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^erte daraufhin an das Oberzensurgericht, und dieses gab am5- August das Buch frei. —■ Auch in Altona hatte die dortige dänischePolizei am 24. Oktober 1844 das Buch verboten. — Der Neudruckw ar jedenfalls angeregt durch einen Aufsatz über dieses verscholleneWerk Fichtes von Friedrich Koppen für Ruges „Deutsche Jahr-bücher". Der Herausgeber wagte aber gar nicht erst, den Artikel«em Zensor in Leipzig vorzulegen, veröffentlichte ihn vielmehr ineiner Sammlung der für die „Jahrbücher" bestimmten, aber infolgeder strengen sächsischen Zensur nicht erschienenen Artikel, die<len Titel führt „Anekdota zur neuesten deutschen Philosophie undPublicistik" (1843) ; dieses Buch war ebenfalls ein Verlagswerk des„Literarischen Comptoirs", und dessen Teilhaber war Rüge. — Dievon Fichtes Sohn 1845/46 herausgegebene Gesamtausgabe derWerke seines Vaters durfte übrigens in Österreich nur „ergaschedam", gegen persönlich erteilte Erlaubnis, verkauft werden;Einzelbänden, wie dem 2. und 3., billigte man ein „Transeat" zu,sie durften zwar verkauft, aber nicht öffentlich ausgelegt oder in denZeitungen angekündigt werden; das galt aber nicht für Band 1 und 6;letzterer enthielt das Werk über die Französische Revolution, dasalso noch lange nach Fichtes Tode Schrecken erregte und der Ver-breitung seiner Gesamtwerke im Wege stand.
[Da die über den Atheismusstreit bisher bekannten Dokumenteimmer nur vereinzelt ans Licht traten und in der umfangreichenFichte-Literatur außerordentlich verstreut sind, meine weiter aus-gedehnte Durchforschung fast aller in Betracht kommenden Archiveeine ganz unerwartet große Ausbeute an bisher unbekannten Akten-stücken lieferte und neuere wichtige Veröffentlichungen hinzuge-kommen sind, erschien es ratsam, einmal eine Gesamtdarstellungdieser für das geistige Niveau zu Ausgang des 18. Jahrhunderts soungemein charakteristischen Vorgänge zu versuchen und mit allenerreichbaren wesentlichen Dokumenten, seien sie neu oder längstbekannt, die bisher noch vielfach dunkeln Zusammenhänge nachMöglichkeit aufzuhellen. Bei jedem schon bekannten Aktenstück denersten Druckort zu vermerken, wobei dann auch das Wie? desAbdrucks zu bezeichnen gewesen wäre, hätte eine unabsehbare kri-tische Fichte-Bibliographie erfordert; ich habe daher auch meiner-seits darauf verzichtet, die vielen hier zum erstenmal mitgeteiltenAktenstücke und festgestellten neuen Tatsachen besonders hervor-zuheben, im Vertrauen darauf, daß der Fichtespezialist die Bereiche-rung des Gesamtmaterials durch meine Funde bald überblicken"wird. Auch in Literaturangaben muß ich mich, abgesehen von denschon im Text erwähnten, auf die Werke beschränken, die im eigent-lichen Sinne Quellenwerke sind und durch ihre Anmerkungen vonselbst auf die ältere Literatur führen. — Benutzte Akten: