 Bl. Ungebunden. Ans dem Nachlass des Kanzlers Schnurrer. Wirtembergia mathematica tenui periculo tentata praeside Joh. Kiesio Prof. phys. et math. a respondente auetore Wilh. Carolo Besoldo Canstadiensi. Von des früheren Besitzers Kanzler Schnurrers Hand ist beigesetzt: 1756 auetore Balthas. Mebold, tum nrweeptore Cantstad 1 . Handschr. d. k. Off. BIM. Stuttg. 1,1. 242 Histor. Handschriften in Folio Nr. 566. 567. 568. 569. Pap., XVIII. Jahrh., / El. Ungebunden. Antwort Serenissimi auf das Exhibituni des hiesigen Stadtmagistrats. Stuttg. 31. Dec. 1793 (betr. die Landesdefension). Pap., XVII. Jahrh., 2 + 14 Bl. Ungebunden. I. Henrich Eflferenss, der hl. Schrifft Doctoris, Herkommen und wunderbahre Bekehrung auss dem Bapstum zusammengetragen durch M. Henrich Efferen, Pfarrern zu Beuttelssbach 1634. //. Conjecturen von übrigen lezten Zeiten bis ans End der Welth, durch M. Heinrich Efferenn, Pfarrern zu Münsingen 1623. Verf. beider Stücke ist der im .1. 1664 gestorbene II. Efferenn, welcher 1616—27 in Münsingen, 1627- 62 in Beutelsbach Pfarrer war. Stück 1 giebt die Biographie seines Grossvaters gl. N., eine* Kölnern, welcher in der Reformationszeit zur evangelischen Kirche übertrat und als Btadtpfarrer in Winnenden im .1. 1590 starb. Auf Grund dieser und anderer Quellen entwarf W. He-i/d ein Lebensbild von „U. Efferhen d. Ä. u in den Blättern für württ. Kirchengesch. 1887 nr. 7. 508. Pap., XVIII. Jahrh., 636 S. Pack und Eck in Pergament. Brevissima Rhetise descriptio generalis et specialis, d. i. kurze und gründliche Beschreibung derer in dem Riess sich befündlichen Reichs- und Municipal- städte, Cluster, Schlösser, Dörffer u. s. w. zusammengetragen in Nördlingen 1763 von Joh. Georg Mollen. JJasselbe auch als Fol. nr. 429 und nr. 737 vorhanden, beidemale ohne Namen des Verfassers. Pap., XVIII Jahrh., Hl,') S. Pappbd. Johann Herolt, Chronik der Stadt Schwäbisch-Hall 1541. Die Chronik ist hier dem Original gegenüber cid fach verändert, umgestaltet und mit 'Ansalzen rermehrt, welche der Zeit nach bis in den An- Histor. Handschriften in Folio Nr. 570. 571. 572. 24:5 fang des 17. Jahrhunderts sich heraberstrecken. Der Abschreiber fand schon in seiner Forlage, /leren Seitenzahlen er an den Hand setzt, zwei der Chronik des Georg Widmana (s. Fol. nr. 1.47) entnommene Abschnitte über Murrhardt (S. 261—292) und über Comburg (S. 295—341), letzteren fortgeführt bis ziem Ende des 16. Jahrhunderts. Vergl. Fol. nr. 110. 673. 570. Pap., XVIII. Jahrk, 2 Bl. Ungebunden. Lettre du P. Clement XIV au Mufti Osman Mola trad. du latin. — Lettre de Mr Nicolini ä M'- Francouloni procurateur de S. Marc trad. de l'italien. Aus dem Beisatz „Oologne 1771" geht hervor, dass diese (unterschobenen) Briefe ans einem Druck (wahrscheinlich Oologne, Marteau), dessen Format (gr. 8") gleichfalls beigefügt ist, abgeschrieben sind. 571. Pap., XVIII. Jahrk, 212 Bl. Muck und Pck in Pergament. Geschenk des Hofrats 67/». Karl Andre (gest. 19. Juli 1831). Dominia et possessores Bohemiae. Ansässigkeils- und Anlagstabellen für sämtliche Güter- oder Eerr- xchajlsbesitzer Böhmens, nach den Kreisen geordnet, pro 17r>fi mal li.u. Gedruckte Schemata handschriftlich ausgefüllt. Pap., XVII.—-XIX- Jahrk, 26 Faszikel und Inder (Pappbd). Collectanea Württembergica, gesammelt von dem Advocaten Licent. jur. Friedr. Ludw. Willi. Theuss, Stadtschreiber in Waiblingen und Landschaftsmitglied Ojest. //. da ii. 1828 als Oberamtsrichter in Nürtingen). Diese Sammluiuj enthält vorwiegend Akten der Landschaft und der landschaftlichen Ausschüsse, aber auch landesherrliche Resolutionen und Edikte, Gutachten und Berichte rem landesherrlichen Behörden und Stadt- magistraten, Instruktionen von Gesandten, Verhandlungen über Krieg und Frieden; auch Akten des schwäbischen Kreises und der Bitterkantone ; 244 Histor. Handschriften in Folio Nr. 572. Kauf- und Erbschaftssachen von fürstlichen Personen; Arbeiten von Historikern und Rechtsgelehften u. s. w. 1. nr. 1 — 57. Altere Stücke, namentlich aus der Begierungszeit Eberhard Ludwigs (Familie Gräoenitz). 2. nr. 1 — 100. Papiere aus den d.i. 1740—60. .')'. nr. 1—105. Hauptsächlich Militär- und Kameralsachen. *) 4. nr. 1 -55. Grösstenteils Landschaftsakten aus den letzten '/jeden des Herzogtums, Proklamationen und Verordnungen des Kurfürsten und Königs Friedrich. 5. nr. 1 — 17. Unter anderem amtliche Verhandlungen wegen der öffentlichen Übung der katholischen und Sicherstellung der evangelischen Konfession; Papiere betreffend die Gräfin Würben; Auszüge aus Archival- akten betr. die Grafschaft Limpurg, insbesondere Welzheim und die sogen. Waibelhueb von Regierungsrat Baz; Oberamtmann Kuhns Bericht über den Mergentheimer Aufruhr vom ,). 1809. 6. nr. 1—17. U. a. Acta die Readmission des Oonsulenten Moser 1770 betr.; Acta über das Gut Ebersberg u. dessen Auslösung von Seiten des Ritterkantons am Kodier. 7. Kriegskostenperäquations-undKriegsschadensumlagsacta. 1793 —99- 8. nr. 1—15. Akten des Landschaftsausschusses. 1740 — 83. 9. nr. I —//. Desgl. aus den beiden letzten Jahrzehnten, des 18. Jahrh. 10. nr. 1 — 13. Desgl. aus den neunziger Jahren des 18. Jahrh. 11. nr. 1—14 Ebenso, namentlich die Verhandlungen mit Frankreich, die Bestätigung der Landesfreiheiten und die Organisation der Landschaft betreffend. 12. nr. 1—45. Mis/.ellaneen Ludwigsburg betreffend; juristische Ausführungen über Rechts- und Verfassungsfragen. Verteilung der Kriegslasten. Akten des Landschaftsausschusses, bes. v. 1764 — 65. Desgl. aus den JJ. 1766 — 68. Desgl. aus den JJ. 1769 — 70. Desgl. aus dem J. 1770. Desgl. aus dem d. 1771. Desgl. aus den JJ. 1778 — 82. /.''. (ohne Einzelnummern). Desgl. aus den JJ. 1782 — 8<>. 20. (ohne Einzelnummern). Desgl. aus den JJ. 1786 — 87. 21. nr. 1—86. Desgl. aus den JJ. 1788—89. *) Hierin als nr. 79 Schillers Ankündigung der Rheinischen Thalia im Originaldruck, dessen Abweichungen von den späteren Prof. IL Fischer im Archiv f. Litt.- (lesch. Bd. XII S. 301 — 303 nach diesem Exemplar notiert hat. 13. nr. 1—105. 14. nr. 1—47. 15. nr. 1—128. 16. nr. 1—216. 17. nr. 1—181. 18. nr. 1—78. ffistor. Handschriften in Folio Nr. 573. 574. 245 22. itr. 1—166. Desgl. ans den .}.). 1789 — 93. 23. tu; 1—25. 1—110. Desgl. aus den JJ. 1793—97. 24. Ständische Verhandlungen mit Herzog, später Kurfürst Friedrieh. 1798—1805. 25. ur. 1—163. Verhandlungen zwischen Regierung und Landschaft, das Militärwesen betreffend. 26. Vermischtes, u. a- Aufzeichnungen des Regierungsrats Dann über das Gerichtsverfahren gegen den .Juden Süss; Papiere des Generals Nicolai; Kaufbrief über das von Stainsche Rittergut Bedungen, erworben von der Herzogin Franziska. und Gutachten des Prof. jur. Gmehn über die hinsichtlich desselben geltende Erbfolge; fürstliche Verordnungen und Proklamationen, Ordres de bataille, Hoffeste, politische Gedichte. Indexband. 57;). Pery., XVI Jahrh., 5 Bl. u. angeb. Druck v. 77 S. Lederbd. Herzog Ulrichs Urkunde vom 18. Aug. 1514, laut welcher das Hofgericht in Tübingen verbleiben soll und die Stadt die Hirschhörner in ihr Wappen aufnehmen darf, in kalligraphischer Ausführung mit gemalten Kappenden »Consuln und dem Senat" von Tübingen gewidmet von dem herzoglichen Konsistorialsekretär Ändr. Büttel 27. März 1558. Angeb. die Hofgenchts- ordnung des Herzogtums Württemberg, Druck vom J. 1557. Auf das fünfte Watt des Pergaments schrieb der Tübinger Schlosshauptmann Joh. Herrn, Ochsenbach 1577 zwei Exzerpte aus Lazius und Iritkemitis. 574. Pap., XVII. Jahrh., *150 Bl Pappbd. Discorso e trattato del clarismo Messer [Marco] Ant. Marcello sopra lo stato temporale della chiesa. Die Schrift ist auch in lateinischer Sprache aus dem Nachlass des Wolfg. Grustehcnius ediert Francof. 1627. 4". 246 Histor. Handschriften in Folio Nr. .575. 57(5. 577. 578. 575. Perg., XV. Jahrh., 5 Bl. Pappbd. Der Miinsinger Vertrag zwischen den beiden Grafen Eberhard d. Alt. und d. Jung. II. Dec. 1482 abgeschlossen mit einem Vidimus der Grafen d. d. Stuttg. 22. Febr. 1483. Über das Verhältnis dieses Vidimus zu dem im Staatsarchiv erhaltenen Original rief: Miinsinger Vertrags s. Ueyscher, Gesetzsammlung 1, 489 Anm.), wo übrigens das Datum des Vidimus falsch reduziert ist. m. Pap., XVII. Jahrh,, 19 Bl. Pappbd. Copia untertänigsten Guthachtens einiger Deputirten puncto auffrichtender höchstnöthiger Landts-Defension dat. II. Sept. 1689. 577. Pap., XV J I. Jahrh., 3 Bl. Pappbd. Kurzer Abriss der Geschichte des Stifts Sindelfingen, zusammengetragen im Dezember 1555. Spätcrc Kopie. Eine ältere s. in der l'faffschen Sammlung Fol. ur. 739. Regent.Beil. III. 578. Pap., XVIII. Jahrh,, 2 Hl. Pappbd. Monumenta et Epitaphia, qua? in templo Albertsbaci adhucdum reperiuntur. Vollständiger mal besser finden sich die Inschriften hei Glatz, Geschickte des Klosters Alpirsbach 8. 209 ff. Histor. Handschriften in Folio Nr. 570. 580. 581. 247 •m.f. Pap., XVIIL Jahrk, 20 7 S. Pappbd. Wahrscheinlich aus dem Nachlas* des Geh. Archivars Scheffer. Theocl. Ant. Taulow v. Rosenthal (Archivar in Wien, gest. 10'.Juni 1779), Ausführliche Abhandlung von dem Ursprünge und der eigentlichen Bedeutung des röm. kaiserl. zweiköpfigen Reichsadlers. Ausgezogen ans ,1cm zweiten Abschnitt seine, Versuchs einer öster- reich/sehen Diplomatik. 580. Perg., XVI. Jahrk, 11 Kl Pappbd. Aus der Bibliothek des Geh. Hais Frommann. 98 gemalte Wappen der Ammeister von Strassburg 1333-1558, zusammengestellt von Martin Herlin (gest. 2. Aug. 1547), dem 84 en m der Reihe dieser Ammeister, und von dessen Schwiegersohn Jak. Brun. Ein Vorberichi eröffnet das titellose Werk; hierauf folgen die Wappen, je 12 zusammengeordnet, cjegenüber ,1er Text (Kamen and Amtszeit der Ammeister), umschlossen von Bankvwerk.^ Das Wappen Herhns figuriert (euch, im Frontispiz, getrogen von einem Engel. 5 Pap., XVII. Jahrk, 506 El Pergbd. [Balthasar Mütschelins] Beschreibung aller Statt, Schlösser, Märckt Dörfler, Weyler, Höf, Mülinen und Bürgsta.l im Hertzogthumb Württemberg gelegenn. Das bekannte Landbuch Beigebunden die folgenden von verschiedenen Händen geschriebenen Stücke: /. Bl. 314 f. Cadauischer Vertfag vom J. 1534. 2. Bl. 326 ff. Extract usser vilen Collectaneis über che Beschreibung der Stuottgarter Amptsflecken. . , , -, 3. Bl. 328.ff Vorgemeldter Flecken vor Jahren gehabter Adel und Burgstell. , . (..„jv I. Bl. 331'ff. Extractus usser ertlichen Collectaueis von Ankunft inid Erbawhung der Statt Stuottgart. 5. BL 348 //'. Herteogs Ludwigen aue Württemberg Coi.hr.nat.on de. Lanndtschafft Freyheitten. Ao 1569 (22. Jim.). (Begseker, Gesetzsammlung ■2, WS ff.). 248 Histor. Handschriften in Folio Nr. 582. 6. HL 352 ff. Hertzog Friderichs zu Württemberg Confirmation der Privilegien d. d. 29. Apr. 1595. (Landeagrundverf. S. 251 ff.) 7. BL 357 ff. Grüfte Friderichs zue Württemberg (und Mömpelgard) Assecuration wegen der Landtschafft Freyheitten Ao 1593 (14. März). 8. (verbunden) Hl. 377—390. 367. 368. Caroli V. Confirmation gemeiner Landtschafft Privilegien und Freyheitten (15. Oct.) 1520. (Bei/scher 2, 60 ff.) 9. Hl. 372 — 374. Kays, und österreichische GeneralConfirmation Pri- vilegioruni (5. »Sept.) 1600 [ausgestellt von Rudolf IL]. (Landesgrumkcrf. Ä 303 ff.) 10. HL 393 — W4. (Herzog Christophs) LandtagsAbschied (19. Jan.) 1560. (Reyscher 3, 137 f.) 11. Bl. 407—409. Kays, und iisterr. [Rudolfs II.] Conftrmation des Tüwingischen Vertrags (5. Sept.) 1600. [Landeagrundverf. . Klagschreiben der Verwandten des ermordeten Hans v. Hütten (d. d. Peter u. Paul 1515). 4. Kaiser Maximilians Entscheidung in der Huttenschen Sache s. d. 5. Zustellung des Herzogtums Württemberg an das Haus Österreich d. d. 6. Febr. 1520 (Sattler, Hersage 2. Beil. nr. 55), wozu noch, zwei Stücke kommen betr. die Übergabe von Tübingen und Herzog Ulrichs Schulden. <>. Karls V. (vielmehr Maximilians) Justification und Entschuldigung wegen hochverursachter Ungnad Herzog Ulrichs zu Würtemberg s. d. [1518; vergl. Steinhof er, neue ivirt. Chronik 4. 446 ff.]. 7. Des Vogts Hans Lehmiger im Zabergäu Bericht an den schwäbischen Bund betr. Herzog Ulrich, Samst. nach Laurent. 1511». 8. Schreiben der eidgenössischen Gesandten zu Baden im Aargau versammelt an Herzog Ulrich, Zinstags nach Maria Magdalena 1521. !>. Abforderung der Eidgenossen, so H. Ulrichen zugezogen, 3. März 1525. 10. Brief des Georg Truchsess an H. Ulrich, Estomihi 1525. 11. Schreiben des Erzherzogs Ferdinand an Statthalter, Regenten und Käthe in Württemberg, Herzog Ulrichs Einkommen abzuwenden d. d. Lintz 4. Sept. 1529. 12. Capitulation welcher massen der Schwäbisch Bund Herzog Christophen das Fürstenthumb wieder einzuräumen bewilligt s. d. 18. Kais. Schutzbrieff für Nürtingen (v. Fr. Duarte) 2. Jan. 1547. 14. Schreiben Karls V. an IL Ulrich d. d. Rothenburg a. d. T. 14. Dec. 1546. 15. Ulrichs Antwort d. d. Balingen 20. Dec, 1546. 16. Verhandlungen in Heilbronn [28.—31. Dec. 1546]. 17.. Herzog Albas Sehreiben an die wiirtt, Städte d. d. Groningen Bl. Dec. 1546 (beglaubigt vom Stadtschreiber (Jas/). Lutz). 18. Kaiserlicher Friedbrief für Göppingen (von Fr. Duarte) d. d. 2. Jan. 1547. 19. Erklärung Karls V. d. d. Heilbronn 10. Jan. 1547. 20. HeilbronnerVertrag von Herzog Ulrich in Hohentwicl den 3. Jan. 1547 unterzeichnet. Vergl. ~u St. 14—16. 17. 20 (Jh. F. Stalin, wirt. Gesch. 4, 453. 456 f. Histor. Handschriften in Folio Nr. 585. 580. 587. 588. 58'.). 590. 251 21. Achtserklärung Karls V. über Johann Friedrich Kurfürst zu 'Sachsen und Philipp Landgraf zu Hessen d. d. Regenspurg 20. Jul. 1546. 22. Erlass Erzherzogs Ferdinand d. d. Stuttgart 26. Aug. 1520. 23. Notizen zur Geschichte des württ. llegentenhauses. 24. Schreiben des Kurfürsten Christian von Sachsen- an Erzherzog Matthias von Österreich d. d. Dresden 6. Oct. 1608. 25. Kollcktivschreiben Herzog Johann Friedrichs von Württemberg und anderer deutschen Fürsten an denselben Erzherzog d. d. 2(i. Oct, 1608. Ji Pap., XVII. Jahrh. 421 Bl Pappbd, Aus dem Archiv. Landbuch oder Topographia Württenbergica ordine alphabetico. Unter diesem TM sind eine Heike ursprüglich loser Blätter oder „ogen, leider nicht durchaus in alphabetischer Ordnung zu einen bände vereinigt. Auf denselben hat ein mit Archwalurhunden, Lager- und Lehen- büchern, landschaftlichen Akten u.s.w. wohl vertrauter Beamter (Renthammerrat?) je unter den betreffenden Ortsnamen ^ff^/^f welche die Geschichte, die Lehn,- und Steuerpflichtigheit Recht und Brauch öffentliche Arbeiten, Monumente, Inschriften u. s. w betreffen. Zuweilen Lden auch längere Ausführungen über gewisse Bechtsverhältmsse an du Hund von Alien gegeben. 580. 587. 588. 58!). a. t>. 590. ,. b. Pap., XVII. Jahrh., 586 291 Bl Pergbd; 587 305 S'/ff™' 588 151 Bl. Pergamentdecke; 589. a. 390 Bl Pappbd; ML 694 S. Pergbd; 591),, 243 Bl Pappbd; 590.1, 806 Bl Pergbd. Aus dem Archiv. Oswald Gabelkover (geb. 1539, gest. 1616), Württembergische Geschichte. Ursprünglicher und vollständiger lext. X, 586 enthiitt Buch 1: Von, Anfang bis ^^^f^er 1344, ron verschiedenen Schreibershänden gutgeschrieben ° "^ '^ in ihrer Vorlage etwas nicht lesen konnten, sind da fehlenden WorUvon anderer Hand eingesetzt; wenn sie etwas falsch oder « falscher Ordnung 252 Histor. Handschriften in Folio Nr. 586. 587. 588. 581). 590. geschrieben, ist dies gleichfalls von einem andern richtig gestellt. Die Hand, welche die erste Hälfte des Buchs schrieb, hat auf dein Titel das Todesjahr vom Hohn und Mitarbeiter des Autors, Johann Jakob Gabelkover, (gest. 1635), angemerkt. Bei den. verschiedenen 'Veiten, aus welchen das Buch nach der ursprünglichen Disposition (s. Einl.) bestehen sollte, setzt, dieselbe Hand auf den Rand, welche derselben auf dein Archiv sich finden mal welche nicht. liier lautet beim dritten Hauptteil die Randbemerkung.' „Dieses ist in einem Bund im Archiv A<> 1684." Nr. 587 enthält Buch 2: Von Graf Eberhard dem Greiner und seinem Bruder Graf Ulrich IV. (hier als IX. gezählt) bis zum Tod Graj Eberhards d. J. 1344 — 1419, als „Concept" bezeichnet, zum grössten Ted eon einem Schreiber geschrieben; doch sind grössere oder kleinere Zusätze rirn Gabelkovers Hund zu bemerken, irelche sich zum Teil, besonders gegen den Schluss hin, über eine Reihe von eingeschalteten Blättern erstrecken. Nr. 588 enthält Buch 3: Vom Antritt der vormundschaftlichen Regierung durch Gräfin Henriette bis zur Absetzung Herzog Eberhards IL 1419—98, durchaus von Einer Hand, geschrieben. Nr. 589. a. enthält Buch 4: Von Ulrichs Regierungsantritt bis zum Aufenthalt des vertriebenen Herzogs in Mömpelgard 1498—1521, von Gabelkovers Hand geschrieben; nur die tiummarieu am Hand sind zum Teil von späterer Hand. Au manchen titelten stark durchkorrigiert, sonst sauber geschrieben. Nr. 589. b. enthält dasselbe Buch 1 in. späterer Reinschrift. Das Buch ist hier in, zwei Teile abgeteilt: I) bis Ende 1518, 2) von da bis 1521. Nach der ursprünglichen Disposition (s. Eint.) hätte das vierte Buch überhaupt bloss bis 151!) gehen sollen. Nr. 590. a. enthält Buch 5: Vom Reichstag zu Worms 1521 bis zur Wiedereinsetzung des Herzogs (genauer bis zur Heimkehr seines Bundesgenossen Philipp von Hessen) 1521 — 34, mit Ausnahme einiger wenigen Blätter in der Mitte von Gabelkover selbst geschrieben. Konzept. Nr. 590. b. enthält dasselbe Buch: Von Herzog Ulrichs Verantwortung und K. Maximilians Tod (8. u. 12. Jan. 1519) bis 1534, Abschrift von Schreibershand. Oswald Gabelkover hat seine. Geschichtserzählung nie weiter geführt als bis 1534; dieselbe bis auf' seine Zeit, d. h. bis in die Regierungsjahre Herzog Johann Friedrichs (1608ff.) herein in 11 Büchern fortzusetzen war ihm nicht vergönnt. Die Geschichte sollte überdies nur der erste Teil eines umfassenden Werks sein. Der zweite Teil hätte eine Landesbeschreibung, der dritte eine Geschichte der Fürsten-, Herren- und Adelsgeschlechter abgeben sollen. Das hiefür gesammelte Material ist teils im Archiv, teils a tien Histor. Handschriften in Folio Nr. 591. 