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den heiligen Geist (S. 273) und Ausfälle gegen den Soldatenstand(S. 344). Ein ebenso entschiedenes Verdammungsurteil fällte dasOberzensurkollegium am gleichen Tage über ein zweites Werk Laubes,das in Titel und Umfang dieselbe weite Perspektive aufwies wie das„Neue Jahrhundert", den ersten Teil der Romantrilogie „Das jungeEuropa", der unter dem Einzeltitel „Die Poeten" im Frühjahr 1833 beiOtto Wigand in Leipzig erschienen war. Der in Briefen abgefaßteRoman sei zwar mit Ausnahme weniger Stellen (I, 91. 135. 171; II, I.124) nicht politisch, dafür aber „eines der unzüchtigsten und dabeidurch eine geistreiche, von vielem Talent zeugende Form für viele inihrer Gesinnung noch unbefestigte Gemüther leicht verführerisch-sten Bücher"; das Gefährlichste darin sei „die enge Verbindungder rohesten sinnlichen Lust mit feineren geistigen Motiven undTendenzen" (I, loff. 15. 59. 119. 228ff. 133; II, 13. 53. 155), undschließlich werde darin die Religion und besonders das Christentum„auf die lästerlichste Weise gemißbraucht oder auch angefeindet" (I,108. 131; II, 78). Von Breslau aus war Laubes Roman angezeigtworden; der dortige Polizeipräsident Heinke, der Jugendgeliebte derOttilie v. Goethe und zugleich ihrer Freundin Adele Schopenhauer,hatte die Ankündigung des Buches in schlesischen Blättern auf eigeneFaust verboten und darüber am 15. Oktober an das Berliner Ministeri-um berichtet. Auch eine Anzeige der „Poeten" in der „AllgemeinenPreußischen Staats-Zeitung" vom 6. November erregte die größte Un-ruhe. Der Geheimrat Philipp Joseph v. Rehfues denunzierte noch amVorabend des Verbotes Laubes Werk bei derselben Behörde, da esihm „von einem einsichtsvollen Geistlichen" als überaus schädlich ge-schildert worden sei. Rehfues, der Kurator der Universität Bonn undnebenbei selbst Romanschriftsteller, weilte damals in Berlin und ver-faßte im Auftrag des Ministeriums eine Denkschrift über die vomKönig dringend gewünschte Neuorganisation der Zensur; er liefertesie am 10. Dezember 1833 ab, jedoch wurde aus der ganzen Reformnichts, weil sich die Minister nicht darüber einig werden konnten, undstatt Präsident des Oberzensurkollegiums zu werden, mußte Rehfues,aufs bitterste enttäuscht trotz eines Ordenspflasters, wieder an denRhein zurückkehren. In seinen Briefen an den Fürsten Pückler machteVarnhagen die boshaftesten Witze über die Rehfuessche Zensurreform,die nur einen Berg unfruchtbarer Akten erzeugte, ohne daß des Königsimmer erneute Mahnungen und strikte Befehle den Widerstand deruneinigen Minister gegen jede andere Organisation der Zensur zu be-siegen vermocht hätten. — Der Denunziation durch Rehfues folgte dieministerielle Verfügung sofort: am 7. November 1833 verbot v. Brennsowohl die „Briefe eines Hofraths" wie den I. Band des „Jungen Euro-pas". Wegen der „Staatszeitung" beantragte das Oberzensurkollegiumam 8. November einen Verweis gegen den zuständigen Zensor