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1 (1890) Die Handschriften in Folio
Entstehung
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74
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74 Histor. Handschriften in Fol. Nr. 164. 1G5.

164.

Pap., XVIII. Jahrh,, Bd. 1 748 S. Bd. 2 1325 S. Pappbd.

Oswald Gabelkovers Württembergische Geschichte von vorne herein in demWehsischen Auszug (vergl. Fol. nr. 17), die späteren Partien in ausführ-licherer, doch immerhin abgekürzter Fassung.

Pap., XVI. Jahrh., 141 Bl. lederbd mit Goldschnitt. (AlsBuchbinder ist Steph. Maier in Augsburg bezeichnet.)

Die ordeliche Beschreibung des fürstlichem! Herren Schiessen, dess gehaltennhatt .... Herr Hörtzog Christoff zue Württenberg, wass für Chur- unndFürsten, Graven und Herren, Ritterschafft u. Adel, Stett u. Flecken auffdem fiirstliclienn Stachelschiessen denn 23. Septembris im 1560. Jar zueStuttgartten im Lanndt Württenberg gehalten erschinen seint u. s. w.Alles verfast inn ainen Lobspruch, zue Ehr u. Lob gedieht u. gemachtmeinem allergncdigistenn Fürsten u. Herren u. dem hochlöblichen Fürstn-dumb Württenberg durch Liennhartt Flexel vonn Augspurg, [der] verorntteru. bestölter üienner u. Pritzenmaister auff sollichem fürstlichem Ritterspill

gewessenn ist.

Diesem Titel geht eine Widmung Flexels an Herzog Christoph d. d.21. März 1562 voraus. Ein gemaltes iviirtt. Wappen ist unter dem Titelzu sehen. Nun folgt der gereimte Text, als dessen Schreiber sich Am-brosius Neumaier in Passau kundgiebtj die Zahl der Verse wird amSchluss mit 1640 angegeben. Daran schliesst sich der figürliche Teil, inwelchem abgebildet sind:

1) die 6 Fahnen der Viertel, in welche die Schützen eingeteilt waren;

2) die beim Schiessen dienstthuenden Zieler, die vom Herzog bestelltenund die erwählten Neuner, die Träger der Gewinstfahnen, die Pritschen-meister, die Trompeter, Pfeifer und Trommler u. s. w.;

3) die Wappen der beim Schiessen erschienenen Fürsten, Grafen undHerren, der Reichs- und Landstädte, die dabei vertreten waren.

Ganz ähnlich sind im Anhang die beim Nachschiessen Beteiligten dar-gestellt entsprechend der Rubrik 2) des Vorhergehenden.

Der Verfasser, welcher eine Reihe solcher Schiessen als Pritschen-meister mitmachte und in Versen beschrieb, heisst sich anderswo „Lien-hart Lucz den man nennt den Flaxl" (Chmel, die Handschriften der