592. 593. 594. 253 uf der Bibliothek (Fol. nr. 22. Okt. nr. 16) aufbewahrt. ® n * d ™ P J£ ■ien sind monographisch ausgeführt; vergl. Fol. nr. 21. 72.193. 253. Md. 521. - Ein Bruchstück der Württ. Geschichte s. unter Fol. nr. 187, den iuszug von Ph. Fr. Weiss unter Fol. nr. 17. 28. 163. 178. über Qalelhover vergl. Vfaff, mri. Maral 1, 79 ff Ders, die Quelle, der alt. wirt. Gesch. S. 22.ff P. Stalin in «er All,, deutsch. Bl ograpM Ba, Jon. Ulrich Steinhofer in seiner Neuen wirtanl, Chronik den Gabfo^erfaU wörtlich ausgeschrieben hat, ist bekannt; vergl, Ueyd, Ulrich Hü. a. . Gh. V. Stalin, wirt. Gesch. 3, 11. mci, r> ( -F.) Pap., XIX. Jahrh., nicht foUiert. 3 Pappbände. Geschenk des Verfassers. Joh. Friedr. Blum, genealogische Sammlung württembergischer Familien. Bd. 1. IL TU. (zusammengebunden) Beilagen, Urkunden, biographische Notizen nebst einigen Familiengedichten. Bd. IV a.b. FamiÜenstiftungen (Stiftmgsbriefe, Verordnungen übe, dir Verwaltung, Stammbäume der Berechtigten), a. Ä L>, . ^ _ Die eigenüiche Sammlung siehe in 40 Bünden ante, Okt. nr. 05, denn Beschreibung sieh dos Nähere findet. a. b. Pap., XVII. Jahrh,, a. 375 + 406 I OUV l K 340 + 350 + 435 S. Pergbd. [Joh. Ulr. Pregizer d. Alt.], Vita et regimen Ducum Wirttembergensium Ludovici, Friderici et Johannis Fr.denci. Deutsch trotz der lateinischen Fassung des Titels ^BändeM^ denselben Inhalt, nur fügt Bd. a. noch Johann Friedrichs Gatü A ind ..... Schluss auf zwei Seiten Ind. Dieser Inholt deckt steh nMonnntn der zweiten Hälfte von Fol. nr. 53 und 420. a. b. 254 Histor. Handschriften in Folio Nr. 595. 59ß. 597. 598. Pap., XVII. Jahrh., 158 Bl. Pappbd. Wahrscheinlich aus der Geli.-J&ats-jßegistratur. Joh. Georg Waltz, Stuttgartianus, Pfarrer zu Rudersberg, Württembergische Stamm- und Nahmens Quell. 1654. Gedruckt Stuttgart 1657. Unserer Handschrift fehlt dem Drucke gegenüber das nennte Kapitel des ersten Buchs, ebenso das vierzehnte des zweiten Buchs; dagegen wiederholen sich am Schluss die beiden ersten Kapitel des zweiten Buchs. Ein drittes Buch existiert in der Handschrift gar nicht. Ähnliche Defekte zeigt Fol. nr. 146 Bl. 122 -209. m. Pap., XIX. Jahrh., 1/5 Bl. Hack und Eck in Leder. Joh. Ant Frhr. von Bodmann zu Bodmann, k. k. Oberamtspraktikant, Alphabetisches Verzeichnis sämtlicher in der Landgrafschaft Neuenbürg snen Orte. 1805. Angehängt ist (Bl. 76 ff.) ein Verzeichnis sämtlicher in dem Kellen- burgischen Kreisdistrikt gelegenen Herrschaften mal Orte. Dem Titel gegenüber findet sich, eine Karte: Landgrafschaft Neuenbürg verjüngt durch Ign. Muschani 1794. 597. Pap., XIX. Jahrh,, 42 Bl. Steif broschiert. Desselben Bodmann (s. cor. Nr.) Anmerkungen über den Ausweis derer in Neuenbürg gelegenen österr. collectabeln Stadt, Dörfer und Höfe. Pap., XIX. Jahrh., 129 S. Steif broschiert. Desselben Bodmann (s. Nr. 596) Abhandlung über die Landeshoheit der Landgrafschaft Neuenbürg. Histor. Handschriften in Folio Nr. 599. 600. 601. 255 Pap., XIX. Jahrk, 69 Bl. Steif broschiert. Desselben Bodmann (s. Nr. 596) Abhandlung über die 9 Cameralämter in der Landgrafschaft Neuenbürg. 600. Pap., XVII. Jahrk, 46 Bl. Pappbd mit Pergamentrücken. Stammregister oder Genealogia des hochlöbl. fürstlichen Hauses Münsterberg und Ölss wie auch der jetzig hochfürstl. Württemberg-Ölssnischen Linea und Succession. Dieselbe Arbeit in zwei Ausführungen, einer älteren (Bl. 34-44), mit wdcher ein Stammbaum verbunden ist (Bl. 44-46), und ewr jüngeren, welche das Geschlecht, über 60 Jahre weiter herab (1630-98) verfolgt (Bl. 1—33). 601. Pap., XVI und XVIII Jahrk, 13 BL Pappbd. Aus der Bibliothek des Geh. Jiats Frommann. Mitteilungen aus Konstantinopel an Martin Crusius und Steph. Gerlach. /. Theodosios Zygomalas, der Protonotar des griechischen Patriarehen in Konstantinopel, hatte am 7. April 1581 einen Bnefan Martin Grusius geschrieben, welchen dieser am 29. September d J. empfing and in .einer Tnrcocjrascia p. 74-98 reröfentlichte. Beigeschlossen warm demselben die Nachbildungen der Figuren des byzantimschen Kaiser* A- dronikus Paläologus and seiner Gemahlm Anna, une solche recht, am Eingang zu dem damaligen Patriarchensitz, der vormaligrn pm i* n^JLL«; zu sehen waren. Diese farbigen Nachbildungen, me m OruL aus Konstantinopel erhielt, .finden sieh hier auf Bl 2 und 4 nebst den griechisch Beischriften. Letztere giebt auch IL X Breumng Buochenbach, orient. Eeyss S. 67, die Bilder (aber nur schwarz) Solanum Schweigger, Ueyssbeschreibung nach Oomtantinopel S. 121. I he Krage, od AndranL der Ältere oder der Jüngere - beide hatten Frauen des Rennens *) Vergl. Ducange, Constanmopoli* ehrist. liblV p. 93. 1b«*«, pufavxtval peX&TMi p. 398 ß. Viuiun, ±ui^jj 256 Histor. Handschriften in Folio Nr. 602. Anna - der hier dargestellte Kaiser sei, lässt sowohl Orusius als Breu- ning unentschieden; die von Frommann beigezogenen Autor/täten G. Pfau und J. M. Wild sind verschiedener Meinung. 2. Brief desselben Theodosios Zygomalas an den Prof. theol. Steph. Gerlach, geschrieben Konstantinopel den 1. März 1581, angekommen in Tübingen 29. September. Griechisches Original mal Abschrift mit nebenstehender lateinischer Übersetzung von Frommtann. Stellen aus diesem Brief hat Orusius mitgeteilt in der Turcoijracia p. 103. Pap., XVI. und AVIL Jahrh., 1405 Bl. Pergbd. Aus der Bibliothek des Stadtschultheissen .1. Fr. llezel, in Hall. Amts- und Privatakten von Dekanen der Reichsstadt Schwäbisch-Hall, namentlich Johann Weidners (gest. 1.606), Joli. Geo. Wibels (gest. 1651), Hieron. Holls (gest. 1658) und Joli. Wolfgang Weidners (gest. 1669). Obgleich der Inhalt dieses Bandes da mal dort nach Materien gruppiert ist, herrscht doch im ganzen weder zeitliche noch stoffliche Ordnung darin. Der grössere Teil des hier angehäuften Materials betrifft die kirchlichen Verhältnisse der Stadt und des Gebiets von Hall etwa ziviselten 1570 und 1670. Den Anfang bildet (BL 1 — 0) eine kirchenstatistische Skizze der Ruralpfarren ins Hällisch Capital gehörig; später folgen amtliche Heden und Ausschreiben von Dekanen, Korrespondenzen zivischeu ihnen und den Pfarrern, Verhandlungen der Kapitel rersaiumluugen, Verfügungen des Rats in kirchlichen Dingen u. s. w. (rergl. die Gruppen Bl. 8—65. 6b bis 78 und, was zivischeu, Bl. 253 und '141 steht, fast durchaus). Darunter nehmen besonders vielen Raum ein die Streitsache zwischen Joh. Weidner und dem Diak. Joh. Sehn eck (Bl. 321 — 436 nebst einigen der vorhergehenden Briefe) sowie die „Verantwortung Pfarrherrn zu Gailnkirchen uff die Klage etlicher seiner höllischen Predigkinder des Vaselviehs und seiner Predigt halber 1570" (Bl. 449—474). In diesem Gebiet der Hallischen Kirchengeschichte ist ein Zettel Tsenmanns nun .1. 1542 Bl. 7 das älteste Stück- Neben dem Höllischen Kirchenwesen ist das Schulwesen durch dahin einschlagende Berichte und- Gutachten, Ordnungen und Verfügungen, das Lokal recht durch eine Dorfordnung von Tu/lau vom .1 ■ 1559 (Bl. 1140 bis 1142) repräsentiert. Der Anteil der Haitischen Geistlichkeit au den theologischen Fragen der damaligen Zeit wird konstatiert durch ihre Korrespondenz mit der ITistor. Handschriften in Folio Nr. 603. 257 theologischen Fakultät Wittenberg (El. 82 ff.) in Sachen des Synkretismus, ferner durch Berichte über die Religionsgespräche in Mömpelgard 1588, Regensburg 1601, Cassel 1661 (Bl. 656ff. 85ff.), durch Mitteilung von Papieren betr. den Dr. Geo. Zeämann in Kempten (Bl. 90—97), durch Abschriften von der Korrespondenz des Grafen Volradv. Mänsfeldund Jak. Andreas (Bl. 647ff.) u.a. w. Der Übertritt von Joh. und Dur. ß Osler uns dem II alter Kirchendienst in den Augsburgischen wird durch Korrespondenzen und Streitschriften illustriert (Bl. 104—120. 147—251). Ein druckfertiges, aber nicht zum Druck gelangtes Buch des Dekan Joh. Weidner, eine deutsche Übersetzung von Melanchthon, historia de elec- tione et coronatione Caroli V., findet sich Bl. 1004-87. Saust triff mau Prognostika, Zeitungsauszüge, Rezepte, gedruckte Anpreisungen von Heilmitteln, Privatbriefe und Gelegenheitsgedichte besonders ans dem H eidner- "■heu Familienkreis, wozu man vergleiche die Leichenreden von Joh. und Job. Wolfg. Weidner, sowie Jo. Jac. Weidneri Salicetum poeticum Tub. 1620. 8, 1679 und 1684 dürfen nicht zu der Ansicht verleiten, als wäre das ganze Buch erst nach 1(180 abgefasst. Iliezu würde die Zeitberechnung auf Bl. 32 nicht stimmen. Auch können schon der mitgeteilten Bevölkerungszahlen Histor. Handschriften in Folio Nr. 607. 608. 609. 259 wegen die beiden Landbücher, dm vorliegende und das Öttingersche von 1624, in der Abfassungszeit nicht so weit auseinanderliegen. Anhang (von derselben Hand wie das Vorige geschrieben) : 1. Vasallj Wirttembergici Anno 1663. i 1 . Recess und Vertrag den Flosshandel auff dem Neccar betr. de anno 1484. 1527. 1590. 1593. 1613 und 1664 samt einem kays. Privilegio in anno 1553 ertheilt. 007. Pap., XVII. lahrh., 598 S. Pergbd. [Georg Widmanns] Chronik von Hall. Dieselben Bestandteile und Anhängsel, wie in Fol. nr. 662, finden •n *ich und, hier, weshalb auf die Beschreibung jener Nummer verwiese wird,. Die Bemerkung S. 1 unten betr. die angebliche Autorschaft Eytel Treutioeins ist dahin zu modifizieren, das* dieser verschiedene Notizen beigesteuert, auch das Niederschreiben der Chronik veranlasst hat; vergl. Fol. nr. 8 Bl. 13. Fol. nr. 147 Bl. 73. Der oben eingesetzte Verfasser steht fest schon durch die Worte 8. 2iii>: „Ich Jörg' Widmann," welche in Fol. '"'. 662 an/' S. 96 im'ederkehren. 008. Pap., XV JI Jahrh., 274 BL Lederbd. Papeles varios curiosos de la vida y ministerios de el Conde de Olivares, valido de el N. S. Phelipe 4°. Aus 30 Stücken bestehend. 609. Pap., XVIII. Jahrh., Vorbericht XL1 BL, Wappentafeln CXLV. Lederbd in einer Holzkapsel. Neu belebtes Urspring. Sammlung gemalter Familienwappen der Äbtissinnen and Konventfrauen des „deligen Stifts Urspring bei Schelklingen, zu stände gebracht, ">>t einen, heraldischen Vorbericht versehen und der damaligen Abhssm 200 ffistor. Handschriften in Folio Nr. 610. 611. Maria Hildegard von Sirgenstein gewidmet von J. J. V., d. h. Joh. Jos. Freiherrn v. V'öhlin auf Illertissen, wie aus den Dankesworten der Äbtissin auf den letzten Blättern hervorgeht. Das Bach wurde der Äbtissin überreicht im J. 1768. Dl Pap., XVIII. Jahrk, 218 S. PappU, Relatione della corte di Roma. Die Zeit der Abfassung ergiebt sieh aus p. 199, wo Klemens XIII. „II papa moderno" genannt wird. Dieser regierte 1758 — 69. lliemit stimmt, dass ein in Born gedruckter Kirchenkalender pro 1760 vorne eingefügt ist. Die Abschrift zeigt verschiedene Hände. 611. Pap., 1618 geschrieben, 168 S. (wovon jedoch 1 — 24 fehlen). Halbleinwand. Chronik der Stadt Gmünd. Der Kodex repräsentiert dieselbe Chronik, wie Fol. nr. LH, aber in einer erweiterten Gestalt. Die den Eingang bildende Holtenstauj'engeschichte ist am Anfang defekt, ihre Sagenhaftigheit erweist sich S. 32f. durch die Geschichte von Barbarossas Wiederkehr aus dem Orient. Auf die Lokalgeschichte geht dieser Kodex erst von 8. 55 ab ein; mit Fol. nr. 114 triff der Text bei dessen Bl. 11 zusammen und folgt ihm von da an gleichlautend bis zu dessen Bl. 59, nur mit dem Unterschied, dass dort in die Aufzählung der Bürgermeister nur ganz selten sonstige historische Data e/ugefügt sind, während solche hier zahlreicher erscheinen. Mit S. 110 beginnt in gegenwärtiger Handschrift eine neue Reihe annalistischer Aufzeichnungen in der Art einer Familienchronik, welche com J. 1163 bis zum ./. 1626 gehen. Manches Detail über die Vorgänge des J. 154<> findet sich bloss hier. Den ganz ungleichartigen Hch/uss bildet eine Übersicht über ilie „geistlichen Gütter in dem Württemberger Landt", wie sie iiü .). 1630 bestanden. Eine Beschreibung dieser Handschrift giebt Vf. Wagner in den württ. Vierteljahrsliefteu ISüÜ IL 1 S. 2, Histor. Handschriften in Folio Nr. 612. 613. 261 G12. Pap., teilweise auch Perg., XV. und XVI. Jahrh., 5 Bl. Pappbd. Geschenk von Frau Montlong 1846. Vier Urkunden beziehungsweise Briefe (Orig.). 1. Quittung über 75 Gulden, ausgestellt von Götz von Berliehingen an seinen „Schwager Samsam von Landtscheyn (sie) und Mates Cunrat SchultBs zu Rapena" (Rappenau) d. d. 17. Juli 1542. Pap. 2. Eine AVeisung des Kardinals Carlo Borromeo an den Goveruatore von Faenza Nicc. Visconti, dass er auf seinem Posten bleibe und nicht mit dem Governatore von Cesena tausche d. d. Roma 24. Juni 1562. Eigenhändige Unterschrift des Kardinals. Pap. 3. Erklärung des Ritters Lutz Schott über eine Begegnung, welche er vor Zabern im Felde mit Hans von Sickingen dem Jungen gehabt d. d. 25. Nov. 1472. Pap. 4. Urkunde betr. eine geistliche Pfründe in Geislingen d. d. Constaht. 15. Sept. 1455. Perg. >&v 613. Pap., XVI. Jahrh., 22 Bl. Pappbd. Geschenk von Frau Montlong 1846. Beschreibung des Bauernkriegs de anno 1525. Abschrift. Aas einer anderen Abschrift, welche sieh auf dem Stuttgarter Archiv befindet, gab Öchsle, Heitr. zur Gesch. des Bauernkriegs S. 484ff. Auszüge. Die Urschrift, welche aus dem Kloster Salmannsweiler in das Karlsruher Archiv gekommen, legte Mone seiner vollständigen Ausgabe in der Quelle usammluug der badischen Laudesgeschichte Bd. 2 S. 118 ff. zu Grunde. Eine kurze Charakteristik des Berichts s. hei Gh. P. Stalin, wirt. Gesch. 4, 252. Bl. 2 ist eine Steininschrift auf Schloss llorneck bei Gundelsheim, gleichfalls auf den- Bauernkrieg bezüglich, von neuerer Hand nachgebildet. Sie findet sich auch in iler Beschr. des (JA. Neckarsulm S. 385. ■> 262 Histor. Ilandseliriften in Folio Nr. 614. 615. 616. . 614. Pap., XVIIL Jahrk, 21 Bl. Pappbd. Geschenk von Frau Montlong 1840. Nachrichten von dem Kloster Loren. Am Schluss unterschreibt sich als Verfasser'„ Jacob Friedrich Brackh, Kiosteramtschreiber zu Lorch". Er bekleidete dieses Amt nach demWürtt. Dienerbuch zwischen 1729 und 1742. Die oben unter Fol. nr. '.106 erwähnte Abschrift nennt keinen Verfasser und als Entsteh uiigsjahr dos J. 1724. 615. Pap., XIX. Jahrh., 44 Bl. Pappbd. Geschenk von Frau Montlong 1846. Geschichte der Herrschaft Trauchburg. Die Erzählung geht bloss bis 1374; bei diesem Jahn hört der rierte Abschnitt, welcher bis [129 gehen sollte, mitten im Texte auf. 616. Pap., XVII. Jahrh., 10 Bl. Pappbd. Geschenk von Frau Montlong 1846. Beschreybung der loblichen österreichischen Statt Rottenburg am Negger in der alten Graveschafft Hohenberg underer Herrschafft gelegen. Schon die alte Paginatur, welche mit der Zahl 5 beginnt, zeigt, dass wir den Anfang dieser Beschreibung nicht rar uns haben; einzelne Seiten weisen dann wieder sehr hohe Zahlen auf, nudelte auf einen früher viel stärkeren Umfang des Kodex schliesseu lassen. Es Sind eigentlich bloss 3 Abschnitte einer Chronik folgenden Inhalts: 1. Bl. /,/'. Wann die alte Statt Lands-Ortt undergangen. 2. Bl. 2' — 9. Ertlicher gefundner haydnischer Stain Abriss und aigentliche Anzaigung (zwischeneingefügt Bl. 7 eine Abbildung des Grabmonuments des Grafen Rudolf von Hohenberg, gest. 1336, in der S. Mo- rizkirehe in Ehingen-Rottenburg; alle andern „Epitaphia, Monument« U. Grabstein" dieser Kirche fehlen). Hietor. Handschriften in Folio Nr. 617. (518. 263 •». Bl. 10. Wann die newe Statt Rottenburg angefangen und wie dieselb nach und nach ervveytert und aufferbawt worden. Der Text erinnert an Lutz v. Lutzenhardts Chronik von Rottenburg (s. Beschr. des OA. Bottenburg'S. 119. 26. 