92 Histor. Handschriften in Folio Nr. 195.
Descendenz des letzteren noch Notizen aus den folgenden Jahren bis zumJ. 1604. Eine spätere Hand aber, welche da und dort Zusätze einschaltetund in den JJ. 1628—29 schreibt, führt die genealogischen Notizen überdas Fürstenhaus noch bis dahin fort.
Mehr als in anderen Kodices derselben Chronik sind- hier Verträgeund Staatsschriften in den Text eingeschaltet, besonders aus der Zeit Her-zog Ulrichs, aus dieser auch ein historisches Lied (= Liliencron, histor.Volkslieder Bd. 3 nr. 318). Bei Herzog Christoph pausiert die Geschichts-erzählung sogar ganz und seine Begierungszeit ist bloss durch einige Do-kumente repräsentiert. Die Biographie Ludwigs ist in anderer Fassunggegeben als sonst bei Mütscheliu.
Die letzten Seiten sind beschrieben mit zwei Erklärungen, die HerzogKarl Alexander den 28. Febr. und den 7. Dez. 1733 ausgestellt hat.
Vergl. Fol. nr. 155. 186. 283. 301. 319. Q. nr. 275.
105.
Per ff., XV. Jahrh., 10 Bl. Ungebunden.Ursprünglich im Besitz der gleich zu nennenden Brüderschaft.
Registrum confraternitatis. 1466.
Eine spätere Hand schrieb unter diesen Titel:
Depost alia forma nova pa.....
Anno dni MCCCCLXXXVII.........
Nach einer Einleitung, in welcher die Gründung einer Brüderschaft„per quosdam capellanos ibidem beneficiatos et alios sacerdotes", geschehenim J. 1419 „in opido Stutgardiensi Constanc. dioc.", erzählt ist, wirdweiter gesagt, class diese Brüderschaft im J. 1405 beschlossen habe, neueOrdnungen und Statuten abzufassen. Es folgen dann diese Ordinacionesselbst (Bl. 1. 2). Daran reihen sich (Bl. 3) spätere Festsetzungen unterder Aufschrift:
Anno domini 1487 in festo Si Bartholomei apostoli innovata
est fraternitas cleri Stnttgartiensis prout infra.
Endlich Namenlisten lebender und verstorbener Mitglieder. Wenn von denersteren im Verlauf der Zeit jemand mit Tod abging, so ist dies durchAusstreichen der Namen oder durch „obiit" hie und da mit Beisetzungder Jahreszahlen (bis 1523 herab) angedeutet. Die Bückseite des letztenBlattes enthält Gebete.