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BISMARCK-NATIONAL-DENKMAL d WETTBEWERB
Die im Düsseldorfer Kunstpalast vereinigten Entwürfe des Wettbewerbes wurden zur all-gemeinen öffentlichen Besichtigung ausgestellt. Die Eröffnung dieser Ausstellung erfolgte am11. Februar 1911 durch Seine Exzellenz den Herrn Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Staats-minister Freiherrn von Rheinhaben, der eine die große Versammlung erhebende und begeisterndeAnsprache hielt. Die wahrhaft vaterländische Stimmung wurde noch gehoben durch dieinhaltreiche Ansprache des Vorsitzenden Geheimrat Kirdorf, ferner durch den von derSchauspielerin Frl. Als en trefflich gesprochenen Prolog von M.ßewer und die Gesangvor-träge des berühmten Kölner Männergesangvereins. Den glanzvollen Verlauf der Feierverdanken wir nicht zuletzt auch der geschickten Organisation durch Herrn GeneralsekretärC. Peter.
Die Ausstellung dauerte vom 11. Februar bis zum 19. März 1911. Sie wurde also in37 Tagen von 14176 Personen (pro Tag 383) besucht; ein Erfolg, der wohl selten einerAusstellung beschieden ist, die vorwiegend architektonische Entwürfe bringt, und die an dasVerständnis des Publikums so bedeutende Anforderungen stellt. Dieser Erfolg gab der Aus-stellungsleitung auch den Mut, einen Teil der Entwürfe in anderen deutschen Städten vorzu-zeigen, und zwar zunächst vom 29. April bis Ende Juni in Wiesbaden. Leider ist es unmöglich,den Gesamtwettbewerb auf Reisen zu senden. Nur wenige Städte könnten diese Masse vonObjekten aufnehmen, besonders, da im Sommer die Ausstellungsgebäude unserer deutschenKunststädte besetzt zu sein pflegen. So mußte man Rücksicht auf die Empfänger nehmen.Nur ungern entschloß sich der Kunstausschuß in seiner Sitzung vom 9. März, eine engereAuswahl zu treffen. Er war sich bewußt, damit vielfach Unrecht zu begehen, da weit über dieHälfte der Entwürfe allgemeiner Würdigung wert sind. Doch dem Zwange der Umstände mußteRechnung getragen werden. Außer den durch Preise und Ankauf ausgezeichneten und denin engere Wahl gekommenen Entwürfen wurden noch einige andere bestimmt, vorwiegendsolche, die wichtige Beiträge zur Lösung der Platzgestaltung oder des Aufbaues lieferten.
Wenn einst das große Unternehmen zu glücklichem Gelingen geführt ist, wird — so hofftman — in einer glänzenden Publikation über die gesamten Vorarbeiten Bericht erstattet.Inzwischen aber hat sich das Bedürfnis herausgestellt, für die weiteren Ausstellungen einengrößeren illustrierten Bericht herauszugeben. So erwuchs denn der Plan zu dem vorliegendenWerke, das alle für die Rundreise bestimmten Entwürfe und nach Auswahl des Kunstausschussesnoch einige weitere wichtige Beiträge enthält. Auch hier mußte leider, um den Kosten undder schleunigen Fertigstellung willen, der Kunstausschuß es bei einer engeren Auswahl bewendenlassen. Indessen, Aufgabe der Ausschüsse ist es, Geld zum Bau des National-Denkmals zusammeln, und ihre Pflicht ist es, alle unnötigen Ausgaben zu vermeiden. So mußte mitDank das Anerbieten der Verlagsbuchhandlung angenommen werden, die alle Kosten desUnternehmens trug und dem Bismarck-Denkmalfonds überdies einen erheblichen Nutzen zu-sicherte.
Opfer erheischt dies große Unternehmen von allen. Die größten aber von den Künstlern,die am Wettbewerb teilgenommen haben. Ihnen vor allen muß an dieser Stelle aufs wärmstegedankt werden.
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