147), ohne aber ganz mit dieser übereinzustimmen. Weitenäuer (s. die". OA.Beschr. S. ISO) scheint der Urheber der Bandbemerkungen zu "ein; vergl. Bl. 1 „Mein Traditionbuch" mit dem Titel (/es a. a. 0. citierten Weitenauerschen Werks. Die Bilder kehren wieder in Gärts Beschreibung der Grafschaft Hohenberg (Fol. nr. '138. Q. nr. 240). 617. Pap., XVII. Jahrh,, 29 Stücke in einem Faszikel. Aus der älteren Konsistorialregistratur im J. 1847 abgegeben. Schreiben an Georg Friedrich Herrn zu Heydeck oder in dessen Angelegenheiten 1601—1604. Die meisten dieser Briefe schriet) Dr.jnr. Joh. Bapt. Bunin aus Strassburg, später aus Onolzbach, wo er in markgräflich-brandenburgische Dienste getreten war. Heydeck bekleidete verschiedene Posten an verschiedenen Orten, war auch zeitweise (1603. 1604) am Stuttgarter Hof, Sein früherer Hofmeister Baum lieferte ihm Neuigkeiten und bediente ihn in Geld- und Geschäftssachen. Der Inhalt der Briefe ist fast durchaus privater Natur. 618. Pap., XVI. Jahrh,, 321 Bl. Ruck und Eck in Lcder. Aus dem Nachläse des Hofdomänenrats c. Gok zu Stuttgart erkauft 7. Dez. 1841). Allerley Schrifften und Documenta die Genealogiam, auch den uhralten gräflichen Stammen der Herrenn Graffen von Montfort betreflfendt. Diese Sammlung ist schön, alier wenig korrekt von Einer Hand geschrieben. Sie wird eröffnet durch ein Schreiben Georgs III. r. Montfort- Brcgenz, worin er den Kaiser für sich mal seine vier Brüder um Belehnung mit der Herrschaft Montfort-Tettnang bittet, nachdem mit Ulrich v. Montfort-Tettnang im J. 1574 letztere Linie ausgestorben. Dem Erweis ihrer Ansprüche dienen die darauf folgenden Genealogien und eine rechtliche Deduktion. Zur weiteren Stütze derselben wird ein von Graf 264 Histor. Handschriften in Folio Nr. 619. Hugo XII. r. M. (gest. 1564) hinterlassenes „Yerzeiclmus Herkomens der Grafen von Montfort" eingerückt (El. 41—47 und wiederholt 57'—63'). Der übrige Inhalt des Bundes hat nicht direkten Bezug auf jene Erbfolge, wohl aber auf die Geschichte der Montfort überhaupt und bietet teils annalistische Aufzeichnungen dieses Haus betreffend (so aus den JJ- 1310—1483 Bl. 49'—52, aus den JJ. 1290—1473 Bl. 101 — 116, aus den JJ. 1408—44 BL 133), teils Auszüge aus Wappenbüchern (Bl. 58' ff.), Anniversarienbüchern (Bl. 136'—139), Turnierbüchern (Bl. 139'—144'), Chroniken (Bl. 52'. 79. 306ff.) und anderen Werken, teils Abschriften aus Epitaphien (Bl. 71—74. 135) mal lureutarieu ( Mo ntfortische Kunst- mal Raritätenkammer Bl. 269—275), teils genealogische und historio- graphische Ausarbeitungen über das Haus Montfort (von Baminger Bl. Soft-, vonWolfg. Lazius Bl. 119 ff., oon einem Ungenannten Bl. 123 ff., von Graf Hugo X. von Montfort, gest. 1491, Bl.l29ff.). Einen grösseren' Baum nehmen Briefe und Urkunden ein, welche die Herrschaften und Güter der Montfort, ihre Stadt Tettnautj und die von ihnen gestifteten Klöster") betreffen; sie sind durch den ganzen Hand zerstreut, finden sieh aber in grösseren Massen Bl. 146ff. und (aus dem Langenargener Archiv) Hl. 287 —302. Interessant sind Briefe des Christoph Zorn von Duuzen- heim, welcher oon öypem aus Lösegeld für gefangene Mitpilger beizutreiben und den Grafen Hugo XfL v. Montfort für ein armes Franziskatierkloster in Nikosia zu interessieren sucht, das den wunderthätigen Leichnam eines sei. Joh. v. Montfort birgt (Bl. 83-97; vergl. Bl. 117 — 119). Gegenwärtige Handschrift wurde benutzt und Urkunden daraus entlehnt von Vanolti, Gesell, d. Grafen r. Mordfort und Werdenberg; cf. p. VII und sonst oft; ferner kannte sie aus Mitteilungen von O.St.B. Heyd Böhricht, deutsche Pilgerreisen 188!) S. 245 ff. *) Hieher gehört auch Bl, 250 ff. Jac. Manlius de origine et fundatione mo- nasterii Brigantinensis. 619. Pap., XVIII. Jahrh., 152 S. Ruck und Eck in Pergament. Aus der Geh.-Bcds-Iiegistratur. Christian Friedr. Sattlers, herz, württ. Archivars, Beschreibung des Wappenkleinods des hochfürstlichen Hauses Würtemberg. 1740. Dem Herzog Karl gewidmet und mit 79 zum Teil gemalten heraldischen Figuren geziert. Dasselbe auch oben Fol. nr. 436. Histor. Handschriften in Folio Nr. 620. 621. 622. 623. 265 020. Pap., XVII. und XVIIJ. Jahrh., 444 Bl. Pergbd. Ulmische Cronica. Dies ist die bekannte Marchthalerische Chronik. Der Verf. verweist öfter* (z. B. Bl. i.V. 15. 130') auf die ältere lfmi.se/trouiL: des B. M., was uuf dem Band von Bl. 15 als „Bart, [Bartholomäus] Mart. [Marthaler ] collectoris avus" gedeutet toird; s. aber ihn Bl. 199' und Weyer- DKiim, Nachr. r. Ulm. Gel. S. 384. Von sieh selber erzählt der Verf., dass er in den JJ. 1636 mal 1637 bei der Leibgarde des Prinzen Friedrich Heinrich ran Nassau-Oranien im Haag gestanden und 1639 heimgekehrt sei (S. 287'). Er kann also nicht identisch sein mit Veit Marchtha/er, welcher im .). Kill 77 Jahre alt starb, nachdem er 36 Jahre lang im Ulmer Bat gesessen und die Stelle eines Kriegsrats bekleidet hatte (Bl. 17'. 216). Diesem aber will Weyermauu a. a. 0. S. 385 die Marchthalerische Chronik zuschreiben. Derselbe sagt, die Chronik sei in 11 Abteilungen eingeteilt. Dies mag für die ursprüngliche Gestalt der Chronik richtig sein. Unser Exemplar hat noch eine 12. Abteilung, aber als Zusatz einer späteren Hand, derselben, welcher auch sonst wertvolle Einschaltungen, in der Zeit bis 1700 herabgehend, und Register zu jeder Abteilung verdankt werden. \)u\. a. 1). c. Pap., XVI—XIX. Jahrh., a. 367, b. 251, c. 321 Bl. Pappbd. Acta monetalia Württembergica. a. 1572 -169!). b. 1702—33. c. 1734—1809. 622. Pap., XVIII. Jahrh., 212 BL Pappbd. Akten der Kommission zur Untersuchung der Jud-Süssischen Nlünzrechnungen. 1737—38 (Orig.). 023. Pap., XVIII. Jahrh,, 112 S. Pappbd. Ursprung und Fortgang des Münzwesens in Zürich. Verfasser unbekannt. 266 Histor. Handschriften in Folio Nr. 624. 625. Perg., XV. Jahrk, 24 BL Lederbd. Acht Urkunden betr. das Münz- und Wechslerwesen in Schwaben aus den JJ. 1423—31. L. Münzvertrag auf dem Tag zu Riedlingen, provisorisch vereinbart zwischen der Herrschaft Württemberg, den Städten um den Bodensee und denen des schwäbischen Städtebundes d. d. 27. Mai 1423. 2. Münzvertrag auf 10 Jahre definitiv abgeschlossen zwischen den genannten 3 Partien d. d. 20. Sept. 1423. Gedr. ans dem Konstanzer Münzbuch in Mones Zcitschr. 6', 27-1 — 385. 3. Weitere Bestimmungen in Münzsaohen von denselben Partien getroffen den 20. Okt. / 20. Nov. 1423. 1. Wechslerordnung der Stadt Ulm d. d. 26. Juli 1423. ~>. .Münzordnung derselben vom selben Datum. 6. Hans Gürtenler, Münzmeister von Strassburg, tritt in gleicher Eigenschaft in die Dienste der Stadt Ulm 15. Apr. 1424. 7. Beschlüsse der Abgesandten obiger 3 Partien in Wechselsachen gefasst auf dem Tag von Riedlingen 22. Juli 1424. 8. Beschluss derselben betr. die Abschätzung der böhmischen Groschen und deren Ersatz auf dem Tag von Riedlingen 1. Sept. 1431. Pap., XVIII. Jahrh., 535 S. Ruck und Eck in Leder. Aus der Bibliothek Wilh. v. Reinöhls, Direktors der hiesigen Ällgem. Mentenansta.lt, erkauft. Eine schöne und kurtze, doch wohlgegründete Chronica der weltberühmten Stadt Nürnberg, von ihrem Anfang und Erweiterung, auch mancherley Kriegen und Thaten fleissig und ordentlich gefeitiget und zusammengetragen. Von Anno 1180 bis Anno 1793. Diese anonyme Chronik eines Nürnbergers ist, abgesehen von wenigen Blättern, durchaus von Einer Handgeschrieben. Die Neuzeit wiegt vor. Hinten eingeklebt sind 3 Bl. Aufzeichnungen von einem anderen Nürnberger ans den JJ. 1770 — 82. Histor. Handschriften in Folio Nr. 626. 627. 628. 267 026. a-l. Pap., XIX. Jahrh, a. 7.9 und 331, b. 017, c. 266, d. 048, e. 540, f. 366, g. 537, h. 574, i. 519, j. 477, k. 283, I. 471 Bl. 12 Pappbände. Index alphabeticus über die Stuttgarter Kirchenregister von 1692—1799. 627. a-h. Pap., XIX. Jahrh,, a. 330, b. 202, c. 380, d. 253, e. 251, f. 272, g. 322, h. 170 Bl. 8 Pappbande. Index alphabeticus über die Stuttgarter Kirchenregister von 1800—10. jO. Pap., XVI. Jahrh., 193 Bl. Ruck und Eck in Leder. Wahrscheinlich ans dem Nachlass L. F. Heyüs an K. Pfaff und durch diesen an die Bibliothek gekommen. Nicolaus Thoman / Pfarrers von Weissenlwm, gest. 1542?], Weissenhornische Chronik. l>er eigentliche Titel (S. 1) lautet: „Ain klains kurtz Anzaigen und Herkhommen der Statt Weissenhorn und Herrscbiifft darzue gehörig, auch ertlicher Geschieht und Handlung so sich verloffen und begeben haben daselbst." Auf der Pergamentdecke hinter dein Vorsetzblatt .stehen die Worte: „Anno 1470. Weissenhornische Cronickh sampt andern mehr Sachen. 0. S. F." Das nächste Blatt zeigt da* gemalte Wappen Thomans. Kopie einer für das Kloster Elchingen genommenen Abschrift, welche das im Besitz der Stadt Weissenhorn befindliche Original mit ziemlichen Auslassungen wiidergiebt. Eine vollständige Ausgabe des Werks veranstaltete Baumaim in den Quellen zur Geschichte des Bauernkriegs in Oberschwaben (Bibliothek- . D. desselben vom Apr. 1221 = Winkelmann, Acta imp. nr. 218. 7. D. desselben vom Apr. 1221 = Hennes Bd. 1 nr. 57. Huül.-Brih. 2,160. 8. D. desselben vom 10. Apr. 1221 = Hennes eb. nr. 56. Huül.-Brih. 2,159. 9. D. desselben vom Dez. 1222 = Hennes eb. nr. 62. Huül.-Brih. 2, 2S2. 10. D. desselben vom Apr. 122;! = Hennes eb. nr. 64. Huül.-Brih. 2, 339. 11. Diplom des Grafen Gerhard v. Geldern vom Aug. 1224. Ex orig., verzeichnet bei Pettenegg, die Urkunden des Deutsch-Ordens-Central-Archivs in Wien 1, 29. 12. D. Heinrichs (VII.) vom 27. März 1227 = Duellius, hist. ord.teut. App. 18. Huül.-Brih. 3, 309. 13. D. desselben vom 15. Aug. 1226 [hier 1227] = Hennes Bd. 2 nr. 26. 14. D. Herzogs Otto I, von Meran vom Apr. 1230 = Kontes rer. Bern. 2,105. 15. D. Heinrichs (VII.) vom 23. Aug. 1234 = Brandenb. Usurp.-Gesch. 101. 16. D. Heinrichs von Wasserstelz vom 17. Apr. 123f>. 17. D. Friedrichs II. vom 22. Juni 1235 = Brandenb. Usurp.-Gesch. 90. 18. D. desselben vom Okt. 1235 = Solothurn. Wochenbl. 1828 S. 236. 19. Diplom Konrads IV. vom Dez. 1243 = Stillfried, Man. Zoll. ia, 46. Huül.-Brih. 6, 849. 20. D. Konrads, Heinrichs und Rudolfs von Wasserstelz vom .1. 1247. 21. D. Konrads IY. vom Apr. 1251 = Böhmer, Begy. Conr. nr. 106. Winkelmann, Acta imp. nr. 485. 22. D.Wilhelms (von Holland) vom 20. »Sept. 1252 = Böhmer, Begg. Wilh. nr. 165. 23. I). des Grafen Gottfried von Habsburg vom J. 1256. 24. D. Friedrichs II. vom 24. Juni 1216 = Hennes Bd. 1 nr. 28. Huül.-Brih. 1, 510. Wegen, des Datums vergl. Böhmer, Begg. Frid. II. nr. 200. 25. D. Richards vom 28. Nov. 1257 = Brandenb. Usurp.-Gesch. 103. Winkelmann a. a. 0. nr. 560. 26. D. Rudolfs vom 14. Nov. 1273 = eb. 103. Histor. Handschriften in Folio Nr. 630. 269 27. D. Rudolfs vom 21. Febr. 1274 — StrehlJee, Tab. ord. teut. nr. 366. 28. D. desselben vom 20. Febr. 1282 = Böhmer, Regg. Rnd. nr. 650. 29. D. desselben vom 5. Okt. 1286 = eb. nr. 899. 30. I). Adolfs vom 23. Mai 1293 == Brand. Usurp.-Geseh. 105. 31. D. Albrechts vom 22. Sept. 1298 = eb. 106. 32. D. Ruprechts vom 3. Nov. 1402 = Lünig, Reichsarchiv VII, 18. 33. 1). desselben vom 25. Febr. 1404 = Schannat, Sammlung alter hist. Schrift. I, 70 nr. 31. 030. Pap., XIX. Jahrh, 48 Bl. Pappbd. Geschenk des Konrektors Karl Pfaff in Esslingen. Päpstliche Urkunden. 1095—1300 (durchaus Kopien). 1. Bulle Urbans II. vom 8. März 1095 = Jaffe, Regg. Pont. nr. 4148. 2. B. Paschalis' II. vom 2. Nov. 1105 = eb. nr. 4509, 3. B. Innocenz' II. vom 12. März 1138 [hier 1140] = eb. nr. 5633. 4. B. Alexanders III. vom 26. März 1179 ^ eb. nr. 8683. 5. B. Eugens III. vom 29. März 1148 = eb. nr. 6398. 6. B. Alexanders III. vom 3. Apr. 1179 = eb. nr. 8604. 7. B. Honorius' III. vom 11. Okt. 1222 = Potthast, Regg. Pont. App. nr. 6885 a. 8. B. desselben vom 9. Nov. 1224 = Potthast, Regg. Pont. nr. 7313. 9. B. Gregors IX. vom 23. März 1236. 10. 15. Innocenz' IV. vom 30. Juni 1246. //. B. desselben vom 5. Nov. 1246. 12. B. Alexanders IV. vom 27. Aug. 1255. 13. B. desselben vom 9. Sept. 1255. 14. B. Alexanders IV. vom 14. Dez. 1255 = Potthast, Regg. Pont, nr. 16137. 15. B. desselben vom 20. Jan. 1256 = Potthast eb. nr. 16198. 16. B. desselben vom 4. Jan. 1257. 17. B. desselben vom 5. Juni 1258. 18. JB. desselben vom 27. Jan. 1259. 19. B. desselben vorn 18. Mai 125!) = Potthast eb. nr. 17580. 20. B. desselben vom 29. Mai 1259. 21. B. desselben vom 11. März 1261. 22. B. Urbans IV. vom 18. Febr. 1262 = Potthast eb. nr. 18330. 23. B. desselben vom 24. Febr. 1262. 24. B. desselben vom 9. Juni 1262. 270 Histor. Handschriften in Folio Nr. 631. 632. 25. B. Urbans IV. vom 11. Okt. 1262. 26. B. desselben vom 22. Muni 121)2 = Potthast eh. nr. 18304. 27. B. desselben vom 1. Juni 1263 = Potthast eh. nr. 18552. 28. B. Gregors X. vom 29. Nov. 1274. 29. B. Martins IV. vom 1. Apr. 1283. 30. B. Nicolaus' IV. vom 28. Juli 1288 = Potthast eh. nr. 22758. Eegistres de Nicolas IV. p. p. Lanylois nr. 173. 31. B. desselben vom 5. Aug. 1288. 32. B. Bonifacius' VIII. vom 28. Juli 1295. 33. B. desselben vom 18. Juli 1297. v. Potthast a. h. d. 34. B. desselben vom 15. Okt. 1297. 35. B. desselben vom 1. Mai 1300. 681. Pap., XVIII. Jahrh., 1 Tabelle. Ungebunden. Tabelle derer mit der Conservation sämtlicher Chausseen in denen herzoglichen Landen von Georgii 1787 bis Georgii 1788 verknüpfter Kosten berechnet Stuttg. d. 10. Juli 1787 [von] Gust. Heinr. v. Mylius, Obristlieute- nant und Flügel-Adjutant. 082. Pap., XVII Jahrh,, 103 Bl. Pappbd. Von der Amtskorporation Ludwigsburg aus ihrer Registratur am 1, Nov. 1S58 geschenkt. Beschreibung römischer, mittelalterlicher und neuerer Monumente, namentlich solcher mit Inschriften, ferner verschiedener Naturmerkwürdigkeiten, Raritäten, alter Bräuche u. s. w. in Deutschland und der Schweiz. Manuskript ohne Titel, mitten im Texte beginnend und gegen den Schluss unfertig. Verf., wie es scheint, ein Frankfurter, der nach Bl. 83 in Heidelberg um Mio] studierte. Das Buch kann nach mehreren Merkmalen kaum vor 1620 geschrieben sein. Der Text ist mit Federzeichnungen ausgestattet. Histor. Handschriften in Folio Nr. 633. 034. 271 Pap., XVII. und XVIII. Jahrh., 195 + 111 + 176 S. Pappbd. Oettingana. /. Stemmatographia Catularia Allemanno-Germanica, d. i. kurze suni- marisclie Deduction und Ausführung .... des fürstl. Stammes und Geschlechts der Grafen zu Altdorf, Herrn zu Ravensburg, Herzogen in Niederbayern, Amergau .....insgemein die Wölfen genannt, aus welchen das gräfl. Haus Öttingen neben andern mehr entsprossen, durch Job. Rauchpar [gest. 1651], des innern Raths zu Rothenhurg a, d. Tauber, a. 1634 colligirt. Biese dem Grafen Ludwig Eberhard zu Öttingen gewidmete Arbeit ist als „Öttingische GcscJilechtsbeschreibitng" von J. I>. Lang herausgegeben. Waller- Stein 1775. 2. Collectanea: des Hauses Ottingen incrementum et decrementum neben denen gradibus der hochgräfl. Otting. Regenten und anderer denck- würdigen Sachen mehr von anno 708 bis KHK) von mir J. E. Herrlen aus dem Archiv zusammengesammelt. Kopie. Der Verf. war mich einander Kanzlei-Registrator (1682 -90), Sehretarius, Hof- und Konsistoriair at. 3. Stammenbuch des weitberühmten adeliehen Geschlechts deren von Emershoffen. Mit gemalten Wappen. Anonymes Werk, nach einer Kopie des Neresheimw Konventualen Joli. Schwartz vom J. 1630 abgeschrieben von Joh. (reo. Moll 1759. Vergl. dazu den Cod. /eist. nr. Ol. L'ol. der Ilofbibliotheh. Pap., XIX. Jahrh., 14 Bl. .Pappbd. Geschribe stad in diesem buch Wie uff kommen wolt der buntschuch Im werden würtenberger land Sein rechter nam ward im verwand Und ward der arm Conrat genannt. Seitengleiche Abschrift des alten undatierten Druckes in Quart, nach einem Exemplar der /,■. Bibliothek zu Berlin gefertigt von Kanzleirat Decker. 272 Histor. Handschriften in Folio Nr. 635. 636. . 685. Pap., XIX. Jahrk, 18 S. Pappbd. Des hochloblichen schwebischen püds Hörzug im landt zu Wirtenberg. 1519. Seitetigleiche Abschrift des seltenen Drucks, nach einem Exemplar der k. Bibliothek zu Berlin für unsere Bibliothek gefertigt von Kanzleirat Decker, ehe der Druck seihst angekauft wurde. Pap., XVI. — XIX. Jahrk, 14 Kapseln. Akten aus dem Nachlass des geh. Staats- und Oberjustizrats Ferd. Wilh. Weckherlin [gest. 1814]. 1. Administrativsachen verschiedener Art.— Appellationsgericht und Revisionssachen. — Armenwesen. — Beamte (Instructionen, Diensteidformulare, Anstellung- und Absetzung, Besoldung und Accidenzien). - Beichtordnung samt Erläuterung derselben vom J. 1705. — Bericht, kurzer actenmässiger — von dem württ. geistlichen Gut (von Christian Hoch- stetter?) 1765. 2. Brandschaden Versicherung. — Oanzlei-Sachen. — Canzlei-Ord- nungen von den J.T. 1553 und 15 l .»7. Hof- und Canzlei-Reduction auf Lichtmess 1709. —- Canzlei-Reduction vom J. 1734. — Cerimoniell. — Ghategnier, Geo. Chph., Descriptio des Glaith-Regalis. 1721. 