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verfolgt, aber schon 1811 wieder zu Gnaden aufgenommen wurde;der tatsächliche Herausgeber beider Werke war der Verlag Hein-rich Gräff in Leipzig, F. A. Brockhaus war daran zu einem Viertelbeteiligt. 1821 war Gräff eine Deckfirma für Maurer in Berlin.„Zeter! Zeterl — Jammer, Jammer 11 Peter, Peter, Hammer, Ham-mer — Streut ohn' Ende Feuerbrände" sang, Schillers „Glocke"parodierend, 1807 der ungenannte Verfasser der „Löscheimer", die,ebenso wie die „Feuerschirme" von Friedrich Wilhelm Gubitz, gegenColins Lästerzunge aufgetreten waren. Der junge Verlag Brockhaus,der sich 1805 in Amsterdam und 1811 in Altenburg etabliert hatte,bediente sich auch für eigene Preßerzeugnisse der falschen Firma;sie deckte u. a. zwei Schriften, deren Verkauf in Preußen mit schwer-ster Strafe belegt wurde (bis zu 100 Dukaten pro Exemplar I): die„Briefe eines reisenden Nordländers" (1812) von dem Schriftstellei'und Musiker Johann Friedrich Reichardt und die „Handzeichnungenaus dem Kreise des höhern politischen und gesellschaftlichen Lebens'(1812), die, was selbst dem Geschichtschreiber des Verlags Brock-haus unbekannt blieb, ebenfalls vonReichardt herrührten; eine„NeueAuflage" (jedenfalls nur Titelauflage) erschien ganz ohne Verlags-bezeichnung, nur mit der Angabe 1816. Auch die „Dornenstiche fürNapoleon", die Basse in Quedlinburg 1814 druckte, hatte „PeterHammer" zu verantworten.
Schriften mit falschen Druckorten und Verlagsangaben, von denenviele bis heute Geheimnis geblieben sind, waren schon durch dasWöllnersche Zensurgesetz in Preußen streng verboten; neue Ver-fügungen vom 18. November 1811 und 15. Dezember 1812 — erstereanscheinend durch die „Handzeichnungen" Reichardts verursacht,die besonders den Staatskanzler Hardenberg aufs Korn genommenhatten —• schärften den Buchhändlern nochmals ein, ja nicht solchezweifelhaften Neuerscheinungen zu vertreiben, ehe die einheimischeZensurbehörde ihr ausdrückliches Placet dazu gegeben hatte. Dashalf alles nichts, im Gegenteil, der Verlagsbuchhändler Peter Ham-mer wurde so populär, daß sogar ein Porträt des geheimnisvollenUnbekannten, dieses Überall und Nirgends, erschien! Ein Exemplardavon befindet sich im Stadtgeschichtlichen Museum zu Leipzig; inmeiner Schrift „Polizei und Zensur" (1926, S. 43) habe ich esreproduziert, daneben auch eine bei diesem Peter Hammer heraus-gekommene Karikatur auf den Hofrat Dr. K. J. Lange, der 1806 bis1808 im Dienste der Franzosen den „Neuen Telegraph" herausgab.
Die alte, ursprüngliche Firmierung „Paris, Pierre Marteau" be-nutzte noch Karl v. Holtei, als er 1834 anonym seinen „Don Juan"veröffentlichte (vgl. unten S. 289); verlegt hat ihn Otto Wigand inLeipzig. Der deutsche Peter Hammer starb erst im Revolutionsjahr1848: der in allen Zensurpraktiken erfahrene Hamburger Verlag