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bei Knebel gebührt, besonders noch deshalb Rücksicht zu nehmenist, weil ohne ihn und sein Verhältnis zu dem Werke, Knebels Nach-laß die Recensur in Preußen nicht erlangt haben würde.
Der erste Ihrer Einwände nun ist am meisten zu berücksichtigenund ich habe ihn berücksichtigt. Die Erwähnung des KnebeischenBildes habe ich jetzt in dem Vorwort so gestellt, daß sie auch f UIdiejenigen Exemplare paßt, denen kein Bild beigegeben sein sollte-Es ist nämlich jetzt nur im Allgemeinen von dem ja schon seitlänger existierenden Relief Tiecks die Rede, um Knebels philosophi-schen Kopf zu charakterisieren, und daran ist die Anführung eine=Stahlstichs geknüpft, den Hr. v. Altenstein zu Ehren seines Freunde^besorgen lassen. Wer das Bild an seinem Exemplar hat, wird dieseBemerkung leicht auf dasselbe beziehen, denn als dumm dürfen W udie Leser des Knebeischen Nachlasses doch nun einmal nicht vor-aussetzen, noch ihnen zumuthen, daß sie das Bildniß, obwohl ohneUnterschrift, nicht gleich für das Knebels halten sollten. Eine Er'wähnung dieser Art aber dürfte in der Vorrede unerläßlich sein. Denneinen Zettel deshalb beidrucken zu lassen, widerräth auch Hr.v.Vavn-hagen; es dürfte in der That nichts weniger als gut aussehn.
Sie sprechen ferner, meine werthen Freunde, die Besorgniß aus,daß man wegen dieser Vorrede, dem 3. Bande des Knebel hier dieRecensur verweigern könnte, indem Sie die Erwähnung der betref-fenden literarischen Verhältnisse der Gegenwart für gefährlich an-zusehen scheinen. Im Gegentheil liegt aber etwas Versöhnendesdarin, wenn Sie es näher betrachten werden. Es würde mir einLeichtes sein, von der höheren Censurbehörde hier das Imprimaturdafür zu erlangen, und der Minister wünschte, daß ich diese Gelegen-heit ergreifen möchte, um mich auf eine versöhnliche Weise zu recht-fertigen. Ihre Besorgniß ist nicht zu begreifen, aber ich sehe michgenöthigt, mich derselben zu fügen, wenn Sie darauf bestehen. Indiesem letzteren Falle wird dann nur gewünscht, daß diejenigenPartieen des Vorworts gedruckt werden möchten, die, wie das an-liegende Exemplar zeigt, mit Rothstift angestrichen sind, auf derersten, zweiten und vierten Seite desselben, mit Auslassung desZwischenliegenden. Dann bleiben mithin bloß die persönlichen Er-wähnungen, die mir von dem Minister angedeutet wurden. SolltenSie auch dies verweigern wollen, so geriethen wir Redactoren aller-dings in eine ziemliche Verlegenheit, Herrn v. Altenstein gegenüber,aber ich bäte Sie dann nur um die Gefälligkeit, mir in einem osten-sibeln Briefe, den ich aufzeigen kann, die Gründe Ihrer Verwerfungdes ganzen Vorworts gütigst auseinanderzusetzen. Ich für meinePerson will nichts, was Ihnen unangenehm sein könnte, und drängeSie daher zu keinem Entschluß. Bestimmen Sie sich selbst über dieIhnen gemachten Propositionen nach Gutdünken! . . .