3. Ehe, Ehedispens, Ehebruch. — Extractus der hochfürstl. •württ. Ordnungen, so bei Haltung der Vogtgerichten denen Gemeinden zu verlesen. — Faber, Geh. Rat, kurzgefasste Nachricht vom Herzogthum Württemberg. — Flosswesen. 4. Forst- und Jagdwesen. — Gemeindesachen im Allgemeinen. — Gemeinden, einzelne: Denkendorf, Esslingen, Herrenberg (Stift und Stadt), Hürben (contra Hermaringen), Usfeld (Frohnhof), Ludwigsburg, Schorndorf, Stuttgart. 5. Gemeinden, einzelne: Walddorf, Weinsberg (manche Stücke histor. Inhalts), Wimpfen. — Grävenitzische Acten (Gräfin von Würben und deren Verwandte). — Handwerksordnungen und Fabrikconcessionen. 6. Hofgericht Tübingen (Appellation des Prof. J. Graft' 1685). — Hofgerichtsordnung vom .). 1514. Urteile neuern Datums gegen Hofdiener. — Zusätze zur Hofordnung 1794 — Verbrauch bei Hof 1617—18. — Kempten, Stift und Stadt, Processacten. — Kirchensachen. — Von denen Histor. Handschriften in Folio Nr. 636. 273 im Herzogthum Württemberg eingeführten Kirchenconventen oder Presbyteriis 1769. — Landesordnungen vom 10. Apr. 1515 und 21. Aug. 1521. 7. Landschaftliche Acten 1564—1763. 1763—70. 1770-99. 8. Lebensmittel, Versorgung des Landes mit solchen, nebst einer geschichtlichen Nachricht von Fruchttheuerungen im Herzogth. Württemberg. — Leibeigenschaft. — Militärwesen. — Miscellen. — Mömpelgardischcr Erbfolgcvertrag vom J. 1748. — Moser, J. J., vestgegründete Deduction, dass dem Herzogthum Württemberg alle der östrcichischen Lande Freiheiten und Privilegia ohne Zweifel auch noch heutigen Tags zustehen. 1721. — Moser, J. J., kurze Einleitung in die württ. Staats- und Landesverfassung (2 Exx. in 1 Fasz., wovon eines konzeptartig). 9. Münzen und Wertpapiere. — Obervogteien, Acten über dieselben nebst einer Denkschrift „von denen ehemals in dem Herzogthum Württemberg eingeführten Obervogteien 1754". — Ordnung und Verzeichnus aller Personen in der Canntzley und zu Hovc, auch wie es jedes Orts gehalten werden solle. 1556. (Auch besonders unter Fol. nr. 451.) — Polizei-Ordnungen. — Postwesen älterer Zeit. — Privilegium de non appellando. — Prozessschriften, zwei, von Haiterbach 1489 und Wildberg 1510 (Orig.). — Hecht, geltendes, und Rechtspflege in Württemberg. 10. Rechtsfälle. — Reichsstädte: Gutachten über die statistischen Verhältnisse einer mediat werdenden Reichsstadt gegen ihren neuen Landesherrn. 1802. — Rentkammer-Acten. 11. Ritter-Cantone und Rittergüter: Hohenstein, Kaltenthai, Lindach, Magolsheim. — Sattler, Chn. Friedr., von den freyen Gerichten, so ehmals in den württ. Landen üblich gewesen. — Spittler, über das württ. Privilegium de non appellando. — Stempelpapierordnung. — Steuern (Familien-, Kopf-, Vermögens-, Kriegssteuern). — Umgeld. 12. Verhandlungen mit auswärtigen Mächten. — Fürstl. Ehe- und Haus-Verträge und Testamente. — Vischer, Ludw. Chph., Abhandlung von den württ. Kirchenconventen; Abhandlung von den württ. Vogt- und Ruggerichten; Historie der Differentien zwischen beiden fürstlichen Kammern; Votum de jure aeeidentalium in ducatu Wirtemb. 13. F. W. Weckherlin, actenmässige Nachrichten von dem Ursprung, Fortgang und heutigen Zustand des württ. Privilegii de non appellando. 1788. — Wittwen und Waisen (Staatsfürsorge für solche, Pupillenwesen, Tutelarrath). — Württemberg im Allgemeinen: Ducatus et genealogiai würt- tembergicaß brevis descriptio (anon., auch besonders in Fol. nr. 141). Etwas von der Staats- und Landsverfassung des Herzogthums W., was sonderheitlich die Ausübung der gesetzgeber- und richterlichen Macht betrifft (in Frag iind Antwort, anon.). — Zehendsachen. Handachr. d. k. öff. Bibl. Stuttg. I, 1. 18 274 Histor. Handschriften in Folio Nr. 637. 638. 11. Zollwesen (Kaiserliche Edikte in Betreff des wiirtt. Zolls 1347 bis 1654. Anordnungen wiirtt.- Herzoge in Zollsachen. Heidenheimische Zollordnung vom J. 1652. Heidcnheimisch alphabetisches Zollregister vom J. 1749. Undatirte Zolltabellen. Vermischte Zollsachen). 637. Pap., XVIII. Jahrk, 191 Bl. Pappbd. Geschenk des Geheimeratspräsidenten Freiherrn von Neurath. Chronikalische Aufzeichnungen zur Geschichte von Ulm. 1. Bl. 1 — 136. Von den ältesten Zeiten bis zum J. 1700. Die ersten Blätter sind ans Marchthalers Chronik (vergl. Fol. ur. 620) auszüglich entnommen. Das Bl. 93' angezeigte „Ende der Chronik" hindert nicht, anzunehmen, dass derselbe Verf. auch noch die weiteren Jahre (1689 bis 1700) hinzugefügt hat. 2. Bl. 138—166. Von 1300-1610. 3. Bl. 168—191. Von den ältesten Zeiten bis 1658. Diese Abteilung ist von einer andern Hand und auf kürzerem Papier als 1. und 2. geschrieben. 000. a—g. Pap., XVIII Jahrk, a. Tl. l,i.274S.+ Beil. 66 S. 1,2. 384 S. b. Tl. 2 68 Bl. Bis Melier in zwei Pappbünden, das Weitere (c — g) unfoliiert in einem Futteral. a. Aus dem Nachlass des Domdekans v. Jaumann (gett. 1862) in Rottenburg. b — g. Aus den Spiltlerschen Papieren (vergl. l<'ol. m: G51). Joseph Anton Gärt, k. k. Registratur bei dem Oberamt Rottenburg, Die Grafschaft Hohenberg oder topographisch-diplomatisch- und historisch-, auch geographische Beschreibung der obern und niedern Herrschaft Hohenberg. a. enth. Tl. 1 Abschn. 1 1779. 2 179 . [die Stelle der vierten Zahl ist unausgcfüllt]. b. enth. Tl. 2 [1793]. [Tl. 3 existiert nicht./ Der erste Abschnitt des ersten Teils hat gemalte Wappen bis S. 212; beiden Abschnitten sind urkundliche Beilagen beigegeben. Am Schluss des ersten Teils finden sich Nachbildungen von Inschriftsteinen und Skulpturwerken aus Rottenburg. Dem zweiten Teil fehlen solche Beigaben. Histor. Handschriften in Folio Nr. 639. 640. 641. 275 c — g. Dasselbe, mehrfach defekt: c. Tl. 1 von anderer Hand. Die Abschnitte nicht geschieden; Bog. 31 fehlt. d. Tl. 1 Fragment mit den Bilderbeilagen. e. Tl. 1 in teilweiser Umarbeitung aus den JJ. 1803—1806. f. Tl. 1 in derselben Gestalt von anderer Hand, am Schluss unvollständig. g. Tl. 2 von anderer Hand. Vergl. Q. nr. 340. 639. a—f. Pap., XVIII. Jahrh., a, 873, b. 789 (mit Register 1148), c. 720, d. 810, e. 737, f. 599 S. 6 Pergamentbünde. Von Antiquar Lempertz in Köln gehäuft. Johann Müllners [falsch Mrdlers], Rathschreibers [geb. 1565, gest. 1634], Annalen der Stadt Nürnberg (—1600). Die Abschrift ist unvollständig; ein vollständiges Exemplar -würde bis 1620 gellen. Ein im J. 1S36 von M. M. Meyer in Nürnberg unternommener Druck dieser Annalen gedieh bloss bis zur G40. Ohtavseite. 640. Pap., XVIII. Jahrh, 79 Bl. Pappbd, Geschenk des Staatsministers Freiherrn v. Wächter-Spittler. Gantakten des Jud Süss. 1750. (Orig.) 641. (fällt aus). 276 Histor. Handschriften in Folio Nr. 642. 643. 644. 642. Pap., XVIII. Jahrk, 18 Bl. Pappbd. Abschriften aus dem Annalbuch zu Bietigheim, beglaubigt 4.—17. Okt. 1784 von dem dortigen Stadtschreiber Laux. Der erste Abschnitt handelt von Bauresten aus alter Zeit, von Forstgerechtigkeiten, Privilegien, Landstrassen, der ziceite erzählt die Schicksale der Stadt in den JJ. 1634—57. Vergl. Neues Magazin für die neuere Geschichte, Erd- und Völkerhunde als Fortsetzung des Büschingschen herausgeg. v. F. G. Canzler 1790 S. 3 — 10. 648. Pap., XVIII. Jahrk, A. 6, B. 12 Bl. Ungebunden. Aus den Spittlerschen Papieren (vergl. Fol. nr. 651). Christian Friedr. Sattler, Archivarius, Das Herzogthum Wiirtemberg (teilweise Autograph). A. zählt die Grafschaften und Herrschaften, welche zum altwiirttem- bergischen Stammgebiet hinzu erworben wurden, alphabetisch und dann die Dörfer und Gilter, welche von 1292—1383 anwuchsen, chronologisch auf. B. reiht alle Erwerbungen des Herzogtums alphabetisch an einander. B. ist in der Hauptsache identisch mit Q. nr. 170 S, 2 — 18. 644. Pap., XVIII Jahrk, Akten ohne Foliierung in Pappdeckel eingelcnüpft. Aus den Spittlerschen Papieren. Der fürstbrüderliche Vergleich zwischen dem Herzog Karl Eugen von Württemberg und seinen Brüdern Ludwig Eugen und Friedrich Eugen vom II. Febr. 1780 nebst den Vorakten dazu und späteren Schreiben beider Agnaten. Histor. Handschriften in Folio Nr. 645. 646. 277 645. Pap., XVII. — XIX. Jahrh., 4 Aktenfaszikel a — d mit den 2 folgenden Nummern in Eine Kapsel vereinigt. Ungebunden. Aus den Spütlerschen Papieren. Akten betreffend die Universität Tübingen. a. Auszüge wegen der Stipendien. b. Kurtzes Register etlicher vornehmer und hochgelehrter Männer, so bey diser Academj inscribirt, magistrirt oder doctorirt haben biss auff anno 1600. c. Relation, das Collegium illustre und in specie die Verpflegung württ. Prinzen in demselben betreffend, abgegeben im herzoglichen Kirchenrat Febr. 1793. d. Tabellarischer Extract aus den Gutachten des Geh. Raths-Collegii und des Consistorii, die Verbesserung des Zustands der Universität betreffend 1792. 646. Pap., XVIII und XIX. lahrh., 14 Aktenstücke in Einer Kapsel mit nr. 645 und 641. Ungebunden. Aus den Spütlerschen Papieren. Hausverträge württembergischer Grafen und Herzoge. 1. Hausgesetz über die Unteilbarkeit und Unveräusserlichkeit des Landes, errichtet von Graf Eberhard dem Greiner, seinem Sohn und dem Grafen Ulrich vom 3. Dez. 1361, bestätigt am darauf folgenden Tag von K. Karl IV. Gedr. in Reyschers Sammlung der württ. Gesetze 1, 467 ff.; vergl. Ch. F. Stalin, wirt. Gesch. 3, 287. 2. Das Würzburger Hofgericht bestätigt 22. Aug. 1366 mehrere Verträge der Grafen Eberhard d. Gr. und Ulrich, s. Ch. F. Stalin ebenda S. 288 Anm. 4. 289 Anm. 3—5. 290 Ann. 3. 3. Teilungsvertrag zwischen den Grafen Ludwig und Ulrich vom 23. Apr. 1441. s. Ch. F. Stalin ebenda S. 457. Reyscher a. a. 0. 1, 48f. 4. Graf Heinrich verspricht dem Uracher Vertrag nachzukommen den 27. Juli 1473. s. Ch. F. Stalin ebenda S. 604. 4 a. Tübinger Vertrag: zweiter Vorschlag der Landschaft. 4 b. Antwort Herzog Ulrichs darauf. Über die Drucke vergl. Ch. F. Stalin 4, 105 Anm. 3. 5. Herzog Friedrich Ferdinand tritt die Güter Weiltingen und Brenz an den 5. Aug. 1680. 278 Histor. Handschriften in Folio Nr. G47. 6. Ehevertrag zwischen dem Herzog Friedrich Ludwig v. Württem- berg-Mömpelgard und der Prinzessin Henriette Marie v. Prcussen d. d. 8. Dez. 1716 6. Febr. 1717. 7. Vergleich zwischen dem regierenden Herzog Eberhard Ludwig und dem Herzog Karl Friedrich zu Württemberg-Öls d. d. 8. Juli 1723 und Erläuterungs-Eezess dazu d. d. -„-^.t.-- 1727. 15. März 8. Ehevertrag zwischen Friedrich Eugen Herzog zu Württemberg- Mömpelgard und Friederike Dorothee Sophie v. Brandenburg d. d. 29 Nov 23 -^— p— : 1753 nebst Geheim-Artikel v. ~- Nov. 1753 und Festsetzungen -Lö. uez. ju u. wegen der Erziehung der Kinder. Der Vertrag allein ist gedruckt in Spittler, Sammlung einiger Urkunden und Aktenstücke zur neuesten wirt. Gesch. \1.] S. 37 ff. 9. Elisabeth Wilhelmine Luise geb. Herzogin v. Württemberg (Mömpel- garder Linie) verzichtet bei ihrer Verbindung mit Erzherzog Franz v. Osterreich auf die Nachfolge in den württ. Landen 30. Dez. 1787. 10. Herzog Ludwig Eugen bestimmt das Wittum für seine Gemahlin Sophia Albertina 9. Mai 1795. 11. Erklärung des Prinzen Wilhelm Friedrich Philipp v. Württemberg, betreffend seine Ehe mit dem Frl. v. Tunderfeld und seine Descen- denz von ihr d. d. 1. Aug. 1801. 12. Ilausgesetz, betreffend die ehelichen Verbindungen der Mitglieder des kurfürstlichen Hauses, errichtet von Friedrich IL 13. Dez. 1803. Gedr. bei Hey scher a. a. O. 3, 645 ff. Schulte, Hausgesetze der regier, deutsch. Färstenh. 3, 405 ff. 647. Pap., XVI — XIX. Jahrh., 19 Aktenstücke in Einer Kapsel mit den 2 vorhergehenden Xummern. Ungebunden. Aus den Spütlerschen Papieren. Akten betreffend die Vertragsbeziehungen der württ. Herzoge. a. zu anderen Fürsten. 1. Relatio und Gutachten der deput. kaiserlichen lleichshofräthe in der württ. Belehnungssache a. 1595. 2. Copia Unionsrecessus zwischen denen resp. Chur- und Fürsten- Häusern Pfalz, Würzburg, Baireuth, Onolzbach, Württemberg und Hessen- Darmstadt contra die Keichsritterschaft 11, Febr. 1713. Histor. Handschriften in Folio Nr. 647. 279 3. I In vorgreif liehe Punctation den zwischen Kais. Maj. qua Archidux Austritt; und Serenmo Wirt, zu errichtenden Tractat betr. (1732). 4. Extract aus denen Associationsrecessen die existentiam casus foederis betr. (1733). 5. Ewige Union zwischen Österreich und Wirtemberg samt einem Subsidientractat auf 8 Jahre 29. Nov. 1733. 6. Copia Neutralitäts-Tractats zwischen Churbaicrn und dem löbl. schwäbischen Kreis 9. Okt. 1741. 7. Allianz- und Freundschafts-Tractat zwischen K. Friedrich II. von Preussen und Herzog Karl von Würtemberg 31. Jan. 1744. 8. Copia des Freundschaftsbündnusses zwischen Kurpfaltz und Wirtemberg 1749. 9. Freundschaftsbündnuss zwischen Baireuth und Wirtemberg 1749. 10. Verträge zwischen Herzog Karl von Württemberg und dem König von Frankreich 4./14. Febr. 1752. . 11. Dessgl. d. d. 17./25. Mai 1757. 12. Erklärung Kaisers Franz IT. wegen des Privilegium de non ap- pellando 24. Aug. 1803. Gedr. in Beyschers Samml. württ. Ges. 6, 783 ff. 13. Vertrag zwischen Bayern und Württemberg über die zwischen beiden Staaten gelegenen vormaligen ritterschaftlichen Objecte 13. Okt. 1806. 14. Ländertausch-Vertrag zwischen Württemberg und Baden 17. Okt. 1806 (im Auszug), s. Härtens, recueil des traites. Suppl. T. 4 p. 358 ff. 15. Auszug aus dem zwischen Württemberg und Baden 13. Nov. 1806 abgeschlossenen Staatsvertrag über die Ausgleichung der zwischen beiden Staaten gelegenen Kittergüter. b. zu nicht-fürstlichen Personen. IG. Vertrag Herzog Christophs mit 3 Privatpersonen wegen des Eisenwerks in Unterkochen 20. Mai 1558. 17. Vertrag Herzog Johann Friedrichs mit dem Bischof von Eichstätt und dem Propst von Ellwangen wegen Ober- und Unterkochen 8. Dez. 1614. 18. Herzog Karls Denkschrift wegen seiner Verhältnisse zur Reichs- ritterschaft, an den Kaiser gerichtet o. J. 19. Vertrag zwischen der württ. Regierung und dem Magistrat Reutlingen wegen des an letzterem Ort stationierten Pflegers des Klosters Kö- nigsbronn 2. April 1795. 280 Histor. Handschriften in Folio Nr. 648. 649. 650. 651. 648. Pap., XVII. Jahrh., 14 Bl. Ungebunden. Johann Friedrich Riittels, herzogl. Archivars, Auszüge aus Archivalakten betr. die Belehnung württembergischer Fürsten durch römische Könige und Kaiser und darauf gestützter Bericht über die Zeit des Regierungsantritts württ. Fürsten, nebst Gegenbemerkungen eines Anonymus. 649. Pap., XIX. Jahrh., mehrere Faszikel in Einer Kapsel mit der nächsten Nummer. Ungebunden. Aus den Spittlerschen Papieren. Akten der Kommission zur Auseinandersetzung der mehreren gräflichen Häusern im J. 1802 zugeteilten Entschädigungsländer. Hof- und Domänenrat Chi. Ferd. Spittler war Mitglied dieser Kommission. 650. Pap., XVI. — XIX. Jahrh., mehrere Aktenstücke in Einer Kapsel mit nr. 649. Ungebunden. Geschenk des Staatsministers Freih. v. Wächter-Spittler. Akten die Besetzung des Hofgerichtsassessorats der Stadt Stuttgart betreffend. Diese bis ins 16. Jahrhundert zurückgehende Sammlung ist von dem Bürgermeister von Stuttgart Dr. Heinr. Imman. Klüpfcl angelegt, icelcher jene Assessorsstelle selbst bekleidete und als Obertribunalrat im J. 1823 starb. 651. Pap., XVI. — XIX. Jahrh., 11 Aktenfaszikel in 9 Kapseln. Ungebunden. Geschenk des Staatsmi>iisters Freih. v. Wächter-Spittler. Sammlung von Akten zur württ. Geschichte vom Ende des 16. Jahrh. bis zu den ersten Regierungsjahren König Wilhelms. Diese Sammlung stammt teils ans dem Nachlass des Ministers Just. Timoth. Freih. v. Spittler und des Oberfinanzrats Chn, Ferd. Spittler, Histor. Handschriften in Folio Nr. 652. 653. 281 teils aus dem des Obertribunalrats Klüpfcl und besteht aus fürstlichen Erlassen und Proklamationen, Regierungsdekreten, amtlichen Berichten, landständischen Verhandlungen u. s. w. Sie ist geordnet nach Regenten, wie folgt: 1. Friedrich I. 2. Johann Friedrich und Eberhard IIL 3.-5. Eberhard Ludwig und Karl Alexander. 6.-8. Karl Eugen. 9. —12. Ludwig Eugen und Friedrich Eugen. 13. —17. Friedrich und Wilhelm. 652. Pap., XVIII. Jahrh., 6 Aktenfaszikel zwischen Pappdeckeln. Geschenk des Staatsministers Freih. v. Wächter-Spittler. Württembergische Finanzakten. Unter diesem Titel sind Papiere ans dem Nachlass des Oberfinanzrats Clin. Ferd. Spittler zu sammeng efasst, welche sich auf den Staatshaushalt Württembergs (Budget, Steuern, Bergwerks- und Fabrik-, Floss- und lischereiivesen, Ackerbau, Forstwirtschaft u. s. w.) beziehen. Es sind teils amiliche Akten, teils Abhandlungen oder Material zu solchen, auch Korrespondenzen. 658. Pap., XIV. — XIX. Jahrh., Akten mit Nummern (1 — 59) bezeichnet, in 1 Kapsel. Ungebunden. Aus dem Nachlass des Sammlers Just. Timoth. Freih. v. Spittler, geschenkt von dem, Staatsminister Freih. v. Wächter-Spittler. Urkunden und Briefe, Notizen und Ausarbeitungen zur Geschichte der Braun- schweigschen und Hannoverschen Lande. 1 — 55. Einzelne Urkunden, Briefe und Akten aller Art aus den JJ. 1297 — 1815, teils Originale, teils Kopien, chronologisch geordnet. 56. Zur Geschichte der Klöster: a. Bursfelde: 17 Schutz- und Privilegienbriefe, 1 vom J. 1093, 1 vom J. 1144, 1 vom J. 1292, 2 vom J. 1398, 1 vom J. 1457, 2 vom J. 1460, 5 vom J. 1461, 1 vom J. 1476, 1 vom J. 1484, 2 vom J. 1492 (zum Teil Originale, zum Teil ältere Kopien). b. Marienrode: Beschreibung mit Beilagen. c. Mariensteina: Relation des Oberamtmanns Wisset. d—f. Wülfinghausen: Abschrift dreier Kopialbücher, welche im 15. Jahrhundert angelegt sind. 282 Histor. Handschriften in Folio Nr. G54. 655. 65G. 57. a—d. Zur Geschichte von Stadt und Stift Hildesheim. 58. Just. Conr. v. Hugo,' Anmerkungen über das Stcuenvesen, insonderheit über die Contribution und die im Fürstenthum Calcnberg eingeführte Licent-Anlage und deren etwanige Verbesserung. 59. Von der Rentkammer. 054. Pap., XVII. und XVIII. Jahrh., 95 Stücke in Einer Kapsel mit dem Folgenden. Ungebunden. Herkunft wie bei nr. 653. Acta betreffend die Herrschaft Mündelheim und deren Übergabe an den Herzog von Marlborough. KK Pap., XVII. und XVIII. Jahrh., 30 Stücke in Einer Kapsel mit nr. 654. Ungebunden. Herkunft wie bei nr. 653. Akten verschiedener Art, zum grösseren Teil die Rechts- und Besitzverhältnisse deutscher Fürsten und Herren, Stifter und Klöster, auch die päpstliche Nuntiatur in Deutschland betreffend. Pap., XVII. und XVIII Jahrh., 69 Bl. in Einer Kapsel mit den 3 folgenden Nummern. Ungebunden. Aus den Spittlerschen Papieren. Dr. jur. Joh. Ulr. Pregizers, württ. Oberrats [gest. 1708], Bericht an den deutschen Kaiser über das Ergebnis einer im J. 1701 in kaiserlichem Auftrag nach Besancon unternommenen Reise. Verf. giebt nähere Nachricht über die Granvellaschen Papiere, welche er auf einer früheren litterarischen Reise im Kloster S. Vincent in Be- sancon entdeckt (1088), sowie über fernere dort und anderwärts befindliche, für das Haus Habsburg wichtige Manuskripte. Angehängt sind: Histor. Handschriften in Folio Nr. 657. 658. 283 1. eine Korrespondenz des Oberrats Pregizer, seiner Wittwe und seines Sohnes, dadurch veranlasst, dass jener Bericht dem Kaiser nicht übergehen und von ihm nicht honoriert wurde; 2. ein vielleicht von derselben Heise mitgebrachtes Memoire von Forstners; 3. zwei Berichte Joh. Ulrich Pregizers aus der Zeit, da er noch Professor in Tübingen war, d. d. 3. Nov. 1679 und 28. März 1680 betr. die Ergebnisse litterarischer Beisen durch Schivaben zur Aufspürung von Quellen Württemberg ischer Geschichte. Benutzt von W. Heyd zu seiner Lebensshizze des J. U. Pregizer in der Allg. Deutschen Biographie 36, 54.5 ff. 657. Pap., XVII. — XIX. Jahrh., 98 Stücke in allen Formaten. In Einer Kapsel mit nr. 656. 658. 659. Ungebunden. Aus dem Nachlass des Oberfinanzrats Spittler, geschenkt von dem Staatsminister Jas ans Widmann entlehnt ist, auch in unsere Chronik übergegangen (man vergl. Fol. nr. 147 Bl. 73 mit S. 101 f. unserer Handschrift). Eher könnte Hans Jakob Gräter (S. 256) als Autor vermutet werden; aber auch wenn man a. a. 0. 1622 statt 1522 liest (vergl. Fol. nr. 663 S. 221), erscheint Gräter als zu alt für den Verfasser dieser Chronik. Somit muss bis auf weiteres die Autorschaft in suspenso gelassen werden. Stücke von fremden Autoren sind folgende eingefügt: S. 377 ff. von Saalschreiber Phil. Heglbronner über den neuen Sxdenbau, S. 805ff. von J. J. Zehner über die Bürgermusterung des J. 1655, S. 955 f. von Achilles JasonWidmann, das Leben Peter Düssenbachs (1425). Ausserdem sind von S. 639 an verschiedene Ordnungen der Stadtbehörden eingereiht. Im wesentlichen identisch mit unserer Handschrift, zumal in den ältertn Teilen, ist Fol. nr. 663. 670. (fällt aus). Handsohl, d. k. öff. Bibl. Btattg. I, 1. 19 290 Histor. Handschriften in Folio Nr. 671. 672. 673. 674. 671. Pap., XVIII. Jahrk, XL und 1002 S. Pappbd. Vom statist. Landesamt. Das Vornehmste und Nuzlichste aus den Rathsprotocollen [der Stadt Schw. Hall] auf hochobrigkeitlichen Befehl von 1478—1609 extrahirt von Jak. Friedr. Müller, qua Archivario, und von 1610 — 1700 incl. fortgesetzt von Joh. Lor. Seiferheld, Archivario, übergeben ao. 1782. 672. Pap., XVII. Jahrk, 449 S. Pappbd. Vom statist. Landesamt. Lic. F. Müllers, Registrators, Repertorium über alte Hällische Familien aus städtischen Archivalien in alphabetischer Ordnung zusammengestellt 1694—95. 678. Pap., XVI. und XVII. Jahrk, 95 Bl. Papierdecke. Früher im Besitz des Rektors Friedr. Dav. Gräter in Hall, später in dem des statist. Landesamts. Johann Herolts Cronica Zeit- und Jahrbuech von der Stadt Hall Ursprung und was sich darin und darumb verloffen. David Schiveicker, der Abschreiber dieser Chronik, ^'ess dieselbe in ihrer ursprünglichen Fassung und Ordnung, machte nur wenige Zusätze zwischen hinein (36', 37, 38', 39), fügte aber am Schluss (Bl. 83—95) eigene chronikalische Aufzeichnungen aus den JJ. 1563—1606 bei. Eine ältere Handschrift s. Fol. nr. 110, eine spätere Fol. nr. 569. 674. Pap., XVII. Jahrk, 85 Bl. Pappbd. Vom statist. Landesamt. I. Bl. 1 — '38. Diarium Weidnerianum 1601—1604. (Handel zwischen dem Dekan Joh. Weidner und dem Diak. Joh. Schneck in Hall.) IL Bl. 39—85. Hällische Religions-Sach. 1602—1603. (Derselbe Handel.) Histor. Handschriften in Folio Nr. 675. 676. 677. 291 Pap., XVII. Jahrh., 5 Bl. Pappbd. Vom Statist. Landesamt. Vom bürgerlichen Unwesen und Unruhe in Schwäbisch-Hall. Ad 1602 [und 1603]. Eine Note am Fasse des Titels besagt: „Diese Piece ist Anno 1765 unter des Herrn Adv. Hetzeis Acten gefunden und sodann ad llegistra- turam [der Stadt Hall] gegeben worden." 676. Pap., XVIII. Jahrh., 140 Bl. Ruck und Eck in Pergament. Vom Statist. Landesamt. Aufsichtsdiarium des Schlosskaplans Landmann über die Begebenheiten in Warthausen und das Betragen der gräflichen Dienerschaft. 1757—58. Ben Inhalt bilden eigentlich Rapporte Landmanns an den Hofrat La Boche in Mainz über die Bewirtschaftung des grüß. Stadionscheu Guts Warthausen und über Vorkommnisse aller Art in diesem Orte. La Boche, welcher die Oberleitimg der Stadionschen Güter hatte, schreibt auf den Band seine Bemerkungen und die Verfügungen des Gutsherrn, welcher damals kurmainzischer Staatsminister war. 677. Pap., XIX. Jahrh., 390 S. Pappbd. Vom Statist. Landesamt. E. G. Johler, Pfarrer zu Burgberg, früher zu Wiesenstetten, Geschichtlichtopographische Beschreibung des katholischen Landkapitels Horb a. N. 1825. Vom Verf. an den Finanzrat Hemminger mit einem Brief vom 6. Dez. 1825 gesendet. 292 Histor. Handschriften in Folio Nr. 678. 679. 680. . 678. Pap., XIX. Jahrh., 89 Bl. Pappbd. Vom Statist. Landesamt. Regierungsrat Giinzlers Beiträge zur Geschichte von Nürtingen und der Kirche und des Klosters von Tachenhausen in besonderer Beziehung auf die Entstehung des Nürtinger Spitals. Mit 19 Urkunden. 1822. Der vormalige Oberamtmann von Nürtingen, spätere Begierungsrat Ileinr. Günzler, Hess im J. 1819 eine geschichtliche Darstellung der Entstehung des Nürtinger Spitals drucken. Obiges ist eine Umarbeitung hie- von, loelche G. im J. 1822 dem Verein für Vaterlandshunde übergab. Einen Auszug daraus veröffentlichten die Württ. Jahrbb. 1836 S. 311 ff. 679. Pap., XVI. Jahrh., 194 Bl. Pappbd. Vom Statist. Landesamt. Dionysius Dreytwein, Bürgers und Thorschreibers in Esslingen, Esslingische Chronica von 1548—64. Obgleich über dem Eingang der Chronik die Jahreszahl 1548 steht, beginnt sie doch mit Begebenheiten, die über 30 Jahre älter sind, und geht auch in der Folge öfters in frühere Zeiten, sogar ins Mittelalter zurück. Die Chronik ist keineswegs streng chronologisch geordnet. Für die auf dem Titel genannten Jahre ist sie eine Hauptquelle und von Pf äff in seiner Geschichte Esslingens viel benützt. Ein grau in grau gemaltes Bildnis Dreytweins mit der Jahreszahl 1585, zu welcher Zeit er übrigens schon tot war, ist als Titelkupfer beigegeben. Von späterer Hand am Bande Rubriken. 680. Pap., XVIII. Jahrh., 80 Bl. Ruck und Eck in Pergament. Vom statist. Landesamt. 1. Bl. 1—61. Extract jenigen Zeitregisters, so weyland M. Barthol. Eiselin, zuegenandt Lederschneider, gewesster Pfarrer zu Hildrizhausen, wegen viler inn- und ausserhalb dess Lands Würtemberg, absonderlich bey Statt und Ambt Herrenberg sich zugetragener denckhwürdiger Sachen Histor. Handschriften in Folio Nr. 681. 293 ex variis historicis et manuscriptis würtembergicis, auch andern Antiquitäten zusammengetragen und angefangen Anno 1619. 2. Bl. 63—78. Continuatio merckwürdiger Sachen, so sich in folgenden Jahrgängen [1080—1702] in disem Herzogtlmmb Würtemberg, auch andern Königreichen und Ländern, bevorab auch in Statt und Ambt Herrenberg eraiget (sie) und zugetragen, nach und nach summarisch und kurz ausgezeichnet von dem in solcher Zeit allda zue Herrenberg gewesten Statt- und Ambtschreibern Georg Bened. Nidermayern. Bis hieher von Einer Kopistenhand geschrieben; es folgt noch Bl. 78 ein aus der Herrenberger Schneiderlade entnommener Nachtrag und Bl. 79 und 80 ein vom Herrenberger Stadtschreiber Kr äff t stammender Eintrag betr. einen Hauseinsturz in Gültstein (1768). Die Chronik Eiselins befindet sich vollständig auf dem Archiv; ihr Verfasser war in Hildrizhausen geboren und zwischen 1613 und 1622 Pfarrer daselbst. Die Aufzeichnungen beschäftigen sich zunächst mit Herrenberg und Hildrizhausen, machen aber starke Abschweifungen in das Gebiet der Geschichte von den Tübinger Pfalzgrafen und den Württemberger Grafen. Sie bewegen sich durchaus im Mittelalter, abgesehen von der statistischen Notiz am Schluss vom J. 1550. Pfaff in seinen Quellen der alt. wirf. Gesch. S. 32 rühmt mit Hecht die hier gegebenen „schätzbaren Auszüge aus alten Urkunden"'. Die Fortsetzung schliesst nicht unmittelbar an Eiselins Werk an. 681. Pap., XVII. Jahrh., 238 S. Ruck und Eck in Pergament. Früher im Besitz des Bürgermeisters Dr. Stecher (über welchen mehreres bei der nächsten Nummer), der Bibliothek geschenkt 1873 von Kaufmann Staib in Biberach, als sie von ihm die Nummer 683 kaufte. Johannis Ernesti a Pflaumern Metamorphosis arcium et castrorum Sueviae. Über den Verf. vergl. die folg. Nummer. Eine andere Kopie gleichfalls mit dem Anhang aus einer Ulmer Chronik s. unter Fol. nr. 168. 294 Histor. Handschriften in Folio Nr. 682. G83. 1)0(j. a—e. Pap., XIX. Jahrh., I, 1. 875, I, 2. 959, II. 776, III. 971, IV. 1025 S. Ruck und Eck in Leder. Im Mai 1872 von Kaufmann Staib in Biberach erkauft. Johann Ernst von Pflummerns Annales Biberacenses. Der Verfasser, einem Biberachischen Geschlechte angehörig, daselbst geboren 2. Febr. 1588, gest. zu Salmansweiler 1. Okt. 1635, Reichsstift Salmansweilerischer Bat und Obervogt in Schemmcrberg, schrieb diese Geschichte seiner Vaterstadt, welche in ihrem ursprünglichen Bestand bis zum J. 1566 herabreicht, zwischen 1619 und 1621, fügte aber später noch einen Anhang hinzu, welcher die JJ. 1633 — 35 behandelt. Die Originalhandschrift in 3 Foliobänden liegt in der Registratur der Familienkaplanei des v. Pflummernschen Geschlechts zu Biberach. Gegenwärtiger Kodex ist eine Abschrift, gefertigt in den JJ. 1819 — 23 von Dr. Georg Ludw. Stecher, letztem reichsstädtischem Bürgermeister lutherischen Anteils, dann badischem (1802), endlich württembergischem (1806) Stadtschultheiss, resign. 1823, gest. 1826. Stecher hat den ersten Band der Urschrift in zwei besonders gebundene Abteilungen gespalten, der zweiten dieser Abteilungen Familienwappen (von Joh. Bapt. Pflug gezeichnet) beigegeben, an den Schluss des dritten Bandes Nachträge aus „einzelnen Heften und Bogen", die ihm der Amtspfleger v. Pflummem einhändigte, gefügt und das Ganze durch ein von ihm gefertigtes Register (= Bd. 4) vervollständigt. 1)00. a. b. Pap., XIX. Jahrh., 21 Faszikel in 2 Kapseln. Erkauft von der Witwe des Sammlers. Miszellaneen zur Geschichte der Herren von Weinsberg, gesammelt von Domänendirektor Jos. Albrecht in Öhringen [gest. 1871]. Kaps. a. 1. Burg ßeichelsberg mit dem Städtchen Aub. 2. Ansprüche an die Herrschaften Falkenstein u. s. w. 3. Notizen für Karlsruhe und Mittheilungen von dort. 4. Mittheilungen aus bairischen Archiven. 5. Die Letzten von Weinsberg. 6. Nachrichten über das Reichserzkämmerer-Amt und das Unter- kamrnermeister-Amt. Histor. Handschriften in Folio Nr. 684. 685. 295 7. 8. Aus dem Archiv zu Wiirzburg, 2 Actensendungen. 9. Die Streitigkeiten Conrads v. Weinsberg, des Reichserbkämmerers, mit der Stadt Weinsberg und den verbündeten schwäbischen Reichsstädten und die That zu Sinsheim 1428. Yergl. Württ. Jahrbb. 1874, ä 8.187 ff. Kaps. b. 10. Weinsbergische Urkunden aus Basel und Solothurn. 11. Nachrichten über den Drachenorden oder den Orden vom Lindwurm. 12. Gutenberg und Stein. 13. Wertheim. 14. Historische Nachrichten über Stadt Volkach am Main. 15. Activlehen der Herrschaft Weinsberg. 16. Correspondenz mit C. Heffner in Würzburg. 17. Stammtafeln. 18—21. Miscellanfascikel. Vergl. hie zu Q. nr. 269. 684. Pap., XIX. Jahrh., 9 Faszikel, zwischen denen noch einzelne lose Blätter liegen, in Kapsel nebst Rolle (bez. als 684, b). Herkunft icie bei nr. 683. Beschreibungen und Nachbildungen von Wappen, Siegeln, Kunstdenkmalen, welche sich auf die Geschichte der Herren von Weinsberg beziehen, gesammelt von — oder verfertigt für J. Albrecht. 685. Pap., XIX. Jahrh., 7 Bl. Ungebunden. Herkunft wie bei nr. 683. Das Wappen der Maler (KUnstlerwappen). Koloriertes Wappen nebst Notizen und Exzerpten von J. Alb recht in Öhringen. 296 Histor. Handschriften in Folio Nr. 686. 687. 688. . 68«. Pap., XVIII. und XIX. Jahrk, 78 Bl. Steif broschiert. Erkauft aus dem Nachlass des Dekans Herrn. Bauer von Weinsberg 1872. Historia Schupfiensis politica diplomatica. Cap. I — IV / V und VI fehlen]. Diese von einem Unbekannten bearbeitete Geschichte des Schüpfer Grunds hört hier mitten in Kap. IV auf. Augehängt ist eine auf dasselbe Gebiet bezügliche Deduktion vom J. 1680 (Kopie) und 11 Bl. historischer und genealogischer Notizen gleichfalls über Schupf und seine Geschlechter von dem früheren Besitzer Bauer. Der Schüpfer Grund gehört zum badischen Amt Krautheim. 687. Pap., XIX. Jahrh., 208 Bl. Ein Faszikel zwischen 2 Pappdeckeln. Herkunft wie bei nr. 686. Südwestfrankens Ritterburgen und Schlachtfelder, Kirchen und Klöster topographisch-historisch in alphabetischer Folge beschrieben von Oberamtsarzt Dr. Christian Friedr. Bauer in Mergentheim [gest. 1838]. 688. Pap., XVIII. Jahrh., 465 S. Papphd. Herkunft wie bei nr. 686. Georg Wiedemanns (Widmanns), Syndikus des Stifts Komburg bei Hall, Chronik. Der fehlende Titel lässt sieh herstellen aus Fol. nr. 147. Unsere Handschrift beginnt mit der Vorrede, welcher aber die Adressaten und die Unterschrift fehlen. Die Chronik zerfällt in 8 Teile, wie Fol. nr. 147, aber Teil 4 und 6 seiner Vorlage hat der Kopist unterlassen abzuschreiben. Die Aufeinanderfolge der Teile ist hier eine andere als bei Fol. nr. 147. Was dort den fünften Teil bildet, steht liier als erster; die 2 ersten dort sind = 2 und 3 hier u.s.f Das speziell die Stadt Hall, ihr Gebiet, ihre Adelsgeschlechter Betreffende ist hier reichhaltiger eds dort. Am Schluss springt die Handschrift vom J. 1547 auf die JJ. 1728 und 1729 über. Histor. Handschriften in Folio Nr. 689. 690. 691. 297 G89. Pap., XIX. Jahrh., 159 Bl. Pappbd. Herkunft wie bei nr. 686. Chronik der Stadt Mergentheim (Abschrift). Nach den Schlussworten „verfasst im J. 1837/38 von Archivar Breitenbach zu Mergentheim". Eine Beischrift des Dekans Herrn. Bauer bezeichnet aber das Werk vielmehr als eine „leichte Überarbeitung der von Dr. [Chi. Friedr.J Bauer [Oberamtsarzt in Mergentheim, Vater Renn. Bauers] ver- fassten, von Breitenbach seiner Witwe 1838 abgekauften Chronik". Den Sachverhalt ergiebt die Vergleichung mit Fol. nr. 692. Beide Chroniken gehen von den ältesten Zeiten bis zum J. 1836. 690. Pap., XIX. Jahrh., 382 S. Steif broschiert. Herkunft wie bei nr. 686. Genealogie und Beschreibung der Herrn Grafen von Hohenlohe, wass man von deren Ankunfft und Auffnehmen in alten Historien und andern Besehreibungen gefunden und davon gehalten habe, item wie dieselben zu- genohmen 1200 —1625. Abschrift eines im Langenburger Archiv liegenden Originals. 691. Pap., XVIII. Jahrh., 492 Bl. Ruch und Eck in Pergament. Herkunft wie bei nr. 686. Johann Balthasar Fleiners, Begistrators, Stiftsgegenschreibers und Schult- heissen, später (von 1642 an) Waldeuburgischen Amtmanns in Öhringen, Hohenlohische Chronik. Diese Chronik kann nicht durchaus von Fleiner sein, da sie sich bis zum J. 1702 erstreckt, Fleiner aber um 1663 — 64 gestorben zu sein scheint. Wo der Fortsetzer ansetzt, ist in dieser Abschrift (ein anderes Exemplar findet sich in der Langenburger Schlossbibliothek) nicht zu erkennen. Es ist aber Joh. Lor. Hörn, der zweite Nachfolger Fleiners am Bohenlohi- schen Hausarchiv. So nach brieflichen Mitteilungen Pfarrer Bosserts von Bächlingen. 298 Histor. Handschriften in Polio Nr. 692. 693. 694. - 692. Pap., XIX. Jahrh., 110 Bl. In Papier eingeschlagen, durch zwei Pappdeckel zusammengehalten. Herkunft wie bei nr. 686. Chronik von Mergentheim, entworfen von Dr. Christian Friedrich Bauer, Oberamtsarzt daselbst. Anfang und Ende ist von dem Sohne Herrn. Bauer geschrieben. Die Chronik geht von den ältesten Zeiten bis zum J. 1836. Vergl. Fol. nr. 689. 693. Pap., XVIII. Jahrh,, 143 Bl. Pappbd. Herkunft wie bei nr. 686, Christian Ernst Hansseimanns, fürstlich hohenlohischen Hof- und Regierungsrats, Descriptio genealogica des uralt-rcichsgräffliehen Hauses Hohenlohe in 4 Kapiteln. Vorrede d, d. Öhringen 14. Jan, 17-14, Begleitschreiben d. d. ebenda. 14. Dez. 1745. Die 4 Kapitel entsprechen den Kapp. I, III, IV und (teilweise) V des Entwurfes, wie ihn H. laut der Vorrede zu seinem Buch: Diplomatischer Beiveis, dass dem Hanse Hohenlohe die Landeshoheit ...... zugestanden (1751) p. X ff. für seine Historia diplomatica Hohenloica, geplant hatte. Wie iveit H. diesen Entwarf in seinen gedruckten Werken zur Ausführung gebracht, darüber belehrt eine Stelle in seinem Buch: Beiveis, wie weit der Römer Macht u. s. w. Forts. S. 454 f. 694. Pap., XVIII. Jahrh., 61 Bl, Pappbd. Herkunft wie bei nr. 686. Christian Ernst Hansseimanns, fürstlich Hohenlohischen Hof- und Regierungsrats, Beweiss von dem wahren Ursprung des Hohen Hausses Hohenlohe. Diese mit Vorbericht vom 24. März 1746 versehene Schrift ist im wesentlichen identisch mit dem Abschnitt S. 269 ff. in H.s Buch: Diplomatischer Beweis, dass dem Hause Hohenlohe die Landeshoheit .... zugestanden (1751). Histor. Handschriften in Folio Nr. 695. 696. 697. 698. 299 695. Pap., XIX. Jahrh., 87 Bl. Pappbd. Herkunft wie bei tir. 686. Urkunden und Notizen zur Genealogie und Geschichte der Edlen von Hirnheim. Vergl. hiezu H. Bauers Versuch einer urkundlichen Geschichte der Edel- herrn v. Hürnheim im 29. und 30. Jahresber. des hist. Vereins für Schwaben und Neuburg (erschienen 1S65) S. 119 ff. 696. Pap., XVIII. Jahrh., 21 Bl. in einem Faszikel. Ungebunden. Herkunft wie bei nr. 686. Abdruck des Extract-Theilungslibelli zwischen denen Herrn Grafen Ludwig Casimir, Eberhard und Georg zu Hohenlohe-Waldenburg de 1553. 697. Pap., XVII. — XIX. Jahrh., Stück I — VII in einem Faszikel. Ungebunden. Herkunft wie bei nr. 686. Autographen von Gliedern des Hauses Hohenlohe. Zettel mit den Namenszügen aus Archivalien ausgeschnitten und auf Bogen geklebt, nur nr. IV ist ein vollständiger Brief, nr. VI ein Anstellungspatent. 698. Pap., XVII. Jahrh., 370 Bl. Pappbd. Dappische Handschrift. Die Handschrift ist so genannt nach zwei früheren Besitzern, Prälaten Dapp, deren älterer zugleich Mitglied des Landschaftsausschusses war. Aus des jüngeren [gest. 1832] Verlassenschaft ging sie in den Besitz des Stadtpfarrers L. Fr. Heyd von Markgröningen über; dessen Erben verkauften sie an den Altertumsverein in Stuttgart; von da gelangte sie 1872 an die öffentliche Bibliothek. Es ist eine württembergische Chronik oder vielmehr ein Teil einer solchen; die zwei „Thomi", aufweiche Bl. 20 verwiesen ist: a. die würt* 300 Histor. Handschriften in Folio Nr. 693. tembergischen Freiherrn, Grafen und Fürsten, b. den Herzog Christoph behandelnd, sind verloren. Geschrieben ist das Werk zur Zeit als Herzog Eberhard III. regierte (vergl Bl. 49), d. h. 1628 ff. Unter dem Titel: „Extract aus einer alten Chronica, wie die Schwaben zum christlichen Glauben bekliert worden" giebt die Chronik zunächst Bl. 1 — 7. die Urgeschichte Schwabens nach dem fabelreichen Werk Thom. Lirers; darauf folgt Bl. 8. 9. ein Catalogus der württembergischen Helden v. 752—1620. Bl. 12. Verzeichnis der mit den wirtembergischen Grafen verwandten Geschlechter anderen Namens. Bl. 13—18. Drei Kapitel: 1. vom Ursprung der Herrn von W., 2. wann und waher in dieser Landtsart sovihl Herrschaften und Grafschaften erwachsen, 3. von dem Namen W. —■ fast wörtlich gleicher Text wie der Anfang von Fol. nr. 167, welcher sieh seinerseits wieder eng an Seb. Küna anschliesst. Bl. 19 giebt die Landesbeschreibung desselben Kodex sehr verkürzt wieder. Nun erst beginnt der Hauptinhalt des Bandes: 1. Bl. 21 — 63. Leben Graf Eberhards im Bart. Dasselbe ist vertreten durch zwei biographische Skizzen, nämlich a. die bekannte Bede des Marl. Cru sius über den Grafen (in Übersetzung, mit einigen Umstellungen). Hierein sind eingerückt: der Stiftungsbrief der Universität Tübingen samt, dem Bestätigungsdiplom von Herzog Friedrich (1601); eine Beschreibung der Schlacht von Seckenheim nach Mich. Heberer („Heberlin" ist falsch), Aeggptiaca servitus. Heidelb. 1610 S. 20 ff.; die bei Sattler, Grafen Bd. 4 Beil. 13. 20 gedruckten Dokumente; eine Beschreibung des Hergangs bei der Belehnung mit der Herzogswürde (vergl. Senckenberg, Samml. v. ungedr. Schriften 1, 121. 154 f.); endlich ivird coi die Erzählung vom Begräbnis Eberhards die Schilderung der übrigen fürstlichen Grabdenkmale in Tübingen angeschlossen. b. ein Lebensabriss Eberhards, verfasst von einem nicht genannten „anderen Historicus" (von Bl. 54 an), an welchen unser Autor auch die spätere Geschichte vom Stift und Schlösschen Einsiedet angereiht hat. 2. Bl. 65—67. Leben Herzog Eberhards d. J. gleichfalls mit Nebeneinanderstellung der Relationen zweier „Historie!". 3. Bl. 68 — 275. Leben Herzog Ulrichs. Eingerückt ist (Bl. 73 — 105) die Beschreibung von dessen Hochzeit durch Jak. Fri schiin in deutsche Prosa übersetzt, wobei jedoch ein Teil des fünften Buchs und das ganze sechste fehlt. Der Aufruhr des armen Konrad und die folgenden Landtagsverhandlungen sou-ie der Huttensche Handel, sind durch Urkunden und Briefe illustriert, ebenso die Vertreibung Histor. Handschriften in Folio Nr. 698. 301 Ulrichs und das österreichische Regiment. Die Geschichte der Wiedereroberung des Landes durch Ulrich wird eingeleitet durch Heime eines „guethen württenibergischenHistoricus", welche den Titel führen: Erklärung, wie der durch!, liocbgeborne . . . Herzog Ulrich zue Württemberg und Teckh .... anno 1519 Ihr . . . Fürstcnthumbs Württemberg vertriben und entlieh anno 1534 wider einkommen" (Bl. 200 ff.). Ein Teil davon ist bei Sattler, Herzoge 2, Beil. S. -13 aus Stumpharts Chronik abgedruckt. Bl. 214' folgen „ertliche Historien, wie nach Abscbiden Erzherzogs Ferdi- nandi die Obervögt und Amptleuth im Landt Württemberg gehausset haben", ferner Bl. 218' „von einem Pfarrherr von Hören (llorriwim) ein warhaffte Histori" — (dies in Versen, endlich Bl. 228 ff. „die Lieder vonn Herzog Ulrichs Einkommen", welche L. Fr. Heyd im Anhang seiner „Schlacht bei Laufen" aus dieser Handschrift abdrucken Hess. Diese Lieder sind auch aufgenommen in die Reimchronik über Herzog Ulrich (Cod. poet. et philol. fol. 39, herausgeg. v. Seckendorff in der Bibl. d. litt. Vereins Bd. 7-1); in der Beschreibung der letzteren Handschrift, finden sich Nachweise darüber, wo jene Lieder gedruckt sind. Dagegen fehlt in der Reimchronik, das Lied: Hab' Urlaub, kalter Winter, in unserem Kod. Bl. 253', gedr. in Heyd a. a. 0. S. 02 ff., bei Soltau-Hildebrand, Volksl. zweites Hundert S. 151 ff., bei Liliencron, h/st. Volksl. 4, 8-1 ff. Endlich ist das Lied: „Dem höchsten Gott sei Lob und Ehr" unserm Kod. Bl. 255 f. und der Reimchronik (im Druck S. 168 ff.) wieder gemeinsam. Rechnet man hiezu noch ein Lied über das Interim (BL 2(>5), so ist (dies angeführt, was unser Kodex an Poetischem enthält. Die mit Dokumenten belegte Geschichtserzählung in Prosa behandelt den Herzog Ulrich bis zu seinem Tod. Hieran schliessen sich dann folgende Anhänge: 1. Bl. 275. Herzog Ulrichs v. W. Geburtslinea, Vatter, Mutter, Sohn und Enckheln. 2. Bl. 276'. Die fürstlichen Begräbmissen zu Tübingen im Chor zu sehen. 3. Bl. 278. Historia wie die Herrschaft Hericourt .... an H. Ulrich gekommen. 4. Bl. 283'. Historische Relation, wie die Hertzogen v. Württemberg vil Jahr hero ein Streit gehabt wegen des Affterlehens dess Landts Württemberg. (Vergl. Moser, wirt. Bibl. 4. Aufl. S. 197.) 5. Bl. 324. Armbrust- uud Büchsenschiesseu au ff dem Reichstag zur Regcnspurg (1594). 6. Bl. 324'. Uff wass weiss und mit wass Ceremonien die anwes- senden Chur- und Fürsten ihre Lehen vom Kaisser Rudolpho uff gemeltem Reichstag empfangen. 302 Histor. Handschriften in Folio Nr. 699. 700. 7. Bl. 327'. 332. Zwei Abschiede Herzog Friedrichs von Württemberg (1595. 1599). 8. Bl. 338. Herzog Ludwigs v. W. Landtag und Abschid 16. Febr. 1583. .9. Bl. 354. Kurtze gründtliche Beschreibung vom Ursprung und Herkommen nachfolgender Herrschafften, so heutigs Tags alle dem fürstlichen Hauss Württemberg incorporiert u. s. w. (die Anfänge voll Fabeln). Diese Handschrift ist nicht selten benutzt von L. F. Heyd teils in der „Schlacht bei Laufen" (s. ob.), teils in der „Geschichte Herzog Ulrichs". Eine Abschrift derselben s. Fol. nr. 302. 699. Pap., XVII. Jahrh., 418 Bl. in alter Paginatur (wobei 45 Bl. Widmung, Vorwort, Einleitung, Register u. s. w. nicht mitgezählt sind). Pergbd. Früher im Besitz des württ. Altertumsvereins. David Wolleber, Württemberg, des weitberiiembten hochlöblichen Fürsten- tliums Anfang, Ursprung und Herkomen aller Herrn Gräften und Hertzogen zu Württemberg u. s. w. Der Verfasser deduziert diese Chronik dem Vogt, Bürgermeister, Gericht und Bat von Stuttgart, und zwar in der Handschrift, weil ihm nie gestattet worden sei, sie in Druck zu geben. Das Widmungsschreiben ist datiert: Weiler bei Schorndorf 20. Mai 1589, bis zu welchem Jahr auch die Geschichtserzählung fortgeführt ist, während das „Originalexemplar", welches dem Uffenbachischen Kodex (Fol. nr. 105) zu Grunde lag, mir bis 1587 geht und noch dazu im Anfang unvollständig ist. Diese Handschrift ist schön geschrieben und mit gemalten Wappen geziert. Ein Exemplar gleichen Inhalts und gleicher Ausstattung s. unter Fol. nr. 707. 700. Pap., XVIII. Jahrh., 94 + 342 + 293 S. Lederbd. Vom württ. Altertumsverein. Juli. Ulr. Pregizer d. Alt. Lebensbeschreibungen der württembergischen Herzoge von Eberhard im Bart bis Christoph. Die vollständige wirtembergische Historie Pregizers, aus welcher diese Biographien genommen sind, s. unter Fol. nr. 426. Histor. Handschriften in Folio Nr. 701. 702. 703. 303 7ÖL Pap., XVIII. Jahrh., 630 Bl. Ruck und Eck in Leder. Vom württ. Altertumsverein. Joh. Ulr. Pregizers d. Alt. Lebensbeschreibungen der württ. Herzoge von Eberhard im Bart bis Ludwig. Die Lebensbeschreibungen bilden eine Abteilung von Pregizers wittern- bergischer Historie, welche vollständig in Fol. nr. 426. Die beigegebenen Additamenta, rühren von einem Späteren her und sind nicht identisch mit den Aktenstücken im Anhang von jener Nummer. Die Bleistiftbemerkung auf einem der Vorsetzblätter ex Autographo statuum provincialium ivill wohl besagen, die Abschrift sei aus dem Exemplar der Landschaft gemacht. Vergl. Fol. nr. 700. 702. Pap., XVIII. Jahrh., 11 Bl. Ungebunden. Aus dem Nachlass des Dekans Bauer in Weinsberg. Untersuchung und Beschreibung des hochgräflichen Hohenlohe-Neuenstein- und Waldenburgischen Linienwappens. Verfasst und (bis Bl. 1-1) eigenhändig geschrieben von Joh. Clin. Wibel, Hofprediger in Langetiburg, gest. 1772. Bl. 16 findet sich das gemalte Wappen. 703. Pap., XVII. Jahrh., 180 Bl. Pergbd, Aus Karl P/affs Nachlass erkauft. [Jak. Frischlins] Württembergisch Histori Gschichten. Von Caroli M. Zeitten hero Anno 801 gezelet biss auff das Jahr Christi 1460 ordenlich beschriben und erzehlt. Andere Handschriften dieses ersten Buchs von Frischlins gereimter württ. Geschichte s. Fol. nr. 158 und 197, wo Näheres. 304 Histor. Handschriften in Folio Nr. 704. 705. 706. . 704. Pap., XVIII. Jahrk, TL 1 208 S., Tl. 2 621 S., beide zusammengebunden. Ruck und Eck in Leder. Herkunft wie hei nr. 703. Christian v. Hochstetters, herzogl. Kirchenraths-Directoris, Beschreibung von dem geistlichen Gut in dem Herzogthum Württemberg. Den vollen Titel s. zu Fol. nr. 142, wo ein anderes Exemplar. Das Datum der Vorreden ist hier abweichend 1779 und 1780 (dort 1773 und 1775). 705. a. b. Pap., XVIII. Jahrh., Bd. 1 80 +- 355 + 298 S., Bd. 2 352 + 360 + 589 S. Ruck und Eck in Leder. Herkunft wie bei nr. 703. Joh. Ulr. Pregizer d. Alt., Lebensbeschreibungen der württembergischen Herzoge von Eberhard im Bart bis Johann Friedrich. Die Geschichtserzählung schliesst mit denselben Worten wie Fol. nr. 53 S. 670 und ist somit noch hinten vollständig. Vorne fehlt die ältere Geschichte Württembergs. Ein kompletes Exemplar s. unter Fol. nr. 426, a. b. Vergl. ferner Fol. nr. 700. 701. 706. Pap., XV. Jahrh,, 7 Bl. Broschiert. Früher im Besitz des Hofdomänenrats Karl Friedr. v. Ook hier, dann in dem des württ. Altertumsvereins, von da 1872 an die Bibliothek gekommen. Nürnberger Chronik 1106—1473 mit dem Titel: Collecta ex cronica*) Nürenbergensium. Nach einer lateinischen Notiz über die Art, wie Nürnberg zur Reichsstadt geivorden, und einigen gleichfalls lateinischen Lobversen über die Stadt (von Manlius) folgt die Chronik in deutscher Sprache, eingeleitet durch die Worte: „Nachvolgct stctt geschiyebenn vill alter Ding unnd Geschieht, so vor Alter unnd langenn Jarn besehenen seynn." Es ist im wesentlichen *) So am Schluss richtiger als das chronicis des Umschlags. Histor. Handschriften in Folio Nr. 707. 708. 305 die Chronik aus Kaiser Sigmunds Zeit, wie sie Th, v. Kern in den Chroniken der deutschen Städte Bd. 1 S. 344 ff. herausgegeben hat, aber mit vielen Auslassungen einerseits und eigentümlichen Zusätzen, Einschaltungen und Veränderungen andererseits. Mit dem J. 1439 bricht dieser Faden ab. Die JJ. 1448—73 bieten selbständige Aufzeichnungen, die sich nur selten mit den von Kern herausgegebenen Jahrbüchern des 15. Jahrh, (ebendort Bd. 10 S. 118 ff.) berühren. Die Handschrift ist durchgängig von Einer Hand gesehrieben. 707. Pap., XVIII. Jahrh., 418 Bl. (wobei nicht mitgezählt 46 Bl. Widmung, Vorrede, Einleitung, Register u. s. w.). Lederbd. Früher im Besitz von Prof. Willi. Chph. Tafinger in Stuttgart, ging diese Handschrift durch Kauf an Stadtpfarrer L. Fr. Hei/d in Markgröningen über und kam aus dessen Nachlass in die Bibliothek. David Wollebers Würtembergisclie Chronic. Diesem kurzen Titel folgt auf dem nächsten Blatt der längere, welchen Fol. nr. 699 führt. Im übrigen ist gegenwärtiges Exemplar dem anderen vollkommen gleich, auch in der Ausschmückung durch gemalte Wappen. 708. Pap., XVII. Jahrh,, 128 Bl. Pappbd. Als frühere Besitzer sind vorn eingetragen: Friedr. Ludw. v Janowiz 1663, Oberkriegsrat v. Landauer 1816. Letzterer schenkte das Manuskript 1844 dem würlt. Altertumsverein, von welchem es die Bibliothek 1872 überkam. Des Fürstenthumbs Wirtemberg alte Geheimbnussen, auch wievil Grav- schafften, Herrschafften, Clöster, Stette, Schlösser und Dörffer zu solchem Fürstenthumb Idiomen und erkaufft worden. Ohne Titel; der Titel ist her übergenommen aus Q. nr. 161. Letzteres ist eine vollständigere Kopie desselben Werks. Die dort gegebene nähere Beschreibung des Inhalts passt auch auf gegenwärtige Handschrift; nur fehlt hier, was dort auf Bl. 10'-23. 73'—74. 76. 179 steht. Vergl. auch Fol. nr. 583, Bl. 187—225. Haudsclir. d. k. üff. Bibl. Stuttg. I, 1. 20 306 Histor. Handschriften in Folio Nr. 709. 710. 711. 709. Pap., XIX. Jahrh., 11 Bl. Ungebunden. Vom Statist. Landesamt. Topographische Übersicht der merkwürdigsten Höhlen der schwäbischen Alb und ihrer Umgebungen, dem württ. Alterthumsverein übergeben von Hofdomänenrath [Karl Friedr. v.J Gok. 1843. 710. Pap., XVIII. Jahrh., 18 Bl. Pappbd. Vom württ. Altertumsverein. Johann Martin Rebstock, Devastata nunc, olim vero munitissima et illustris- sima Wurtembergia oder Schauplatz des heutiges Tags mehistens in völligem Abgang und Ruin ligend-, vor vielen Seculis aber wohlbefestigten Württembergs. Diese Beschreibung der Schlösser und Burgen Württembergs ist in einer undatierten Zuschrift dem Herzog Karl [Eugen] gewidmet. Verf. kann nicht der Pfarrer dieses Namens sein, welcher im J. 1699 eine kurze Beschreibung des Landes Württemberg veröffentlichte und 1729 starb, nachdem er zuletzt die Pfarrstelle in Zell bei Aichelberg bekleidet hatte. Denn in der Handschrift kommen die Jahreszahlen 1736 und 1746 vor; derselbe hatte aber einen Sohn gl. N., welcher in des Vaters Leichenrede als „Prac- ticus metallurgia', chimice et chirurgiw in Stuttgart" charakterisiert wird. Die Handschrift hat erhebliche Zusätze aus neuerer Zeit, zum Teil bezeichnet mit A. S. = Aug. Segffer, Hof hupf er Stecher, gest. 1845. 711. Pap., XVIII Jahrh,, 21 Bl. Papier decke. Hofdomänenrat v. Gok übergab diese Handschrift 1843 dem württ. Altertumsverein, von diesem ging sie an die Bibliothek über. Geschichte des ehmaligen Frauenklosters Lichtenstern. Die Ursprünge (Bl. 1. 2) sind erzählt mit den Worten Besolds, Virginum sacrarum monimenta p. 423 — 426; das Weitere (Bl. 3 — 7) stimmt wörtlich mit einer Lichtensterner Aufzeichnung, von welcher Fol. nr. 310 eine Abschrift ist. Bl. 10—21. Zeichnungen von Wappen aus dem Kloster. Histor. Handschriften in Folio Nr. 712. 713. 714. 307 712. Pap., XIX. Jahrh, 15 + 10 S. Ungebunden. Vom württ. Altertumsverein. Erinnerungen an die Sitten und Gewohnheiten der Heimath aus meiner Kinderzeit von Jos. Carl v. Hueber, Hauptmann. 1851—52. Diese Erinnerungen beziehen sich hauptsächlich auf die Gegend von Oberndorf, überhaupt auf den Schwarzwald. 713. Pap., XVIII. und XIX. Jahrh., 40 + 36 gezählte Bl, ausserdem ungezählte in allen Formaten. Ungebunden in einer Kapsel. Vom württ. Altertumsverein. Zur Geschichte der Stadt Augsburg. a. Von den adeligen Geschlechtern oder Patriciis der Statt Augsburg und andern Denkwürdigkeiten. b. Statuta der Herrenstuben allüe zu Augspurg, so anno 1607 das erstemahl aus alten Ordnungen und Verzcicbnussen in dises Buch zusammengetragen worden. a. und b. von Einer Hand geschrieben und zusammengestochen. c. Konzept eines Abrisses der Geschichte von Augsburg von den ältesten Zeiten bis in die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts nebst Exzerpten dazu. 714. Pap., XIX. Jahrh., 4 Bl. Ungebunden. Vom württ. Altertumsverein. Überschrift und Beschreibung des Epitaphii zu Neuenstein des hochseeligen Herrn Grafen Wolfgang Julius (von Eohenlohe). Gedruckt ist erschienen: Abschrift von dem Epitaphio des hochseligen Herrn Grafen Wolfgang Julius in Neuenstein. Hall 1878. 308 Histor. Handschriften in Folio Nr. 715. 716. 717. 715. Pap., XIX. Jahrh., Stück a — d. Ungebunden. Vom württ. Altertumsverein. Abschriften von Urkunden und Briefen. a. Vertrag zwischen dem hellen Haufen vom Bodensee und Allgäu und dem schwäbischen Feldhauptmann Georg Truchsess v. Waldburg u. a. 22. Apr. 1525 (der sogen. Weingartner Vertrag). Gedr. bei Walchner und Bodent, Truchsess Georg III. von Waldburg S. 260—368. b. Auszug aus dem Privilegium, durch welches den Freiherrn von Freyberg die Gerichtsbarkeit über die Kessler erteilt wird (Urh. v. Maximilian I. und Bestätigung von Karl VI. 1495/1720). c. Brief des Ritters Götz von Berlichingcn an den schwäbischen Bund [Juni 1519]. Hin Faksimile des Originals gab Titot heraus Ileilbr, 1843. d. Brief des Ritters Franz v. Sickingen an den Rat von Heilbronn d. d. 1. Aug. 1521. 716. Pap., XIX. Jahrh., 68 mit Nummern versehene Faszikel in einer Kapsel. Vom württ. Altertumsverein. . Akten betreffend die Gründung des württ. Altertumsvereins und Korrespondenz desselben nach Personen oder Orten alphabetisch geordnet. 717. Pap., XVII. Jahrh., 6 Bl. Ungebunden. Vom Archiv. Abschriften von Briefen, gewechselt zwischen Papst Alexander VII. und König Ludwig XIV. wegen des Attentats auf den Herzog v. Crequi 1662. a. Brief des Papsts vom 28. Aug. b. c. Briefe des Königs vom 30. Aug. und 6. Sept., letzterer, an den Monseigneur de Gravel gerichtet, bloss auszüglich. Histor. Handschriften in Folio Nr. 718. 719. 720. 721. 309 718. Pap., XVII. Jahrh., 21 Bl. Ungebunden. Vom Archiv. Bundesinstrument, beschlossen zwischen Schweden und Grossbritannien zu London I. Okt. 1661, bestätigt zu Stockholm 20. Oez. 1661. Deutsche Übersetzung in Abschrift. 719. Pap., XVII Jahrh., LXIV Bl. Pappbd. Vom Archiv. Divinatio super morte tragica Caroli Stuarti postremi magna Brittanniae regis considerationibus theologicis firmata authore Theologo quodam Ger- mano. 1650. Anfangsworte: Audita tragica morte Caroli. Ende: Discite nunc reges et erudimini qui judicatis terram! 720. Pap., XIX. Jahrh., 9 Bl. Ungebunden. Aus dem Nachlass des Geographen Karl Friedr. Vollrath Iloffmann (gest. 1842). Das hochreichsgräflich v. Czerninische Herrschaft Petersburger Dorf Steeben mit seinen Merkwürdigkeiten nach ehemaligem und gegenwärtigem Zustande topographisch bearbeitet von Jos. Ponfikl. Diese Ideine Monographie ist -wohl auch wieder aufgenommen in dess. Verf. Topographie der Fideikommissherrschaft Petersburg im Saazer Kreise in Böhmen. Prag 1821. 721. Pap., XIX. Jahrh., 51 Bl. Papierdecke. Herkunft wie bei nr. 720. Der Markt Schönlinde und dessen eingepfarrte Ortschaften nebst einem kurzen Abrisse der Herrschaften Böhmisch Kamnitz, Hainspach, Schlukenau und Rumburg. Ein historisch-topographischer Versuch von Franz Aloys Mussik. 1820. Ist im selben Jahr in Prag gedruckt worden. 310 Histor. Handschriften in Folio Nr. 722. 723. 724. - 722. Pap., XVII. Jahrh., 166 El. Pergbd. Ursprünglich im Besitz der herzogt. Renthammer, Geschenk der h. Oberrcchnungs- hammer. Frohnbuch de anno 1698. Übersicht über die Fronpflichtigkeiten der Unterthanen des Herzogtums Württemberg nach Ortschaften alphabetisch geordnet, mit amtlichen Einträgen aus späteren Jahren. 723. Pap., XIX. Jahrh., 21 S. Ungebunden. Vom Archiv. Hermann Bauer, Diak. in Aalen, ein Beitrag zur Geschichte der Grafen von Bregenz. Das Konzept und Notizzettel liegen bei. Der Verfasser starb als Dekan in Weinsberg im J. 1872. 724. Pap., XVIII. Jahrh., 414 S. Ruck und Eck in Leder. Von M. Leop. Vriedr. Karl Keller, Pfarrer in TJnterensingcn, im J. 1875 geschenkt. Historisch-genealogische Nachrichten und Tabellen von der Breitschwerdti- schen Familie (sie) mit Willi. Friedr. Breitschwerdts, Canzley-Advocati ordiuarii, sorgfältig gesammelten glaubwürdigen Documentcn belegt. Zusammengetragen und mit einem Register versehen von Emanuel Leopold Keller, des Prinzen Wilhelm Philipp v. Würtemberg Sekretär. Stutgard 1794. Der Verf. wurde später Kirchenrats-Sekretarius. Der Schenkgeber ist sein Sohn. Histor. Handschriften in Folio Nr. 725. 726. 727. 311 725. Pap., XVIII. Jahrh., 161 PI. Puck und Eck in Pergament. Herkunft wie bei nr. 724. Consignation von Leichpredigten und Parentationen von Fürstlich-Adeligen Gelehrten und Civilpersonen. [Verfasst von Emmi. Leop.J Keller. Die hier verzeichneten Leichenreden 'wurden von dem Sohne des Verf. (s. vor. Nummer) mitgeschenkt. Vergl. hiezu desselben Verzeichnisse von Leichenpredigten Q. nr. 287. 726. Pap., XVIII. Jahrh., 131 S. PappU. Herkunft wie bei nr. 724. Anklage und Vertheidigung der Königin Carolina Mathilda zu Dänemark und Norwegen, geb. Prinzessin von England, wegen angeschuldigten Ehebruchs mit dem k. dän. Statsminister Grafen von Struensee. Nach bey- gefügter Urschrift [in dänischer Sprache] übersetzt von Ejmanuei] Lfeopold] K[eller]. 1785. Die Anklageschrift ist von Kammeradvokat Bang d. d. Kopenh, 1772, 24. März, und endet mit S. 63. Es folgt S. 65 bis Schluss die Verteidigungsrede, abgefasst von dem Prokurator des höchsten Gerichts Vldall ebenda 2. Apr. 1772. Beide finden sich gedruckt in Jenssen-Tusch , die Verschwörung gegen die Königin Mathilde S. 22S ff. 241 ff. Dasselbe gleich dem Vorliegenden von Keller selbst geschrieben s. Fol. nr. 344. 727. Pap., XVIII. Jahrh,, einzelne Stücke in eine Kapsel vereinigt. Herkunft wie bei nr. 724. Emanuel Leop. Kellers Sammlung von Wappenbriefen, Leichenreden, Familiennotizen, Stiftungsurkunden u. dergl. Diese Sammlung enthält Belegstücke zu Q. nr. 286 in Originalien und in Abschriften und kam mit dieser Nummer an die Bibliothek. 312 Histor. Handschriften in Folio Nr. 728. 729. 730. jö. Pap., XVIII. Jahrh., 14 Bl. Pappbd. Treuherzig gemeinte Vorstellung und recht vätterliche Adminition (sie), wie nach dem wahren Sinne des apostolischen Sthuls zu Rom die unter denen christlichen Potentzien zeitherig obschwe[be]nde .... Misshelligkeiten nicht nur sehr leicht aus dem Grund gehoben . . . ., sondern sogleich auch eine .... fortwährende Freundschaft errichtet .... werden könne. Es handelt sich in diesem Schriftstück hauptsächlich um den Verzicht Stan. Leszczynskis auf Polen und dessen anderweitige Abfindung. 729. Pap., XVIII Jahrh., 991 S. Pergbd. Gehäuft den SS. Apr. 1877 aus Schetbles Antiquariat dahicr. Chronica von der Stadt Hall in Schwaben... colligirt und deliniirt durch Geo. Bernh. Lacorn ao 1701. Dieser Band, aussen als Tom. 1, innen richtiger als T. 2 bezeichnet, scheint sich als Fortsetzung anzuschliesscu an Fol. ur. 665. Er hat zum IIa updgeg eitstand die Adels- und Bürgergeschlechter in und um Hall, desgleichen das Kirchenwesen vor und nach der Deformation, Klöster, Waltfahrtsorte, Schulen und Stiftungen. Die Jahreszahl 1701 dürfte den Anfang der Abfassung bezeichnen, Lacorn schriet) daran mehrere Jahrzehnte durch. Eingefügt sind Bilder und bedruckte Blätter. Vergl. Fol. nr. 665 und 66S. 10 Pap., XIX. Jahrh,, 60 Bl. Pappbd. Gekauft den 8. März 1878 von den Enkelinnen des Verf., Frl. Escr in Stuttgart. Meine Lebensumstände. Von Dr. Johann Jakob Fetzer, Rechtskonsulent [gest. zu Reutlingen 1844]. Nach einer Schlussnotiz (Bl. 56) verfasste Fetzer diese Autobiographie in Ilürbel OA. Biberach im Mai 1832. Die bekannteste Schrift Fetzers ist: Deutschland und Rom seit der Reformation Luthers. 2 Bände, trank/. 1830. Histor. Handschriften in Folio Nv. 731. 732. a. 7321). 733. 313 731. Pap., XVII. Jahrk, 108 Bl, Pappbd. Von Pfarrer Wurm in Wolfschlugen der Bibliothek überlassen im J. 1S70. Des Hochstetterischen Geschlechts erhaltene kaiserliche Diplomata, Freyheitsund Adels-Brieffe und Wappen, wie auch genealogischen Tabellen, Stammregister und Stifl'tungen samt allen in Kupferstichen befindlichen alten Hoclistettern nebst einigen ausswärttigen Familienbrieffen und historischen Anmerckungen. ( Du. a. Pap., XVIII. Jahrk, 19 Bl. Pappbd. Von Pfarrer Wurm in Wolfschlugen der Bibliothek überlassen im J. 1S79. Nachricht von dem Stipendio Burcardiano. Im Anhang ist das Testament des Kanzlers Andr. Burkhard!, [gest. 25. Juni 1651 ] d. d. Osnabrück 16. Febr. 1647 und sein Kodizill d. d. Stuttgart 14. Nov. 1049, auf welchen die Stiftung ruht, in beglaubigter Abschrift mitgeteilt. 732. b. Pap., XVIII. Jahrh., 6 Bl. Ungebunden* Das Burckhardtische Testament (s. cor. Kummer) in anderer Abschrift. 733. Pap., XVII. Jahrh., 1265 S. Pappbd. Geschenk (1880) aus dem Nachlass des im J. 1S79 gestorbenen Direktors Ileinr. Volz von Ilohenheim ; ursprünglicher Besitzer der Prälat Joh. Clin. Volz, gest. 1783. Underschidliche der Herrn Grafen und Hertzogen zue Württemberg Vertrag und andere Handlungen, die Hertzoge und das Land zue Württemberg betreffend von Anno 1473 biss Anno 1617. Das letzte Aktenstück der Sammlung — es sind deren 59 — ist vielmehr vom J. 1618. 314 Histor. Handschriften in Folio Nr. 734. 735. 736. 704. Pap., XIX. Jahrh., 12 Bl. Leinwandbd. Vom Verfasser im Sept. 1880 geschenkt. Stammbaum der Familie Efferenn Tübinger Linie. Verfasst von Karl Aug. Efferenn aus Tübingen. 735. Pap., XVIII. Jahrh., 44 Bl. Papierdecke. Vom Archiv. Preiss der durchlauchtigsten Fürstinnen von Würtemberg, aus Gelegenheit der hohen Vermählung des durch! Herzogs Carl zu Würtemberg mit der durch!. Prinzessin Friderica von Brandenburg-Bayreuth den 24. Sept. 1748 im Closter Bebenhausen vorgestellt. Festreden in Versen. 786. Pap., XVI. Jahrh., 549 Bl. Lederbd in Futteral. Aus der Verlassenschaftsmasse des Oberpostamtskassiers a. D. v. Stos in Meilbronn von der dortigen Teilungsbehörde den 7. Okt. 1883 hieher übersandt. Cronica von dem anfangk des hochlöblichen ritterlichen Deutschen Ordens, dessgleichen des edeln Landes Preussen, mit Erzehlunge mancher merek- lichen und dapft'ern Geschichten, sambt andern Handlungen auffs kurtzest und mit Vleis ziisammengefasset. Dieses Werk behandelt unter Benützung mehrerer Chroniken die Geschichte der Hochmeister des Deutschordens, von deren jedem das gemalte Wappen beigegehen ist. Die Geschichtserzählung beginnt mit dem J. 1180 (nicht wie die meisten ähnlichen mit 1190) und schtiesst mit der Heirat des letzten Hochmeisters Markgraf Albrecht von Brandenburg 1527, nach welcher nur noch zwei Notizen über Todesfälle vom J. 1547 folgen. Da die Chronik gegen das Ende viele Lokaluachrichten aus Dctnzig enthält, so ivird der Verfasser unter den Danzigern zu suchen sein. Er ist Gegner der Reformation. Ähnliehe handschriftliche Chroniken beschreibt Kletke in seiner Quellenkunde der Gesch. d. preuss. Staats Bd. 1,S. 73 ff., doch treffen die dort gegebenen Merkmale nicht so weit bei unserer Chronik zu, um eine Identifikation zu rechtfertigen. ffistor. Handschriften in Folio Nr. 737. 738. 739. 315 787. Pap., XVIII. Jahrh., 486 S. Pappbd mit lederrücken. Brevissima Rhetiae descriptio generalis et specialis d. i. kurze und gründliche Beschreibung deren in dem Riess befindlichen Reichs- und Municipal- Stiidte, Cluster, Schlösser, Dörfler, Flecken und Güther u. s. vv. Vergl. Fol. nr. 429, wo die Jahreszahl 1773 beigescltrieben ist, und Fol. nr. 568, wo auf dem Titel steht: zusammengetragen in Nördlingen 1763 von Joh. Geo. Mollen. - 788. Pap., XIX. Jahrh., lose Blätter in einem Futteral. Geschenk des Oberhofpredigers Prälaten Karl v. Grüneisen (15. März 1869). Akten der Kegelgesellschaft, welche sich viele Jahre hindurch im Garten des Präsidenten v. Georgii in Stuttgart versammelte. Man findet hier Autographen mancher bekannten Männer aus den höheren Kreisen Stuttgarts und viele Verse Fr. Hangs. 780. Pap., XIX. Jahrh. (abgesehen von einzelnen Originalstücken aus früherer Zeit), teils in Bänden, teils in Kapseln. Folio und Quart hier ausnahmsweise ungetrennt. Vom Sammler erJcauft im J. 1S66. Kollektaneen zur württembergischen Geschichte von Dr. Karl Pfaff, Konrektor in Esslingen (gest. 1866). I. Württembergische Regesten. Abt. 1. Das württ. Fürstengeschlecht. Heft 1—13 in dem Quartband a. Diese Abteilung enthält die Regesten der Fürsten von den ältesten Zeiten bis zum J. 1805 und 2 Anhänge Mömpelgard und Württ. Ortschaften. Abt. 2. Fürsten- und Adelsgeschlechter: A. Neckarkreis. Heft 1—16 (die Hefte 7, 10, 11 zerfallen in a und b) in dem Quartband b. B. Schwarzwaldkreis. Heft 17—34 in dem Quartband c. C. Jaxtkreis. Heft 35—49 (H. 35 hat 2 Abt.) in dem Quartband d. 316 Histor. Handschriften in Folio Nr. 739. I). Donaukreis. Heft 50—GG in dem Quartband e. Anhang, enth. die Grafen o. Vor Ingen, die Dynasten und Grafen v. Düren, die Dynasten v. Krautheim-Boxberg und die Grafen v. Nellenburg, ebenfalls in dem Quartband e. Abt. 3. Reichsstädte. Heft 1—1!) in dem Quartband f. Abt. 4. Klöster und Stifter. A. Neckarkreis. Heft 1—10 (wovon 7 in a und b zerfällt) in dem Quartband y. B. Schwarzwaldkreis. Heft 11—19 in dem Quartband h. C. Jaxtkrcis. Heft 20—2G in dem Quartband i. D. Donaukreis. Heft 27—34 in dem Quartband k. Nachträge (Ergänzungen und Berichtigungen) zu den württ. Eegesten. Heft [1] 1864, 2 1865, 3 18GG, vereinigt in dem Quartband l. Beilagen zu den württ. Eegesten in der Folio-Kapsel in: Beil. zu Abt. 2: a. Adelmannsfelden, Species facti über das Rittergut —. b. Ehingen, alter Stammbaum des Geschlechts v r on —, mit Versen. c. Hürnheim, die Herrn von —. d. Kaltenthai, Beschreibung und Anschlag des Guts —. e. Kaltcnthal, Georg Cliph. v. —, autobiogr. Aufzeichnungen. f. Kaltenthai, Urkundenabschriften betr. —. g. Kraft, Ulmisches Geschlecht, zum Teil nach Gabelkofer. h. Mühlhausen a. N., Urkunden den Ort betr., behufs eines Prozesses Kil2 zusammengestellt. i. Rechenberg, Beschreibung von Sehloss und Dorf —. k. Truchsessc v. Höfingen, Geschlecht der —, zum Teil von Gabel- hofers Hand. I. Waidenstein, Beschreibung des Guts —. m. Westerstetten, Familie von —. n. Wildenstein, Anschlag über das Rittergut —. Beil. zu Abt. 3: a — m. Esslingen: a. Fragmente chronikalischer Aufzeichnungen von den JJ. 1543 und 1552. — b. Verzeichnis der Einnahmen und Ausgaben des Kirchenkastens (1803). — c. Vergleich der Staateschulden-Ausscheidungs-Koramission mit dem Stiftungsrat 1823. — d—i. Einzelne Urkunden d. d. 30. März und 10. Aug. 1532, 21. Jan., 7. Apr. (zwei) und 29. Mai 1557. — k. Wappen, welche sich in der jetzt abgebrochenen Franziskanerkirche befanden (gemalt). — l. Verzeichnis der in Kirchen und Klöstern Histor. Handschriften in Folio Nr. 739. 317 vorhanden gewesenen fürstlichen und adeligen Wappen. — m. Epitaphien aus der Dionysius- und aus der Franziskanerkirche. n. Reutlingen. Relatio des deplorabeln Zustandes der den 23. Sept. 1726 durch einen entsetzlichen Brandschaden gar übel zugerichteten Reichsstadt —. o. Ulm. Bericht vom reichsstädtischen Kollegialdirektorium. Beil. zu Abt. 4: a. Hirsau. Inschrift von einer Wand der Klosterkirche, im J. 1613 abgeschrieben durch J. J. Splem; von Prof. Meyer in Frauenfeld aus der dortigen Kantonsbibliothek mitgeteilt. b. Lorch. Kurze historische Beschreibung von des Klosters Ursprung u. s. w. (-- Fol. nr. BOG. 614). c Monasterii Ochsenhusani chronologica actorum et gestorum series et extractus summarius (1100—1803). Aus dem im Klosterarchiv zu 0. befindlichen Original ist hier bloss der Anfang (bis 1300) kopiert. d. Beichenbach. Codex traditionum monasterii —. Abschrift unseres Cod. last. Q. nr. 1-17 von K. Pfaffs Hand. e. Sindelfingen. Kurzer Abriss der Geschichte des Stifts —, zusammengetragen im Dez. 1555 (eine spätere Kopie s. Fol. nr. 577). II. Diplomatarium. Vorwiegend Urkundenabschriften, zum Teil mit Schriftproben, Siegelbeschreibungen u.s.w., doch auch nicht wenig Originale. In den späteren Partien sind Drucke unter das Handschriftliche gemischt, doch wurden edle grösseren ausgeschieden und nur die kleineren belassen. Alles liegt chronologisch geordnet in den 9 Folio-Kapseln n—u, und zwar enthält n. die JJ. 817-1280. o. 1281—1340.*; p. 1341-1440. a. 1441—1530. r. 1531-70. s. 1571—1G00. t\ 1601—50. t\ 1651—1737. u. 1737—1805. III. Landtagsverhandlungen in den 5 Folio-Kapseln v—z, und zwar enthält v. die JJ. 1737—65. w. 1765—69. x. 1770-87. //. 1788-1800. z. 1800-1805.**) Landtagsverhandlungen, Suppl. (JJ. 1797—1804) in der Quart- Kapsel aa. *) In Kapsel o liegen als Anhang Mompelgardische Urkunden aus den JJ. 1140—1308. **) Über die vorhergehenden Verhandlungen aus den JJ. 1733 — 37 liegt ein Sachregister in Kapsel v; über diejenigen der JJ. 1737 — 1805 findet sich ein chronologisches Register in den Kegesten (s. ob.) Abt. 1 U. 0. 11. 318 ffistor. Handschriften in Folio Nr. 739. IV. Beiträge zur Geschichte von Württemberg (in Originalen, Abschriften und Auszügen): 1. Aus Chroniken des Mittelalters und der Reformationszeit in Folio- Kapsel bb. a—c. Abschriften von drei bei Gabelkofer exzerpierten chronikalischen Aufzeichnungen. d. Extrakt einer handschriftlichen württ. Chronik: Die Schlachten bei Reutlingen 1377 und Döfflngen 1388. Verzeichnis der württ. Vasallen. Herzog Ulrich und Kaiser Karl V. 1547. Wie Württemberg die Grafschaft Urach erwarb (in Reimen). £. Auszüge aus der Hauschronik J. Rinmanns von Stuttgart (aus Okt. nr. 16, c). f. Exccrpta c calendario Aichmanni Presbyteri (auf dem Archiv). g. Summarische Beschreibung der Kriege des Grafen Ulrich von Württemberg mit der Stadt Esslingen. h. Exzerpte aus dem summarischen Verzeichnis das Haus Württemberg betreffend. i. Besondere Geschichten, die sich in der Landschaft Württemberg von dem J. 1480 bis 1580 verloffen und zugetragen. 1c. Abschrift der ältesten gedruckten württ. Chronik. /. Beschreibung des 1492 gegen Regensburg auf dem Lechfeld gesammelten kaiserlichen Heeres. vi. Erektion des Fürstentums Württemberg 1495. n. Der Krieg des schwäbischen Bundes gegen Herzog Ulrich von Württemberg 1519 (aus einer Esslinger Chronik). o. Beschreibung von dem hochfürstlichen Haus Würtenberg und dem Land Schwaben (= Q. nr. 16). p. Würtembergensia a Mart. Crusio annotata Ao 1595 Jan. Calvaj, exulante propter pestem Tybing. schola. q. r. Ordnung zum Begräbnis der Grafen Eberhard 1417 und Ulrich 1480. 2. Korrespondenzen, Staatsschriften, Relationen und anderes aus der Regierungszeit der Herzoge Ulrich, Christoph und Ludwig. Ebenfalls in Folio-Kapsel bb. s. Urkunden aus der Zeit Ulrichs und der österr. Zwischenherrschaft (1515—28), gesammelt von Bürgermeister Klüpfel. t. Fünf Staatsschreiben betr. Herzog Ulrichs Frau Sabina (gedr. bei Aretin, Beytr. z. Gesch. u. Litt. 4, 385 ff. und sonst). it. Gedruckte Polizei-Verordnung der österr. Statthalter 20. Aug. 1521. Histor. Handschriften in Folio Nr. 739. 319 v. Aus einem Schreiben des Kanzlers Eck an Herzog Wilhelm v. Bayern vom 1. Juni 1525. w. Karls V. Bestätigungsbrief der Stiftung des Dr. Plantsch zu Tübingen 23. Dez. 1520. x. Volkslieder aus der Zeit Herzog Ulrichs. y. Die ßayss auf S. Annaberg 1534 (s. Ch. 1<\ Stalin, wirt. Gesch. 4, 373). z. Schreiben K. Ferdinands in Sachen der vertriebenen Mönche von Blaubeuren. 1536. aa. Schreiben desselben betr. das Kloster Königsbronn. 1544. bb. Korrespondenz zwischen den französischen Königen Franz L, Heinrich II., Franz II., Karl IX. und Heinrich III. und deren Abgesandten einerseits, den wiirtt. Herzogen Ulrich, Christoph und Ludwig und deren Bevollmächtigten andererseits samt einigen Briefen der Herzoge an andere deutsche Fürsten 1538—80. Exzerpte L. Fr. Heyds zur Geschichte Ulrichs aus den Beständen der Archive zu Stuttgart, München, Besancon u. s. w. und mehrerer Bibliotheken in Quart-Kapsel cc. Dieselben bilden eine Ergänzung zur zweiten Abteilung. Es sind darunter nur wenige Stücke von Pfaff. Die am Schlüsse befindliche französisch-württembergische Korrespondenz geht nur in 2 Stücken über Ulrichs Zeit herab und ergänzt die entsprechende Rubrik der vorausgehenden Folio-Kapsel. Dasselbe gilt com folgenden: Urkunden und Schriften betreffend die Beligions-Unruhen in Frankreich und die Teilnahme deutscher Fürsten, besonders der Herzoge Christoph und Ludwig daran, mit einigen königlichen Handschreiben an beide Herzoge (1558—92) in dem Folio-Band dd. 3. Akten, Briefschaften, Zeitungsauszüge und Aufzeichnungen aller Art aus den Zeiten der Herzoge Eberhard Ludwig, Karl Alexander und Karl Eugen in der Folio-Kapsel ee: a. Grseveniziana 1723—36. b. Extract Bedenkens über das gegenwärtige Münzwesen 7. Juli 1732. c. Zur Geschichte und Charakteristik des Herzogs Karl, von Major v. Fischer, Regierungsrat Feuerlein und Oberamtsrichter Theuss. d. Vermischte Kollektaneen Herzog Karl betreffend. e. Zeitungsauszüge betr. den Streit Herzog Karls mit der Landschaft nebst politischen Gedichten. 320 Histor. Handschriften in Folio Nr. 739. /. Finanzwesen unter Herzog Karl, u. a. eine Denkschrift des Gencralkassiers Pf äff. g. Amtliche Korrespondenz des geheimen Kabinetts Herzog Karls meist in Büchersachen (aus dem Nachlass des Geh. Archivars K. F. Pf äff). h. Gedichte, Anreden u. s. w. bei Geburtstagen H. Karls und hei seiner Rückkehr von Reisen. i. Herzogin Franziska. 4. Akten, Korrespondenzen u. s. w. aus der Zeit Herzog Friedrich Eugens, Herzog, Kurfürst und König Friedrichs, König Wilhelms in der Folio-Kapsel ff. a. Herzog Friedrich Eugen. h. Bericht des Prof. Bardili über sein Verhältnis zu König Friedrich und dessen Söhnen, mit 7 Beilagen. c. Finanzwesen unter König Friedrich. d. Anschlag am Spitalkirehenthor den 24. Juli 1800 gefunden. c. Historia morbi regis Wirtembcrgkü 4.—24. Aug. 1808. /'. Schreiben von und an König Friedrich. g. Unterschriften der A r erfassungsurkunde d. d. Ludwigsburg 25. Sept. 1819. h. Schreiben König Wilhelms an Hofrat Kieser in Oldenburg, den Tod des Leibmedikus Dr. Jäger betr. (11. Mai 1828). i. König Wilhelms Regierungsjubiläum 28. Sept. 1841. 5. Beschreibung des Königreichs Württemberg. Altertümer. Natürliche Beschaffenheit. Ökonomische Hilfsquellen des Staats. Statistik. Mit dem Vorigen (4.) zusammen in Folio-Kapsel ff. a. Chn. Friedr. Sattlers Abhandlung von den römischen Altertümern in Württemberg. b. Schreiben des Klosteroberamtmanns Scholl in Blaubeuren an Chn. Friedr. Sattler, die Römerstrasse (das Hochsträss) betr. 1777. c. Gesteinkunde und Hüttenbau. Schweinezucht. Fruchterzeugnis. d. Auszug aus einer angedruckten Abhandlung über die Wiederbesetzung der neunten Chur (1791), betreffend die Volkszahl und die Finanzzustände des Herzogtums Württemberg. e. Statistische Tabellen. 6. Beschreibung und Geschichte einzelner Orte. Gleichfalls in der Folio-Kapsel ff. a. Stuttgart, b. Kirchheim. c. Gross-Eislingen. d. Adelmannsfelden, e. Nelliugen. Histor. Handschriften in Folio Nr. 739. 321 7. K. Pfaffs Vorarbeiten und Konzepte zur neueren politischen Geschichte Württembergs in der Quart-Kapsel gg. a. Kollektaneen. b. Die Linie Württemberg - Mömpelgard und die Geschichte Mömpelgards von 1617—1802. c. d. Die Regierungszeit Herzog Friedrichs I. Altere und neuere Bearbeitung. e. Herzog Eberhard Ludwig und Christine Wilhelmine v. Grä- veniz. /. Lebens- und Regierungsgesehichte Herzog Karl Alexanders mit Anhängen über Jud Süss, Ecmchingen und Scheffer. g. Herzog Karl Eugen. Zwei Ausarbeitungen. h. Geschichte des Landtags im J. 1800. 8. Kollektaneen und Ausarbeitungen zur württembergischen Finanz-, Kirchen- und Schulgeschichte, zur wtirtt. Siegel-, Wappen- und Inschriftenkunde in der Quart-Kapsel hh. a. Geschichte des Flosswesens. b. G. des Zolls und Weggelds. c. G. des Accisewesens. d. G. des Umgelds und anderer Wirtschaftsabgaben. e. G. des Taxwesens. f. G. der Maasse und Gewichte. g. h. Kollektaneen zur Kirchen- und Reformationsgeschichte. i. Auszüge aus dem Regimen Monasterii Blaburensis (von L. F. Reyd). k. Nachrichten für die Eltern zur Ausrüstung der Alumnorum in das erste Kloster (1750). I. Zur Geschichte der Universität Tübingen. m—s. Wappen der württ. Herrscher, Adeligen und Städte, Geschichte und Abbildungen. t. Epitaphien der württ. Fürsten in der Stiftskirche zu Stuttgart. u. Beiträge zur Geschichte Esslingens. Heft 1 — 7. v. Beiträge zur deutschen Kunstgeschichte [aus Esslingen] mit Urkunden. 9. Sammlung von biographischen Notizen über Württemberger, meist gedruckt. A — Z. In der Folio-Kapsel ii und in der Quart-Kapsel kk. In der Folio-Kapsel ii liegen die Verzeichnisse der Sammlungen Pfaffs, icie solche der Bibliothek übergeben wurden. Sie haben nur zum Ted noch Geltung, da seitdem alle grösseren und viele kleinere Drucke ausgeschieden und Veränderungen in der Einteilung vorgenommen wurden. Uandeclir. d. k. Uff. Bibl. Stuttg. I, 1. 21 322 Histor. Handschriften in Folio Nr. 740. 741. 742. 743. 740. Pap., XVII. Jahrh., 464 S. Ruck und Eck in Leder. Aus dem Nachlass K. Pfaffs. Kopialbuch fürstl. wiirtt. Ausschreiben. Es sind 92 Reskripte aus den JJ. 1639 — 95. Das erste Blatt ist verloren. Die Einträge sind von verschiedenen Händen. 741. Pap., XVIII. Jahrh., in Plakatform, um eine Uolzrolle gewickelt, in Futteral. Catalogus librorum, quos sub Rmo D. Abbate Valerio scripserunt religiosi Benedictini Banthenses in Franconia dioecesis Wirceburgensis. 1785. Die Benediktiner von Banz zeichneten sich damals durch ihre schriftstellerische Thätigkeit aus. 742. Pap., XIX. Jahrh., nur zum Teil numeriert, in einer Kapsel. Papiere des Festkomites zur Feier des 25jährigen Regierungsjubiläums König Wilhelms vom 28. Sept. 1841. 1. Zusammenstellung der Aktenstücke. 2. Exzerpte aus den Komite-Akten. 3. Numerierte Korrespondenzen und Pläne (Zeichnungen und Malereien) für die Detail-Ausführung. Die Nummern gehen von 1 — 176, es fehlen aber zwischen heraus nr. 3. 4. 43. 82—85. 87. 108. 113. 114. 123. 130. 134. 145. 743. Pap., XVIII. Jahrh., 8 Bl. Ungebunden. Auszug aus der Herrenberger Chronik von Hess (= Fol. nr. 278, a—f) betreffend Heinrich Schickhardt. Vergl. hiezu Q. nr. 148. Histor. Handschriften in Folio Nr. 744. 745. 746. 323 744. Pap., XVII. Jahrh., 3 Bl. Ungebunden. Zwei Briefe der Königin Christine von Schweden (in Abschrift). a. d. d. Upsala, Febr. 1654 (ohne Adressaten). b. s. d. an den Grafen Magnus de la Gardie. 745. Pap., XVII Jahrh., 4 Ntimmern. Ungebunden. Deutsche Reichssachen aus den JJ. 1657—59. 1. Relation über die den 7./17. Sept. 1657 auf dem Rhathauss Römer genannt [zu Frankfurt] gehaltene Conferenz [des Fürstenratskollegiums] betr. Erledigung von Memorials des k. schwedischen Abgesandten. 2. Memoriale Suecicum [Matthice Biörnklaw] exhibitum electori Mo- guntino d. d. Frcf. 4. Mai 1658. 3. Dictatum Francofurti die 8./18. Martii 1659 per Moguntinum. 4. Schreiben Kaiser Leopolds I. an den Bischof von Bamberg und an den Markgrafen Albrecht zu Brandenburg d. d. Ebersdorf 16. Sept. 1659. 746. Pap., XVII und XVIII Jahrh., 4 Xummern. Ungebunden. Schreiben in Münzangelegenheiten mit eigenhändigen Unterschriften der Aussteller. 1. Dekret des Herzogs Eberhard Ludwig an die Rentkammer d. d. 5. Jan. 1694. 2. Schreiben des Erzbischofs von Mainz Lothar Franz an das schwäbische Kreisdirektorium d. d. 18. Okt. 1724. 3. Schreiben des Joseph Süs Oppenheimer an den Herzog Karl Alexander von Württemberg d. d. 8. Febr. 1735. 4. Dekret des Herzogs Karl Alexander d. d. 31. Aug. 1736. 324 Histor. Handschriften in Folio Nr. 747. 748. 749. 747. Pap., XVIII. Jahrh., 22 S. Steif broschiert. Dem wiirtt. Altertumsverein im J. 1843 übergehen von Hofdomänenrat v. Gok, an die Bibliothek geschenkt vom statistischen Landesamt im J. 18S5. Chronikalische Aufzeichnungen eines Konventualen des Dominikanerklosters in Schw. Gmünd. Beginnend mit der Stiftung des Benediktinerklosters in Ellwangen (764) gelten diese Aufzeichnungen herab bis zum J. 1724. Die Beischrift auf der letzten Seite: hoc notatum et lmc scriptum est anno 1722 per F. J. Th. F. C. Huius ißt. hinsichtlich des Jahrs nicht ganz genau, da S. 9 eine Notiz ans dem J. 1724 steht. Auf jene Beischrift selbst folgt noch am Schluss eine Notiz aus dem J. 1723. Der Verf. greift öfters mit Unterbrechung der chronologischen Ordnung auf frühere Jahre zurück. 748. Pap., XVIII Jahrh., 14 Bl. Pappbd. Geschenk des Freiherrn vom Holtz in Alfdorf, Nov. 1S85. Hohentwiel. Consignatio derer sämtlichen Verpflegungscosten des Consulent Mosers in seiner Detention allhier. 13. Juli 1759—Apr. 1760. Rechnungen ausgestellt von dem Expeditionsrat Weiss, Keller auf Hohentwiel, zur Zahlung angewiesen von Herzog Karl. Angel), andere Akten der Kommandantur von Hohentwiel aus den JJ. 1715—97. 740. Pap., XIX. Jahrh., in 3 Faszikeln: I 12, II 18, III. IS Stücke enthaltend. Futteral. Erkauft von den Hinterbliebenen im Bez. 1885. Papiere aus dem Nachlass des Prälaten Dr. Alb. v. Hauber [gest. 1883]. 1. Korrespondenz betr. Abhandlungen wissenschaftlichen Charakters für Journale. 2. Politische Flugschriften und Korrespondenz politischen Inhalts. 3. Kirchenpolitisches (Konkordat, Jesuiten, Kirchengut u. a.). Histor. Handschriften in Folio Nr. 760. 325 750. Pap., XIX. Jahrh. (mit Ausnahme der älteren Stücke 61 und 108). 108 Stücke, wozu noch die 6 eingeschalteten: 90, a — f kommen. Alles in Einer Kapsel vereinigt. Erkauft im J. 1S86 von dem Münchener Autocjraphen Sammler Dr. Max Wüstemann. Papiere aus dem Nachlass des Bildhauers Jon. Heinr. Dannecker [gest. 8. Dez. 1841]. a. 2 eigenhändige Briefe D.s. nr. 1. 2. An seinen Schüler Theodor Wagner vom 22. Okt. 1823 und 20. Nov. 1825. b. 104 Briefe an D. nr. 3—100. Ans der Zahl derselben mögen hervorgehoben werden: 3. 4. von Kupferstecher Amsler in München. — 11 — 15. von Melch. Boisseree in München. — IG. von Mathilde und Sulpiz Boisseree daselbst. — 17—21. von Sulpiz Boisseree in Heidelberg. — 23—31. von Etatsrat v. Buschmann in Oldenburg. — 33—36. von Geh. Bat Graf Ernst v. Dörnberg in Begensburg. — 40 — 42. von Kupferstecher Feising in Darmstadt. — £6, 47. von dem ivürtt. Geschäftsträger in S. Petersburg v. Fleischmann. — 52. 53. vom Herzog- Administrator Peter von Holstein-Oldenburg. — 57. 58. von Kupferstecher Joh. Heinr. Meyer in Zürich. — 59. von Kupferstecher J. Fr. W. Müller. — 60 — 05. von dem englischen General Murray und seiner Frau. — 68—71. von Geh. Hofrat Direktor Heinr. Bapp. — 73-75. von dem Kupferstecher Alb. Bcindel. — 78—82. von General Scharffen- steiu. — 88 — 90. und 90, a—f. von Theod. Wagner aus Born (mit Skizzenblättern). — 94 — 97. von Herrn v. Willamow aus Pultusk und S. Petersburg. c. An D. verliehene Auszeichnungen, nr. 101—106. Diplome beziv. Korrespondenzen darüber. d. Aufzeichnungen aus dem Atelier, nr. 107. Ein Oktav-Büchlein, enth. das Geschäftsjournal und sonstige Vorkommnisse im Atelier, eine Liste von Besuchern, Verzeichnis von Ausgaben für Kunstwerke. e. Häusliches, nr. 108. Zubringens-Inventarium Herrn Prof. Dannekers und seiner Ehegattin Frau Heinrika Charlotta, geb. Rappin. Nov. 1790. 326 Histor. Handschriften in Folio Nr. 751. 752. 753. 751. Pap., XVIII. Jahrh., 102 Bl. Ruck und Eck in Pergament. Vom Archiv an die Bibliothek abgegeben im Nov. 1887. Inventarium über die auf dem fürstl. Neuenbau in der mittlem und obern Rüstkammer befindlichen Kriegsrequisiten, nicht weniger in beeden Oificinen zugegenligenden Handwerckzeugs, welche der Hoffplattner J. J. d'Argent in seiner Inspection hat. Konzept des Sturzprotokolls d. d. Stuttg. 1. Juli 1756. 752. Pap., XVI. Jahrh., 268 Bl. Pergamentdecke. Aus dem alten Bestand unverzeichneter Kataloge hier eingereiht im J. 1888. Inventarium der fürstlichen Liberei uff dem Schloss Tubingen beschriben durch M. Balth. Bidenbach und Andr. Rütteln. MDLXVIII, mense Jul. Handschrift Büttels. 758. Pap., XVIII. Jahrh., (17IG), 8 Bl. Pappbd. Vom Archiv an die Bibliothek abgegeben im J. 1888. Guttachten der gesambten zu Graz beruffener ungarischen Herren Rhätt, der Statt Wardein Belagerung betreffendt. A. d. Lat. Ende der historischen Handschriften in Folio nach dem Bestand vom 15. Januar 1890.